Förderpreis Gleichstellung von Frau und Mann, Ausschreibungsplakat von Manuel Bächler, 2006.
Mitteilungen
Öffentliche Veranstaltungen
Visuelle Gestaltung HF
Gestaltungsbeitrag Ausschreibungsplakat
11.04.2006
Förderpreis der Stadt Zürich für die Gleichstellung von Frau und Mann – Jury wählt Arbeit von Grafikstudent Manuel Bächler für sein Ausschreibungsplakat aus.
Buchseite aus Blindtal, Abschlussarbeit von Tanja Schätti, 2024, Foto: Claudia Breitschmid
Gaum-Langemann-Förderpreis 2024
Tanja Schätti, Fachklasse Fotografie EFZ

Der Preis für Fotografie geht an Tanja Schätti für ihre Arbeit Blindtal. Die ausgewählte Fachjury schreibt in ihrem Bericht: «In Blindtal geht es um Schwermut. Die Arbeit knüpft an die Befindlichkeiten der Fotografin an. Doch geht die Arbeit über die persönliche Ebene hinaus: Sie entwirft eine abstrakte, eine künstliche Landschaft. Die Reise ins Blindtal ist reich an Eindrücken. Sie er-schöpfen sich nicht in Eindeutigkeit, sondern bleiben vage und werfen so immer wieder Fragen nach Absicht und Inszenierung auf. Kreisend geht die Reise vor sich, über verschiedene Zugänge und Anläufe, über Portraits, Landschaften, Tonfiguren, durch Bilderfindungen und Bildmanipulationen. Das Buch Blindtal überzeugt durch raffinierte Bilderabfolgen und Bildpaare. Die Lektüre des Buchs ist wie eine geführte Reise auf engen Wegen die tiefsten Tiefen des Tals.»

Tanja Schätti setzt sich in ihrem Fotobuch mit ihrer eigenen Schwermut und ihren Ängsten auseinander. Sie sagt dazu: «Ich fotografiere Stimmungsbilder und Selbstporträts, die für mich mit negativen Gefühlen verbunden sind. Dies hilft mir, mich mit verschiedenen Aspekten meiner Schwermut zu beschäftigen. Mittels analoger Bildmanipulationen versuche ich, Schichten sichtbar zu machen, diese aufzubrechen und sie teilweise auch wieder sorgfältig zu verschliessen. Die Tonfiguren materialisieren meine immer wiederkehrenden Ängste. Ich gestalte sie jeweils auf dem Höhepunkt meines Gefühls. Sie bieten mir die Möglichkeit, negative Emotionen loszulassen und ihnen eine Gestalt zu geben. »

Die Gaum-Langemann Stiftung hat dieses Jahr zum zweiten Mal im Rahmen der Abschlussausstellung der Fachklassen Fotografie EFZ/ BM und Grafik EFZ/BM im Juli 2024 die mit je CHF 2 500.– dotierten Förderpreise für die beiden Abschlussarbeit mit besonderem Potenzial vergeben.

Mit der Auszeichnung unterstützt die Gaum-Langemann Stiftung junge Menschen in der Schweiz bei ihrer Berufsausbildung und fördert insbesondere handwerklich-gestalterische Berufsausbildungen. Die Auswahl erfolgt duch eine Jury, die sich aus Expert:innen aus der fotografischen und grafischen Berufspraxis und einer Vertretung der F+F zusammensetzt.

