$ Vorträge, Infoabende, Gespräche an der F+F Schule
Art end mony, Dijan Kahrimanovic, 2018
Positionen der Fotografie
Öffentliche Veranstaltungen
Fachklasse Fotografie EFZ/BM
Positionen der Fotografie mit Dijan Kahrimanovic
Mi. 15.05.2019, 16.30–18.00 Uhr
F+F, Flurstrasse 89, 8047 Zürich, 2. Stock, Raum F89-208
Ob er Kettensägen von Bosnien-Herzegowina in die Schweiz oder Traktoren in die andere Richtung verkauft, Pferde von Holland für die Zucht in den Balkan fährt oder seine eigene Kutschensammlung erweitert, ob er einen Panzer kauft und zu einer Skulptur presst, sich einen Fundus an sich selbst überlassenen Negativen von Familienbildern aneignet, die er zu einer semifiktionalen Geschichte von Identität und Erinnerung verwebt oder in einer Kunstaktion seinen Passport fälscht – bei Dijan Kahrimanovic (*1990) ist sich das Publikum, off- oder on stage, nie ganz sicher, wo sein Leben als Performance anfängt und als Kunst wie ein Boomerang wieder zurückgeflogen kommt.

Seine Geschichten sind immer mit einer Prise Schalk gewürzt Sie zeugen von einer Ausgefuchstheit im Navigieren zwischen Waren und Werten. Die Kunst als Geschäft und die Kunst als Handel und Aktion – in seinen Tätigkeiten herrscht ein immerwährendes «wheeling & dealing» zwischen kreativem Schaffen und der Befragung des Alltags. Aus den Erlebnissen seines bewegten Lebens schöpft er, eignet sich Geschichten an und wird selber zur Geschichte, die manchmal etwas Fantastisches hat, zugleich lebensnah ist und um existenzielle Fragen kreist:  Was heisst es Künstler zu sein, als Künstler zu arbeiten und zu (über)leben? Ein Seilakt zwischen Dijan sein und Kahrimanovic sein wollen. Dabei dient ihm die Fotografie als Pfeiler und Zeugnis, als Bindemittel und Transportvehikel für seine performativen Geschichten und installativen Arbeiten.
 
In seiner Arbeitspräsentation stellt Dijan Kahrimanovic eine Auswahl seines Schaffens und Geschichten seines Lebens als Künstler vor. Er verwebt darin auf empathische Weise kollektive Erinnerung und persönliche Geschichte miteinander. Er skizziert das kulturelle Dazwischensein als Identität – Import und Export als ewiger Kreislauf von Handel mit Ware und Geistvollem. Dijan Kahrimanovic diplomierte 2014 im Studiengang Fotografie an der F+F und machte 2018 seinen Master in Fine Arts an der ZHdK. 
 
In dieser Vortragsreihe stellen Fotograf_innen und Künstler_innen ihre Arbeiten vor. Im Anschluss diskutieren Studierende mit den Gästen über ihre Arbeiten.

Keine Anmeldung erfoderlich – Eintritt frei!
Positionen der Fotografie
Öffentliche Veranstaltungen
Fotografie HF
F+F goes TART
Symposium mit Ausstellung und Roundtable-Diskussion – Was wird später sein?
Mi. 17.04.2019, 15.30 Uhr
Gotthardstrasse 54, 8002 Zürich
Die Studierenden des Studiengangs Fotografie HF und der Kunstraum TART organisieren ein Symposium: Was wird später sein? Wie gestalte ich meinen Berufsalltag nach meiner fotografischen Ausbildung?

Das Diplom ist die Krönung des eigenen Studiums aber auch eine Zäsur. Mögen sich die Studierenden mit vielen Fragen der gestalterischen Arbeit auseinandergesetzt, bereits Aufträge erfüllt oder an Ausstellungen teilgenommen haben, so erleben viele nach der Ausbildung eine neue Realität: Wie bestreite ich mit meinen erworbenen Fähigkeiten und meinem Wissen ganz konkret meinen Lebensunterhalt? Wie organisiere ich meine Selbständigkeit oder was heisst es, im Anstellungsverhältnis zu arbeiten? Und wie komme ich zu Aufträgen, wie zu Ausstellungen? Wie navigiere ich gar zwischen den beiden Bereichen?

