Geld & Studium
Eva-Maria Würth
Studieren liegt oft im Spannungsfeld von Kreativität und Geldbeschaffung. Wir informieren dich über Finanzierungsmöglichkeiten, Stipendien und Darlehen und auch darüber, wie du ein Budget für die Studienzeit aufstellen kannst, um Schulden zu vermeiden.

In der Einführungswoche setzt du dich mit der eigenen finanziellen Situation auseinander. Wie finanziere ich mein Studium? Die Dozierenden und die Experten der Schuldenpräventionsstelle der Stadt Zürich beraten dich kompetent.
Kunst HF
Studiengang
Kunst HF
Freie Kunst – dank offenem Kunststudium. In diesem Studiengang realisierst du mit viel Freiheit selbstständig Projekte, die eine eigene künstlerische Sprache sprechen. Deine Werke und Arbeiten wirst du im Kunstsystem vermitteln können. 

Die F+F-Schule bietet dir in einem dreijährigen Vollzeitstudium viel Freiheit – sowohl in künstlerischer als auch in persönlicher Hinsicht. Eine einfache, offen gestaltete Studienstruktur ermöglicht dir während der ganzen Studienzeit müheloses Eintauchen in die Kunstpraxis. Die F+F-Ateliers stehen rund um die Uhr und auch am Wochenende zur Verfügung. Die Entwicklung deiner eigenständigen künstlerischen Sprache und die Beteiligung an den aktuellen Kunstdiskursen stehen an erster Stelle. Der Austausch mit anderen Studierenden spiegelt eigene Stärken und initiiert ein persönliches Netzwerk. Praktika in der Kunstszene oder der Austausch an einer europäischen Kunsthochschule bieten dir einen zusätzlichen Blick von aussen auf dein eigenes Werk.
 
Verbindlich für den Studiengang sind lediglich zwei Fixtage pro Woche für Seminare und Mentorate sowie ein Semesterprojekt, eine Arbeitspräsentation pro Semester und der Besuch von Vertiefungsseminaren. Projekte entstehen mit eingeladenen Leuten aus der Kunstwelt. Die Seminare bieten eine Form der Zusammenarbeit, die das Nachdenken über die Erzählung zur eigenen künstlerischen Arbeit unterstützt. Während der Beratungs- und Mentoring-Tage besprichst du mit Fachleuten aus Kunst, Theorie und Vermittlung die eigenen Arbeiten und Strategien.

Die Überschaubarkeit und die kurzen Wege zwischen den Studierenden und der Schulleitung stehen für eine offene Kultur, die an der F+F gelebt wird. Dazu gehören sowohl die Mitbestimmung bei der Ausgestaltung des Studienbetriebs als auch die Selbstorganisation. Der künstlerischen Selbstbestimmung steht nichts im Weg: weder eine fehlende Matur noch eine mühsame Bürokratie und schon gar kein unnötiges Punktesammeln. 

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Kunst HF
Studienbeginn und Dauer
Der Studiengang startet jeweils im August und umfasst 5 400 Lernstunden und wird nach sechs Semestern per Ende Frühlingssemester mit der Diplomarbeit abgeschlossen. Es ist möglich, das Studium im Frühlingssemester zu beginnen, der Abschluss ist jedoch nur im Frühlingssemester möglich. Dadurch verlängert sich das Studium um ein Semester, welches für ein Praktikum, ein Austauschsemester, eine Studienpause oder für Erwerbsarbeit genutzt werden kann. Einschlägige Berufserfahrung und Vorbildungen können dem Studium angerechnet werden. Eintritte während des laufenden Semesters sind in der Regel ausgeschlossen.

Ausbildungsstufe
Tertiärstufe, Höhere Berufsbildung, Höhere Fachschule

Diplom
Eidgenössisch anerkannter Titel dipl. Gestalterin HF Bildende Kunst/dipl. Gestalter HF Bildende Kunst

Kosten
Die Studiengebühren betragen für Studierende mit zivilrechtlichem Wohnsitz in der Schweiz oder Liechtenstein pro Semester: CHF 6 750.– (= CHF 1 125.– mtl.). Inbegriffen ist die individuelle Benutzung der Schulinfrastruktur (inklusive Atelierarbeitsplatz) auch ausserhalb der Unterrichtszeiten sowie die Nutzung der Tutorialplattform Linkedin Learning. Die Ausbildung an der F+F ist staatlich anerkannt und subventioniert. Studierende sind grundsätzlich in ihrem Wohnsitzkanton stipendienberechtigt. 

