II (CAESURA), Dominik Zietlow, 2018
Dozierende
Öffentliche Veranstaltungen
Fotografie HF
|| (CAESURA) Dominik Zietlow
Vernissage
Fr. 27.04.2018, 18.30 Uhr
Ausstellung
28.04.–23.06.2018
Coalmine Winterthur, Turnerstrasse 1, 8401 Winterthur
Dominik Zietlow (geb. 1988 in Luzern, lebt und arbeitet in Zürich, F+F Dozent) zeigte bereits 2012 – im Kontext der Gruppenausstellung Werkschau 2 der Zürcher Hochschule der Künste –  in der Coalmine eine fotografische Doppelprojektion.

Sechs Jahre später widmet der Raum für zeitgenössische Fotografie dem jungen Künstler eine Einzelausstellung. Durch seine zahlreichen Kollaborationen der letzten Jahre kam Zietlow regelmässig in Kontakt mit Musiker_innen, die er mittels Foto- und Filmkamera begleitete. Fasziniert von der Welt des Tons und der Improvisation zeigt || (Caesura) Zietlows künstlerische Auseinandersetzung mit drei professionellen Schlagzeugern, die er ins Zentrum seiner ersten institutionellen Einzelausstellung rückt. Daraus entstand eine mehrteilige Videoarbeit, in der Bild und Ton eine ungeahnte Beziehung miteinander eingehen. Auf drei Bildspuren dokumentieren die Kameras drei improvisierende Schlagzeuger. Vorgaben des Künstlers waren lediglich: a) Improvisation, b) einzeln, beziehungsweise abwechselnd spielend, c) einen Teil gemeinsam zu dritt spielend und d) gemeinsam in Stille verharrend.

Ein wichtiger Aspekt der künstlerischen Arbeit besteht darin, dass die Musiker nie in spielender Aktion zu sehen sind. Während die Tonebene den Raum beherrscht, sieht das Auge die musikalischen Zwischenmomente – die Sequenzen, in denen die Musiker ihr Spiel pausieren. Dabei entsteht ein spannungsgeladenes Spiel zwischen Musikern und Betrachtern. II (CAESURA) – Zäsur oder Schnitt – zeigt in der Verschränkung von akustischem und visuellem Raum das, was dazwischen liegt; das Verhältnis von Ausharren und Bewegung, zwischen Stille und Klang
die grosse um_ordnung
aufruf zur politischen kunst-aktion
Sa. 26.05.2018, 19.00 Uhr
Helvetiaplatz in Zürich
Gegen Sexismus, Rassismus, Behindertenfeindlichkeit… die grosse um_ordnung setzt sich für die Rechte von ausgegrenzten Menschen ein und sucht neue Zusammenschlüsse. 

Aufgerufen sind alle, die aufgrund von falschen Geschlechterzuweisungen, behindertenfeindlichen Strukturen, Umweltausbeutung, sexistischen und rassistischen Diskriminierungen, nationalistischen oder sozialen Barrieren auf die Strasse gehen möchten! die grosse um_ordnung möchte mit euch die Machtverhältnisse um_ordnen!
 
Ein Projekt mit Niv Acosta, Simone Augtherlony, Rahel El-Maawi, Doro Schürch, Tim Zulauf, Diana Bärmann und vielen anderen, initiiert von F+F Dozentin Sabian BaumannEine Produktion vom verein für um_ordnung in Koproduktion mit Gessnerallee Zürich.
Clare Goodwin When Harry Met Sally 2017, Acrylic on Paper
Dozierende
Zine–to March, Clandestine Life of the BoycottGiiirls! 2017
Präsentation
Fr. 09.03.2018 ab 20.00 Uhr
Corner College, Kochstrasse 1, 8004 Zürich
Das Zine – to March, Clandestine Life of the BoycottGiiirls ist eine künstlerische Antwort auf den Internationalen Frauentag von 2017. Dieser fand in einer global turbulenten Situation statt und war einer der politischsten Frauentage überhaupt: Sie haben in der je eigenen Lokalität translokal empfunden. Mit der Herausgabe des Zine wollen sie diesen atmosphärischen Fluss einfangen, indem sie das Experiment wagen und erproben wie man von der Bewegung einer grossen Welle von Frauenprotesten im globalen Massstab erfasst wird. Sie wollen sich bewegen und nicht in etwas hineingedrängt werden. Sie wollen zusammenkommen, etwas Gemeinsames tun, Viele sein und zugleich verschieden, wollen feministische Medien dringlich und ihre Stimme hörbar machen.

