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Öffentliche Veranstaltungen
Vorkurs/Propädeutikum
Buchpräsentation Salon
Do. 16.03.2017
18.00–20.00 Uhr
Buchhandlung Kunstgriff, Limmatstrasse 270, 8005 Zürich
Raffael Waldner (*1972, Basel), ehemaliger Leiter des F+F Vorkurses/Propädeutikum, präsentiert sein neustes Buch in der Buchhandlung Kunstgriff.

Das künstlerische Interesse des Schweizer Fotokünstlers manifestiert sich an der Schnittstelle zwischen Dokumentation und ästhetischer Abstraktion. Eine besondere Faszination übt dabei das Automobil auf ihn aus. In seinen fotografischen Langzeitprojekten untersucht Waldner das Auto als gesellschaftlich aufgeladenes Statusobjekt, in dem sich die Ideale einer nach Technologie und Perfektion strebenden Gesellschaft auf absurde Weise verdichten.

Zeigte Waldner in seiner ersten Serie Car Crash Studies (hrsg. von Christoph Doswald, 2010) verunfallte Autowracks als entkontextualisierte, surreale Skulpturen, wählte er für seine jüngste Arbeit Schauplätze, die ein gänzlich anderes Moment der Automobilkultur beleuchten. Dafür besuchte Waldner zwischen 2011 und 2016 Autosalons in Paris, Frankfurt und Genf vor deren Eröffnung. Ebenso distanziert fotografiert wie in Car Crash Studies, zeigt die Publikation Salon Detailansichten von glänzenden Oberflächen, perfekt geschminkten Hostessen, glatten Ausstellungsarchitekuren und hinterfragt die Paradigmen dieser künstlichen, hermetischen Welt, die sich ganz den Phantasien eines männlichen Blicks unterwirft.


Raffael Waldner: Salon, Hrsg. Codax Publisher, J. Trösch, M. Bosshard
JRP Ringier Kunstverlag
Federici, 2015
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Öffentliche Veranstaltungen
Kunst HF
Do you remember?
Erinnerung an Zeit, Raum und Menschen
Di. 28.02.2017, 19.00 Uhr
Galerie Lullin + Ferrari, Limmatstrasse 2014 in 8005 Zürich
Video Window zu Gast in der Galerie Lullin + Ferrari mit Do you remember?
Erinnerung an Zeit, Raum und Menschen Video in der zeitgenössischen Kunst, eine sechsteilige Veranstaltungsreihe, Projektion und Werkgespräch mit Françoise Caraco (Zürich), Christoph Oertli (Basel / Brüssel), Uriel Orlow (London), RELAX (chiarenza & hauser & co) (Zürich), Veronika Spierenburg (Zürich), Lena Maria Thüring (Zürich). Kuratorium und Gesprächsleitung
Bruno Z'Graggen, freier Kurator, Zürich.

RELAX (chiarenza & hauser & co) zeigen Ausschnitte aus den beiden Videos Federici 2015 und Federici. A discussion 2017.
RELAX (chiarenza & hauser & co), Who Pays?, 2006
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Öffentliche Veranstaltungen
Kunst HF
Who pays?
Vernissage
Do. 09.02.2017, 18.00 Uhr
Ausstellung
10.02.–21.05.2017
Kunstmuseum Liechtenstein, Städtle 32, 9490 Vaduz
«Kunst = Kapital», formulierte Joseph Beuys. Damit fasste er in eine knappe Formel, was sein Weltverständnis war: «Die einzige revolutionäre Kraft ist die Kraft der menschlichen Kreativität.» 
 
Darin verbirgt sich der Gedanke, dass jeder Mensch durch sein kreatives Handeln zum Wohl der Gemeinschaft beitragen und gestalterisch in die Gesellschaft hineinwirken kann. Die notwendigen Fähigkeiten – Spiritualität, Offenheit, Kooperation und Kreativität – seien in jedem Menschen bereits vorhanden, es gelte lediglich, diese Vermögen zu erkennen, auszubilden und zu fördern. 
 
Ausgehend vom Beuys’schen Kapitalbegriff blickt die Ausstellung Who Pays? auf sich verändernde Geld- und Kapitalvorstellungen und einen damit einhergehenden Wandel von Bedeutungen und Werten. Who Pays?versammelt künstlerische Positionen von den 1960er-Jahren bis in die Gegenwart. Sie ermöglichen es, aus unterschiedlichen Perspektiven unseren Vorstellungen von Reichtum und Armut, von Geben und Nehmen sowie von Teilhabe, die heutzutage zumeist auf rein ökonomische Aspekte reduziert werden, nachzugehen. 
 
