Kunst HF
Studiengang
Kunst HF
Freie Kunst – dank offenem Kunststudium. In diesem Studiengang realisierst du mit viel Freiheit selbstständig Projekte, die eine eigene künstlerische Sprache sprechen. Deine Werke und Arbeiten wirst du im Kunstsystem vermitteln können. 

Die F+F-Schule bietet dir in einem dreijährigen Vollzeitstudium viel Freiheit – sowohl in künstlerischer als auch in persönlicher Hinsicht. Eine einfache, offen gestaltete Studienstruktur ermöglicht dir während der ganzen Studienzeit müheloses Eintauchen in die Kunstpraxis. Die F+F-Ateliers stehen rund um die Uhr und auch am Wochenende zur Verfügung. Die Entwicklung deiner eigenständigen künstlerischen Sprache und die Beteiligung an den aktuellen Kunstdiskursen stehen an erster Stelle. Der Austausch mit anderen Studierenden spiegelt eigene Stärken und initiiert ein persönliches Netzwerk. Praktika in der Kunstszene oder der Austausch an einer europäischen Kunsthochschule bieten dir einen zusätzlichen Blick von aussen auf dein eigenes Werk.
 
Verbindlich für den Studiengang sind lediglich zwei Fixtage pro Woche für Seminare und Mentorate sowie ein Semesterprojekt, eine Arbeitspräsentation pro Semester und der Besuch von Vertiefungsseminaren. Projekte entstehen mit eingeladenen Leuten aus der Kunstwelt. Die Seminare bieten eine Form der Zusammenarbeit, die das Nachdenken über die Erzählung zur eigenen künstlerischen Arbeit unterstützt. Während der Beratungs- und Mentoring-Tage besprichst du mit Fachleuten aus Kunst, Theorie und Vermittlung die eigenen Arbeiten und Strategien.

Die Überschaubarkeit und die kurzen Wege zwischen den Studierenden und der Schulleitung stehen für eine offene Kultur, die an der F+F gelebt wird. Dazu gehören sowohl die Mitbestimmung bei der Ausgestaltung des Studienbetriebs als auch die Selbstorganisation. Der künstlerischen Selbstbestimmung steht nichts im Weg: weder eine fehlende Matur noch eine mühsame Bürokratie und schon gar kein unnötiges Punktesammeln. 

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Kunst HF
Studienbeginn und Dauer
Der Studiengang startet jeweils im August und umfasst 5 400 Lernstunden und wird nach sechs Semestern per Ende Frühlingssemester mit der Diplomarbeit abgeschlossen. Es ist möglich, das Studium im Frühlingssemester zu beginnen, der Abschluss ist jedoch nur im Frühlingssemester möglich. Dadurch verlängert sich das Studium um ein Semester, welches für ein Praktikum, ein Austauschsemester, eine Studienpause oder für Erwerbsarbeit genutzt werden kann. Einschlägige Berufserfahrung und Vorbildungen können dem Studium angerechnet werden. Eintritte während des laufenden Semesters sind in der Regel ausgeschlossen.

Ausbildungsstufe
Tertiärstufe, Höhere Berufsbildung, Höhere Fachschule

Diplom
Eidgenössisch anerkannter Titel dipl. Gestalterin HF Bildende Kunst/dipl. Gestalter HF Bildende Kunst

Kosten
Die Studiengebühren betragen für Studierende mit zivilrechtlichem Wohnsitz in der Schweiz oder Liechtenstein pro Semester: CHF 6 750.– (= CHF 1 125.– mtl.). Inbegriffen ist die individuelle Benutzung der Schulinfrastruktur (inklusive Atelierarbeitsplatz) auch ausserhalb der Unterrichtszeiten sowie die Nutzung der Tutorialplattform Linkedin Learning. Die Ausbildung an der F+F ist staatlich anerkannt und subventioniert. Studierende sind grundsätzlich in ihrem Wohnsitzkanton stipendienberechtigt. 

