Mitteilungen
Walter Pfeiffer im Interview mit The New York Times Style Magazine
09.03.2011
Der Starfotograf und F+F-Dozent Walter Pfeiffer hat für The New York Times Style Magazine die Fashion Story «A Flirt In a Skirt» geschossen. Anlässlich dieser Fashion Story hat The New York Times Style Magazine auch ein Exklusivinterview mit Walter Pfeiffer geführt.
F+F Festival

F+F Festival
Zum Anlass des 50-jährigen Jubiläums der F+F Schule für Kunst und Design findet im Migros Museum ein Festival zu alternativen Kunst- und Designausbildungen mit Workshops zu Radical Education in Kunst und Design statt.

In Zusammenarbeit mit dem Migros Museum für Gegenwartskunst und dem Projekt F+F 1971 der Zürcher Hochschule der Künste findet ein Festival statt, welches die pädagogischen Grundsätze um das Thema «Radical Education» aufnimmt und weiterentwickelt. Eingeladen sind Künstler:innen, die in ihrer Praxis eine experimentelle Lehre verfolgen. Sie führen Dialoge mit selbstorganisierten Gruppen von Student:innen und lancieren basisdemokratische Studienprogramme. Sie betrachten den Schulunterricht stets mit kritischen Augen. Im Mittelpunkt des Festivals steht das kollektive Verlernen oder Lernen. In Workshops, Lesegruppen und öffentlichen Brainstormings, an Filmscreenings, Spaziergängen und anderen Anlässen steht die Auseinandersetzung mit selbstorganisierten Handlungsräumen für Kulturaktivist:innen im Zentrum.

Eintritt kostenlos mit online gebuchtem Ticket!

Programm Donnerstag, 23.09.2021

10.00–11.30 Uhr
Louise Ashcroft, Workshop: How to become a performance artist in 1 hour, via Zoom
Tickets hier

16.00–20.00 Uhr
Justament Künstlerinnen-Kollektiv: Ephemeres Intervenieren, Banner-Workshop, Rampe Löwenbräukunst
Tickets hier.

17.00–18.00 Uhr
Migros Museum: Führung durch die Ausstellungen mit Jordis Fellmann, Ausstellung Migros Museum
Tickets hier.

18.00 Uhr
Begrüssung zum Festival, Tasnim Baghdadi, Christoph Lang, Michael Hiltbrunner, Veranstaltungsraum Migros Museum

18.00–20.00 Uhr
Justament Künstlerinnen-Kollektiv: Ephemeres Intervenieren, Banner-Workshop, Rampe Löwenbräukunst
Tickets hier:

18.15–20.00 Uhr
Pecha Kucha mit Monika Dillier, Mike Hentz, Peter Jenny, Mélanie Moser, Ursula Palla, Walter Pfeiffer, Katrin Murbach, Kira van Eijsden und Anika Vrolijk, die F+F jetzt und damals, Veranstaltungsraum Migros Museum
Tickets hier. Youtube-Streaming.

19.00–20.00 Uhr
Stalker (Franceso Careri, Rom), Peter Lang, Patrick Düblin, Gespräch:  Learning from Italy, Radical Education in Architecture since 1971, ABC-Raum
Tickets hier.

20.00 Uhr
Bar auf der Rampe Löwenbräukunst

Programm Freitag, 24.09.2021

9.00–12.00 Uhr
Franz Krähenbühl und Mirjam Bayerdörfer, Workshop: Wie sieht die Schule aus, die uns weiterträgt?, ABC Raum
Tickets hier.

10.00–14.00 Uhr
Franceso Careri (Stalker), Peter Lang, Patrick Düblin, Stalking Züri: Spaziergang ins Ungewisse, Treffpunkt Rampe Löwenbräukunst und anschliessend Walk
Tickets hier.

11.00–12.00 Uhr
Mike Hentz, Johanna Müller, Riccarda Naef, Workshop: Erfahrungsaustausch Klausur, Veranstaltungsraum Migros Museum
Tickets hier.