«Es bewegt sich alles so sehr.» Dieser Satz der Schriftstellerin Gertrude Stein, den sie im Zusammenhang mit dem schnellen Wandel der Sprache im Elisabethanischen Zeitalter niederschrieb, kann auch die heutigen rasanten Veränderungen umschreiben. Unsere westlich geprägten Gesellschaften befinden sich in einem grundlegenden Umbruch. Nicht nur steigende Raten von Burnout und Depressionen zeugen von tiefliegenden Ängsten, sondern auch ein sich abzeichnendes Bedürfnis nach Abschottung und nach Bewahrung von Gütern und Werten. All dies im Wissen, dass wir mehr Ressourcen verbrauchen, als die Erde generieren kann. Demgegenüber finden sich vielfältige Ansätze, die Potentiale und Chancen für eine nachhaltigere Zukunft sehen. Welche Rolle spielt dabei das Wesen des Kapitalbegriffs? Und welche «kapitale» Rolle kann die Kunst spielen? Der Titel der Ausstellung Who Pays? – Wer bezahlt? – basiert auf einem leuchtenden Schriftzug der KünstlerInnengruppe RELAX (chiarenza & hauser & co) und richtet sich an jeden Einzelnen > Trailer.
 
Die beteiligten Künstlerinnen und Künstler sind: Ovidiu Anton, Gianfranco Baruchello, Joseph Beuys, Susanne Bosch, Marcel Broodthaers, Filipa César, Felix Gonzalez-Torres, David Hammons, Diango Hernández, Thomas Hirschhorn, Anja Kirschner & David Panos, Alicja Kwade, Thomas Lehnerer, Mark Lombardi, RELAX (chiarenza & hauser & co), Christof Salzmann 
 
Teil der Ausstellung Who Pays? ist eine vielfältige Zusammenarbeit mit dem Kunstmuseum Liechtenstein und anderen Institutionen.
 
Das artsprogram der Zeppelin Universität, Friedrichshafen, kuratiert in einem Beuys gewidmeten Raum das Archiv für Soziale Plastik. Anfang der 1970er-Jahre fand sich in Achberg im Allgäu eine Gruppe zusammen, die unter dem Begriff Der Dritte Weg nach alternativen Gesellschaftsmodellen suchte. Hier wurden bis heute wirksame gesellschaftliche Impulse entwickelt und dabei erarbeitete Beuys sein Konzept des erweiterten Kunstbegriffs. Die vom Verleger Rainer Rappmann dazu gesammelten Materialien dokumentieren in einem für die deutsche Nachkriegsgeschichte wichtigen Archiv jene Aufbruchsstimmung der 1970er- und 1980er-Jahre. Für den Beitrag zur Ausstellung Who Pays? untersuchte der Künstler Christof Salzmann die historische Sammlung im Hinblick auf den Geld- und Kapitalbegriff bei Beuys. 
Highland Plaid, 2015 (100% cashmere, handwoven in Nepal, 140 x 220 cm) Styling: Werner Baumgartner
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Öffentliche Veranstaltungen
Iris Delruby Ruprecht Open Studio
Temporary Store
Mo.–Fr. 19.–23.12.2016
13.00–18.00 Uhr
Flurstrasse 93, 8047 Zürich, 2. Stock
Iris Delruby Ruprecht Limited Edition Project und ausgewählte Sara Bosshard Designs.
 
Es gibt neue Woll- und Kaschmirschals sowie Plaids zu entdecken. Du bist an diesen Daten verhindert und möchtest Schals von Iris Delruby Ruprecht und Sara Bosshard an andern Tagen anschauen kommen? Dann ruf an und komm nach Vereinbarung im Atelier vorbei.
Jiajia Zhang with Highland Plaid, 2015 (100% cashmere, handwoven in Nepal) Photographed on Iceland by Gregory Hari for Iris Delruby Ruprecht
Mitarbeitende
Öffentliche Veranstaltungen
Vorkurs, berufsbegleitend
Highland
Do.–So. 01.–04.12.2016
jeweils 12.00–18.00 Uhr
Tipi, Ankerstrasse 31, 8004 Zurich
Iris Delruby Ruprecht Limited Edition Project und ausgewählte Sara Bosshard Designs.
 
Das Tipi an der Ankerstrasse wurde Ende 2014 als Raku-Werkstatt und Plattform für allerlei schöne Sachen ins Leben gerufen. Neben aussergewöhnlichen Raku Gebrauchsobjekten von Barbara Postiasi gibt’s aktuell auch Schmuck von Oh Johnny Zurigo sowie Erzeugnisse aus der historischen Wiener Manufaktur Carl Auböck zu entdecken.
 
