Gregory Tara Hari, Selbstportrait, 2021
Zeitzeug:innen
«Die F+F hat mir die Zürcher Kunstszene erschlossen»
Gregory Hari hat nicht von selbst zur Kunst gefunden – und auch nicht die Kunst ihn. Seine Eltern haben ihm die Schule ausgesucht. Seinen Plan, Modedesign zu studieren unterstützten sie weniger, die Kunst hingegen schon. 

Wenn sich Gregory Hari an seine Studienzeit an der F+F erinnert, fallen ihm noch vor den Geschichten die Leute ein. Mit vielen von ihnen hat er auch 10 Jahre nach seinem Abschluss noch Kontakt: «An der F+F ist man kollegial, auch über die Schule hinaus». Er erwähnt Marie-Antoinette Chiarenza, Walter Pfeiffer, dessen Technikverweigerung ihm imponierte und an Radoje Markovic, dessen imposante Plattensammlung er erbte. Wer an der F+F studiert, bringt ganz unterschiedliche Motivationen und Geschichten mit in das intime Umfeld der Schule. «Man war sich sehr nah, aber nicht unbedingt gleichgesinnt», sagt Gregory, «man reibt sich auch mal aneinander, aber daraus entsteht Bereicherndes.» 

Im Studium an der F+F fand Gregory zur Performance und über die Performance zur Arbeit und Auseinandersetzung mit dem Körper. Bei seiner ersten Performance, 2013, bearbeitete er während vier Stunden Kleidungsstücke, trennte Nähte auf und teilte so Torso von Armen. Viele Jahre später zitierte er die Arbeit in neuer Formalität. Inzwischen ist sein Medium seltener die Performance, öfter die Malerei. 

Geschichten und Kunst, frühe und späte Arbeiten: bei Gregory kreuzen, überschneiden und durchwinden sich die Themen. «Ich versuche meine Arbeit als Ganzes zu verstehen. Selbst wenn ich etwa an der F+F doziere, ist das irgendwie Teil meiner Arbeit», beschreibt Gregory seine Haltung. Er interessiert sich in seiner künstlerischen Praxis für politische, soziale und geschichtliche Betrachtungen. Ihn beschäftigt die Repräsentation von Macht und ihren Körpern in all ihren Aspekten – sei es eine Geflüchtete, ein König oder eine Miss Schweiz. Dem Thema nimmt er sich aktuell in einem Aufenthalt in Paris an.

Gregory scheint immer im Austausch, für sein Schaffen braucht er die Begegnung. Nach seinem Studium an der F+F hat er den Master in Fine Arts in Basel gemacht, wo er viele internationale Kontakte knüpfte. Jeweils einmal im Jahr erkundet er für mindestens einen Monat einen anderen Ort. Da ist es hilfreich, gut vernetzt zu sein. «Aber die F+F hat mir die Zürcher Kunstszene erschlossen», fügt Gregory an. Da fällt ihm ein, dass er seinen ehemaligen Performance-Dozent der F+F in Paris noch gar nicht besucht hat und macht sich rasch eine Notiz. 


Text: Anna Raymann
Marie-Antoinette Chiarenza
Mitteilungen
Öffentliche Veranstaltungen
Neues Mitglied der EKK
25.03.2008
Marie-Antoinette Chiarenza ist Mitglied der KünstlerInnengruppe RELAX und unterricht seit 2001 im Diplomstudiengang Kunst der F+F im Bereich Video und Installation.

Die Eidgenössische Kunstkommission EKK berät das Bundesamt für Kultur in allen seinen Kunstfördermassnahmen, sie beurteilt die Eingaben und fungiert in den Wettbewerben als Jury.

Die weiteren Mitglieder der EKK sind Hans Rudolf Reust, Bern (Präsident); Mariapia Borgnini, Lugano; Peter Hubacher, Herisau; Jean-Luc Manz, Lausanne; Hinrich Sachs, Basel; Nadia Schneider, Genf; Nika Spalinger, Zürich; Sarah Zürcher, Fribourg.
RELAX (chiarenza & hauser & co), Videostill aus "Nose", Video, 2003
Mitteilungen
Öffentliche Veranstaltungen
Is It (Y)ours?
06.03.2014
Ausstellung mit Beiträgen von Fabian Chiquet, Clément Cogitore, Ellen Pau, Cai Fei, Christian Falsnaes, Tang Kwok Hin, Marianne Halter / Mario Marchisella, MAP Office, Cédric Maridet, Anne-Julie Raccoursier, RELAX (chiarenza & hauser & co)

