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Mirjam Bayerdörfer
Performance von Guillaume Pilet & Zhao Lin, Längste Nacht, 2019, Foto: Lorenzo Pusterla
Text und Sprache, Geschriebenes und lautlich Artikuliertes sind das Untersuchungsmaterial dieses Projekts. Wie kann Literatur als Material einer künstlerischen Praxis eingesetzt werden und welche Strategien verfolgen Künstler*innen dabei?

In diesem Lehrangebot, das in Kooperation mit der University of Reading (UK) durchgeführt wird und in eine Ausstellung im Strauhof (Zürich) mündet, stehen Text und Sprache im Zentrum. Assoziationen, Bilder und Bewegungen, Stimme, Laut und Artikulation sind die Tools der Experimente, die medial aufgezeichnet, verräumlicht oder live performt werden. In Einzelrecherchen oder Gruppenarbeiten untersuchen die Studierenden, wie andere Künstler*innen Literatur und Text nutzen, um Skripte und Partituren für Performances, Bilder oder andere Kunstwerke zu produzieren. Die Ergebnisse der Experimente sowie auch das Recherchematerial werden auf einem Padlet zugänglich gemacht.
Kunst HF
Studiengang
Kunst HF
Freie Kunst – dank offenem Kunststudium. Dieser Studiengang unterstützt dich dabei, selbstständig Projekte zu realisieren, die eine eigene künstlerische Sprache sprechen und wie du daraus resultierende, unverwechselbare Werke im Kunstsystem vermitteln kannst. 

Die F+F-Schule bietet dir in einem dreijährigen Vollzeitstudium viel Freiheit – sowohl in künstlerischer als auch in persönlicher Hinsicht. Die Studienzeit kann grösstenteils selber eingeteilt werden, die F+F-Ateliers stehen rund um die Uhr und auch am Wochenende zur Verfügung. Eine einfache, offen gestaltete Studienstruktur ermöglicht dir während der ganzen Studienzeit müheloses Eintauchen in die Kunstpraxis. Die Entwicklung deiner eigenständigen künstlerischen Sprache und die Beteiligung an den aktuellen Kunstdiskursen stehen an erster Stelle. Der unkomplizierte Austausch mit den anderen Studierenden unterstützt das Erkennen deiner eigenen Stärken und hilft mit, ein persönliches Netzwerk aufzubauen. Praktika in der Kunstszene wie auch die Möglichkeit, an europäischen Kunsthochschulen Austauschsemester zu absolvieren, bieten dir einen zusätzlichen Blick von aussen auf dein eigenes Werk. 

Verbindlich für den Studiengang sind lediglich zwei Fixtage pro Woche für Seminare und Mentorate sowie ein Semesterprojekt, eine Arbeitspräsentation pro Semester und der Besuch von Vertiefungsseminaren. Es werden zusammen mit eingeladenen Leuten aus der Kunstwelt Projekte entwickelt. Die Seminare bieten eine Form der Zusammenarbeit, die das Nachdenken und Entwickeln einer Erzählsprache zur eigenen künstlerischen Arbeit unterstützen. Während der Beratungs- und Mentoring-Tage besprichst du mit Fachleuten aus Kunst, Theorie und Vermittlung die eigenen Arbeiten und Strategien – sei es in Einzelgesprächen oder in Gruppen.

Die Überschaubarkeit und die kurzen Wege zwischen den Studierenden und der Schulleitung stehen für eine offene Kultur, die in der F+F gelebt wird. Dazu gehören sowohl die Mitbestimmung bei der Ausgestaltung des Studienbetriebs als auch die Selbstorganisation. Der künstlerischen Selbstbestimmung steht nichts im Weg: weder eine fehlende Matur, noch eine mühsame Bürokratie und schon gar kein unnötiges Punktesammeln. 

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Kunst HF
Studienbeginn und Dauer
Der Studiengang startet jeweils im August und umfasst 5 400 Lernstunden und wird nach sechs Semestern per Ende Frühlingssemester mit der Diplomarbeit abgeschlossen. Es ist möglich, das Studium im Frühlingssemester zu beginnen, der Abschluss ist jedoch nur im Frühlingssemester möglich. Dadurch verlängert sich das Studium um ein Semester, welches für ein Praktikum, ein Austauschsemester, eine Studienpause oder für Erwerbsarbeit genutzt werden kann. Einschlägige Berufserfahrung und Vorbildungen können dem Studium angerechnet werden. Eintritte während des laufenden Semesters ;sind in der Regel ausgeschlossen.

