Mentoring
Talaya Schmid
Strap On Your Charm, Performance, Materialschau, Haus Konstruktiv, 2018
Wenn Du Dich weder mit Frauen noch mit Männern verstehst? Komm zu mir! Du willst beliebt sein – oder wenigstens gute Kunst machen? Deine_e Partner_in ist mit jemandem durchgebrannt und du brauchst sofort Hilfe? Das sind meine Spezialgebiete!
Man wird Dich über alles lieben und ich kreiere für Dich die perfekte Vereinigung und künstlerischen Erfolg auf Liebesbasis. Die Probleme, die Dich zur Verzweiflung treiben, löse ich. Schutz gegen böse Geister, Erfolg bei Prüfungen, kein sexuelles Versagen mehr, sofort heiraten, jetzt schnell. Auf Anmeldung mit Kaffee und Kuchen. Auch Fernbehandlung. Frankierten Umschlag beilegen.
Kunst HF
Studiengang
Kunst HF
Freie Kunst – dank offenem Kunststudium. Dieser Studiengang unterstützt dich dabei, selbstständig Projekte zu realisieren, die eine eigene künstlerische Sprache sprechen und wie du daraus resultierende, unverwechselbare Werke im Kunstsystem vermitteln kannst.
 
Die F+F Schule bietet dir in einem dreijährigen Vollzeitstudium viel Freiheit – sowohl in künstlerischer als auch in persönlicher Hinsicht. Die Studienzeit kann grösstenteils selber eingeteilt werden, die F+F-Ateliers stehen rund um die Uhr und auch am Wochenende zur Verfügung.

Eine einfache, offen gestaltete Studienstruktur ermöglicht dir während der ganzen Studienzeit müheloses Eintauchen in die Kunstpraxis. Die Entwicklung deiner eigenständigen künstlerischen Sprache und die Beteiligung an den aktuellen Kunstdiskursen stehen an erster Stelle. Der unkomplizierte Austausch mit den anderen Studierenden unterstützt das Erkennen deiner eigenen Stärken und hilft mit, ein persönliches Netzwerk aufzubauen. Praktika in der Kunstszene wie auch die Möglichkeit, an europäischen Kunsthochschulen Austauschsemester zu absolvieren, bieten dir einen zusätzlichen Blick von aussen auf dein eigenes Werk. 

Verbindlich für den Studiengang sind lediglich zwei Fixtage pro Woche für Seminare und Mentorate sowie ein Semesterprojekt, eine Arbeitspräsentation pro Semester und der Besuch von Vertiefungsseminaren. Es werden zusammen mit eingeladenen Leuten aus der Kunstwelt Projekte entwickelt. Die Seminare bieten eine Form der Zusammenarbeit, die das Nachdenken und Entwickeln einer Erzählsprache zur eigenen künstlerischen Arbeit unterstützen. Während der Beratungs- und Mentoring-Tage besprichst du mit Fachleuten aus Kunst, Theorie und Vermittlung die eigenen Arbeiten und Strategien – sei es in Einzelgesprächen oder in Gruppen.

Die Überschaubarkeit und die kurzen Wege zwischen den Studierenden und der Schulleitung stehen für eine offene Kultur, die in der F+F gelebt wird. Dazu gehören sowohl die Mitbestimmung bei der Ausgestaltung des Studienbetriebs als auch die Selbstorganisation. Der künstlerischen Selbstbestimmung steht nichts im Weg: weder eine fehlende Matur, noch eine mühsame Bürokratie und schon gar kein unnötiges Punktesammeln. 

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Kunst HF
Studienbeginn und Dauer
Der Studiengang startet jeweils im August und umfasst 5 400 Lernstunden, verteilt auf sechs Semester. Einschlägige Berufserfahrung und Vorbildungen können dem Studium angerechnet werden.

