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Öffentliche Veranstaltungen
Gestalterischer Vorkurs Fotografie HF Kunst HF
Summer of Suspense
26.05.–30.08.2020
Kunsthalle Zürich, Limmatstrasse 270, 8005 Zürich

Der «Sommer des Zögerns» ist – wie die letzten Tage und Wochen – ein Experiment in komischer Gemeinsamkeit. Über sieben Wochen bauen 42 Künstler*innen aus Zürich eine Ausstellung in der Kunsthalle Zürich auf, die sich fortlaufend verändert und zusammenfügt. Drei Mal wöchentlich, immer dienstags, donnerstags und samstags, treffen zwei Künstler*innen in der Kunsthalle ein, installieren ihr Werk oder präsentieren eine Performance. An diesen Tagen stossen wir immer um 18 Uhr darauf an, für alle, die Lust haben vorbeizukommen. Ab dem 12. Juli bis 30. August sind alle 42 Werke zu sehen, bevor der Spätsommer beginnt und womöglich ein neues Lebensgefühl.

Zwischen 26. Mai und 12. Juli 2020 findet immer dienstags, donnerstags und samstags um 18.00 Uhr ein Opening oder Nopening statt.

Mit Sitara Abuzar Ghaznawi, Mitchell Anderson, Sabian Baumann (F+F Dozent*in), Ruedi Bechtler, Stefan Burger, Francesco Cagnin, Lara Dâmaso, Andreas Dobler (F+F Dozent), Nina Emge, Peter Fischli, Gabriele Garavaglia, Jasmine Gregory, Tim Häsler, Nic Hess, Shamiran Istifan, Yannic Joray, Ivana Kojic, Nils Amadeus Lange, Lorenza Longhi, Martina Mächler, Dominic Michel, Manutcher Milani, Agnes Moraux, Caterina de Nicola, Caro Niederer, Nusser Glazova, Walter Pfeiffer (F+F Dozent), Sam Porritt, Jack Pryce, Q Library, Pamela Rosenkranz, Lionne Saluz, Thomas Sauter, Klaudia Schifferle, Bea Schlingelhoff, Linda Semadeni, Shirana Shahbazi, Elza Sile, Loredana Sperini, Linus Stiefel, Juliette Uzor, Agnès Wyler, Jiajia Zhang kuratiert von Daniel Baumann und Matthew Hanson.

Arbeiten aus Vertiefung Typografie, 2005
Vorträge
Öffentliche Veranstaltungen
Visuelle Gestaltung HF
Die Oper im Bild und Text
Ausstellung
08.12.–15.12.2005
Flurstrasse 89, Zürich
Resultate der Lehrveranstaltungen bei K.D. Geissbühler, für die Inszenierung des Stückes von Benjamin Britten Peter Grimes.

Plakatentwürfe von Ruth Held, K.D. Geissbühler, Benjamin Rauber, Franka Grosse, Elektrosmog, Jimmy Schmid, Walter Pfeiffer.
Mitteilungen
Und noch mehr Walter Pfeiffer
09.03.2011
Modefotografien von Starfotograf und F+F-Dozent Walter Pfeiffer gibt es in «Karlie Kloss - AnOther Magazine - Spring/Summer 2011» auf bytemodels.com zu sehen.
Walter Pfeiffer, Untitled, 2008, C-Print, Ed. of 5
60 x 40 cm / 23 5/8 x 15 3/4 inch
framed 73 x 52 cm / 28 3/4 x 20 1/2 inch
Mitteilungen
Öffentliche Veranstaltungen
Walter Pfeiffer bei Bob van Orsouw
25.09.–06.11.2010
Galierie Bob van Orsouw, Albisriederstrasse 199A, 8047 Zürich
Unser langjähriger Dozent Walter Pfeiffer stellt in der Galerie Bob van Orsouw an der neuen temporären Adresse der Hubertus Exhibitions aus. Gleichzeitig werden Bilder von Paul Morrison und Peter Kamm ausgestellt.