Abschlussausstellung Fachklassen Fotografie und Grafik EFZ/BM 2024
Vernissage
Mi. 03.07.2024, 18.00–21.00 Uhr
Ausstellung
04.–07.07.2024
F+F, Flurstrasse 89, 8047 Zürich
Begrüssung
18.30 Uhr, Erdgeschoss
Bruno Hass, Prorektor
Marc Latzel, Leiter Fachklasse Fotografie
Franziska Widmer, Leiterin Fachklasse Grafik

Preisvergabe
Gaum-Langemann-Förderpreise für Fotografie und Grafik
18.30 Uhr, Erdgeschoss

Öffnungzeiten
Do.–So. 12.00–18.00 Uhr

Absolvent:innen Fachklasse Fotografie:
  • Laurin Bleiker
  • Jasmin Egger
  • Alina Frommelt
  • Wynona Hollenstein
  • Morris Köchle
  • Flurina Kühne
  • Fiona Neuhauser
  • Tanja Schätti
  • Enya Seiler
  • Irina Stöcker
  • Alissa Strässle
Absolvent:innen Fachklasse Grafik:
  • Nathan Noah Bastino
  • Jade Comiskey
  • Elena Anna Cortiula
  • Julia Escherich
  • Zian Gmür
  • Lina Gosteli
  • Tobias Grätzer
  • Ellie Macleod
  • Julian Meier
  • Grace Starla Ongarello
  • Kayrah Ryter
  • Vanessa Schmutz
  • Cassandra Zehnder
Marion RItzmann, 2005
Mitteilungen
Öffentliche Veranstaltungen
Kunstförderpreis stART
Vernissage und Preisübergabe
Do.15.12.2005, 18.00 Uhr
Ausstellung
16.12.2005–27.01.2006
St. Jakob-Strasse 25, 4002 Basel
Die Firma PricewaterhouseCoopers Basel verleiht die Auszeichnung für Absolventen der HGK Basel der Assistentin für den Vorkurs und die Gestalter-Ausbildung. Zudem an der Regionalen des Kunstvereins Freiburg zu sehen bis 08.01.2006.
Ausstellungsansicht Manu, Abschlussarbeit von Juli Kopp, 2023, Foto: Claudia Breitschmid
Ausstellungen
Gaum-Langemann-Förderpreis 2023
Julia Kopp, Fachklasse Fotografie EFZ

Der Preis für Fotografie geht an Julia Kopp für ihre Arbeit Manu. Die ausgewählte Fachjury schreibt in ihrem Bericht: «Die Arbeit von Julia Kopp zeigt humanistische Fotografie. Die Arbeit zeigt, dass Fotografie Nähe bedeuten kann, sie zeigt weiter, dass auch der Akt des Fotografierens Nähe bedeuten kann. Dafür werden genreübergreifend verschiedene fotografische Stilmittel und Szenerien eingesetzt, es gelingt dadurch, einen Menschen als Menschen zu zeigen, facettenreich, tief, und menschlich. Ergreifende Nähe zeichnet diese Arbeit aus.»

Julia Kopp dokumentiert in ihrer Fotoarbeit einen guten Freund und lässt sich dabei auf eine persönliche Konfrontation mit auch unangenehmen Themen ein. Sie schreibt: «Manu wurde im Laufe der bald acht Jahre seit wir befreundet sind zu einem Teil meiner Familie. Er ist seit vier Jahren alkoholabhängig, leidet an Angststörungen und ist daran, seine Identität und sein Geschlecht zu finden. Diese Probleme verhindern oftmals, dass er seine Fortschritte wahrnehmen kann. Mit dieser Arbeit wollte ich Manu in erster Linie unterstützen und ihm eine Seite von sich zeigen, die er gerne übersieht. Wir verbrachten viel Zeit miteinander und ich lernte viel über ihn, aber auch über mich selber. Unsere Freundschaft ist daran gewachsen. Die Kamera schaffte die nötige Distanz, damit ich mich auf Situationen einlassen konnte, die ich sonst wohl nicht hätte handhaben können. Sie schaffte aber auch eine Nähe, die ich so zuvor nicht kannte. Sein Leben ist ein ständiger Kampf, der von Rückschlägen geprägt ist. Trotz der schwierigen Umstände sieht Manu das Positive im Leben und kämpft weiter.»

