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Öffentliche Veranstaltungen
Visuelle Gestaltung HF
Windstill
22.03.2021
Literaturhaus
14.05.2021
Solothurner Literaturtage
Die Autorinnen stellen in Lesung und Gespräch ihre jeweiligen Romane vor und kommen ins Gespräch über gemeinsame (und unterschiedliche) Schreiberfahrungen: Zwei Schwestern begleiten die Mutter in den Tod, und am Sterbebett flammen alte Rivalitäten wieder auf. Eine Enkelin steht der geliebten Grossmutter in deren letzten Wochen bei und versucht, das verschwindende Leben erzählend zu vergegenwärtigen. Und eine Frau stirbt in der Mitte des Lebens bei einem unerwarteten Alltagsunfall – was macht das mit denen, die sie zurücklässt? In ihren Debütromanen konzentrieren sich Patricia Büttiker (Nacht ohne Ufer, Edition Bücherlese 2020), Annina Haab (Bei den grossen Vögeln, Berlin Verlag 2021) und Ilia Vasella (Windstill, Dörlemann 2021) auf letzte Dinge und Abschiedsmomente – und auf die Umbrüche und Neuanfänge, die daraus entstehen.

Das Schweizer Debüt-Trio I moderiert von Gesa Schneider und Isabelle Vonlanthen: Patricia Büttiker mit Nacht ohne Ufer; Annina Haab mit Bei den grossen Vögeln, Ilia Vasella mit Windstill im Literaturhaus Zürich kann hier nachgeschaut werden.
 
Im Mai 2021 stellt Ilia Vasella ihr Romandebut Windstill (Roman, 160 Seiten im Dörlemann Verlag) an den Solothurner Literaturtagen vor. Für die Arbeit am vorliegenden Text erhielt Ilia Vasella 2017 einen Werkbeitrag des Kantons Zürich.
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Öffentliche Veranstaltungen
Fachklasse Fotografie EFZ/BM
permanent transformation
Ausstellung
14.07.–24.05.2021
Open Days
18.04.2021 02.05.2021
Never Stop Reading, Spiegelgasse 18, Untere Zäune, 8001 Zürich
Eliane Rutishauser zeigt ihre aktuelle Arbeit permanent transformation in der Buchandlung Never Stop Reading – an den Open Days Sonntag 18. April und Sonntag 2. Mai 2021 ist sie während den Öffnungszeiten anwesend. 
 
Am Mittwoch 19. Mai 2021 ist ein Talk mit Brita Polzer vorgesehen. Ob dieser stattfinden kann, wird über die Ankündigungen auf der Website der Buchhandlung kommuniziert.
Walter Pfeiffer – seit den Anfängen dabei, Foto: Walter Pfeiffer, 2021
«Manchmal habe ich richtig Sehnsucht»
Walter Pfeiffer war schon immer Künstler. Vielleicht hatte dies die Kunst aber eher bemerkt als er selbst. Der Kunstunterricht in der allerersten Gründungsklasse für Farbe und Form – damals noch an der Kunstgewerbeschule Zürich, aber schon mit denselben Dozierenden wie später an der F+F – sollte seine Welt auf den Kopf stellen. «Wenn die Studis heute an die Schule kommen, können sie schon alles! Ich wusste damals nichts von Duchamp und Andy. Ich lernte alles an der Schule. Und realisierte erst dort, dass es noch andere Kreative gibt, ähnlich getrieben wie ich.»

An seine eigene Ausbildung beim Künstler Hansjörg Mattmüller erinnert er sich gern. Die Klasse hob sich ab von der restlichen Schule: «Dort war alles so grau und wir waren so farbig», sagt Walter Pfeiffer, «manchmal habe ich richtig Sehnsucht. Ich vermisse die Leute, die ehemalige Bibliothek.» Der Kunstunterricht hat ihm damals eine neue Welt eröffnet, eine zähe Welt, die ihn nur langsam eingelassen hat und nun nicht mehr loslässt.

Bevor ihn die Kunst an sich band, machte Pfeiffer die Ausbildung bei der EPA. Die Arbeit im Kaufhaus lehrte ihn nicht nur das Handwerk als Dekorateur, sondern bot ihm auch eine Lebensschule: Die stichelnden Intrigen unter den Kolleginnen seien keine schlechte Vorbereitung gewesen auf die Strippenziehereien in der Kunstwelt und in der Modeindustrie, denen er Jahre später als Fotograf begegnen sollte.

Walter Pfeiffer redet angeregt, seine Gedanken springen oft schneller als die Zunge. Er lenkt das Gespräch durch Zeiten und Begegnungen, streut im Vorbeigehen seine Bonmots wie: «Mich fasziniert der Schein, die Realität interessiert mich nicht.» Oder: «Ich gehe immer vom Schlimmsten aus, in der Hoffnung, dass es so schlimm gar nicht kommen kann.» Das Anekdotische ist nicht verwirrend gemeint, sondern eine Einladung, ihm zu folgen.