 
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Öffentliche Veranstaltungen
Walter Pfeiffer in München
21.10.–24.11.2011
Galerie Sabine Knust, Ludwigstrasse 7, 80539 München, Deutschland
Der F+F-Dozent Walter Pfeiffer zeigt Arbeiten in München in der Galerie Sabine Knust.
F+F Film & Video

F+F Film & Video
Zwölf Stunden Spielfilme, Kunstvideos, Performances, Videoexperimente und Dokumentarfilme an der F+F – von Georg Radanowicz bis Bianca Gadola, von 1969 bis 2021, ausgewählt vom Studiengang Film HF und der online Archiv-Ausstellung F+F 1971 – ein Projekt der Zürcher Hochschule der Künste in Zusammenarbeit mit der F+F Schule für Kunst und Design.

Tickets hier reservieren

20. November 2021
12.00–24.00 Uhr

Kino Xenix, Kanzleistrasse 56, 8004 Zürich

12.00 Uhr – Move
Einzigartige Einblicke in den Unterricht der F+F-Klasse 1969 und in die F+F-Schule der Gründungsjahre von Doris und Serge Stauffer. Provozierende Performances der Achtzigerjahre im Unterricht. Experimentelle Videos und Kurzfilme von den Studiengängen Film und Kunst sowie vom Vorkurs – von den Anfängen bis heute.

14.00 Uhr – War & Crime
Verbrechen ist ein Kernthema der F+F mit den Werken von Hannes Baumgartner (2007), 2017 ist es Marie-Anne Hafner, 2018 O’Neil Bürgi, 2019 Hamed Abdalla und 2020 Maria Beierbach. Dazwischen: ein Interview von 1985 mit einem RAF-Aktivisten von der Künstlergruppe Bataks und Hermann Bohmert. Die Arbeiten? Ein Reigen des Abgründigen!

16.00 Uhr – Musik & Sounds
Wenn ein Luftballon am Auspuff aufgeblasen wird, bis es knallt (René Fahrni, 2007), eine Schweigeminute gezeigt wird (Thylacine (Düblin/Hachen), 2007) oder ein Glas Wasser die Farbe eines Hagebuttenteebeutels aufnimmt, wird Sound ernst genommen. Musikvideos zu Hiphop und für The Young Gods lockern die Stimmung wieder auf – ebenso ein Bericht von Jessie Fischer von 1997.

18.00 Uhr – Körper
Die F+F überrascht mit ihrer körperlichen Videokunst, hier mit Beiträgen von Giuliano Vece, JOKO connected und Lukas Bardill. Das «Hand»-Video von Serge Stauffer (1977) zeigt, wie die F+F tickt. Körperlichkeit wird kritisch thematisiert bei Pia von Allmen (2004), Judith Weidmann (2016) und Nina Kovacs (2020) und ist Gegenstand in Filmen von Maude Gobet (2017), Diana Frei (2018) und seit Anfang der Achtzigerjahre bei Walter Pfeiffer.

20.00 Uhr – Revolution & Aktivismus
Wie können wir politisch aktiv sein? Maurice Maggi erzählt es im Film von Alexander Boëthius (2012). Ein böser Kommentar auf die Achtziger-Bewegung bei ZÜRI GLITZERT von Pino-Max Wegmüller (2013). Wilhelm Schlatter porträtiert die Künstlerin Charlotte (2008), und Silvia Popp stellt Napolioné vor (2008) – beides mit queerem Blick. 1992 beteiligte sich die F+F an einem europaweiten interaktiven TV-Projekt für die Documenta in Kassel.

22.00 Uhr – Illusion & Poesie
Das Verspielte und Exzentrische der frühen F+F wird gut sichtbar in den Animationen zu den Filmkursen von 1972 bei Georg Radanowicz. Das Dandyeske der Achtzigerjahre zeigt sich in den Ausschnitten des unveröffentlichten DÄMONEN von Bataks 1985. Die Vorkursvideos von 1996 und 1997 sind kindlich-verspielt. Bis heute spielen Lug und Trug die Hauptrolle in dieser Kategorie.

Die Platzzahl im Kino Xenix ist beschränkt; es gilt die Zertifikatspflicht.

