Diplomkollektion REALITY IS PERCEPTION von Laura Heer-Vermot-Petit-Outhenin, 2020, Foto: Maurice Keiser
F+F Förderpreis 2020
Laura Heer-Vermot-Petit-Outhenin, Studiengang Modedesign HF
Feingliedrig und zerbrechlich thematisiert Laura Heer-Vermot-Petit-Outhenin in ihrer Kollektion REALITY IS PERCEPTION körperliches Unwohlsein und Schmerz. Für ihre Umsetzung und Präsentation verleiht ihr die Jury einen der Förderpreise der F+F, der mit CHF 3 000.– dotiert ist.

Aus klassischen Kleidungsstücken wie Hemd und Blazer kreiert Laura eine skulpturale Kollektion, die den Körper seiner Träger*innen verzerrt und verfremdet. Gliedmassen werden gestreckt und unterbrochen. Aus Nylonstrümpfen und Latex wird eine wulstige zweite Haut. In ihrer Zusammensetzung lässt sie der Betrachter*in Raum für eigene Bilder: REALITY IS PERCEPTION.

Die Grundidee ihrer Kollektion fand Laura in einem Fiebertraum. Ausgehend von körperlichem Unwohlsein untersucht die Designerin Kleidung als Möglichkeit, den damit verbundenen Emotionen und Gefühlswelten Ausdruck zu verleihen. Inspiration zog sie aus Arbeiten von Künstler*innen, beispielsweise den fliehenden Figuren Alberto Giacomettis, aber auch von Rebecca Horns erweiterten Gliedmasse und Marina Abramovićs Aushalten vor dem gespannten Bogen.

Die Arbeit überzeugt durch den «souveränen Einsatz von Medien und Material», sowie der «Fähigkeit der Designerin ihre eigene Arbeit zu reflektieren», begründet die Jury den Entscheid. Sehr gelungen fand die Jury auch die Präsentation der Kollektion in der Ausstellung. In atmosphärischer Weise inszenierte sie eine raumgreifende Installation, in der sie den Bogen spannt zwischen Kleidung, den verschiedenen Bildwelten und einem eigens produzierten Film.

In den Ferien nach dem Diplom, müsse sie erstmal Schlaf nachholen, lacht Laura. «Das Preisgeld deponiere ich auf dem Sparkonto, bis ich weiss, wie es weitergehen soll. Aber ich möchte mich selbstständig machen.»

Die Preise wurden anlässlich der Diplomfeier 2020 der HF-Studiengänge Film, Fotografie, Kunst, Modedesign und Visuelle Gestaltung von Rolf Staub (Präsident der Stiftung F+F) den beiden Preisträgerinnen überreicht. Der diesjährigen Jury gehörte Nadja Baldini (Co-Kuratorin der Diplomausstellung), Zuzana Ponicanova (Vertretung des Stiftungrates) und Christoph Lang (Rektor der F+F Schule für Kunst und Design als Delegierter der Schulleitung) an.
Abschlussausstellung, Arbeit Frauen im Raum​​​​​ von Anna Signorelli, Bild: Claudia Breitschmid
Ausstellungen
Öffentliche Veranstaltungen
Fachklasse Grafik EFZ/BM
Gaum-Langemann-Förderpreis 2025
Anna Signorelli, Fachklasse Grafik EFZ

Der Preis für Grafik geht an Anna Signorelli für ihre Arbeit Frauen im Raum. Die Fachjury schreibt in ihrem Bericht: «Das Buch Frauen im Raum eröffnet für sich einen eigenen Raum, in dem das ganze Spannungsfeld von Unorten des öffentlichen Raums und privaten Rückzugsorten seinen Ort findet. Dies gelingt dank einer zurückgenommenen, reflektierten und umsichtigen Erzählperspektive, der angenehmen Leseführung, dem raffinierten Layout, dem ausgewogenen Einsatz von Text und Bild, der verspielten und zugleich intuitiven Struktur, dem gekonnten Einsatz grafischer Mittel, dem spannenden Umgang mit Weissraum und Farben. So wird eine insgesamt konsistente und sehr ansprechende Atmosphäre zum Eintauchen geschaffen.»

Die Gaum-Langemann Stiftung hat dieses Jahr zum dritten Mal im Rahmen der Abschlussausstellung der EFZ/BM Fachklassen Fotografie und Grafik im Juli 2025 die mit je CHF 2 500.– dotierten Förderpreise für die beiden Abschlussarbeit mit besonderem Potenzial vergeben.