13.30–15.30 Uhr
Justament Künstlerinnen-Kollektiv: Ephemeres Intervenieren, Banner-Workshop, Rampe Löwenbräukunst
Tickets hier.

14.00–15.00 Uhr
Michael Birchall, Lecture: Curating, Learning and Co-creation inside the gallery, Veranstaltungsraum Migros Museum
Tickets hier. Youtube-Streaming.

14.00–17.00 Uhr
Franz Krähenbühl und Mirjam Bayerdörfer, Workshop: Wie sieht die Schule aus, die uns weiterträgt?, ABC Raum
Tickets hier

16.00–17.00 Uhr
Daniel Hertli, Filmvorführung, F+F Filme 1971-2021, Veranstaltungsraum Migros Museum
Tickets hier. Youtube-Streaming.

16.00–18.00 Uhr
Peter Spillmann, Workshop: Co-Habitation Lab, Treffpunkt Rampe Löwenbräukunst anschliessend Walk
Tickets hier.

16.00–18.00 Uhr
Ying Que and via Zoom Annette Krauss (Casco Art Institute, Utrecht), Workshop: Unlearning Exercises, Vermittlungsraum Migros Museum
Tickets hier.

17.00–18.00 Uhr
Piero Golia (MSA^, Los Angeles), Introduction into the Mountain School of Arts MSA^, via Zoom
Tickets hier.

18.00 Uhr
Bar auf der Rampe Löwenbräukunst

Das Festival findet im Migros Museum für Gegenwartskunst, Limmatstrasse 270, 8005 Zürich statt. Die Platzzahl für die Workshops ist beschränkt, die Teilnahme kostenlos. Für die Teilnahme (und den Zutritt zum Migros Museum) ist ein gültiges Covid-Zertifikat nötig. Einzelne Programmteile werden auf Youtube gestreamt. Einzelne Veranstaltungen werden zeichnend von Karoline Schreiber begleitet. 

F+F Fest
Mit 18 sei man:frau volljährig, irgendwann später erwachsen, aber mit 50 ist man:frau definitiv etabliert und bereit für die nächsten Jahrzehnte. Die F+F lädt ein zum verdienten Jubiläumsfest und feiert 50 Jahre Bestehen. Kulinarik von der F+F Kantine, Cocktailbar, Open Air-Konzerte, Tanzmusik, Gäste, Prominenz, Freund:innen und Fieles mehr – feiern wir das Fest nächstes Jahr zum Abschluss des Jubiläums am 23. Juli 2022.

Mitteilungen
Und noch mehr Walter Pfeiffer
09.03.2011
Modefotografien von Starfotograf und F+F-Dozent Walter Pfeiffer gibt es in «Karlie Kloss - AnOther Magazine - Spring/Summer 2011» auf bytemodels.com zu sehen.


Walter Pfeiffer, Untitled 1974 (2011), Color Lambda print, 40x60 cm, 1/5

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Öffentliche Veranstaltungen
Paris Photo Art Fair – Walter Pfeiffer
10.–13.11.2011
Paris Photo, Grand Palais, 3 Avenue du Général Eisenhower, 75008 Paris, Frankreich, Stand B19
Walter Pfeiffers Arbeiten werden im Rahmen der Paris Photo Art Fair von der Galerie Sultana ausgestellt.
 
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Öffentliche Veranstaltungen
Das Glück im richtigen Moment
23.01.2014
Walter Pfeiffer gehört zu den international gefragten Künstler, seine Bilder zwischen Spontanität und Inszeniertheit, klassischer Coolness barockartiger Verspieltheit zeugen vor allem von einem: Einer grossen Liebe zum Leben und seiner unermüdlichen Suche nach der Schönheit im Augenblick.
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Öffentliche Veranstaltungen
Gestalterischer Vorkurs Fotografie HF Kunst HF
Summer of Suspense
26.05.–30.08.2020
Kunsthalle Zürich, Limmatstrasse 270, 8005 Zürich