Die Gaum-Langemann Stiftung hat dieses Jahr zum ersten Mal im Rahmen der Abschlussausstellung der Fachklassen Fotografie EFZ/BM und Grafik EFZ/BM im Juli 2023 die mit je CHF 2 500.– dotierten Förderpreise für die beiden Abschlussarbeit mit besonderem Potenzial vergeben.

Mit der Auszeichnung unterstützt die Gaum-Langemann Stiftung junge Menschen in der Schweiz bei ihrer Berufsausbildung und fördert insbesondere handwerklich-gestalterische Berufsausbildungen. Die Auswahl erfolgt duch eine Jury, die sich aus Expert:innen aus der fotografischen und grafischen Berufspraxis und einer Vertretung der F+F zusammensetzt.

Mitglieder der Jury 2023: Nina Ruppen (Grafikerin und Art Direktorin, Vorstandsmitglied Junge Grafik), Partik Fuchs (Fotograf, kommerziell und freischaffend), Bruno Hass. (Vertretung F+F).

Sabrina Gruhne ‹Neuseenland›
Kooperationen
Öffentliche Veranstaltungen
Ausstellung vfg Nachwuchsförderpreis für Fotografie an der F+F
Vernissage: Do. 08.10.2015, ab 18 Uhr
Ausstellung: 09.10–17.10.2015
Mo.–Fr. 9.00–17 Uhr, Sa. 9–14 Uhr
Flurstrasse 89, Zürich, Foyer
Im Juni 2015 wurden aus fast 80 Einreichungen von einer renommierten Fachjury in hitzigen Debatten die zehn besten Arbeiten junger Fotograf_innen nominiert, die anschliessend das Jahr hindurch bei fünf Ausstellung in der deutschen und französischen Schweiz sowie in Deutschland präsentiert werden.

Die Jury: Beatrice Mächler, b.r-m Fotografen Adliswil, Christoph Kern Galerie Oslo 8 Basel, Esther Vonplon Fotografin Chur, Jessica Auer Fotografin Montreal/Kanada, Melody Gygax, Leitung Bild Basler Zeitung haben folgende 10 Nachwuchsfotografen zu den 10 Besten 2015 juriert:

Marie-Pierre Cravedi (Valeyres-sous-Ursins), Sabrina Gruhne (Bern), Olivier Gschwend & Anthony Martins de Macedo (Genève), Florian Bärtschiger (Basel), Jessica Wolfelsperger (Basel), Claudia Link (Basel), Piero Good (Chur), Matheline Marmy (Genève), Paulo Wirz (Lausanne), Jean Luc Andrianasolo (Genève).
hello world, Barbara Müller, 2005
Mitteilungen
Öffentliche Veranstaltungen
Adolf Dietrich-Förderpreis
Kunstmuseum Kanton Thurgau
Die Künstlerin und Fotodozentin Barbara Müller erhält den Adolf Dietrich-Förderpreis der Thurgauischen Kunstgesellschaft. Die prämierte Arbeiten zu sehen in einer Einzelausstellung und in der Publikation Hush, mit einem Text von Dr. Jörg Huber.
Filmstill aus Ardel Font, Abschlussarbeit von Vanessa Schmutz, 2024, Foto: Claudia Breitschmid
Gaum-Langemann-Förderpreis 2024
Vanessa Schmutz, Fachklasse Grafik EFZ

Der Preis für Grafik geht an Vanessa Schmutz für ihre Arbeit Ardel Font. Die ausgewählte Fachjury schreibt in ihrem Bericht: «In der Arbeit wird eine Schrift zum Leben erweckt – tatsächlich zu Leben erweckt. So etwas hat die Jury noch nicht gesehen. Die Schrift ist die Hauptfigur in ihrem Film. Das Verhältnis von Bild und Text ist bemerkenswert. Der Text spielt die Hauptrolle, das Bild ist Kulisse, das der Schrift ihr Leben einhaucht durch eine raffinierte Dramaturgie und Bildwahl und den recht exzessiven Einsatz von filmischen Mitteln und Effekten.