Berufliche Perspektiven
Künstler:innen realisieren selbstständig künstlerische Werke und Projekte. Das berufliche Umfeld ist der breitgefächerte lokale und globale Kunstbetrieb, der eine selbstbeauftragte künstlerische Tätigkeit ebenso wie Projektentwicklungen im Rahmen von privaten oder öffentlichen Aufträgen umfasst. Eine Betätigung in den Bereichen Visuelle Gestaltung, Fotografie und Video/Film, für Medienbetriebe der Information und Unterhaltung oder in der Kultur- und Vermittlungsarbeit jenseits des klassischen Kunstbetriebs sind ebenso vorstellbar wie anstrebenswert.
Kunst HF
Anmeldung, Bewerbung Studiengang Kunst HF
Zulassungsbedingungen
Mindestalter 18 Jahre. Abschluss auf Sekundarstufe II (drei- bis vierjährige berufliche Grundausbildung mit Eidgenössischem Fähigkeitszeugnis oder Matur). Die Vorbildung muss nicht einschlägig bzw. fachspezifisch sein. Bewerber:innen können beim Nachweis herausragender gestalterischer Fähigkeiten auch ohne abgeschlossene Sekundarstufe II «sur dossier» aufgenommen werden.

Aufnahmeverfahren
Zur Online-Anmeldung reichen die Bewerber:innen ein Motivationsschreiben, einen Lebenslauf sowie Arbeits- und Ausbildungszeugnisse ein, sowie spätestens einen Monat nach der Anmeldung zudem ein Portfolio, welches das bisherige künstlerische und gestalterische Arbeiten dokumentiert. Bei positiver Beurteilung der Unterlagen werden die Bewerber:innen zu einem Aufnahmegespräch eingeladen. Danach wird über die Aufnahme in den Studiengang entschieden. Eintritte während des laufenden Semesters sind in der Regel ausgeschlossen. Die Prüfungsgebühr beträgt CHF 150.–.

Das Aufnahmeverfahren wird nach Absprache mit den Behörden, und unter Berücksichtigung der Schutzmassnahmen, regulär durchgeführt. 

Infoveranstaltungen
Sind noch Fragen offen? Dann besuche uns unverbindlich an einem der monatlichen Infoabenden oder am Open House, lerne die Schulleitung kennen und informiere dich persönlich vor Ort.

Gerne berät dich unser Sekretariat telefonisch von Mo.–Fr. von 9.00–12.00 und von 14.00–17.00 Uhr unter 044 444 18 88. Fragen und Anliegen kannst du uns auch per E-mail übermitteln oder du bestellst dir dein gewünschtes Infomaterial über diesen Link direkt nach Hause.

Online-Anmeldung zum Aufnahmeverfahren:

  • Schuljahr 2022/23, Anmeldung zum Aufnahmeverfahren (FS)
    Anmelden bis: 18. Dezember 2022, Ausbildungsbeginn: 31. Januar 2023 (Frühlingssemester)
    Prüfungsgebühr: CHF 150.00
    Anmeldung
Frühlingssemester 2023
Pooling – Cultural Studies
Fantastische Superheld:innen: Sendungen aus der Zukunft – Listening to the past
Simon Noa Harder
Credits, 2020, Foto: Simon Harder
Für eine Zukunft – in der sich Vergangenheit transformativ mit der Gegenwart verbindet: «to build in a way that equally honors what was, what is, and what might be coming» (Black Quantum Futurism – Space Time Collapse, 2016).

Im Zentrum steht Kunst im Kontext von gesellschaftlichen Machtverhältnissen. Sie sind gemacht, verkörpert, zu Strukturen erstarrt. Sie unterscheiden «uns» und schreiben sich fort. Ausgehend von Kunst, Aktivismus und Theoriebildung geht es um Interventionen und Widersprüche. Kunst interessiert als ambivalente Praxis, um neue Wege und Räume zu erfinden: «If we make the road safer for black trans women with disabilities, we’d be making the world safer for everybody» (Syrus Marcus Ware, 2020). Was bedeutet das in der postkolonialen Schweiz? Welche Rolle spielt deprivilegierendes Zuhören?
Zeichnen – Vertiefung
Michael Günzburger
Jetzt aber richtig – ein Lehrangebot zur Vertiefung zeichnerischen Könnens, damit es für die eigene Arbeit richtig viel bringt.