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Öffentliche Veranstaltungen
Fotografie HF
Forum Vebikus
mit Walter Pfeiffer
Vernissage
18.11.2006 ab 17.00 Uhr
Öffnungszeiten
Do. 18.00–20.00 Uhr
Fr.–So. 12.00–16.00 Uhr
Kulturzentrum Kammgarn, Baumgartenstrasse 19, 8200 Schaffhausen
Kampagne Mode Suisse 20, fotografiert von Walter Pfeiffer
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Modedesign HF
Modedesign HF @ Mode Suisse Edition 20
30.08.2021
18.30 und 20.30 Uhr
Halle D, Hohlstrasse 400, 8048 Zürich
Mode Suisse feiert am 30. August 2021 in der Halle D in Zürich-Altstetten mit den jüngsten Kollektionen erlesener Modelabels ihre Jubiläumsedition 20. Mit Verve fördert Mode Suisse seit über zehn Jahren Schweizer Modedesign. Ein Grund zu feiern – besonders in unserem eigenen Jubiläumsjahr – so freuen wir uns sehr mit drei Arbeiten des Studiengangs Modedesign mit dabei zu sein.

Das Line-up besteht aus amorphose, F+F Modedesign Zürich mit Besime Sasivari, VNIC Leonardo, Vladislav Rüegger, MOURJJAN x Ginny Litscher, Nina Yuun x Leonie Risch, NOMADISSEM, LIDA NOBA, Luca Xavier Tanner (Showroom only), Volans x SOL SOL ITO, HEAD – Genève mit Sarah Bounab, Céline Schmid, Lou Chartres (Showroom only) und Jacqueline Loekito x Tobias Gutmann.

Nicht nur auf dem Runway, sondern auch hinter den Kulissen kehren für die 20. Edition Mode Suisse Weggefährt:innen zurück: Unter dem Motto enSoie loves Mode Suisse forever wird das Traditionslabel das Team mit eigens für den Backstage-Bereich entworfener Kleidung ausstaffieren. Wobei auch MOURJJAN mit Vanto spezielle Hemden und Accessoires für die Bartenders von Grand Marnier kreiert haben.

Kein Geringerer als Walter Pfeiffer (F+F Dozent) wurde für die Mode Suisse Edition 20 Kampagne eingespannt und hat zusammen mit dem Mode Suisse Team exklusiven Inhalt fotografiert. So bunt und strahlend die Kampagne ist, so lebhaft und familiär steht die Jubiläumsedition 20 im Zeichen der Freundschaft und des Füreinanders.
Foto: Walter Pfeiffer 2011
Vernissage "It's a Family Affair" am 4. April 2011
Montag, 4. April 2011, 16.30 Uhr
F+F Schule für Kunst und Mediendesign, Foyer
Die Ausstellung des Studiengangs Fotografie zeigt das Resultat eines Projekts, in dem die Studierenden sich mit ihren Angehörigen, Freunden oder Verwandten beschäftigten und diese in ihrem Alltag, ihrer nächsten Umgebung oder in ungewöhnlichen Situationen fotografierten. Durch genaue Beobachtung schärften die Studierenden ihr Stilgefühl und experimentierten mit Formen der Inszenierung.

Das Projekt wurde vom berühmten Fotografen und F+F-Dozenten Walter Pfeiffer geleitet.

Folgende F+F-Studierende haben teilgenommen: Yanina Biedermann, Chloé Bourgogne, Mario Egger, Sebastian Heeb, Roger Hofstetter, Dijan Kahrimanovic, Lucy Marthaler, Cedric Merkli, David Suter, Oliver Sutter und Tatjana Wasieloski.

Vernissage: Montag, 4. April 2011, 16.30 Uhr, Foyer
Ausstellung: 5. bis 8. April 2011
F+F Schule für Kunst und Mediendesign
Flurstrasse 89
8047 Zürich

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Öffentliche Veranstaltungen
Tom Burr / Walter Pfeiffer
14.11.2007–19.01.2008
Swiss institute, 38 St Marks Pl, New York

The Swiss Institute präsentiert die erste gemeinsame Ausstellung von Tom Burr und Walter Pfeiffer. Obwohl beide von unterschiedlichen kulturellen Hintergründen und Medien kommen, gelten beide als wichtige Figuren in der Kunstwelt, welche die jüngeren Generationen kontinuierlich beeinflussen.