Der «Sommer des Zögerns» ist – wie die letzten Tage und Wochen – ein Experiment in komischer Gemeinsamkeit. Über sieben Wochen bauen 42 Künstler*innen aus Zürich eine Ausstellung in der Kunsthalle Zürich auf, die sich fortlaufend verändert und zusammenfügt. Drei Mal wöchentlich, immer dienstags, donnerstags und samstags, treffen zwei Künstler*innen in der Kunsthalle ein, installieren ihr Werk oder präsentieren eine Performance. An diesen Tagen stossen wir immer um 18 Uhr darauf an, für alle, die Lust haben vorbeizukommen. Ab dem 12. Juli bis 30. August sind alle 42 Werke zu sehen, bevor der Spätsommer beginnt und womöglich ein neues Lebensgefühl.

Zwischen 26. Mai und 12. Juli 2020 findet immer dienstags, donnerstags und samstags um 18.00 Uhr ein Opening oder Nopening statt.

Mit Sitara Abuzar Ghaznawi, Mitchell Anderson, Sabian Baumann (F+F Dozent*in), Ruedi Bechtler, Stefan Burger, Francesco Cagnin, Lara Dâmaso, Andreas Dobler (F+F Dozent), Nina Emge, Peter Fischli, Gabriele Garavaglia, Jasmine Gregory, Tim Häsler, Nic Hess, Shamiran Istifan, Yannic Joray, Ivana Kojic, Nils Amadeus Lange, Lorenza Longhi, Martina Mächler, Dominic Michel, Manutcher Milani, Agnes Moraux, Caterina de Nicola, Caro Niederer, Nusser Glazova, Walter Pfeiffer (F+F Dozent), Sam Porritt, Jack Pryce, Q Library, Pamela Rosenkranz, Lionne Saluz, Thomas Sauter, Klaudia Schifferle, Bea Schlingelhoff, Linda Semadeni, Shirana Shahbazi, Elza Sile, Loredana Sperini, Linus Stiefel, Juliette Uzor, Agnès Wyler, Jiajia Zhang kuratiert von Daniel Baumann und Matthew Hanson.

Walter Pfeiffer – seit den Anfängen dabei, Foto: Walter Pfeiffer, 2021
Zeitzeug:innen
«Manchmal habe ich richtig Sehnsucht»
Walter Pfeiffer war schon immer Künstler. Vielleicht hatte dies die Kunst aber eher bemerkt als er selbst. Der Kunstunterricht in der allerersten Gründungsklasse für Farbe und Form – damals noch an der Kunstgewerbeschule Zürich, aber schon mit denselben Dozierenden wie später an der F+F – sollte seine Welt auf den Kopf stellen.

«Wenn die Studis heute an die Schule kommen, können sie schon alles! Ich wusste damals nichts von Duchamp und Andy. Ich lernte alles an der Schule. Und realisierte erst dort, dass es noch andere Kreative gibt, ähnlich getrieben wie ich.»

An seine eigene Ausbildung beim Künstler Hansjörg Mattmüller erinnert er sich gern. Die Klasse hob sich ab von der restlichen Schule: «Dort war alles so grau und wir waren so farbig», sagt Walter Pfeiffer, «manchmal habe ich richtig Sehnsucht. Ich vermisse die Leute, die ehemalige Bibliothek.» Der Kunstunterricht hat ihm damals eine neue Welt eröffnet, eine zähe Welt, die ihn nur langsam reingelassen hat und nun nicht mehr loslässt.

Bevor ihn die Kunst an sich band, machte Pfeiffer die Ausbildung bei der EPA. Die Arbeit im Kaufhaus lehrte ihn nicht nur das Handwerk als Dekorateur, sondern bot ihm auch eine Lebensschule: Die stichelnden Intrigen unter den Kolleginnen seien keine schlechte Vorbereitung gewesen auf die Strippenziehereien in der Kunstwelt und in der Modeindustrie, denen er Jahre später als Fotograf begegnen sollte.