Berufliche Perspektiven
Künstler:innen realisieren selbstständig künstlerische Werke und Projekte. Das berufliche Umfeld ist der breitgefächerte lokale und globale Kunstbetrieb, der eine selbstbeauftragte künstlerische Tätigkeit ebenso wie Projektentwicklungen im Rahmen von privaten oder öffentlichen Aufträgen umfasst. Eine Betätigung in den Bereichen Visuelle Gestaltung, Fotografie und Video/Film, für Medienbetriebe der Information und Unterhaltung oder in der Kultur- und Vermittlungsarbeit jenseits des klassischen Kunstbetriebs sind ebenso vorstellbar wie anstrebenswert.
Kunst HF
Anmeldung, Bewerbung Studiengang Kunst HF
Zulassungsbedingungen
Mindestalter 18 Jahre. Abschluss auf Sekundarstufe II (drei- bis vierjährige berufliche Grundausbildung mit Eidgenössischem Fähigkeitszeugnis oder Matur). Die Vorbildung muss nicht einschlägig bzw. fachspezifisch sein. Bewerber:innen können beim Nachweis herausragender gestalterischer Fähigkeiten auch ohne abgeschlossene Sekundarstufe II «sur dossier» aufgenommen werden.

Aufnahmeverfahren
Zur Online-Anmeldung reichen die Bewerber:innen ein Motivationsschreiben, einen Lebenslauf sowie Arbeits- und Ausbildungszeugnisse ein, sowie spätestens einen Monat nach der Anmeldung zudem ein Portfolio, welches das bisherige künstlerische und gestalterische Arbeiten dokumentiert. Bei positiver Beurteilung der Unterlagen werden die Bewerber:innen zu einem Aufnahmegespräch eingeladen. Danach wird über die Aufnahme in den Studiengang entschieden. Eintritte während des laufenden Semesters sind in der Regel ausgeschlossen. Die Prüfungsgebühr beträgt CHF 150.–.

Das Aufnahmeverfahren wird nach Absprache mit den Behörden, und unter Berücksichtigung der Schutzmassnahmen, regulär durchgeführt. 

Infoveranstaltungen
Sind noch Fragen offen? Dann besuche uns unverbindlich an einem der monatlichen Infoabenden oder am Open House, lerne die Schulleitung kennen und informiere dich persönlich vor Ort.

Gerne berät dich unser Sekretariat telefonisch Montag und Freitag von 9.00–12.00 und von 14.00–17.00 Uhr unter 044 444 18 88. Fragen und Anliegen kannst du uns auch per E-mail übermitteln oder du bestellst dir dein gewünschtes Infomaterial über diesen Link direkt nach Hause.

Online-Anmeldung zum Aufnahmeverfahren:

  • Schuljahr 2022/23, Anmeldung zum Aufnahmeverfahren (FS)
    Anmelden bis: 18. Dezember 2022, Ausbildungsbeginn: 31. Januar 2023 (Frühlingssemester)
    Prüfungsgebühr: CHF 150.00
    Anmeldung
Zeichnen – Basis
Michael Günzburger
Was sehe ich da? Wie kommt diese Welt vor meinen Augen mit allen Bedeutungen, Tiefen, Breiten und Höhen in eine Linie auf ein flaches Papier? Das ist dein Zeichnungskurs mit handfesten Anleitungen, Materialien, Stiften und viel Raum für alles andere.

Zeichnen ist direkt. Eine Zeichnung erzählt ebenso viel über die Person, die sie gemacht hat, wie über das, was sie darstellt. In diesem Lehrangebot verbessern wir gezielt und nach individuellen Ansprüchen unsere Fertigkeiten. Die verschiedenen Zwecke, die Zeichnungen erfüllen können – Mittel der Beobachtung, der Erinnerung, der Verführung oder Hilfsmittel – sind für uns Leitplanken im Kurs. Du lernst Handfestes wie etwa den Umgang mit verschiedenen Papieren und Stiften aber auch Theoretisches über Zeichner:innen oder die diversen möglichen Zeichnungsformate.
Herbstsemester 2022/23
Input
Learning from Crafts
Luc Mattenberger
Lying Behaviour Landscape, Luc Mattenberger. Bild: C. Hartmann
Giessen, bohren, schlagen, die Bewegung eines Rades und eines Riemens verfolgen, die Hitze des Ofens spüren und das Geräusch von geschmolzenem Metall hören – all das kannst du bei diesem Input tun.