Kuratiert von Florence Derieux und Gianni Jetzer.
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Öffentliche Veranstaltungen
Das Glück im richtigen Moment
23.01.2014
Walter Pfeiffer gehört zu den international gefragten Künstler, seine Bilder zwischen Spontanität und Inszeniertheit, klassischer Coolness barockartiger Verspieltheit zeugen vor allem von einem: Einer grossen Liebe zum Leben und seiner unermüdlichen Suche nach der Schönheit im Augenblick.
Samuel Trümpy, 2019
Vorträge
Öffentliche Veranstaltungen
Fotografie HF
Vive la nature morte!
Magazin Launch
Mi. 08. Mai 2019, 17.30–20.00 Uhr
F+F, Flurstrasse 89, 8047 Zürich, 3. Stock, F89-304
Im Stillleben-Projekt Vive la nature morte! des Fotografen Walter Pfeiffer haben sich die Studierenden des Studiengangs Fotografie mit der Inszenierung von nachhaltigen Designprodukten auseinandergesetzt. Die Objekte wurden ihnen vom Magazin SI GRUEN zur Verfügung gestellt. Eine Auswahl der entstandenen Fotografien wird als Bildstrecke in der Mai-Ausgabe des Magazins publiziert.

In zwei Begleitseminaren haben die Studierenden ihre Bilder von den digitalen Daten bis zu druckfertigen Vorlagen bearbeitet. Im ersten Seminar haben sie unter der Leitung von Franco Bonaventura eigene Layouts entwickelt. Der Feinschliff an den digitalen Bildern und die Produktion von Proofs für das Magazin standen im zweiten Seminar, das Remo Süsstrunk leitete, im Zentrum des Geschehens.

Auf den Abschluss des Projekts und die gelungene Kooperation möchten wir anstossen. An der Vernissage präsentieren wir die Mai-Ausgabe von SI GRUEN sowie die Broschüren mit den Layouts der Studierenden.

Eintritt frei!
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Öffentliche Veranstaltungen
Präzise Schnappschüsse
Berner Museumsnacht
Fr. 16.03.2012, 18.00–02.00 Uhr
Grand Palais, Thunstrasse 3, 3005 Bern
Der Künstler Walter Pfeiffer (1946/CH) nähert sich seinen Bildern mit nicht nachlassen wollender Neugier und Offenheit. Für das Grand Palais in Bern realisiert er nun die Installation «Cocktails & Dreams», bestehend aus verschiedenen Filmsequenzen die exklusiv für das Grand Palais eingefangen wurden. Neun Projektoren projizieren die sorgfältig komponierten und inszenierten Bildfolgen und verdichten diese zu einem flirrenden, raumfüllenden Lustspiel.
Bild: Walter Pfeiffer
Walter Pfeiffer: Fliegender Wechsel
Do. 25.06.2020 von 18–20.00 Uhr
Tableau Zurich, Stadelhofertrasse 28, 8001 Zürich
Future Perfect entstand aus der Er­kenntnis, wie drastisch sich unsere Vorstellung von Zukunft in den letzten Jahren verändert hat. Von einer aufregenden ­Imagination zur nüchternen Realisation, dass wir uns mitten in einer Ära des ­Artensterbens befinden, in der es für den Menschen vor allem darum geht, die Konsequenz der Versäumnisse zu ignorieren oder hinauszuzögern, um kurzfristig die eigene Behaglichkeit zu sichern. Das Projekt ist der Versuch, Bilder zu machen, die in einer eigenen Sprache über die ­Zukunft nachdenken. Es ist die Suche nach Spuren der Zukunft, die sich überall in unserer Gegenwart finden und – teilweise noch – modifizieren lassen: TABLEAU ZURICH – Public Art Space.
Fotografie: Gaudenz Metzger
Vorträge
Öffentliche Veranstaltungen
Fotografie HF
Strike a Pose!
Vernissage
31.03.2005, 18.00 Uhr
Ausstellung
01.–07.04.2005
Flurstrasse 89, 8047 Zürich, Erdgeschoss
Studierende des Studiengangs Fotografie präsentieren ihre Arbeiten, die im Rahmen des Fotoprojekts Strike a Pose! unter der Leitung von Walter Pfeiffer entstanden sind. 

