Wege zum Funktionalismus – Teil 1
Franka Grosse

Aufbauend über vier Semester beschäftigen sich die Studierenden mit angewandter visueller Gestaltung von ca. 1850 bis in die Gegenwart. Teil 1 thematisiert die Geschichte der Visuellen Kommunikation von Mitte des 19. Jahrhunderts bis in die 1930er-Jahre.

Die Studierenden lernen am Beispiel von Historismus und der Reformbewegung gestalterische Haltungen des Industriezeitalters in ihrem zeitgeschichtlichen Kontext kennen. Sie machen sich mit Impuls gebenden Einflüssen aus der modernen Kunst vertraut und beobachten, wie eine praktisch funktionale Entwurfshaltung im Design des frühen 20. Jahrhunderts an Bedeutung gewinnt. Über die Auseinandersetzung mit exemplarischen gestalterischen Kräften wie der Arts-and-Crafts-Bewegung oder dem Russischen Konstruktivismus gilt es, ein Verständnis des Begriffs der «Moderne» im Grafik Design zu erarbeiten.

Kunst HF
Anmeldung, Bewerbung Studiengang Kunst HF
Zulassungsbedingung
Mindestalter 18 Jahre. Abschluss auf Sekundarstufe II (drei- bis vierjährige berufliche Grundausbildung mit Eidgenössischem Fähigkeitszeugnis oder Matur). Die Vorbildung muss nicht einschlägig, bzw. fachspezifisch sein. Bewerber*innen können beim Nachweis herausragender gestalterischer Fähigkeiten auch ohne abgeschlossene Sekundarstufe II «sur dossier» aufgenommen werden.

Aufnahmeverfahren 
Nach Eingang der Online-Anmeldung werden Bewerber*innen zu einem Aufnahmegespräch eingeladen. Mitzubringen sind Arbeiten, Projekte oder Dokumentationen eigener künstlerischer Versuche sowie ausserkünstlerischer Betätigungen. Danach wird über die Aufnahme in den Studiengang entschieden. Aufnahme, Zwischenprüfung und Diplomabschluss orientieren sich an den konkreten künstlerischen Anliegen und nicht an schriftlichen Arbeiten. Die Prüfungsgebühr beträgt CHF 150.–.

Das Aufnahmeverfahren wird nach Absprache mit den Behörden, und unter Berücksichtigung der Schutzmassnahmen, regulär durchgeführt. 

Infoveranstaltungen
Sind noch Fragen offen? Dann besuche uns unverbindlich an einem der monatlichen Infoabenden oder am Open House, lerne die Schulleitung kennen und informiere dich persönlich vor Ort.

Gerne berät dich unser Sekretariat telefonisch von Mo.–Fr. von 9.00–12.00 und von 14.00–17.00 Uhr unter 044 444 18 88. Fragen und Anliegen kannst du uns auch per E-mail übermitteln oder du bestellst dir dein gewünschtes Infomaterial über diesen Link direkt nach Hause.

Online-Anmeldung zum Aufnahmeverfahren:

  • Bewerbung Schuljahr 2020/21
    Ausbildungsbeginn: 24. August 2020
    Prüfungsgebühr: CHF 150.00
    Anmeldung
  • Bewerbung Schuljahr 2020/21 (Frühlingssemester)
    Ausbildungsbeginn: 1. Februar 2021
    Prüfungsgebühr: CHF 150.00
    Anmeldung
Kunst HF
Studiengang
Kunst HF
Freie Kunst – dank offenem Kunststudium. Dieser Studiengang unterstützt dich dabei, selbstständig Projekte zu realisieren, die eine eigene künstlerische Sprache sprechen und wie du daraus resultierende, unverwechselbare Werke im Kunstsystem vermitteln kannst. 

Die F+F-Schule bietet dir in einem dreijährigen Vollzeitstudium viel Freiheit – sowohl in künstlerischer als auch in persönlicher Hinsicht. Die Studienzeit kann grösstenteils selber eingeteilt werden, die F+F-Ateliers stehen rund um die Uhr und auch am Wochenende zur Verfügung. Eine einfache, offen gestaltete Studienstruktur ermöglicht dir während der ganzen Studienzeit müheloses Eintauchen in die Kunstpraxis. Die Entwicklung deiner eigenständigen künstlerischen Sprache und die Beteiligung an den aktuellen Kunstdiskursen stehen an erster Stelle. Der unkomplizierte Austausch mit den anderen Studierenden unterstützt das Erkennen deiner eigenen Stärken und hilft mit, ein persönliches Netzwerk aufzubauen. Praktika in der Kunstszene wie auch die Möglichkeit, an europäischen Kunsthochschulen Austauschsemester zu absolvieren, bieten dir einen zusätzlichen Blick von aussen auf dein eigenes Werk. 

