Ausstellungsansicht Manu, Abschlussarbeit von Juli Kopp, 2023, Foto: Claudia Breitschmid
Ausstellungen
Gaum-Langemann-Förderpreis 2023
Julia Kopp, Fachklasse Fotografie EFZ

Der Preis für Fotografie geht an Julia Kopp für ihre Arbeit Manu. Die ausgewählte Fachjury schreibt in ihrem Bericht: «Die Arbeit von Julia Kopp zeigt humanistische Fotografie. Die Arbeit zeigt, dass Fotografie Nähe bedeuten kann, sie zeigt weiter, dass auch der Akt des Fotografierens Nähe bedeuten kann. Dafür werden genreübergreifend verschiedene fotografische Stilmittel und Szenerien eingesetzt, es gelingt dadurch, einen Menschen als Menschen zu zeigen, facettenreich, tief, und menschlich. Ergreifende Nähe zeichnet diese Arbeit aus.»

Julia Kopp dokumentiert in ihrer Fotoarbeit einen guten Freund und lässt sich dabei auf eine persönliche Konfrontation mit auch unangenehmen Themen ein. Sie schreibt: «Manu wurde im Laufe der bald acht Jahre seit wir befreundet sind zu einem Teil meiner Familie. Er ist seit vier Jahren alkoholabhängig, leidet an Angststörungen und ist daran, seine Identität und sein Geschlecht zu finden. Diese Probleme verhindern oftmals, dass er seine Fortschritte wahrnehmen kann. Mit dieser Arbeit wollte ich Manu in erster Linie unterstützen und ihm eine Seite von sich zeigen, die er gerne übersieht. Wir verbrachten viel Zeit miteinander und ich lernte viel über ihn, aber auch über mich selber. Unsere Freundschaft ist daran gewachsen. Die Kamera schaffte die nötige Distanz, damit ich mich auf Situationen einlassen konnte, die ich sonst wohl nicht hätte handhaben können. Sie schaffte aber auch eine Nähe, die ich so zuvor nicht kannte. Sein Leben ist ein ständiger Kampf, der von Rückschlägen geprägt ist. Trotz der schwierigen Umstände sieht Manu das Positive im Leben und kämpft weiter.»

Die Gaum-Langemann Stiftung hat dieses Jahr zum ersten Mal im Rahmen der Abschlussausstellung der Fachklassen Fotografie EFZ/BM und Grafik EFZ/BM im Juli 2023 die mit je CHF 2 500.– dotierten Förderpreise für die beiden Abschlussarbeit mit besonderem Potenzial vergeben.

Mit der Auszeichnung unterstützt die Gaum-Langemann Stiftung junge Menschen in der Schweiz bei ihrer Berufsausbildung und fördert insbesondere handwerklich-gestalterische Berufsausbildungen. Die Auswahl erfolgt duch eine Jury, die sich aus Expert:innen aus der fotografischen und grafischen Berufspraxis und einer Vertretung der F+F zusammensetzt.

Mitglieder der Jury 2023: Nina Ruppen (Grafikerin und Art Direktorin, Vorstandsmitglied Junge Grafik), Partik Fuchs (Fotograf, kommerziell und freischaffend), Bruno Hass. (Vertretung F+F).

Ron Temperli (Einladungskarte für die Ausstellung der Werkbeiträge bildende Kunst des Kantons Zürich 2006)
Mitteilungen
Öffentliche Veranstaltungen
Förderpreis der Stadt Winterthur
18.01.2008
Ron Temperli, der 2001 an der F+F sein Kunststudium abgeschlossen hat, wurde mit dem Förderpreis der Stadt Winterthur ausgezeichnet. Der Preis ist mit 10'000 Franken dotiert.
Wir gratulieren!
Die beiden Gewinnerinnen Liv Hägeli (links) und Julia Kopp (Mitte) mit Bettina Loustalot, Geschäftsführerin Gaum-Langemann Stiftung (rechts)
Gaum-Langemann-Förderpreise 2023
Mi. 02.07.2023

Im Rahmen der Abschlussausstellung der Fachklassen Fotografie und Grafik sind die Gaum-Langemann-Förderpreise vergeben worden. Ermöglicht hat dies die Gaum-Langemann Stiftung. Sie unterstützt junge Menschen in der Schweiz bei ihrer Berufsausbildung und fördert insbesondere handwerklich-gestalterische Berufsausbildungen. Es wurden zwei Preise überreicht:

  • Preis für die beste Abschlussarbeit Fotografie erhielt Julia Kopp mit der Arbeit Manu
  • Preis für die beste Abschlussarbeit Grafik erhielt Liv Hägeli mit der Arbeit Ah! & Oh!

Die mit CHF 2 500.– dotierten Preise werden für Abschlussarbeiten mit besonderem Potenzial vergeben. Die Auswahl erfolgt duch eine Jury, die sich aus Expert:innen aus der fotografischen und grafischen Berufspraxis und einer Vertretung der F+F zusammensetzt.

Wir gratulieren beiden Lernenden herzlich!

Diplomkollektion REALITY IS PERCEPTION von Laura Heer-Vermot-Petit-Outhenin, 2020, Foto: Maurice Keiser
F+F Förderpreis 2020
Laura Heer-Vermot-Petit-Outhenin, Studiengang Modedesign HF
Feingliedrig und zerbrechlich thematisiert Laura Heer-Vermot-Petit-Outhenin in ihrer Kollektion REALITY IS PERCEPTION körperliches Unwohlsein und Schmerz. Für ihre Umsetzung und Präsentation verleiht ihr die Jury einen der Förderpreise der F+F, der mit CHF 3 000.– dotiert ist.

