Vorkurs/Propädeutikum
Vorkurs/
Propädeutikum
Damit Gestaltung mehr Gestalt annimmt, bietet dir der traditionsreiche Vorkurs interessante Einblicke in gestalterische Methoden und vermittelt dir alle dafür notwendigen Grundlagen. Er bereitet dich auf eine gestalterische Lehre oder auf den Übertritt an eine Höhere Fachschule oder eine Fachhochschule vor.

Der Vorkurs der F+F ist von swiss design schools – der Direktorenkonferenz der Schulen für Gestaltung Schweiz – anerkannt. Er bietet dir mit 1300 betreuten Jahreslektionen ein im Vergleich zu anderen Angeboten besonders dichtes Programm.
 
Das Gewicht des neunmonatigen Lehrgangs liegt auf der Sensibilisierung für gestalterische Arbeitsmethoden und Ausdrucksmöglichkeiten. Einführungen in die Gebiete des Zeichnens, der Malerei, der Fotografie, der Grafik sowie der dreidimensionalen Gestaltung werden ergänzt durch Unterricht in den Medien Performance, Video und Sprache. Vervollständigt wird das Angebot durch Kunstgeschichte und Softwareschulung. Exkursionen, Atelier- und Betriebsbesuche ergänzen die schulischen Kenntnisse. Während des Studiums wirst du von kompetenten Dozierenden und Assistierenden betreut, die über eine gestalterisch-/künstlerische Praxis und auch über schulische Erfahrung verfügen. Die Abteilungsleitung steht dir zudem beratend zur Seite.

Der Vorkurs bietet dir als kreatives Zwischenjahr oder als zehntes Schuljahr eine solide Basis für deine zukünftige Berufslehre oder weitere schulische Ausbildungen im gestalterisch-künstlerischen Bereich wie etwa an der Grafikfachklasse EFZ der F+F. Als Propädeutikum dient er dir als gezielte Vorbereitung auf dein Studium an einer (Fach-)Hochschule oder auf einen der F+F-Studiengänge HF: Bildende Kunst, Film, Fotografie, Modedesign oder Visuelle Gestaltung.

Als Absolvent_in verfügst du über praktische Erfahrung im Umgang mit Werkzeug und Material und kannst deine fundierten Basiskenntnisse der neuen Medien in verschiedensten Berufen einsetzen. Der Vorkurs unterstützt dich zudem dabei, dich im gestalterischen Berufsfeld zu orientieren und leistet einen wertvollen Beitrag zur Persönlichkeitsbildung. Der Vorkurs wird für die meisten gestalterischen Berufslehren vorausgesetzt, wie auch das Propädeutikum für ein künstlerisches oder gestalterisches Studium.
Vorkurs/Propädeutikum
Vorkurs/
Propädeutikum

Zulassungsbedingungen
Abgeschlossene obligatorische Schulzeit und bestandenes Aufnahmeverfahren.
 
Aufnahmeverfahren
Die Aufnahme wird grundsätzlich von Motivation und Begabung abhängig gemacht. Nach Einreichung des Anmeldeformulars wirst du zu einem Aufnahmetag eingeladen, zu dem du Arbeitsproben und das Ergebnis der zuvor gestellten Hausaufgabe mitbringst. Am Aufnahmetag löst du gestalterische Aufgaben und zeigst in einem Aufsatz deine Beobachtungsgabe und deine schriftliche Ausdrucksfähigkeit. In einem persönlichen Gespräch werden deine Eignung und Motivation abgeklärt.
 
Dauer
Neunmonatige Vollzeitausbildung, jeweils Mitte August bis Mitte Mai des Folgejahres. Das erste Quartal des Vorkursjahrs gilt als Probezeit, vor den Herbstferien wird über die definitive Aufnahme entschieden.
 
Kosten
Prüfungsgebühr: 150.–. Studiengebühren: CHF 15 300.– sind in drei Raten à CHF 5 100.– im Voraus zu bezahlen. Im Schulgeld ist das Basismaterial inbegriffen (Papier, Kopien, Computerbenutzung usw.). Dazu kommen Kosten für persönliche Materialien wie Stifte, Werkzeuge, Malutensilien und spezielles Zubehör (Fotopapier, Datenträger usw.) sowie die Kosten für Exkursionen. Die Anschaffung eines aktuellen Macbooks und die Lizenzierung der Adobe CC wird im Lauf des Vorkursjahres empfohlen, aber nicht vorausgesetzt (die F+F kann dich dabei beraten).

