Input Performance
Irene Müller
Irene Müller, Der Beweis, 2018
Performance hat Konjunktur! Längst werden mit dem Begriff auch künstlerische Praktiken bezeichnet, die sich mit der Tradition von Body- und Live-Art nicht unmittelbar in Verbindungen bringen lassen. Doch was zeichnet Performance-Positionen heute aus? Welche aktuellen Themen und Herangehensweisen, Kontexte und Aufführungsorte sind erkennbar? Welche medialen «Ausweitungen» sind zu beobachten und wie sehen Schnittstellen und Berührungspunkte zu anderen Genres aus? Anhand ausgewählter Beispiele lernen die Studierenden lokale und internationale Performance-Positionen kennen. Zugleich wird mittels Lektüre von Dokumentationsmaterial der Stellenwert mündlicher Überlieferungspraxen diskutiert.

 
Kunst HF
Studiengang
Kunst HF
Freie Kunst – dank offenem Kunststudium. Dieser Studiengang unterstützt dich dabei, selbstständig Projekte zu realisieren, die eine eigene künstlerische Sprache sprechen und wie du daraus resultierende, unverwechselbare Werke im Kunstsystem vermitteln kannst. 

Die F+F-Schule bietet dir in einem dreijährigen Vollzeitstudium viel Freiheit – sowohl in künstlerischer als auch in persönlicher Hinsicht. Die Studienzeit kann grösstenteils selber eingeteilt werden, die F+F-Ateliers stehen rund um die Uhr und auch am Wochenende zur Verfügung. Eine einfache, offen gestaltete Studienstruktur ermöglicht dir während der ganzen Studienzeit müheloses Eintauchen in die Kunstpraxis. Die Entwicklung deiner eigenständigen künstlerischen Sprache und die Beteiligung an den aktuellen Kunstdiskursen stehen an erster Stelle. Der unkomplizierte Austausch mit den anderen Studierenden unterstützt das Erkennen deiner eigenen Stärken und hilft mit, ein persönliches Netzwerk aufzubauen. Praktika in der Kunstszene wie auch die Möglichkeit, an europäischen Kunsthochschulen Austauschsemester zu absolvieren, bieten dir einen zusätzlichen Blick von aussen auf dein eigenes Werk. 

Verbindlich für den Studiengang sind lediglich zwei Fixtage pro Woche für Seminare und Mentorate sowie ein Semesterprojekt, eine Arbeitspräsentation pro Semester und der Besuch von Vertiefungsseminaren. Es werden zusammen mit eingeladenen Leuten aus der Kunstwelt Projekte entwickelt. Die Seminare bieten eine Form der Zusammenarbeit, die das Nachdenken und Entwickeln einer Erzählsprache zur eigenen künstlerischen Arbeit unterstützen. Während der Beratungs- und Mentoring-Tage besprichst du mit Fachleuten aus Kunst, Theorie und Vermittlung die eigenen Arbeiten und Strategien – sei es in Einzelgesprächen oder in Gruppen.

Die Überschaubarkeit und die kurzen Wege zwischen den Studierenden und der Schulleitung stehen für eine offene Kultur, die in der F+F gelebt wird. Dazu gehören sowohl die Mitbestimmung bei der Ausgestaltung des Studienbetriebs als auch die Selbstorganisation. Der künstlerischen Selbstbestimmung steht nichts im Weg: weder eine fehlende Matur, noch eine mühsame Bürokratie und schon gar kein unnötiges Punktesammeln. 

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Kunst HF
Studienbeginn und Dauer
Der Studiengang startet jeweils im August und umfasst 5 400 Lernstunden und wird nach sechs Semestern per Ende Frühlingssemester mit der Diplomarbeit abgeschlossen. Es ist möglich, das Studium im Frühlingssemester zu beginnen, der Abschluss ist jedoch nur im Frühlingssemester möglich. Dadurch verlängert sich das Studium um ein Semester, welches für ein Praktikum, ein Austauschsemester, eine Studienpause oder für Erwerbsarbeit genutzt werden kann. Einschlägige Berufserfahrung und Vorbildungen können dem Studium angerechnet werden. Eintritte während des laufenden Semesters ;sind in der Regel ausgeschlossen.