Die intensive Freundschaft zu seinem damaligen Lehrer und Schulleiter Hansjörg Mattmüller führte Walter Pfeiffer in den 70er Jahren an die neue Gestaltungsschule F+F, die sich 1971 als Gegenentwurf abgespalten hatte von der staatlichen, steif geratenen Kunstgewerbeschule. Hier sollte er nun unter dem Titel Inspiration zeichnen unterrichten. Eine didaktische Ausbildung sollte nicht fehlen, denn – der Walti könne ja so gut mit Menschen – so lockte Mattmüller. Und man mag es ihm glauben, dass kein anderer die Ideen so hätte sprudeln lassen können. Der Blick zurück klingt nicht verklärt: «Es war ein Brotjob. Der Lohn reichte gerade für mich und die Katzen.» Die F+F hat wilde Zeiten erlebt, sie war – und ist – aber auch immer ein Ort, an dem man die Kunst ernst nimmt.

Zunächst war die Fotografie für Walter Pfeiffer Mittel zum Zweck, eine Hilfestellung für seine Zeichnungen. Das angeborene Zittern in der Hand liess ihn den harten Blitz als Stilmittel entdecken. Den Blick für den Moment und das Schöne, das Sinnliche und das Lustvolle, den hat er zeichnend wie fotografierend, damals wie heute. Doch erst nach zähen «Lehr und Wanderjahren», mehreren veröffentlichten Büchern wie Welcome Aboard. Photographs 1980–2000 sowie die Ausstellung In Love With Beauty im Fotomuseum Winterthur 2008, entdeckte ihn die Modeindustrie. Plötzlich war er gefragt bei den grossen Namen.

«Für ein Shooting schickte mir ID Magazine die tollsten und teuersten Stücke von London nach Zürich. Ich inszenierte sie mit meinen Studis an der F+F.» Walter Pfeiffer fotografiert für die Vogue und Dior. Und unterrichtet an der F+F – inzwischen Fotografie.

Mit den Studierenden erwandert er die Schweiz mit dem Fotoapparat, er begleitet Projekte und Publikationen. Was er dem Nachwuchs mitgeben will? «Nicht zu fest an die Karriere denken. Durchhaltevermögen, Pünktlichkeit. Humor, Leidenschaft und Offenheit.» Wie er es geschafft hat? «Schicksal, Glück und ein Blick für Gelegenheiten.» Das ist die kurze Antwort. Ausserdem müsse man es aushalten können, eines «aufs Dach» zubekommen. Erfolg ist harte Arbeit – und Walter Pfeiffer ist ein Workaholic. Er erzählt das alles in der Pause zwischen zwei Aufträgen. «In einem Alter, in dem andere längst die Pension geniessen», schimpft er, aber den Ärger nimmt man dem Arbeitsverfallenen so ganz nicht ab.
Mirkan Deniz, Dragon-1 Armor Tank, License No. 73 A 0133 House 13, 715th Street, Sırnak, Turkey, 2019 Wall breakout, Swiss Art Awards
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Mîrkan Deniz
Artist in Residence
04.01.–15.12.2021
F+F, Flurstrasse 89, 8047 Zürich, AIR-Atelier
Herzlich willkommen Mirkan Deniz – wir freuen uns, der Künstlerin vom 4. Januar bis 15. Dezember 2021 im Dachatelier der F+F als Artist in Residence im Atelierstipendium Kunst Raum für ihr künstlerisches Schaffen zu bieten.

Mîrkan Deniz lebt in Zürich und arbeitet dort vornehmlich mit Skulptur, Video und Installation. Ihre konzeptuellen Arbeiten sind oft Rekonstruktionen und Zitate. Eines ihrer Themen ist die Spannung zwischen materiellen und immateriellen Effekten (Trauma, unbeschreibliche Erfahrungen und Erinnerungen). Wie könnte ein Objekt (eine Skulptur) diese Spannung aufrechterhalten und gleichzeitig die Beziehung zwischen Vergangenheit, Gewalt und Subjektivität untersuchen?

Stipendien Auswahl Einzelausstellungen und Aktionen Auswahl Gruppenausstellungen
Foto: Verena Voiret an der Kleiderversteigerung der Miss-Wahl im Sommer 1969. Archiv Doris Stauffer, Graphische Sammlung der Schweizerischen Nationalbibliothek Bern. 
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Nachruf Vreni Voiret
Künstlerin, Frauenaktivistin und Kunstlehrerin
Verena «Vreni» Voiret (geboren am 10. November 1939 in St. Gallen) war eine Schweizer Künstlerin, Frauenaktivistin und Kunstlehrerin. Sie war als Haute Couture-Schneiderin ausgebildet und ihre künstlerischen Schwerpunkte verlagerten sich von textilen Arbeiten zu Lichtinstallationen und grösseren Kunst und Bau-Projekten. 

Zu einer ersten Zusammenarbeit mit der damaligen Klasse F+F der Kunstgewerbeschule Zürich kam es im Sommer 1969 an einer Veranstaltung der Frauenbefreiungsbewegung FBB, in der Verena Voiret das Preisgeld für ihre Modekreation aus einer Miss-Wahl für eine Protestaktion nutzte. Die Kleider wurden versteigert, die Degradierung der Frau zu einem Objekt wurde angeprangert und Geld für die Einrichtung eines Anti-Baby-Pillen-Automaten am Bellevue gesammelt. Die Klasse F+F mit Doris Stauffer bemalte dazu eine überlebensgrosse Miss-Puppe. 