Die Ausstellung wird eröffnet mit Stadtpräsidentin Corinne Mauch. Am selben Abend findet ein Vortrag von Roger M. Bürgel statt, vormaliger Leiter der documenta 12 Kassel 2007 und neuer Leiter des Johann Jacobs Museums in Zürich.
Clare Goodwin
When Harry Met Sally
2017, Acrylic on Paper
Mitteilungen
Öffentliche Veranstaltungen
Gestalterischer Vorkurs Kunst HF
Vorkurs berufsbegleitend
Zine–to March, Clandestine Life of the BoycottGiiirls! 2017
Präsentation
Fr. 09.03.2018 ab 20.00 Uhr
Corner College, Kochstrasse 1, 8004 Zürich
Das Zine – to March, Clandestine Life of the BoycottGiiirls ist eine künstlerische Antwort auf den Internationalen Frauentag von 2017. Dieser fand in einer global turbulenten Situation statt und war einer der politischsten Frauentage überhaupt: Sie haben in der je eigenen Lokalität translokal empfunden. Mit der Herausgabe des Zine wollen sie diesen atmosphärischen Fluss einfangen, indem sie das Experiment wagen und erproben wie man von der Bewegung einer grossen Welle von Frauenprotesten im globalen Massstab erfasst wird. Sie wollen sich bewegen und nicht in etwas hineingedrängt werden. Sie wollen zusammenkommen, etwas Gemeinsames tun, Viele sein und zugleich verschieden, wollen feministische Medien dringlich und ihre Stimme hörbar machen.

Mit Beiträgen von:
Tonjaschja Adler, Madeleine Amsler, Ariane Andereggen, Nicole Bachmann, Martina Baldinger, Nadja Baldini, Mirjam Bayerdörfer, Marina Belobrovaja, Sofia Bempeza, Denise Bertschi, Ursula Biemann, Klara Borbély, Johanna Bruckner, Patricia Bucher, Sarah Burger, Françoise Caraco, Bettina Carl, Delphine Chapuis Schmitz, Teresa Chen, Marie-Antoinette Chiarenza, member of RELAX, data Auftrag für parasitäre Gastarbeit, Brigitte Dätwyler, Kadiatou Diallo, Bettina Diel, Mo Diener, Quynh Dong, Marianne Engel, Klodin Erb, Anne-Laure Franchette, Anna Francke, Ipek Füsun, Monica Germann, Clare Goodwin, Co Gründler, Gabriela Gründler, Sabine HagmannMarianne Halter, Andrea Heller, Samia Henni, Seda Hepsev, Anke Hoffmann, Cathérine Hug, Patricia Jacomella, Monica Ursina Jäger, Sophie Jung, Anastasia Katsidis, Yasmin Kiss, Sandra Knecht, Verica Kovacevska, Isabelle Krieg, Sandra Kühne, Georgette Maag, Julia Marti, Federica Martini & Petra Elena Köhle, Angela Marzullo, Mickry 3, Maya Minder, Rayelle Niemann, Caroline Palla, Ursula Palla, Katherine Patiño Miranda, Leila Peacock, Linda Pfenninger, Cora Piantoni, Annaïk Lou Pitteloud , Maria Pomiansky, Elodie Pong, Isabel Reiss, Marion Ritzmann, Ana Roldán, Aoife Rosenmeyer, Dorothea Rust, Eliane Rutishauser, Margit Säde, Saman Anabel Sarabi, Julie Sas, Lisa Schiess, Annette Sense, Dimitrina Sevova, Francisca Silva, Veronika Spierenburg, Vreni Spieser, Claudia Spinelli, Marion Strunk, Milva Stutz, Una Szeemann, Lena Maria Thüring, Yota Tsotra, Jana Vanecek, Anne Käthi Wehrli, Nives Widauer, Martina-Sofie Wildberger, Angela Wittwer, Sophie Yerly.

