Vorkurs/Propädeutikum
Vorkurs/
Propädeutikum
Tauche ein in die Welt der Kunst und Gestaltung. Der Vorkurs verschafft dir Einblicke in eine Vielfalt von Disziplinen und vermittelt dir Grundlagen gestalterischer Arbeit. Unterrichtet wirst du von Gestalter_innen und Künstler_innen. Die ideale Vorbereitung auf eine weiterführende Ausbildung.
 
Genau Hinschauen, Gestalten mit Farben und Formen, räumliches Denken und vieles mehr lernst du in den Grundlagenfächern Zeichnen, Malerei, Fotografie, Grafik sowie dreidimensionale Gestaltung. Performance, Sprache, Video, Kunst- und Kulturgeschichte, Exkursionen und Besuche von Betrieben ergänzen das Angebot. Vermittelt wird dies von Dozierenden, die reichen Erfahrungsschatz aus ihrer gestalterischen oder künstlerischen Berufspraxis mitbringen.
Der Vorkurs der F+F ist von swiss design schools, der Direktorenkonferenz der Schulen für Gestaltung Schweiz, anerkannt. Er bietet ein besonders dichtes Programm und dauert kompakte neun Monate. Die Schüler_innen des Vorkurses sammeln praktische Erfahrungen im Umgang mit Aufgaben, Arbeitsprozessen, Werkzeugen und Material und sie lernen, sich im gestalterischen Berufsfeld zu orientieren. Die Auseinandersetzung mit eigenen gestalterischen Vorstellungen und der Austausch darüber hilft, die eigene Persönlichkeit weiterzuentwickeln.
Die Vollzeitausbildung kann entweder nach der obligatorischen Schulzeit oder nach der Matur (Propädeutikum) besucht werden. Die Teilnehmenden erhalten eine solide Basis für weiterführende Ausbildungen – sei es eine Berufslehre, eine Fachklasse oder ein Studiengang an der F+F, einer anderen Höheren Fachschule oder Fachhochschule.
Vorkurs/Propädeutikum
Vorkurs/
Propädeutikum

Zulassungsbedingungen
Abgeschlossene obligatorische Schulzeit und bestandenes Aufnahmeverfahren.
 
Dauer
Neunmonatige Vollzeitausbildung, jeweils Mitte August bis Mitte Mai des Folgejahres. Das erste Quartal des Vorkursjahrs gilt als Probezeit, vor den Herbstferien wird über die definitive Aufnahme entschieden.
 
Kosten
Das Schulgeld beträgt CHF 15 300, welches in drei Raten à CHF 5 100.– jeweils im Voraus zu bezahlen ist. Im Schulgeld ist Basismaterial (Papier, Computernutzung usw.) sowie die Nutzung der Tutorialplatform Lynda inbegriffen. Weiter ist mit Kosten für Stifte, Werkzeuge, Malutensilien, spezielles Fotopapier, Datenträger usw. sowie für Exkursionen zu rechnen. Die Anschaffung eines Macbooks sowie die Lizenzierung des Adobe-CC-Serviceangebots wird empfohlen, aber nicht vorausgesetzt. Die Prüfungsgebühr beträgt CHF 150.–.
 
Unterrichtsform
Der Unterricht findet ganztags, an fünf Tagen pro Woche statt. Die meisten Fächer werden tage- oder wochenweise unterrichtet. An einzelnen (Halb-)tagen arbeitest du selbständig an vorgegebenen Aufgaben, freien Projekten oder für deine Bewerbungsmappe.
 
Zeugnis und Abschluss
Nach dem ersten Semester erhältst du ein Zwischenzeugnis, am Ende des Vorkurses das Schlusszeugnis und ein Diplom der F+F. Das von dir erarbeitete Portfolio gibt Auskunft über deine gestalterischen Fähigkeiten und Leistungen.
 
Ausbildungsperspektiven
Gestalterische Berufslehre EFZ in einem Betrieb oder an einer Schule, F+F-Fachklasse Fotografie EFZ oder F+F Fachklasse Grafik EFZ, F+F HF-Studiengänge Kunst, Film, Fotografie, Modedesign oder Visuelle Gestaltung (ohne Matur), Studium an einer Fachhochschule für Gestaltung und Kunst (dafür wird die Matur bzw. Berufsmatur vorausgesetzt).

Vorkurs/Propädeutikum
Du möchtest den Vorkurs besuchen, weisst aber nicht, welche Schule die beste für dich ist?
Der gestalterische Vorkurs ist ein gestalterisch-künstlerisches Orientierungs- und Grundlagenangebot, das in der Regel als Vollzeitausbildung ein Jahr dauert.