Roundtable-Diskussion
Mittwoch, 17. April 2019, ab 15.30 Uhr

Vernissage
Mittwoch, 17. April 2019, 18.00–21.00 Uhr

Ausstellung
Freitag, 19. April 2019, 12.00–19.00 Uhr

Im Symposium nehmen wir uns in zwei verschiedenen Formaten die Beantwortung dieser Fragen vor:

Am Roundtable diskutieren Mirjam Fischer (Buchproduzentin), Marc Latzel (Fotograf), Matthias Rüegg (Künstler) und Gianluca Trifilo (Künstler) über ihre Berufserfahrungen und beantworten eure Fragen zur Arbeit mit der Fotografie sowie zum Beruf der Fotografin und des Fotografen.

Die Studierenden der F+F bespielen gleichenorts den Ausstellungsraum und bringen konkret in Erfahrung, was es heisst, sich in einem Kunstraum zu präsentieren. Studierende: Tim Brunner, Pamela Castillo, Olivia Dunn, Raphael Eggenschwiler, Joshua Geiger, Isabel Rotzler, Leah Studinger, Samuel Trümpy, Seda Uçak, Lidija Vuckovic

Repro (L'Oeil 1955), Matthias Gabi, 2018
Positionen der Fotografie
Öffentliche Veranstaltungen
Fotografie HF
Positionen der Fotografie mit Matthias Gabi
Mi. 27. März 2019 16.30–18.00 Uhr
Flurstrasse 93, 8047 Zürich, Fotostudio
Die heute vor dem Hintergrund digitaler Netzwerke vielbeschworene Bilderflut begann mit vor-fotografischen Druckverfahren. Über das goldene Zeitalter fotografisch illustrierter Drucksachen mündete sie in ein vernetztes digitales System der Produktion, Verbreitung und permanenter Verfügbarkeit fotografischer Bilder. 

Aus dieser Beobachtung einer Vormacht des Bildes speist sich Matthias Gabis (*1981) langjährige analytische Faszination für Bilder, insbesondere für druckgrafisch reproduzierte Fotografien. Mit vielfältigen Techniken setzt er sich damit auseinander, eignet sie sich aus Büchern an, isoliert sie aus Filmen, fotografiert sie mit dem iPhone oder mittels aufwändigem Reproverfahren. In fortlaufenden Werkgruppen reflektiert er die Frage nach der Funktionsweise sowie der Verbreitung alltäglicher Bilder aus verschiedenen Blickwinkeln.

In seiner Präsentation stellt Matthias Gabi eine Auswahl seiner bisherigen Arbeiten vor und gibt einen vertieften Einblick in seine aktuelle Arbeit REPRO, welche als fotografische Reproduktion von Bildern aus den Printmedien, die Produktion, Zirkulation und Vermittlung von Bildern in Frage stellt.

In dieser Vortragsreihe stellen Fotograf_innen und Künstler_innen ihre Arbeiten vor und diskutieren im Anschluss Fragen und Kommentare der Studierenden und Gäste.

Keine Anmeldung erfoderlich – Eintritt frei!
Bild: Raymond Meier, Uniform Color Space #04
Positionen der Fotografie
Öffentliche Veranstaltungen
Fachklasse Fotografie EFZ/BM Fotografie HF
Positionen der Fotografie mit Raymond Meier
Di. 26.09.2017, 16.45–18.15 Uhr
Flurstrasse 89, Zürich, 1. Stock, Raum 109
Positionen der Fotografie – Wie lässt sich Kunst eigentlich anwenden?
 
In dieser Veranstaltungsreihe stellen Fotograf_innen und Künstler_innen ihre Arbeiten vor und diskutieren Fragen und Kommentare der Studierenden und Gäste.
 
An der nächsten Veranstaltung Positionen der Fotografie wird Raymond Meier Einblick in sein facettenreiches Schaffen geben. Im Zentrum steht dabei die Frage, inwiefern sich angewandte und künstlerische Haltungen treffen oder gegenseitig beeinflussen können.
Positionen der Fotografie
Öffentliche Veranstaltungen
Fotografie HF
Positionen der Fotografie mit Bruno Augsburger
Do. 21.04.2016, 13.15–15.15 Uhr
Flurstrasse 89, Zürich, 1. Stock, Raum 109
Positionen der Fotografie – Wie lässt sich Kunst eigentlich anwenden?

In dieser Vortragsreihe stellen Fotograf_innen und Künstler_innen ihre Arbeiten vor und diskutieren im Anschluss Fragen und Kommentare der Studierenden und Gäste.

Im Zentrum steht dabei die Frage, in welchen Kontexten sich zeitgenössische Fotografie bewegt und inwiefern sich angewandte und künstlerische Haltungen treffen oder gegenseitig beeinflussen können. Wie sich Kunst als Beruf realisieren lässt oder als Voraussetzung für anspruchsvolle angewandte Arbeiten wirkt, wird von den eingeladenen Referent_innen auf sehr unterschiedliche Weise vertreten und soll ein breites Feld von «Positionen» aufzeigen.