Die experimentellen Arbeiten unterstützend, lud Hansjörg Mattmüller – einer der Mitbegründer der F+F – die Künstlerin an die Schule ein. Vreni Voiret gab ab Herbst 1971 offene Abendkurse und unterrichtete ab den 1980er-Jahren im gestalterischen Vorkurs. Inspiriert von der Arbeit an der F+F, erfand sie den Unterricht täglich neu, um mit der Entwicklung der Zeit zu gehen. Gemeinsam mit den Kursteilnehmenden und den Studierenden entwickelte sie Prozesse, nutzte dazu auch Fernsehgeräte und Video und setzte sich mit dem Medium Film auseinander. Ab 1993 engagierte sie sich zusätzlich in der Schulleitung der F+F. Sie gehörte schliesslich zu der Gruppe von Dozierenden, die 1999 aus der F+F austraten und die Gestaltungsschule Punkt G gründeten. Diese musste im Sommer 2017 als GDK Gestaltungsschule wieder schliessen. Die F+F konnte den rund 80 Lernenden daraufhin Platz bieten – sozusagen unter neuem, alten Dach. 

Die F+F nimmt Abschied von Vreni Voiret, die mit ihrem Engagement zu den Vorreiter*innen gehört, die die F+F aufbauen halfen. Sie zeigte, wie gesellschaftliche, politische, persönliche und gestalterische Tätigkeit zusammengehören. 
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Öffentliche Veranstaltungen
Vorkurs/Propädeutikum Kunst HF
RAUSCHEN
07.11.202–10.04.2021
Kunsthalle 8000, Telos Stiftung, Zugerstrasse 180 CH-8820 Wädenswil
Luigi Archetti, Preisträger des von der Telos Stiftung verliehenen Kunstpreises 2019/20, präsentiert in seiner Ausstellung, die sich über alle drei Räume der Kunsthalle erstreckt, neue und bestehende Werke zur vielfältigen Thematik des «Rauschens». Auf verblüffende Weise vermag er direkte und indirekte Zusammenhänge der vordergründig unterschiedlichen Kunstgattungen der visuellen Kunst und der experimentellen Musik sichtbar zu machen. 

In Form von Raum- und Klanginstallationen, sowie abstrakter Malerei, beschäftigt sich der in Zürich lebende Künstler seit vielen Jahren mit Inhalten und Symbolen aus der Musikwelt, und agiert dabei teilweise als Akteur persönlich im Mittelpunkt des Geschehens.

Während in den ersten beiden Räumen der Kunsthalle skulpturale Werke und grossformatige Malerei im Zentrum stehen, ist im dritten und letzten Raum die Video-Klanginstallation «Apodemica I-III» zu sehen, in der Luigi Archetti mit seiner elektrischen Gitarre auf drei Projektionen eine Gegenüberstellung mit sich selbst und den Klängen seiner Gitarre zu einer One-man-show zusammenfügt. In dieser Klanginstallation mit erstaunlicher kompositorischer Wirkung, wird auf exemplarische Weise das spielerisch-analytische und zugleich ironische Schaffen des vielseitigen Künstlers erfahrbar.

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Öffentliche Veranstaltungen
Kunst HF
Kantonale Werkschau 2020
01.–11.10.2020
Haus Konstruktiv, Selnaustrasse 25, 8001 Zürich

Mit Werk-, Projekt- und Kunstraumbeiträgen sowie mit dem Ankauf von Kunstwerken fördert die Fachstelle Kultur das professionelle Kunstschaffen im Kanton Zürich. 30 Zürcher Kunstschaffende präsentieren Arbeiten, mit denen sie sich um die zwölf kantonalen Werkbeiträge im Bereich Bildende Kunst bewerben. Zu weiteren Informationen und zu den Prämierung geht's hier lang.

  • Kevin Aeschbacher
  • Lisa Biedlingmaier
  • Pascale Birchler
  • Julia Bodamer
  • Andriu Deplazes
  • Rafael Grassi
  • Michael Günzburger
  • Marianne Halter & Mario Marchisella
  • Raphael Hefti
  • huber.huber
  • Monica Ursina Jäger
  • Thomas Julier
  • Florence Jung
  • Miriam Laura Leonardi
  • Nina Mambourg
  • Michael Meier & Christoph Franz
  • Taiyo Onorato & Nico Krebs
  • Ursula Palla
  • Hannah Parr
  • Gregory Polony
  • Ilona Ruegg
  • Rico Scagliola & Michael Meier
  • Pascal Sidler
  • Elza Sile
  • Sebastian Stadler
  • Rebekka Steiger
  • Robert Steinberger
  • U5
  • Veli & Amos
  • Pedro Wirz

Die Jury setzt sich zusammen aus den Mitgliedern der Fachgruppe Bildende Kunst der kantonalen Kulturförderungskommission Alexandra Blättler (Kunsthistorikerin und Sammlungskuratorin Kunstmuseum Luzern), Bob Gramsma (Künstler), Deborah Keller (Redaktorin Kunstbulletin, freie Kunstkritikerin und Kuratorin Kunsthalle Arbon), Ron Temperli(Künstler) sowie der externen Expertin Dorothee Messmer (Direktorin Kunstmuseum Olten).