Studienbeginn im Herbst- und im Frühlingssemester
Das Studium beginnt regulär im Herbstsemester und wird nach sechs Semestern per Ende Frühlingssemester mit der Diplomarbeit abgeschlossen. Es ist möglich, das Studium im Frühlingssemester zu beginnen, der Abschluss ist jedoch nur im Frühlingssemester möglich. Dadurch verlängert sich das Studium um ein Semester, welches für ein Praktikum, ein Austauschsemester, eine Studienpause oder für Erwerbsarbeit genutzt werden kann. Eintritte während des laufenden Semesters sind in der Regel ausgeschlossen.

Ausbildungsstufe
Tertiärstufe, Höhere Berufsbildung, Höhere Fachschule

Diplom
Eidgenössisch anerkannter Titel dipl. Gestalterin HF Bildende Kunst/dipl. Gestalter HF Bildende Kunst

Kosten
Die Studiengebühren betragen für Studierende mit zivilrechtlichem Wohnsitz in der Schweiz oder Liechtenstein pro Semester: CHF 6 750.– (= CHF 1 125.– mtl.). Inbegriffen ist die individuelle Benutzung der Schulinfrastruktur (inklusive Atelierarbeitsplatz) auch ausserhalb der Unterrichtszeiten sowie die Nutzung der Tutorialplatform Lynda. Die Ausbildung an der F+F ist staatlich anerkannt und subventioniert. Studierende sind grundsätzlich in ihrem Wohnsitzkanton stipendienberechtigt. 
 
Berufliche Perspektiven
Künstler_innen realisieren selbstständig künstlerische Werke und Projekte. Das berufliche Umfeld ist der breitgefächerte lokale und globale Kunstbetrieb, der eine selbstbeauftragte künstlerische Tätigkeit ebenso wie Projektentwicklungen im Rahmen von privaten oder öffentlichen Aufträgen umfasst. Eine Betätigung in den Bereichen Visuelle Gestaltung, Fotografie und Video/Film, für Medienbetriebe der Information und Unterhaltung oder in der Kultur-und Vermittlungsarbeit jenseits des klassischen Kunstbetriebs sind ebenso vorstellbar wie anstrebenswert.
Kunst HF
Anmeldung, Bewerbung Studiengang Kunst HF
Zulassungsbedingung
Mindestalter 18 Jahre. Abschluss auf Sekundarstufe II (drei- bis vierjährige berufliche Grundausbildung mit Eidgenössischem Fähigkeitszeugnis oder Matur). Die Vorbildung muss nicht einschlägig, bzw. fachspezifisch sein. Bewerber_innen können beim Nachweis herausragender gestalterischer Fähigkeiten auch ohne abgeschlossene Sekundarstufe II «sur dossier» aufgenommen werden.

Aufnahmeverfahren 
Nach Eingang der Online-Anmeldung werden Bewerber_innen zu einem Aufnahmegespräch eingeladen. Mitzubringen sind Arbeiten, Projekte oder Dokumentationen eigener künstlerischer Versuche sowie ausserkünstlerischer Betätigungen. Danach wird über die Aufnahme in den Studiengang entschieden. Aufnahme, Zwischenprüfung und Diplomabschluss orientieren sich an den konkreten künstlerischen Anliegen und nicht an schriftlichen Arbeiten. Die Prüfungsgebühr beträgt CHF 150.–.

Infoabend
Sind noch Fragen offen? Dann besuche uns unverbindlich an einem der monatlichen Infoabenden oder am Open House, lerne die Schulleitung kennen und informiere dich persönlich vor Ort.

Online-Anmeldung zum Aufnahmegepräch:
  • Bewerbung Schuljahr 2019/20
    Ausbildungsbeginn: 24. Februar 2020 (Frühlingssemester 2020)
    Prüfungsgebühr: CHF 150.00
    Anmeldung
  • Bewerbung Schuljahr 2020/21
    Ausbildungsbeginn: 24. August 2020
    Prüfungsgebühr: CHF 150.00
    Anmeldung
Modegeschichten
Nicole Schmidt
Aktuelle Kollektionen zitieren immer wieder Stilmerkmale vergangener Epochen. Stile werden immer wieder umgedeutet und neu zusammengeführt, um Vergangenes eigenständig umzusetzen. Diese Vorlesungsreihe setzt sich mit der Vielschichtigkeit der verschiedenen Modeepochen auseinander.