Verbindlich für den Studiengang sind lediglich zwei Fixtage pro Woche für Seminare und Mentorate sowie ein Semesterprojekt, eine Arbeitspräsentation pro Semester und der Besuch von Vertiefungsseminaren. Es werden zusammen mit eingeladenen Leuten aus der Kunstwelt Projekte entwickelt. Die Seminare bieten eine Form der Zusammenarbeit, die das Nachdenken und Entwickeln einer Erzählsprache zur eigenen künstlerischen Arbeit unterstützen. Während der Beratungs- und Mentoring-Tage besprichst du mit Fachleuten aus Kunst, Theorie und Vermittlung die eigenen Arbeiten und Strategien – sei es in Einzelgesprächen oder in Gruppen.

Die Überschaubarkeit und die kurzen Wege zwischen den Studierenden und der Schulleitung stehen für eine offene Kultur, die in der F+F gelebt wird. Dazu gehören sowohl die Mitbestimmung bei der Ausgestaltung des Studienbetriebs als auch die Selbstorganisation. Der künstlerischen Selbstbestimmung steht nichts im Weg: weder eine fehlende Matur, noch eine mühsame Bürokratie und schon gar kein unnötiges Punktesammeln. 

Folge uns
Facebook
Instagram
Kunst HF
Studienbeginn und Dauer
Der Studiengang startet jeweils im August und umfasst 5 400 Lernstunden und wird nach sechs Semestern per Ende Frühlingssemester mit der Diplomarbeit abgeschlossen. Es ist möglich, das Studium im Frühlingssemester zu beginnen, der Abschluss ist jedoch nur im Frühlingssemester möglich. Dadurch verlängert sich das Studium um ein Semester, welches für ein Praktikum, ein Austauschsemester, eine Studienpause oder für Erwerbsarbeit genutzt werden kann. Einschlägige Berufserfahrung und Vorbildungen können dem Studium angerechnet werden. Eintritte während des laufenden Semesters ;sind in der Regel ausgeschlossen.

Ausbildungsstufe
Tertiärstufe, Höhere Berufsbildung, Höhere Fachschule

Diplom
Eidgenössisch anerkannter Titel dipl. Gestalterin HF Bildende Kunst/dipl. Gestalter HF Bildende Kunst

Kosten
Die Studiengebühren betragen für Studierende mit zivilrechtlichem Wohnsitz in der Schweiz oder Liechtenstein pro Semester: CHF 6 750.– (= CHF 1 125.– mtl.).Inbegriffen ist die individuelle Benutzung der Schulinfrastruktur (inklusive Atelierarbeitsplatz) auch ausserhalb der Unterrichtszeiten sowie die Nutzung der Tutorialplattform Linkedin Learning. Die Ausbildung an der F+F ist staatlich anerkannt und subventioniert. Studierende sind grundsätzlich in ihrem Wohnsitzkanton stipendienberechtigt.

Berufliche Perspektiven
Künstler*innen realisieren selbstständig künstlerische Werke und Projekte. Das berufliche Umfeld ist der breitgefächerte lokale und globale Kunstbetrieb, der eine selbstbeauftragte künstlerische Tätigkeit ebenso wie Projektentwicklungen im Rahmen von privaten oder öffentlichen Aufträgen umfasst. Eine Betätigung in den Bereichen Visuelle Gestaltung, Fotografie und Video/Film, für Medienbetriebe der Information und Unterhaltung oder in der Kultur- und Vermittlungsarbeit jenseits desklassischen Kunstbetriebs sind ebenso vorstellbar wie anstrebenswert.
Kunst HF
Kunst, Mentoring, Kaffee & Kuchen, Mirjam Hurschler, 2018
Lektüreseminar: Fotografie und Gesellschaft
Daniel Berndt
Lektüreseminar, 2020, Foto: Henri Meyer, La Photographie dans les prisons
Anhand einer Auswahl grundlegender Theorien zur Fotografie diskutieren wir die Rolle des Mediums in der Gesellschaft. Dabei sollen in erster Linie Texte aber auch Kunstwerke besprochen werden, die die Fotografie als Mittel von Identifikationsprozessen thematisieren oder ihren Anteil an Erinnerungskulturen, historisierenden Prozessen und öffentlicher Meinungsbildung beleuchten.
Mit einem Fokus auf das Porträt wird zugleich eine Geschichte der Fotografie skizziert, anhand derer u. a. die Funktion der Porträtfotografie als persönliches Andenken, als Instrument der Personenerfassung und Überwachung bis hin zur obsessiven und strategischen Selbstdarstellung mittels des Selfies im digitalen Zeitalter besprochen werden soll.