Der Ardel Font knüpft an Formen von Jugendstil und Art Deco an. Die Schrift ist nicht retro, sondern ganz im Hier und Jetzt. Der Ardel Font hat ein stabiles, ruhiges und unaufgeregtes Schriftbild und ist insgesamt sehr stimmig und sehr gut lesbar. Das Manual zum Font ist mit einem altenschmierigen Druckverfahren auf dünnes, seifiges Papier gedruckt. In diesem Manual verschmelzen Inhalt und Material zu einem Objekt. Auch das haucht der Schrift Leben ein, es macht den Ardel Font sinnlich und haptisch spürbar.»

Der Entscheid, mit der Ardel Font zu arbeiten, lag für Vanessa Schmutz in deren visuell historischen Ursprungs und beschreibt es folgendermassen: «Ardel» ist eine Schrift, die von den visuellen Eigenschaften der Goldenen Zwanziger inspiriert ist, genauer gesagt von der prunkvollen Filmindustrie Hollywoods, auch bekannt als «Classical Hollywood Cinema».«Modern Meets Old» – ist der Ausgangspunkt für diese Typografie. «Ardel» übernimmt Elemente der Stilrichtungen Art Déco und Jugendstil, aber übersetzt in die heutige Zeit. Dabei definieren die flimmernden Inktraps den Hauptcharakter: Einst aus rein funktionalen Gründen entwickelt, finden sie jetzt in «Ardel» zu ihrer eigentlichen visuellen Bestimmung. Die Inktraps ziehen sich durch die gesamte Schrift, lassen sieornamental wirken und machen auf diese Weise «Ardel» zu einer klaren Displayschrift. «Ardel» eignet sich perfekt als Titel meines Filmvorspanns

Die Gaum-Langemann Stiftung hat dieses Jahr zum zweiten Mal im Rahmen der Abschlussausstellung der Fachklassen Fotografie EFZ/ BM und Grafik EFZ/BM im Juli 2024 die mit je CHF 2 500.– dotierten Förderpreise für die beiden Abschlussarbeit mit besonderem Potenzial vergeben.

Mit der Auszeichnung unterstützt die Gaum-Langemann Stiftung junge Menschen in der Schweiz bei ihrer Berufsausbildung und fördert insbesondere handwerklich-gestalterische Berufsausbildungen. Die Auswahl erfolgt duch eine Jury, die sich aus Expert:innen aus der fotografischen und grafischen Berufspraxis und einer Vertretung der F+F zusammensetzt.

Installation Freiraum – Präludium und Fuge Op. 201 von Celia Längle, Foto: Claudia Breitschmid
F+F Förderpreis 2018
Celia Längle, Studiengang Fotografie HF
Der Förderpreis der F+F zeichnet alljährlich Diplomarbeiten aus, die überraschen, überzeugen und Potential für folgende Arbeiten aufzeigen.

2018 sind 27 Diplomarbeiten entstanden, davon haben die Abteilungsleitungen 12 für den Förderpreis nominiert. Die Arbeit der Jury war dieses Jahr nicht einfach und Eva Wagner, Michael Hiltbrunner und Christoph Lang hatten die Qual der Wahl, doch der Entscheid war schliesslich einstimmig: Der Förderpreis der F+F 2018 geht an Freiraum – Präludium und Fuge Op. 201 von Celia Längle.

Die mehrteilige Videoinstallation ist eine Komposition für einen Raum und eine Person und füllt fast 10 Stunden. Die Arbeit hat einen Auftakt im Lift, das Präludium und die Fuge befindet sich fortführend im zweiten Stock.

Mit dieser Arbeit ist die Preisträgerin ein besonderes Wagnis eingegangen. Sie hat sich der Langeweile, dem Nichtstun, dem Experiment gestellt und in diesem Prozess eine präzise Form entwickelt. Die Soundspur und die beiden Projektionen, die sich der schnellen Rezeption entziehen, öffnen einen Gedanken- und Erfahrungsraum für die Betrachter*in. Celia Längle hat als Fotografin eine künstlerische Sprache erprobt, die verschiedene Medien und Künste einbezieht, lobt die Jury.

