Unlearning Fashion
Jeremy Hutchison, Global North Clothing Waste, The Messy Truth, 2025, Atmos Magazine, Volume 10
Sozioökonomische, technologische und ökologische Entwicklungen verändern die Mode und unsere Art zu gestalten grundlegend. Welche Trends entstehen, und wie lässt sich Zukunft nachhaltig denken? Du erkundest relevante Strömungen und untersuchst, wie sie Design, Kultur und Kunst prägen könnten. Durch Spekulation, Experiment und kreative Reflexion entwickelst du eigene Perspektiven auf das Morgen. Die Zukunft ist offen – und kann von uns mitgestaltet werden. Are you ready to re-think the Fashion of doing things?
 
  • Voraussetzung: kontinuierliche und aktive Mitarbeit
  • Mitbringen: Skizzen- und Arbeitsbuch, Zeichenutensilien und Laptop, wenn vorhanden
Kunst HF
Anmeldung, Bewerbung Studiengang Kunst HF
Fotoreportage, Véronique Hoegger, 2024
Zulassungsbedingungen
Mindestalter 18 Jahre. Abschluss auf Sekundarstufe II (drei- bis vierjährige berufliche Grundausbildung mit Eidgenössischem Fähigkeitszeugnis oder Matur). Die Vorbildung muss nicht fachspezifisch sein. Bewerber:innen können beim Nachweis herausragender gestalterischer Fähigkeiten auch ohne abgeschlossene Sekundarstufe II «sur dossier» aufgenommen werden.

Aufnahmeverfahren
Zur Online-Anmeldung reichst du ein Motivationsschreiben, einen Lebenslauf, Arbeits- und Ausbildungszeugnisse sowie dein Portfolio, welches das bisherige künstlerische und gestalterische Arbeiten dokumentiert, ein. Bei positiver Beurteilung der Unterlagen wirst du zu einem Aufnahmegespräch eingeladen. Danach wird über die Aufnahme in den Studiengang entschieden. Eintritte während des laufenden Semesters sind in der Regel nicht möglich. Die Prüfungsgebühr beträgt CHF 150.–.

Infoveranstaltungen
Sind noch Fragen offen? Dann besuche uns unverbindlich an einem der monatlichen Infoabenden oder am Open House, lerne die Schulleitung kennen und informiere dich persönlich vor Ort.

Wünschst du ein Abklärungsgespräch direkt mit der Studiengangsleitung HF Kunst? Dann richte deine Fragen an unsere Co-Leitungen an Gökçe Ergör und Latefa Wiersch direkt per E-Mail.

Gerne berät dich unser Sekretariat telefonisch von Mo.–Fr. von 9.00–12.00 und von 14.00–17.00 Uhr unter 044 444 18 88. Fragen und Anliegen kannst du uns auch per E-Mail übermitteln oder du bestellst dir dein gewünschtes Infomaterial über diesen Link direkt nach Hause.

Online-Anmeldung:

  • Schuljahr 2026/27: Anmeldung zum Aufnahmeverfahren
    Anmelden bis 14. Juni 2026, Ausbildungsbeginn: 24. August 2026
    Prüfungsgebühr: CHF 150.00
    Anmeldung
Kunst HF
Studiengang
Kunst HF
Freie Kunst dank offenem Kunststudium. In diesem dreijährigen Vollzeitstudium realisierst du Projekte, die deine eigene künstlerische Sprache sprechen. Die F+F bietet dir dabei ein Maximum an Freiheit – in künstlerischer ebenso wie in persönlicher Hinsicht.

Eine einfache, offen gestaltete Studienstruktur ermöglicht dir während des gesamten Studiums ein müheloses Eintauchen in die Kunstpraxis. Die F+F-Ateliers stehen dir rund um die Uhr zur Verfügung. Die Entwicklung deiner eigenständigen künstlerischen Sprache und die Beteiligung an den aktuellen Kunstdiskursen stehen dabei an erster Stelle. Der Austausch mit anderen Studierenden spiegelt eigene Stärken und fördert die Entstehung eines persönlichen Netzwerks. Praktika in der Kunstszene oder der Austausch an einer europäischen Kunsthochschule bieten dir einen zusätzlichen Blick von aussen auf dein eigenes Werk.