Aus klassischen Kleidungsstücken wie Hemd und Blazer kreiert Laura eine skulpturale Kollektion, die den Körper seiner Träger*innen verzerrt und verfremdet. Gliedmassen werden gestreckt und unterbrochen. Aus Nylonstrümpfen und Latex wird eine wulstige zweite Haut. In ihrer Zusammensetzung lässt sie der Betrachter*in Raum für eigene Bilder: REALITY IS PERCEPTION.

Die Grundidee ihrer Kollektion fand Laura in einem Fiebertraum. Ausgehend von körperlichem Unwohlsein untersucht die Designerin Kleidung als Möglichkeit, den damit verbundenen Emotionen und Gefühlswelten Ausdruck zu verleihen. Inspiration zog sie aus Arbeiten von Künstler*innen, beispielsweise den fliehenden Figuren Alberto Giacomettis, aber auch von Rebecca Horns erweiterten Gliedmasse und Marina Abramovićs Aushalten vor dem gespannten Bogen.

Die Arbeit überzeugt durch den «souveränen Einsatz von Medien und Material», sowie der «Fähigkeit der Designerin ihre eigene Arbeit zu reflektieren», begründet die Jury den Entscheid. Sehr gelungen fand die Jury auch die Präsentation der Kollektion in der Ausstellung. In atmosphärischer Weise inszenierte sie eine raumgreifende Installation, in der sie den Bogen spannt zwischen Kleidung, den verschiedenen Bildwelten und einem eigens produzierten Film.

In den Ferien nach dem Diplom, müsse sie erstmal Schlaf nachholen, lacht Laura. «Das Preisgeld deponiere ich auf dem Sparkonto, bis ich weiss, wie es weitergehen soll. Aber ich möchte mich selbstständig machen.»

Die Preise wurden anlässlich der Diplomfeier 2020 der HF-Studiengänge Film, Fotografie, Kunst, Modedesign und Visuelle Gestaltung von Rolf Staub (Präsident der Stiftung F+F) den beiden Preisträgerinnen überreicht. Der diesjährigen Jury gehörte Nadja Baldini (Co-Kuratorin der Diplomausstellung), Zuzana Ponicanova (Vertretung des Stiftungrates) und Christoph Lang (Rektor der F+F Schule für Kunst und Design als Delegierter der Schulleitung) an.
Abschlussausstellung Bild der Arbeit Endogen von Saskia Helg, Foto: Claudia-Breitschmid
Ausstellungen
Öffentliche Veranstaltungen
Fachklasse Fotografie EFZ/BM
Gaum-Langemann-Förderpreis 2025
Saskia Helg, Fachklasse Fotografie EFZ

Der Preis für Fotografie geht an Saskia Helg für ihre Arbeit Endogen. Die Fachjury schreibt in ihrem Bericht: «Endogen besticht durch ihren mutigen und experimentell unbeschwerten Einsatz der fotografischen Mittel, und schliesslich der gelungenen Montage von Text und gut editierten Bildsequenzen. Endogen gibt uns einen berührenden Zugang zu einem aktuellen und relevanten Thema: dem Leben in einer Welt, in der alle connected sind, aber du doch allein.»

Die Gaum-Langemann Stiftung hat dieses Jahr zum dritten Mal im Rahmen der Abschlussausstellung der EFZ/BM Fachklassen Fotografie und Grafik im Juli 2025 die mit je CHF 2 500.– dotierten Förderpreise für die beiden Abschlussarbeit mit besonderem Potenzial vergeben.

Mit der Auszeichnung unterstützt die Gaum-Langemann Stiftung junge Menschen in der Schweiz bei ihrer Berufsausbildung und fördert insbesondere handwerklich-gestalterische Berufsausbildungen. Die Auswahl erfolgt duch eine Jury, die sich aus Expert:innen aus der fotografischen und grafischen Berufspraxis und einer Vertretung der F+F zusammensetzt.

Mirja Curtius, Red Sheep, Foto: Isabel Rotzler
Mitteilungen
Öffentliche Veranstaltungen
Modedesign HF
Werkbund Förderpreis 2017

Der Förderpreis 2017 des Schweizerischen Werkbundes SWB ging an Mirja Curtius für die Diplomarbeit im Studiengang Modedesign mit der Arbeit Red Sheep.

Position für die Natur, bzw. den Erhalt unseres Ökosystems bezieht Mirja Curtius mit ihrer Kollektion Red Sheep. Sie entwirft auffällige und unkonventionelle Mode aus Wolle und Filz. Aus Rohstoffen also, die u. a. in der Schweiz lange als wärmespendende und günstige Mittel hauptsächlich zur Herstellung von Kleidung verwendet wurden. Curtius umgeht mit einem reizvollen Spiel von sicht- und unsichtbarer Haut den etwas muffigen Ruf von nachhaltigem Design. Mit ihrer Farbigkeit und der steifen Formgebung, die erst beim Tragen belebt wird, erinnern die Stücke an die textilen Arbeiten und Marionetten von Sophie Taeuber-Arp.

Buchseite aus Blindtal, Abschlussarbeit von Tanja Schätti, 2024, Foto: Claudia Breitschmid
Gaum-Langemann-Förderpreis 2024
Tanja Schätti, Fachklasse Fotografie EFZ

Der Preis für Fotografie geht an Tanja Schätti für ihre Arbeit Blindtal. Die ausgewählte Fachjury schreibt in ihrem Bericht: «In Blindtal geht es um Schwermut. Die Arbeit knüpft an die Befindlichkeiten der Fotografin an. Doch geht die Arbeit über die persönliche Ebene hinaus: Sie entwirft eine abstrakte, eine künstliche Landschaft. Die Reise ins Blindtal ist reich an Eindrücken. Sie er-schöpfen sich nicht in Eindeutigkeit, sondern bleiben vage und werfen so immer wieder Fragen nach Absicht und Inszenierung auf. Kreisend geht die Reise vor sich, über verschiedene Zugänge und Anläufe, über Portraits, Landschaften, Tonfiguren, durch Bilderfindungen und Bildmanipulationen. Das Buch Blindtal überzeugt durch raffinierte Bilderabfolgen und Bildpaare. Die Lektüre des Buchs ist wie eine geführte Reise auf engen Wegen die tiefsten Tiefen des Tals.»