Ausbildungsstufe
Tertiärstufe, Höhere Berufsbildung, Höhere Fachschule

Diplom
Eidgenössisch anerkannter Titel dipl. Gestalterin HF Bildende Kunst/dipl. Gestalter HF Bildende Kunst

Kosten
Die Studiengebühren betragen für Studierende mit zivilrechtlichem Wohnsitz in der Schweiz oder Liechtenstein pro Semester: CHF 6 750.– (= CHF 1 125.– mtl.).Inbegriffen ist die individuelle Benutzung der Schulinfrastruktur (inklusive Atelierarbeitsplatz) auch ausserhalb der Unterrichtszeiten sowie die Nutzung der Tutorialplattform Linkedin Learning. Die Ausbildung an der F+F ist staatlich anerkannt und subventioniert. Studierende sind grundsätzlich in ihrem Wohnsitzkanton stipendienberechtigt.

Berufliche Perspektiven
Künstler*innen realisieren selbstständig künstlerische Werke und Projekte. Das berufliche Umfeld ist der breitgefächerte lokale und globale Kunstbetrieb, der eine selbstbeauftragte künstlerische Tätigkeit ebenso wie Projektentwicklungen im Rahmen von privaten oder öffentlichen Aufträgen umfasst. Eine Betätigung in den Bereichen Visuelle Gestaltung, Fotografie und Video/Film, für Medienbetriebe der Information und Unterhaltung oder in der Kultur- und Vermittlungsarbeit jenseits desklassischen Kunstbetriebs sind ebenso vorstellbar wie anstrebenswert.
Kunst HF
Anmeldung, Bewerbung Studiengang Kunst HF
Zulassungsbedingung
Mindestalter 18 Jahre. Abschluss auf Sekundarstufe II (drei- bis vierjährige berufliche Grundausbildung mit Eidgenössischem Fähigkeitszeugnis oder Matur). Die Vorbildung muss nicht einschlägig, bzw. fachspezifisch sein. Bewerber*innen können beim Nachweis herausragender gestalterischer Fähigkeiten auch ohne abgeschlossene Sekundarstufe II «sur dossier» aufgenommen werden.

Aufnahmeverfahren 
Nach Eingang der Online-Anmeldung werden Bewerber*innen zu einem Aufnahmegespräch eingeladen. Mitzubringen sind Arbeiten, Projekte oder Dokumentationen eigener künstlerischer Versuche sowie ausserkünstlerischer Betätigungen. Danach wird über die Aufnahme in den Studiengang entschieden. Aufnahme, Zwischenprüfung und Diplomabschluss orientieren sich an den konkreten künstlerischen Anliegen und nicht an schriftlichen Arbeiten. Die Prüfungsgebühr beträgt CHF 150.–.

Das Aufnahmeverfahren wird nach Absprache mit den Behörden, und unter Berücksichtigung der Schutzmassnahmen, regulär durchgeführt. 

Infoveranstaltungen
Sind noch Fragen offen? Dann besuche uns unverbindlich an einem der monatlichen Infoabenden oder am Open House, lerne die Schulleitung kennen und informiere dich persönlich vor Ort.

Gerne berät dich unser Sekretariat telefonisch von Mo.–Fr. von 9.00–12.00 und von 14.00–17.00 Uhr unter 044 444 18 88. Fragen und Anliegen kannst du uns auch per E-mail übermitteln oder du bestellst dir dein gewünschtes Infomaterial über diesen Link direkt nach Hause.

Online-Anmeldung zum Aufnahmeverfahren:

  • Bewerbung Schuljahr 2022/23 (FS), Anmelden bis: 19. Dezember 2021
    Ausbildungsbeginn: 31. Januar 2022 (Frühlingssemester)
    Prüfungsgebühr: CHF 150.00
    Anmeldung
  • Bewerbung Schuljahr 2022/23 (HS), Anmelden bis: 19. Juni 2022
    Ausbildungsbeginn: 29. August 2022
    Prüfungsgebühr: CHF 150.00
    Anmeldung
Kunst – Frankental Time Will Tell 
Mentorat
Brita Polzer
©Brita Polzer
Was erzählt deine künstlerische Arbeit und mit welchen Mitteln? Spricht sie aggressiv oder zurückhaltend, einsilbig oder geschwätzig? Ist sie farbig oder monoton, gross oder klein? Gemeinsam versuchen wir das ästhetische Ding vor uns zu entschlüsseln und ihm vielleicht eine mächtigere Sprache zu verleihen.