Walter Pfeiffer redet angeregt, seine Gedanken springen oft schneller als die Zunge. Er lenkt das Gespräch durch Zeiten und Begegnungen, streut im Vorbeigehen seine Bonmots wie: «Mich fasziniert der Schein, die Realität interessiert mich nicht.» Oder: «Ich gehe immer vom Schlimmsten aus, in der Hoffnung, dass es so schlimm gar nicht kommen kann.» Das Anekdotische ist nicht verwirrend gemeint, sondern eine Einladung, ihm zu folgen.

Die intensive Freundschaft zu seinem damaligen Lehrer und Schulleiter Hansjörg Mattmüller führte Walter Pfeiffer in den 70er Jahren an die neue Gestaltungsschule F+F, die sich 1971 als Gegenentwurf abgespalten hatte von der staatlichen, steif geratenen Kunstgewerbeschule. Hier sollte er nun unter dem Titel Inspiration zeichnen unterrichten. Eine didaktische Ausbildung sollte nicht fehlen, denn – der Walti könne ja so gut mit Menschen – so lockte Mattmüller. Und man mag es ihm glauben, dass kein anderer die Ideen so hätte sprudeln lassen können. Der Blick zurück klingt nicht verklärt: «Es war ein Brotjob. Der Lohn reichte gerade für mich und die Katzen.» Die F+F hat wilde Zeiten erlebt, sie war – und ist – aber auch immer ein Ort, an dem man die Kunst ernst nimmt.

Zunächst war die Fotografie für Walter Pfeiffer Mittel zum Zweck, eine Hilfestellung für seine Zeichnungen. Das angeborene Zittern in der Hand liess ihn den harten Blitz als Stilmittel entdecken. Den Blick für den Moment und das Schöne, das Sinnliche und das Lustvolle, den hat er zeichnend wie fotografierend, damals wie heute. Doch erst nach zähen «Lehr und Wanderjahren», mehreren veröffentlichten Büchern wie Welcome Aboard. Photographs 1980–2000 sowie die Ausstellung In Love With Beauty im Fotomuseum Winterthur 2008, entdeckte ihn die Modeindustrie. Plötzlich war er gefragt bei den grossen Namen.

«Für ein Shooting schickte mir ID Magazine die tollsten und teuersten Stücke von London nach Zürich. Ich inszenierte sie mit meinen Studis an der F+F.» Walter Pfeiffer fotografiert für die Vogue und Dior. Und unterrichtet an der F+F – inzwischen Fotografie.

Mit den Studierenden erwandert er die Schweiz mit dem Fotoapparat, er begleitet Projekte und Publikationen. Was er dem Nachwuchs mitgeben will? «Nicht zu fest an die Karriere denken. Durchhaltevermögen, Pünktlichkeit. Humor, Leidenschaft und Offenheit.» Wie er es geschafft hat? «Schicksal, Glück und ein Blick für Gelegenheiten.» Das ist die kurze Antwort. Ausserdem müsse man es aushalten können, eines «aufs Dach» zubekommen. Erfolg ist harte Arbeit – und Walter Pfeiffer ist ein Workaholic. Er erzählt das alles in der Pause zwischen zwei Aufträgen. «In einem Alter, in dem andere längst die Pension geniessen», schimpft er, aber den Ärger nimmt man dem Arbeitsverfallenen so ganz nicht ab.

Text: Anna Raymann
Samuel Trümpy, 2019
Vorträge
Öffentliche Veranstaltungen
Fotografie HF
Vive la nature morte!
Magazin Launch
Mi. 08. Mai 2019, 17.30–20.00 Uhr
F+F, Flurstrasse 89, 8047 Zürich, 3. Stock, F89-304
Im Stillleben-Projekt Vive la nature morte! des Fotografen Walter Pfeiffer haben sich die Studierenden des Studiengangs Fotografie mit der Inszenierung von nachhaltigen Designprodukten auseinandergesetzt. Die Objekte wurden ihnen vom Magazin SI GRUEN zur Verfügung gestellt. Eine Auswahl der entstandenen Fotografien wird als Bildstrecke in der Mai-Ausgabe des Magazins publiziert.