Tanja Schätti setzt sich in ihrem Fotobuch mit ihrer eigenen Schwermut und ihren Ängsten auseinander. Sie sagt dazu: «Ich fotografiere Stimmungsbilder und Selbstporträts, die für mich mit negativen Gefühlen verbunden sind. Dies hilft mir, mich mit verschiedenen Aspekten meiner Schwermut zu beschäftigen. Mittels analoger Bildmanipulationen versuche ich, Schichten sichtbar zu machen, diese aufzubrechen und sie teilweise auch wieder sorgfältig zu verschliessen. Die Tonfiguren materialisieren meine immer wiederkehrenden Ängste. Ich gestalte sie jeweils auf dem Höhepunkt meines Gefühls. Sie bieten mir die Möglichkeit, negative Emotionen loszulassen und ihnen eine Gestalt zu geben. »

Die Gaum-Langemann Stiftung hat dieses Jahr zum zweiten Mal im Rahmen der Abschlussausstellung der Fachklassen Fotografie EFZ/ BM und Grafik EFZ/BM im Juli 2024 die mit je CHF 2 500.– dotierten Förderpreise für die beiden Abschlussarbeit mit besonderem Potenzial vergeben.

Mit der Auszeichnung unterstützt die Gaum-Langemann Stiftung junge Menschen in der Schweiz bei ihrer Berufsausbildung und fördert insbesondere handwerklich-gestalterische Berufsausbildungen. Die Auswahl erfolgt duch eine Jury, die sich aus Expert:innen aus der fotografischen und grafischen Berufspraxis und einer Vertretung der F+F zusammensetzt.

Denis Savi, Vuoto a perdere und Traiettorie invisibili, Diplomarbeit 2022
F+F Förderpreis 2022
Denis Savi, Studiengang Kunst HF
Die diesjährige Diplomausstellung der fünf HF-Studiengänge Film, Fotografie, Kunst, Modedesign, und Visuelle Gestaltung der F+F Schule für Kunst und Design trägt den Titel «Kunst fürs Leben!» und macht deutlich, dass die Zeiten von pandemiebedingter Innerlichkeit sowie von «l’art pour l’art» definitiv vorbei sind.
 
Der Förderpreis der F+F wird im Rahmen der Diplomfeier verliehen. Nominiert werden die Werke von den jeweiligen Studiengangsleitungen. Zwei Projekte, die formal sehr unterschiedlich sind, haben die Jury dieses Jahr gleichermassen und besonders begeistert. Deswegen hat die Jury beschlossen, dem Vorschlag des Rektors Christoph Lang zu folgen, die Preissumme zu verdoppeln und dieses Jahr zwei Förderpreise  zu verleihen.
 
Beide Arbeiten stammen aus dem Studiengang Kunst. Ausgezeichnet mit dem Förderpreis 2022 der F+F wurden: Denis Savi und Tatjana Hartmann & Luischa Berlin. Der Förderpreis soll eine Ermutigung für die beiden Diplomand:innen sein, ihren eingeschlagenen Weg weiterzugehen und eine Bestätigung dafür, dass die Richtung stimmt.
 
Das Diplomprojekt von Denis Savi beschäftigt sich mit der «anhaltenden Krise des Erinnerns»: Vuoto a perdere (dt. «zu vernichtende Leere») besteht aus zwei Holzkisten, wie sie seit der Kolonialzeit für den Transport von Kulturgütern verwendet werden. Sie repräsentieren sowohl nicht restituierte Kunstwerke als auch nicht erzählte Geschichten der Unterdrückten. In Traiettorie invisibili (dt. «unsichtbare Bewegungen») werden die SOS-Koordinaten von Fluchtbooten auf dem Mittelmeer, die aus verschiedenen Gründen die europäischen Küsten nicht erreicht haben, in einem performativen Akt des Erinnerns in weisse Platten eingraviert. Damit möchte der Künstler auf die dramatischen Geschichten von Menschen aufmerksam machen, von denen die Öffentlichkeit gemeinhin nichts erfährt. 
 
Der Förderpreis der F+F wird seit 2017 verliehen und ist mit CHF 4 000.– Franken dotiert. Mit dem Förderpreis wird ein Diplomprojekt ausgezeichnet, das besonders überzeugend und vielversprechend ist. Der Jury gehört jeweils eine delegierte Person des Stiftungsrates an, der Rektor sowie der oder die Diplomkurator:in. Dieses Jahr bestand die Jury aus Sarah Merten, Christoph Lang und Rolf Staub.
Framing Grayscales, Diplomarbeit von Marc Gertsch, 2023, Foto Ausstellungsansicht: Claudia Breitschmid
F+F Förderpreis 2023
Marc Gertsch,  Studiengang Visuelle Gestaltung HF
Der diesjährige F+F Förderpreis wird Marc Gertsch aus dem Studiengang Visuelle Gestaltung HF für seine Diplomarbeit Framing Grayscales verliehen. «Mit seiner tiefgründigen, auf eigenständiger Forschung und kritischer Selbstbefragung basierenden Arbeit» ist es ihm gelungen, die Jury zu überzeugen.