Mit der Auszeichnung unterstützt die Gaum-Langemann Stiftung junge Menschen in der Schweiz bei ihrer Berufsausbildung und fördert insbesondere handwerklich-gestalterische Berufsausbildungen. Die Auswahl erfolgt duch eine Jury, die sich aus Expert:innen aus der fotografischen und grafischen Berufspraxis und einer Vertretung der F+F zusammensetzt.

Die beiden Gewinnerinnen Liv Hägeli (links) und Julia Kopp (Mitte) mit Bettina Loustalot, Geschäftsführerin Gaum-Langemann Stiftung (rechts)
Gaum-Langemann-Förderpreise 2023
Mi. 02.07.2023

Im Rahmen der Abschlussausstellung der Fachklassen Fotografie und Grafik sind die Gaum-Langemann-Förderpreise vergeben worden. Ermöglicht hat dies die Gaum-Langemann Stiftung. Sie unterstützt junge Menschen in der Schweiz bei ihrer Berufsausbildung und fördert insbesondere handwerklich-gestalterische Berufsausbildungen. Es wurden zwei Preise überreicht:

  • Preis für die beste Abschlussarbeit Fotografie erhielt Julia Kopp mit der Arbeit Manu
  • Preis für die beste Abschlussarbeit Grafik erhielt Liv Hägeli mit der Arbeit Ah! & Oh!

Die mit CHF 2 500.– dotierten Preise werden für Abschlussarbeiten mit besonderem Potenzial vergeben. Die Auswahl erfolgt duch eine Jury, die sich aus Expert:innen aus der fotografischen und grafischen Berufspraxis und einer Vertretung der F+F zusammensetzt.

Wir gratulieren beiden Lernenden herzlich!

Filmstill aus Ardel Font, Abschlussarbeit von Vanessa Schmutz, 2024, Foto: Claudia Breitschmid
Gaum-Langemann-Förderpreis 2024
Vanessa Schmutz, Fachklasse Grafik EFZ

Der Preis für Grafik geht an Vanessa Schmutz für ihre Arbeit Ardel Font. Die ausgewählte Fachjury schreibt in ihrem Bericht: «In der Arbeit wird eine Schrift zum Leben erweckt – tatsächlich zu Leben erweckt. So etwas hat die Jury noch nicht gesehen. Die Schrift ist die Hauptfigur in ihrem Film. Das Verhältnis von Bild und Text ist bemerkenswert. Der Text spielt die Hauptrolle, das Bild ist Kulisse, das der Schrift ihr Leben einhaucht durch eine raffinierte Dramaturgie und Bildwahl und den recht exzessiven Einsatz von filmischen Mitteln und Effekten.

Der Ardel Font knüpft an Formen von Jugendstil und Art Deco an. Die Schrift ist nicht retro, sondern ganz im Hier und Jetzt. Der Ardel Font hat ein stabiles, ruhiges und unaufgeregtes Schriftbild und ist insgesamt sehr stimmig und sehr gut lesbar. Das Manual zum Font ist mit einem altenschmierigen Druckverfahren auf dünnes, seifiges Papier gedruckt. In diesem Manual verschmelzen Inhalt und Material zu einem Objekt. Auch das haucht der Schrift Leben ein, es macht den Ardel Font sinnlich und haptisch spürbar.»

Der Entscheid, mit der Ardel Font zu arbeiten, lag für Vanessa Schmutz in deren visuell historischen Ursprungs und beschreibt es folgendermassen: «Ardel» ist eine Schrift, die von den visuellen Eigenschaften der Goldenen Zwanziger inspiriert ist, genauer gesagt von der prunkvollen Filmindustrie Hollywoods, auch bekannt als «Classical Hollywood Cinema».«Modern Meets Old» – ist der Ausgangspunkt für diese Typografie. «Ardel» übernimmt Elemente der Stilrichtungen Art Déco und Jugendstil, aber übersetzt in die heutige Zeit. Dabei definieren die flimmernden Inktraps den Hauptcharakter: Einst aus rein funktionalen Gründen entwickelt, finden sie jetzt in «Ardel» zu ihrer eigentlichen visuellen Bestimmung. Die Inktraps ziehen sich durch die gesamte Schrift, lassen sieornamental wirken und machen auf diese Weise «Ardel» zu einer klaren Displayschrift. «Ardel» eignet sich perfekt als Titel meines Filmvorspanns.»