Tournüre, Heerpauke oder Toque: anhand von zentralen Kleidungstücken lernst du die verschiedenen Stilepochen der Mode zu kennen, sie zu interpretieren und für dich nutzbar zu machen. Neben der zeitlichen Verortung und der Beleuchtung markanter Stile, steht im Mittelpunkt dieser Lernveranstaltung, wie Mode auch gesellschaftliche Veränderungen sichtbar machen kann.

Mitbringen: Schreibutensilien
 
Künstlerische Positionen in Aussenräumen
Brita Polzer
Intervention auf der Dunantspitze, © Brita Polzer, 2018

Klassische Denkmäler ebenso wie zeitgenössische künstlerische Interventionen im Aussenraum sollen erziehen, belehren, informieren. Anhandausgewählter Beispiele vom 1913 errichteten Leipziger Völkerschlacht denkmal bis zu heutigen Aktivitäten etwa des Berliner Zentrums für politische Schönheit – thematisiert das Seminar Interessen, Kontexte und Öffentlichkeiten.

Kunst im White Cube spricht ein kunstafines Publikum an, Kunst jenseits spezifischer Kunsträume adressiert heterogene Öffentlichkeiten – und war und ist eher mit spezifischen Anliegen wie erzieherischen Intentionen, sozialem Engagement oder politischen Botschaften verbunden. Bei der Betrachtung und Anaysevonklassischen Denkmälern und zeitgenössischen Interventionen stellen sich Fragen: Wer sind die Auftraggeber_innen? Welche Materialien und welche Orte werden inszeniert? Wer finanziert die Projekte und mit welchen Interessen, welchen Öffentlichkeiten gehen sie einher? Das Seminar mit zweitem Titel Geschichte + Gedächtnis, Fiktionen + Fakten geht auf solche Fragen ein.

Kunst HF
Kunst, Projekt, ACT Performance Festival, 2018
Kunst HF
Kunst, Projekt, Frankental / Time Will Tell, Silvia Popp, Gian-Reto Gredig, Goran Galic, 2017
Adobe Indesign CC
Franco Bonaventura
Sowohl beim Layouten als auch bei der Text– und Bildgestaltung einer Seite und bei der anschliessenden Publikation interagieren Bilder und Texte mit einem definierten Format.

Im Kurs legen wir Dokumente an und verwalten sie. Wir importieren Bilder und Texte und ordnen sie mittels Gestaltungsraster an. Wir bestimmen Schriften und Zeilenabstände und wir arbeiten mit Farben und Formen. Wir üben den Umgang mit Formaten, Seitenformaten, Satzspiegeln, Zeilenabständen und Schriftgrössen. Wir platzieren und transformieren Objekte, Bilder und Grafiken und erstellen Musterseiten, und Druckvorlagen.
guest_*talks-Reihe
Daniel Hauser
guest_*talk im Helmhaus mit Silvia Federici und Mascha Madoerin

Die guest_*talks-Reihe lässt die Gäste nur das Span- nendste ansprechen. Die Gäste kommen meistens aus der Kunstwelt, doch nicht immer, denn auch sie brau- chen «Frischluft».

In der Veranstaltungsreihe geben sie Kon- zerte oder Performances zum Besten und bieten in Vor- trägen, Gesprächen oder anderen Formaten Einblicke in ihr Schaffen. In bisherigen guest_*talks-Reihen haben wir etwa die Bedeutung öffentlicher Räume, das Ende der Kunstkritik, den Klimawandel, die Res- sourcenknappheit, das Verhältnis von Kunst zur Kirche oder die Beziehung vom Geld zum Wert aufgegriffen. In den Veranstaltungen von 2016 und 2017 haben wir nachgefragt, ob künstlerische Allianzen, die das «mit» an die Stelle des «für» setzen, die wirkungsvolleren Ver- stärker sind. Seit dem Herbstsemester 2018/19 ist das «wo?» akut.