In Framing Grayscales setzt sich Marc Gertsch kritisch mit der diskriminierenden Dimension von Design auseinander. Sein Fokus gilt spezifischen Schriftarten, die kulturelle Elemente, Symbole und Praktiken zwecks kommerzieller oder ästhetischer Trends aus ihrem ursprünglichen Kontext reissen und in einer Weise verwenden, die stereotype und oberflächliche Darstellungen bestimmter Kulturen verstärken, während die eigentlichen Urheber:innen unsichtbar bleiben. Designer:innen tragen somit eine Verantwortung, sich diesen Dynamiken bewusst zu werden, um eine inklusive und gerechte Praxis zu fördern.

Die Jury zeigt sich von der Bearbeitung dieses «augenöffnenden, bisher nur wenig erforschten Themenfeldes von ausserordentlicher gesellschaftlicher Relevanz» beeindruckt. Neben dem «interdisziplinären Ansatz dank vermittelnder Rolle der unterschiedlichen, protestartigen Blachen», wird die «dennoch spielerische Herangehensweise mit Grafik und Design» hervorgehoben, womit die Arbeit in vielen unterschiedlichen Ausstellungs- und Vermittlungskontexten funktionieren und agieren könne. Framing Grayscales kläre nicht nur im Kontext des grafischen Designs über kulturelle Aneignung, «ethnische Schriften» und Diskriminierung in Design auf, sondern biete sich darüber hinaus auch anderen Interessent:innen zur Sensibilisierung gegenüber dem spezifischen Schriftgebrauch an. Die Jury sieht ein grosses Potenzial in der Thematik und ist der Überzeugung, dass Marc Gertsch mit seinem sorgfältigen und souveränem Gestaltungsansatz in der Zukunft noch weitere vielversprechende Anwendungen gelingen werden.

Der Förderpreis der F+F wird seit 2017 verliehen und ist mit CHF 4 000.– dotiert. Die Auszeichnung soll die Preisträger:innen darin bestärken ihr Projekt weiterzuverfolgen und den eingeschlagenen künstlerischen Weg fortzuführen. In diesem Jahr setzt sich die Jury aus der Künstlerin Claudia Kübler, F+F-Rektor Christoph Lang und der Kuratorin der diesjährigen Diplomausstellung, Marlene Bürgi, zusammen.
Diplomarbeit Mond/Still/Stand von Nora Ronja im Studiengang Kunst HF, 2025, Bild: Claudia Breitschmid
F+F Förderpreis 2025
Der F+F Förderpreis 2025 geht an Jael Bohm beziehungsweise Ronja Nora für das Projekt Mond/Still/Stand. Die 1996 geborene Winterthurerin ist Absolventin im Studiengang Kunst und sie überzeugt die Jury mit einer Textarbeit, die im Ausstellungsraum als Edition präsentiert wurde und sich über ein Tauschsystem in der Welt verbreitete.

Mond/Still/Stand ist ein kleines Buch, das in einer Auflage von 50 Stück produziert wurde. In dieser Textarbeit erprobt Ronja Nora Sprache als Mittel der Selbstermächtigung. Mit Kurztexten, die Datumsangaben über mehrere Jahre hinweg folgen, legt sie uns aber nicht einfach ein Tagebuch vor, sondern vielmehr Skizzen und Selbstbeobachtungen verpackt in einer eigenständigen Sprache. Grundlage der Inhalte sind Archivmaterial der Künstlerin aus den vergangenen drei Jahren – Texte, die sich mit innerem Erleben und sprachlichen Ausdrucksformen von Trauma auseinandersetzen. Diese nutzt Ronja Nora als ihr Material, wie ein:e Bildhauer:in Ton oder Stein bearbeitet, und fügt und arrangiert diese Texte zu einer überzeugenden Form.  
 
Zentral ist die Untersuchung der eigenen Sprache. Wie kann sie Leiden und Schwierigkeiten widerspiegeln, ohne auf therapeutische Begrifflichkeiten oder explizite Gewaltdarstellungen zurückzugreifen? Und wie können wir Erfahrungen, unser Leben und unsere Gefühlswelten teilen? Hier setzt die Installation im Raum an. Am Abend nach der Vernissage waren keine der 50 Bücher mehr im Raum, sondern statt ihnen Gegenstände, welche die Besucher:innen eingeladen waren, gegen das Buch zu tauschen. Ronja Nora initiierte mit ihrer Einladung einen symbolischen Akt des sich Verbindens mit der Welt. Zurück bleibt ein Archiv von Gegenständen, von denen jeder einzelne seine eigene Geschichte erzählt. Im Besitz der Künstlerin leben diese weiter und werden - so hoffen wir – weiter bearbeitet. Die Bücher hingegen haben bei den 50 Besitzer:innen ein neues Dasein und eine neue Funktion, bleiben aber über die limitierte Auflage und dem Tausch miteinander verbunden. 
 
Die Installation von Ronja Nora transformiert Sprache in eine materielle prozesshafte Form. Dies ist nicht nur ein interessanter Beitrag zur Verwendung von Text und Sprache als Mittel und Material der bildenden Kunst, sondern auch ein gelungener Vorschlag, wie von und über Intimität, über Beziehungen und sich Verbinden als Notwendigkeit unserer Zeit gesprochen werden kann. 

Wir gratulieren Jael Bohm/Ronja Nora zu dieser Arbeit und möchten sie mit dem Förderpreis bestärken, den eingeschlagenen künstlerischen Weg weiter zu verfolgen: Wir sind gespannt darauf, mehr von ihr zu sehen und zu lesen.