Die Gaum-Langemann Stiftung hat dieses Jahr zum zweiten Mal im Rahmen der Abschlussausstellung der Fachklassen Fotografie EFZ/ BM und Grafik EFZ/BM im Juli 2024 die mit je CHF 2 500.– dotierten Förderpreise für die beiden Abschlussarbeit mit besonderem Potenzial vergeben.

Mit der Auszeichnung unterstützt die Gaum-Langemann Stiftung junge Menschen in der Schweiz bei ihrer Berufsausbildung und fördert insbesondere handwerklich-gestalterische Berufsausbildungen. Die Auswahl erfolgt duch eine Jury, die sich aus Expert:innen aus der fotografischen und grafischen Berufspraxis und einer Vertretung der F+F zusammensetzt.

Marion RItzmann, 2005
Mitteilungen
Öffentliche Veranstaltungen
Kunstförderpreis stART
Vernissage und Preisübergabe
Do.15.12.2005, 18.00 Uhr
Ausstellung
16.12.2005–27.01.2006
St. Jakob-Strasse 25, 4002 Basel
Die Firma PricewaterhouseCoopers Basel verleiht die Auszeichnung für Absolventen der HGK Basel der Assistentin für den Vorkurs und die Gestalter-Ausbildung. Zudem an der Regionalen des Kunstvereins Freiburg zu sehen bis 08.01.2006.
Sabrina Gruhne ‹Neuseenland›
Kooperationen
Öffentliche Veranstaltungen
Ausstellung vfg Nachwuchsförderpreis für Fotografie an der F+F
Vernissage: Do. 08.10.2015, ab 18 Uhr
Ausstellung: 09.10–17.10.2015
Mo.–Fr. 9.00–17 Uhr, Sa. 9–14 Uhr
Flurstrasse 89, Zürich, Foyer
Im Juni 2015 wurden aus fast 80 Einreichungen von einer renommierten Fachjury in hitzigen Debatten die zehn besten Arbeiten junger Fotograf_innen nominiert, die anschliessend das Jahr hindurch bei fünf Ausstellung in der deutschen und französischen Schweiz sowie in Deutschland präsentiert werden.

Die Jury: Beatrice Mächler, b.r-m Fotografen Adliswil, Christoph Kern Galerie Oslo 8 Basel, Esther Vonplon Fotografin Chur, Jessica Auer Fotografin Montreal/Kanada, Melody Gygax, Leitung Bild Basler Zeitung haben folgende 10 Nachwuchsfotografen zu den 10 Besten 2015 juriert:

Marie-Pierre Cravedi (Valeyres-sous-Ursins), Sabrina Gruhne (Bern), Olivier Gschwend & Anthony Martins de Macedo (Genève), Florian Bärtschiger (Basel), Jessica Wolfelsperger (Basel), Claudia Link (Basel), Piero Good (Chur), Matheline Marmy (Genève), Paulo Wirz (Lausanne), Jean Luc Andrianasolo (Genève).
Gaum-Langemann Stiftung  
Seit 2023 werden an der Abschlussausstellung der beiden EFZ-Fachklassen Fotografie und Grafik die Gaum-Langemann-Förderpreise für Abschlussarbeiten mit besonderem Potenzial vergeben. Die Auswahl der Gewinner:innen erfolgt durch eine Jury, die sich aus Expert:innen der fotografischen und grafischen Berufspraxis sowie einer Vertretung der F+F zusammensetzt. Jährlich werden zwei Preise vergeben, die jeweils mit CHF 2 500.– dotiert sind.

Die Gaum-Langemann-Stiftung fördert und unterstützt hauptsächlich handwerkliche Berufsausbildungen junger Menschen mit Wohnsitz in der Schweiz, vorzugsweise mit Bezug zu Zürich. Insbesondere fördert die Stiftung auch handwerklich-gestalterische Berufsausbildungen.
Gaum-Langemann-Förderpreise 2025
Mi. 02.07.2025

Im Rahmen der Abschlussausstellung der Fachklassen Fotografie und Grafik sind die Gaum-Langemann-Förderpreise vergeben worden. Ermöglicht hat dies die Gaum-Langemann Stiftung. Sie unterstützt junge Menschen in der Schweiz bei ihrer Berufsausbildung und fördert insbesondere handwerklich-gestalterische Berufsausbildungen. Es wurden zwei Preise überreicht:

  • Preis für die beste Abschlussarbeit Fotografie erhielt Saskia Helg mit der Arbeit Endogen
  • Preis für die beste Abschlussarbeit Grafik erhielt Anna Signorelli mit der Arbeit Frauen im Raum

Die mit je CHF 2 500.– dotierten Preise werden für Abschlussarbeiten mit besonderem Potenzial vergeben. Die Auswahl erfolgt duch eine Jury, die sich aus Expert:innen aus der fotografischen und grafischen Berufspraxis und einer Vertretung der F+F zusammensetzt.

