Performing your body! Lustvolle Körper und genderkritische Kulturproduktion
Sofia Bempeza
Bild: Zärtliche Pantomime 4, Renate Bertlmann, 1976
Wir betrachten Arbeiten und Positionen und diskutieren Texte über Gender, Körper und Sexualität.

EXTANT

«Index Pain – Pokes Exhaust Into Webbed Masks – – – – Love Flirts Again – – – –

Mother – Roisterous Swain – Lock With Twain Lips Akin – Love Flirts Gain – – – –

I Stain: Incarnadined – Whence I Remain: Mind.» Gedicht von Elsa von Freytag–Loringhofen, ca. 1924

Zahlreiche Autor_innen aus der Bildenden Kunst, dem Film, der Theorie, Mode oder Literatur haben sich in den letzten Dekaden mit Fragen des Verhältnisses von Körper, Gender und Sexualität auseinandergesetzt. Von der Dada–Baroness Elsa von Freytag–Loringhofen bis zu den Künstlerinnen der feministischen Avant–Garde der 70er und den Queer–Inszenierungen der letzten Jahre geht es vielen Akteur_innen darum, sowohl gemeinschaftliche als auch ihre eigenen Stimmen zu verkörpern oder zu performen. Damit hinterfragten sie auch bestimmte Erzählungen sowie gesellschaftliche Rollenverteilungen. Dabei analysieren wir aktuelle und frühere Genderdiskurse und betrachten insbesondere die queer–feministische Theorieentwicklung und Geschichtsschreibung sowie die politische Grammatik von Gender in aktuellen Bewegungen (z. B. Slutwalks, #metoo). 
Kunst HF
Studiengang
Kunst HF
Freie Kunst – dank offenem Kunststudium.
 
Der Studiengang Bildende Kunst HF unterstützt dich dabei, als Künstler_in selbstständig Projekte zu realisieren, die eine ganz eigene – deine! – künstlerische Sprache sprechen. Und das Studium zeigt dir, wie du deine daraus resultierenden, unverwechselbaren Werke im Kunstsystem entsprechend vermitteln kannst.
 
Die F+F Schule für Kunst und Design hat den Studiengang Kunst HF neu definiert und bietet dir in einem dreijährigen Vollzeitstudium mehr Freiheit – sowohl in künstlerischer als auch in persönlicher Hinsicht. Teile von nun an deine Zeit selber ein und besuche die F+F Ateliers, wann immer du möchtest: Sie und dein eigener Arbeitsplatz stehen dir rund um die Uhr und auch am Wochenende zur Verfügung. Lediglich zwei Fixtage pro Woche für Seminare und Mentorate sind verbindlich.
Eine einfache, offen gestaltete Studienstruktur ermöglicht dir das mühelose Eintauchen in die Kunstpraxis während deiner ganzen Studienzeit. Die Entwicklung deiner eigenständigen künstlerischen Sprache und die mögliche Beteiligung an den aktuellen Kunstdiskursen sind zentrale Anliegen des Studiums. Dabei wirst du von erfahrenen Dozierenden begleitet und kannst jederzeit auf die Ressourcen der Schule zugreifen. Der unkomplizierte Austausch mit den anderen Studierenden hilft dir, deine Stärken zu erkennen und dir dein entsprechendes Netzwerk aufzubauen. Praktika in der Kunstszene wie auch die Möglichkeit, Austauschsemester an europäischen Kunsthochschulen zu besuchen, bieten dir einen zusätzlichen Blick von aussen auf dein eigenes Tun und Werk.
Dieses neugestaltete Vollzeitstudium bietet dir grösstmöglichen Spielraum – ohne dabei auf unabdingbare Lektionen zu verzichten. Die Überschaubarkeit und die kurzen Wege zwischen den Studierenden und der Schulleitung stehen ausserdem für die offene Kultur, die in der F+F schon immer gelebt wird. Dazu gehören sowohl die Mitbestimmung bei der Ausgestaltung des Studienbetriebs als auch die individuelle Selbstorganisation. Deiner künstlerischen Selbstbestimmung steht somit nichts im Weg: weder eine fehlende Matur, noch eine mühsame Bürokratie und schon gar nicht unnötiges Punktesammeln.
Kunst HF
Zulassungsbedingungen
Mindestalter 18 Jahre. Abschluss auf Sekundarstufe II (drei- bis vierjährige berufliche Grundausbildung mit Eidgenössischem Fähigkeitszeugnis oder Matur). Die Vorbildung muss nicht einschlägig, bzw. fachspezifisch sein. Eignungsabklärung. Bewerber_innen können beim Nachweis herausragender gestalterischer Fähigkeiten auch ohne abgeschlossene Sekundarstufe II «sur dossier» aufgenommen werden.
 