Wir unternehmen eine Exkursion, um die Hintergründe der Produktion von Kunstwerken zu erkunden. Du lernst die Maschinen, Ressourcen und das Wissen kennen, die für diese Produktion notwendig sind und tauchst in die Geräusche, Gerüche und Berührungen der Werke ein, die gerade hergestellt werden. Du besuchst die Giesserei Kunstbetrieb, die Restaurierungs- und Fertigungswerkstatt eines Museums sowie ein Atelier.
 
Recherche & Bibliothek
Samuel Ammann
«Der Umgang mit Büchern führt zum Wahnsinn», sagte der Gelehrte Erasmus von Rotterdam vor 500 Jahren. Im Zeitalter von Google und Wikipedia erhalten Buch und Bibliothek neue Bedeutungen: Sinnlichkeit, Ruhe, Haptik und Kontemplation.

Erkundet werden die schönsten und wichtigsten Bibliotheken, Studierzimmer und Institute Zürichs. Diese Räume eröffnen Zugang zum «Touch of Soul», der durch die Glasoberflächen der Touchscreens mehr und mehr abhandenkommt – Kontakt zu Material, Sein und Verweilen. Wir besuchen das Medieninformationszentrum der ZHdK mit einer Einführung in das Netzwerk und den Suchkatalog von Schweizer Bibliotheken (NEBIS), die Pestalozzi Volksbibliothek, das Schweizerische Institut für Kunstwissenschaft, die auf Kunst spezialisierte Bibliothek des Kunsthauses Zürich sowie die vom Stararchitekten Santiago Calatrava erbaute Bibliothek an der Universität Zürich.

Voraussetzung: Die Studierenden sollen sich ein Recherche-Thema ausdenken. Idealerweise etwas im Bereich Kunst, was für sie/ihn Sinn ergibt, aktuell ist oder einen Bezug zu einem Seminar oder Projekt hat
Mitbringen: Identitätskarte, um die NEBIS-Biblio-Karte der Zürcher Zentralbibliothek zu lösen. Ticket oder Abonnement für die öffentlichen Zürcher Verkehrsmittel
Anmerkung: Die Veranstaltung findet extern statt
Herbstsemester 2022/23
Input
Berufspraxis Kunst
Daniel Hauser
Gökçe Ergör
Nicole Eisenman, Self-Portrait Crossing Out Self-Portraits, 1996
Wie geht die Berufspraxis Kunst? «Möglichst jung und schnell reich und berühmt werden und in allen Sammlungen aller Museen präsent sein», lautet ein frühes selbstironisches Statement des später berühmt gewordenen Trios General Idea.

Ist Berufspraxis das abgefahrene Leben der Kunst zu geniessen und gut gelaunt darauf zu warten, dass Galerien, Museen und Sammler:innen Schlange stehen? Oder ist Durchprofessionalisierung die Ansage? Ab wann ist jemand Künstler:in? Wie kommt jemand mit der Kunstwelt ins Gespräch? Kann ich als Künstler:in auch Kurator:in und Kunstkritiker:in sein? Und was ist ein:e Kulturarbeiter:in? Wie komme ich zu Geld? Geh ich betteln oder kann ich was fordern? Wie komme ich zu einem Atelier? Wie geht «informiert sein»? Was ist mit «Freiheit der Kunst» gemeint? Mache ich das alles alleine? Oder schliesse ich mich mit anderen zusammen? Gehören diese Fragen überhaupt noch zur Kunst oder ist das alles eh schon passé?
 
Kunst – The Art Student As Curator 
F+F @ Berufsmesse Aargauische Berufsschau
Di. 30.08.2022,
8.00–18.00 Uhr
Mi. 31.08. 2022,
8.00–20.00 Uhr
Do. 01.09.2022,
8.00–17.00 Uhr
Stadthalle Kleinholz, Erlimattweg 3, 4600 Olten, Standplatz Zone 2, Stand 32
An der Aargauischen Berufsschau gibt die F+F Einblick und liefert detaillierte Informationen zu Studienaufbau, Aufnahmebedingungen, Ausbildungszielen sowie Kosten – komm vorbei!
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Atelier Dessin
Claudia Kübler
Entwickle in diesem Angebot dein individuelles Zeichenprojekt und vertiefe, erweitere und verfeinere dabei deine Bildsprache.