Wir gratulieren beiden Absolventinnen herzlich!

Mirja Curtius, Red Sheep, Foto: Isabel Rotzler
Mitteilungen
Öffentliche Veranstaltungen
Modedesign HF
Werkbund Förderpreis 2017

Der Förderpreis 2017 des Schweizerischen Werkbundes SWB ging an Mirja Curtius für die Diplomarbeit im Studiengang Modedesign mit der Arbeit Red Sheep.

Position für die Natur, bzw. den Erhalt unseres Ökosystems bezieht Mirja Curtius mit ihrer Kollektion Red Sheep. Sie entwirft auffällige und unkonventionelle Mode aus Wolle und Filz. Aus Rohstoffen also, die u. a. in der Schweiz lange als wärmespendende und günstige Mittel hauptsächlich zur Herstellung von Kleidung verwendet wurden. Curtius umgeht mit einem reizvollen Spiel von sicht- und unsichtbarer Haut den etwas muffigen Ruf von nachhaltigem Design. Mit ihrer Farbigkeit und der steifen Formgebung, die erst beim Tragen belebt wird, erinnern die Stücke an die textilen Arbeiten und Marionetten von Sophie Taeuber-Arp.

Selzach, eine eiszeitlich überformte Moränenlandschaft, David Scholl, 2021
Förderpreis für David Scholl
Medienartikel
27.04.2022
Das Kuratorium für Kulturförderung des Kantons Solothurn hat neun Kunstschaffende mit Förderpreisen gewürdigt. Unter ihnen ist auch David Scholl (*1994), Studierneder Fotografie HF, der die Auszeichnung für seine Arbeit mit dem Titel Selzach, eine eiszeitlich überformte Moränenlandschaft erhält. Jeder der Preise ist mit jeweils CHF 15 000 dotiert. Die offizielle Feier findet am Mittwoch, 1. Juni 2022 in der Kulturfabrik Kofmehl in Solothurn statt. Die F+F gratuliert sehr herzlich und wünscht ihm auf seinem weiteren Weg viel Erfolg. 
Abschlussausstellung, Preisübergabe, Bild vLnR: Franziska Widmer (Leitung Fachklasse Grafik), Camillo Geiger (Gewinner Grafik), Bettina Loustalot (Gaum-Langemann Stiftung), Linn Vogel (Gewinnerin Fotografie), Res Eichenberger (Jury), Martin Stollenwerk (Jury), Bruno Hass (Prorektor), Aglaia Brändli (Jury), Marc Latzel (Leitung Fachklasse Fotografie), Foto: Giulia Picciati

 
Gaum-Langemann-Förderpreise 2026
Mi. 01.07.2026

Im Rahmen der Abschlussausstellung der Fachklassen Fotografie und Grafik sind zum vierten Mal die Gaum-Langemann-Förderpreise vergeben worden. Ermöglicht hat dies die Gaum-Langemann Stiftung. Sie unterstützt junge Menschen in der Schweiz bei ihrer Berufsausbildung und fördert insbesondere handwerklich-gestalterische Berufsausbildungen. Es wurden zwei Preise überreicht:

  • Preis für die beste Abschlussarbeit Fotografie erhielt Linn Vogel mit der Arbeit Konfetti im Kopf
  • Preis für die beste Abschlussarbeit Grafik erhielt Camillo Geiger mit der Arbeit Der Aufstieg der extremen Rechten.

Die mit je CHF 2 500.– dotierten Preise werden für Abschlussarbeiten mit besonderem Potenzial vergeben. Die Auswahl erfolgt duch eine Jury, die sich aus Expert:innen aus der fotografischen und grafischen Berufspraxis und einer Vertretung der F+F zusammensetzt.

Wir gratulieren beiden Absolventinnen herzlich!