Die Entscheidung fiel der Jury in diesem Jahr wieder ausserordentlich schwer. Die Jury möchte daher zwei weitere Projekte speziell erwähnen, die sie überzeugend fand: Die Diplomkollektion von Kathy Jeilyn Matos SWEEP: BEING UNSEEN IS THE NEW BLACK und insbesondere deren konzeptioneller Zugang berührte die Jury gleichermassen wie der wunderbar musikalische Film von Elena Morena Weber Encore!

Der Förderpreis der F+F wird seit 2017 verliehen und ist mit CHF 4 000.– dotiert. Die Auszeichnung soll die Preisträger:innen darin bestärken ihr Projekt weiterzuverfolgen und den eingeschlagenen künstlerischen Weg fortzuführen. In diesem Jahr setzt sich die Jury aus dem F+F-Rektor Christoph Lang, dem Stiftungsratspräsident Rolf Staub, und der Kuratorin der diesjährigen Diplomausstellung, Yasmine Afschar, zusammen.
NEVERENDING I – Lärm machen, Kira van Eijsdens, Diplomarbeit 2021, Foto: Claudia Breitschmid
F+F Förderpreis 2021
Kira van Eijsden, Studiengang Kunst HF
Der F+F Förderpreis 2021 wird an Kira van Eijsden für ihre Arbeit NEVERENDING I – Lärm machen verliehen. Diese künstlerische Position, zusammen mit ihrer Performance ES BRODELT hat die Jury überzeugt und begeistert. Das Werk ist für die Jury nicht nur ausserordentlich gut durchdacht, sondern auch inhaltlich hochaktuell, brisant und ortsspezifisch, womit van Eijsden den Zuschlag erhält.

NEVERENDING I – Lärm machen besteht aus acht Monitoren, die auf einem äusserlich prekären Holzgerüst angebracht sind. Dieses hat die Künstlerin aus Materialien der vorhergehenden Ausstellung in der Kunsthalle direkt vor Ort aufgebaut. So hat sie Sprache und Material der Institution angeeignet und umgenutzt, um sich buchstäblich Raum zu verschaffen. Auf jedem der Monitore ist die Künstlerin als Performerin vor einem Green Screen zu sehen. Sie verkörpert dabei verschiedene Rollen und Rollenmuster, die Frauen zugeschrieben werden, und untersucht diese körperlich, sprachlich und musikalisch. Besucher*innen können über einen Schaltkasten zwischen den unterschiedlichen Filmen umschalten.

Die starke visuelle Präsenz und die zentrale Positionierung des Werks in der Ausstellung deckt sich mit der konzeptuellen und inhaltlichen Ausrichtung der Arbeit: van Eijsden will selbstbewusst und gezielt Platz einnehmen und fordert diesen ein. Der Künstlerin gelingt es somit sowohl inhaltlich wie auch räumlich ein klares Zeichen der Selbstermächtigung zu setzten.

Wut und Zorn gegen das Patriarchat und seine Auswucherungen werden in der Arbeit mal intim, mal wissenschaftlich oder musikalisch thematisiert. Mit Verve, Selbstkritik und einer Prise Selbstironie nähert sich van Eijsden der brisanten Thematik: eindringlich, kraftvoll, aber eben auch humorvoll.

Obwohl technisch aufwendig, wurden für das Holzgerüst vorhandene Mittel eingesetzt, wodurch ein weiteres hochaktuelles Thema wie die Nachhaltigkeit in der Kunstproduktion von der Künstlerin berücksichtigt wird.

Die Mehrkanal-Installation wirkt auf angenehme Art offen und skalierbar, ohne dabei beliebig zu sein. Die Jury schätzt sehr, dass gerade diese Offenheit Raum für Imagination und Reflektion lässt und damit weit über den Moment hinausweist. Den überzeugenden Einbezug des Publikums verstärkt zusätzlich diesen Aspekt. Besucher*innen wird eine Wahlmöglichkeit zugesprochen, ihre Agency wurde von der Künstlerin in der Werkkonzeption angelegt. Das heisst, das Publikum erhält die Macht, auszuwählen – aber auch Filme abzubrechen. So wird ihm Raum überantwortet, was keine kleine Geste ist, sondern zukunftsweisend.

Die Jury ist der Auffassung, dass mit der Diplomarbeit NEVERENDING I – Lärm machen eine Künstlerin ausgezeichnet wird, die eine sehr aktuelle Thematik formal zeitgemäss umgesetzt hat. Sie ist beeindruckt von der darstellerischen Präsenz, von der konzeptuellen Stringenz, vom Sinn für subversives Spiel und von der dem Werk innewohnenden Grosszügigkeit. Die Jury hofft, in naher Zukunft noch mehr von ihr als Künstlerin und Performerin zu sehen. Die Verleihung des Förderpreises soll Kira van Eijsen dabei bestärken, den eingeschlagenen künstlerischen Weg fortzuführen. Dafür wünschen wir ihr im Namen der Schule alles Gute und gratulieren.

Der F+F Förderpreis wird seit 2017 jährlich verliehen und ist mit CHF 4 000.– dotiert. Der Jury gehörten 2021 die Kuratorin der Diplomausstellung, Irene Grillo, der Direktor der Kunsthalle Zürich, Daniel Baumann und der Rektor der F+F Schule für Kunst und Design, Christoph Lang an.
Ich will alles und zwar jetzt!, Diplomarbeit von Julia Schlenker, 2024, Foto: Angelika Annen
F+F Förderpreis 2024
Julia Schlenker, Studiengang Modedesign HF
Der diesjährige F+F Förderpreis geht an Julia SchlenkerAbsolventin im Studiengang Modedesign. Sie überzeugt die Jury mit ihrer Diplomarbeit Ich will alles und zwar jetzt! und ihrer Kollektion aus fünf Looks, in denen Eleganz und Trash zusammenwirken, um das altbekannte Diktum «Kleider machen Leute» auf den Kopf zu stellen.