Out There – Wie viel Equipment braucht ein Mensch fern ab der Zivilisation? Wie kann man einen Elchbullen anlocken? Oder wie schläft man bei 30 Grad Minus im Schnee?

Häufig verklären Fotografen Landschaften. Oder dramatisieren sie in Zeiten des Klimawandels. Bei Bruno Augsburger ist das anders. Er will die archaische Natur vor allem erleben und dabei herausfinden, was sie für urbane Menschen bedeuten kann.

Bruno Augsburger (*1968) arbeitet für diverse Magazine und internationale Firmenkunden. Seine freien Arbeiten wurden mehrfach in Galerien ausgestellt, unter anderem in Zürich, Berlin und London. 
Sabine Troendle ‹Texas Reliable News›
Positionen der Fotografie
Öffentliche Veranstaltungen
Fotografie HF
Positionen der Fotografie mit Sabine Troendle
Mo. 12. Oktober 2015, 16.30–18.00 Uhr
Flurstrasse 89, 1. Stock, Raum 109
Texas Reliable News sind vertrauenswürdige Berichte über das Leben und die Lage in Texas/USA. Sie sind insofern vertrauenswürdig, weil sie niemandem verpflichtet sind und nicht die Interessen von Dritten verfolgen. Die Berichte schlagen eine persönliche Sichtweise auf das Leben und eine Interpretation der gesellschaftlichen Lage in Texas vor.

Während einem halben Jahr verschickte die Fotografin, Künstlerin und Autorin Sabine Troendle einen wöchentlichen Broadcast aus Texas – Fotografien und Text via Email sowie einen Link auf ihre Website, auf der der neuste Beitrag jeweils aufgeschaltet wurde. Mit ‹Texas Reliable News› schaffte Troendle ein Format, das ihr einerseits erlaubt, als Berichterstatterin unterwegs zu sein, und andererseits die Wichtigkeit von alternativen, entschleunigten Informationsformen in der heutigen Medienlandschaft betont. Die Texas Reliable News liegen seit 2015 auch als Buch vor.

Positionen der Fotografie – Wie lässt sich Kunst eigentlich anwenden?

In dieser Vortragsreihe stellen Fotograf_innen und Künstler_innen ihre Arbeiten vor und diskutieren im Anschluss Fragen und Kommentare der Studierenden und Gäste. Im Zentrum steht dabei die Frage, in welchen Kontexten sich zeitgenössische Fotografie bewegt und inwiefern sich angewandte und künstlerische Haltungen treffen oder gegenseitig beeinflussen können. Wie sich Kunst als Beruf realisieren lässt oder als Voraussetzung für anspruchsvolle angewandte Arbeiten wirkt, wird von den eingeladenen Referent_innen auf sehr unterschiedliche Weise vertreten und soll ein breites Feld von «Positionen» aufzeigen.
Positionen der Fotografie
Öffentliche Veranstaltungen
Fotografie HF
Positionen der Fotografie mit Nicolas Vermot Petit-Outhenin & Petra Köhle
Mo. 21.09.2015, 16.30–18.00 Uhr
Flurstrasse 89, Zürich, 1. Stock, Raum 109
In ihren Arbeiten beschäftigen sich Petra Köhle und Nicolas Vermot Petit-Outhenin (beide 1977 geboren) mit Fragen der Repräsentation und Medialisierung von Geschichte. Sie (re-)konstruieren historische Ereignisse und analysieren Strategien des Archivs, wobei der Fotografie als vermeintlichem Garant von Objektivität ihr besonderes Interesse gilt. In unterschiedlichen Settings untersuchen sie, wie die Fotografie und die ihr immanenten Praktiken der Selektion, des Ausschlusses und der Manipulation auf unsere Wahrnehmung wirken.

Positionen der Fotografie - Wie lässt sich Kunst eigentlich anwenden?