Aufnahmeverfahren
Du wirst zu einem persönlichen Aufnahmegespräch eingeladen. Voraussetzung dafür ist, dass du deinen konkreten Studienwunsch kennst und und dass du Arbeiten, Projekte oder Dokumentationen deiner bisherigen künstlerischen Versuche und ausserkünstlerischen Betätigungen mitbringst. Die Aufnahme, die Zwischenprüfung und der Diplomabschluss orientieren sich an den konkreten künstlerischen Anliegen und nicht an schriftlichen Arbeiten. Die Prüfungsgebühr beträgt CHF 150.–.
 
Studienbeginn & Dauer
Der Studiengang startet jeweils im August und umfasst 5400 Lernstunden verteilt auf sechs Semester. Einschlägige Berufserfahrung und Vorbildungen können dem Studium angerechnet werden.
 
Kosten
Der Studiengang ist seit 1998 staatlich anerkannt und wird subventioniert. Die Studiengebühren betragen für Studierende mit zivilrechtlichem Wohnsitz in der Schweiz oder Liechtenstein pro Semester: CHF 5 400.– (= CHF 900.– mtl.). Inbegriffen ist die individuelle Benutzung der Schulinfrastruktur (inklusive Atelierarbeitsplatz) ausserhalb der Unterrichtszeiten. Ausgeschlossen sind persönliche Utensilien, Geräte und Materialien.
 
Ausbildungsstufe
Tertiärstufe, Höhere Berufsbildung, Höhere Fachschule.
 
Diplom
Eidgenössisch anerkannter Titel dipl. Gestalterin HF Bildende Kunst/dipl. Gestalter HF Bildende Kunst.
 
Berufliche Perspektiven
Künstler_innen realisieren selbstständig künstlerische Werke und Projekte. Das berufliche Umfeld ist der breit- gefächerte lokale und globale Kunstbetrieb, der eine selbstbeauftragte künstlerische Tätigkeit ebenso wie Projektentwicklungen im Rahmen von privaten oder öffentlichen Aufträgen umfasst. Eine Betätigung in den Bereichen Visuelle Gestaltung, Fotografie und Video/Film, für Informations- und Unterhaltungsmedienbetriebe oder in der Kultur- und Vermittlungsarbeit jenseits des klassischen Kunstbetriebs sind ebenso vorstellbar wie anstrebenswert.
Kunst HF
Anmeldung, Bewerbung
Studiengang Kunst HF
Zulassungsbedingung
Mindestalter 18 Jahre. Abschluss auf Sekundarstufe II (drei- bis vierjährige berufliche Grundausbildung mit Eidgenössischem Fähigkeitszeugnis oder Matura). Bewerber_innen können beim Nachweis herausragender gestalterischer Fähigkeiten auch ohne abgeschlossene Sekundarstufe II «sur dossier» aufgenommen werden.

Aufnahmeverfahren 
Du wirst zu einem persönlichen Aufnahmegespräch eingeladen. Du kennst deinen konkreten Studienwunsch und bringst Arbeiten, Projekte oder Dokumentationen deiner bisherigen künstlerischen Versuche und ausserkünstlerischen Betätigungen mit. 

Infoabend
Sind noch Fragen offen? Dann besuche uns unverbindlich an einem der monatlichen Infoabenden, lerne die Schulleitung kennen und informiere dich persönlich vor Ort um deine Fragen zu klären.

Online-Anmeldung zum Aufnahmegepräch:
  • Bewerbung Schuljahr 2018/19
    Ausbildungsbeginn: August 2018
    Prüfungsgebühr: CHF 150.00
    Anmeldung
Mentoring
Irene Müller
Der Prozess, der vom Wahrnehmen oder Beobachten zum Denken, zur sprachlichen Argumentation führt, ist nie geradlinig. Er führt über Um– und Abwege oft nicht dorthin, wo man meinte hingelangen zu wollen. Trotzdem ist jeder Schritt wertvoll, auch das stolpernde Herantasten, das Schwanken und Schlendern. Ockhams Razor, das Prinzip der einfachsten Erklärung, ist hier nicht anwendbar – und doch entpuppt sich manchmal der erste Gedanke, die unmittelbare Assoziation als zutreffend. Sich in ein Verhältnis zur Kunst, zur Welt zu setzen bedingt Neugierde und Offenheit, Ausdauer und Beweglichkeit; es ist immer persönlich, oft anstrengend und verunsichernd, verliert aber – und das ist meine Erfahrung – auch nach vielen Jahren nichts von seiner Faszination und Dringlichkeit.
 
