Kunst HF
Anmeldung, Bewerbung Studiengang Kunst HF
Zulassungsbedingung
Mindestalter 18 Jahre. Abschluss auf Sekundarstufe II (drei- bis vierjährige berufliche Grundausbildung mit Eidgenössischem Fähigkeitszeugnis oder Matur). Die Vorbildung muss nicht einschlägig, bzw. fachspezifisch sein. Bewerber*innen können beim Nachweis herausragender gestalterischer Fähigkeiten auch ohne abgeschlossene Sekundarstufe II «sur dossier» aufgenommen werden.

Aufnahmeverfahren 
Nach Eingang der Online-Anmeldung werden Bewerber*innen zu einem Aufnahmegespräch eingeladen. Mitzubringen sind Arbeiten, Projekte oder Dokumentationen eigener künstlerischer Versuche sowie ausserkünstlerischer Betätigungen. Danach wird über die Aufnahme in den Studiengang entschieden. Aufnahme, Zwischenprüfung und Diplomabschluss orientieren sich an den konkreten künstlerischen Anliegen und nicht an schriftlichen Arbeiten. Die Prüfungsgebühr beträgt CHF 150.–.

Das Aufnahmeverfahren wird nach Absprache mit den Behörden, und unter Berücksichtigung der Schutzmassnahmen, regulär durchgeführt. 

Gerne berät dich unser Sekretariat telefonisch von Mo.–Fr. von 9.00–12.00 und von 14.00–17.00 Uhr unter 044 444 18 88.

Fragen und Anliegen kannst du uns auch per E-mail übermitteln oder du bestellst dir dein gewünschtes Infomaterial über diesen Link direkt nach Hause.

Online-Anmeldung zum Aufnahmeverfahren:

  • Bewerbung Schuljahr 2020/21
    Ausbildungsbeginn: 24. August 2020
    Prüfungsgebühr: CHF 150.00
    Anmeldung
Kunst HF
Studiengang
Kunst HF
Freie Kunst – dank offenem Kunststudium. Dieser Studiengang unterstützt dich dabei, selbstständig Projekte zu realisieren, die eine eigene künstlerische Sprache sprechen und wie du daraus resultierende, unverwechselbare Werke im Kunstsystem vermitteln kannst. 

Die F+F-Schule bietet dir in einem dreijährigen Vollzeitstudium viel Freiheit – sowohl in künstlerischer als auch in persönlicher Hinsicht. Die Studienzeit kann grösstenteils selber eingeteilt werden, die F+F-Ateliers stehen rund um die Uhr und auch am Wochenende zur Verfügung. Eine einfache, offen gestaltete Studienstruktur ermöglicht dir während der ganzen Studienzeit müheloses Eintauchen in die Kunstpraxis. Die Entwicklung deiner eigenständigen künstlerischen Sprache und die Beteiligung an den aktuellen Kunstdiskursen stehen an erster Stelle. Der unkomplizierte Austausch mit den anderen Studierenden unterstützt das Erkennen deiner eigenen Stärken und hilft mit, ein persönliches Netzwerk aufzubauen. Praktika in der Kunstszene wie auch die Möglichkeit, an europäischen Kunsthochschulen Austauschsemester zu absolvieren, bieten dir einen zusätzlichen Blick von aussen auf dein eigenes Werk. 

Verbindlich für den Studiengang sind lediglich zwei Fixtage pro Woche für Seminare und Mentorate sowie ein Semesterprojekt, eine Arbeitspräsentation pro Semester und der Besuch von Vertiefungsseminaren. Es werden zusammen mit eingeladenen Leuten aus der Kunstwelt Projekte entwickelt. Die Seminare bieten eine Form der Zusammenarbeit, die das Nachdenken und Entwickeln einer Erzählsprache zur eigenen künstlerischen Arbeit unterstützen. Während der Beratungs- und Mentoring-Tage besprichst du mit Fachleuten aus Kunst, Theorie und Vermittlung die eigenen Arbeiten und Strategien – sei es in Einzelgesprächen oder in Gruppen.

Die Überschaubarkeit und die kurzen Wege zwischen den Studierenden und der Schulleitung stehen für eine offene Kultur, die in der F+F gelebt wird. Dazu gehören sowohl die Mitbestimmung bei der Ausgestaltung des Studienbetriebs als auch die Selbstorganisation. Der künstlerischen Selbstbestimmung steht nichts im Weg: weder eine fehlende Matur, noch eine mühsame Bürokratie und schon gar kein unnötiges Punktesammeln. 