Thema der Lehrveranstaltung war die Darstellung des Menschen mit dem Mittel der fotografischen Inszenierung und die Konstellation von Modell, Kamera und Raum.
Mitteilungen
Öffentliche Veranstaltungen
Selection of recent photographs: Walter Pfeiffer
07.09.–12.10.2013
SULTANA, 12 Rue des Arquebusiers, 75003 Paris, Frankreich
Ausstellung vom 7. September bis 12. Oktober 2013, Vernissage am Samstag, 7. September von 16.00–21.00 Uhr.
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Öffentliche Veranstaltungen
Transformer: Aspects of Travesty
13.12.2013–28.02.2014
Richard Saltoun, 111 Great Titchfield Street, London W1W 6RY
On the 40th anniversary of «Transformer: Aspects of Travesty» - a groundbreaking show curated by Jean-Christophe Ammann in 1974 - Richard Saltoun Gallery announces a re-staging that will reunite all the artists in London. This is the first such reunion to commemorate the exhibition, which deals with the aesthetics of desire and sexuality through travesty and drag performance.

Transformer will include works from all the artists featured in the original exhibition:

Luciano Castelli, Jürgen Klauke, Urs Lüthi, Pierre Molinier, Tony Morgan, Luigi Ontani, Walter Pfeiffer, Andrew Sherwood, Katharina Sieverding, Werner Alex Meyer (alias Alex Silber), The Cockettes and Andy Warhol.
Walter Pfeiffer – seit den Anfängen dabei, Foto: Walter Pfeiffer, 2021
Zeitzeug:innen
«Manchmal habe ich richtig Sehnsucht»
Walter Pfeiffer war schon immer Künstler. Vielleicht hatte dies die Kunst aber eher bemerkt als er selbst. Der Kunstunterricht in der allerersten Gründungsklasse für Farbe und Form – damals noch an der Kunstgewerbeschule Zürich, aber schon mit denselben Dozierenden wie später an der F+F – sollte seine Welt auf den Kopf stellen.

«Wenn die Studis heute an die Schule kommen, können sie schon alles! Ich wusste damals nichts von Duchamp und Andy. Ich lernte alles an der Schule. Und realisierte erst dort, dass es noch andere Kreative gibt, ähnlich getrieben wie ich.»

An seine eigene Ausbildung beim Künstler Hansjörg Mattmüller erinnert er sich gern. Die Klasse hob sich ab von der restlichen Schule: «Dort war alles so grau und wir waren so farbig», sagt Walter Pfeiffer, «manchmal habe ich richtig Sehnsucht. Ich vermisse die Leute, die ehemalige Bibliothek.» Der Kunstunterricht hat ihm damals eine neue Welt eröffnet, eine zähe Welt, die ihn nur langsam reingelassen hat und nun nicht mehr loslässt.

Bevor ihn die Kunst an sich band, machte Pfeiffer die Ausbildung bei der EPA. Die Arbeit im Kaufhaus lehrte ihn nicht nur das Handwerk als Dekorateur, sondern bot ihm auch eine Lebensschule: Die stichelnden Intrigen unter den Kolleginnen seien keine schlechte Vorbereitung gewesen auf die Strippenziehereien in der Kunstwelt und in der Modeindustrie, denen er Jahre später als Fotograf begegnen sollte.

Walter Pfeiffer redet angeregt, seine Gedanken springen oft schneller als die Zunge. Er lenkt das Gespräch durch Zeiten und Begegnungen, streut im Vorbeigehen seine Bonmots wie: «Mich fasziniert der Schein, die Realität interessiert mich nicht.» Oder: «Ich gehe immer vom Schlimmsten aus, in der Hoffnung, dass es so schlimm gar nicht kommen kann.» Das Anekdotische ist nicht verwirrend gemeint, sondern eine Einladung, ihm zu folgen.

Die intensive Freundschaft zu seinem damaligen Lehrer und Schulleiter Hansjörg Mattmüller führte Walter Pfeiffer in den 70er Jahren an die neue Gestaltungsschule F+F, die sich 1971 als Gegenentwurf abgespalten hatte von der staatlichen, steif geratenen Kunstgewerbeschule. Hier sollte er nun unter dem Titel Inspiration zeichnen unterrichten. Eine didaktische Ausbildung sollte nicht fehlen, denn – der Walti könne ja so gut mit Menschen – so lockte Mattmüller. Und man mag es ihm glauben, dass kein anderer die Ideen so hätte sprudeln lassen können. Der Blick zurück klingt nicht verklärt: «Es war ein Brotjob. Der Lohn reichte gerade für mich und die Katzen.» Die F+F hat wilde Zeiten erlebt, sie war – und ist – aber auch immer ein Ort, an dem man die Kunst ernst nimmt.