Verbindlich für den Studiengang sind zwei Fixtage pro Woche für Seminare und Mentorate sowie ein Semesterprojekt, eine Arbeitspräsentation pro Semester und der Besuch von Vertiefungsseminaren. Die Semesterprojekte werden gemeinsam mit erfahrenen Personen aus der Kunstwelt realisiert. Die Seminare bieten dir eine Form der Zusammenarbeit, die dich über deine eigene künstlerische Praxis nachdenken lässt und neue Impulse setzt. Während der Beratungs- und Mentoring-Tage besprichst du mit Fachleuten aus Kunst, Theorie und Vermittlung deine eigenen Arbeiten und Strategien.

Die kurzen Wege und der nahe Austausch zwischen den Studierenden und der Schulleitung spiegeln die offene Kultur, die an der F+F gelebt wird. Dazu gehören sowohl die Mitbestimmung bei der Ausgestaltung des Studienbetriebs als auch die Selbstorganisation. Der künstlerischen Selbstbestimmung steht nichts im Weg: weder eine fehlende Maturität noch eine mühsame Bürokratie und schon gar kein unnötiges Punktesammeln.

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Kunst HF
Studienbeginn und Dauer
Der Studiengang startet jeweils im August und umfasst 5 400 Lernstunden und wird nach sechs Semestern am Ende des Frühlingssemesters mit der Diplomarbeit abgeschlossen. Es ist möglich, das Studium im Frühlingssemester zu beginnen, dadurch verlängert sich das Studium um ein Semester, welches für ein Praktikum, ein Austauschsemester, eine Studienpause oder für Erwerbsarbeit genutzt werden kann. Einschlägige Berufserfahrung und Vorbildungen können dem Studium angerechnet werden. Eintritte während eines laufenden Semesters sind in der Regel nicht möglich.

Ausbildungsstufe
Tertiärstufe, Höhere Berufsbildung, Höhere Fachschule, Professional Bachelor

Diplom
Eidgenössisch anerkannter Titel dipl. Bildende Künstlerin HF, Professional Bachelor / dipl. Bildender Künstler HF, Professional Bachelor. Die Englische Bezeichnung lautet: Professional Bachelor in Fine Arts.

Kosten
Die Studiengebühren betragen für Studierende mit zivilrechtlichem Wohnsitz in der Schweiz oder Liechtenstein pro Semester: CHF 7 425.– (= CHF 1 237.50.– mtl.). Inbegriffen ist die individuelle Benutzung der Schulinfrastruktur (inklusive Atelierarbeitsplatz) auch ausserhalb der Unterrichtszeiten. Die Ausbildung an der F+F ist staatlich anerkannt und subventioniert. Studierende sind grundsätzlich in ihrem Wohnsitzkanton stipendienberechtigt.

Unterrichtssprachen
In den Studiengängen wird mehrheitlich in Deutscher Standardsprache unterrichtet. Einzelne Seminare, Projekte und Vorträge finden in Englisch statt. Alle Studierenden verfügen über ein ausreichendes Sprachniveau in Englisch (B1) oder erwerben sich diese Kompetenz während dem Studium.

Berufliche Perspektiven
Künstler:innen realisieren selbstständig künstlerische Werke und Projekte. Das berufliche Umfeld ist der breitgefächerte lokale und globale Kunstbetrieb, der eine selbstbeauftragte künstlerische Tätigkeit ebenso wie Projektentwicklungen im Rahmen von privaten oder öffentlichen Aufträgen umfasst. Eine Betätigung in den Bereichen Visuelle Gestaltung, Fotografie und Video/Film, in Medienbetrieben der Information und Unterhaltung oder in der Kultur- und Vermittlungsarbeit jenseits des klassischen Kunstbetriebs sind ebenso vorstellbar wie anstrebenswert.
Kunst HF
Jetzt anmelden!
Du willst deine eigene künstlerische Praxis vertiefen und den lokalen oder globalen Kunstbetrieb zu deinem beruflichen Umfeld machen? Melde dich jetzt schon zum Aufnahmeverfahren an – auch ohne Matur möglich!
 