Die Studierenden sind gefordert, im Rahmen des Mentoratstags mein Wissen und meine Erfahrungen «anzuzapfen». Folgende Kompetenzen kann ich offerieren: Arbeits- und Werkbesprechungen, Dokumentationskritik, Textbesprechungen und -korrekturen (gemeint sind hier die Texte der Studierenden, vor allem im Rahmen der Doku), Ausstellungs- und Atelierbesuche, Lektüre von theoretischen Texten aus Büchern und/oder Zeitschriften/Zeitungen.
Kunst HF
Kunst, Diplomausstellung, Hin Lanh Tran, 2018
Einführung Schwarzweisslabor
Regula Müdespacher
Eliane Rutishauser
Pooling, Einführung Schwarzweisslabor, Foto: Maria Beierbach
Die Arbeit in der Dunkelkammer bietet einen unmittelbaren Zugang zu den fotografischen Prozessen. Die physische Vorgehensweise im Umgang mit lichtempfindlichem Material, eröffnet dir Möglichkeiten, den Zufall in das Arbeitsverfahren miteinzubeziehen.

Diese Einführung bietet dir Gelegenheit, die vielfältigen Möglichkeiten von analogen Verarbeitungstechniken in der Fotografie kennenzulernen. Du wirst eingeführt in die Nutzung der Geräte, die Handhabung der Entwicklungschemie und du lernst die Arbeitsabläufe im Labor kennen. Wir zeigen dir unterschiedliche Möglichkeiten im Umgang mit lichtempfindlichen Materialien auf, die wir anschliessend ausprobieren.
Kunst HF
Fotoreportage: Veronique Hoegger
Kunst – The Art Student As Curator 
Mentorat
Andreas Dobler
©Andreas Dobler
Wird das eigene Potential optimal genutzt? Stärken und Schwachstellen der aktuellen Arbeit sollen im Gespräch aufgezeigt werden.

Als «alter Hase der Malerei» bin ich daran interessiert, Traditionen und gegenwärtige Anliegen der Malerei miteinander zu verknüpfen. Dank meinen vielfältigen Erfahrungen in der Bildgestaltung kann ich die Studierenden sowohl in der praktischen Umsetzung als auch auf inhaltlicher Ebene beraten.
Inszenierung, Konzeption, Verfremdung
Caroline Nicod
Julia Margaret Cameron, Study of Beatrice Cenci, 1966
Was verbindet einen Albuminazug von Julia Margaret Cameron mit einem Leuchtkasten von Jeff Wall? Beide zitierten aus der Kunstgeschichte und setzen die Fotografie in ein Verhältnis zur Malerei.

Wir streiten heute längst nicht mehr darüber, ob Fotografie Kunst sein kann. Doch das Medium musste sich seinen Platz im Museum im Verlauf seiner Geschichte erst erkämpfen. Dabei ging es immer wieder um die Beziehung, die Ähnlichkeiten und Unterschiede zwischen fotografischen und gemalten Bildern. Das Seminar widmet sich den Bewegungen, die diese Beziehung zum Ausgangspunkt nahmen, beziehungsweise beeinflussten. Beginnend um 1900 mit dem Piktorialismus über den Surrealismus und die Avantgarde der 1920er-Jahre, über die Konzeptkunst bis zum inszenierten Tableau und der abstrakten Fotografie.

Anmerkung: gleich wie 5587
Black
Anna-Brigitte Schlittler
Das Lehrangebot Black fokussiert auf aktuelle Positionen des Black Fashion Design, auf Perspektiven in der zeitgenössischen Modefotografie und auf die einflussreiche Bildkultur in den sozialen Medien.

Ausgangspunkt des Lehrangebots ist Black is King: Das visuelle – und sehr modeaffine – Album von Beyoncé präsentiert in einem wahren Bilderrausch eine Fülle von Bezügen zur (Kultur-)Geschichte des afrikanischen Kontinents mit zahlreichen afro-amerikanischen Verflechtungen. Neben Aspekten der verschütteten und unterdrückten Design-Geschichte fokussiert der Unterricht auf aktuelle Positionen des Black Fashion Design, Perspektiven in der zeitgenössischen Modefotografie und auf die einflussreiche Bildkultur in den sozialen Medien. 
Werkgespräche
Daniel Hertli
Urs Lindauer
Du begegnest Vertreter*innen der Filmbranche und erhältst seltene Einblicke in deren Schaffen. Dabei visionierst du aktuelle Arbeiten der Gäste und erfährst so Wissenswertes über die unterschiedlichen künstlerischen Erzähl- und Arbeitsweisen.
Mentorat
Brita Polzer
©Brita Polzer
Was erzählt deine künstlerische Arbeit und mit welchen Mitteln? Spricht sie aggressiv oder zurückhaltend, einsilbig oder geschwätzig? Ist sie farbig oder monoton, gross oder klein? Gemeinsam versuchen wir das ästhetische Ding vor uns zu entschlüsseln und ihm vielleicht eine mächtigere Sprache zu verleihen.