Heruasgeberinnen: Nadja Baldini, Dimitrina Sevova, Tanja Trampe

Mitteilungen
Öffentliche Veranstaltungen
rodeo drive
Vernissage
Do. 21.02.2013, 19.15 Uhr
Zuger Kantonsspital, Landhausstrasse 11, 6340 Baar, Foyer, 1. OG
Insgesamt sechs Künstler, Künstlerinnen oder -teams haben je eine umfangreiche Fotoarbeit für das Zuger Kantonsspital geschaffen und dort zwischen 2009 und 2013 in aufeinander folgenden Etappen vorgestellt.

Daniel Hauser, F+F Leiter Kunst, ist zusammen mit Marie-Antoinette Chiarenza (F+F-Dozentin für Installation) unter dem Teamnamen RELAX (chiarenza & hauser & co) an diesem Projekt beteiligt.

An der Inszenierung für die RELAX-Fotoarbeiten «rodeo drive» teilgenommen haben zahlreiche F+F-KunststudentInnen, die alle 2011 oder 2012 erfolgreich abgeschlossen haben.

Konzept und Realisation: Susann Wintsch im Auftrag des Regierungsrats des Kantons Zug.

Ab dem 21. Februar 2013 sind alle sechs Auftragsarbeiten im öffentlichen zugänglichen Bereich des Spitals, von der Eingangshalle bis zu den Korridoren, zu sehen.
 
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Öffentliche Veranstaltungen
DISLOCACÓN – Kulturelle Verortung in Zeiten der Globalisierung
18.03.–19.06.2011
Kunstmuseum Bern, Hodlerstrasse 8, 3011 Bern
Marie-Antoinette Chiarenza und Daniel Hauser, beide tätig für den F+F-Studiengang bildende Kunst, sind mit RELAX (chiarenza & hauser & co) mit der Videoinstallation «invest & drawwipe» an der Ausstellung DISLOCACIÓN im Kunstmuseum Bern beteiligt. Die KünstlerInnengruppe RELAX zeigt eine vierteilige Installation. RELAX verknüpfen verschiedenste Themen und spüren der Frage nach der Verortung der Gesellschaft inmitten von Ökonomisierung, Grenzziehung oder -überschreitung, Moral und Ethik nach.

Neben der Installation von RELAX sind in der Ausstellung 12 weitere, eigens für DISLOCACIÓN realisierte, Werke von Kunstschaffenden aus Chile und der Schweiz zu sehen, die die allgemeinen Lebensumstände in Zeiten der Globalisierung einer künstlerischen Analyse unterziehen. Orientiert an der Situation in Chile thematisieren die Werke in der Ausstellung Phänomene, die sich in der ganzen Welt beobachten lassen: Entwurzelung und Heimatlosigkeit als Folge globaler wirtschaftlicher und politischer Entwicklungen, die Probleme mangelnder Integration, fehlende Sprachkenntnisse, Arbeits- und Perspektivlosigkeit. Deutlich wird aber auch, wie kreativ eine betroffene Bevölkerung mit der Herausforderung dieser Umstände umzugehen weiss.

Mit Werken von Ursula Biemann, Sylvie Boisseau & Frank Westermeyer, Juan Castillo, Thomas Hirschhorn, Alfredo Jaar, Voluspa Jarpa, Mario Navarro, Bernardo Oyarzun, RELAX (chiarenza & hauser & co), 000Estudio, Lotty Rosenfeld, Ingrid Wildi Merino, Camilo Yáñez.
Kuratiert von Ingrid Wildi Merino und Kathleen Bühler.
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Öffentliche Veranstaltungen
Halbzeit – Ein Blick auf die Mitte des Lebens:
Gedanken, Träume, Tatsachen
06.11.2011–11.03.2012
Vögele Kulturzentrum Pfäffikon/SZ, Gwattstrasse 14, 8808 Freienbach
Die Ausstellung thematisiert die Halbzeit - In der Mitte des Lebens stehen. Nicht mehr jung, aber auf gar keinen Fall alt fühlen sich Menschen in der Lebensmitte. Diesem Gefühl will die interdisziplinäre Ausstellung nachgehen und einen Beitrag zur aktuellen Generationendiskussion leisten. Die Frage nach der Halbzeit, der Mitte wird in der Ausstellung immer wieder aufgegriffen und anhand künstlerischer Positionen und soziologischer Modelle diskutiert. Sie beschäftigt sich mit gegenwärtigen Lebensentwürfen der mittleren Generation und zeigt das Spannungsfeld zwischen gesellschaftlich tradierten Leitvorstellungen und persönlichen Präferenzen.