Komm und entdecke neue Kaschmirschals, Schmuck, Keramik und andere Objekte. Du bist an diesen Daten verhindert und möchtest Schals von Iris Delruby Ruprecht und Sara Bosshard an andern Tagen anschauen kommen? Dann komm im Atelier ein, vorher einfach kurz telefonisch anmelden.
RELAX (chiarenza & hauser & co), GO MIO (art), Fotografie 3 aus einer Reihe von drei Fotografien, Lambdaprint, glossy auf Dibond, 2008
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Öffentliche Veranstaltungen
Kunst HF
Werkjahr 2016 der Stadt Zürich
Fr. 02.12.2016
Kaufleuten Zürich
Auf Antrag der städtischen Kommissionen für Bildende Kunst, Literatur, Theater, Tanz, Jazz/Rock/Pop und E-Musik wurden für das Jahr 2016 folgende Kulturelle Auszeichnungen verliehen: Das Werkjahr für Bildende Kunst der Stadt Zürich 2016 mit dem Betrag über CHF 48 000 ging an RELAX (chiarenza & hauser & co) – Daniel Hauser ist F+F Dozent und Studiengangsleiter Kunst HF und Marie-Antoinette Chiarenza ist Dozentin an der F+F.

RELAX könnte man als eine Art künstlerisches Chamäleon bezeichnen. Wie RELAX arbeitet und sich als Gruppe definiert, erklären Marie-Antoinette Chiarenza und Daniel Hauser im Gespräch mit Barbara Basting.
Mitarbeitende
Öffentliche Veranstaltungen
Kunst HF
Porny Days 2016
Eröffnung
Fr. 25.11.2016, ab 20.00 Uhr
Festival
Fr.–So. 25.11.–27.11.2016
Filmprogramm
Kino Riffraff, Zürich
Festivalzentrum und Party
im Walcheturm, Zürich
Porny Brunch
Riffraff Bistro, Zürich
Neben japanischen Filmen gewähren eine Shibari Performance sowie ein Pornogami Workshop Einblicke in diese, der westlichen Welt oftmals fremde Kultur. Neben dem Schwerpunkt Japan gibt es ein breitgefächertes Rahmenprogramm mit einer Virtual Reality-Striptease, Performances und der offiziellen Porny Days-Party. Talaya Schmid, F+F Assistentin Kunst HF, ist Mitorganisatorin dieses Events.

Als Opening Film zeigen sie einen Kurzfilmblock. Die Filme zeigen die ganze Bandbreite der Porny Days: fiktional, dokumentarisch, explizit, animiert und experimentell. Die Kurzfilme sind Teil der Porny Shorts Competition und die Jury wird am Sonntag den Gewinnerfilm küren. Im Festivalzentrum gibt es ab 21.00 Uhr thematische Performances zu sehen und Musik.

Der Dokumentarfilm Porno e liberta (IT 2015) thematisiert die Entwicklung der Pornografie seit den 70er Jahren, als diese noch ein Werkzeug des Protests und der Befreiung war. Dem Spielfilm the bedroom (2016) der australischen Pornografin Anna Brownfield dient ein einziges Schlafzimmer als Schauplatz. Der Film behandelt auf mehreren Zeitebenen die Geschichte der sexuellen Emanzipation. Der Dokumentarfilm Rocco zeichnet ein intimes Porträt des weltberühmten Pornodarstellers Rocco Siffredi.

Am Samstagabend findet die offizielle porny sweat&glitter Party statt. Hier verschmelzen tanzbare Rhythmen von Elliver (Bachstelzen/Kater Blau, Berlin), Bambi De Luxe (Les Belles De Nuit, Zürich) und John Player (Ravestuntman / Club Med, Zürich) mit einem lustvoll dekorierten Ambiente. In der basarartigen Lounge kann entdeckt und ausprobiert werden. Performances aller Art machen die  Räume des Walcheturms bis zum Morgengrauen zu einem aufregenden Ort für Neugierige. Zum Beispiel entführt der Verein Zwischenwelten Mutige in eine Flogging-Nische, Captain Glitter lässt die BesucherInnen strahlen und Mimi Erhardt liest aus ihrem Buch Erlebnispornografie, welches aus dem Pornoblog Mimi&Käthe entstanden ist. Zu sehen gibt es zudem eine Virtual Reality Installation und eine dazugehörige Paneldiskussion.
 