Die gestalterische Vorbildung in der Schweiz hat eine lange Tradition: Schon im späten 19. Jahrhundert wurden Vorkurse eingeführt, um die mangelhaften Erfahrungen aus der allgemeinbildenden Grundstufe zu kompensieren. Auch wenn sich die Gestaltungs- und Kunstausbildungen inhaltlich und bildungspolitisch immer wieder verändert und der Zeit angepasst haben, haben diese einjährigen Kurse seit 130 Jahren Bestand. 

Ausbildungsziele des Vorkurs sind der Erwerb von gestalterischen Grundkenntnissen und Arbeitstechniken in allen Bereichen, also in Zeichnen, in Form & Farbe, in der grafischen und dreidimensionalen Gestaltung, sowie in Fotografie und bewegtem Bild. Darüber hinaus wird Wissen in Kunst- und Kulturgeschichte vermittelt und damit die Begriffe und die Reflektionsfähigkeit über die Disziplinen und die eigene gestalterische Tätigkeit eingeübt.

Du erhältst eine realistische Vorstellung der Arbeit in gestalterisch-künstlerischen Berufsfeldern und kannst deine Vorstellungen und Ziele hinsichtlich der Berufswahl überprüfen und präzisieren. Schliesslich stellst du die im Unterricht entstandenen Ergebnisse in einem individuell gestalteten Portfolio zusammen, mit welchem deine Bewerbung um eine Lehrstelle oder die Aufnahme an eine weiterführende Ausbildung erfolgt.

Im Rahmen der Bologna-Reform wurde der Begriff Propädeutikum eingeführt für denjenigen Vorkurse, welcher spezifisch auf ein Studium an einer Fachhochschule vorbereitet. Aber bis heute sind beide Begriffe, Vorkurs und Propädeutikum oft austauschbar im Umlauf.

Auch heute verlangen die meisten Betriebe und Schulen den Besuch des Vorkurses vor Beginn einer gestalterischen oder künstlerischen Ausbildung. Im Vorkursjahr kannst du auch herausfinden, welche Berufe und Ausbildungswege es gibt, wohin es dich genau zieht und ob du die richtigen Fähigkeiten dafür mitbringst.

Es gibt viele Schulen, die einen Vorkurs oder ein Propädeutikum anbieten. Wie unterscheiden sie sich, welche sind seriös und professionell, welche sind eher ein Freizeitangebot? Wir haben im Folgenden eine Liste mit Fragen aufgestellt, die dir helfen sollen, den Entscheid für die richtige Schule zu treffen:
  • Handelt es sich um eine staatliche Schule? 
  • Ist die Institution von Swiss Design Schools (der Direktorenkonferenz der Schweizerischen Schulen für Gestaltung) anerkannt?
  • Verfügt die Institution über ein Qualitätszertifikat (EduQua:2012 oder ISO 29990)?
  • Wie ist die Ausbildung aufgebaut? Gibt es eine Übersicht über die Fächer und einen Stundenplan für das ganze Jahr? Wird sichtbar, wann Lehrpersonen anwesend sind und wann die Schüler_innen im Selbststudium arbeiten?
  • Wird klar zwischen einer Vollzeitausbildung und einem berufsbegleitenden Ausbildungsgang unterschieden?
  • Wer sind die Dozierenden? Handelt es sich um erfahrene Lehrpersonen, die auch sonst im Gestaltungs- und Kunstbereich bekannt sind?
  • In welchen Räumen findet der Unterricht statt? Welche Ressourcen und Infrastrukturen stehen zur Verfügung? Kann das ganze Ausbildungsprogramm darin sinnvoll absolviert werden? Können die Räume besichtigt werden?
  • Wird ein Prüfungsverfahren mit Hausaufgabe, Mappenbesprechung und Eignungsgespräch durchgeführt, das die gestalterisch-künstlerischen Fähigkeiten prüft?
  • Verfügt die Institution über weitere Bildungsangebote (Jugendkurse, Fachklassen, Studiengänge, Weiterbildungskurse)?
  • Wird die Schule professionell geführt? Werden Informationen über die Geschäftsform und die Finanzen der Schule im Internet zur Verfügung gestellt?
  • Gibt es ein Sekretariat mit geregelten Öffnungszeiten und einer kompetenten telefonischen Beratung? Werden fundierte Informationen zur Ausbildung auch im Internet veröffentlich?
Eine Bemerkung zu Abgänger_innenstatistiken: diese sind mit Vorsicht zu geniessen, denn jede Schule erstellt (und verzerrt) diese nach eigenem Ermessen, so dass sie sich kaum vergleichen lassen.