Wandlung, Britta Liv Müller, 2020
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Öffentliche Veranstaltungen
Vorkurs berufsbegleitend
Wandlung
Performance
Sa. 19.09.2020, 18.30–19.00 Uhr
Ausstellung
05.–26.09.2020
Hermann Bühler Areal, Winterthur Sennhof-Kyburg

6½ im Exil führt das Konzept weiter, arrivierten Kunstschaffenden eine professionelle Plattform zu bieten und die verschiedenen Fingerabdrücke der jeweiligen Kunstschaffenden zu einem gemeinsamen Ganzen zusammenzuführen.

Über 200 Jahre lang hatte die Hermann Bühler AG in Winterthur qualitativ hochstehende Baumwollgarne produziert und war ein wichtiger Arbeitgeber der Region. Bei der Schliessung vor 3 Jahren war es die letzte noch aktive Baumwollspinnerei der Schweiz.

Diese Tatsache wird sich auch in der Ausstellung widerspiegeln. Die eingeladenen Künstler*innen werden sich teils sehr direkt und teils eher subtil mit dem Ort und dessen Geschichte auseinander setzen und dies in ihre Arbeit einfliessen lassen.

Das Kuratorium lud über 30 national oder regional bekannte Kunstschaffende ein, mit Schwerpunkt Zürich und Winterthur. Viele von ihnen sind mit Preisen oder Stipendien ausgezeichnet. Im Vordergrund stehen Originalität, eine klare Formensprache und diskursive Inhalte, sowie eigenständige Positionen und eine erkennbare künstlerische Handschrift. Neben einem herausragenden künstlerischen Werk ist die gute persönliche Zusammenarbeit ein weiteres Kriterium. Die Eingeladenen arbeiten in sämtlichen Bereichen der bildenden Kunst – wie z.Bsp. Videokunst, Installationen, Skulpturen, Aktion, Performance und Malerei – mit einer Performance mit dabei ist Britta Liv Müller (Alumna Vorkurs berufsbegleitend).

Im Rahnen von IN TRANSITION – Kunst in der letzten Baumwollspinnerei der Schweiz – in Kooperation mit Oxyd, Lokal 14 und us. – previously TART Zürich

Grafikdesigner Oliver Hirschier Foto: Sebastian Magnani via NZZ Bellevue
Oliver Hischier von Bienvenue Studios bei NZZ Bellevue: «Mit unseren Prints wollen wir das Interesse an der Natur wecken»
Mi. 19.08.2020
Nach dem Studium Visuelle Gestaltung HF an der F+F arbeitet Oliver Hirschier inzwischen als freischaffender Grafiker in den Bereichen Editorial Design, Corporate Design, Web und Illustration. Zudem hat er zusammen mit Xiaoqun Wu 2012 das Design-Unternehmen Bienvenue Studios gegründet.

NZZ Bellevue: An was arbeiten Sie gerade?
Oliver Hischier: Meine Geschäftspartnerin Xiaoqun Wu und ich haben 2012 das Grafik und Design-Unternehmen Bienvenue Studios in Zürich gegründet. Zum einen realisieren wir auf Basis von naturbezogenen Recherchen Prints und Kartenserien, die wir in der Schweiz herstellen. Zum anderen übernehmen wir Grafikaufträge von Kundinnen und Kunden im In- und Ausland. Derzeit arbeiten wir unter anderem an einem Auftrag eines japanischen Outdoor-Fashion-Brands. Wir wurden angefragt, verschiedene naturinspirierte Muster im typischen Bienvenue-Stil zu entwickeln, um damit Stoffe für ihre Herbst-/Winter-Kollektion 2021 herzustellen.

Für unser eigenes Label haben wir soeben eine neue Serie mit dem Titel Riverstones herausgegeben. Diese Prints zeigen seltene, besonders mineralhaltige Steine aus einem Fluss in Nanjing, China. Das permanente Einwirken des Wassers poliert die Steine und bringt ihre Schönheit zum Vorschein. Wegen ihrer kontrastvollen Zeichnungen und der leuchtenden Farben sind Riverstones sehr begehre Sammelstücke. Es dauerte fünf Jahre, bis wir die passenden Steine für unsere Serie finden konnten.

Welches Werkzeug ist für Ihre Arbeit unentbehrlich?
Der Risograf ist für uns ein wichtiges Arbeitsinstrument. Unsere Entwürfe testen wir zuerst an dieser japanischen Druckmaschine. Durch das Experimentieren an dieser Maschine haben wir unsere Bildästhetik entwickelt.

Das bisher beste Erlebnis in Ihrer Karriere?
Unsere Ausstellungen in der Schweiz, Asien und in den USA haben mich besonders gefreut. Auf diesem Weg lernen wir immer wieder interessante Menschen und faszinierende Themen aus der ganzen Welt kennen. Diese Erlebnisse prägen unsere Arbeit. Eine tolle Bestätigung waren zudem die guten Reaktionen auf dem japanischen Markt. Von der Produktion bis zum Vertrieb sind wir auf Partner angewiesen, die unsere Ideen und Produkte verstehen und zu schätzen wissen. Wir sind dankbar für die gute und persönliche Zusammenarbeit mit Concept-Stores und Museumsshops.

Was macht eine gelungene Designarbeit aus?
Für mich ist eine Designarbeit gelungen, wenn sie mir nach mehreren Jahren noch gefällt. Banale Dinge so darzustellen, dass man diese aus einem neuen Blickwinkel wahrnehmen kann, ist für unsere Arbeit wichtig. Mit unseren Prints wollen wir das Interesse an der Natur wecken. Unsere Arbeit soll sie inspirieren und eine gewisse Spannung erzeugen. Dieses Ziel verfolgen wir mit Biophilic Design. Eine Umgebung mit naturnahen Elementen hat einen positiven Einfluss auf die Gesundheit und das Wohlbefinden der Menschen. 