Zeichnen ist nicht nur künstlerisches Ausdrucksmittel, es ist nach wie vor eine der unmittelbarsten Techniken, um eine Idee oder einen Gedanken schnell und mit einfachen Mitteln zu visualisieren. Es ist somit für unterschiedliche Gestaltungsbereiche ein grundlegendes Werkzeug. Gleichzeitig schärfen wir durch die Zeit, die wir uns beim Zeichnen nehmen und durch das genaue Betrachten den Blick und sensibilisieren damit fortlaufend unsere eigene visuelle Wahrnehmung.
Dieses Modul schliesst an den Grundlagenkurs Zeichnen an und vertieft zeichnerische Kompetenzen. Funktionen des Zeichnens wie Beobachten, Erklären, Begreifen, Entwerfen oder Kopieren stehen im Zentrum des Interesses, genauso wie ein individuelles Erweitern zeichnerischer Fähigkeiten für die eigene Arbeit.
Frühlingssemester 2023
Beratung & Mentoring
Mentoring
Maria Pomiansky
Bild: Maria Pomiansky
Begleitung, Beratung und Unterstützung von persönlichen Arbeiten in den Bereichen Malerei, Video und Installation.

In den Mentoratsgesprächen kann ich dir dabei helfen transdiziplinäre Verbindungen herzustellen zwischen Video, Installation, Malerei und Zeichnen. Ich kann dich bei deinen aktuellen Arbeiten mit Inputs unterstützen, deine Arbeiten sachbezogen kritisieren und dir weitere Empfehlungen zu unterschiedlichen malerischen Techniken geben.
 
Frühlingssemester 2023
Beratung & Mentoring
Mentoring
Mîrkan Deniz
Sîwan - On the illusion of safety, Mîrkan Deniz, 2020
Das Mentorat bietet Inputs für die Weiterentwicklung der eigenen künstlerischen Praxis, unter anderem zur Verbindung von Kunst mit einem kritischen Blick auf soziale und politische Themen.

Wie kann ein Kunstwerk ein Mittel sein, um einen kritischen Blick auf soziale und politische Themen zu entwickeln? Welche Arbeitsmethoden und künstlerische Strategien gibt es? Wie beeinflussen Räume oder das Nicht-Vorhandensein von Räumen die Kunst? Ist die Form oder der Kontext der Arbeit wichtiger, oder beides? Was passiert nach dem Studium, wie kann man seinen eigenen oder einen kollektiven Weg entwickeln? Das Mentorat bietet Inputs und Unterstützung auf dem Weg der individuellen künstlerischen Praxis.
 
Frühlingssemester 2023
Pooling – Kunstgeschichte
Kunst und Psychoanalyse
Salome Hohl
Meret Oppenheim, Einige der ungezählten Gesichter der Schönheit, 1941
Die Geschichte der Psychoanalyse und der Avantgarde sind eng verknüpft. Auch heute ist die Auseinandersetzung mit menschlichen Tiefenstrukturen in den Künsten präsent. Im Unterricht steht die Verschränkung mentaler Gesundheit mit den jeweiligen Zeitumständen durch die Linse der Kunst im Zentrum.