Einführung Siebdruck
Yves Sablonier
Während eines Tages lernst du die Geräte und Werkzeuge der Druckwerkstatt «Zitropress» kennen und du erprobst deren Einsatz.

Nach dieser Einführung kannst du die Werkstatt und ihre Geräte und Werkzeuge selbständig für die Realisation deiner Gestaltungsprojekte benutzen.
Kunst – ACT Performance Festival Zurich 
Kunst – The Art Student As Curator 
Kunst HF
Kunst, Projekt, The Art Student As Curator, Clare Goodwin, 2018
Kunst HF
Kunst, Projekt, Frankental / Time Will Tell, Silvia Popp, Gian-Reto Gredig, Goran Galic, 2017
Kunst HF
Kunst, Arbeitspräsentation, Elena Corvaglia, 2017
Berufskunde, Soziale Sicherheit
Philippe Sablonier
Eva-Maria Würth
In diesem Seminar lernst du, worauf es bei der selbstständigen beruflichen Tätigkeit rechtlich und organisatorisch ankommt, damit dein Verdienst längerfristig stimmt und dein Beruf von den Sozial– und Steuerbehörden anerkannt wird.

Kreativ Tätige müssen sich besonderen beruflichen Herausforderungen stellen: Sie müssen künstlerische Prozesse managen und sie müssen den Berufsalltag bewältigen: Von den Finanzen über die Krankheits–, Unfall– und Altersvorsorge bis zum Umgang mit den Behörden. Daneben gilt es, Nebenjobs, Privatleben und Gesundheit nicht aus den Augen zu verlieren – eine Mehrfachbelastung, die viel abverlangt. Das praxisorientierte Lehrangebot zeigt, wie wirtschaftlichen, sozialen und geschlechterbedingten Risiken begegnet werden kann und worauf es bei der selbständigen Tätigkeit rechtlich und organisatorisch ankommt, damit der Verdienst längerfristig stimmt und der Beruf von den Sozial– und Steuerbehörden anerkannt wird. Erwerbs– und Organisationsformen, das Schweizer Sozialversicherungssystem, Berufsversicherungen, Steuern und Abgaben, Geschäftsführung, Selbstmanagement und Honorarberechnung sind Inhalte dieses Lehrangebots.
Geschichte der Fotografie
Im Seminar wird die Geschichte und Theorie der Fotografie fortlaufend und aufbauend vermittelt.

Die Poolingseminare vermitteln die Geschichte und Theorie der Disziplinen Film, Fotografie, Kunst, Modedesign und Visuelle Gestaltung. Darüber hinaus werden mit Seminar Cultural Studies übergreifende politische und gesellschaftsrelevante Themen bearbeitet. Die Studierenden der HF–Studiengänge besuchen während ihrem Studium mindestens elf Seminare nach ihrer Wahl bzw. nach Vorgaben der jeweiligen Studiengangsleitung. 
Mentoring
Irene Müller
Der Beweis, Irene Müller, 2018

Neugierde ist eine Tugend. Die Augen offen halten, den Blick nicht verengen; aber auch bewusst zurücktreten und reflektieren. Daraus kann sich künstlerisches und theoretisches Denken entwickeln, ein Projekt oder ein Text entstehen – das beobachtende, denkende Ich ist immer involviert, wobei die Subjektivität ebenso wert- voll wie kritisch zu hinterfragen ist.

Der Prozess, der vom Wahrnehmen oder Beobachten zum Denken, zur sprachlichen Argumentation führt, ist nie geradlinig. Er führt über Um- und Abwege oft nicht dorthin, wo man meinte hingelangen zu wollen. Trotzdem ist jeder Schritt wertvoll, auch das stolpernde Herantasten, das Schwanken und Schlen- dern. Ockhams Razor, das Prinzip der einfachsten Erklärung, ist hier nicht anwendbar – und doch entpuppt sich manchmal der erste Gedanke, die unmittelbare As- soziation als zutreffend. Sich in ein Verhältnis zur Kunst, zur Welt zu setzen bedingt Neugierde und Offenheit, Ausdauer und Beweglichkeit.