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Öffentliche Veranstaltungen
Kunst HF
guest_*talk-Reihe 2016/17:
what we do for? What we do with?
Vortrag von Christian Philipp Müller
Mi. 28.09.2016
18.30 Uhr
F+F, Flurstrasse 89, 8047 Zürich
Der Vortrag ist Teil der guest_*talk-Reihe 2016/17 der F+F Schule für Kunst und Design. Die Reihe hat bisher im Juni im Le Foyer Zürich mit einem Gespräch zwischen der feministischen Ökonomin Mascha Madörin und Chus Martínez, Kunsthistorikerin, Museumskuratorin, Autorin und Leiterin des Instituts Kunst der FHNW Basel, Bezug genommen auf die europäische Wander-Biennale MANIFESTA 11, die 2016 unter dem Titel What People Do for Money: Some Joint Ventures in Zürich stattgefunden hat.
 
Die guest_*talk-Reihe: What we do for? What we do with? lädt regelmässig zu Fragestellungen ein wie etwa: Wie kann Kunst aus der Begegnung mit Transformation und Veränderung Wissen durchproben? Wie können es experimentelle künstlerische Sprachen schaffen, sich der Instrumentalisierung zu entziehen und zugleich neue Konstellationen zu entwickeln, die überraschende Wirkungen zeigen, so auch der Macht? Inwiefern sind Kollaborationen und Allianzen, die das «mit» anstelle des «für» setzen, die dazu erforderlichen Verstärker?

Christian Philipp Müller setzt sich in seiner Arbeit mit Ort und Zeit seiner Ausstellungsorte auseinander. Seine multimedialen Installationen und Performances zeichnen sich durch eine akribische Recherche aus: So werden diese stets durch ausführliche Interviews mit den Beteiligten vor Ort vorbereitet.
 
Auf Einladung der Kuratorin Patrizia Keller am Nidwaldner Museum beschäftigte er sich nun mit der aus über 17’000 Objekten bestehenden Sammlung mit Werken aus der Zentralschweiz und Nidwaldens. Rasch fiel seine Wahl auf die grössten Objekte der Kollektion: etwa einer mobilen Schnapsbrennerei aus dem Jahre 1930, welche dem Museum 1983 als Dauerleihgabe von der Eidgenössischen Alkoholverwaltung übergeben wurde; einem Leichenwagen aus der letzten Jahrhundertwende (Ende 19./Anfang 20. Jh.) als Dauerleihgabe der Kirchgemeinde Wolfenschiessen; einer riesigem, seidenen Landesfahne von 1802, die für den sogenannten «Stecklikrieg» angefertigt wurde oder einem Bild von Arnold Odermatt aus dem Jahre 1978, das einen Mann mit einem Ballon für einen Alkoholtest im Kanton Nidwalden vor der Kantonskarte im Profil zeigt.
 
Christian Philipp Müller wurde 1957 in Biel geboren und wohnt derzeit in Berlin. Er studierte an der F+F Zürich und an der Kunst-Akademie Düsseldorf. 1993 stellte er zusammen mit Andrea Fraser und Gerwald Rockenschaub im österreichischen Pavillon der Biennale di Venezia aus. 1997 nahm er an der documenta X und 2012 an der documenta 13 teil. 2007 war seine retrospektive Ausstellung im Museum Gegenwart, Kunstmuseum Basel zu begutachten. Seine Arbeiten im öffentlichen Raum sind seit vielen Jahren zu sehen: zum Beispiel im Klostergarten Melk oder auf dem Campus des Bard College, Annandale-on-Hudson, NY. Von 2011 bis 2013 war Müller Rektor der Kunsthochschule Kassel. Seit 2016 unterrichtet er an der Akademie für bildende Künste in Nürnberg. Vom Bundesamt für Kultur BAK erhielt er 2016 den Prix Meret Oppenheim. Noch bis zum 16. Oktober 2016 ist seine Ausstellung aut vincere aut mori im Nidwaldner Museum in Stans zu sehen.

Organisation guest_*talk, Kontakt & Information: Daniel Hauser, Leiter Studiengang Kunst HF, F+F Schule für Kunst und Design. Mitglied der Künstlerinnengruppe RELAX (chiarenza & hauser & co). 
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Jedes Bild ist ein leeres Bild
Di. 20.09.2016, 16.00 Uhr
Flurstrasse 89, Zürich, Raum F89–201
Das Material des Films wurde unter anderem mit dem Videoeditor des Videospiels Grand Theft Auto von Rockstar Games erarbeitet. Der Protagonist des Computerspiels tritt als intellektuelles alter ego auf und reflektiert über die Projekte des Künstlers Faulhaber.