Als die Beschleunigung und Mechanisierung des Lebens und der Arbeitswelt um 1900 einsetzte, entstanden auch Diagnosen nervöser Erschöpfung. Die verborgenen Ängste und Wünsche wurden zum Thema, das Unbewusste geriet ab 1900 ins Blickfeld – auch bei der Avantgarde, z.B. bei Dada und dem nachfolgenden Surrealismus. Bis heute haben die Theorien von C.G. Jung oder Sigmund Freud einen Einfluss auf die Kunstgeschichte. Derzeit sind neosurrealistische Tendenzen zu beobachten. Im Unterricht werden Kunstwerke aus unterschiedlichen Epochen besprochen und eine Einführung in psychoanalytische Ansätze erarbeitet.
Kunst HF
Kunst, Projekt, Frankental / Time Will Tell, Silvia Popp, Gian-Reto Gredig, Goran Galic, 2017
Kunst HF
Kunst, Mentoring, Kaffee & Kuchen, Mirjam Hurschler, 2018
Frühlingssemester 2023
Beratung & Mentoring
Mentoring
Tina Braun
Der Fokus dieses Mentorats ist die Begleitung zu deinem individuellen Prozess, bei der Gestaltung und Umsetzung deines Portfolios oder deiner Theoriearbeit. Das Mentorat baut auf den Inhalten des Portfolio-Seminars auf.

Die Ausgangslage für meine Beratung bildet dein Portfolio oder ein Entwurf deiner Theoriearbeit. Das Mentorat baut auf den Inhalten aus meinem Seminar Portfolio auf. Das Portfolio oder die Theoriearbeit soll als Ausdruck (im richtigen Format) mitgebracht werden. Erstelle bitte eine Liste von Fragen, die du gerne mit mir besprechen möchtest: zum Beispiel zum Layout, zur Struktur, dem Raster, den Bildanordnungen, der Bildauswahl. Fragen zur Schriftwahl, Umgang mit der Typografie, mit den Einstiegsseiten, der Dramaturgie, dem Cover, zur Bindung oder auch konkrete technische Fragen zu Indesign.
 
Kunst HF
Kunst HF, Arbeitspräsentation Blanc Eulalie, Fotografie: Claudia Breitschmid, 2019
Kunst HF
Fotoreportage: Véronique Hoegger
Kunst HF
Milky Diamond, Drag Queen und F+F Abgänger 2017, auf SRF Kreuz und Queer TV
Milky Diamond bezeichnet sich als Video Artist und Nightlife Personality. Als Dragqueen springt er zwischen den Geschlechtern und beherrscht das Spiel mit Vorurteilen perfekt. Wir schauen ihm über die Schulter und hinter seine Kulissen. Was ist Show, was Realität? Clip online ansehen
Kunst HF
Kunst, Startwoche, Atelierbesuch Bin739, 2017
Frühlingssemester 2023
Seminar
Portfolio
Tina Braun
Bild: Tina Braun
Im Fokus dieser Lehrveranstaltung steht die Vermittlung der eigenen Arbeit. Geleitet von der Frage, welche gestalterischen Mittel diese am geeignetsten und überzeugend in eine Form bringen, entstehen individuelle Portfolios und Werkdokumentationen.

Durch die Auseinandersetzung mit den eigenen Werken und der Frage, welche gestalterischen Mittel diese am geeignetsten und überzeugendsten in eine Form bringen, entstehen individuelle Portfolios. Dabei werden verschiedene Layout-Möglichkeiten diskutiert und mit Indesign umgesetzt. Die gedruckten oder digitalen Werkdokumentationen verleihen der Arbeit der Studierenden einen unverkennbaren Charakter für ausgewählte Kontexte.
 
Kunst HF
Fotoreportage: Véronique Hoegger
Frühlingssemester 2023
Pooling – Filmgeschichte
Kleiner Überblick zur Schweizer Filmgeschichte
Till Brockmann
Ein historischer Querschnitt durch das filmische «Made in Switzerland» aus dem Spiel- und Dokumentarfilmbereich.

Die Übermacht der US-Produktionen im Spielfilm- und Serien-Bereich bedingt, dass auch hierzulande das indigene Kino, leider auch von jungen Menschen, nur marginal wahrgenommen wird. Dabei ist die Auseinandersetzung mit dem heimischen Filmschaffen von grosser Wichtigkeit, auch, um sich selbst zu positionieren. Im Unterricht werden sowohl Schweizer Spielfilme als auch Dokumentarfilme aus verschiedenen Epochen gemeinsam analysiert und diskutiert.