Da gibt es zum Beispiel ein Täschchen, braun, haarig, kugelrund. Die Plüschtierästhetik weckt Assoziationen an mindestens vier andere Luxuslabels, die so ein Stück im Angebot haben könnten. Es könnte deshalb für eine Nachahmung gehalten werden, würde der Blick nicht an der Leine hängen bleiben, die dort runterbaumelt. Und dann fällt der flauschige Haarball zu Boden und das Model schleift ihn hinter sich her und wir fragen uns, ob dieses Cape aus zwei mit buntem und gepresstem Textilkonfetti befüllten Kissen und gold-glänzenden Sicherheitsnadeln demnächst in der Oper oder doch eher beim Feierabendbier vor dem Späti um die Ecke zu sehen sein wird.

Das offensichtliche Zitieren einer Markenästhetik soll beim Betrachten ersichtlich werden und einem ein Schmunzeln entlocken, weil jeder Verweis so pointiert platziert ist, dass dahinter eine Kritik spürbar wird. Eine Kritik, die dem «anything goes» der Warenlogik eine Nachhaltigkeit abringt, in der wir Stilbewusstsein und Trend wieder voneinander trennen.

Viele Marken zitieren andere Marken oder sich selbst; Julia Schlenker aber beweist mit ihrem Diplomprojekt, dass Zitate Charme und Eigenheit besitzen müssen, dass sie durchdacht werden wollen und dass daraus eine Schönheit entsteht, die uns vorgefertigte Ideale überdenken lässt. Ein «Too much», das gewollt ist, das verunsichert und das uns zwingt, die Lesbarkeit der dargebotenen Symbole auch als Ausdruck unserer schnelllebigen Zeit zu verstehen. 

Wir gratulieren Julia Schlenker zu dieser Arbeit und möchten gleichzeitig die herausragende Qualität der Arbeiten des gesamten Studiengangs Mode hervorheben. Zu bewundern sind dabei nicht die Leistungen von Einzelpositionen wie beispielsweise Patricia Crivelli, deren Diplomkollektion Raw Perspectives ebenfalls herausragte.

Mehr noch erkannte die Jury, dass sich die Modeabsolvent:innen gegenseitig zu Höchstleistungen angespornt haben und die Entscheidung der Vergabe nur einer Förderauszeichnung in diesem Jahr äusserst schwerfiel. Wir bedanken uns für so viel Kollegialität und gegenseitige Wertschätzung von Arbeit, Zeit und Hingabe, die wir als Grundlage für den Wissenstransfer an der F+F hochschätzen. 

Der Förderpreis der F+F wird seit 2017 verliehen und ist mit CHF 4 000.– dotiert. Die Auszeichnung soll die Preisträger:innen darin bestärken ihr Projekt weiterzuverfolgen und den eingeschlagenen künstlerischen Weg fortzuführen. In diesem Jahr setzt sich die Jury aus dem F+F-Rektor Christoph Lang, dem Stiftungsratsmitglied Zuzana Ponicanova, und der Kuratorin der diesjährigen Diplomausstellung, Bassma El Adisey, zusammen.
Bunker, Pierre Kellenberger, 2008.
Wettbewerb
Auszeichnung + Ausstellung
Vernissage 15.05.2008
Ausstellung 16.05.–30.05.2008
Di-Fr 14.00–19.00 Uhr, Sa/So 11.00–17.00 Uhr
Stiftung BINZ39, Sihlquai 133, 8005 Zürich
Drei ehemalige F+F-Studierende und ein aktueller Student sind an der diesjährigen Ausstellung des vfg Nachwuchsförderpreises vertreten. Von fast 200 eingereichten Arbeiten hat die Jury deren zehn für die Präsentation ausgewählt. Der Fotostudent Pierre Kellenberger hat für seine Arbeit Bunker den 4. Preis gewonnen.

Neben dem Fotostudenten Pierre Kellenberger, sind auch die ehemaligen Fotostudentinnnen Lea Meienberg/Heta Multanen, die schon letztes Jahr gemeinsam einen vfg Nachwuchförderpreises gewonnen haben, in der Ausstellung vertreten ebenso die ehemalige Kunststudentin Katrin Hotz.

Pierre Kellenberger (*1985) zeigt in seiner prämierten Arbeit Bunker Interieurs aus den Schweizer Zivilschutzanlagen. Zu seiner Fotoserie schreibt er:
«Die Schweiz hatte eines der ehrgeizigsten Zivilschutzprojekte der Welt. Das Ziel war, für jeden Einwohner des Landes einen bomben- und strahlensicheren Schutzplatz zu gewähren. In den 60er Jahren wurden die meisten Anlagen gebaut. Mit dem Ende des kalten Krieges und dem Zusammenbruch des Sowjetreiches wurde der Zivilschutz als unnötig empfunden. Ich konzentrierte mich auf die minimalistische Einrichtung und alles, was dort herumliegt. Die Zeit scheint stillgestanden. Man hat das Gefühl, sich in einem Vakuum zu befinden, in dem sich seit 30 Jahren nichts mehr verändert hat. Alles ist auf den Ernstfall ausgerichtet und befindet sich in einem dauernden Wartezustand.»

Bilder aus der Fotoserie Bunker

Mit Arbeiten von: Vlado Alonso, Aurélien Bergot, Claudia Breitschmid, Regine von Felten, Matthieu Gafsou, Anne Golaz, Katrin Hotz, Elisa Larvego, Pierre Kellenberger sowie Lea Meienberg / Heta Multanen.