Abschlussausstellung Fachklassen Fotografie und Grafik EFZ/BM 2024
Vernissage
Mi. 03.07.2024, 18.00–21.00 Uhr
Ausstellung
04.–07.07.2024
F+F, Flurstrasse 89, 8047 Zürich
Begrüssung
18.30 Uhr, Erdgeschoss
Bruno Hass, Prorektor
Marc Latzel, Leiter Fachklasse Fotografie
Franziska Widmer, Leiterin Fachklasse Grafik

Preisvergabe
Gaum-Langemann-Förderpreise für Fotografie und Grafik
18.30 Uhr, Erdgeschoss

Öffnungzeiten
Do.–So. 12.00–18.00 Uhr

Absolvent:innen Fachklasse Fotografie:
  • Laurin Bleiker
  • Jasmin Egger
  • Alina Frommelt
  • Wynona Hollenstein
  • Morris Köchle
  • Flurina Kühne
  • Fiona Neuhauser
  • Tanja Schätti
  • Enya Seiler
  • Irina Stöcker
  • Alissa Strässle
Absolvent:innen Fachklasse Grafik:
  • Nathan Noah Bastino
  • Jade Comiskey
  • Elena Anna Cortiula
  • Julia Escherich
  • Zian Gmür
  • Lina Gosteli
  • Tobias Grätzer
  • Ellie Macleod
  • Julian Meier
  • Grace Starla Ongarello
  • Kayrah Ryter
  • Vanessa Schmutz
  • Cassandra Zehnder
28.03.06, 05.24, Lea Meienberg und Heta Multanen
Kooperationen
Öffentliche Veranstaltungen
Vfg Nachwuchsförderpreis
Vernissage
03.05.2007, 18.00 Uhr
Ausstellung
04.05.–20.05.2007
Stiftung Binz39, Sihlquai 133, 8005 Zürich
Nachwuchsförderpreis 2. Preis der Vereinigung fotografischer GestalteInnen vfg für Lea Meienberg und Heta Multanen.

Die Jury hat aus 222 Einsendungen die 12 Besten prämiert. Jurymitglieder waren 2007 folgende Fachpersonen: Elisabeth Kaufmann, Galeristin, Zürich; Virginie Otth, Fotografin, Lausanne; Melody Gygax, Bildredaktorin der Basler Zeitung, Zürich; Tom Haller, Fotograf, Zürich; Nicolas Faure, Fotograf, Meyrin
Mitteilungen
Öffentliche Veranstaltungen
Förderpreis Erna und Curt Burgauer Stiftung
10.09.2012
F+F-Dozentin Sabian Baumann wurde 1962 in Zug in der Schweiz geboren und lebt in Zürich. Seit über zehn Jahren unterrichtet sie am Vorkurs der F+F Schule für Kunst und Mediendesign «Dreidimensionale Gestaltung».

Während sich ihre zeichnerische Arbeit narrativ darstellt und Fragestellungen rund um die geschlechterspezifische Identitäts- und Genderkonstruktion aufwirft, mutet ihr skulpturales Werk abstrakt an und verfolgt vorwiegend phänomenologische, formal-analytische Überlegungen. Baumann, die regelmässig in Ausstellungen im In- und Ausland vertreten ist, gehört zu den bedeutendsten Künstlerinnen ihrer Generation in der Schweiz.

Der Preis der Erna und Curt Burgauer Stiftung wird über drei Jahre ausgerichtet und ist im dritten Jahr mit einer Ausstellung, Publikation oder der Realisation eines Werkes verbunden. Der Förderpreis wird periodisch und zusätzlich zu den jährlich an bildende KünsterInnen und MusikerInnen zugesprochenen Beiträgen im Gesamtbetrag von CHF 100‘000.– vergeben. Über die Vergabe entscheidet der Stiftungsrat. Ihm gehören Dr. Tobia Bezzola, Lukas Heuss, Cathérine Hug und Dr. Peter Uhlmann an. Eine Bewerbung ist nicht möglich.
Lukas Zingg, Transit, 2022
Ausstellungen
Öffentliche Veranstaltungen
Fotografie HF
Werkbund Förderpreis 2022
Der diesjährige Förderpreis des Schweizerischen Werkbundes SWB ging an Lukas Zingg für seine Diplomarbeit im Studiengang Fotografie HF für die Arbeit mit dem Titel Transit.