Die neugierige und offene Haltung, sowie den Mut, diese durchzuhalten beeindruckte die Jury: «Wir hoffen, dass der Förderpreis für Celia Längle eine Ermutigung sein kann, sich dem künstlerischen Experiment immer wieder bedingungslos zu stellen.» Die Jury gratuliert zum Preis und zum Diplom.  
 
Selzach, eine eiszeitlich überformte Moränenlandschaft, David Scholl, 2021
Förderpreis für David Scholl
Medienartikel
27.04.2022
Das Kuratorium für Kulturförderung des Kantons Solothurn hat neun Kunstschaffende mit Förderpreisen gewürdigt. Unter ihnen ist auch David Scholl (*1994), Studierneder Fotografie HF, der die Auszeichnung für seine Arbeit mit dem Titel Selzach, eine eiszeitlich überformte Moränenlandschaft erhält. Jeder der Preise ist mit jeweils CHF 15 000 dotiert. Die offizielle Feier findet am Mittwoch, 1. Juni 2022 in der Kulturfabrik Kofmehl in Solothurn statt. Die F+F gratuliert sehr herzlich und wünscht ihm auf seinem weiteren Weg viel Erfolg. 
Ron Temperli (Einladungskarte für die Ausstellung der Werkbeiträge bildende Kunst des Kantons Zürich 2006)
Mitteilungen
Öffentliche Veranstaltungen
Förderpreis der Stadt Winterthur
18.01.2008
Ron Temperli, der 2001 an der F+F sein Kunststudium abgeschlossen hat, wurde mit dem Förderpreis der Stadt Winterthur ausgezeichnet. Der Preis ist mit 10'000 Franken dotiert.
Wir gratulieren!
Bild vLnR: Katrin Freisager (Jurorin), Vanessa Schmutz (Gewinnerin Grafik), Conradi Frei (Juror), Tanja Schätti (Gewinnerin Fotografie), Bruno Hass (Juror), Bettina Loustalot (Gaum-Langemann Stiftung)
Gaum-Langemann-Förderpreise 2024
Mi. 03.07.2024

Im Rahmen der Abschlussausstellung der Fachklassen Fotografie und Grafik sind die Gaum-Langemann-Förderpreise vergeben worden. Ermöglicht hat dies die Gaum-Langemann Stiftung. Sie unterstützt junge Menschen in der Schweiz bei ihrer Berufsausbildung und fördert insbesondere handwerklich-gestalterische Berufsausbildungen. Es wurden zwei Preise überreicht:

  • Preis für die beste Abschlussarbeit Fotografie erhielt Tanja Schätti für das Fotobuch Blindtal
  • Preis für die beste Abschlussarbeit Grafik erhielt Vanessa Schmutz für den Bild-Text-Film Ardel Font

Die mit je CHF 2 500.– dotierten Preise werden für Abschlussarbeiten mit besonderem Potenzial vergeben. Die Auswahl erfolgt duch eine Jury, die sich aus Expert:innen aus der fotografischen und grafischen Berufspraxis und einer Vertretung der F+F zusammensetzt.

Wir gratulieren beiden Absolventinnen herzlich!

Die beiden Gewinnerinnen Liv Hägeli (links) und Julia Kopp (Mitte) mit Bettina Loustalot, Geschäftsführerin Gaum-Langemann Stiftung (rechts)
Gaum-Langemann-Förderpreise 2023
Mi. 02.07.2023

Im Rahmen der Abschlussausstellung der Fachklassen Fotografie und Grafik sind die Gaum-Langemann-Förderpreise vergeben worden. Ermöglicht hat dies die Gaum-Langemann Stiftung. Sie unterstützt junge Menschen in der Schweiz bei ihrer Berufsausbildung und fördert insbesondere handwerklich-gestalterische Berufsausbildungen. Es wurden zwei Preise überreicht:

  • Preis für die beste Abschlussarbeit Fotografie erhielt Julia Kopp mit der Arbeit Manu
  • Preis für die beste Abschlussarbeit Grafik erhielt Liv Hägeli mit der Arbeit Ah! & Oh!