Zunächst war die Fotografie für Walter Pfeiffer Mittel zum Zweck, eine Hilfestellung für seine Zeichnungen. Das angeborene Zittern in der Hand liess ihn den harten Blitz als Stilmittel entdecken. Den Blick für den Moment und das Schöne, das Sinnliche und das Lustvolle, den hat er zeichnend wie fotografierend, damals wie heute. Doch erst nach zähen «Lehr und Wanderjahren», mehreren veröffentlichten Büchern wie Welcome Aboard. Photographs 1980–2000 sowie die Ausstellung In Love With Beauty im Fotomuseum Winterthur 2008, entdeckte ihn die Modeindustrie. Plötzlich war er gefragt bei den grossen Namen.

«Für ein Shooting schickte mir ID Magazine die tollsten und teuersten Stücke von London nach Zürich. Ich inszenierte sie mit meinen Studis an der F+F.» Walter Pfeiffer fotografiert für die Vogue und Dior. Und unterrichtet an der F+F – inzwischen Fotografie.

Mit den Studierenden erwandert er die Schweiz mit dem Fotoapparat, er begleitet Projekte und Publikationen. Was er dem Nachwuchs mitgeben will? «Nicht zu fest an die Karriere denken. Durchhaltevermögen, Pünktlichkeit. Humor, Leidenschaft und Offenheit.» Wie er es geschafft hat? «Schicksal, Glück und ein Blick für Gelegenheiten.» Das ist die kurze Antwort. Ausserdem müsse man es aushalten können, eines «aufs Dach» zubekommen. Erfolg ist harte Arbeit – und Walter Pfeiffer ist ein Workaholic. Er erzählt das alles in der Pause zwischen zwei Aufträgen. «In einem Alter, in dem andere längst die Pension geniessen», schimpft er, aber den Ärger nimmt man dem Arbeitsverfallenen so ganz nicht ab.

Text: Anna Raymann
Walter Pfeiffer, ohne Titel, 1998
Mitteilungen
Walter Pfeiffer Werkschau 1970–2004
22.04.–11.07.2004
Centre Culturel Suisse Paris
Das Centre Culturel Suisse Paris präsentiert die erste Retrospektive von Walter Pfeiffer.

Im Zentrum stehen seine Porträts von jungen Männern, die Walter Pfeiffer anfangs der 80er-Jahre in den Strassen von Paris, Mailand und Zürich fotografiert hat. Nebst Polaroids aus den 70ern sowie Videoarbeiten werden neue Arbeiten von 2004 gezeigt. Zur Ausstellung erscheint eine Neuauflage des vergriffenen Buches Walter Pfeiffer 1970–1980.

Walter Pfeiffer *1946, lebt und arbeitet in Zürich, ist als Dozent für Fotografie, Szenisches Gestalten und Zeichnen an der F+F tätig.
 
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Öffentliche Veranstaltungen
Zwischenlager
11.02.–10.04.2011
Helmhaus Zürich, Limmatquai 31, 8001 Zürich
Die seit Herbst 2006 von der Kommission Bildende Kunst angeregten Ankäufe der Stadt Zürich - kuratiert von Ian Anüll und F+F-Stv. Rektor Andreas Vogel werden unter dem Titel «Zwischenlager» als Gesamtschau auf Zeit im Helmhaus Zürich gezeigt.

Unter den 72 vertretenen Werken sind zahlreiche aktuelle und ehemalige F+F-Dozierende und -Studierende:
Luigi Archetti, Stefan BurgerAndreas Dobler, Federica Gärtner, Clare Goodwin, Marianne Halter, Patrick Hari, Daniel Robert Hunziker, Cat Tuong Nguyen, Walter Pfeiffer, Peter Tillessen, Costa Vece und Raffael Waldner.