Am naked boys reading, welches am Sonntag im Rahmen des beliebten porny Brunchs im Bistro Riffraff stattfindet, kann zu Lesungen und nackten Tatsachen nach Herzenslust gefrühstückt werden.
Mitarbeitende
Öffentliche Veranstaltungen
Modedesign HF
Anita Vrolijk Schmuck
Fr. 02.12.2016, 15.00–20.00 Uhr
Sa. 03.12.2016, 11.00–17.00 Uhr
Atelier Debü, Apollostrasse 4, 8032 Zürich
Anita Vrolijk, Co-Leiterin F+F Studiengang Modedesign HF, zeigt ihre neue Schmuck Kollektion im Pop-up Store Debü zum anschauen, probieren und kaufen.
Sabine Hagmann, 2016
Mitarbeitende
Öffentliche Veranstaltungen
Vorkurs/Propädeutikum Weiterbildungskurse
Border-Crossing
Vernissage
So. 27.11.2016, 11 Uhr
Ausstellung
28.11.2016–15.01.2017
FABRIKculture, 60, rue de Bâle, Hégenheim/France
Grenzen zwischen Ländern, Medien, Generationen, Positionen und zwischen Institutionen werden überschritten in der Ausstellung Border-Crossing kuratiert von Andreas Frick, Martina Siegwolf.

Eingeladen wurden Kunstschaffende aus Frankreich, Deutschland und der Schweiz, die inhaltlich und medial in Grenzbereichen arbeiten: Eva Borner, Daniel Brefin, Copa & Sordes (Birgit Krueger (F+F Dozentin) & Eric Schmutz), Mariejon de Jong-Buijs, Hans-Rudolf Fitze, Pia Gisler & Mohomodou Houssouba, Martina Gmür, Sabine Hagmann (F+F Dozentin, Leitung VK), Parvez Imam, Anne Immele, Anas Kahal, Anita Kuratle, Jisook Min, stöckerselig, Fred Walter Uhlig, Daniel von Rüdiger, Dadi Wirz

Die Regionale in Hegenheim bietet Raum für einen Dialog zwischen den Beteiligten und mit dem Publikum. So sind zusätzlich Studierende des Instituts Lehrberufe für Gestaltung und Kunst der HGK/FHNW zusammen mit Schüler_innen des Leonhard Gymnasiums Basel am Ausstellungs- und Vermittlungsprojekt beteiligt. Im Austausch mit den Studierenden und den Kunstschaffenden entwickeln die Schüler_innen eigene Sichtweisen, die sie an der Finissage präsentieren.
Luigi Archetti, Closed Circuits, 2016
Mitarbeitende
Öffentliche Veranstaltungen
Closed Circuits
Vernissage
Sa. 19.11.2016
ab 18.00 Uhr
Ausstellung
20.11.16–12.03.2017
Kunstraum Baden, Haselstrasse 15, 5400 Baden, Eingang: Bahnhof West, Toreinfahrt Regionalwerke
Luigi Archetti (geb. 1955 in Brescia, lebt in Zürich) ist bekannt als Musiker und Komponist von experimenteller Musik. Jung geblieben und mit anhaltend grosser Neugierde zeigt der Künstler Luigi Archetti im Kunstraum Baden, wie er ein Universum baut, in dem Bild, Klang, Raum, kollektive und persönliche Erinnerung auf vielfältige Art interagieren und sich zu immer wieder neuen Spannungskreisen fügen.

Als Chiffre für den Mythos Rockmusik nimmt die E-Gitarre in Luigi Archettis künstlerischem Schaffen eine zentrale Rolle ein. Sie kommt als skulpturales und bildgebendes Element, aber auch als klingendes Instrument zum Einsatz. In einem Video, das auf einer Reise durch die USA entstand, erprobt er zum Beispiel die klanglichen Möglichkeiten an so unterschiedlichen Orten wie über einem Lüftungsschacht in Brooklyn, einem Ortsschild vom legendären Woodstock oder in der freien Natur in Maine.