Die mit CHF 2 500.– dotierten Preise werden für Abschlussarbeiten mit besonderem Potenzial vergeben. Die Auswahl erfolgt duch eine Jury, die sich aus Expert:innen aus der fotografischen und grafischen Berufspraxis und einer Vertretung der F+F zusammensetzt.

Wir gratulieren beiden Lernenden herzlich!

Mirja Curtius, Red Sheep, Foto: Isabel Rotzler
Mitteilungen
Öffentliche Veranstaltungen
Modedesign HF
Werkbund Förderpreis 2017

Der Förderpreis 2017 des Schweizerischen Werkbundes SWB ging an Mirja Curtius für die Diplomarbeit im Studiengang Modedesign mit der Arbeit Red Sheep.

Position für die Natur, bzw. den Erhalt unseres Ökosystems bezieht Mirja Curtius mit ihrer Kollektion Red Sheep. Sie entwirft auffällige und unkonventionelle Mode aus Wolle und Filz. Aus Rohstoffen also, die u. a. in der Schweiz lange als wärmespendende und günstige Mittel hauptsächlich zur Herstellung von Kleidung verwendet wurden. Curtius umgeht mit einem reizvollen Spiel von sicht- und unsichtbarer Haut den etwas muffigen Ruf von nachhaltigem Design. Mit ihrer Farbigkeit und der steifen Formgebung, die erst beim Tragen belebt wird, erinnern die Stücke an die textilen Arbeiten und Marionetten von Sophie Taeuber-Arp.

Lukas Zingg, Transit, 2022
Ausstellungen
Öffentliche Veranstaltungen
Fotografie HF
Werkbund Förderpreis 2022
Der diesjährige Förderpreis des Schweizerischen Werkbundes SWB ging an Lukas Zingg für seine Diplomarbeit im Studiengang Fotografie HF für die Arbeit mit dem Titel Transit.

Die Arbeit Transit von Lukas Zingg ist eine fotografische Reportage auf den Spuren des Erdgases in der Schweiz. Mit der Fotokamera rückt er unscheinbare Orte entlang der unterirdischen Leitungen in den Fokus und wirft damit einen kritischen Blick auf die Abhängigkeit von einem fossilen Energieträger und auf ein Land, das mit den Einnahmen aus dem Rohstoffhandel einen Angriffskrieg finanziert.

Gaum-Langemann Stiftung  
Seit 2023 werden an der Abschlussausstellung der beiden EFZ-Fachklassen Fotografie und Grafik die Gaum-Langemann-Förderpreise für Abschlussarbeiten mit besonderem Potenzial vergeben. Die Auswahl der Gewinner:innen erfolgt durch eine Jury, die sich aus Expert:innen der fotografischen und grafischen Berufspraxis sowie einer Vertretung der F+F zusammensetzt. Jährlich werden zwei Preise vergeben, die jeweils mit CHF 2 500.– dotiert sind.

Die Gaum-Langemann-Stiftung fördert und unterstützt hauptsächlich handwerkliche Berufsausbildungen junger Menschen mit Wohnsitz in der Schweiz, vorzugsweise mit Bezug zu Zürich. Insbesondere fördert die Stiftung auch handwerklich-gestalterische Berufsausbildungen.
28.03.06, 05.24, Lea Meienberg und Heta Multanen
Kooperationen
Öffentliche Veranstaltungen
Vfg Nachwuchsförderpreis
Vernissage
03.05.2007, 18.00 Uhr
Ausstellung
04.05.–20.05.2007
Stiftung Binz39, Sihlquai 133, 8005 Zürich
Nachwuchsförderpreis 2. Preis der Vereinigung fotografischer GestalteInnen vfg für Lea Meienberg und Heta Multanen.