Mit Beiträgen von:
Tonjaschja Adler, Madeleine Amsler, Ariane Andereggen, Nicole Bachmann, Martina Baldinger, Nadja Baldini, Mirjam Bayerdörfer, Marina Belobrovaja, Sofia Bempeza, Denise Bertschi, Ursula Biemann, Klara Borbély, Johanna Bruckner, Patricia Bucher, Sarah Burger, Françoise Caraco, Bettina Carl, Delphine Chapuis Schmitz, Teresa Chen, Marie-Antoinette Chiarenza, member of RELAX, data Auftrag für parasitäre Gastarbeit, Brigitte Dätwyler, Kadiatou Diallo, Bettina Diel, Mo Diener, Quynh Dong, Marianne Engel, Klodin Erb, Anne-Laure Franchette, Anna Francke, Ipek Füsun, Monica Germann, Clare Goodwin, Co Gründler, Gabriela Gründler, Sabine HagmannMarianne Halter, Andrea Heller, Samia Henni, Seda Hepsev, Anke Hoffmann, Cathérine Hug, Patricia Jacomella, Monica Ursina Jäger, Sophie Jung, Anastasia Katsidis, Yasmin Kiss, Sandra Knecht, Verica Kovacevska, Isabelle Krieg, Sandra Kühne, Georgette Maag, Julia Marti, Federica Martini & Petra Elena Köhle, Angela Marzullo, Mickry 3, Maya Minder, Rayelle Niemann, Caroline Palla, Ursula Palla, Katherine Patiño Miranda, Leila Peacock, Linda Pfenninger, Cora Piantoni, Annaïk Lou Pitteloud , Maria Pomiansky, Elodie Pong, Isabel Reiss, Marion Ritzmann, Ana Roldán, Aoife Rosenmeyer, Dorothea Rust, Eliane Rutishauser, Margit Säde, Saman Anabel Sarabi, Julie Sas, Lisa Schiess, Annette Sense, Dimitrina Sevova, Francisca Silva, Veronika Spierenburg, Vreni Spieser, Claudia Spinelli, Marion Strunk, Milva Stutz, Una Szeemann, Lena Maria Thüring, Yota Tsotra, Jana Vanecek, Anne Käthi Wehrli, Nives Widauer, Martina-Sofie Wildberger, Angela Wittwer, Sophie Yerly.

Heruasgeberinnen: Nadja Baldini, Dimitrina Sevova, Tanja Trampe

Dozierende
Öffentliche Veranstaltungen
Weiterbildungskurse
flach gepfeffert
Vernissage
Sa. 03.03.2018, ab 18.00 Uhr
Ausstellung
04.03.–01.04.2018
Finissage
So. 01.04.2018, 15.00–20.00 Uhr
Ausstellungsraum Klingeltal Basel

Die erste gemeinsame Ausstellung von Lex Vögtli und Tina Z’Rotz, enthält ein dynamisches Potenzial, das unterschiedlich verstanden werden kann. Zum einen hat es etwas Wütendes, etwas von einer zerstörerischen Kraft, von einem Fertigmachen. Zum anderen kann darunter etwas Emporragendes, eine energetische Steigerung oder eine Art Lebenskraft verstanden werden.

So unterschiedlich wie diese konträren Ansichten von flach gepfeffert scheinen auf den ersten Blick auch die zwei künstlerischen Positionen zu sein. Während Lex Vögtli sich als Malerin versteht und sich vorwiegend mit dem illusionistischen Raum in der Fläche des Bildvierecks beschäftigt, kommt Tina Z’Rotz von der Bildhauerei her und setzt sie sich hauptsächlich mit dem tatsächlichen Raum und dreidimensionalen Volumen auseinander. Trotz dieser Verschiedenheiten sind die beiden befreundeten Basler Künstlerinnen der Ansicht, dass ihre Werke miteinander verwandt sind.