Fächerangebot 
Comics,DreidimensionaleGestaltung, Dokuwerkstatt, Druckgrafik, Form & Farbe, Fotografie, Gamedesign, Gesellschaft & Politik, Grafische Gestaltung, Kunst- & Kulturgeschichte, Netzkultur, Performance, Softwareunterricht, Sprache & Literatur, Video, Zeichnen und weitere projektbezogene Angebote. 

Unterrichtsform
Der Unterricht findet ganztags, an fünf Tagen pro Woche statt. Die meisten Fächer werden tage- oder wochenweise unterrichtet. An einzelnen (Halb-)Tagen arbeitest du selbständig an vorgegebenen Aufgaben, freien Projekten oder für deine Bewerbungsmappe.

Diplom
Am Ende des Vorkurses erhältst du ein Schlusszeugnis. Das von dir erarbeitete Portfolio gibt Auskunft über deine gestalterischen Fähigkeiten und Leistungen.

Ausbildungsperspektiven
Gestalterische Berufslehre EFZ, F+F Fachklasse Fotografie EFZ/BM, F+F-Fachklasse Grafik EFZ/BM, F+F-Studiengänge HF (auch ohne Matur): Film, Fotografie, KunstModedesign oder Visuelle Gestaltung, Studium an einer Fachhochschule für Gestaltung und Kunst (Voraussetzung ist die Matur bzw. Berufsmatur).

Vorkurs/Propädeutikum
Anmeldung- und Aufnahmeprüfung für das Schuljahr 2018/19
Unterrichtsituation im Fach Form & Farbe
Zulassungsbedingung
Abgeschlossene obligatorische Schulzeit.

Ablauf Aufnahmeprüfung
Nach erfolgter online Anmeldung wirst du zu einem Aufnahmetag eingeladen. 10 Tage vor dem Aufnahmetag schicken wir dir eine Hausaufgabe zu, die du selbstständig erarbeitest und zum Aufnahmetag mitbringst, zusammen mit deiner Mappe mit gestalterischen Arbeiten aus Freizeit und Schule. 

Infoabend
Sind noch Fragen offen? Dann besuche uns unverbindlich an einem der monatlichen Infoabenden, lerne die Schulleitung kennen und informiere dich persönlich vor Ort.

Online-Anmeldung:
  • Prüfung: Di. 12.06.2018, 10.00–15.30 Uhr
    Verbindliche Anmeldung zur Aufnahmeprüfung und Ausbildung Vorkurs/Propädeutikum Schuljahr 2018/19
    Prüfungsgebühr: CHF 150.00
    Anmeldung
Vorkurs/Propädeutikum
Foto: Véronique Hoegger, 2016
Vorkurs/Propädeutikum
Dreidimensionale Gestaltung
Mirjam Bürgin
Martina Vontobel
Markus Wetzel

Das Fach beinhaltet die Auseinandersetzung mit Materialität, Körperlichkeit und Räumlichkeit. Der Unterricht ist darauf ausgerichtet, die Wahrnehmungsfähigkeit der Schüler_innen zu sensibilisieren, den visuellen und handwerklichen Umgang mit verschiedenen Materialien und das räumliche Vorstellungsvermögen durch konkrete Übungen zu trainieren. Dazu kommt jeweils die Vermittlung praxisbezogener Theorie mit Beispielen aus der Kunstgeschichte. Die Beschäftigung mit Körpern vermittelt gestalterische Grundlagen, die zeichnerisch oder durch Modellierung praktisch angewendet werden. Betrachtungen zu Plastizität, Lichteinfall und Oberflächenbeschaffenheit eines Körpers können allenfalls zur Konzeption und Realisation eines funktionalen Objekts führen. Ebenfalls werden im Unterricht die Möglichkeiten diverser Materialien erforscht. Das jeweilige Material wird hinsichtlich seiner visuellen, haptischen, akustischen und olfaktorischen Eigenschaften getestet und nach seiner kunstgeschichtlichen und gesellschaftlichen Bedeutung, respektive Verwendung befragt. Die Thematisierung von Raum mündet in der Inszenierung von Modellräumen und von Objekten in realen Räumen.
Vorkurs/Propädeutikum
Grafische Gestaltung
Tina Leimbacher
Sarah Infanger
Jens-Peter Volk