Mit welchem Label würden Sie gerne mal zusammenarbeiten?
Tiere und Pflanzen haben mich schon als kleinen Buben begeistert. Ich wollte Zoodirektor werden. Deshalb würde es mich schon reizen, ein Projekt mit dem Zoo Zürich zu entwickeln.

Mit grosser Faszination verfolge ich auch die Stoffentwicklung von Bananatex von Qwstion. Dabei handelt es sich um ein Gewebe aus Bananenpflanzenfasern, das einfach nachwächst, pestizidfrei angebaut wird und biologisch abbaubar ist. Ich würde gerne mit unserer Designarbeit einen Beitrag zur Weiterentwicklung dieses nachhaltigen Projekts leisten.

Auf was können Sie im Moment nicht verzichten?
Im Moment möchte ich nicht auf mein Fahrrad verzichten. Nicht nur wegen Corona. Ich fahre auch sonst gerne mit dem Velo. Auf meinen Fahrten entdecke ich immer wieder interessante Pflanzen, aber auch Orte, welche mit viel Sorgfalt renaturiert werden. Biodiversität ist für viele Mitmenschen nicht nur ein leeres Schlagwort, sondern sie versuchen in ihrer Umgebung einen Beitrag zu leisten, indem sie beispielsweise eine Magerwiese einem englischen Rasen vorziehen. Es gibt kein Unkraut, es gibt nur schönes und mitunter auch ungewohntes Kraut.

Welchen Newcomer aus der Kreativszene verfolgen Sie?
Da gibt es viele, etwa den Fotograf Sebastian Magnani oder die spannenden Projekte von Offshore Studio, Nasire, Frottee di mare oder die Keramik von Where Shadows Fall. Gerne besuche ich auch Läden vor Ort und entdecke immer wieder neue spannende Projekte.

Welche Musik hören Sie gerade in Dauerschleife?
Im Moment höre ich regelmässig GDS.FM. Das finde ich ein super Projekt. Sonst höre ich regelmässig Podcasts, wie etwa von Rachel Maddow oder The Globalist von Monocle.

Haben Sie ein Lebensmotto?
Geniess den Tag und die Natur.

Wie belohnen Sie sich selbst?
Mit gutem Essen.

Welches Gericht geht immer?
Raclette mit Walliser Käse. Am liebsten frisch gestrichen, mit extra viel Kruste oder direkt am Feuer.

Welches ist Ihr Lieblingsrestaurant?
Zum Glück gibt es in meiner Umgebung zahlreiche gute Restaurants und Bars. Beispielsweise das Restaurant Kin, in welchem mir nicht nur die Speisen, sondern auch das gemeinsame Teilen der Gerichte am Tisch gefällt. Das erinnert mich sehr an meine Reisen in Asien.

Was verschenken Sie am liebsten?
Auf unseren Reisen im Ausland verschenken wir immer Klassiker wie die Einkaufstasche Miami Vice oder Pouches von Freitag. Das kommt sehr gut an!

Interview geführt von Jocelyne Iten, erschienen am Mi. 19.8.2020 in NZZ Bellevue.
 
Tonjaschja Adler & Regula Müdespacher, 2020
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Öffentliche Veranstaltungen
Kunst HF
VOYAGE VOYAGE! 
Vernissage
23.08.2020, ab 16.00 Uhr
Ausstellung
24.08.–12.09.2020
Müllerstrasse 71, 8004 Zürich

Nach den grossen Ferien geht die Reise weiter mit Bonus Track 03 – VOYAGE VOYAGE! Am Sonntag den 23. August übernehmen Bettina Carl, René Fahrni, GRRRR Ingo Giezendanner und mit dabei Tonjaschja Adler (Alumna Kunst) & Regula Müdespacher (Dozentin) die 16 Vitrinen an der Müllerstrasse 71 und realisieren einen 4x4-Special! 

Am Sonntag 23.08. werden ab 14 Uhr die Vitrinen von den Künstler*innen öffentlich eingerichtet, ab 16 Uhr eröffnen wir die neue Ausstellung wieder mit der mobilen KHA-Bar!

Die Ausstellung ist bis 12. September rund um die Uhr zu sehen und die Werke sind käuflich.

Ein Projekt von Moni Germann, Georgette Maag, Tanja Trampe und Regula Spörri.

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Öffentliche Veranstaltungen
Vorkurs/Propädeutikum Fotografie HF Kunst HF
Summer of Suspense
26.05.–30.08.2020
Kunsthalle Zürich, Limmatstrasse 270, 8005 Zürich

Der «Sommer des Zögerns» ist – wie die letzten Tage und Wochen – ein Experiment in komischer Gemeinsamkeit. Über sieben Wochen bauen 42 Künstler*innen aus Zürich eine Ausstellung in der Kunsthalle Zürich auf, die sich fortlaufend verändert und zusammenfügt. Drei Mal wöchentlich, immer dienstags, donnerstags und samstags, treffen zwei Künstler*innen in der Kunsthalle ein, installieren ihr Werk oder präsentieren eine Performance. An diesen Tagen stossen wir immer um 18 Uhr darauf an, für alle, die Lust haben vorbeizukommen. Ab dem 12. Juli bis 30. August sind alle 42 Werke zu sehen, bevor der Spätsommer beginnt und womöglich ein neues Lebensgefühl.