Ausbildungsstufe
Tertiärstufe, Höhere Berufsbildung, Höhere Fachschule

Diplom
Eidgenössisch anerkannter Titel dipl. Gestalterin HF Bildende Kunst/dipl. Gestalter HF Bildende Kunst

Kosten
Die Studiengebühren betragen für Studierende mit zivilrechtlichem Wohnsitz in der Schweiz oder Liechtenstein pro Semester: CHF 6 750.– (= CHF 1 125.– mtl.).Inbegriffen ist die individuelle Benutzung der Schulinfrastruktur (inklusive Atelierarbeitsplatz) auch ausserhalb der Unterrichtszeiten sowie die Nutzung der Tutorialplattform Linkedin Learning. Die Ausbildung an der F+F ist staatlich anerkannt und subventioniert. Studierende sind grundsätzlich in ihrem Wohnsitzkanton stipendienberechtigt.

Berufliche Perspektiven
Künstler*innen realisieren selbstständig künstlerische Werke und Projekte. Das berufliche Umfeld ist der breitgefächerte lokale und globale Kunstbetrieb, der eine selbstbeauftragte künstlerische Tätigkeit ebenso wie Projektentwicklungen im Rahmen von privaten oder öffentlichen Aufträgen umfasst. Eine Betätigung in den Bereichen Visuelle Gestaltung, Fotografie und Video/Film, für Medienbetriebe der Information und Unterhaltung oder in der Kultur- und Vermittlungsarbeit jenseits desklassischen Kunstbetriebs sind ebenso vorstellbar wie anstrebenswert.
Kunst HF
Anmeldung, Bewerbung Studiengang Kunst HF
Zulassungsbedingung
Mindestalter 18 Jahre. Abschluss auf Sekundarstufe II (drei- bis vierjährige berufliche Grundausbildung mit Eidgenössischem Fähigkeitszeugnis oder Matur). Die Vorbildung muss nicht einschlägig, bzw. fachspezifisch sein. Bewerber*innen können beim Nachweis herausragender gestalterischer Fähigkeiten auch ohne abgeschlossene Sekundarstufe II «sur dossier» aufgenommen werden.

Aufnahmeverfahren 
Nach Eingang der Online-Anmeldung werden Bewerber*innen zu einem Aufnahmegespräch eingeladen. Mitzubringen sind Arbeiten, Projekte oder Dokumentationen eigener künstlerischer Versuche sowie ausserkünstlerischer Betätigungen. Danach wird über die Aufnahme in den Studiengang entschieden. Aufnahme, Zwischenprüfung und Diplomabschluss orientieren sich an den konkreten künstlerischen Anliegen und nicht an schriftlichen Arbeiten. Die Prüfungsgebühr beträgt CHF 150.–.

Das Aufnahmeverfahren wird nach Absprache mit den Behörden, und unter Berücksichtigung der Schutzmassnahmen, regulär durchgeführt. 

Infoveranstaltungen
Sind noch Fragen offen? Dann besuche uns unverbindlich an einem der monatlichen Infoabenden oder am Open House, lerne die Schulleitung kennen und informiere dich persönlich vor Ort.

Gerne berät dich unser Sekretariat telefonisch von Mo.–Fr. von 9.00–12.00 und von 14.00–17.00 Uhr unter 044 444 18 88. Fragen und Anliegen kannst du uns auch per E-mail übermitteln oder du bestellst dir dein gewünschtes Infomaterial über diesen Link direkt nach Hause.

Online-Anmeldung zum Aufnahmeverfahren:

  • Bewerbung Schuljahr 2021/22
    Ausbildungsbeginn 30. August 2021
    Prüfungsgebühr: CHF 150.00
    Anmeldung
Kunst HF
Kunst, Projekt, ACT Performance Festival, 2018
Kunst – Frankental Time Will Tell 
Dada weltweit – Politischer Dada-Club in Berlin und Readymades in New York
Salome Hohl
Eva Kasser
Schnitt mit dem Küchenmesser, Dada durch die letzte Weimarer Bierbauchkulturepoche Deutschlands, Hannah Höch, 1919
Der Unterricht widmet sich dem Dadaismus im Ausland: Während sich im Nachkriegseuropa eine vorwiegend politische Haltung durchsetzte, positionierten sich die Dadaist*innen in New York indes ironisch provokativ gegen kunsthistorische Traditionen.