Im Fach Grafische Gestaltung werden verschiedene Gestaltungsmittel auf ihre Funktionen innerhalb der Bedingungen visueller Nachrichtenvermittlung untersucht und erprobt. Die in anderen Fächern wie Form & Farbe, Zeichnen oder Fotografie erworbenen Kenntnisse bilden eine wichtige Grundlage für die Arbeit. 

Aufbauend werden verschiedene Techniken grafischer Gestaltung vermittelt und der Umgang mit Schriften in Theorie und Praxis geübt. Konkrete Aufgaben fordern die Kombination von Schrift– und Bildelementen in komplexen Layouts heraus.

Grafische und insbesondere typografische Gestaltung ist heute ohne den Computer nicht mehr denkbar. Diesem Instrument wird grosse Aufmerksamkeit gewidmet, ohne aber die wesentlichen Erfahrungen manueller Tätigkeit zu vernachlässigen. Resultate sind zwar wichtig, aber noch wichtiger ist der Prozess. Der experimentelle Umgang als Grundlage zur Erarbeitung grafischer Kompetenz verlangt auch, den Produkten des visuellen Mainstreams immer wieder eigenständige und unkonventionelle Lösungen entgegenzustellen.
Vorkurs/Propädeutikum
Re-Design
Anita Vrolijk
Fetishism in Fashion, Bild: Lidewij Edelkoort

Hast du alte Kleidungstücke in deinem Schrank, nicht mehr gut genug zum Tragen aber zu schön zum Entsorgen? Du suchst neue Verwendungszwecke und unkonventionelle Lösungen für alte Kleider und recycelte textile Materialien. Wie können durch Experimentieren und Abformen interessante Körperformen entstehen? Wo setzt du die Grenzen: in der Abstrahierung des Körpers oder soll der Körper erkennbar bleiben?
 
Du experimentierst  mit gebrauchten, textilen Objekten wie Kleidern, Schirmen, Zelten, Tischtüchern, Kissen, Schuhen, Taschen, Veloreifen, Bändern. Du recherchierst, skizzierst, kombinierst. Durch Abformen, Konstruieren, De–konstruieren und Neu–Erarbeiten entstehen Ideen für dreidimensionale textile Produkte, die einen Bezug zum Körper haben. Es können abstrakte Objekte, avantgardistische Accessoires, aber auch ein extravagantes Kleidungstück erschaffen werden. Vielleicht erhalten Gegenstände neue Funktionen, oder es entsteht aus etwas Funktionalem ein gestaltetes Objekt ohne Gebrauchsfunktion
Vorkurs/Propädeutikum
Netzkultur
Silvia Popp
Chantal Romani

Seit zu Beginn der 90er Jahre das World Wide Web Einzug in unseren Alltag hielt, haben sich im rasanten Tempo vielfältige Anwendungsmöglichkeiten aufgetan. Die neu entstandenen Kommunikationsformen, Organisationsformen sowie Informationskanäle nehmen einen entscheidenden Einfluss auf unsere gesellschaftliche Entwicklung.
In ‹Netzkultur› findet eine kreative, kritische Auseinandersetzung mit einem omnipräsenten Medium statt, das sich immer noch stetig wandelt und auch gerade deshalb schwer fassbar ist. Hierfür werden ausgewählte Begrifflichkeiten wie digitale Identität, Transparenz, Partizipation und kollektive Wissensgenerierung anhand stimmiger Beispiele und Referenzen zusammen erarbeitet, damit das multifunktionale Web als Tool ebenso gezielt für gestalterische Projekte genutzt werden kann.
Vorkurs 
Vorkurs, Grafische Gestaltung, VK2 2016/17 
Vorkurs/Propädeutikum
Offene Orte
Katrin Murbach
Mirjam Bürgin