In dieser Vortragsreihe stellen Fotograf_innen und Künstler_innen ihre Arbeiten vor und diskutieren im Anschluss Fragen und Kommentare der Studierenden und Gäste. Im Zentrum steht dabei die Frage, in welchen Kontexten sich zeitgenössische Fotografie bewegt und inwiefern sich angewandte und künstlerische Haltungen treffen oder gegenseitig beeinflussen können. Wie sich Kunst als Beruf realisieren lässt oder als Voraussetzung für anspruchsvolle angewandte Arbeiten wirkt, wird von den eingeladenen ReferentInnen auf sehr unterschiedliche Weise vertreten und soll ein breites Feld von «Positionen» aufzeigen.
Jules Spinatsch, Vienna MMIX – 10008/7000 Surveillance Panorama Project No.4 – The Vienna Opera Ball
Positionen der Fotografie
Öffentliche Veranstaltungen
Fotografie HF
Positionen der Fotografie mit Jules Spinatsch
Mi. 11.032015, 10.00–12.00 Uhr
Flurstrasse 89, 8047 Zürich, Raum 109
Jules Spinatsch ist vor allem bekannt geworden für seine Surveillance Panoramas Projekts – eine Innovation in der konzeptuellen Dokumentarfotografie, die mittels programmierbarer Kameras neuartige Panoramen aus bis zu 10000 Bildern erzeugt. Das bildbestimmende Prinzip dabei ist eine paradoxe Liaison von minutiöser Planung und gelenktem Zufall.

Jules Spinatsch Fotografien und Video-Arbeiten wurden unter anderem ausgestellt und/oder angekauft im Museum of Modern Art, MoMA, New York; SF MoMA, San Francisco; Walker Art Center, Minneapolis; Tate Modern, London. Spinatsch erhielt zahlreiche nationale und international Auszeichnungen und hat bis heute über 10 Monografien publiziert. Temporary Discomfort wurde 2005 zum weltweit besten Fotografie Buch gewählt und 2011 in Martin Parr's Auswahl der 30 wichtigsten Fotografie-Bücher der letzten 10 Jahre aufgenommen.

Positionen der Fotografie - Wie lässt sich Kunst eigentlich anwenden?

In dieser Vortragsreihe stellen FotografInnen und KünstlerInnen ihre Arbeiten vor und diskutieren im Anschluss Fragen und Kommentare der Studierenden und Gäste. Im Zentrum steht dabei die Frage, in welchen Kontexten sich zeitgenössische Fotografie bewegt und inwiefern sich angewandte und künstlerische Haltungen treffen oder gegenseitig beeinflussen können. Wie sich Kunst als Beruf realisieren lässt oder als Voraussetzung für anspruchsvolle angewandte Arbeiten wirkt, wird von den eingeladenen ReferentInnen auf sehr unterschiedliche Weise vertreten und soll ein breites Feld von 'Positionen' aufzeigen.
Gian-Reto Gredig & Goran Galic
Positionen der Fotografie
Öffentliche Veranstaltungen
Fotografie HF
Positionen der Fotografie mit Gian-Reto Gredig & Goran Galic
Mo. 14.10.2013, 13.15–15.15 Uhr
Flurstrasse 89, 8047 Zürich, 1. Stock, Raum 109
Das Künstlerduo Goran Galic und Gian-Reto Gredig (Zürich) präsentiert seine künstlerischen Arbeiten und stellt diese in einen erweiterten Kontext, der sich mit der medialen Übertragung von Inhalten sozialer und politischer Relevanz befasst. Wie nehmen wir medial vermittelte Wirklichkeit wahr und wer bestimmt dabei unseren Blick? Ganz im Sinne einer Kunst als Umkehrung des Blicks, arbeiten Galic und Gredig an der Schnittstelle zwischen dokumentarischem Konstrukt und dessen Nachbilder.

Einerseits leben die Arbeiten von Galic und Gredig von der Bilderlust, von der Faszination des Bildes, das uns in die Welt hineinzieht, und andererseits vom Ikonoklasmus, vom grossen Bilderzweifel, vom Gedanken, dass Bilder blenden und vortäuschen, dass sie erst durch Sprache oder durch eine geeignete Anordnung kontextualisiert und damit lesbar werden. In diesem Sinne sind die Arbeiten von Galic und Gredig Einladungen, Bilder und Worte neu zu kombinieren und zu denken, wenn wir zu sehen und zu verstehen glauben.

Positionen der Fotografie - Wie lässt sich Kunst eigentlich anwenden?

Im Zentrum steht dabei die Frage, in welchen Kontexten sich zeitgenössische Fotografie bewegt und inwiefern sich angewandte und künstlerische Haltungen treffen oder gegenseitig beeinflussen können. Wie sich Kunst als Beruf realisieren lässt oder als Voraussetzung für anspruchsvolle angewandte Arbeiten wirkt, wird von den eingeladenen ReferentInnen auf sehr unterschiedliche Weise vertreten und soll ein breites Feld von 'Positionen' aufzeigen.
Positionen der Fotografie
Öffentliche Veranstaltungen
Fotografie HF
Positionen der Fotografie mit Thomas Flechtner
Di. 19.03.2013, 10.00–12.00 Uhr
Flurstrasse 89, 1. Stock, Raum 109
Thomas Flechtner, geboren 1961 in Winterthur, studierte an der Ecole de Photographie, Vevey. Für seine fotografischen Arbeiten, die er regelmässig ausstellt, erhielt er zahlreiche Preise. Er lebt und arbeitet in Valliere, Frankreich und Zürich.

