Mentorat
Arbeitspräsentation,The 4 Stages Of Anxiety, Stella Inderbitzin, Foto: Claudia Breitschmid

Die Ausgangslage für meine Beratung bildet dein Portfolio oder ein Entwurf deiner Theoriearbeit, deren Inhalte du im Seminar Portfolio erarbeitet hast. Das Portfolio oder die Theoriearbeit sollen als Ausdruck mitgebracht werden. Erstelle bitte eine Liste von Fragen, die du gerne mit mir besprechen möchtest: zum Beispiel zum Layout, zur Struktur, dem Raster, den Bildanordnungen, der Bildauswahl. Desweiteren können wir uns mit Fragen zu Schriftwahl, Umgang mit Typografie, Einstiegsseiten, Dramaturgie, Cover, Bindung oder auch mit konkreten technischen Fragen zu InDesign beschäftigen. 

 
  • Mitbringen: Portfolio oder Entwurf einer Theoriearbeit als Ausdruck und als InDesign-Dokument bei gestalterischen und technischen Fragen sowie konkrete Fragestellungen und Material zur eigenen künstlerischen Arbeit, Notizbuch und Schreibzeug
Kunst HF
Anmeldung, Bewerbung Studiengang Kunst HF
Fotoreportage, Véronique Hoegger, 2024
Zulassungsbedingungen
Mindestalter 18 Jahre. Abschluss auf Sekundarstufe II (drei- bis vierjährige berufliche Grundausbildung mit Eidgenössischem Fähigkeitszeugnis oder Matur). Die Vorbildung muss nicht fachspezifisch sein. Bewerber:innen können beim Nachweis herausragender gestalterischer Fähigkeiten auch ohne abgeschlossene Sekundarstufe II «sur dossier» aufgenommen werden.

Aufnahmeverfahren
Zur Online-Anmeldung reichst du ein Motivationsschreiben, einen Lebenslauf, Arbeits- und Ausbildungszeugnisse sowie dein Portfolio, welches das bisherige künstlerische und gestalterische Arbeiten dokumentiert, ein. Bei positiver Beurteilung der Unterlagen wirst du zu einem Aufnahmegespräch eingeladen. Danach wird über die Aufnahme in den Studiengang entschieden. Eintritte während des laufenden Semesters sind in der Regel nicht möglich. Die Prüfungsgebühr beträgt CHF 150.–.

Infoveranstaltungen
Sind noch Fragen offen? Dann besuche uns unverbindlich an einem der monatlichen Infoabenden oder am Open House, lerne die Schulleitung kennen und informiere dich persönlich vor Ort.

Wünschst du ein Abklärungsgespräch direkt mit der Studiengangsleitung HF Kunst? Dann richte deine Fragen an unsere Co-Leitungen an Gökçe Ergör und Latefa Wiersch direkt per E-Mail.

Gerne berät dich unser Sekretariat telefonisch von Mo.–Fr. von 9.00–12.00 und von 14.00–17.00 Uhr unter 044 444 18 88. Fragen und Anliegen kannst du uns auch per E-Mail übermitteln oder du bestellst dir dein gewünschtes Infomaterial über diesen Link direkt nach Hause.

Online-Anmeldung:

  • Schuljahr 2026/27: Anmeldung zum Aufnahmeverfahren
    Anmelden bis 14. Juni 2026, Ausbildungsbeginn: 24. August 2026
    Prüfungsgebühr: CHF 150.00
    Anmeldung
Kunst HF
Studiengang
Kunst HF
Freie Kunst dank offenem Kunststudium. In diesem dreijährigen Vollzeitstudium realisierst du Projekte, die deine eigene künstlerische Sprache sprechen. Die F+F bietet dir dabei ein Maximum an Freiheit – in künstlerischer ebenso wie in persönlicher Hinsicht.

Eine einfache, offen gestaltete Studienstruktur ermöglicht dir während des gesamten Studiums ein müheloses Eintauchen in die Kunstpraxis. Die F+F-Ateliers stehen dir rund um die Uhr zur Verfügung. Die Entwicklung deiner eigenständigen künstlerischen Sprache und die Beteiligung an den aktuellen Kunstdiskursen stehen dabei an erster Stelle. Der Austausch mit anderen Studierenden spiegelt eigene Stärken und fördert die Entstehung eines persönlichen Netzwerks. Praktika in der Kunstszene oder der Austausch an einer europäischen Kunsthochschule bieten dir einen zusätzlichen Blick von aussen auf dein eigenes Werk.

Verbindlich für den Studiengang sind zwei Fixtage pro Woche für Seminare und Mentorate sowie ein Semesterprojekt, eine Arbeitspräsentation pro Semester und der Besuch von Vertiefungsseminaren. Die Semesterprojekte werden gemeinsam mit erfahrenen Personen aus der Kunstwelt realisiert. Die Seminare bieten dir eine Form der Zusammenarbeit, die dich über deine eigene künstlerische Praxis nachdenken lässt und neue Impulse setzt. Während der Beratungs- und Mentoring-Tage besprichst du mit Fachleuten aus Kunst, Theorie und Vermittlung deine eigenen Arbeiten und Strategien.