Die Jury hat aus 222 Einsendungen die 12 Besten prämiert. Jurymitglieder waren 2007 folgende Fachpersonen: Elisabeth Kaufmann, Galeristin, Zürich; Virginie Otth, Fotografin, Lausanne; Melody Gygax, Bildredaktorin der Basler Zeitung, Zürich; Tom Haller, Fotograf, Zürich; Nicolas Faure, Fotograf, Meyrin
Framing Grayscales, Diplomarbeit von Marc Gertsch, 2023, Foto Ausstellungsansicht: Claudia Breitschmid
F+F Förderpreis 2023
Marc Gertsch,  Studiengang Visuelle Gestaltung HF
Der diesjährige F+F Förderpreis wird Marc Gertsch aus dem Studiengang Visuelle Gestaltung HF für seine Diplomarbeit Framing Grayscales verliehen. «Mit seiner tiefgründigen, auf eigenständiger Forschung und kritischer Selbstbefragung basierenden Arbeit» ist es ihm gelungen, die Jury zu überzeugen.

In Framing Grayscales setzt sich Marc Gertsch kritisch mit der diskriminierenden Dimension von Design auseinander. Sein Fokus gilt spezifischen Schriftarten, die kulturelle Elemente, Symbole und Praktiken zwecks kommerzieller oder ästhetischer Trends aus ihrem ursprünglichen Kontext reissen und in einer Weise verwenden, die stereotype und oberflächliche Darstellungen bestimmter Kulturen verstärken, während die eigentlichen Urheber:innen unsichtbar bleiben. Designer:innen tragen somit eine Verantwortung, sich diesen Dynamiken bewusst zu werden, um eine inklusive und gerechte Praxis zu fördern.

Die Jury zeigt sich von der Bearbeitung dieses «augenöffnenden, bisher nur wenig erforschten Themenfeldes von ausserordentlicher gesellschaftlicher Relevanz» beeindruckt. Neben dem «interdisziplinären Ansatz dank vermittelnder Rolle der unterschiedlichen, protestartigen Blachen», wird die «dennoch spielerische Herangehensweise mit Grafik und Design» hervorgehoben, womit die Arbeit in vielen unterschiedlichen Ausstellungs- und Vermittlungskontexten funktionieren und agieren könne. Framing Grayscales kläre nicht nur im Kontext des grafischen Designs über kulturelle Aneignung, «ethnische Schriften» und Diskriminierung in Design auf, sondern biete sich darüber hinaus auch anderen Interessent:innen zur Sensibilisierung gegenüber dem spezifischen Schriftgebrauch an. Die Jury sieht ein grosses Potenzial in der Thematik und ist der Überzeugung, dass Marc Gertsch mit seinem sorgfältigen und souveränem Gestaltungsansatz in der Zukunft noch weitere vielversprechende Anwendungen gelingen werden.

Der Förderpreis der F+F wird seit 2017 verliehen und ist mit CHF 4 000.– dotiert. Die Auszeichnung soll die Preisträger:innen darin bestärken ihr Projekt weiterzuverfolgen und den eingeschlagenen künstlerischen Weg fortzuführen. In diesem Jahr setzt sich die Jury aus der Künstlerin Claudia Kübler, F+F-Rektor Christoph Lang und der Kuratorin der diesjährigen Diplomausstellung, Marlene Bürgi, zusammen.
Abschlussausstellung Fachklassen Fotografie und Grafik EFZ/BM 2025
Vernissage
Mi. 02.07.2025, 18.00–21.00 Uhr
Ausstellung
03.–06.07.2024
F+F, Flurstrasse 89, 8047 Zürich
Begrüssung
18.30 Uhr, Erdgeschoss
Bruno Hass, Prorektor
Marc Latzel, Leiter Fachklasse Fotografie
Franziska Widmer, Leiterin Fachklasse Grafik