News entwickelt die vielbeachteten Arbeiten des Schweizer Künstlers Thomas Flechtner weiter. Während er sich in Snow mit Schnee als Metapher für Zeitlosigkeit, Ruhe, Distanz und Einsamkeit auseinandersetzte, untersuchte Flechtner mit Bloom in atmosphärisch verdichteten Pflanzenstudien die unbändige Farbigkeit und Bewegung der gewachsenen Natur. Für sein neues Projekt News sammelte Flechtner über ein Jahr weltweit Zeitungscover, um sie mit Pflanzensamen aus verschiedensten Ländern zu bestreuen, zu wässern und schliesslich der Sonne auszusetzen. Das allmähliche Verblassen und Überwachsen der «News» hält er auf mehr als hundert Farbfotografien fest. Flechtner stellt die Anarchie der Natur der menschbestimmten Agenda gegenüber und hinterfragt die Flüchtigkeit des Gedächtnisses ebenso wie die Anforderungen an dasselbe für die Gestaltung der heutigen Welt.

Positionen der Fotografie - Wie lässt sich Kunst eigentlich anwenden?

In dieser Vortragsreihe stellen FotografInnen und KünstlerInnen ihre Arbeiten vor und diskutieren im Anschluss Fragen und Kommentare der Studierenden und Gäste. Im Zentrum steht dabei die Frage, in welchen Kontexten sich zeitgenössische Fotografie bewegt und inwiefern sich angewandte und künstlerische Haltungen treffen oder gegenseitig beeinflussen können. Wie sich Kunst als Beruf realisieren lässt oder als Voraussetzung für anspruchsvolle angewandte Arbeiten wirkt, wird von den eingeladenen ReferentInnen auf sehr unterschiedliche Weise vertreten und soll ein breites Feld von «Positionen» aufzeigen.
Andri Pol
Positionen der Fotografie
Öffentliche Veranstaltungen
Fotografie HF
Positionen der Fotografie mit Andri Pol
Mo. 12.11.2012, 10.00–12.00 Uhr
F+F, Flurstrasse 89, Raum E89-109
Andri Pol, geboren 1961, besuchte die Schule für Gestaltung Luzern und das Royal College of Art London. Er lebt in Basel und Weggis und arbeitet für Magazine wie DAS MAGAZIN, ZEIT-Magazin, Stern, GEO, DU und veröffentlichte verschiedene Buchpublikationen, darunter Where is Japan.

In dieser Vortragsreihe stellen FotografInnen und KünstlerInnen ihre Arbeiten vor und diskutieren im Anschluss Fragen und Kommentare der Studierenden und Gäste. Im Zentrum steht dabei die Frage, in welchen Kontexten sich zeitgenössische Fotografie bewegt und inwiefern sich angewandte und künstlerische Haltungen treffen oder gegenseitig beeinflussen können. Wie sich Kunst als Beruf realisieren lässt oder als Voraussetzung für anspruchsvolle angewandte Arbeiten wirkt, wird von den eingeladenen ReferentInnen auf sehr unterschiedliche Weise vertreten und soll ein breites Feld von 'Positionen' aufzeigen.
Positionen der Fotografie
Öffentliche Veranstaltungen
Fotografie HF
Positionen der Fotografie mit Haw-lin
Di. 06.03.2012, 14.00–16.00 Uhr
Flurstrasse 89, 8047 Zürich
Haw-lin – Nathan Cowen (*1983, Kailua, Hawaii, USA) und Jacob Klein (*1980, Rheda-Wiedenbrück, DE) leben und arbeiten in Berlin. Die Gestalter bewirtschaften seit 2008 das Online Mood-Board Haw-lin. 2011 gründeten Nathan und Jacob das Design und Research Studio Haw-lin Services.

In ihrem Vortrag sprechen die beiden über ihr Zusammentreffen, den Beginn von Haw-lin und wie sie damit arbeiten. Unter anderem werden sie die Thematik Blogs aufgreifen und über Design, Genre, Copyright und den Einfluss von Blogs auf die zeitgenössische Fotografie sprechen.

Positionen der Fotografie – Wie lässt sich Kunst eigentlich anwenden?