Im Ausstellungsraum Klingental begegnet man in Tina Z’Rotz’ Arbeiten vermehrt einer Beschäftigung mit der paradiesischen Seite der Natur, während der Vanitas-Gedanke in Lex Vögtlis Werken dominiert – sowohl in jüngst entstandenen als auch in älteren Arbeiten. Auf ihren unterschiedlichen Umgang mit der Fläche spielt flach an. Vögtli setzt sich auf der zweidimensionalen Fläche mit verschiedenen Ebenen von Raum und Räumlichkeit auseinander. Z’Rotz hingegen untersucht mit räumlichen Volumen die Fläche in der Skulptur.

flach gepfeffert will in einer dialogischen Inszenierung die künstlerischen Gemeinsamkeiten von Lex Vögtli und Tina Z’Rotz beleuchten. Die Ausstellung stellt den Versuch dar, der nicht das einzelne Werk in den Vordergrund rückt, sondern mittels unterschiedlicher Gegenüberstellungen vielfältige Assoziationsräume ermöglichen will. 

Dozierende
Öffentliche Veranstaltungen
Fachklasse Grafik EFZ/BM
Abgemacht: Treffpunkt Wahrnehmung
Matinée
Sa. 24.02.2018, 10.00–13.00 Uhr
Kulturhaus Helferei, Kirchgasse 13, 8001 Zürich
Zum Auftakt der Reihe im Kulturhaus Helferei gehen die Teilnehmer_innen von einem vorliegenden Gegenstand aus und nehmen wahr, wie innere und äussere Bilder entstehen und was diese im Augenblick der Wahrnehmung bewirken. Im Dialog am runden Tisch  – im Austausch unterschiedlicher Standpunkte schärft André Vladimir Heiz die Sinne für den Augenblick. Erbauliche Übungen und eingehende Beobachtungen weisen den Weg. Die Matinéen können einzeln besucht werden. Als Ganzes ergeben sie einen sinnvollen Zusammenhang.
Erste Nacht
Dozierende
Öffentliche Veranstaltungen
Vorkurs/Propädeutikum
Good Life Ceramics – World of Interiors
Ausstellung
24.01.–26.08.2018
Kunstmuseum St. Gallen, Museumstrasse 32, 9000 St. Gallen
Das Gesamtprojekt Good Life Ceramics eröffnete am 06.10.2017 mit einem von Caro Niederer eingerichteten Café im Untergeschoss des Museums. Im vergangenen November folgte die nächste Teileröffnung mit dem Titel Album. Nun vollzieht dieses Ausstellungsprojekt einen weiteren Schritt: Mit World of Interiors richtet die Künstlerin den Fokus auf die Motive von Innenräumen. Gezeigt werden die entsprechenden Werke, die zwischen 2000 und 2014 entstanden. Es handelt sich dabei um Interieur-Fotografien, handgeknüpfte Seidenteppiche, die in China gefertigt wurden, Ölgemälde, Porzellanbilder und Glasinterieur-Fotos.

Schnappschüsse dienen aus dem unmittelbaren Alltagsumfeld der Künstlerin als Grundlage für ihre Arbeiten. Erneut wird hierbei die Schnittstelle zwischen privat und öffentlich zum übergreifenden Thema. Die jüngste Serien in der Ausstellung sind die Porzellanbilder und die entstandenen Glasinterieur-Fotos sowie das zugehörige Video. Damit schliesst sich wiederum der Kreis zum übergreifenden Projekt Good Life Ceramics.
Transformationen und Querverbindungen, die Wiederholung von Motiven und deren Wiedererkennen sind Leitideen für Caro Niederer. Die dichte Kombinatorik macht die sich stetige verändernde Übersichtsausstellung zu einem aussergewöhnlichen Besuchererlebnis. 

Teilnehmende Künstler_innen: Caro Niederer, Sabian Baumann, Lucky De Bellevue, Nora Berman, Tina Braegger, Timothée Calame, Martha Cunz, Sylvie Fleury, Christoph Gallio, Zuni Halpern, Carmen Humbel, Rachel Lumsden, Claudo Moser, Claudia Müller, Josef Felix Müller, Peter Radelfinger, Andreas Rüthi, Thomas Ruff, Pipilotti Rist, Ugo Rondinone, Helen Sear, Miroslav Tichy
Dozierende
Öffentliche Veranstaltungen
Soirée Augenblick mit André Vladimir Heiz
Do. 25.01.18, 19.00–22.00 Uhr
Kulturhaus Helferei, Kirchgasse 13, 8001 Zürich
«Jeder Augenblick zählt, sagen wir. Hand aufs Herz: Können wir Augenblicke zählen? Oder sammeln wir Fundstücke? Wir können erzählen, wie uns Augenblicke treffen, betreffen und – was sie uns bedeuten.  Im besten oder schlimmsten Fall: Wir haben das Nachsehen, auch wenn wir auf den nächsten Augenblick schon gefasst sind. Voller Erwartungen.»