Das Seminar ist für Anmeldungen aus dem HF-Studiengang Kunst offen
Kamera- & Lichttechnik in der Fotografie
Jos Schmid
Wie belichtet man eine Fotografie? Was ist ein Weissabgleich? Wie wird Kontrast und Auflösung gesteuert? In diesem Seminar vermitteln wir dir die technischen Grundlagen der Fotografie, der Kameratechnik und der Lichtführung.

Du lernst die technischen Grundlagen der Fotografie kennen, bedienst digitale Kameras und setzt dich mit den charakteristischen Eigenheiten von Kamerasystemen und Licht auseinander. Die verschiedenen Möglichkeiten der manuellen Kameraeinstellungen werden auf unterschiedliche Lichtsituationen hin angewendet. In einfachen Übungen vertiefst du deine Kenntnisse auf praktische Weise, um mit vorhandenem, natürlichem Licht sowie mit Kunstlicht arbeiten zu können. Du verwendest in diesem Kurs das Equipment der F+F.

Anmerkung: Die Veranstaltung findet im Studio 101, Zürich statt
Mitbringen: eigene Fotokamera

 
Archiv und Fiktion
Chantal Küng
Bild: Chantal Küng
Wie arbeiten Künstler*innen mit Archiven? Was geschieht, wenn Künstler*innen Archive erfinden? Und wie sieht das Archiv einer fiktionalen Kollektivkünstler*in aus?
Vom «archive-as-artwork» über den / die «artist-as-archivist» gibt es unzählige Wege, wie Künstler*innen mit Archiven arbeiten. Im Fokus stehen dabei Fragen zu Geschichtsschreibung, In- und Exklusion und Autorschaft. Die Arbeiten thematisieren so, wie Wissen produziert, kategorisiert und rezipiert
wird, aber auch, wer an diesen Vorgängen beteiligt ist, wer und was erinnert wird, und wessen Wissen, Arbeiten und Geschichte(n) als relevant eingestuft werden. Anhand des Louise-Guerra-Archive untersuchen wir künstlerische Strategien zu «Archiv und Fiktion».

 
Adobe Photoshop CC
Franco Bonaventura
Ein Pixel ist die kleinste Einheit eines Fotos, ein einzelner Bildpunkt. Jedem Pixel wird ein bestimmter digitaler Wert zugewiesen, z. B. ein Farb- und Helligkeitswert. Je mehr Pixel ein Bild definieren, desto schärfer und detaillierter kann es reproduziert werden. 

Wir üben die Grundfunktionen von Adobe Photoshop CC ein: den Umgang mit Dateiformaten, Farbmodi, Bildauflösungen, das Zusammensetzen von Bildfragmenten zu einem neuen Bild sowie einfachere Retuschen. Wir nehmen Fotografien auf, um diese anschliessend zu importieren und wir scannen Bilder
aus Publikationen.



 
Kunst HF
Fotoreportage: Veronique Hoegger
Kunst HF
Kunst, Projekt, The Art Student As Curator, Clare Goodwin, 2018
Kunst HF
Kunst, Projekt, Der Catwalk des Schamanen oder drei Haikus für die Wahrsagerin, Sarah Burger, 2017
Portrait, Familie, Beziehungen
Teresa Gruber
Kodak-Werbung
Seit wann spielt die Fotografie eine Rolle als Zeugin privater Glücksmomente? Welche Künstler*innen richteten die Kamera auf ihnen nahestehende Personen?