Wir untersuchen die künstlerischen Haltungen der ausländischen Dada-Zentren: Von der Nachkriegszeit bestimmt war der 1918 gegründete «Club Dada» in Berlin vorwiegend politisch motiviert und angeführt von Protagonist*innen wie Hannah Höch, Georg Grosz, Raoul Hausmann, Johannes Baader oder John Heartfield. In New York allerdings verstand sich der ab 1919 entwickelte Dada-Kreis, bestehend aus Exilant*innen wie Marcel Duchamp, Francis Picabia oder Elsa von Freytag-Loringhofen im Bruch mit dem tradierten Kunstbegriff. Im Unterricht werden die unterschiedlichen Reaktionen auf die Gegenwart diskutiert und heutige Möglichkeiten der künstlerischen Ausdrucksweisen besprochen.

Anmerkung: Die Veranstaltung findet im historischen Saal des Cabaret Voltaire, Zürich statt
 
Mentorat
Mirjam Bayerdörfer
Mirjam Bayerdörfer, Selbstportäit, 2020
Warum ist ein Bild interessant und ein anderes nicht? Ist das wichtig? Was mache ich mit Zweifeln? Aufhören, neu anfangen, Richtung wechseln? Wie organisiere ich mich? Was hat meine Kunst mit meinem Arbeitsplatz zu tun? Solche und ähnliche Fragen kenne ich gut; darüber reden ist immer hilfreich. Oft geht es um einen nächsten Schritt. Beim Herausfinden, woraus dieser besteht, unterstütze ich euch gern: Sich Wissen aneignen, Ideen artikulieren, eine Idee in ein Konzept verwandeln, eine Bildsprache entwickeln, mit Text arbeiten, skulpturale Lösungen finden, Objekte im Raum arrangieren, als Gruppe arbeiten, Netzwerke erkennen und nutzen, feministisch denken lernen, Publikum einbeziehen, vor anderen sprechen, einen Raum definieren.
Recherchegruppe F+F Archiv
Chantal Küng
Projekt, Archiv und Fiktion, 2020
Die Recherchegruppe F+F Archiv ist eine Weiterführung des Projekts "Archiv und Fiktion" welches im Herbstsemester 20/21 stattgefunden hat. Das F+F Archiv wird gemeinsam erforscht und es entstehen aus der Auseinandersetzung mit dem Archivmaterial künstlerische Arbeiten; Re-Enactments, kritische Befragungen, Performances oder künstlerisch-pädagogische Settings. Die Arbeiten können im Herbstsemester 2021 weiterentwickelt und in der Archiv-Ausstellung der Kunsthalle Bern gezeigt werden.

 
ACT - Performancefestival
Ellen Bratfisch, Ich bau ein Haus für Nick und Klaus, 2020
ACT ist ein jährlich stattfindendes Performance-Festival von und für Kunststudierende der Schweizerischen Kunst(hoch)schulen. Du entwickelst alleine oder im Kollektiv eine Performance für ACT und bist Mitorganisator*in des Festivals. ACT ist ein Performance-Festival, das jährlich von und für Kunststudierenden der Schweizerischen Kunst(hoch)schulen organisiert wird. ACT findet in verschiedenen Städten in der Schweiz statt. In Vorbereitung auf ACT gibt es einen einen Input-Tag zum Thema Performance. Gemeinsam erarbeiten die teilnehmenden Studierenden Performances, die an ACT gezeigt werden und organisieren das Festival mit.

Beteiligte Kunsthochschulen und Datum Performancetag
FHNW, Basel: 10. April 2021
HKB, Bern: 17. April 2021 
HSLU, Luzern: 24. April 2021 
EDHEA, Sierre: 18th April 2021
F+F, Zürich: 02.Mai 2021
Arbeitspräsentation
Daniel Hauser
Gökçe Ergör
Arbeitspräsentationen HS 19_20. Foto: Gökçe Ergör
Die Arbeitspräsentationen helfen dir, Kriterien zu deiner eigenen künstlerischen Praxis zu entwickeln sowie Hierarchien und autoritäre Positionen zu hinterfragen. Alle Präsentationsformate sind willkommen.
An den Präsentationstagen besprichst du mit ein bis zwei Gäste aus dem Kunstbetrieb und unter der Leitung einer/s Kunstdozent_in deine Arbeiten. Im Vordergrund steht dabei die kritische Auseinandersetzung mit deiner künstlerischen Praxis. So kannst du gleich zu Beginn des Studiums eine Sicht auf die eigenen Stärken und Schwächen gewinnen sowie ein Verständnis für geeignete Arbeitsweisen bilden. Die Präsentationen sind beste Gelegenheiten, um deine Arbeiten einem kritischen Publikum zur Beurteilung vorzulegen.
 