Kunst HF
Jazmin Taco, Ä, Ö, Ü, 2015
Hosting, not Ghosting
Franz Krähenbühl
Der Himmel von Bern, BURGHARD, 2016
Als thematischer Kontext für die Ausstellung Kunst Szene Zürich in der F+F dient die vielschichtige und heterogene Nachbarschaft der Schule zwischen alternativen Lebensformen und globaler Finanzdienstleistung, dörflichen und städtischen Strukturen, welche untersucht und in der Ausstellung eingebunden werden soll. Zusätzlich werden alle Aspekte einer Ausstellungsrealisation von der Planung, über die Kommunikation, den Transport der Ausstellungsobjekte, das Einrichten bis zur Dokumentation am konkreten Beispiel erprobt. So wird das Durchspielen des Kunstbetriebs zum Reality Check.
 
Mentoring
Charlie Jeffery
Along with his sculptures, Charlie Jeffery produces videos, drawings and performances. The question of language is central to his work. With its expressions, its rhythms, its tensions, language must be perceived as a plastic medium, malleable, imbued with exponential qualities, sometimes pouring into the absurd or the unpredictable.
 
Kunst HF
Milky Diamond, Dope, 2015
Kunst HF
Foto: Véronique Hoegger aus dem Projekt: Jobben + Studieren, Ein Videoessay, 2016
guest_*talks-Reihe
Daniel Hauser
guest_*talk im Helmhaus mit Silvia Federici und Mascha Madoerin
Bisherige guest_*talks–Reihen haben etwa Themen zur Bedeutung öffentlicher Räume, das Ende der Kunstkritik, den Klimawandel und die Ressourcenknappheit, Kunst und Kirche oder die Beziehung von Geld zum Wert aufgegriffen. Anlässlich der Manifesta 11, die 2016 in Zürich stattfand, wurde nachgefragt, inwiefern künstlerische Allianzen, die das «mit» an die Stelle des «für» setzen, die wirkungsvolleren Verstärker sind. 2018/2019 wird das «wo?» akut.
 
Kunst HF
Daniel Suter, Installation, 2015
3-D-Einführung und Austellungstechnik
Kurt Stegmann
Wir stellen dir die wichtigsten Geräte und Werkzeuge der 3D–Werkstatt vor und reden über die Produktionsmöglichkeiten, die du ausserhaus nutzen kannst. Nach der Einführung kannst du die F+F–3D–Werkstatt selbständig nutzen. Du weisst, wie die Geräte zu reinigen und zu pflegen sind und du weisst, wie du Unfälle in der Werkstatt verhindern kannst. Im zweiten Teil des Kurses steht die Beantwortung von Fragen der Ausstellungstechnik im Zentrum: Wie befestige, sichere und steuere ich Arbeiten und Geräte? Ausserdem steht ein Atelier– oder Werkstattbesuch auf dem Programm. 
Mentoring
Brita Polzer
Folgende Kompetenzen kann ich offerieren: Arbeits–/Werkbesprechungen, Dokukritik, Textbesprechungen und – korrekturen (gemeint sind hier die Texte der Studierenden, vor allem im Rahmen der Doku), Ausstellungs– und Atelierbesuche, Lektüre von theoretischen Texten aus Büchern und/oder Zeitschriften/Zeitungen.
Mentoring
Sandi Paucic
Im Mentoring kannst du alle Fragen zur Malerei ansprechen, sei es zum Konzept, zum Entwurf, zur Ausführung, zur Bildwirkung oder zur Werkpräsentation und Dokumentation. Wir thematisieren ausserdem die Malerei als Medium sowie die Laufbahn, die du als Maler_in einschlagen kannst.
 
Zeichnen 2: Druck & Zeichnung
Markus Weiss
Bild: Mélanie Savelkouls
Dadurch sollen auch deine Bildsprache und dein gestalterischer Ausdruck erweitert werden. Im Kurs legen wir die gewohnten zeichnerischen Mittel einmal beiseite und ersetzen sie durch «unbekannte» Werkzeuge, Materialien und Verfahren. Einfache manuelle Drucktechniken bilden dazu die Grundlage. So wirst du mit Monotypie, Schablonen und verschiedenen Hochdruckverfahren wie Linol– oder Stempeldruck experimentieren. Die inhaltlichen und formalen Schwerpunkte legst du dabei selber fest.
Mentoring
Lucie Kolb
Lucie Kolb ist bildende und schreibende Künstlerin. Sie verfasst ihre Texte für Ausstellungen und Publikationen. Zudem arbeitet sie als Herausgeberin des Magazins Brand–New–Life. Ihre Arbeiten wurden unter anderem im Kumu Art Museum Tallinn, Kunsthaus Glarus und der Shedhalle ausgestellt. Lucie Kolb hat diverse Publikationen veröffentlicht.
 
Kunst – Zeichnen 
Kunst HF
Alex Hanimann, Zeichnen, 2015