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Kunst HF
Studienbeginn und Dauer
Der Studiengang startet jeweils im August und umfasst 5 400 Lernstunden und wird nach sechs Semestern per Ende Frühlingssemester mit der Diplomarbeit abgeschlossen. Es ist möglich, das Studium im Frühlingssemester zu beginnen, der Abschluss ist jedoch nur im Frühlingssemester möglich. Dadurch verlängert sich das Studium um ein Semester, welches für ein Praktikum, ein Austauschsemester, eine Studienpause oder für Erwerbsarbeit genutzt werden kann. Einschlägige Berufserfahrung und Vorbildungen können dem Studium angerechnet werden. Eintritte während des laufenden Semesters ;sind in der Regel ausgeschlossen.

Ausbildungsstufe
Tertiärstufe, Höhere Berufsbildung, Höhere Fachschule

Diplom
Eidgenössisch anerkannter Titel dipl. Gestalterin HF Bildende Kunst/dipl. Gestalter HF Bildende Kunst

Kosten
Die Studiengebühren betragen für Studierende mit zivilrechtlichem Wohnsitz in der Schweiz oder Liechtenstein pro Semester: CHF 6 750.– (= CHF 1 125.– mtl.).Inbegriffen ist die individuelle Benutzung der Schulinfrastruktur (inklusive Atelierarbeitsplatz) auch ausserhalb der Unterrichtszeiten sowie die Nutzung der Tutorialplattform Linkedin Learning. Die Ausbildung an der F+F ist staatlich anerkannt und subventioniert. Studierende sind grundsätzlich in ihrem Wohnsitzkanton stipendienberechtigt.

Berufliche Perspektiven
Künstler*innen realisieren selbstständig künstlerische Werke und Projekte. Das berufliche Umfeld ist der breitgefächerte lokale und globale Kunstbetrieb, der eine selbstbeauftragte künstlerische Tätigkeit ebenso wie Projektentwicklungen im Rahmen von privaten oder öffentlichen Aufträgen umfasst. Eine Betätigung in den Bereichen Visuelle Gestaltung, Fotografie und Video/Film, für Medienbetriebe der Information und Unterhaltung oder in der Kultur- und Vermittlungsarbeit jenseits desklassischen Kunstbetriebs sind ebenso vorstellbar wie anstrebenswert.
Kunst HF, Fotoreportage Ausstellung Abhängig 
Kunst – The Art Student As Curator 
Herbstsemester 2020/21
Arbeitspräsentation
Arbeitspräsentation
Daniel Hauser
Gökçe Ergör
Arbeitspräsentationen HS 19_20. Foto: Gökçe Ergör
Die Arbeitspräsentationen helfen dir, Kriterien zu deiner eigenen künstlerischen Praxis zu entwickeln sowie Hierarchien und autoritäre Positionen zu hinterfragen. Alle Präsentationsformate sind willkommen.
An den Präsentationstagen besprichst du mit ein bis zwei Gäste aus dem Kunstbetrieb und unter der Leitung einer/s Kunstdozent_in deine Arbeiten. Im Vordergrund steht dabei die kritische Auseinandersetzung mit deiner künstlerischen Praxis. So kannst du gleich zu Beginn des Studiums eine Sicht auf die eigenen Stärken und Schwächen gewinnen sowie ein Verständnis für geeignete Arbeitsweisen bilden. Die Präsentationen sind beste Gelegenheiten, um deine Arbeiten einem kritischen Publikum zur Beurteilung vorzulegen.
 