Zur Ausstellung erscheint ein Katalog im Christoph Merian Verlag.
 
Bild: Simplexgrafik, 2009
Mitteilungen
Öffentliche Veranstaltungen
Visuelle Gestaltung HF
Werkbund Förderpreis 2009
Bereits zum zweiten Mal verleiht der Schweizerische Werkbund SWB einen Förderpreis für junge Gestalter:innen. Es freut uns ganz besonders, dass der Preis im Kreis der Diplomand:innen des Studiengangs Visuelle Gestaltung der F+F Schule für Kunst und Design ausgesprochen wird – Wir gratulieren Hadi Alabudi ganz herzlich!

Aus der Laudatio von Anja Meyer (SWB): «Ausgezeichnet werden laut Richtlinien Arbeiten, die sich innerhalb des jeweiligen Studiengangs als auch bezüglich Interdisziplinarität besonders auszeichnen und welche engagiert und kritisch Bezug nehmen auf relevante kulturelle, technische und soziale Entwicklungen. (...) Die Arbeit von Hadi Alabudi zeichnen wir aus, da wir denken, dass gesellschaftlich aktuelle Themen auch immer einen gestalterischen Bezug haben. Hadi Alabudi verarbeitet eine persönliche Erfahrung eines sehr aktuellen Themas, nämlich des Umgangs mit fremdem Kulturgut. Die Arbeit unternimmt einen Übersetzungsversuch zwischen der lateinischen und der arabischen Schrift. (...)»

Die Jury, bestehend aus Ilia Vasella (Leitung Studiengang Visuelle Gestaltung), Urs Lehni (Graifker und Dozent) sowie Agnès Laube als Vertreterin des SWB.
Förderpreis Gleichstellung von Frau und Mann, Ausschreibungsplakat von Manuel Bächler, 2006.
Mitteilungen
Öffentliche Veranstaltungen
Visuelle Gestaltung HF
Gestaltungsbeitrag Ausschreibungsplakat
11.04.2006
Förderpreis der Stadt Zürich für die Gleichstellung von Frau und Mann – Jury wählt Arbeit von Grafikstudent Manuel Bächler für sein Ausschreibungsplakat aus.
Abschlussausstellung 
Fachklassen Fotografie und Grafik EFZ/BM 2023
Vernissage
Mi. 05.07.2023, 18.00–21.00 Uhr
Ausstellung
06.–09.07.2023
F+F, Flurstrasse 89, 8047 Zürich
Begrüssung
Bruno Hass, Stv. Rektor
Marc Latzel, Leiter Fachklasse Fotografie
Franziska Widmer, Leiterin Fachklasse Grafik
18.30 Uhr, Erdgeschoss

Preisvergabe
Gaum-Langemann-Förderpreise für Fotografie und Grafik
18.30 Uhr, Erdgeschoss

Öffnungszeiten
Do.–So. 12.00–18.00 Uhr

Absolvent:innen Fotografie EZF
  • Anja Bär
  • Laurin Eggimann
  • Valentin Hehli
  • Julia Kopp
  • Ladina Seraina Küntzel
  • Samuel Letsch
  • Nina Ritter
  • Lisa Vogelsanger
  • Kilian Walker
  • Yannick Wilkesmann
Absolvent:innen Grafik EFZ
  • Daniela Dellanoce Naar
  • Liv Hägeli
  • Felix Helbling
  • Milena Morales
  • Corin Ommerli
  • Domingo Schneider
  • Jessica Sojat
  • Sarah Spuhler
  • Rémy Vetsch
Facebook-Event
 
Abschlussausstellung Fachklassen Fotografie und Grafik EFZ/BM 2025
Vernissage
Mi. 02.07.2025, 18.00–21.00 Uhr
Ausstellung
03.–06.07.2024
F+F, Flurstrasse 89, 8047 Zürich
Begrüssung
18.30 Uhr, Erdgeschoss
Bruno Hass, Prorektor
Marc Latzel, Leiter Fachklasse Fotografie
Franziska Widmer, Leiterin Fachklasse Grafik

Preisvergabe
Gaum-Langemann-Förderpreise für Fotografie und Grafik
18.30 Uhr, Erdgeschoss

Öffnungszeiten
Donnerstag–Sonntag 12.00–18.00 Uhr

Absolvent:innen Fachklasse Fotografie:
  • Catrin Isabell Bautista Casilla
  • Johann Bigler
  • Oonagh Erfmann
  • Saskia Helg
  • Miwa Kawasaki
  • Morris Köchle
  • Sinia Luna Mader
  • Mascha Negri
  • Noel Neuhaus
Absolvent:innen Fachklasse Grafik:
  • Eleni Nina Giannakis
  • Anthony Hofmann
  • Clementine Krauss
  • Lilly Kuriger
  • Angelina Linley
  • Allegra Marinho da Silva
  • Rahman Mogushkov
  • Karina Ottowitz
  • Alina Perrenoud
  • Mischa Roos
  • Anna Signorelli
  • Bigna Teichmann
Mitteilungen
Öffentliche Veranstaltungen
Förderpreis Erna und Curt Burgauer Stiftung
10.09.2012
F+F-Dozentin Sabian Baumann wurde 1962 in Zug in der Schweiz geboren und lebt in Zürich. Seit über zehn Jahren unterrichtet sie am Vorkurs der F+F Schule für Kunst und Mediendesign «Dreidimensionale Gestaltung».