Die kurzen Wege und der nahe Austausch zwischen den Studierenden und der Schulleitung spiegeln die offene Kultur, die an der F+F gelebt wird. Dazu gehören sowohl die Mitbestimmung bei der Ausgestaltung des Studienbetriebs als auch die Selbstorganisation. Der künstlerischen Selbstbestimmung steht nichts im Weg: weder eine fehlende Maturität noch eine mühsame Bürokratie und schon gar kein unnötiges Punktesammeln.

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Kunst HF
Studienbeginn und Dauer
Der Studiengang startet jeweils im August und umfasst 5 400 Lernstunden und wird nach sechs Semestern am Ende des Frühlingssemesters mit der Diplomarbeit abgeschlossen. Es ist möglich, das Studium im Frühlingssemester zu beginnen, dadurch verlängert sich das Studium um ein Semester, welches für ein Praktikum, ein Austauschsemester, eine Studienpause oder für Erwerbsarbeit genutzt werden kann. Einschlägige Berufserfahrung und Vorbildungen können dem Studium angerechnet werden. Eintritte während eines laufenden Semesters sind in der Regel nicht möglich.

Ausbildungsstufe
Tertiärstufe, Höhere Berufsbildung, Höhere Fachschule, Professional Bachelor

Diplom
Eidgenössisch anerkannter Titel dipl. Bildende Künstlerin HF, Professional Bachelor / dipl. Bildender Künstler HF, Professional Bachelor. Die Englische Bezeichnung lautet: Professional Bachelor in Fine Arts.

Kosten
Die Studiengebühren betragen für Studierende mit zivilrechtlichem Wohnsitz in der Schweiz oder Liechtenstein pro Semester: CHF 7 425.– (= CHF 1 237.50.– mtl.). Inbegriffen ist die individuelle Benutzung der Schulinfrastruktur (inklusive Atelierarbeitsplatz) auch ausserhalb der Unterrichtszeiten. Die Ausbildung an der F+F ist staatlich anerkannt und subventioniert. Studierende sind grundsätzlich in ihrem Wohnsitzkanton stipendienberechtigt.

Unterrichtssprachen
In den Studiengängen wird mehrheitlich in Deutscher Standardsprache unterrichtet. Einzelne Seminare, Projekte und Vorträge finden in Englisch statt. Alle Studierenden verfügen über ein ausreichendes Sprachniveau in Englisch (B1) oder erwerben sich diese Kompetenz während dem Studium.

Berufliche Perspektiven
Künstler:innen realisieren selbstständig künstlerische Werke und Projekte. Das berufliche Umfeld ist der breitgefächerte lokale und globale Kunstbetrieb, der eine selbstbeauftragte künstlerische Tätigkeit ebenso wie Projektentwicklungen im Rahmen von privaten oder öffentlichen Aufträgen umfasst. Eine Betätigung in den Bereichen Visuelle Gestaltung, Fotografie und Video/Film, in Medienbetrieben der Information und Unterhaltung oder in der Kultur- und Vermittlungsarbeit jenseits des klassischen Kunstbetriebs sind ebenso vorstellbar wie anstrebenswert.
Kunst HF
Jetzt anmelden!
Du willst deine eigene künstlerische Praxis vertiefen und den lokalen oder globalen Kunstbetrieb zu deinem beruflichen Umfeld machen? Melde dich jetzt schon zum Aufnahmeverfahren an – auch ohne Matur möglich!
 
Symposium Kunst

Das Format Symposium Kunst lädt Kurator:innen, Künstler:innen, Theater- und Tanzschaffende sowie, Denker:innen ein, ihr Schaffen zu präsentieren und sich auszutauschen. Im Fokus stehen individuelle Fragestellungen, künstlerische Strategien, gesellschaftliche Strukturen, Teilhabe und Potenziale für ein zukünftiges Zusammenleben – sowohl im globalen politischen Kontext als auch im Kleinen. Wir hinterfragen den Wert und die Funktion historischer und zeitgenössischer Kunst sowie deren Autonomie in liberalen Demokratien und Gesellschaften. 

Kunst HF
Kunst, Projekt, Der Catwalk des Schamanen oder drei Haikus für die Wahrsagerin, Sarah Burger, 2017
Kunst HF
© Véronique Hoegger, Fotoreportage Kunst HF, 2019
ACT Performancefestival
ACT Performancefestival, Löwenbräuareal, Sisyphus, Bettina Filacanavo, 2025, Foto: Paula-Beck

Das ACT Performancefestival versteht sich als experimentelle Plattform für Performancekunst. Du entwickelst allein oder im Kollektiv eine Performance für ACT und bist Mitorganisator:in des Festivals. Das Festival findet in verschiedenen Städten in der Schweiz statt. In Vorbereitung darauf gibt es einen Input zum Thema Performance. Zudem nimmst du am Mammuttag teil, ein Austauschtreffen mit allen Studierenden und Akteur:innen der verschiedenen Festivalanlässe, dadurch lernst du die unterschiedlichen Schauplätze und Performanceprojekte kennen.