Die Studierenden sind gefordert, im Rahmen des Mentoratstags mein Wissen und meine Erfahrungen «anzuzapfen». Folgende Kompetenzen kann ich offerieren: Arbeits- und Werkbesprechungen, Dokumentationskritik, Textbesprechungen und -korrekturen (gemeint sind hier die Texte der Studierenden, vor allem im Rahmen der Doku), Ausstellungs- und Atelierbesuche, Lektüre von theoretischen Texten aus Büchern und/oder Zeitschriften/Zeitungen.
Start- & Schlusswoche
Daniel Hauser
Gökçe Ergör
Kunstatelier ©Daniel Hauser
Während der Startwoche des Studiums wird zusammen mit der Studiengangleitung das neue Semester geplant. In Gesprächen werden die Studienpläne festgelegt. Dazwischen finden Inputs statt und es ist Atelierbetrieb: Die Künstler*innen, die das Studium beginnen, machen sich vertraut mit der Arbeitsumgebung. In der letzten Semesterwoche wird jeweils Bilanz gezogen.

Die Startwoche bietet den Künstler*innen eine Einführung in die Angebote des Studiengangs. Am Ende der Startwoche wissen alle, was sie während der Seminarwochen belegen. In der letzten Woche des Herbstsemesters wird Bilanz gezogen und werden die Ergebnisse der Projekte, Seminare, Mentoratstage, Vertiefungen, Querschnittformate, Veranstaltungsreihen und Beiträge aus den Arbeitsgruppen besprochen. Die einzelnen künstlerischen Praxen werden nochmals besprochen und zum Schluss im Plenum und in Einzelgesprächen ausgewertet.
ACT Performancefestival
Presencia-Escucha-Presencia, Balam Ronan Salgado, ACT, 2021, Bild: Gökçe Ergör
ACT ist ein jährlich stattfindendes Performance-Festival von und für Kunststudierende der Schweizerischen Kunst(hoch)schulen.

Du entwickelst alleine oder im Kollektiv eine Performance für ACT und bist Mitorganisator*in des Festivals. ACT ist ein Performance-Festival, das jährlich von und für Kunststudierenden der Schweizerischen Kunst(hoch)schulen organisiert wird. ACT findet in verschiedenen Städten in der Schweiz statt. In Vorbereitung auf ACT gibt es einen Input-Tag zum Thema Performance. Gemeinsam erarbeiten die teilnehmenden Studierenden Performances, die an ACT gezeigt werden und wirken bei der Organisation des Festivals mit.
Mentorat
Stefanie Knobel
Writing the body with the body, 2020 Stefanie Knobel
Aus deiner gegenwärtigen Realität heraus möchtest du etwas anstossen, verdrehen oder anders sehen? Intuitiv durchquert schräges und seltsames deine Sinne. Dein Denken denkt sowie der Ozean Wellen hat. Zögern.

Eine Umgebung ist kein neutraler leerer Kasten, sondern ein Ozean voller Strömungen und Wogen. Wir untersuchen gemeinsam wie sich deine Arbeit zu deiner Umgebung verhält: Innehalten. Verdichten. Weiter Spinnen und ein Gewebe hexen. Daraus Klarheit und Stärke ziehen. Mit der für das Material neu erfundenen Sprache Bewegungsprinzipien erarbeiten, Situationen herstellen und Formen, Farben, Texturen oder Gesten in den Raum bringen, in dem sich deine Idee mitteilt.
Mentorat
Riikka Tauriainen
Intimacy of Strangers, Riikka Tauriainen, Foto: Michel Rebosura
Im Mentorat unterstütze ich dich bei der Entwicklung von persönlichen Konzepten für deine eigene künstlerische Arbeit.

Formate und Praktiken wie Video, Installation, Performance, künstlerische Recherche, narrative Erzählung, aktivistische, kollektive und performative Arbeitsweisen stehen bei mir im Fokus: Wie entsteht eine künstlerische Position? Welche Rolle spielt das jeweilige Medium und wie verändert sich die Materialität in den jeweiligen Zusammensetzungen? Welche Narrative entstehen durch unsere Interventionen im Raum? Wie lernt man mit «jemandem» oder mit «etwas» zu denken? Ein Versuch, ein Verständnis für spezifische Konzepte, Ideen, Probleme oder Aussagen zu entwickeln, die auf die eine oder andere Weise relevant oder lebendig für dich und unsere heutige Gesellschaft sind. Es wird mit Spekulation und Fiktion experimentiert oder eine persönliche Form der künstlerischen Recherche entwickelt.