Eintreten, Foto: Regula Müdesüacher
Diese Einführung bietet dir Gelegenheit, die vielfältigen Möglichkeiten von analogen Verarbeitungstechniken in der Fotografie kennenzulernen. Du wirst in die Nutzung der Geräte, die Handhabung der Chemie eingeführt und du lernst die Arbeitsabläufe im Labor kennen. Gleich im Anschluss an die Einführung kannst du selbst Hand anlegen und Fotogramme entwickeln.
Ultramarin
Latifa Echakhch, For Each Stencil a Revolution, 2007
Zahlreiche Kunstschaffende der Moderne und Gegenwart entwickelten eine Faszination für Ultramarin. Wer Tempel des alten Ägypten oder Kirchen und Moscheen aus dem Mittelalter besucht hat, kann nachvollziehen, wie sehr die Farbe in den Bann zieht. Das Lehrangebot zeigt, wie Lapislazuli früher als Symbol von Reichtum und Sakralität verwendet wurde und welche Geschichten die Farbe, die viele nur noch als Yves-Klein-Blau kennen, heute erzählt. Von Giotto di Bondone, bis Latifa Echakhch wird die Vielseitigkeit der kunsthistorischen Auseinandersetzung mit Farbe sichtbar.
Techno Love

Counter cloud action days, 2023

Im Seminar setzt du dich mit aktuellen technologischen Entwicklungen und ihrem Einfluss auf unser Verhältnis zur Welt auseinander: Was macht KI mit Wissen, wovon lebt die Cloud, wieviel Macht hat Infrastruktur, was bedeutet dies für dich? Du erfährst Hintergründe zu Technologien und lernst kritische Perspektiven und künstlerische/aktivistische Positionen kennen. Ziel ist es, Grundlagenwissen zu aktuellen technologischen Diskursen und ein kulturelles Verständnis von Technologie zu erarbeiten. Zum Abschluss erstellst du dein eigenes Zine mit Materialien des Seminars und eigenen Beiträgen.
ACT Performancefestival
Noah Joel Huber, twinkletwinklelittlestarshipenterprise, 2024, Foto: Gökçe Ergör
ACT ist ein jährlich stattfindendes Performance-Festival von und für Kunststudierende der Schweizerischen Kunst(hoch)schulen.
Das ACT Performancefestival versteht sich als experimentelle Plattform für Performancekunst. Du entwickelst allein oder im Kollektiv eine Performance für ACT und bist Mitorganisator:in des Festivals. Das Festival findet in verschiedenen Städten in der Schweiz statt. In Vorbereitung darauf gibt es einen Input zum Thema Performance. Zudem nimmst du am Mammuttag teil, ein Austauschtreffen mit allen Studierenden und Akteur:innen der verschiedenen Festivalanlässe, dadurch lernst du die unterschiedlichen Schauplätze und Performanceprojekte kennen.
Siebdruck – Fokus Papier
Ansicht Druckwerkstatt, Foto: F+F
Nach dieser Einführung kannst du die Werkstatt und ihre Geräte und Werkzeuge selbstständig für die Realisation deiner Gestaltungsprojekte mit Fokus Papier benutzen. Für die selbständige Nutzung der Siebdruck-Werkstatt Zitropress ist diese Einführung obligatorisch.
Kritische Kontraste: Art Basel + Swiss Art Awards
Art Basel + Swiss Art Awards, KI Bild, Philip Ortelli 2025
Jeden Juni wird Basel zur Bühne eines facettenreichen Dialogs: Hier treffen sich die Pole des Kunstbetriebs – kommerzieller Glamour, staatliche Förderung, unabhängige Experimente und aufstrebende Positionen. Während die Art Basel den globalen Kunstmarkt in Bewegung setzt, fühlen die Swiss Art Awards am Puls der subventionierten Schweizer Kultur. Gleichzeitig eröffnen zahlreiche alternative Formate, die ebenfalls etwas vom Glanz abbekommen wollen. Dieses Seminar lädt ein, diese Kontraste zu erleben, die Mechanismen des Kunstbetriebs kritisch zu hinterfragen und sich darin zu positionieren.
 