Während sich ihre zeichnerische Arbeit narrativ darstellt und Fragestellungen rund um die geschlechterspezifische Identitäts- und Genderkonstruktion aufwirft, mutet ihr skulpturales Werk abstrakt an und verfolgt vorwiegend phänomenologische, formal-analytische Überlegungen. Baumann, die regelmässig in Ausstellungen im In- und Ausland vertreten ist, gehört zu den bedeutendsten Künstlerinnen ihrer Generation in der Schweiz.

Der Preis der Erna und Curt Burgauer Stiftung wird über drei Jahre ausgerichtet und ist im dritten Jahr mit einer Ausstellung, Publikation oder der Realisation eines Werkes verbunden. Der Förderpreis wird periodisch und zusätzlich zu den jährlich an bildende KünsterInnen und MusikerInnen zugesprochenen Beiträgen im Gesamtbetrag von CHF 100‘000.– vergeben. Über die Vergabe entscheidet der Stiftungsrat. Ihm gehören Dr. Tobia Bezzola, Lukas Heuss, Cathérine Hug und Dr. Peter Uhlmann an. Eine Bewerbung ist nicht möglich.
Filmstill aus Ardel Font, Abschlussarbeit von Vanessa Schmutz, 2024, Foto: Claudia Breitschmid
Gaum-Langemann-Förderpreis 2024
Vanessa Schmutz, Fachklasse Grafik EFZ

Der Preis für Grafik geht an Vanessa Schmutz für ihre Arbeit Ardel Font. Die ausgewählte Fachjury schreibt in ihrem Bericht: «In der Arbeit wird eine Schrift zum Leben erweckt – tatsächlich zu Leben erweckt. So etwas hat die Jury noch nicht gesehen. Die Schrift ist die Hauptfigur in ihrem Film. Das Verhältnis von Bild und Text ist bemerkenswert. Der Text spielt die Hauptrolle, das Bild ist Kulisse, das der Schrift ihr Leben einhaucht durch eine raffinierte Dramaturgie und Bildwahl und den recht exzessiven Einsatz von filmischen Mitteln und Effekten.

Der Ardel Font knüpft an Formen von Jugendstil und Art Deco an. Die Schrift ist nicht retro, sondern ganz im Hier und Jetzt. Der Ardel Font hat ein stabiles, ruhiges und unaufgeregtes Schriftbild und ist insgesamt sehr stimmig und sehr gut lesbar. Das Manual zum Font ist mit einem altenschmierigen Druckverfahren auf dünnes, seifiges Papier gedruckt. In diesem Manual verschmelzen Inhalt und Material zu einem Objekt. Auch das haucht der Schrift Leben ein, es macht den Ardel Font sinnlich und haptisch spürbar.»

Der Entscheid, mit der Ardel Font zu arbeiten, lag für Vanessa Schmutz in deren visuell historischen Ursprungs und beschreibt es folgendermassen: «Ardel» ist eine Schrift, die von den visuellen Eigenschaften der Goldenen Zwanziger inspiriert ist, genauer gesagt von der prunkvollen Filmindustrie Hollywoods, auch bekannt als «Classical Hollywood Cinema».«Modern Meets Old» – ist der Ausgangspunkt für diese Typografie. «Ardel» übernimmt Elemente der Stilrichtungen Art Déco und Jugendstil, aber übersetzt in die heutige Zeit. Dabei definieren die flimmernden Inktraps den Hauptcharakter: Einst aus rein funktionalen Gründen entwickelt, finden sie jetzt in «Ardel» zu ihrer eigentlichen visuellen Bestimmung. Die Inktraps ziehen sich durch die gesamte Schrift, lassen sieornamental wirken und machen auf diese Weise «Ardel» zu einer klaren Displayschrift. «Ardel» eignet sich perfekt als Titel meines Filmvorspanns

Die Gaum-Langemann Stiftung hat dieses Jahr zum zweiten Mal im Rahmen der Abschlussausstellung der Fachklassen Fotografie EFZ/ BM und Grafik EFZ/BM im Juli 2024 die mit je CHF 2 500.– dotierten Förderpreise für die beiden Abschlussarbeit mit besonderem Potenzial vergeben.

Mit der Auszeichnung unterstützt die Gaum-Langemann Stiftung junge Menschen in der Schweiz bei ihrer Berufsausbildung und fördert insbesondere handwerklich-gestalterische Berufsausbildungen. Die Auswahl erfolgt duch eine Jury, die sich aus Expert:innen aus der fotografischen und grafischen Berufspraxis und einer Vertretung der F+F zusammensetzt.

Mitteilungen
Öffentliche Veranstaltungen
16. vfg Nachwuchsförderpreis der besten Schweizer Nachwuchsfotografen
Sa. 16.06.2012
Die Förderung junger fotografischer Talente ist der Vereinigung fotografischer GestalterInnen (vfg) besonders wichtig. Mit dem vfg Nachwuchsförderpreis wird nun schon zum 16. mal ein Wettbewerb unter talentierten Jungfotografen veranstaltet. Die Jury des 16. vfg Nachwuchsförderpreises wählte am Samstag, 16. Juni 2012, aus insgesamt 152 eingereichten Arbeiten die zehn Besten aus. Unter den zehn Gewinnern: die F+F Absolventen Pierre Kellenberger und Annick Ramp

Die Juroren (Katharina Ammann / Konservatorin Bündner Kunstmuseum Chur, William Ewing / Director of Curatorial Projects – Thames & Hudson, Luc Debraine / Kunsthistoriker und Redaktor L`Hebdo, Meinrad Schade / Fotograf und Corinne Vionnet / Fotografin) hatten es nicht leicht, unter den vielen hervorragenden Arbeiten die 10 Besten auszuwählen. Wer welchen Preis gewonnen hat, wird an der Vernissage am 19. September 2012 im ELAC (Espace Lausannois d`Art Contemporain) bekannt gegeben.