Unterlegt mit Musik und immer wieder effektvoll übersteigert, bedient sich Faulhabers Film genau jener Strategien, die er gleichzeitig kritisch reflektiert: Er nutzt die verführerische Kraft von Videoclips und die Macht medialer Bilder, um den Künstler zum Helden oder Popstar zu stilisieren und die Vermischung von realer und virtueller Welt bis zur Ununterscheidbarkeit voranzutreiben.

Christoph Faulhaber, *17. Juni 1972 in Osnabrück, ist ein in Hamburg lebender Künstler, Performer, Filmemacher und Autor. Faulhaber ist vor allem durch seine gesellschaftskritischen Projekte bekannt geworden, die immer wieder grosses Aufsehen erregen. Seine Performances werden durch einen Großeinsatz der Polizei beendet, Stipendien werden wieder entzogen oder nicht mehr ausgeschrieben, Gerichte ermitteln gegen ihn und der Künstler wird nicht nur in Deutschland vom Staatsschutz, sondern auch in den USA von FBI und Homeland Security überwacht. Im Augenblick arbeitet Faulhaber an einem 24-jährigen Kunst und Bau Projekt für die Genossenschaft Kalkbreite und in Mexiko Stadt.

Anschliessender Vorstellungsbesuch von Jedes Bild ist ein leeres Bild im Kino Houdini um 19.00 Uhr

Anmeldung bitte per E-Mail an Assistentin Studiengang Kunst HF, Talaya Schmid
 
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Kochen als Praxis der Gegenwartskunst – Ein sinnlich illustrierter Vortrag mit Degustation
04.05.2011
Barbetrieb um 18.30 Uhr
Talk um 19.00 Uhr
Flurstrasse 89, Zürich
Für Kunstschaffende bietet die Küche ein ideales Feld zu differenzierten künstlerischen Aussagen und Stellungnahmen im Hier und Jetzt. Arbeiten, welche den Prozess des Kochens und Essens reflektieren, stellen den Mund und seine Doppelfunktion mit der Zunge als Schmeck- und Sprachorgan in den Mittelpunkt. Alimentäre Realia haben neben ihrer nutritiven Aufgabe auch symbolische Bedeutung.



 
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Tausch mit Hannes Hug
13.04.2011 um 19.00 Uhr
Bar ab 18.30 Uhr
Flurstrasse 89, Zürich
Short-Cut Thema
«Der Tausch», die Mutter aller Geschäftsbeziehungen von Mensch zu Mensch - erfährt vor dem Hintergrund demografischer und wirtschaftlicher Unterschiede eine Renaissance. In Japan können ältere Menschen dank der Währung „Zeit“ auf die Unterstützung von freiwilligen Helferinnen und Helfern zählen. In der brasilianischen Metropole Curitiba wird das Müllproblem in den Favelas mit dem Tausch von Abfall gegen Bustickets und Schulhefte entschärft. Und in der Schweiz soll mit dem Bon-Netz-Bon, einer Alternativ-Währung, nachhaltiges Wirtschaften ermöglicht werden.

Hannes Hug
lebt und arbeitet in Zürich, Medienschaffender, Autor und Mitinhaber einer Agentur für Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens, unterhält sich mit Gästen über Chancen, Möglichkeiten und Grenzen von alternativen Zahlungsmitteln.

Gäste
Heidi Lehner, Expertin für Komplementär-währungen, Microfinance und Neuentwicklungen im Finanzbereich. Sie arbeitet bei Sunflower Foundation.
Isidor Wallimann, Professor für Soziologie, Volkswirtschaft und Sozialpolitik. Er lehrt an der Fachhochschule für Soziale Arbeit beider Basel und an der Universität Fribourg und engagiert sich in der Genossenschaft Netz Soziale Ökonomie, die mit dem "Bon-Netz-Bon" ein eigenes Zahlungsmittel etabliert hat.
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Unsichtbares sichtbar machen mit Mascha Madörin
02.03.2011 um 19.00 Uhr
Bar ab 18.30 Uhr
Flurstrasse 89, Zürich
«Unsichtbares sichtbar machen»

Weder ökonomische Zusammenhänge noch „die Wirtschaft“ als Ganzes sind sichtbar. Die Quantifizierungen in den Wirtschaftswissenschaften waren wichtig für das sichtbar respektive einsichtig Machen – vermuteter! – ökonomischer Zusammenhänge. Das zeigt die Geschichte der Berechnung des Bruttoinlandprodukts (BIP) eindrücklich. Inzwischen verkommen Quantifizierungen zunehmend zu Objektivitätbeweisen und Legitimationsinstrumenten der Mainstream-Ökonomie. Aber ohne geht es nicht: Bericht einer kritischen Ökonomin über die Kunst subversiven Quantifizierens.

