Vorkurs/Propädeutikum
Dreidimensionale Gestaltung
Mirjam Bürgin
Martina Vontobel

Das Fach beinhaltet die Auseinandersetzung mit Materialität, Körperlichkeit und Räumlichkeit. Der Unterricht ist darauf ausgerichtet, die Wahrnehmungsfähigkeit der Schüler_innen zu sensibilisieren, den visuellen und handwerklichen Umgang mit verschiedenen Materialien und das räumliche Vorstellungsvermögen durch konkrete Übungen zu trainieren. Dazu kommt jeweils die Vermittlung praxisbezogener Theorie mit Beispielen aus der Kunstgeschichte. Die Beschäftigung mit Körpern vermittelt gestalterische Grundlagen, die zeichnerisch oder durch Modellierung praktisch angewendet werden. Betrachtungen zu Plastizität, Lichteinfall und Oberflächenbeschaffenheit eines Körpers können allenfalls zur Konzeption und Realisation eines funktionalen Objekts führen. Ebenfalls werden im Unterricht die Möglichkeiten diverser Materialien erforscht. Das jeweilige Material wird hinsichtlich seiner visuellen, haptischen, akustischen und olfaktorischen Eigenschaften getestet und nach seiner kunstgeschichtlichen und gesellschaftlichen Bedeutung, respektive Verwendung befragt. Die Thematisierung von Raum mündet in der Inszenierung von Modellräumen und von Objekten in realen Räumen.
Vorkurs/Propädeutikum
Vorkurs/
Propädeutikum
Damit Gestaltung mehr Gestalt annimmt, bietet dir der traditionsreiche Vorkurs interessante Einblicke in gestalterische Methoden und vermittelt dir alle dafür notwendigen Grundlagen. Er bereitet dich auf eine gestalterische Lehre oder auf den Übertritt an eine Höhere Fachschule oder eine Fachhochschule vor.

Der Vorkurs der F+F ist von swiss design schools – der Direktorenkonferenz der Schulen für Gestaltung Schweiz – anerkannt. Er bietet dir mit 1300 betreuten Jahreslektionen ein im Vergleich zu anderen Angeboten besonders dichtes Programm.
 
Das Gewicht des neunmonatigen Lehrgangs liegt auf der Sensibilisierung für gestalterische Arbeitsmethoden und Ausdrucksmöglichkeiten. Einführungen in die Gebiete des Zeichnens, der Malerei, der Fotografie, der Grafik sowie der dreidimensionalen Gestaltung werden ergänzt durch Unterricht in den Medien Performance, Video und Sprache. Vervollständigt wird das Angebot durch Kunstgeschichte und Softwareschulung. Exkursionen, Atelier- und Betriebsbesuche ergänzen die schulischen Kenntnisse. Während des Studiums wirst du von kompetenten Dozierenden und Assistierenden betreut, die über eine gestalterisch-/künstlerische Praxis und auch über schulische Erfahrung verfügen. Die Abteilungsleitung steht dir zudem beratend zur Seite.

Der Vorkurs bietet dir als kreatives Zwischenjahr oder als zehntes Schuljahr eine solide Basis für deine zukünftige Berufslehre oder weitere schulische Ausbildungen im gestalterisch-künstlerischen Bereich wie etwa an der Grafikfachklasse EFZ der F+F. Als Propädeutikum dient er dir als gezielte Vorbereitung auf dein Studium an einer (Fach-)Hochschule oder auf einen der F+F-Studiengänge HF: Bildende Kunst, Film, Fotografie, Modedesign oder Visuelle Gestaltung.

Als Absolvent_in verfügst du über praktische Erfahrung im Umgang mit Werkzeug und Material und kannst deine fundierten Basiskenntnisse der neuen Medien in verschiedensten Berufen einsetzen. Der Vorkurs unterstützt dich zudem dabei, dich im gestalterischen Berufsfeld zu orientieren und leistet einen wertvollen Beitrag zur Persönlichkeitsbildung. Der Vorkurs wird für die meisten gestalterischen Berufslehren vorausgesetzt, wie auch das Propädeutikum für ein künstlerisches oder gestalterisches Studium.
Vorkurs/Propädeutikum
Vorkurs/
Propädeutikum

Zulassungsbedingungen
Abgeschlossene obligatorische Schulzeit und bestandenes Aufnahmeverfahren.
 