Herbstsemester 2020/21
Beratung & Mentoring
Mentorat
Chantal Küng
Bild: Chantal Küng
Kollektive Malerei? Fiktionale Autorschaft? Nonlineare Geschichtsschreibung? Performative Zeichnung? Lebendige  Archive? Feministische Science-Fiction? Kunst als Pädagogik? Dokumentarische Installationen?
Wir untersuchen gemeinsam, wo sich deine Arbeit gerade befindet, welche Fragestellungen und Themen sie beinhaltet und wie sie sich weiterentwickeln und kontextualisieren lässt. Dabei ist es mir wichtig, theoretische und praktische, formale und inhaltliche Aspekte zusammen zu denken und den jeweils eigenen Blickwinkel und Standpunkt zu schärfen.
Kunst – Frankental Time Will Tell 
Herbstsemester 2020/21
Beratung & Mentoring
Mentorat
Sandi Paucic
Bild: Clare Goodwin
Individuelle Beratung & Mentoring für Studierende.
Fragen zu eigenen Projekten können, ja sollen diskutiert werden. Standortbestimmung, Planung des weiteren Vorgehens in eigenen Projekten, Diskussion eingesetzter Medien für eigene Projekte, inhaltliche und thematische Fragestellungen.
Dokumentation, Beobachtung, Interpretation
Teresa Gruber
Child laborer in the Mollohan Mills, Newberry, South Carolina, December 1908, Foto: Lewis Hine

Wie entwickelten sich Fotojournalismus und -reportage und ihr Verhältnis zur Wirklichkeit? Obwohl die Betrachtung des Bildes als Fenster auf die Welt kritisch zuhinterfragen ist, spielt das Medium auch heute die Rolle eines Beweismittels.

Das Seminar befasst sich mit diesem Widerspruch und untersucht die Bedeutung von Fotografien als Zeugnisse. Schon im 19. Jahrhundert diente die Kamera als Instrument, wissenschaftliche Entdeckungen zu belegen, historische Ereignisse aufzuzeichnen und gesellschaftliche Missstände anzuprangern. Anhand von Beispielen wird insbesondere die Geschichte der erzählenden Bildserie nachverfolgt – von den ersten fotojournalistischen Beiträgen in illustrierten Zeitschriften über Positionen der sozial engagierten Reportage bis hin zu Projekten zeitgenössischer Fotografen, die diese Traditionen fortführen und reflektieren.

Anmerkung: Die Veranstaltung findet in der Fotostiftung Schweiz, Winterthur statt

Kunst HF
Fotoreportage: Véronique Hoegger
Kunst HF
Kunst, Projekt, Der Catwalk des Schamanen oder drei Haikus für die Wahrsagerin, Sarah Burger, 2017
Kunst HF
Kunst, Projekt, ACT Performance Festival, 2018
Kunst HF
Kunst, Mentoring, Kaffee & Kuchen, Mirjam Hurschler, 2018
Herbstsemester 2020/21
Seminar
Materialien im Kontext
Nicole Schmidt
Experiment: Vlad Ruegger Foto: Iris Delruby Ruprecht
Vom Rohstoff zur textilen Fläche, von der textilen Fläche zum Werkstoff für Gestalter*innen. Ein Werkstoff, welcher grosse Herausforderungen auf sozialer und ökologischer Ebene in sich birgt.

Neben der Einführung in die klassische Textilkunde, macht dich das Seminar vertraut mit unterschiedlichen Stoffen und Materialien und beleuchtet kritische Fragen rund um Herkunft und Herstellungsprozesse. Cotton versus Polyester, Wolle versus Funktionstextilien. Im Fokus steht das genaue Hinsehen und Einnehmen einer eigenen Haltung in Bezug auf drängende Fragen in der textilen Wertschöpfungskette.
Kunst HF
Kunst, Diplomausstellung, Hin Lanh Tran, 2018
Herbstsemester 2020/21
Beratung & Mentoring
Mentorat
Luc Mattenberger
Foto: Luc Mattenberger
A motorbike meets an aircraft fuel tank to take on the appearance of a water-born weapon; a swirling helicopter
blades on a concrete base cut through the air, restricting
access to an exhibition space; a generator is suspended
like a chandelier, illuminating a single light bulb. Mattenberger is just the last figure to ad-vance a functional lexicon and aesthetic developed over generations. His conjunctions of steel, aluminium, heavy-duty fabrics and rubber express practicality, precision and effectiveness, but might also be tools forsadomasochism. Mechanical power and human de
-sires encounter human fragilty.
During the mentoring days we will explore
those collages. Dig the territory of tension and eventually always keep in mind that we should hurry to think about a shelter. What shelter? Which form? Which function? Which quotation, or which re-enactment?
Kunst HF
Kunst, Projekt, Frankental / Time Will Tell, Silvia Popp, Gian-Reto Gredig, Goran Galic, 2017