Neu zum Set hinzugekommen ist eine Marionette, die Luigi Archetti in Sizilien herstellen liess. Diese trägt seine eigenen Züge und ist in der Ausstellung gleich mehrfach zu sehen. Als reale Puppe und in einem Video, in dem der Künstler mit seinem eigenen Abbild hantierend, seine Doppelrolle als Musiker und Künstler thematisiert. Die Songs – die neuesten Kompositionen des Künstlers – dürften so manchen Kenner von Archettis Musik überraschen. So melancholisch und voller Poesie hat man ihn noch nie gehört.
Mitarbeitende
Vorkurs, berufsbegleitend
Öffentliche Veranstaltungen
Es ist nicht unbedingt schön:
Betrachtungsweisen zeitgenössischer Kunst
Sa. 29.10./19.11/10.12.2016
von 11.00–14.30 Uhr
MigrosMuseum, Limmatstrasse 270, 8005 Zürich
Diesem Spannungsverhältnis soll im Unterrichtsprojekt des Vorkurs im Modulsystem nachgegangen werden. Studierende versuchen gemeinsam Strategien und Herangehensweisen zu erarbeiten, mit welchen die Werke erschlossen werden können. Eine Kunsthistorikerin sowie eine Expertin begleiten den Prozess. Im Fokus steht die Wechselwirkung von Wissen und Nicht-Wissen, Beschreibung und Interpretation sowie die Betrachtung des Einzelwerkes und die Wahrnehmung der Objekte im Kontext des Ausstellungsnarrativs. Ziel ist, sich den Kunstwerken möglichst frei anzunähern; dabei aber auch vertraute Positionen zu hinterfragen. Es geht darum eine Kultur der Reflexion zu entwickeln, das Verhältnis von Betrachtenden und Betrachtetem zu beleuchten, sowohl sinnliche Erfahrungen als auch intellektuelle Eigenleistung zuzulassen. In einem weiteren Schritt sollenp die eigenen Gedanken mit dem Expertenwissen aus dem Vermittlungsmaterial abgeglichen und reflektiert werden. Vor allem aber möchte dieses Projekt die Freude an der Kunstbetrachtung wecken; aufzeigen, wie viel Assoziationen, Schlüsse oder Empfindungen ein Werk generieren kann – es zugleich Projektionsfläche und Motor von subjektiven Gefühlen und gesellschaftsrelevanten Gedanken sein kann. Devise dabei ist, dass es keine blöden Äusserungen gibt und Kunst in einer offenen Atmosphäre diskutiert werden darf. Es ist nicht unbedingt schön, Betrachtungsweisen zeitgenössischer Kunst eröffnen aber vielschichtiges Denk-und Wahrnehmungsfeld. 
Archiv Doris und Serge Stauffer
Mitarbeitende
Öffentliche Veranstaltungen
Fotografie HF Kunst HF
Kaffee und Kuchen mit
Doris Stauffer und Mara Züst
Mo. 31.10.2016, 16.30–18.00 Uhr
Flurstrasse 89, 8047 Zürich, F+F Milchbar (F89-E01), Erdgeschoss
Doris Stauffer – die F+F-Mitbegründerin – kommt zu Besuch. Im Gespräch mit ihr und mit Mara Züst, der Mitherausgeberin der 2016 erschienenen umfangreichen Publikation zu Doris Stauffers Schaffen, soll versucht werden, herauszufinden, was denn für sie in den 1970er Jahren wichtig war in der Kunst, im Leben. Inwiefern unterscheidet sich die heutige F+F von der damaligen Zeit? Kann überhaupt verglichen werden? Und inwiefern sind solche Vergleiche spannend und können auch wieder produktiv genutzt werden?
 
Doris Stauffer: «Fotografin, Musikerin, Mannequin, Babyschwester, Erzieherin, Verkäuferin, Hausfrau, Hausfrau, Hausfrau, Hausfrau, Hausfrau – Demonstrantin!»
 
1969 veränderte das Leben von Doris Stauffer grundlegend: Sie, damals Hausfrau und Mutter dreier Kinder, entschloss sich, der im Entstehen begriffenen Frauenbefreiungsbewegung FBB beizutreten. Kurz darauf begann sie an der Fachklasse Farbe und Form der Kunstgewerbeschule Zürich (KGSZ) den Kurs Teamwork zu unterrichten. Doch folgte bald schon ein monatelanges Seilziehen um den Kurs wie auch um die Weiterführung der Fachklasse im allgemeinen, das mit der Kündigung von Doris und weiteren Farbe und Form-Verantwortlichen endete. Was folgte war 1971 die Gründung F+F Schule für experimentelle Gestaltung, mit Doris als Mitbegründerin. Die erste Kursreihe umfasste: 5 Grundkurse und 6 Sonderkurse in Visueller Kommunikation, Information, Environment, Teamwork, schöpferischem Denken und Arbeiten nach eigener Thematik.

An der neuen Schule bot Doris zunächst weiterhin ihren Kurs Teamwork an, daneben unterrichtete sie in den frühen Jahren der neuen Schule Kurse wie SensibilisierungsübungenDas LangstrassenquartierReady Made oder Provokationen. Ab 1977 kam zudem der Frauen vorbehaltene Hexenkurs dazu, den sie aufgrund von Spannungen innerhalb der F+F bald privat weiterführte. 1980 – offiziell ist dazu das Jahr 1981 vermerkt ­– trat Doris aus dem Unterrichtsbetrieb zurück.
 