Die Arbeit Transit von Lukas Zingg ist eine fotografische Reportage auf den Spuren des Erdgases in der Schweiz. Mit der Fotokamera rückt er unscheinbare Orte entlang der unterirdischen Leitungen in den Fokus und wirft damit einen kritischen Blick auf die Abhängigkeit von einem fossilen Energieträger und auf ein Land, das mit den Einnahmen aus dem Rohstoffhandel einen Angriffskrieg finanziert.

hello world, Barbara Müller, 2005
Mitteilungen
Öffentliche Veranstaltungen
Adolf Dietrich-Förderpreis
Kunstmuseum Kanton Thurgau
Die Künstlerin und Fotodozentin Barbara Müller erhält den Adolf Dietrich-Förderpreis der Thurgauischen Kunstgesellschaft. Die prämierte Arbeiten zu sehen in einer Einzelausstellung und in der Publikation Hush, mit einem Text von Dr. Jörg Huber.
Buchseite aus Blindtal, Abschlussarbeit von Tanja Schätti, 2024, Foto: Claudia Breitschmid
Gaum-Langemann-Förderpreis 2024
Tanja Schätti, Fachklasse Fotografie EFZ

Der Preis für Fotografie geht an Tanja Schätti für ihre Arbeit Blindtal. Die ausgewählte Fachjury schreibt in ihrem Bericht: «In Blindtal geht es um Schwermut. Die Arbeit knüpft an die Befindlichkeiten der Fotografin an. Doch geht die Arbeit über die persönliche Ebene hinaus: Sie entwirft eine abstrakte, eine künstliche Landschaft. Die Reise ins Blindtal ist reich an Eindrücken. Sie er-schöpfen sich nicht in Eindeutigkeit, sondern bleiben vage und werfen so immer wieder Fragen nach Absicht und Inszenierung auf. Kreisend geht die Reise vor sich, über verschiedene Zugänge und Anläufe, über Portraits, Landschaften, Tonfiguren, durch Bilderfindungen und Bildmanipulationen. Das Buch Blindtal überzeugt durch raffinierte Bilderabfolgen und Bildpaare. Die Lektüre des Buchs ist wie eine geführte Reise auf engen Wegen die tiefsten Tiefen des Tals.»

Tanja Schätti setzt sich in ihrem Fotobuch mit ihrer eigenen Schwermut und ihren Ängsten auseinander. Sie sagt dazu: «Ich fotografiere Stimmungsbilder und Selbstporträts, die für mich mit negativen Gefühlen verbunden sind. Dies hilft mir, mich mit verschiedenen Aspekten meiner Schwermut zu beschäftigen. Mittels analoger Bildmanipulationen versuche ich, Schichten sichtbar zu machen, diese aufzubrechen und sie teilweise auch wieder sorgfältig zu verschliessen. Die Tonfiguren materialisieren meine immer wiederkehrenden Ängste. Ich gestalte sie jeweils auf dem Höhepunkt meines Gefühls. Sie bieten mir die Möglichkeit, negative Emotionen loszulassen und ihnen eine Gestalt zu geben. »

Die Gaum-Langemann Stiftung hat dieses Jahr zum zweiten Mal im Rahmen der Abschlussausstellung der Fachklassen Fotografie EFZ/ BM und Grafik EFZ/BM im Juli 2024 die mit je CHF 2 500.– dotierten Förderpreise für die beiden Abschlussarbeit mit besonderem Potenzial vergeben.

Mit der Auszeichnung unterstützt die Gaum-Langemann Stiftung junge Menschen in der Schweiz bei ihrer Berufsausbildung und fördert insbesondere handwerklich-gestalterische Berufsausbildungen. Die Auswahl erfolgt duch eine Jury, die sich aus Expert:innen aus der fotografischen und grafischen Berufspraxis und einer Vertretung der F+F zusammensetzt.