André Vladimir Heiz nimmt während dieser Soirée im Kulturhaus Helferei das Merkmal des  Augenblicks unter die Lupe. Von allen Seiten. Poetisch und lebensweltlich.

Der Abend ist gleichzeitig eine Eröffnung auf weitere Begegnungen. Im Kulturhaus Helferei. Dabei dreht sich alles um die Wahrnehmung und den Gebrauch von Zeichen. Wie im wahren Leben. In jedem Augenblick.

Das Leben ist die wahre Kunst. André Vladimir Heiz stellt Erkenntnisse der Wahrnehmungspsychologie und Einsichten der Zeichentheorie in den Dienst einer bewussten Lebensgestaltung. Praktisch und spielerisch. Verständlich und verbindlich.
Dozierende
Öffentliche Veranstaltungen
Vorkurs/Propädeutikum Weiterbildungskurse
The Collection
Vernissage
Sa. 20.01.2018, ab 17.00–20.00 Uhr
Hermetschloostrasse 77, Zürich, 5. Stock
Wall & Stage zeigt The Collection – Eine Sammlung ausserhalb jeder konventionellen Sammlungstätigkeit welche die Verknüpfungen in der Kunstszene und im Leben der drei Initiantinnenen wiederspiegelt.
Mit dabei sind Clare Goodwin, Sabine Hagmann, Zeljka Marusic, Efa Mühletaler, Esther Schena und weiteren F+F Dozierenden sowie Ehemalige.

Wall & Stage ist eine Ausstellungsplattform in den Atelier-Räumlichkeiten von Susanne Hofer, Regula Michel und Eliane Rutishauser
Dozierende
Öffentliche Veranstaltungen
Vorkurs/Propädeutikum
Spot on Nairs
Ausstellung
30.12.2017–01.04.2018
Finissage
So. 01.04.2018, 15.00–18.00 Uhr
Fundaziun Nairs, Scoul

Vor dreissig Jahren wurde im ehemaligen Badehaus in Nairs der Startschuss zur Gründung einer Künstlerresidenz abgefeuert. Auf diesem Fundament hat die heute spartenübergreifend und international ausstrahlende Fundaziun Nairs im letzten Jahr zum erfolgreichen Abschluss von Sanierung und Ausbau das Feuerwerk Nairs Future gezündet. Und 2018 zelebrieren sie das dreissigjährige Jubiläum mit einem explosiven Veranstaltungsreigen. Zur Eröffnung werfen sie das Licht auf unsere ehemaligen Stipendiatinnen und Stipendiaten und feiern mit Spot on Nairs eine Premiere: Die erste Nairs-Alumni-Ausstellung mit über 100 Künstlerinnen und Künstlern

Mit dem Kauf eines Werks wird zu gleichen Teilen die Kunstschaffenden sowie die Fundaziun Nairs unterstützt.

Barbara Ellmerer, Extension (Atommodell) 2017, Malerei / Installation (7-teilig), 400 x 500 cm
Cantonale Berne Jura
So. 03.12.2016
Kunsthaus Centre d'Art Pasquart, Biel
Musée jurassien des Arts, Moutier
Unsere Vorkursdozentin Barbara Ellmerer zeigt ihre Arbeiten an der jurierten Übersichtenausstellung des Berner Kunstschaffens des Jahres 2017. Sie nimmt sowohl an der Ausstellung im Musée jurassien des Arts, Moutier wie auch im Kunsthaus Centre d'Art Pasquart, Biel/Bienne teil.
Dozierende
Öffentliche Veranstaltungen
Vorkurs/Propädeutikum Vorkurs, berufsbegleitend
Cantonale Berne Jura
Eröffnung
Sa. 02.12.2017, 17.00 Uhr
Ausstellung
03.12.2017–14.01.2018
Kunsthaus Pasquart, Seevorstadt 71, 2502 Biel/Bienne, Foyer, Galeries, Parkett 1, Parkett 2, Salle Poma
Die kantonsübergreifende Gruppenausstellung wird in Kooperation mit dem Kunstverein Biel durchgeführt und legt den Schwerpunkt auf das regionale Kunstschaffen. Die Werkauswahl, die von einer Fachjury erstellt wird, zeigt gegenwärtige künstlerischen Tendenzen und schafft damit Raum für neue Entdeckungen. Kunstschaffende erhalten so die Möglichkeit ihre Arbeiten einem breiten Publikum zu präsentieren und die Besuchenden die Chance, über die Kantonsgrenzen hinaus deren Werke zu sehen.