Aufnahmeverfahren
Die Aufnahme wird grundsätzlich von Motivation und Begabung abhängig gemacht. Nach Einreichung des Anmeldeformulars wirst du zu einem Aufnahmetag eingeladen, zu dem du Arbeitsproben und das Ergebnis der zuvor gestellten Hausaufgabe mitbringst. Am Aufnahmetag löst du gestalterische Aufgaben und zeigst in einem Aufsatz deine Beobachtungsgabe und deine schriftliche Ausdrucksfähigkeit. In einem persönlichen Gespräch werden deine Eignung und Motivation abgeklärt.
 
Dauer
Neunmonatige Vollzeitausbildung, jeweils Mitte August bis Mitte Mai des Folgejahres. Das erste Quartal des Vorkursjahrs gilt als Probezeit, vor den Herbstferien wird über die definitive Aufnahme entschieden.
 
Kosten
Prüfungsgebühr: 150.–. Studiengebühren: CHF 15 300.– sind in drei Raten à CHF 5 100.– im Voraus zu bezahlen. Im Schulgeld ist das Basismaterial inbegriffen (Papier, Kopien, Computerbenutzung usw.). Dazu kommen Kosten für persönliche Materialien wie Stifte, Werkzeuge, Malutensilien und spezielles Zubehör (Fotopapier, Datenträger usw.) sowie die Kosten für Exkursionen. Die Anschaffung eines aktuellen Macbooks und die Lizenzierung der Adobe CC wird im Lauf des Vorkursjahres empfohlen, aber nicht vorausgesetzt (die F+F kann dich dabei beraten).

Fächerangebot 
Comics,DreidimensionaleGestaltung, Dokuwerkstatt, Druckgrafik, Form & Farbe, Fotografie, Gamedesign, Gesellschaft & Politik, Grafische Gestaltung, Kunst- & Kulturgeschichte, Netzkultur, Performance, Softwareunterricht, Sprache & Literatur, Video, Zeichnen und weitere projektbezogene Angebote. 

Unterrichtsform
Der Unterricht findet ganztags, an fünf Tagen pro Woche statt. Die meisten Fächer werden tage- oder wochenweise unterrichtet. An einzelnen (Halb-)Tagen arbeitest du selbständig an vorgegebenen Aufgaben, freien Projekten oder für deine Bewerbungsmappe.

Diplom
Am Ende des Vorkurses erhältst du ein Schlusszeugnis. Das von dir erarbeitete Portfolio gibt Auskunft über deine gestalterischen Fähigkeiten und Leistungen.

Ausbildungsperspektiven
Gestalterische Berufslehre EFZ, F+F Fachklasse Fotografie EFZ/BM, F+F-Fachklasse Grafik EFZ/BM, F+F-Studiengänge HF (auch ohne Matur): Film, Fotografie, KunstModedesign oder Visuelle Gestaltung, Studium an einer Fachhochschule für Gestaltung und Kunst (Voraussetzung ist die Matur bzw. Berufsmatur).

Vorkurs/Propädeutikum
Anmeldung- und Aufnahmeprüfung für das Schuljahr 2018/19
Unterrichtsituation im Fach Form & Farbe
Zulassungsbedingung
Abgeschlossene obligatorische Schulzeit.

Ablauf Aufnahmeprüfung
Nach erfolgter online Anmeldung wirst du zu einem Aufnahmetag eingeladen. 10 Tage vor dem Aufnahmetag schicken wir dir eine Hausaufgabe zu, die du selbstständig erarbeitest und zum Aufnahmetag mitbringst, zusammen mit deiner Mappe mit gestalterischen Arbeiten aus Freizeit und Schule. 

Infoabend
Sind noch Fragen offen? Dann besuche uns unverbindlich an einem der monatlichen Infoabenden, lerne die Schulleitung kennen und informiere dich persönlich vor Ort.

Online-Anmeldung:
  • Schuljahr 2018/19
    Ausbildungsbeginn: 13. August 2018
    Prüfungsgebühr: CHF 150.00
    Anmeldung
Vorkurs/Propädeutikum
Foto: Véronique Hoegger, 2016
Vorkurs/Propädeutikum
Foto: Véronique Hoegger, 2016
Vorkurs, Eigenes Projekt, 2016/17 
Vorkurs/Propädeutikum
Noch wenige Ausbildungsplätze für 2018/19 frei!
Für das Vorkursjahr 2018/19 sind noch wenige Ausbildungsplätze in unseren beiden Klassen frei. Melde dich bei Interesse möglichst bald zur Prüfung an. 
  • Schuljahr 2018/19
    Ausbildungsbeginn: 13. August 2018
    Prüfungsgebühr: CHF 150.00
    Anmeldung
Vorkurs/Propädeutikum
Gamedesign
Yasemin Günay
GRAVITY, Pablo Blumer

Wolltest du schon immer mal dein eigenes Game kreieren?
Mit der professionellen 2–D–Gameengine GameMaker lernst du dein persönliches Game zu entwickeln.