Förderpreis Gleichstellung von Frau und Mann, Ausschreibungsplakat von Manuel Bächler, 2006.
Mitteilungen
Öffentliche Veranstaltungen
Visuelle Gestaltung HF
Gestaltungsbeitrag Ausschreibungsplakat
11.04.2006
Förderpreis der Stadt Zürich für die Gleichstellung von Frau und Mann – Jury wählt Arbeit von Grafikstudent Manuel Bächler für sein Ausschreibungsplakat aus.
Diplomkollektion, silent rebel von Janine Stähelin, 2019, Foto: Yannick Monteiro
F+F Förderpreis 2019
Janine Stähelin, Studiengang Modedesign HF
Die Jury für den Förderpreis der F+F bestand dieses Jahr aus dem Kuratorenteam der Diplomausstellung – Fanny Hauser und Viktor Neumann – der Vertreterin des Stiftungsrates Zuzana Ponicanova und dem Rektor Christoph Lang. Die Jury hat die 19 Diplomarbeiten aus den 5 Studiengängen begutachtet und befand mehrere Abschlussarbeiten als preiswürdig. Obwohl der Jahrgang als stark eingeschätzt wurde, konnte sich die Jury einstimmig darauf einigen, eine Diplomarbeit mit dem Förderpreis, der mit CHF 4 000.– dotiert ist, auszuzeichnen.

Der Förderpreis der F+F geht 2019 an die Kollektion silent rebel von Janine Stähelin. 

Die Diplomandin überzeugte über die fertige Kollektion hinaus: «Die Jury ist tief beeindruckt von der Komplexität und Sensibilität des künstlerischen Prozesses, der eine substantielle, kritische Auseinandersetzung und Befragung von tradierten Körperkonzepten und Rollenbildern offenbart hat.»

Janine Stähelin hat über den gesamten Entstehungsprozess bis hin zur finalen Präsentation ihrer Kollektion gezeigt, wie Formen und Schnitte, Materialentwicklung und –zusammensetzung in ihrer Kollektion gekonnt zusammenspielen und dadurch Gefühle zu transportieren vermögen. Auch von ihrer Klarheit im Umgang mit der räumlichen und performativen Präsentation war die Jury beeindruckt: «Dies zeugt von einer ästhetisch-gestalterischen Expertise sowie einer klaren und eigenständigen künstlerischen Sprache.»

Die Kollektion silent rebel erzählt von dem Spannungsverhältnis zwischen Stärke und Fragilität oder vielmehr von der Stärke der Fragilität. Sie erlaubt es, das Konzept von Stärke zu überwinden und Fragilität zu zelebrieren. 

Die Jury gratuliert Janine Stählin von ganzem Herzen und hofft, dass der Förderpreis es ihr ermöglichen wird, den eingeschlagenen Weg konsequent weiterzuverfolgen: «Wir wünschen ihr und allen anderen Diplomandinnen und Diplomanden alles Beste für ihre Zukunft.»
Installation Freiraum – Präludium und Fuge Op. 201 von Celia Längle, Foto: Claudia Breitschmid
F+F Förderpreis 2018
Celia Längle, Studiengang Fotografie HF
Der Förderpreis der F+F zeichnet alljährlich Diplomarbeiten aus, die überraschen, überzeugen und Potential für folgende Arbeiten aufzeigen.

2018 sind 27 Diplomarbeiten entstanden, davon haben die Abteilungsleitungen 12 für den Förderpreis nominiert. Die Arbeit der Jury war dieses Jahr nicht einfach und Eva Wagner, Michael Hiltbrunner und Christoph Lang hatten die Qual der Wahl, doch der Entscheid war schliesslich einstimmig: Der Förderpreis der F+F 2018 geht an Freiraum – Präludium und Fuge Op. 201 von Celia Längle.

Die mehrteilige Videoinstallation ist eine Komposition für einen Raum und eine Person und füllt fast 10 Stunden. Die Arbeit hat einen Auftakt im Lift, das Präludium und die Fuge befindet sich fortführend im zweiten Stock.

Mit dieser Arbeit ist die Preisträgerin ein besonderes Wagnis eingegangen. Sie hat sich der Langeweile, dem Nichtstun, dem Experiment gestellt und in diesem Prozess eine präzise Form entwickelt. Die Soundspur und die beiden Projektionen, die sich der schnellen Rezeption entziehen, öffnen einen Gedanken- und Erfahrungsraum für die Betrachter*in. Celia Längle hat als Fotografin eine künstlerische Sprache erprobt, die verschiedene Medien und Künste einbezieht, lobt die Jury.

Die neugierige und offene Haltung, sowie den Mut, diese durchzuhalten beeindruckte die Jury: «Wir hoffen, dass der Förderpreis für Celia Längle eine Ermutigung sein kann, sich dem künstlerischen Experiment immer wieder bedingungslos zu stellen.» Die Jury gratuliert zum Preis und zum Diplom.