Mit Arbeiten von: Sylvie Aubry, Stéphanie Baechler, Salomé Bäumlin, Zora Berweger, BFR lab, Caroline Bourrit, Cedric Bregnard, Martin Chramosta, Anna Comiotto, Romana Del Negro, Barbara Ellmerer (F+F Dozentin), Remy Erismann, Jonas Etter, Lea-Nina Fischer, Jannik Giger, Christophe Grimm, Maia Gusberti, Béatrice Gysin, Jerry Haenggli, Andrea Heller (F+F Dozentin), Philippe Hinderling, Lukas Hofmann, Géraldine Honauer, Julia Hoentzsch, Sylvia Hostettler, Sarah Hugentobler, Johanna Huguenin, Aurélie Jossen, Stefan Karrer, Lea Krebs, Simon Ledergerber, Lorenzo le kou Meyr, Judith Leupi, Reto Leuthold, Mingjun Luo, Malandro Photos, Marta Margnetti, Adriane Morard, susanne muller, Serdar Mutlu, Tobias Nussbaumer, Bianca Pedrina, Gil Pellaton, Selina Reber, Marie-Françoise Robert, Karoline Schreiber, Reto Steiner, Rudolf Steiner, Lieselotte Togni, Romy Troxler, Timo Ulmann, Emmanuel Wüthrich, Aline Zeltner

Jury
Doris Gassert, Research Curator, Fotomuseum Winterthur
Christian Gonzenbach, Künstler artiste, Genf / Genève
Damian Jurt, Wissenschaftlicher Mitarbeiter / collaborateur scientifique, Kunsthaus Centre d’art Pasquart
Dozierende
Feedback
Do. 30.11.–13.01.2018
o.T. Raum für aktuelle Kunst
Sälistrasse 24, Luzern
Nicht etwa einstimmig, aber spürbar im Einklang spielen sich die Künstler Tina Z’Rotz und Markus Schwander im Gespräch die Sätze zu. Im Ping-Pong entstehen auch die Kunstwerke, die sie in Gemeinschaftsprojekten zum Leben erwecken. Ihre Zusammenarbeit sehen sie als Kontrast zum je eigenen Schaffen, als Herausforderung, aber auch Bereicherung. Gerade bei Kunst im öffentlichen Raum vermöge die Natur oft gigantische Dimensionen anzunehmen. Da sei man froh, wenn man diese Räume gemeinsam bewältigen könne, so Tina Z’Rotz.

Für ihre Arbeit Feedback (2017) hatten die Künstler auf die Bedingungen des fensterreichen, von Licht und Garten durchdrungenen Pavillons zu reagieren. Um das Raumgefühl zu dämpfen, bestrichen sie die Fensterscheiben mit Kefir und tauchten sie so in einen trüben Milchschleier. Die oberste Fensterreihe verhängten sie mit schwarzen Tüchern, wie man sie aus dem Theater- oder Konzertraum kennt. Die Natur erst einmal ausgesperrt, erschufen sie im Innenraum einen Wald der besonderen Art: Bunt-skurrile Mikrofone besiedeln den Boden – scheinbar kauernd und sich räkelnd richten sie ihre Aufnahmekörbe in alle Himmelsrichtungen. Diese werden von Korkzapfen, Knoblauchzehen, zusammengezurrten Schwämmen, Holzknebeln und Plastikbällen gemimt. Objekte wie Staubsaugerrohre oder Astgabeln bilden die gelenkigen Ständerelemente.
Luigi Archetti, Partitur, 2017
Dozierende
Öffentliche Veranstaltungen
Impression 2017
Vernissage
Sa. 25.11.2017, 15.30 Uhr
Ausstellung
26.11.2017–11.02.2018
Kunsthaus Grenchen, Bahnhofstrasse 53, 2540 Grenchen
Druckgraphische Techniken gehören zu den vielseitigsten künstlerischen Produktionsverfahren und motivieren Kunstschaffende immer wieder zu Experimenten mit überraschenden Resultaten. Die bereits zur Tradition gewordene nationale Gruppenausstellung IMPRESSION des Kunsthauses Grenchen spürt dem aktuellen Geschehen auf diesem Gebiet nach. Neben Werken, die mit klassischen Druckverfahren hergestellt wurden, sind auch digital basierte oder experimentelle Arbeiten willkommen, welche die Grenzen der druckgraphischen Verfahren ausloten. Eine Fachjury hat aus 166 Bewerbungen aus der ganzen Schweiz ausgewählt:

mit Joëlle Allet, Luigi Archetti (F+F Dozent), Marianne Badertscher, Barbara Bandi, Baum/Jakob, Maria Bill, Annick Bosson, Chalet5, Teresa Chen, Romain Crelier, Adem Dërmaku, Marco Eberle, Eggs & Bitschin, Barbara Ehrbar, Tatjana Erpen, Alexandra Feusi, Joëlle Flumet (F+F Dozentin), Madlaina Fontana, Peter Frick, Mathias Gentinetta, Simone Gysi, Béatrice Gysin, Susanne und Werner Haas, Helga Halbritter, Dieter Hall, Andrina Keller, Rosina Kuhn, Jérôme Lanon, Valentin Magaro, Scarlet Mara, Margaret Marquardt, Line Marquis, Marcel Mayer, Daniel Mentha, Michele Meynier, Jörg Mollet und Maryna Markova, Gregorio Pedroli, Thierry Perriard, Raphael Rezzonico, Franziska Schiratzki, Lorenz Olivier Schmid, Patricia Schneider, Achim Schroeteler, Roman Sonderegger, Adriana Stadler, Lucinda Tanner, Romy Troxler, Fred Walter Uhlig, Georges Wenger, Thomas Woodtli
Dozierende
Öffentliche Veranstaltungen
Fotografie HF
Système D
Do. 23.11.2017, 18.00–19.00 Uhr
TART Zürich, Gotthardstrasse 54, 8002 Zürich
Die Ausstellung Système D mit Flurina Rothenberger (F+F Dozentin Fotografie HF), Aristide Kouamé, Axel Sinzé Bamouin und Obou Gbais zeigt auf, dass in vielen Ländern Afrikas, besonders in Westafrika nach einem gewissen «System D» gewirtschaftet wird. 

Das D steht für Débrouille (frz. se débrouiller) «sich durchschlagen» oder «improvisieren». Ein Begriff, der nur schwer zu übersetzen ist, gleichzeitig aber für vieles in Afrika steht. Es steht für Menschen, die informelle Lösungen kreieren, wenn die staatlichen Systeme versagen, und so die Wirtschaft ihrer Länder ankurbeln. Dieses «sich Durchschlagen» und «innovativ Alternativen finden» ist auch in der zeitgenössischen afrikanischen Kunst zu beobachten.

Die Arbeiten dieser Künstler_innen vermitteln, dass nicht nur Sicherheit und Stabilität zu Kreativität führen, und dass Kampf und Instabilität nicht in jedem Zusammenhang blockieren. Innerhalb des Système D bauen junge Künstler individuelle Fähigkeiten und Talente auf, sie bleiben beharrlich, greifen auf Bestehendes zurück und schaffen daraus neue Werke.
Skulpturen
Dozierende
Öffentliche Veranstaltungen
Skulpturen
Ausstellung
19.11.–24.02.2018
Vernissage
So. 19.11.2017, 14.00–17.00 Uhr
Platz für Kunst, Halsgasse 32 (beim Engelsplatz), 8640 Rapperswil
Im Platz für Kunst präsentiert eine Gruppenausstellung Skulpturen und Objekte aus unterschiedlichen Materialien. Brigitte Fries, ehemalige F+F Dozentin, vertretet den Anlass mit Objekten aus der Serie Verkörperung.