Wie wir uns selbst, unsere Biographie, Familie und Freunde wahrnehmen, definieren wir oft über fotografische Aufnahmen. Schon mit der Verbreitung der ersten Amateurkameras wurde die Fotografie zum identitätsstiftenden Medium, das ein möglichst perfektes Bild des erfüllten und erfolgreichen Lebens konstruiert. Diese Konventionen der Inszenierung wurden auch von der künstlerischen Fotografie reflektiert, die sich zugleich von der kompositionellen Unbefangenheit der Amateurfotografie inspirieren lässt. Tagebuchartige Aufzeichnungen von Fotografen wie Nobuyoshi Araki und Nan Goldin werden im Seminar mit vorangehenden und nachfolgenden Positionen konfrontiert.

Anmerkung: Die Veranstaltung findet in der Fotostiftung Schweiz, Winterthur statt

 
Mentorat
Maricruz Peñaloza
Bild: Maricruz Peñaloza
Performance ist Aktivismus ist auch feministisch ist auch öffentlich ist auch poetisch und politisch ist auch theoretisch ist auch unmittelbar ist auch zeitgenössisch.
Wie kann ich mit einer mir eigenen Sprache Bilder im Erfahrungsraum von Performances mitentwickeln? Es geschieht immer etwas mit uns. Und wir bewegen uns. Entweder, indem wir eine Handlung vollziehen, die gekoppelt ist an entsprechende Überlegungen oder indem wir uns auf Situationen einlassen, die wir nicht kontrollieren. Was passiert da? Wie arbeite ich damit? Wird alles dem Zufall überlassen? Oder will ich alles kontrollieren können? Ich stehe zur Verfügung für den künstlerischen Austausch.
Arbeitspräsentation
Daniel Hauser
Gökçe Ergör
Arbeitspräsentationen HS 19_20. Foto: Gökçe Ergör
Die Arbeitspräsentationen helfen dir, Kriterien zu deiner eigenen künstlerischen Praxis zu entwickeln sowie Hierarchien und autoritäre Positionen zu hinterfragen. Alle Präsentationsformate sind willkommen.
An den Präsentationstagen besprichst du mit ein bis zwei Gäste aus dem Kunstbetrieb und unter der Leitung einer/s Kunstdozent_in deine Arbeiten. Im Vordergrund steht dabei die kritische Auseinandersetzung mit deiner künstlerischen Praxis. So kannst du gleich zu Beginn des Studiums eine Sicht auf die eigenen Stärken und Schwächen gewinnen sowie ein Verständnis für geeignete Arbeitsweisen bilden. Die Präsentationen sind beste Gelegenheiten, um deine Arbeiten einem kritischen Publikum zur Beurteilung vorzulegen.
 
Kunst HF
Fotoreportage: Véronique Hoegger
Modegeschichten
Nicole Schmidt

Die Vorlesungsreihe bietet zugleich Rückblicke und Ausblicke auf die Entwicklung der Mode: In welchen Epochen lassen sich Trends verorten und welche gesellschaftlichen Strömungen haben die Mode beeinflusst und tun es weiterhin?

Cutaway, Rüstung oder Surcotte: In der Geschichte der westlichen Mode markiert das Aufkommen wichtiger Trends und prägender Stücke stets auch einen Moment, in der Kleidung Auskunft über kulturhistorische Tendenzen gibt. Im Zentrum dieser Vorlesungsreihe stehen nicht nur Eckpunkte und markante Kleidungsstücke der Modegeschichte, sondern auch die Diskussion, wie Mode gesellschaftliche Veränderungen sichtbar werden lässt.

Mitbringen: Schreibutensilien

Sound Projekt
Reto Stamm
Du erprobst grundlegende Techniken der Tonaufnahme und -bearbeitung. Damit schaffst du dir die Grundlage für die Arbeit mit Sound in deinen eigenen Projekten. Während des Workshops gestaltest du aus eigenen Aufnahmen selbständig eine kleine Arbeit.

Neben der Arbeit mit Mikrofonen und Tonaufnahmegeräten nimmt Hören und Beurteilen grossen Raum ein: Wir bewerten sowohl selbst aufgenommenes Material als auch Beispiele von «field recordings», akusmatischen Kompositionen und Filmtongestaltungen. Nach einer Einführung in die Funktionen der gängigen Audiosoftware Logic Pro Xarbeitest du selbstständig an deinem eigenen Projekt. Damit schaffst du dir die Grundlage, Sounds in deine eigene Arbeit einzubauen. Vorkenntnisse für die Bedienung von Tonaufnahmegeräten und Audiosoftware sind nicht erforderlich, es kann aber gerne mit eigenen Geräten gearbeitet werden.