Kein seriöser Vorkurs garantiert dir – oder deinen Eltern – im Vorfeld den Erfolg bei der Lehrstellensuche oder die Aufnahme in eine Fachklasse und oder einen Studiengang. Das Lehrstellenangebot im gestalterischen Bereich ist knapp, für Fachklassen und für Studiengänge gibt es Aufnahmeprüfungen: ein absolvierter Vorkurs garantiert keine Aufnahme in eine weiterführende Ausbildung.

Die Fachkommission Vorbildung der Swiss Design Schools gibt eine Informationsbroschüre zum gestalterischen Vorkurs/Propädeutikum heraus, darin sind alle anerkannten Ausbildungsgänge auf Seite 16 und 17 aufgelistet. 
Wir empfehlen dir unbedingt, die Informationsangebote der Schulen vor Ort zu besuchen. So lässt sich ein Eindruck des Umfelds gewinnen, in dem der Vorkurs durchgeführt wird.

Die F+F veranstaltet zweimal pro Jahr ein Open House, am 28. November 2018 und am 20. März 2019. Infoabende finden am 28. November, 9. Dezember 2018, 31. Januar, 20. März, 15. April 2019 statt.
Vorkurs/Propädeutikum
Anmeldung- und Aufnahmeprüfung für das Schuljahr 2018/19
Unterrichtsituation im Fach Form & Farbe
Zulassungsbedingung
Abgeschlossene obligatorische Schulzeit.

Ablauf Aufnahmeprüfung
Nach Eingang der online Anmeldung wirst du zu einem Aufnahmetag eingeladen, zu dem du Arbeitsproben (eigene gestalterische Arbeiten) und das Ergebnis der zuvor gestellten Hausaufgabe mitbringst. Am Aufnahmetag löst du gestalterische Aufgaben und verfasst einen kurzen beschreibenden Text, welcher der Beurteilung deiner Beobachtungsgabe und Ausdrucksfähigkeit dient. In einem persönlichen Gespräch kommen deine Motivation und deine Ziele zur Sprache. Die Aufnahme wird von der Motivation und Begabung abhängig gemacht. Die Prüfungsgebühr beträgt CHF 150.–.

Infoabend
Sind noch Fragen offen? Dann besuche uns unverbindlich an einem der monatlichen Infoabenden, lerne die Schulleitung kennen und informiere dich persönlich vor Ort.

Online-Anmeldung:
  • Prüfung: Montag, 21. Januar 2019, 10.00–15.30 Uhr
    Verbindliche Anmeldung zur Aufnahmeprüfung und Ausbildung Vorkurs/Propädeutikum Schuljahr 2019/20
    Prüfungsgebühr: CHF 150.00
    Anmeldung
Vorkurs/Propädeutikum
Gamedesign
Yasemin Günay
GRAVITY, Pablo Blumer

Mit der professionellen Game–Engine GameMaker entwickelst du dein 2D–Game. Dabei lernst du die Grundlagen dieses Mediums kennen und du befasst dich mit der Gestatlung von Interaktionen.
Was machen gute Games aus? Welche Regelmechanismen verbergen sich hinter der schönen Oberfläche? Wie werden eindrucksvolle Gamegrafiken gestaltet? Wie können Interaktionen programmiert werden –ganz ohne zu programmieren? Wie erzählen wir mit diesem Medium spannende Geschichten? Wie gestalten wir mit minimalen Mitteln atmosphärische Musik und prägnante Sounds?
Vorkurs, Redesign, 2017/18 
Vorkurs/Propädeutikum
Dokuwerkstatt
Sarah Infanger
Tina Leimbacher

Während des Vorkursjahrs sammelst du deine entstandenen Arbeiten. Daraus stellst du deine Arbeitsmappe zusammen. Sie dient dir als Grundlage für dein Portfolio oder für eine Bewerbungsmappe.
Du erarbeitest selbständig eine Dokumentation deiner Arbeiten. Zu diesem Zweck  sammelst du Arbeiten aus dem Unterricht und der Freizeit und stellst sie zu einer Bewerbungsmappe oder einem Portfolio zusammen. Du wirst darin unterstützt von den Dozierenden und weiteren Fachpersonen.
Vorkurs/Propädeutikum
Video
Raphael Zürcher