In dieser Vortragsreihe stellen FotografInnen und KünstlerInnen ihre Arbeiten vor und diskutieren im Anschluss Fragen und Kommentare der Studierenden und Gäste. Im Zentrum steht dabei die Frage, in welchen Kontexten sich zeitgenössische Fotografie bewegt und inwiefern sich angewandte und künstlerische Haltungen treffen oder gegenseitig beeinflussen können. Wie sich Kunst als Beruf realisieren lässt oder als Voraussetzung für anspruchsvolle angewandte Arbeiten wirkt, wird von den eingeladenen ReferentInnen auf sehr unterschiedliche Weise vertreten und soll ein breites Feld von «Positionen» aufzeigen.

Der Vortrag wird in Englisch gehalten – Eintritt frei!
Stéphanie Marie Couson, aus der Serie 8 rue Gourjon, Marseille 2004
Positionen der Fotografie
Fotografie HF
Öffentliche Veranstaltungen
Positionen der Fotografie mit Stéphanie Marie Couson
Mo. 31.05.2010, 10.00–12.00 Uhr
Flurstrasse 89, 8047 Zürich, 1. Stock, Raum 109
«Ich blicke in ihre dunklen, warmen Augen und spüre Heimat – und bin so unsäglich dankbar in diesem Augenblick.»

Der Blick einer Frau, der Blick der Fotografin, der Blick des Betrachters, die sich durch verschiedene Fotografien hindurch immer wieder begegnen, ist ein zentrales Thema der Arbeiten von Stéphanie Marie Couson. Auch wenn diese offene Beziehung zum Gegenüber rasch verloren geht, bleiben Fragen nach dem Ich und dem Anderen, nach dem Moment des Dazwischen. Das aktive Erschaffen einer Begegnung, eines intensiven Augenblickes, den es sonst so nicht gegeben hätte, ist ein stetiger Versuch, etwas über die eigene Unmittelbarkeit hinaus zu erfahren.

Diesen kurzen Begegnungen stehen stille Landschaftsfotografien gegenüber, die durch die Abwesenheit des Menschen, diesen selbst in eine andere zeitliche und räumliche Dimension stellen.

Positionen der Fotografie – Wie lässt sich Kunst eigentlich anwenden?

In dieser Vortragsreihe stellen Fotograf_innen und Künstler_innen ihre Arbeiten vor und diskutieren im Anschluss Fragen und Kommentare der Studierenden und Gäste. Im Zentrum steht dabei die Frage, in welchen Kontexten sich zeitgenössische Fotografie bewegt und inwiefern sich angewandte und künstlerische Haltungen treffen oder gegenseitig beeinflussen können. Wie sich Kunst als Beruf realisieren lässt oder als Voraussetzung für anspruchsvolle angewandte Arbeiten wirkt, wird von den eingeladenen ReferentInnen auf sehr unterschiedliche Weise vertreten und soll ein breites Feld von «Positionen» aufzeigen.
Projekt: Biografie 2009, München, LMU Grenzüberschreitungen
Positionen der Fotografie
Öffentliche Veranstaltungen
Fotografie HF
Positionen der Fotografie mit Christiane Fichtner
Mi. 07.04.2010, 10.00–12.00 Uhr
Flurstrasse 89, 1. Stock, Raum 109
Christiane Fichtner – die fiktive Realität der einen wie der anderen.

Dreiundzwanzig Inszenierungen einer Frau, die sich durch verschiedene Fotos hindurch nicht ähnlicher zu werden scheint. Auch wenn diese offene Beziehung zum Anderen und die Bereitwilligkeit, sich dem Anderen ähnlich zu machen, rasch verloren geht, bleiben die Fragen: «Warum bin ich ich und warum nicht du? Warum bin ich hier und warum nicht dort?»

Christiane Fichtner lädt dazu ein, für sie Lebensentwürfe zu schreiben – sie einzukleiden, zu schminken, zu fotografieren – sie zu verändern. Sie gibt Spielregeln vor und macht sich doch gleichzeitig zur Spielfigur der anderen. Drei einfache Angaben (Name, Beruf, Geburtsjahr) formulieren den Rahmen, mit dem Christiane Fichtner Menschen auffordert, ihr einen Lebenslauf auf den Leib zu schreiben. Die fiktiven Texte werden in kollektiver Prozessarbeit mit verschiedenen Teams Vorlage neuer Ich-Konstruktionen. Für den Betrachter der großformatigen Fotografien inklusive Text, ist zunächst jede Biografie glaubhafte Realität. Erst in ihrer Aneinanderreihung verweisen sie auf Identität als vielfach inszenierbare Möglichkeit und enttarnen das Ich als fragwürdiges Moment. Die eindeutige Inszeniertheit und oft auch modische Überzeichnung der Porträts durchkreuzt den Blick fürs Authentische und lenkt ihn statt dessen auf die Musterbildungen, die Typologien – auf das Wiedererkennen von Formen statt dem einer Person.