Doris Stauffer: *1934. 1951–55 Vorkurs und Fachklasse Fotografie an der KGSZ. 1954 Heirat mit Serge Stauffer. 1955–59 Geburt der Kinder Salome, Monika Thais und Veit. 1956 Beginn eigener künstlerischer Arbeit. 1968 Mitbegründerin der Frauenbefreiungsbewegung FBB. Ab 1969 tätig als Lehrerin an der Klasse Farbe und Form (KGSZ); erste Teamwork-Kurse. 1971 Mitbegründerin der F+F Schule für experimentelle Gestaltung. Bis 1981 Unterricht an der F+F. Ab den frühen 1970er-Jahren unregelmässig als freie Journalistin tätig. 1975 Mitinitiantin der Ausstellung Frauen sehen Frauen, Zürich. 1977–80 Durchführung von Hexenkursen. 1981–88 Weiterführung der eigenen künstlerischen Arbeit Eat Art. 1989 Tod von Serge Stauffer. 2000–10 Kolumnistin bei Kontacht. 2015 von der Stadt Zürich mit dem Preis für allgemeine kulturelle Verdienste ausgezeichnet. Lebt in Zürich.
 
Mara Züst: *1976. Studium Visuelle Kommunikation FH/Theorie der Gestaltung und Kunst (ZHdK) sowie MA-Studium der Kunstgeschichte und Geschichte an der Universität Zürich. Tätig als Kulturvermittlerin, Kuratorin und Künstlerin, Verantwortliche des Nachlasses Andreas Züst. In Zusammenarbeit mit Simone Koller entstand 2014 die Ausstellung Doris Stauffer. der januar, der februar, der märz, die april, die mai, die welt, Les Complices*, Zürich, wie auch 2015 die Publikation Doris Stauffer – Eine Monografie, Scheidegger & Spiess, Zürich.
RELAX (chiarenza & hauser & co), supplément, 2009 Aluminium box, 21 x 14.5 x 7 cm, Editon
Mitarbeitende
Öffentliche Veranstaltungen
Kunst HF
Bye–bye la compagnie
Ausstellung
Sa. 15.10.–15.12.2016
Can, Faubourg de l'Hôpital 9, 2000 Neuchâtel
Das Projekt will den gängigen und heute dominierenden Arbeitsbegriff hinterfragen, der zum Beispiel von der 2016 in Zürich stattgefundenen Biennale Manifesta 11 vorwiegend affirmativ angegangen worden ist. Befragt werden nicht nur die künstlerischen sondern auch die kuratorischen Arbeitsweisen, die gemeinsam einen Betrieb aufrechterhalten, selbst wenn dieser häufig am Rande des Prekariats existiert. Das Gesamtbudget von Bye-bye la compagnie wird vom Künstler Bruno Botella aus Paris verwaltet. Mit ihm müssen die beteiligten Künstler_innen wie auch die Leitung des CAN verhandeln, um zu ihren Produktions- und Vermittlungsmitteln zu gelangen. 
 
Für Bye-bye la compagnie werden Künstler_innen, Theoretiker_innen, Vermittler_innen und weitere am Kunstumfeld Beteiligte während 2–3 Monaten in unterschiedlichster Form ins Geschehen eingreifen. Das Programm besteht zur Hauptsache aus Symposien, Lesungen und Performances in Räumen, die von Künstler_innen und dem kuratorischen Team eigens dafür eingerichtet worden sind. 
 
Geplant ist, dass am 9. und 10. Dezember aktuelle und ehemalige F+F-Studierende im Rahmen von Bye-bye la compagnie vorstellen und damit eigene Beiträge zu Thema beisteuern.
 
Mit dabei ist der F+F Studiengangsleiter Kunst HF, Daniel Hauser, mit seiner Künstlerinnengruppe RELAX (chiarenza & hauser & co)
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Öffentliche Veranstaltungen
Film HF, berufsbegleitend
Fenster zum Jenseits
Do. 01.09.–07.09.2016
um 12.00 Uhr
Kino Stüssihof, Stüssihofstatt 13, 8001 Zürich

Die Schweiz ist eine Fundgrube von spannenden Spuk- und Gespenstergeschichten. Einige der faszinierendsten und unheimlichsten Begebenheiten werden in diesem Film mit dem Journalisten Hans Peter Roth anhand von Zeugenbefragungen hautnah am Ort des Geschehens beleuchtet.