Kunst HF
Kunst, Arbeitspräsentation, Hamed Rashtian, 2018
Re-thinking the Fashion System
Iris Delruby Ruprecht
Vogue Cover, Rihanna wears a Fenty tulle coat and Forevermark x Jade Trau earrings, November 2019, Foto: Ethan James Green
Nach Jahren des Wandels – und des zunehmenden Chaos – in der Art und Weise, wie Kleidung entworfen, vermarktet und verkauft wird, denken Branchenführer*innen über die Zukunft der «Mode-Unmittelbarkeit» nach.

Die sozioökonomischen, technologischen und ökologischen Entwicklungen verändern nicht nur die Mode. Welche Trends gibt es noch? Kann Neues nachhaltig geschaffen werden? Spüre wichtige Indikatoren auf und denke sie weiter: Wie werden sie unser Leben und die Arbeit im Modedesign künftig beeinflussen? Spekuliere, fantasiere, experimentiere und denke über das Morgen nach. Die Zukunft kann nicht vorhergesagt werden, aber wir können sie jedoch aktiv mitgestalten. Are you ready to re-think the Fashion System?

Voraussetzung: kontinuierliche und aktive Mitarbeit
Mitbringen: Skizzen- und Arbeitsbuch, Zeichenutensilien und Laptop wenn vorhanden
Kunst HF, Fotoreportage Ausstellung Abhängig 
Kunst – The Art Student As Curator 
Mentorat
Talaya Schmid
Wie fühlt sich ihr Haar heute an, Performance Kunsthaus Zürich, Bild: Michel Gilgen
Wenn du dich weder mit Frauen noch mit Männern verstehst? Komm zu mir! Du willst beliebt sein – oder wenigstens gute Kunst machen? Deine*e Partner*in ist mit jemandem durchgebrannt und du brauchst sofort Hilfe? Das sind meine Spezialgebiete! Man wird dich über alles lieben und ich kreiere für dich die perfekte Vereinigung und künstlerischen Erfolg auf Liebesbasis. Die Probleme, die dich zur Verzweiflung treiben, löse ich. Schutz gegen böse Geister, Erfolg bei Prüfungen, kein sexuelles Versagen mehr, sofort heiraten, jetzt schnell. Auf Anmeldung mit Kaffee und Kuchen. Auch Fernbehandlung. Frankierten Umschlag beilegen.
Amerika im Umbruch: Das New Hollywood
Till Brockmann
Selten war das kommerzielle amerikanische Kino so experimentierfreudig und kompromissbereit wie in den 70er Jahren.

Einerseits versuchte man, dem drohenden Zuschauerschwund mit neuen Spielformen und dem Engagement von unbekannten, jungen Regisseuren zu begegnen, die nicht zuletzt unter dem Einfluss des europäischen Autorenkinos standen. Andrerseits entwickelten sich diese Veränderungen auch unter dem Druck gesellschaftspolitischer Entwicklungen seit den 60er Jahren, namentlich der Jugend- und Bürgerrechtsbewegungen sowie des Vietnamkriegs.

In der Veranstaltung werden Thematiken und formal-stilistische Besonderheiten des «New Hollywoods» anhand von Ausschnitten, Texten, Diskussionen und Visionierungen kompletter Filme erarbeitet. Einflussreiche filmische Entwicklungen im Umfeld des «New Hollywood» kommen ebenso zur Sprache wie politische und ökonomische Faktoren.    
 
Kunst HF
Fotoreportage: Véronique Hoegger
Zeichnen – Figur & Portrait
Michael Günzburger
Mit Stift und Pinsel, Zweig und Zufall – klassisch und experimentell auf der Jagd nach dem Bild des Menschen.

Der zweite Block wagt sich zeichnerisch an den Menschen, einem der grundlegendsten und signifikantesten Motive in Kunst und Design. In der Darstellung von Figur und Portrait aus der Beobachtung mit unterschiedlichsten Zeichnungsmitteln, werden sowohl klassische wie auch experimentelle Zugänge erprobt. Während wir versuchen, die Wahrnehmung zu schärfen und traditionelle Zeichnungsfertigkeiten zu vertiefen, geht es auch darum, genau diese auszuhebeln, die Mechanismen auszuschalten, die für eine naturalistische Abbildung zuständig sind. Im Spektrum von Experiment und Beobachtung, Figürlichkeit und Abstraktion werden neue Bildwelten erkundet.