Was machen gute Games aus? Welche Regelmechanismen verbergen sich hinter der schönen Oberfläche? Wie werden impressionsante Gamegrafiken gestaltet? Wie können Interaktionen programmiert werden, ganz ohne zu programmieren? Wie erzählen wir spannende Geschichten in diesem partizipativen Medium? Wie können wir mit minimalen Mitteln atmosphärische Musik und prägnante Sounds designen.
Vorkurs/Propädeutikum
Re-Design
Anita Vrolijk
Fetishism in Fashion, Bild: Lidewij Edelkoort

Hast du alte Kleidungstücke in deinem Schrank, nicht mehr gut genug zum Tragen aber zu schön zum Entsorgen? Du suchst neue Verwendungszwecke und unkonventionelle Lösungen für alte Kleider und recycelte textile Materialien. Wie können durch Experimentieren und Abformen interessante Körperformen entstehen? Wo setzt du die Grenzen: in der Abstrahierung des Körpers oder soll der Körper erkennbar bleiben?
 
Du experimentierst  mit gebrauchten, textilen Objekten wie Kleidern, Schirmen, Zelten, Tischtüchern, Kissen, Schuhen, Taschen, Veloreifen, Bändern. Du recherchierst, skizzierst, kombinierst. Durch Abformen, Konstruieren, De–konstruieren und Neu–Erarbeiten entstehen Ideen für dreidimensionale textile Produkte, die einen Bezug zum Körper haben. Es können abstrakte Objekte, avantgardistische Accessoires, aber auch ein extravagantes Kleidungstück erschaffen werden. Vielleicht erhalten Gegenstände neue Funktionen, oder es entsteht aus etwas Funktionalem ein gestaltetes Objekt ohne Gebrauchsfunktion
Vorkurs/Propädeutikum
Grafische Gestaltung
Tina Leimbacher
Sarah Infanger

Im Fach Grafische Gestaltung werden verschiedene Gestaltungsmittel auf ihre Funktionen innerhalb der Bedingungen visueller Nachrichtenvermittlung untersucht und erprobt. Die in anderen Fächern wie Form & Farbe, Zeichnen oder Fotografie erworbenen Kenntnisse bilden eine wichtige Grundlage für die Arbeit. 

Aufbauend werden verschiedene Techniken grafischer Gestaltung vermittelt und der Umgang mit Schriften in Theorie und Praxis geübt. Konkrete Aufgaben fordern die Kombination von Schrift– und Bildelementen in komplexen Layouts heraus.

Grafische und insbesondere typografische Gestaltung ist heute ohne den Computer nicht mehr denkbar. Diesem Instrument wird grosse Aufmerksamkeit gewidmet, ohne aber die wesentlichen Erfahrungen manueller Tätigkeit zu vernachlässigen. Resultate sind zwar wichtig, aber noch wichtiger ist der Prozess. Der experimentelle Umgang als Grundlage zur Erarbeitung grafischer Kompetenz verlangt auch, den Produkten des visuellen Mainstreams immer wieder eigenständige und unkonventionelle Lösungen entgegenzustellen.
Vorkurs/Propädeutikum
Dokuwerkstatt
Sarah Infanger
Tina Leimbacher

Während des Vorkursjahrs sammelst du deine entstandenen Arbeiten. Daraus stellst du deine Arbeitsmappe zusammen. Sie dient dir als Grundlage für dein Portfolio oder für eine Bewerbungsmappe.
Du erarbeitest selbständig eine Dokumentation deiner Arbeiten. Zu diesem Zweck sammelst du Arbeiten aus dem Unterricht und der Freizeit und stellst sie zu einer Bewerbungsmappe oder einem Portfolio zusammen. Fachpersonen und ehemalige Vorkursschüler_innen werden dazu eingeladen, von ihren Berufsrfahrungen zu berichten und mit dir deine Arbeitsmappe, dein Portfolio zu besprechen. 
Vorkurs/Propädeutikum
Sprache & Literatur
Rolf Zbinden

Die Schüler_innen setzen sich mit den vielfältigen Möglichkeiten sprachlichen Entwerfens auseinander und erweitern das eigene Repertoire an kreativen sprachlichen Ausdrucksformen. Ausgehend von literarischen, theoretischen und journalistischen Texten werden die Eigenheiten unterschiedlicher Schreibweisen und sprachlicher Entwurfstechniken untersucht, diskutiert und in eigenen Texten getestet, reflektiert, fruchtbar gemacht.