Zwischen 26. Mai und 12. Juli 2020 findet immer dienstags, donnerstags und samstags um 18.00 Uhr ein Opening oder Nopening statt.

Mit Sitara Abuzar Ghaznawi, Mitchell Anderson, Sabian Baumann (F+F Dozent*in), Ruedi Bechtler, Stefan Burger, Francesco Cagnin, Lara Dâmaso, Andreas Dobler (F+F Dozent), Nina Emge, Peter Fischli, Gabriele Garavaglia, Jasmine Gregory, Tim Häsler, Nic Hess, Shamiran Istifan, Yannic Joray, Ivana Kojic, Nils Amadeus Lange, Lorenza Longhi, Martina Mächler, Dominic Michel, Manutcher Milani, Agnes Moraux, Caterina de Nicola, Caro Niederer, Nusser Glazova, Walter Pfeiffer (F+F Dozent), Sam Porritt, Jack Pryce, Q Library, Pamela Rosenkranz, Lionne Saluz, Thomas Sauter, Klaudia Schifferle, Bea Schlingelhoff, Linda Semadeni, Shirana Shahbazi, Elza Sile, Loredana Sperini, Linus Stiefel, Juliette Uzor, Agnès Wyler, Jiajia Zhang kuratiert von Daniel Baumann und Matthew Hanson.

Bild: Walter Pfeiffer
Walter Pfeiffer: Fliegender Wechsel
Do. 25.06.2020 von 18–20.00 Uhr
Tableau Zurich, Stadelhofertrasse 28, 8001 Zürich
Future Perfect entstand aus der Er­kenntnis, wie drastisch sich unsere Vorstellung von Zukunft in den letzten Jahren verändert hat. Von einer aufregenden ­Imagination zur nüchternen Realisation, dass wir uns mitten in einer Ära des ­Artensterbens befinden, in der es für den Menschen vor allem darum geht, die Konsequenz der Versäumnisse zu ignorieren oder hinauszuzögern, um kurzfristig die eigene Behaglichkeit zu sichern. Das Projekt ist der Versuch, Bilder zu machen, die in einer eigenen Sprache über die ­Zukunft nachdenken. Es ist die Suche nach Spuren der Zukunft, die sich überall in unserer Gegenwart finden und – teilweise noch – modifizieren lassen: TABLEAU ZURICH – Public Art Space.
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Vorkurs/Propädeutikum
Zukunftsarchiv
Instagram-Vernissage
14.05.2020
Das Zukunftsarchiv geht online, und wir freuen uns, gemeinsam mit euch diese Plattform und Agenda für einen intersektionalen Aktivismus aufzubauen. Als loser Zusammenschluss von Kulturschaffenden und Aktivist*innen mit unterschiedlichen Perspektiven auf Altersfeindlichkeit, Sexismus, Behindertenfeindlichkeit, Anti-Ziganismus, Rassismus, Antisemitismus, Homo- und Trans*feindlichkeit sowie weitere Diskriminierungsformen setzen wir uns ein für eine Gesellschaft, die niemanden ausschliesst und in der alle willkommen sind.

Das Nachfolgeprojekt von die grosse um_ordnung möchte Bündnisse schaffen, in denen Gruppen und Einzelpersonen mit unterschiedlichen Innensichten auf Diskriminierungen auf nicht-konfrontative, respektvolle Art zusammenarbeiten, ohne inhaltliche Kompromisse zu machen – mit dem Ziel, eine Agenda für gemeinsames Handeln zu entwickeln und uns politisch einzumischen.

Das Zukunftsarchiv versammelt wertvolle Energien, Gegenstände, Widerstände, politische Forderungen, um sie der Öffentlichkeit in Ausstellungen, Diskussionen und Performances zugänglich zu machen. Leider kann das Zukunftsarchiv wegen Corona nicht wie geplant in der Shedhalle eröffnet werden. Deshalb stellt es sich vorerst auf Instagram unter @zukunftsarchiv vor.

Die beteiligten Gruppen präsentieren einen Gegenstand, der ihren Aktivismus symbolisiert, und machen Handlungsvorschläge dazu, wie alle ihre Anliegen unterstützen können.

Schaut rein und lasst euch inspirieren! Weitere Gruppen und Einzelpersonen, die mitmachen möchten, melden sich gerne per E-Mail bei uns. 

Wir freuen uns über euren Besuch und  zustimmende wie kritische Rückmeldungen. Teilt die Botschaften auf euren Kanälen: Für eine Welt, in der alle unabhängig von ihren Voraussetzungen Platz haben und gehört werden! Für ein intersektionales Beratungsgremium im  Bundeshaus!