Die St. Jakobs Kirche am Stauffacher liegt an einem gut frequentierten Verkehrsknotenpunkt im Kreis 4 im Herzen von Zürich. Der vielseitig genutzte Vorplatz dient sowohl Obdachlosen, sowie Passanten und Leute, die ihre Mittagspause verbringen möchten, als kurz– oder längerfristigen Aufenthaltsort. Während einem Tag erlebst du die Stadt „obdachlos“, ohne Geld und ohne Natel. Aufbauend auf dieser Erfahrung und anhand von aktuellen gesellschaftlichen Fragestellungen schaffst du im Team kleine bauliche Interventionen im öffentlichen Raum. Dabei dient die vorgefundene Stadtarchitektur als Anknüpfungspunkt für dein temporäres und selbergebautes Stadtmobiliar. Wir sprechen über Strategien für die Umsetzung einer Idee in den Raum und entwickeln mit Holz und anderen Materialien ein gestalterisch–künstlerisches Projekt

Vorkurs/Propädeutikum
Foto: Véronique Hoegger, 2016
Vorkurs/Propädeutikum
Sound & Vision
Johannes Maier
Jackie's roar being recorded for use at the beginning of Hollywood's Metro–Goldwyn–Mayer talking movies in 1928. A sound stage was built around his cage to make the recording.

Anhand von Musikvideos, Dokumentar–, Spiel–, und Experimentalfilmen werden wichtige Beziehungen von Ton und bewegtem Bild vorgestellt und diskutiert. Auf diesen Erfahrungen aufbauend erarbeitet ihr eine Idee, plant und dreht den Film und bringt ihn im Filmschnitt zum Abschluss. Entscheidend bei der Erarbeitung und Realisierung des Films ist dabei immer, ein originelles Thema zu finden und eine Erzählweise zu entwickeln, die das Publikum staunen lässt.
Vorkurs/Propädeutikum
Comics
Brigitte Fries

Ein Comic wird entwickelt und umgesetzt, von der Idee bis zur druckfertigen Vorlage zu einem vorgegebenen Thema. Das Augenmerk gilt dabei verstärkt dem Arbeitsprozess, nicht nur dem Endprodukt. Es geht um das Erzählen und Aufzeichnen einer eigenen Sicht auf Zeit und Alltag und um das Kennenlernen der individuellen Bildsprache. Begleitetes wie auch selbständiges Planen und Realisieren einer Comic–Aufgabe soll erprobt werden.
Vorkurs, Dreidimensionale Gestaltung, 2016/17 
Vorkurs/Propädeutikum
Performance
Franz Gratwohl
Julia Heinrichs

Der Unterricht vermittelt Grundlagen für die eigene Präsentation eigenständiger Kunst–Performances. Im Zentrum des Unterrichts stehen die Kommunikation mittels des Körpers und die Wahrnehmung der eigenen Person im Umgang mit alltäglichen Begegnungen und Kontakten in Raum und Zeit. Dies führt zu einer Sicherheit des eigenen Ausdrucks. Es gilt, den Körper als Werkzeug zu begreifen. Der Unterricht folgt der Fragestellung «Wie?». Dies zielt auf ein Bewusstwerden der eigenen Person in Zeit und Raum ab. Die Frage «Wie?» verweist wertfrei auf wesentliche Aspekte der Performance und fördert die Selbstwahrnehmung – Wie stehe ich? Wie ist mein Blick? Wie ist die Situation? Die Antworten sind als Arbeitsprozess zu verstehen und veranschaulichen, wie mit dem eigenen Körper und der eigenen Präsenz ein Bild kreiert, ein Zeichen gesetzt, eine Aussage gemacht, ein Ausdruck gefunden wird.
Vorkurs/Propädeutikum
Zeichnen
Luigi Archetti
Markus Weiss
Andrea Heller

Zeichnen ist die unmittelbarste Form gestalterisch–künstlerischen Denkens: Beobachtungen, Analysen, Konzepte und Prozesse werden erlernt und angewendet. Vielschichtige Aufgabenstellungen fördern die Grundlagen der Wahrnehmung, der Anschauung und der Erfindung. Die fachliche Vertiefung ermöglicht die Aneignung von gestalterischer Kompetenz, Selbständigkeit und Kritikfähigkeit.
Vorkurs Abschlussausstellung 2017 
Vorkurs/Propädeutikum
Foto: Véronique Hoegger, 2016