In zwei Begleitseminaren haben die Studierenden ihre Bilder von den digitalen Daten bis zu druckfertigen Vorlagen bearbeitet. Im ersten Seminar haben sie unter der Leitung von Franco Bonaventura eigene Layouts entwickelt. Der Feinschliff an den digitalen Bildern und die Produktion von Proofs für das Magazin standen im zweiten Seminar, das Remo Süsstrunk leitete, im Zentrum des Geschehens.

Auf den Abschluss des Projekts und die gelungene Kooperation möchten wir anstossen. An der Vernissage präsentieren wir die Mai-Ausgabe von SI GRUEN sowie die Broschüren mit den Layouts der Studierenden.

Eintritt frei!
Bild: Walter Pfeiffer
Mitteilungen
Öffentliche Veranstaltungen
Mit Links
Fr. 11.12.2009
Ankerstrasse 25, Zürich
Happening mit Poster, Buch und Walter Pfeiffer.
>>> More info
«You Invited me, Don't You Remembe», Performance, Yan Duyvendak.
Mitteilungen
Öffentliche Veranstaltungen
Gestalterischer Vorkurs Kunst HF
Vorkurs berufsbegleitend
Kulturpreise
für Yan Duyvendak
+ Walter Pfeiffer
Mitteilungen
Öffentliche Veranstaltungen
Fotografie HF
Forum Vebikus
mit Walter Pfeiffer
Vernissage
18.11.2006 ab 17.00 Uhr
Öffnungszeiten
Do. 18.00–20.00 Uhr
Fr.–So. 12.00–16.00 Uhr
Kulturzentrum Kammgarn, Baumgartenstrasse 19, 8200 Schaffhausen
Mitteilungen
Öffentliche Veranstaltungen
Gestalterischer Vorkurs
Send me no flowers
Vernissage
Fr. 16.00.2016
16.00–21.00 Uhr
Ausstellung
17.09.–05.11.2016
SULTANA, 10, rue ramponeau, 75020 Paris
Walter Pfeiffer stellt in der Pariser Galerie Sultana aus.
Mitteilungen
Scrapbooks 1969-1985
21.01.2013
Walter Pfeiffers Scrapbooks aus den Jahren 1969 bis 1985 sind eine Wunderkammer: Polaroids und Fotografien wechseln sich ab mit Fundstücken, Zeitungsausschnitten, Postkarten, Verpackungen, Fahrscheinen und kurzen sprachspielerischen Notizen.

Pfeiffers scharfer Blick für Eros, Zeitgeist und Popkultur, sein respektloser Humor ebenso wie sein Sinn für die Poesie des Alltäglichen und Banalen treten in seinen Scrapbooks aufs schärfste zutage. Sie bieten einen Einblick in Pfeiffers verwinkeltverspieltes Universum und sind ein Zeitdokument, das mit ephemerer Eleganz den Zeitgeist der 1970er und 1980er-Jahre einfängt.
Mit einem Text von Martin Jaeggi in Deutsch und Englisch
Gestaltung: Studio Achermann

Gebunden, 460 Seiten
224 Farbabbildungen
Edition Patrick Frey N° 125
2012
ISBN: 978-3-905929-25-6
Mitteilungen
Öffentliche Veranstaltungen
Transformer: Aspects of Travesty
13.12.2013–28.02.2014
Richard Saltoun, 111 Great Titchfield Street, London W1W 6RY
On the 40th anniversary of «Transformer: Aspects of Travesty» - a groundbreaking show curated by Jean-Christophe Ammann in 1974 - Richard Saltoun Gallery announces a re-staging that will reunite all the artists in London. This is the first such reunion to commemorate the exhibition, which deals with the aesthetics of desire and sexuality through travesty and drag performance.