Ein besonderes Augenmerk gilt dabei der Dialektik von Text und Bild und den Figuren der Rhetorik. Präsentation und gemeinsame kritische Lektüre und Überarbeitung der entstehenden Texte sind unverzichtbare Bestandteile unserer Beschäftigung mit Sprache & Literatur.

Der Unterricht findet in Schriftsprache statt.
Vorkurs, Dreidimensionale Gestaltung, 2016/17 
Vorkurs/Propädeutikum
Video
Raphael Zürcher

Anhand von thematischen Aufgaben werden die wichtigsten Grundlagen im Umgang mit dem Medium Video vermittelt: Funktionen und Möglichkeiten der Videokamera, Kameraführung, der Einsatz von Licht, das Verhältnis von Ton und Bild, die Video–Bildsprache und ihre Ästhetik und der digitale Videoschnitt. Die Besonderheiten des laufenden Bildes im Gegensatz zur Fotografie und zur Malerei werden untersucht, weiterführend die Eigenheiten des Mediums Video thematisiert und ein Blick auf die Videokunstgeschichte geworfen.
Vorkurs/Propädeutikum
Performance
Franz Gratwohl
Julia Heinrichs

Der Unterricht vermittelt Grundlagen für die eigene Präsentation eigenständiger Kunst–Performances. Im Zentrum des Unterrichts stehen die Kommunikation mittels des Körpers und die Wahrnehmung der eigenen Person im Umgang mit alltäglichen Begegnungen und Kontakten in Raum und Zeit. Dies führt zu einer Sicherheit des eigenen Ausdrucks. Es gilt, den Körper als Werkzeug zu begreifen. Der Unterricht folgt der Fragestellung «Wie?». Dies zielt auf ein Bewusstwerden der eigenen Person in Zeit und Raum ab. Die Frage «Wie?» verweist wertfrei auf wesentliche Aspekte der Performance und fördert die Selbstwahrnehmung – Wie stehe ich? Wie ist mein Blick? Wie ist die Situation? Die Antworten sind als Arbeitsprozess zu verstehen und veranschaulichen, wie mit dem eigenen Körper und der eigenen Präsenz ein Bild kreiert, ein Zeichen gesetzt, eine Aussage gemacht, ein Ausdruck gefunden wird.
Vorkurs/Propädeutikum
Foto: Véronique Hoegger, 2016
Vorkurs/Propädeutikum
Form & Farbe
Martin Kradolfer
Beate Frommelt

Die Basis für das Zweidimensionale (2D) wird erarbeitet und geübt: die Komposition in der Fläche, die Interpretation und Darstellung des Raumes in der Fläche, die Proportionen innerhalb der Fläche sowie das Wirken von Farben und deren Gesetzmässigkeiten. Der Unterricht entwickelt sich prozessorientiert, pendelnd zwischen Fertigkeit und Geschick, Gefühlsausdruck und der Entwicklung einer gedanklichen Struktur. Die zu erarbeitenden Inhalte werden nicht als Rezepte verabreicht. Die Schüler_innen sollen selbständig in der Lage sein, Lösungen situationsbezogen und aus sich heraus zu entwickeln. Auf diese Weise wird eine persönliche Handschrift entwickelt.
Es wird mit unterschiedlichen malerischen Techniken praktiziert – einerseits als Grundlage, andererseits zur Erweiterung der gestalterischen Kenntnisse. Dies ist nicht zuletzt Grundlage für weitere gestalterische Ausdrucksbereiche. Um solche Zusammenhänge gewinnbringend zu nutzen, wird das Sehen von Farbe, Zeichnung und Form in der Fläche, darüber hinaus auch Flächen und Ebenen im Raum ausgebildet. Das theoretische Wissen bildet sich aus der erfahrenen Praxis und beinhaltet wichtige Bereiche wie Farbwahrnehmung und Farbenlehre.
That One Moment
Ausstellung
26.08.–4.11.2018
Vernissage
So. 26.08.2018, 11.30 Uhr
KunstZeug Haus, Schönbodenstrasse 1, 8640 Rapperswil
Der Fokus liegt dabei auf dem Leben und auf der Frage, wie die Momente gelebt werden, bevor der Eine Moment eintritt (Guido Baumgartner). Zum Thema Vergänglichkeit sind Arbeiten von Peter Maurer und Barbara Ellmerer in der Ausstellung vertreten.
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