Dieser Dokumentarfilm zeigt auch zwei Persönlichkeiten mit der Fähigkeit, verstorbene Menschen zu sehen und Stimmen aus dem Jenseits zu empfangen. Das Medium Andreas Meile und der Geisterseher Sam Hess erzählen persönlich in diesem Film über ihre Gabe. Wie lebt es sich mit so einer besonderen Fähigkeit? Wie reagiert ihr Umfeld darauf? Wie nutzen sie ihre «Kräfte» für andere Menschen?

Fenster zum Jenseits bezieht keine Stellung, ob sich die Spuk-Geschichten oder medialen Fähigkeiten wissenschaftlich erklären lassen. Vielmehr sollte aus einer beobachtenden Perspektive und auf kritische Art und Weise die Spiritualität der Menschen, ihre Erlebnisse sowie Auseinandersetzung mit dem Jenseits gezeigt werden.

Mitarbeitende
Öffentliche Veranstaltungen
Vorkurs/Propädeutikum
Kunstsammlung Bosshard
So. 21.08.2016
um 11.30 Uhr
Kunst(Zeug)Haus, Schönbodenstrasse 1, 8640 Rapperswil-Jona

Mit ungebremster Leidenschaft sammeln Peter und Elisabeth Bosshard seit mehr als 45 Jahren zeitgenössische Schweizer Kunst. Die diesjährige Sammlungspräsentation Von Anselm bis Zilla gibt mit Arbeiten von rund 50 Kunstschaffenden einen breiten Einblick in den mehr als 6000 Werke reichen Bestand des Kunst(Zeug)Hauses. Die als Rundgang angelegte Ausstellung zeigt Werke von Künstlerinnen und Künstlern aus verschiedenen Generationen mit unterschiedlichsten Schaffensarten.

Mit Werken von Serena Amrein, Ruedi Bechtler, Ueli Berger, Sandra Boeschenstein, Matthias Bosshart, Rudolf De Crignis, Heinz Egger, Marcel Gähler, Andrea Gohl, Peter Gysi, Christoph Hänsli, Annalise Hess, Andreas Hofer, Maureen Kägi, Kathrin Kunz, Zilla Leutenegger, Claudio Moser, Vera Ida Müller, Bessie Nager, Carmen Perrin, Judith Peters, Eva Maria Pfaffen, Markus Raetz, Peter Roesch, Christian Rothacher, Mario Sala, Bernhard Schobinger, Filib Schürmann, Kurt Sigrist, Anselm Stalder, Sebastian Sieber, Verena Sieber-Fuchs, Annelies Štrba , Bernhard Tagwerker, Bernhard Voïta,Uwe Wittwer, Rémy Zaugg, Beat Zoderer und anderen. 

Mitarbeitende
Öffentliche Veranstaltungen
Weiterbildungskurse Vorkurs, berufsbegleitend
Passion for the real
Vernissage & Finissage
Di, 28.06.2016
19.00–21.00 Uhr
RÉUNION, Müllerstrasse 57, 8004 Zürich
Gruppenaustellung des Weiterbildungskurses: Fotografie – Passion for the real unter der Leitung von Françoise Caraco mit den Abschlussarbeiten von: Bruno Bolinger, Cornel Doswald, Belinda Keller, Sarah Mantel, Iris Neelen, Madleina Ruesch, Adriano Spanò, Mirco Stadelmann, Julia Trachsel, Lara Tia Vehovar, Hans-Peter Zech 
RELAX (chiarenza & hauser & co)–Die Künstlerinnen kurz vor dem Höhepunkt ihrer Karriere, 2008, Fotografie.
Mitarbeitende
Öffentliche Veranstaltungen
The Historical Exhibition – Sites Under Construction
11.06.–18.09.2016
Löwenbräu-Kunst, Limmatstrasse 270, 8005 Zürich
Das Team von RELAX besteht aus Marie-Antoinette Chiarenza und Daniel Hauser, die seit 1983 zusammenarbeiten. Das & co verweist auf mögliche Zusammenarbeitsformen mit zahlreichen anderen Leuten in und ausserhalb des Kunstbetriebs. 

Marie-Antoinette Chiarenza hat seit 2001 regelmässig an der F+F Schule für Kunst und Design unterrichtet und ist seit 2008 an der HEAD Genève Dozentin. Daniel Hauser leitet seit 2000 den Studiengang Kunst der F+F. 
 