Transformer will include works from all the artists featured in the original exhibition:

Luciano Castelli, Jürgen Klauke, Urs Lüthi, Pierre Molinier, Tony Morgan, Luigi Ontani, Walter Pfeiffer, Andrew Sherwood, Katharina Sieverding, Werner Alex Meyer (alias Alex Silber), The Cockettes and Andy Warhol.
Walter Pfeiffer – seit den Anfängen dabei, Foto: Walter Pfeiffer, 2021
«Manchmal habe ich richtig Sehnsucht»
Walter Pfeiffer war schon immer Künstler. Vielleicht hatte dies die Kunst aber eher bemerkt als er selbst. Der Kunstunterricht in der allerersten Gründungsklasse für Farbe und Form – damals noch an der Kunstgewerbeschule Zürich, aber schon mit denselben Dozierenden wie später an der F+F – sollte seine Welt auf den Kopf stellen. «Wenn die Studis heute an die Schule kommen, können sie schon alles! Ich wusste damals nichts von Duchamp und Andy. Ich lernte alles an der Schule. Und realisierte erst dort, dass es noch andere Kreative gibt, ähnlich getrieben wie ich.»

An seine eigene Ausbildung beim Künstler Hansjörg Mattmüller erinnert er sich gern. Die Klasse hob sich ab von der restlichen Schule: «Dort war alles so grau und wir waren so farbig», sagt Walter Pfeiffer, «manchmal habe ich richtig Sehnsucht. Ich vermisse die Leute, die ehemalige Bibliothek.» Der Kunstunterricht hat ihm damals eine neue Welt eröffnet, eine zähe Welt, die ihn nur langsam eingelassen hat und nun nicht mehr loslässt.

Bevor ihn die Kunst an sich band, machte Pfeiffer die Ausbildung bei der EPA. Die Arbeit im Kaufhaus lehrte ihn nicht nur das Handwerk als Dekorateur, sondern bot ihm auch eine Lebensschule: Die stichelnden Intrigen unter den Kolleginnen seien keine schlechte Vorbereitung gewesen auf die Strippenziehereien in der Kunstwelt und in der Modeindustrie, denen er Jahre später als Fotograf begegnen sollte.

Walter Pfeiffer redet angeregt, seine Gedanken springen oft schneller als die Zunge. Er lenkt das Gespräch durch Zeiten und Begegnungen, streut im Vorbeigehen seine Bonmots wie: «Mich fasziniert der Schein, die Realität interessiert mich nicht.» Oder: «Ich gehe immer vom Schlimmsten aus, in der Hoffnung, dass es so schlimm gar nicht kommen kann.» Das Anekdotische ist nicht verwirrend gemeint, sondern eine Einladung, ihm zu folgen.

Die intensive Freundschaft zu seinem damaligen Lehrer und Schulleiter Hansjörg Mattmüller führte Walter Pfeiffer in den 70er Jahren an die neue Gestaltungsschule F+F, die sich 1971 als Gegenentwurf abgespalten hatte von der staatlichen, steif geratenen Kunstgewerbeschule. Hier sollte er nun unter dem Titel Inspiration zeichnen unterrichten. Eine didaktische Ausbildung sollte nicht fehlen, denn – der Walti könne ja so gut mit Menschen – so lockte Mattmüller. Und man mag es ihm glauben, dass kein anderer die Ideen so hätte sprudeln lassen können. Der Blick zurück klingt nicht verklärt: «Es war ein Brotjob. Der Lohn reichte gerade für mich und die Katzen.» Die F+F hat wilde Zeiten erlebt, sie war – und ist – aber auch immer ein Ort, an dem man die Kunst ernst nimmt.

Zunächst war die Fotografie für Walter Pfeiffer Mittel zum Zweck, eine Hilfestellung für seine Zeichnungen. Das angeborene Zittern in der Hand liess ihn den harten Blitz als Stilmittel entdecken. Den Blick für den Moment und das Schöne, das Sinnliche und das Lustvolle, den hat er zeichnend wie fotografierend, damals wie heute. Doch erst nach zähen «Lehr und Wanderjahren», mehreren veröffentlichten Büchern wie Welcome Aboard. Photographs 1980–2000 sowie die Ausstellung In Love With Beauty im Fotomuseum Winterthur 2008, entdeckte ihn die Modeindustrie. Plötzlich war er gefragt bei den grossen Namen.