 
Barbara Ellmerer, Atomjump VI, 2017, Silbernitrat, Öl und Lack auf Baumwolle, 220 x 140 cm
Dozierende
Öffentliche Veranstaltungen
Vorkurs/Propädeutikum
Atomjumps
Vernissage
16.11.2017, 18.00-20.00 Uhr
Ausstellung
17.11.17–27.01.2018
Galerie Andres Thalmann, Talstrasse 66, 8001 Zürich
In der Werkgruppe Atomjumps untersucht Barbara Ellmerer winzige Strukturen der künstlerischen Darstellung von Physik, zerlegt diese mit digitalen Mitteln und übersetzt sie wiederum analog in Malerei. Zur Ausstellung erscheint eine Publikation.
Dozierende
Öffentliche Veranstaltungen
Jugendkurse Vorkurs/Propädeutikum Kunst HF
Insel Institut zeigt Flagge
Vernissage
Fr. 13.10.2017, ab 18.30 Uhr
Ausstellung
14.10.–26.11.2017
Kunstkasten, 8400 Winterthur

Wie kann man aktiv Leerstand in einer Stadt wie Zürich bilden? Fragte sich die F+F Dozentin, Silvia Popp und entwickelte daraus ein Projekt.

Das Büro für Leerstand zeichnet Notwendigkeit, Möglichkeiten und Grenzen auf und vermittelt die fundierten Recherchen. Im Verlauf des weiteren künstlerischen Werdegangs erklärte Silvia Popp die Insel zum Forschungsobjekt. Sie gründete 2015 das Insel Institut und ist seither diverse Eilande unterschiedlicher Charakteristika am bereisen und erforschen. Ihre Arbeiten verfolgen originell ernsthafte Aufgabenstellungen mit humorvoller Leichtigkeit und einem Geschick für die Störung.

Insel Institut zeigt Flagge heisst die Arbeit und Aktion, die von Silvia Popp für den Kunstkasten entwickelt wurde. Flagge zeigt wer Stellung bezieht und Präsenz zeigt. Flaggen haben Farben und Bedeutungen und werden oft für nationalistische Zwecke benutzt.

Zudem präsentiert Silvia Popp das Insel Institut im Salon Sophie am Do. 9.11.2017, ab 18.30 Uhr

Dozierende
Öffentliche Veranstaltungen
Kunst HF
Before the eye–lid's laid
Ausstellung
Sa. 08.10.–27.12.2017
Centre Photographique d'île-de-France, 77340 Pontalt-Combault, France
Es ist soweit: das Buch Before the eye-lid's laid, an dem J. Emil Sennewald (F+F Dozent) und Agnès Geoffray ein Jahr lang gearbeitet haben, ist erschienen.

Verlegt von La Lettre Volée, Brüssel, wunderbar grafisch gestaltet durch das Atelier 25, erscheint es mit J. Emil Sennewald's Texten in deutscher, französischer und englischer Sprache. Möglich geworden durch den AICA-Preis 2016, präsentieren sie das Buch in der Ausstellung im Centre Photographique d'île-de-France.
Klodin Erb, The Sweet Lemon Ballad, 2016, Video, 13’ 13', Videostill, ©Klodin Erb
Dozierende
Öffentliche Veranstaltungen
Vorkurs/Propädeutikum Kunst HF
Yellow Creature
Vernissage
Fr. 27.10.2017, 18.30 Uhr
Ausstellung
28.10.2017–07.01.2018
Kunstmuseum Luzern, Europaplatz 1, 6002 Luzern
Yellow Creature
Eine legendäre Ausstellung im Kunstmuseum Luzern 1974, Transformer – Aspekte der Travestie fragte nach der Auflösung der Geschlechterrollen.

Was damals revolutionär war, ist uns heute selbstverständlich. Ein paar Jahrzehnte später sind Geschlechterstereotypen weniger aufregend, dafür ist die Grenzziehung zwischen Mensch, Tier und Pflanze brisant. Aktuell verhandeln beispielsweise Ethik und Rechtswissenschaft das Recht des Tieres, während in der Philosophie mit dem Realismus Theorien zu von menschlichem Bewusstsein unabhängigen Phänomenen diskutiert werden.

Der britische Autor und Zeichner Mervyn Peake (1911–1968) schuf mit Yellow Creature bereits 1939 eine Figur, die in jeder Zeichnung zwischen Frau und Mann, Tier und Mensch changiert und dabei hochvergnügt vor allem sich selber treu bleibt. Yellow Creature ist deshalb titelgebend für die Gruppenausstellung, die die Grenzziehung zwischen Geschlechtern und Gattungen thematisiert. Welche ethischen und moralischen Kategorien sind auch heute noch für Lebewesen gültige Grenzen? Wer zieht diese, wer profitiert davon und wer scheitert daran?