Link auf den M11-Ausstellungsteil Historical Exhibition Sites Under Construction
 
Link auf RELAX (chiarenza & hauser & co) und die thematische Zuordnung innerhalb der Ausstellung
Mitarbeitende
Öffentliche Veranstaltungen
Kunsthaus Aussersihl
Do. 26.05.2016
12.30 Uhr
Helvetia-Platz, Zürich
Der Verein Kunsthaus Aussersihl wurde 2007 mit der Idee gegründet, das städtische Amtshaus am Helvetiaplatz in ein Zentrum für Kunst und Kultur zu verwandeln. Er verfolgt das Ziel, Räumlichkeiten im Stadtzentrum von Zürich zu finden für künstlerische Produktion, vielfältige Präsentation und lebendige Diskussion unter Beteiligung eines breiten Publikums. Seit seiner Gründung organisierte der Verein zahlreiche Aktionen im öffentlichen Raum und Veranstaltungen in Kulturlokalitäten, von Kunstrundgängen durch den Kreis 4, über eine Ausstellung im Museum Bärengasse bis zum eineinhalbjährigen Betrieb des OG9 an der Lagerstrasse. 
 
Mit der Aktion auf dem Helvetiaplatz weist das KHA auf die Ursprungsidee hin, das Amtshaus in ein Kulturhaus umzuwandeln. Trotz mehrfachen Absagen sind die Initiant_innen immer noch bereit, über eine kulturelle Nutzung des Amtshauses nachzudenken. Sie finden es wichtig, dass die Kultur im Zentrum bleibt. Mit dabei sind u.a. die F+F'lerinnen Sabine Hagmann und Tanja Kalt.
Dies zeigen sie am 26. Mai mit grossen Buchstaben und einer kleinen Feier.
Verein Bob le Flaneur (Hg.), Werner Bandi. Swiss Nudes. 1943–1952, Salzgeber Verlag, 2015
Mitarbeitende
Öffentliche Veranstaltungen
Swiss Nudes
Book Launch
Sa. 21.05.2016, 17.00–21.00 Uhr
Gesprächsrunde
So. 22.05.2016, 16.00 Uhr
Counter Space, Röschibachstrasse 24, 8037 Zürich

Booklaunch und Ausstellung Swiss Nudes. Vorgestellt wird die Publikation, welche zur Ausstellung Bob, le Flaneur erschienen ist. Die Kuratorinnen der Ausstellung, Veronika Minder und Efa Mühlethaler sowie Björn Koll vom Verlag Salzgeber werden anwesend sein. 

Es werden Fragen zur Kulturgeschichte, zum Sammeln, Archivieren und Ausstellen von Aktfotos diskutiert. 14 Motive der Aufnahmen von Werner Bandi können während der Ausstellung im Counter Space erworben werden.

Mitarbeitende
Öffentliche Veranstaltungen
Z+ N° 5
Der Schmerz des Anderen
07.04–08.04.2016
09.00–18.00 Uhr
ZHdK, Kaskadenhalle Ebene 5

Schmerz kennt jeder, Schmerz gehört allen. Als Wanderer zwischen Körper und Seele artikuliert er sich in den unterschiedlichsten Ausprägungen. Die Erscheinungsformen und Wahrnehmungen von Schmerz stehen in engem Wechselverhältnis zu den Diskursen, die sich mit ihm auseinandersetzen und ihn dadurch immer wieder aufs Neue erzeugen: Geistes- und Naturwissenschaften gehen dem Schmerz nach, Medizin und Psychologie haben sich ihn zu eigen gemacht, in Religionen wird er gepriesen, und die Künste setzen ihn wiederholt visuell, akustisch, literarisch und performativ in Szene — von Laokoons Gesichtsausdruck und Pergolesis Stabat mater über Kafkas Strafkolonie bis hin zu zeitgenössischen Auseinander- setzungen etwa bei Bruce Naumann oder Louise Bourgeois.

Sich in ein Verhältnis zu einem Anderen zu setzen erfordert Empathie. Deren künstlerische Ausgestaltung birgt ein enormes künstlerisches, psychologisches, gesellschaftspolitisches Potenzial. Was darf man über den Schmerz eines Anderen künstle- risch aussagen, wie kann man ihn inszenieren, ohne übergriffig und vereinnahmend zu sein, mit welcher künstlerischen und po- litischen Absicht bringt man ihn zur Darstellung? Der Showroom Z+ N°5 lotet das Spannungsfeld von Schmerz-Erfahrung und Einfühlungsvermögen mit Ausstellung, Performances, Workshops und diskursiver Session (internationale Tagung) aus. Der Anlass erkundet die Möglichkeiten und Grenzen der künstlerischen Dar- stellbarkeit des nicht-eigenen Schmerzes.