Team Zukunftsarchiv: Andrée Ammon, Nadja Baldini (F+F Dozentin), Sabian Baumann (F+F Dozentin), Mark Damon Harvey, Mo Diener, Rahel El-Maawi, Domenica Priore, Iva Sanjek, Katja Schurter
Näher beim Mond
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Vorkurs/Propädeutikum
Näher beim Mond
Eröffnung
Fr. 06.03.2020, 18.00 Uhr
Ausstellung
Sa. 07.03.–18.04.2020
Finissage
Sa. 18.04.2020
Galerie Mark Müller, Hafnerstrasse 44, 8005 Zürich
Sabian Baumanns, F+F Dozentin's Zeichnungen sind tragikomische Träume. Dieses Mal spielen sie sich in der Nacht ab, näher beim Mond, unter dem bleichen Tageslicht, das auf die Erde gespiegelt wird.

Zu sehen in der Ausstellung Näher beim Mond in der Galerie Mark Müller.
Lela Scherrer, HT Collection
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Modedesign HF Weiterbildung Modedesign
Bits & Bites
Do. 13.02.2020, 18.30 Uhr
HeK, Haus der elektronischen Künste Basel, Freilager-Platz 9, 4142 Münchenstein/Basel
Gemeinsam durch die Ausstellung Making FASHION Sense mit der Fashiondesignerin Lela Scherrer. Anschliessend kleiner Imbiss und Gelegenheit, die Themen im persönlichen Gespräch zu vertiefen.

Die Modedesignerin Lela Scherrer arbeitet immer wieder mit Designer*innen und Künstler*innen zusammen. Wie sieht sie den Stellenwert und das Potential von Mode zwischen Individuum und Gesellschaft, was bedeutet ihr Materialität und wie wirkt das Digitale in ihrer Arbeit?
Mit dem Blick von Lela Scherrer erkunden wir die Ausstellung im gemeinsamen Gespräch. Nach dem gemeinsamen Rundgang begeben wir uns für einen gemeinsamen Imbiss ins Café, wo wir die Gespräche in einem persönlichen Rahmen vertiefen können. Hier werden persönliche Anliegen diskutiert, Thesen zugespitzt, neue Fragen aufgeworfen, Erfahrungen ausgetauscht, gelacht und nicht zuletzt Bekanntschaften geschlossen.

Lela Scherrer gründete 2002 in Antwerpen/Basel ihr eigenes Studio für Mode- und Konzeptdesign. Ihre Arbeiten umfassen neben der eigenen Lab Kollektion Zusammenarbeiten mit Demna Gvasalia / Balenciaga, Antwerp Six Designern Walter van Beirendonck und Dries van Noten, Unternehmen wie ELLE und verschiedenen Handelsmarken. Lela entwickelt Innenarchitekturen, kreiert Personalausstattungen für Unternehmen und Museen sowie Kostüme für Theatergruppen in der Schweiz und Belgien. Sie ist Gastdozentin an verschiedenen Kunst- und Designhochschulen im In- und Ausland, wo sie ebenfalls im Bereich der Designforschung tätig ist.
Ein Bild für Separatistisch und verbündet, Kämpfe für ein feministisches Utopia–embodied discussion
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Vorkurs/Propädeutikum
zürich moves! Festival for contemporary arts practice in performing arts
30.03.–04.04.2020
Workshop-Gespräch mit Gästen
Do. 02.04.2020, 19.15–21.30 Uhr
Diverse Standorte
zürich moves! – Gemeinsame Suche mit Blick auf historische und aktuelle Versuche eine anti-rassisitische und queer-feministische Welt zu gestalten. Welche radikalen Praxen braucht es? Weshalb separiert und warum in welchen Allianzen?

Konzept und Moderation: Vorkurs Dozent*in Sabian Baumann und Rahel El-Maawi; Sound und Visuals: Serafina Ndlovu; Gesprächsteilnehmer*innen: Simon Noa Harder, Anna Rosenwasser und Kristin T. Schnider
When the sick rule the world
Mitteilungen
Öffentliche Veranstaltungen
Vorkurs/Propädeutikum
When The Sick Rule The World
Vernissage
Fr. 21.02.2020, 18.00 Uhr
Ausstellung
Sa. 22.02.–22.03.2020
Alte Fabrik, Klaus-Gebert-Strasse 5, 8640 Rapperswil
Die Gruppenausstellung When the Sick Rule the World eröffnet Möglichkeitsräume, in denen die normativen Kategorien gesund und krank kritisch hinterfragt und ausgelotet werden. Mit dabei ist Vorkurs Dozent*in Sabian Baumann.

Die Ausstellung entlehnt ihren Titel einem Essay aus der gleichnamigen Prosasammlung der Autorin Dodie Bellamy aus dem Jahr 2015. Der Text zelebriert all diejenigen als Hoffnungsträger, die innerhalb eines ruinösen Systems als krank, schwach, ineffizient und damit auch als weniger wert eingestuft werden. In einem Zusammenspiel zwischen theoretischen Überlegungen und verkörperter Kritik verhandeln die ausgewählten Arbeiten so etwa die Sichtbarkeitspolitiken von körperlichen Differenzen und chronischen Schmerzen sowie die nicht-normative Wahrnehmung von Zeitlichkeit. Genauso werden Fragen von Solidarität in und durch Krankheit oder Pflegearbeit aufgegriffen, die schließlich auch neue Formen des Zusammenlebens imaginieren lassen, in denen nicht mehr regiert werden muss.