Alles spielt sich auf der Ebene der Darstellung ab. Hierin ist Fichtners Arbeit der Form des Theaters – der temporären Aufführung von Charakteren – sehr nah. 
Christiane Fichtner lebt und arbeitet in Bremen.
Bild: Christian Schwager
Positionen der Fotografie
Öffentliche Veranstaltungen
Fotografie HF
Positionen der Fotografie mit Christian Schwager
Mo. 14.12.2009, 10.00–12.00 Uhr
Flurstrasse 93, Fotostudio, Ergeschoss
Christian Schwager ist 1966 in Zürich geboren. Nach einer Lehre und verschiedenen Tätigkeiten als Elektroniker, Alphirt und Landschaftsgärtner besuchte er während zwei Jahren die GAF 16 und von 1995 bis 1999 die Fotoklasse der HGK Zürich. Seither arbeitet er als Auftragsfotograf sowie an eigenen Projekten. Seit 1995 lebt er in Winterthur und hat zwei kleine Kinder.

Christian Schwager versteht sich als Dokumentarfotograf, der stets die Grenzen der Dokumentarfotografie auszuloten versucht.

Dokumentarfotografie kann nicht alles zeigen, oft kann die Situation, die Geschichte erst mit dem Titel oder den jeweiligen Legenden erschlossen werde. Ausserdem gibt es verschiedene Lesearten und Konnotationen der dokumentarischen Fotografien. Im dokumentarischen Stil fotografiert er Landschaften und Bauten ohne 'zu zeigen'. So sieht man in Christian Schwagers Bildern keine Panzer, keine Schiessscharten, keine Leichen, keine Minen und auch keinen Sondermüll. Oft greift er in seiner künstlerischen Arbeit zu anderen Medien wie Film und Video, Plänen und Karten. Diese zeigt er zusammen mit Fotografien oder auch ohne in installativen Ausstellungen.

 
Stefan Burger, several suggestions on how to behave in front of a wall ..., 2008
Positionen der Fotografie
Öffentliche Veranstaltungen
Fotografie HF
Positionen der Fotografie mit Stefan Burger
Montag, 19. Oktober 2009, 9.15 - 12.15 Uhr
Flurstrasse 93, Fotostudio, Erdgeschoss
Fragile und poetische, wie auch von Witz und Ironie geprägte Fotografien, Installationen bis hin zu performativen Inszenierungen stehen im Zentrum von Stefan Burgers Schaffen. Fotografien bilden immer mal wieder den Ausgangspunkt seiner Arbeiten. Am Ende des künstlerischen Prozesses sind sie oftmals kaum mehr sichtbar und über Umwege zu Videos, skulpturalen Arbeiten oder Installationen weiterentwickelt. Das Medium Fotografie wird bis an die Grenzen seiner Möglichkeiten und darüber hinaus ausgelotet.

Im Mittelpunkt von Stefan Burgers Werken stehen Fragen nach den Produktions- und Präsentationsbedingungen von Kunst. Selbstreflexiv analysiert er seine Rolle als Künstler im Entstehungsprozess der Arbeiten, thematisiert das Verhältnis von Produzent und Rezipient oder schafft kritische Bezüge zur Kunstgeschichte. Er untersucht damit die Gesetze und Normen künstlerischer Produktion bis hin zu Abnormitäten und Irrwegen, deutet in ihre Richtung und hinterfragt sie.
Positionen der Fotografie
Öffentliche Veranstaltungen
Fotografie HF
Postitionen der Fotografie mit Sabine Troendle
Mi. 06.05.2009, 18.00 Uhr
Flurstrasse 89, Raum 301, 3. Stock
Sabine Troendle, 1971 in Basel geboren, absolvierte die Fotoklasse an der HGKZ, wo sie 2001 diplomierte. Seither arbeitet sie in Zürich als freischaffende Fotografin in den Bereichen Kunst und Auftrag.

Ihre künstlerische Arbeit ist geprägt von einer sehr persönlichen Herangehensweise, oft bestimmt durch den jeweiligen Alltag, in dem sie sich gerade befindet – oder den sie sich zum Zweck einer Arbeit kreiert, sich für eine Weile aneignet und dann wieder verlässt. Der performative Anteil zeigt sich nicht zwingend im Bild, ist aber meist von zentraler Bedeutung für die Entstehung der Arbeiten. Sabine Troendle stellt regelmässig im In- und Ausland aus.