Kunst HF
Fotoreportage: Véronique Hoegger
Mentorat
Crashkurs Videopraxis, Foto: Philip Ortelli

Ein Mentoratsgespräch ist wie ein Autocrash-Test. Das Ziel ist nicht, einen Unfall zu verursachen, sondern hilfreiches Feedback zu geben, das dir helfen kann, dich weiterzuentwickeln. Wir schaffen eine sichere und kontrollierte Umgebung, in der wir gemeinsam herausfinden, wo die Stärken und Schwächen deiner Arbeit liegen.

 
  • Mitbringen: Konkrete Fragestellungen und Material zur eigenen künstlerischen Arbeit, Notizbuch, Schreibzeug
Sound Projekt
Sound recording, Foto: Reto Stamm
Neben der Arbeit mit Mikrofonen und Tonaufnahmegeräten spielt das Hören und Beurteilen eine zentrale Rolle: Wir bewerten selbst aufgenommenes Material sowie Beispiele von «field recordings», akusmatischen Kompositionen und Filmtongestaltungen. Nach einer Einführung in die Funktionen der gängigen Audiosoftware Logic Pro X arbeitest du selbstständig an deinem Projekt. Damit schaffst du dir die Grundlage, Sounds für deine eigene Arbeit zu nutzen. Vorkenntnisse für die Bedienung von Tonaufnahmegeräten und Audiosoftware sind nicht erforderlich, eigene Geräten können jedoch gerne verwendet werden.
Kunst HF
Kunst, Mentoring, Kaffee & Kuchen, Mirjam Hurschler, 2018
Kunst HF
Unterricht mit Alicia Velázquez. Keramik als performatives Gerät, 2023. Fotos: Alicia Velázquez
Schuhschnabel, 2011, Foto: Eliane Rütishauser
Die Arbeit im Farblabor ist genauso einfach wie kompliziert. Durch die Farbmaschine entfällt die Handhabung des Fotopapiers in den chemikalischen Bädern, dafür steht die Arbeit mit Lichtfarben, Farbfiltern und deren Wirkung auf das fotografische Bild im Fokus. Auch im Farblabor ist es möglich, neben dem traditionellen «Vergrössern» ab Negativ, experimentelle Techniken auszuprobieren und anzuwenden. Am Einführungstag wirst du in die Nutzung der Vergrösserungsgeräte mit Farbkopf und in die Arbeitsabläufe eingeführt.
 
  • Voraussetzung: Einführung Schwarzweisslabor oder gleichwertige Kenntnisse
  • Mitbringen: Farbnegativ, falls vorhanden
Mentorat

Die Erfahrung zeigt: Die besten Impulse kommen nicht unbedingt von Menschen, die ähnlich arbeiten oder denken. Mir ist wichtig, mit dir einen konzentrierten, geschützten Raum aufzuspannen. Einen Raum, in dem du ausprobieren, hinterfragen, zweifeln darfst. Und in dem wir gemeinsam in einen kritischen und kreativen Denkprozess einsteigen. Im Gespräch klären wir, welche nächsten Schritte in deiner Arbeit anstehen, welche Fragen dich beschäftigen und welche Richtungen spannend sein könnten.

 
  • Mitbringen: Konkrete Fragestellungen und Material zur eigenen künstlerischen Arbeit, Notizbuch, Schreibzeug
La Biennale di Venezia: Kontinuität eines kolonialen Erbes
Performance, Did You Not Know by Zizu.

Die Kunstbiennale von Venedig, seit 1895 ein bedeutendes internationales Ereignis, hat koloniale Verbindungen gepflegt, aber auch hinterfragt. Die Architektur des Biennale-Geländes, insbesondere die Giardini, weist auf westliche Imperien und deren globalen Machtstrukturen hin. Zahlreiche Pavillons, die Nationen repräsentieren, spiegeln Kolonialgeschichte und den Austausch von Kultur und Macht wider. In den letzten Jahren wurde dies kritisch thematisiert und in den künstlerischen Diskurs integriert. Das Angebot bietet eine Einführung und Vorbereitung für die Studienreise nach Venedig. 

 
  • Mitbringen: Schreibzeug, eigene Fragestellungen
Just look at the picture
Outskirts of factory district, New Orleans, Louisiana, 1936, Foto: Walker Evans
Obwohl die Betrachtung fotografischer Bilder als Fenster auf die Welt kritisch zu hinterfragen ist, dient das Medium auch nach heutiger Auffassung als Beweismittel. Das Seminar untersucht diesen Widerspruch: Die Geschichte dokumentarischer Genres wie Wissenschafts- und Architekturfotografie, humanistischer und politischer Reportage wird im Zusammenhang mit technischem Fortschritt und Medienevolution nachgezeichnet. Was ist Wahrheit und Fiktion, Abbild und Narration? Welche Rolle spielt künstlich generiertes Bildmaterial? Dies wird unter Einbezug aktueller künstlerischer Positionen reflektiert.