When the Sick Rule the World ist die erste von vier Ausstellungen im Rahmen des *Kurator-Stipendiums 2019/2020 der Stipendiat*innen Fanny Hauser und Viktor Neumann. Mehr zur Gruppenausstellung unter Alte Fabrik Rapperswil.
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MATERIALISATIONS
SO. 08.12.2019–11.01.2020
nationalmuseum, Urbanstrasse 100, 10967 Berlin

Unter Materialisierung wird allgemein der sichtbare Ausdruck einer Idee verstanden. Im engeren physikalischen Sinne bezeichnet dies die Umwandlung von Energie in Materie. Zuvor Immaterielles nimmt stoffliche Form an und wird somit sinnlich erfahrbar.
Lange vor den elementarteilchenphysikalischen Forschungen im CERN hatte die Materialisierung in ihrer parawissenschaftlichen Lesart bereits bei den Spiritist*innen des ausgehenden 19. und frühen 20. Jahrhunderts Konjunktur. Zur Sichtbarmachung ihrer Vorstellungen einer geistigen Welt bedienten diese sich neuartiger technischer Medien und Verfahren und überschritten dabei mit ihren Ektoplasmafotografien die Grenze zur Kunst.

Die dem Spiritismus zugrunde liegende Vorstellung einer einzigen, ursprünglichen Energie, die sich in verschiedenen Materialien niederschlägt, findet sich bereits bei den Alchemisten. Deren Suchen, ärmere Stoffe in Gold zu transmutieren, führte zu großer Experimentierfreunde und Kreativität, die ihnen unerwartete chemische Entdeckungen bescherte.

Das parawissenschaftliche Experimentieren und das intuitive Spiel mit alten und neuen Medien und Verfahren bildet das Feld, in dem sich die Praxen von Lea Rüegg, Lena Dues und Marion Ritzmann bewegen.

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Wall Piece #2
Ausstellung
19.12.2019–01.02.2020
Galerie 3000, Ausstellungsraum für zeitgenössische Kunst im PROGR, Bern

Marion Ritzmann's Arbeiten nehmen immer wieder Bezug auf die gegebenen Bedingungen der einzelnen Ausstellungsräume und treten in einen Dialog mit ihnen. Dies geschieht in Form von adaptiven Raumarbeiten oder anhand von orts- und kontextspezifischen Installationen, die ausschliesslich für einen einzigen Raum geschaffen werden.  

Die Arbeit Wall Piece wurde bereits zu einem früheren Zeitpunkt in ihrer Ausstellung im Kunstraum Kreuzlingen (2019) in abgewandelter Formation gezeigt. Für die Galerie 3000 wird sie mit zusätzlichen Stahl- und MDF-Objekten erweitert und mit den Dimensionen des schmalen und hohen Raums in Relation gesetzt. 

Wall Piece #2 versteht sich als eine Objektkonstellation an der Wand, als eine räumliche Installation und zugleich als Zeichnung, welche die Grenzen des Zweidimensionalen erweitert. 

Die einzelnen Elemente orientieren sich am Vokabular der seit mehreren Jahren von Marion Ritzmann entwickelten, zeichnerischen Bildsprache, bestehend aus farbigen Flächen, Linien, abstrakten Formen und geometrischen Zeichen. 

Das Lachen der Medusa, Tonjaschja Adler, 2019
Mitteilungen
Öffentliche Veranstaltungen
Kunst HF
Grosse Regionale 2019
So. 24.11.19–02.02.2020
Kunst(Zeug)Haus *ALTEFABRIK, Schönbodenstrasse 1, 8640 Rapperswil-Jona
Das Kunst(Zeug)Haus zeigt zusammen mit der *ALTEFABRIK Werke von Kunstschaffenden aus dem Kanton St. Gallen und den umliegenden Kantonen Appenzell Innerrhoden, Appenzell Ausserrhoden, Glarus, Schwyz und Zürich. Die jurierte Ausstellung bietet regionalen KünstlerInnen eine attraktive Plattform, um ihr aktuelles Schaffen zu präsentieren.

Mit: Tonjaschja Adler (F+F Kunst HF Alumna), Peter Baracchi, Magdalena Baranya, Tashi Brauen, Patricia Bucher, Sarah Burger, André Deloar, Regula Engeler, Jonis Simon Figi, «Fröli» (Jürg Stocker), frölicher | bietenhader, Johanna Gschwend, Ray Hegelbach, Nicole Henning, Anna Hilti, Susanne Hofer, Katrin Hotz, Christina Huber, Marianne Klein, Peter Kuyper, Genevieve Leong, Elio Lüthi, Martina Mächler, Konstantinos Manolakis, Al Meier, Aramis Navarro, Lika Nüssli, Priska Rita Oeler, Valentina Pini, Raphael Rezzonico, Martin Arnold Rohr, Patric Sandri, Lucie Schenker, Urs Schmid, Nora Schmidt, Fridolin Schoch, Janine Schranz, Daniel Schuoler, Hans Schweizer, Pascal Sidler, Urs August Steiner, Milva Stutz, Navid Tschopp, Andrea Vogel, Herbert Weber, Wassili Widmer, Selina Zürrer.

Die Ausstellung wird unterstützt durch die Fachstelle Kultur des Kantons Zürich, die Kulturförderung des Kantons Glarus und Swisslos, die Kulturförderung des Kantons Schwyz, die Kulturförderung Appenzell Ausserrhoden, die Innerrhoder Kunststiftung des Kantons Appenzell Innerrhoden sowie durch die Bank Linth und die Hans und Wilma Stutz Stiftung.