  • Mitbringen: Notizbuch, Schreibzeug
Adobe Photoshop CC
Bild Komposition, Foto: Franco Bonaventura
Du steigst entspannt in Photoshop ein und lernst die Benutzeroberfläche des Bildbearbeitungsprogramms Schritt für Schritt kennen. Im Fokus stehen die wichtigsten Grundlagen: Helligkeit, Kontrast und Farben anpassen, Bildausschnitte wählen und störende Elemente entfernen. Du arbeitest mit Ebenen und lernst, deine Dateien sinnvoll zu speichern. So gewinnst du Sicherheit und kannst deine Bilder bald selbstständig und sauber bearbeiten.
Sound Projekt
Sound recording, Foto: Reto Stamm
Neben der Arbeit mit Mikrofonen und Tonaufnahmegeräten spielt das Hören und Beurteilen eine zentrale Rolle: Wir bewerten selbst aufgenommenes Material sowie Beispiele von «field recordings», akusmatischen Kompositionen und Filmtongestaltungen. Nach einer Einführung in die Funktionen der gängigen Audiosoftware Logic Pro X arbeitest du selbstständig an deinem Projekt. Damit schaffst du dir die Grundlage, Sounds für deine eigene Arbeit zu nutzen. Vorkenntnisse für die Bedienung von Tonaufnahmegeräten und Audiosoftware sind nicht erforderlich, eigene Geräten können jedoch gerne verwendet werden.
Kunst HF
Kunst HF, Arbeitspräsentation Blanc Eulalie, Fotografie: Claudia Breitschmid, 2019
Zeichnen – Vertiefung
Fachstelle, Kanton Zürich und Edition Taube, Michael Günzburger
Zeichnen ist nicht nur künstlerisches Medium – es ist eine der unmittelbarsten Techniken, um einen Gedanken schnell und mit einfachen Mitteln zu visualisieren und somit für unterschiedliche Gestaltungsbereiche ein grundlegendes Werkzeug. Durch das genaue Betrachten fliessen die Gedanken, wir schärfen den Blick und sensibilisieren unsere visuelle Wahrnehmung. Dieses Modul baut auf den Inhalten des Basiskurses auf und vertieft zeichnerische Kompetenzen. Beobachten, Begreifen, Entwerfen, Kopieren und die individuelle Erweiterung zeichnerischer Fähigkeiten stehen im Zentrum des Interesses.
Unterrichtssituation, Foto: Fabienne Gantenbein
In der Plotter-Einführung wird der Umgang mit dem Grossformat-Drucker vermittelt. Der Workflow von der digitalen Datei über die Druckaufbereitung bis hin zum Print im Weltformat wird praxisorientiert erarbeitet. Die Möglichkeit, gigantische Prints zu produzieren, birgt besondere technische und inhaltliche Hürden, die beispielhaft aufgezeigt und gemeinsam abgebaut werden. Für die selbständige Nutzung des Plotters ist diese Einführung obligatorisch.
Start- & Schlusswoche
Romana Gfeller, Arbeitspräsentation Geburtsrecht, Installation, 2024, Foto: Laura Egger

Während der Startwoche plant die Studiengangsleitung das neue Semester, während die Kunststudierenden, die das Studium beginnen, die Arbeitsumgebung kennenlernen. In der letzten Semesterwoche wird gemeinsam Bilanz gezogen.
Die Startwoche bietet eine Einführung in die Angebote des Studiengangs sowie in den Atelierbetrieb. Am Ende wissen alle, welche Seminare sie während des Semesters belegen. In der Abschlusswoche werden die Ergebnisse der Projekte, Seminare, Mentoratstage, Vertiefungen, Querschnittformate, Veranstaltungsreihen und Beiträge der Arbeitsgruppen präsentiert. Die individuellen künstlerischen Praxen werden reflektiert und sowohl im Plenum als auch in Einzelgesprächen ausgewertet.

Arbeitspräsentation, Nika Kostiuk, Schichten des Schweigens, 2024, Foto: Laura Egger
In dieser neuen Form des Mentorats besprichst du deine Arbeit nicht am Schreibtisch, sondern inszenierst sie so, wie ihr konkret begegnet werden soll. Dabei erfährst du, wieviel du intuitiv schon weisst. Und welche Gewissheiten dich bremsen.

Einfach Machen bedeutet, Vorbehalte loszulassen und geplante Vorhaben im Ausstellungsraum ohne langes Grübeln umzusetzen. Du erkundest künstlerische Strategien, an die du bisher nicht gedacht hast oder die du für unbrauchbar und ungeeignet für die Kunst hieltest. Du lernst, was dir im künstlerischen Prozess hilft – sei es Spontaneität, Genauigkeit, Grössenwahn, Minimalismus, Klarheit oder Spiel. Mentor:innen deiner Wahl spiegeln dir, was sie ohne dein Vorwissen wahrnehmen und was der Kontext (verwendete Mittel, Titel, Platzierung, Soundkulisse, Raum-, Grössen- und Lichtverhältnisse) bewirkt.
Kunst HF
Kunst, Projekt, ACT Performance Festival, 2018