Künstlerinnen und Künstler der Ausstellung: John Akomfrah, Sabian Baumann (F+F Dozent_in), Neïl Beloufa, Klodin Erb, Lia García, Klara Kristalova, Mervyn Peake, RELAX (chiarenza & hauser & co) Daniel Hauser (F+F Dozent), Isabella Rossellini, Mika Rottenberg. Kuratorin: Fanni Fetzer
Dozierende
Öffentliche Veranstaltungen
Kunst HF
Marcel Duchamp
Serge Stauffer
26.–27.10.2017
Staatsgalerie Stuttgart, Metzler-Saal, Konrad-Adenauer-Str. 30, Stuttgart
Es gibt kaum einen Künstler, der hinsichtlich seines Werks und seiner Persönlichkeit faszinierender ist als Marcel Duchamp (1887–1968). Indem er einen Alltagsgegenstand zum Kunstwerk erklärte und damit als Erfinder des Ready-made die Kunstgeschichte revolutionierte, wurde er zum Vordenker einer ganzen Generation von Konzeptkünstlern. Bis heute hat der Einfluss seiner Werke und Schriften eine immense Bedeutung für die Gegenwartskunst.

Die Sammlung der Staatsgalerie Stuttgart umfasst einen der grössten Marcel-Duchamp-Bestände im deutschsprachigen Raum. Neben dem Flaschentrockner beinhaltet dieser zahlreiche Objekte, Zeichnungen, Druckgraphiken und Publikationen. Ergänzt wird der Werkbestand durch ein einzigartiges Archiv, das von dem Schweizer Künstler und Duchamp-Forscher Serge Stauffer zwischen 1950–1989 zusammengetragen wurde.

Ab Dezember 2018 zeigt die Staatsgalerie Stuttgart ihren Duchamp-Bestand und die Archivalien aus dem Archiv Serge Stauffer erstmals in einer umfangreichen Ausstellung. Die Ausstellung Marcel Duchamp. 100 Fragen. 100 Antworten wird durch ein von der Volkswagen Stiftung gefördertes Forschungsprojekt vorbereitet. Um einen ersten Einblick in die Forschungsergebnisse zu ermöglichen, findet dazu ein öffentlicher Workshop (in dt./engl. Sprache) statt, der internationale Wissenschaftlerinnen, Wissenschaftler und Künstler versammelt:
 
Fr. 9.40–10.00 Uhr
Einführung durch Dr. Susanne M.I. Kaufmann (Staatsgalerie Stuttgart). Prof. Dr. Kerstin Thomas (Kunsthistorisches Institut, Universität Stuttgart)

Fr. 10.00–11.00 Uhr
Prof. Dr. Herbert Molderings (Köln): Marcel Duchamps Zeichnung Haarsiebe von 1914 – ein rückschrittliches Werk? Respondent: Dr. Paul B. Franklin (Paris)

Fr. 11.30–12.30 Uhr
Impulsreferate
Prof. Dr. Gregor Wedekind (Johannes Gutenberg-Universität Mainz): Marcel Duchamps Broyeuse de Chocolat. Arnaud Obermann (Staatsgalerie Stuttgart): note de bas de page. Dr. Alexander Kauffman (University of Pennsylvania, Philadelphia): Anemic Cinema Before and After Stuttgart
 
Workshop
Fr. 13.30–14.30 Uhr
Dr. Susanne M.I. Kaufmann (Staatsgalerie Stuttgart): 100 Fragen? 100 Antworten! Serge Stauffer in Auseinandersetzung mit Marcel Duchamp. Respondent: Dr. Thomas Girst (München)

Fr. 14.30–15.30 Uhr
Dr. Michael Hiltbrunner (F+F Dozent): Serge Stauffer und die Ausstellung
Dokumentation über Marcel Duchamp (1960). Respondent: Stefan Banz (Künstler, ehem. F+F Dozent, Cully/Berlin)
 
Fr. 16.00–17.00 Uhr
Prof. Dr. Lars Blunck (Akademie der Bildenden Künste Nürnberg): Marcel Duchamps La Bagarre d’Austerlitz – ein ironisches Memorial? Respondent: Prof. Dr. Dieter Daniels (Hochschule für Grafik und Buchkunst Leipzig)

Fr. 17.00–18.00 Uhr
Dr. Deborah Bürgel (Staatliches Museum Schwerin / Ludwigslust / Güstrow): De ou par Marcel Duchamp et Rrose Sélavy. Respondent: Prof. Dr. Kerstin Thomas (Kunsthistorisches Institut, Universität Stuttgart)