Im Zentrum steht dein eigenes Zeichenprojekt, das du über die Moduldauer entwirfst, entwickelst und umsetzt. Je nach Studienrichtung und persönlichen Interessen werden die Projekte sehr unterschiedlich ausfallen, den gemeinsamen Nenner bildet das Medium Zeichnung – und darin besteht das Potential: dass du über den Tellerrand des eigenen Gebiets hinausschaust und dich interdisziplinär austauschen kannst. Das Zwiegespräch und die Diskussion in der grossen Runde, die individuelle Begleitung und der Dialog im Kollektiv sind dabei wesentliche Instrumente, um deine Arbeit zu reflektieren und voranzutreiben. Dieses Pooling bietet dir die Möglichkeit, die eigenen Inhalte, Themen und ihre formale Umsetzung, deine Bildsprache zu finden, vertiefen und zu schärfen. Zusätzliches Futter für Auge und Geist bietet der Blick in das zeitgenössische zeichnerische Schaffen, welcher zum festen Kursbestandteil gehört.

Voraussetzung: Dieses Pooling versteht sich als Aufbau- und Vertiefungsangebot, idealerweise hast du bereits ein anderes Zeichnungsmodul besucht und pflegst eine aktive zeichnerische Praxis
Anmerkung: Fakultativ für 3./5. und 7. Semester
Kunst HF
Fotoreportage: Véronique Hoegger
Herbstsemester 2022/23
Seminar
Woodpile
Luc Mattenberger
Luc Mattenberger, 2022
Ein Holzstapel. Eine Stichsäge. Schrauben. Deine Gegenstände. Eine individuelle Arbeit und ein kollektives Experiment. Raum besetzen. Sehen wie Volumen entsteht. Gemeinsam debattieren. Nachschneiden. Neu zusammenschrauben. Hier die Ausgangspartitur.

Eine individuelle Arbeit und ein kollektives Experiment. In diesem Seminar baust du eine Holzkonstruktion. Eine Struktur, die deine künstlerische Arbeit, deine Fetische, deine Marotten, deine Schöpfungen aufnimmt oder deren Abwesenheit akzeptiert. Deine Struktur wird mit den Strukturen der anderen verbunden. Dann wird das Ganze immer und immer wieder überschnitten, bis der Raum gefüllt ist, bis die richtigen Dialoge gefunden sind, bis die kollektive Erfahrung alle zufriedenstellt.



 
Kunst – ACT Performance Festival Zurich 
Einführung Plotter
Philipp Rupp
Dominik Zietlow
Diese Einführung vermittelt dir den Umgang mit dem grossformatigen Drucker sowie den Workflow von der digitalen Datei bis zum Print.

Die Möglichkeit, gigantische Prints zu produzieren, birgt besondere technische und inhaltliche Hürden, die wir gemeinsam bewältigen. Du lernst den Workflow von der digitalen Datei über die Druckaufbereitung bis hin zum Print im Weltformat praxisorientiert kennen.
Kunst HF
Kunst, Projekt, The Art Student As Curator, Clare Goodwin, 2018
Herbstsemester 2022/23
Pooling – Kunstgeschichte
Texere, Textilie, Text: Fasern in der Kunst- und Kulturgeschichte
Salome Hohl
Xénia Lucie Laffely, self·help·sleep, 2017-2018, Foto: Charlotte Krieger
Im Unterricht werden kunsthistorische Bewegungen wie Bauhaus oder die feministische Fiber-Art beleuchtet. Zudem stehen aktuelle Tendenzen und Gespräche mit Kunstschaffenden sowie kulturtheoretische Ansätze, welche gesellschaftliche Phänomene mit Textilhandwerk erklären, auf dem Programm.

Die Herstellung von Textilien ist eine der ältesten und bedeutendsten Kulturtechniken. Durch die Hierarchisierung in der Kunstgeschichte gehörte Textilkunst jedoch lange ausschliesslich zum Kunsthandwerk. Das Denken über Textilien in der Kunstgeschichte ist vielfältig und führt von der Auseinandersetzung mit ornamentaler, aussereuropäischer Kunst über die Befragung der Materialität bis hin zu einem kritischen und humorvollen Umgang mit Stoff und Gewebe seit der Postmoderne. Textilien können aber auch kulturanalytisch von Interesse sein – so sah der Philosoph Gilles Deleuze die Logik der Kontrolle in textilen Praktiken verortet. Weben gilt als Grundlage digitaler und kommunikativer Strukturen.
Einführung Siebdruck
Yves Sablonier
Infrastruktur Werkstatt, Druckwerkstatt Reportage, Véronique Hoegger
Während eines Tages lernst du die Geräte und Werkzeuge der Druckwerkstatt «Zitropress» kennen und du erprobst deren Einsatz.

Nach dieser Einführung kannst du die Werkstatt und ihre Geräte und Werkzeuge selbständig für die Realisation deiner Gestaltungsprojekte benutzen.
Kunst HF
Kunst HF, Arbeitspräsentation Blanc Eulalie, Fotografie: Claudia Breitschmid, 2019