Mascha Madörin
Ökonomin, Münchenstein, arbeitet zu feministischer Kritik der Politischen Ökonomie, zur Care Ökonomie und zum Finanzsektor. Veröffentlichungen u.a.: Mascha Madörin: Weltmarkterfolg auf Kosten der Frauen. Steuerpolitik, Care- und Genderregimes in der Schweiz. In: Widerspruch Heft 58, Jg. 30 1. Halbjahr 2010, S. 97-108.



 
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A tout prix/um jeden Preis
Fr. 22.08.2008
um 20.30 Uhr
Helmhaushalle Zürich
Im Wettstreit um den grossen Preis beantworten freie Kuratorinnen und Kuratoren Fragen zu 40 Jahre Kunstgeschehen in der Schweiz, zum aktuellen Kunstbetrieb und zu beruflichen Überlebensstrategien. Für die Regie und Realisation zeichnen die F+F Schule für Kunst und Mediendesign sowie die Redaktion des Kunstbulletins Zürich.

Das unterhaltsame Abendprogramm thematisiert in Anlehnung an bekannte Fernsehshows der 70-er Jahre kuratorische Strategien und Karrieren. Die KandidatInnen müssen sich spielerisch als AusstellungsmacherInnen im Spannungsfeld von Erfolg, Förderung und Überleben behaupten, die eigene kuratorische Karriere vorantreiben und gleichzeitig ihre wirtschaftlichen Verhältnisse in den Griff bekommen. Es gewinnt, wer mit strategischen Geschick und etwas Glück am schnellsten und erfolgreichsten vom lokalen
Szenentäter zum internationalen Kuratorenstar avanciert.

Zwei prominent besetzte Studiojurys, hochkarätige Tippgeber und illustre Livegäste bringen ihr Fachwissen ein. Dem Sieger winkt als Preis ein prominenter Auftritt im Kunstbulletin und eine Ausstellungsmöglichkeit in der Kunsthalle Winterthur. Der Abend wird moderiert von Dr. Andreas Vogel (Leiter Vorkus/Gestalter F+F) und Lauren Wildbolz, F+F-Kunststudentin.
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(kunst)kritik? gossip!
Endlich Kunst ohne Kritik?
30.05.2007
Talk um 19.00 Uhr
Konzert ab 22.00 Uhr
Flurstrasse 89, Zürich, Aula, EG
Stall 6, Gessnerallee 6, Zürich
Die Podiumsdiskussion stellt die Fragen zur Kunstkritik noch einmal neu: Welche Orte belegt die Kritik heute? Welche Perspektiven eröffnen sich einer Kritik, die sich nicht mehr in der Selektion erschöpft? Welche Handlungsmöglichkeiten bieten sich einer verwickelten Kritik? Welche Wünsche und Begehren werden mit der Veröffentlichung einer Kritik eingelöst? Welche Ansprüche verbindet welches Publikum mit der Kunstkritik?

Im Anschluss Konzert im Stall 6 des legendären Art Critic Orchestra aus Berlin.
 
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Interview
Radiosendung
18.04.2007
DRS2 aktuell
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Kunst + Kommerz
28.01.–25.02.2004
jeweils um 18.00 Uhr
Flurstrasse 89, Zürich, Aula
Veranstaltungsprogramm

Mi. 28.01.2004
«Verkaufswelten – EbiSquare - Shoppitainment heute» mit Tristan Kobler, Architektur, Szenografie, Zürich

Mo. 09.02.2004
«Theming Methode – Zu Kommunikationssystemen und räumlichen Zeichensprachen» mit Sonja Beeck, Architektin, Berlin

Do. 12.02.2004
«Erlebnis Produktion – Von Erregungsproduktion und Aufmerksamkeitsoekonomien» mit Werner Sewing, Architektursoziologe, Gastprofessor UdK Berlin

Mi. 25.02.2004
«Kunst Ökonomien – Unter dem Ladentisch: Künstler-Verkäufer» mit Philip Ursprung, SNF-Förderprofessur für Geschichte der Gegenwartskunst ETH Zürich
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Aktuelle Fragen zur zeitgenössischen Kunst
26.09.2002–24.01.2003
jeweils um 19.00 Uhr
Sphères, Hardturmstrasse 66, 8005 Zürich
Veranstaltungsprogramm
Kuratiert von Gianni Jetzer, Kurator und Leiter Kunsthalle St.Gallen, 2002:

11.10.2002
Via Lewandowsky

25.10.2002
Gianni Jetzer

08.11.2002
Friedemann Malsch

06.12.2002
Heike Munder

24.01.2003
Edith Krebs