Positionen der Fotografie - Wie lässt sich Kunst eigentlich anwenden?
In dieser Vortragsreihe stellen FotografInnen und KünstlerInnen ihre Arbeiten vor und diskutieren im Anschluss Fragen und Kommentare der Studierenden und Gäste. Im Zentrum steht dabei die Frage, in welchen Kontexten sich zeitgenössische Fotografie bewegt und inwiefern sich angewandte und künstlerische Haltungen treffen oder gegenseitig beeinflussen können.

Wie sich Kunst als Beruf realisieren lässt oder als Voraussetzung für anspruchsvolle angewandte Arbeiten wirkt, wird von den eingeladenen ReferentInnen auf sehr unterschiedliche Weise vertreten und soll ein breites Feld von 'Positionen' aufzeigen.
 
Bilder: Felix Streuli
Positionen der Fotografie
Öffentliche Veranstaltungen
Fotografie HF
Positionen der Fotografie mit Felix Streuli
Mi. 15.10.2008, 18.00 Uhr
Flurstrasse 93, Fotostudio, Erdgeschoss
Zwischen Kommerz und Kunst: Der Fotograf Felix Streuli spricht im Rahmen der Vortragsreihe Positionen der Fotografie über seine Arbeit. 

Seit vielen Jahren arbeitet der Felix Streuli vor allem für die Werbung. Anhand seines Portfolios gibt er einen Einblick in seine aktuelle Arbeit und erzählt, wie man zu Aufträgen kommt, wie sie abgewickelt werden und wie man in der Auftragsfotografie mit den Vorgaben bzw. den Freiheiten umgeht.

Mit dem gelernten Handwerk und vor allem mit der sich im Laufe der Jahre entwickelten Formensprache wendet er sich nun vermehrt eigenen Themen zu. So entstanden in losen Abständen parallel zur Auftragsfotografie zahlreiche freie Arbeiten, die er im zweiten Teil des Vortrages zeigt.

In der Vortragsreihe Positionen der Fotografie – Wie lässt sich Kunst eigentlich anwenden? stellen Fotograf_innen und Künstler_innen ihre Arbeiten vor und diskutieren im Anschluss Fragen und Kommentare der Studierenden und Gäste. Im Zentrum steht dabei die Frage, in welchen Kontexten sich zeitgenössische Fotografie bewegt und inwiefern sich angewandte und künstlerische Haltungen treffen oder gegenseitig beeinflussen können.
Positionen der Fotografie
Öffentliche Veranstaltungen
Fotografie HF
Positionen der Fotografie mit Melanie Hofmann
Mi. 09.05.2007, 18.00 Uhr
Flurstrasse 89, Erdgeschoss, Raum E01
Melanie Hofmann (*1974) fotografiert seit rund 10 Jahren die Familie ihrer südafrikanischen Mutter sowie ihr persönliches Umfeld in Kapstadt, wo sie seit Anfang 2004 lebt und das sie zuvor regelmässig besucht hatte. 

Im Zentrum ihrer Arbeit stehen die so genannten Coloureds, die Klasse der Mischlinge, die sich während den Jahrzehnten der Apartheid zwar am Wertesystem der regierenden weissen Minderheit orientierte, aber dennoch nicht an deren Privilegien teilhaben konnte, und deren heutige Alltagskultur von widersprüchlichen Einflüssen und Referenzen geprägt ist. Die Arbeit wurde in diversen Ausstellungen, Künstlerbüchern und Magazinen publiziert und mehrfach mit Werkstipendien – zuletzt mit den Eidgenössischen Förderpreis für Design 2006 – ausgezeichnet. Ausserhalb ihrer kritisch-dokumentarischen Arbeit ist Melanie Hofmann als freischaffende Fotografin für Auftraggeber wie Vitra, Universal Music, Das Magazin, Annabelle, Avenir Suisse, JRP Ringier und das Bundesamt für Kultur tätig.

Positionen der Fotografie - Wie lässt sich Kunst eigentlich anwenden?

In dieser Vortragsreihe stellen FotografInnen und KünstlerInnen ihre Arbeiten vor und diskutieren im Anschluss Fragen und Kommentare der Studierenden und Gäste. Im Zentrum steht dabei die Frage, in welchen Kontexten sich zeitgenössische Fotografie bewegt und inwiefern sich angewandte und kritrische Haltungen treffen oder gegenseitig beeinflussen können. Wie sich Kunst als Beruf realisieren lässt oder als Voraussetzung für anspruchsvolle angewandte Arbeiten wirkt, wird von den eingeladenen ReferentInnen auf sehr unterschiedliche Weise vertreten und soll ein breites Feld von Positionen aufzeigen.