Anhand eines vorgegebenen Themas eignest du dir die Grundkenntnisse des Videoschaffens an: Kameratechnik, Kameraführung, Lichtführung, Ton und Videoschnitt. Gleichzeitig wirfst du ein Blick auf die Videokunst– und Filmgeschichte.
Zu den Grundlagen, die dir in diesem Fach vermittelt werden, gehören die Funktionen der Videokamera, der Kameraführung, der Lichtführung, und von Ton und Bild. Du erhältst Einblicke in die Möglichkeiten der Video–Bildsprache, ihrer Ästhetik und des digitalen Videoschnitts. Wir vergleichen die Besonderheiten des laufenden Bildes mit der Fotografie und der Malerei, thematisieren die Eigenheiten des Mediumsund werfen einen Blick auf die Videokunstgeschichte. 
Vorkurs/Propädeutikum
Drucken
Astrid Schmid

Angeregt durch Wort oder Text, Zeitgenössisches wie auch Historisches, stellst du Druckstöcke, Schablonen und Formen für den Druck her. Der prozesshafte Arbeitsvorgang regt zu verschiedenen Experimenten an.
Die Originaldruckgrafik ist bei vielen Künstler_innen und Gestalter_innen beliebt. Die handwerklichen Tätigkeiten und der prozesshafte Arbeitsvorgang faszinieren und regen zu verschiedenen Experimenten an. Unterschiedliche Techniken werden im Unterricht besprochen und du arbeitest dann im Bereich des Tief– und Hochdrucks. Der Abzug auf Papier ist seitenverkehrt und offenbart immer Überraschungen. 
Vorkurs 
Vorkurs, Fotografie 2017/18 
Vorkurs/Propädeutikum
Foto: Véronique Hoegger, 2016
Vorkurs, Grafische Gestaltung, VK2 2016/17 
Vorkurs/Propädeutikum
Sound & Vision
Jackie's roar being recorded for use at the beginning of Hollywood's Metro–Goldwyn–Mayer talking movies in 1928. A sound stage was built around his cage to make the recording.

Das Zusammenspiel vom bewegten Bild (Film) und Ton (Geräusche, Stimme, Sprache, Musik) spielt eine ausschlaggebende Rolle für eure Gruppenarbeit. Die Schüler_innen produzieren einen Kurzfilm von maximal drei  Minuten Länge.
Anhand von Musikvideos, Dokumentar–, Spiel–, und Experimentalfilmen werden wichtige Beziehungen von Tönen zum bewegten Bild vorgestellt und diskutiert. Auf diesen Erfahrungen aufbauend suchen wir nach einer Idee, planen und drehen einen Film und bringen ihn im Filmschnitt zum Abschluss. Entscheidend bei der Erarbeitung und Realisierung des Films ist dabei immer, eine originelle Idee  zu finden und eine Erzählweise zu entwickeln, die das Publikum staunen lässt.
Vorkurs/Propädeutikum
Dreidimensionale Gestaltung
Mirjam Bürgin
Martina Vontobel

Du konzipierst und realisierst Objekte und Skulpturen, Modellräume und Inszenierungen in realen Räumen. Die Auseinandersetzung mit Materialität, Körperlichkeit und Räumlichkeit schulst du deine Wahrnehmungsfähigkeit.
Du übst den Umgang mit verschiedenen Materialien und schulst dein räumliches Vorstellungsvermögen. Die eingesetzen Materialien werden auf ihre Plastizität, den Lichteinfall sowie auf ihre  visuellen, haptischen und akustischen Eigenschaften geprüft. Wir befassen uns mit deren kunstgeschichtlichen und gesellschaftlichen Bedeutung, die wir mit Beispielen illustrieren.
Vorkurs, Fotografie, 2016/17 
Vorkurs/Propädeutikum
Foto: Véronique Hoegger, 2016
Vorkurs/Propädeutikum
Performance
Franz Gratwohl
Julia Heinrichs

Im Performance–Unterricht wird dir bewusst, welche Wirkung du mit deiner Person in Zeit und Raum erzeugen kannst. Damit verschaffst du dir mehr Sicherheit im Ausdruck und Auftritt. Du lernst den Körper als Werkzeug zu begreifen. In der Gruppe erarbeitest du Grundlagen für eigenständige Kunst–Performances.
Die Frage «Wie?» verweist wertfrei auf wesentliche Aspekte der Performance und fördert die Selbstwahrnehmung: Wie stehe ich? Wie ist mein Blick? Wie ist die Situation? Mit deinem Körper und deiner Präsenz kreierst du ein Bild, setzt ein Zeichen und machst eine Aussage. Du lernst den Körper als «Werkzeug» zu begreifen. Du untersuchst mit deinem Körper die Kommunikation und wie deine Person im Umgang mit alltäglichen Begegnungen und Kontakten in Raum und Zeit wahrgenommen wird.
Vorkurs/Propädeutikum
Foto: Véronique Hoegger, 2016