Preisvergabe
Gaum-Langemann-Förderpreise für Fotografie und Grafik
18.30 Uhr, Erdgeschoss

Öffnungszeiten
Donnerstag–Sonntag 12.00–18.00 Uhr

Absolvent:innen Fachklasse Fotografie:
  • Catrin Isabell Bautista Casilla
  • Johann Bigler
  • Oonagh Erfmann
  • Saskia Helg
  • Miwa Kawasaki
  • Morris Köchle
  • Sinia Luna Mader
  • Mascha Negri
  • Noel Neuhaus
Absolvent:innen Fachklasse Grafik:
  • Eleni Nina Giannakis
  • Anthony Hofmann
  • Clementine Krauss
  • Lilly Kuriger
  • Angelina Linley
  • Allegra Marinho da Silva
  • Rahman Mogushkov
  • Karina Ottowitz
  • Alina Perrenoud
  • Mischa Roos
  • Anna Signorelli
  • Bigna Teichmann
F+F Förderpreis 2017
Antonino Russo, Visuelle Gestaltung HF
Der Stiftungsrat der F+F vergab dieses Jahr zum ersten Mal den mit CHF 4 000.– dotierten Förderpreis für eine Diplomarbeit der HF (Höhere Fachschule) Studiengänge. 

Ausgezeichnet wurde die Diplomarbeit von Antonino Russo (*1987, Balgach), Studiengang Visuelle Gestaltung HF für seine Arbeit: Uguale dove mi trovo in giro, lei mi guarda sempre. 

Mit seiner Arbeit zeichnet er das Porträt seines Vaters, der mit dem Auto von Sizilien in die Schweiz geflüchtet ist. Anhand eines Interviews und historischem und aktuellem Bildmaterial, geht er insbesondere den «typisch sizilianischen» Verhaltensweisen und Bräuchen, die sein Vater in die Schweiz mitgebracht hat, nach. Russo junior erlaubt sich als Gestalter auch Interpretationen dieses Materials. So verarbeitet er beispielsweise schmalzige Liebesbekundungen, die als Gekritzel auf den Strassen von Catania zu finden sind, zu kitschiger Typografie. 

Uguale dove mi trovo in giro, lei mi guarda sempre – so der Titel von Toni Russos Publikation – stellt Fragen nach der eigenen Herkunft: Was prägt die «europäische Strassenhundmischung», als die sich Toni bezeichnet, wie setzt sie sich zusammen? Am Anfang von Tonis Diplomprojekt stand eine Reise mit seinem Vater nach Sizilien, die erste seit langem, und so konzentrierte er sich auf seinen Papa.

Toni webt ein Netz aus Erinnerungen, wir springen hin und her zwischen den Anekdoten seines Papas und den Beobachtungen Tonis, hin und her zwischen den Seiten und den Zeiten; geschickt führt uns der Autor vom Etna ins Rheintal und wieder zurück zu Hühnern und Peperoni.

Toni ist es gelungen seine Fragen ohne jegliche Sentimentalität einzukreisen, vielleicht Antworten zu finden, sicher aber dem näher zu kommen, was Identität ausmacht. Gerade das Unspekatukläre und Alltägliche, das bedingungslos persönliche macht die fragmentarische Erzählung exemplarisch. Das Eintauchen in Tonis Russos Text- und Bildgewebe regt dazu an, darüber nachzudenken, wie sich Identitäten zusammensetzten, in einer Welt, in der sich alle bewegen, bewegen müssen. Natürlich ist das Buch auch gut gestaltet. Gut meint, die Gestaltung ist Teil der beschriebenen Inhalte, unterstützt sie, färbt sie ein, bringt sie erst zum Leuchten.

Es bleibt zu wünschen, dass der Preis dazu beiträgt, dass es nicht bei dem einen Exemplar bleibt, welches Toni für die Ausstellung herstellen lassen konnte und die farbenfrohe Publikation bald unser aller Büchergestelle bereichert!