«Für ein Shooting schickte mir ID Magazine die tollsten und teuersten Stücke von London nach Zürich. Ich inszenierte sie mit meinen Studis an der F+F.» Walter Pfeiffer fotografiert für die Vogue und Dior. Und unterrichtet an der F+F – inzwischen Fotografie.

Mit den Studierenden erwandert er die Schweiz mit dem Fotoapparat, er begleitet Projekte und Publikationen. Was er dem Nachwuchs mitgeben will? «Nicht zu fest an die Karriere denken. Durchhaltevermögen, Pünktlichkeit. Humor, Leidenschaft und Offenheit.» Wie er es geschafft hat? «Schicksal, Glück und ein Blick für Gelegenheiten.» Das ist die kurze Antwort. Ausserdem müsse man es aushalten können, eines «aufs Dach» zubekommen. Erfolg ist harte Arbeit – und Walter Pfeiffer ist ein Workaholic. Er erzählt das alles in der Pause zwischen zwei Aufträgen. «In einem Alter, in dem andere längst die Pension geniessen», schimpft er, aber den Ärger nimmt man dem Arbeitsverfallenen so ganz nicht ab.
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Öffentliche Veranstaltungen
Autobiografie Walter Pfeiffer in Bildern
Mi. 20. 10.2010, 20.00 Uhr
Die Autobiographie von Walter Pfeiffer in Bildern, Filmchen, Rückführungen und Geschichten. Jürg Halter und Walter Pfeiffer werden zusammen Die Autobiografie von Walter Pfeiffer in Bildern, Filmchen, Rückführungen und Geschichten (Arbeitstitel) vorstellen.
 
Arbeiten aus Vertiefung Typografie, 2005
Vorträge
Öffentliche Veranstaltungen
Visuelle Gestaltung HF
Die Oper im Bild und Text
Ausstellung
08.12.–15.12.2005
Flurstrasse 89, Zürich
Resultate der Lehrveranstaltungen bei K.D. Geissbühler, für die Inszenierung des Stückes von Benjamin Britten Peter Grimes.

Plakatentwürfe von Ruth Held, K.D. Geissbühler, Benjamin Rauber, Franka Grosse, Elektrosmog, Jimmy Schmid, Walter Pfeiffer.
Zur Lehrveranstaltung von Jimmy Schmid: Musikalische Interpretation typografischer Elemente
Projektpräsentationen
bis 10. Dezember 2004
Foyer, Flurstrasse 89
Die Auswahl umfasst Arbeiten aus folgenden Lehrveranstaltungen:
Ruth Held: Kommunikationsdesign
Beni Rauber: Welcome to Panoela!
Walter Pfeiffer: Zeichnen
Valentin Hindermann, Marco Walser: Vertiefung Typografie
Jimmy Schmid: Typografie - Der Buchstabe
Lea Huber: Illustration
Präsentation Studiengang Grafik
Zu sehen sind Arbeiten aus den Lehrveranstaltungen von:

Valeria Bonin, Rahel Arnold, Typografie, GMD2
Kurt Eckert, Jonas Vögeli, Projekt, GMD3
Ruth Held, Kleine grafische Produkte, GMD1
Walter Pfeiffer, Zeichnen, GMD1 + GMD2
Christian Riis Ruggaber, Projekt GMD2+GMD3
Jimmy Schmid, Typografie, GMD1

Mo -­ Fr 9.00-18.00 Uhr im Foyer der F+F.
Walter Pfeiffer, Untitled, 2008, C-Print, Ed. of 5
60 x 40 cm / 23 5/8 x 15 3/4 inch
framed 73 x 52 cm / 28 3/4 x 20 1/2 inch
Mitteilungen
Öffentliche Veranstaltungen
Walter Pfeiffer bei Bob van Orsouw
25.09.–06.11.2010
Galierie Bob van Orsouw, Albisriederstrasse 199A, 8047 Zürich
Unser langjähriger Dozent Walter Pfeiffer stellt in der Galerie Bob van Orsouw an der neuen temporären Adresse der Hubertus Exhibitions aus. Gleichzeitig werden Bilder von Paul Morrison und Peter Kamm ausgestellt.