Strukturiert wird die Ausstellung nach folgenden Themen: Schönheit/ Gesundheit, Partnerschaft, Soziales Umfeld und Karriere.

In der Ausstellung sind Werke folgender Künstlerinnen und Künstler zu
sehen:

Seline Baumgartner, Olaf Breuning, Ines Doujak, Karin Fisslthaler, Haus am Gern (Barbara Meyer Cesta & Rudolf Steiner), Fee Hollmig, und Urs Lüthi, Rémy Markowitsch / Maya Roos, Manon, Muda Mathis & Sus Zwick, Claudia & Julia Müller, RELAX (chiarenza & hauser & co), Timm Ulrichs.
Mitteilungen
Öffentliche Veranstaltungen
OPEN SPACE
Eröffnung
Fr. 03.04.2009 um 19.00 Uhr
Ausstellung
03.04–31.05.2009
Kunsthaus L6, Lameystrasse 6, D-79108 Freiburg
Prozesse auslösen und Erfahrungsräume schaffen sind zentrale Anliegen der eingeladenen Künstler. Sie reagieren mit raumgreifenden ortsbezogenen Arbeiten auf den jeweiligen architektonischen, gesellschaftspolitischen oder institutionellen Kontext und überraschen mit künstlerischen Eingriffen im (öffentlichen) Raum. Open Space heisst, den Ausstellungsraum weiten und den öffentlichen Raum einbinden, gedankliche wie formale Grenzen überschreiten und unterschiedliche Bereiche wie Skulptur, Installation, Projektion, Aktion, Szenografie, Grafik und Design einbeziehen.

Künstler*innen:
Kilian RüthemannRELAXgroenlandbasel
Vorträge
Öffentliche Veranstaltungen
Kunst HF
Jobben + Studieren
Do. 13.5.2010
T66 Kulturwerk, Talstrasse 66, DE–79102 Freiburg
Mit Silvia Popps (*1977, Zürich) Video Opera Office Loves Art wird die Screening-Reihe Jobben + Studieren beendet. Akt für Akt versucht Silvia Popp sich zu erklären, was an der Oper denn so faszinierend sei. Ihre Anstellung am Opernhaus Zürich war nämlich ein Versehen. Viel lieber hätte sie am Theater gearbeitet. Dabei entdeckt sie ein dramatisches Beziehungsnetz zwischen ihrer künstlerischen Praxis, ihrer Büroarbeit im Opernhaus und dem Liebesgeplänkel in der Oper.

Sechs Studentinnen der F+F haben sich mit ihren jeweiligen Situationen zwischen Studium und Erwerbsarbeit auseinandergesetzt. Doch lassen sich diese zwei Sphären überhaupt strikt trennen? Respektive, warum wäre dies überhaupt anstrebenswert?

Die Videoarbeiten, die an der F+F im Videoworkshop bei Marie-Antoinette Chiarenza zu diesem Thema entstanden sind, werden zwischen Februar und Mai im T66 in Freiburg gezeigt. Die Screeningreihe wird von Miro Schawalder (F+F Alumnus) organisiert.
Tribüne, Thylacine
Mitteilungen
Kunst am Bau
Neuigkeiten
Offizielle Einweihung
16.05.2009 um 11.00 Uhr

www.thylacine.ws
www.schule-linth.ch

Die Schulanlage entstand in mehreren Bauetappen von 1984 bis 1996. Der dadurch begrenzte Innenhof wird als Pausenplatz genutzt. Die Fläche wurde dominiert durch einen Brunnen mit den Ausmassen eines Schwimmbeckens. Aus technischen und praktischen Gründen konnte er nicht mehr genutzt werden. Die Heimkommission hatte sich deshalb für eine Umnutzung oder Entfernung des Beckens entschieden und schrieb einen Wettbewerb unter Kunststudierenden aus.

Acht Projektvorschläge wurden eingereicht. Eine Fachjury, bestehend aus Urs Aeschbach, Künstler, Basel; Marie-Antoinette Chiarenza, Künstlerin und F+F-Dozentin, Zürich; Isabel Zürcher, Kunsthistorikerin, Basel; ergänzt durch René Realini, Institutionsleiter; Susan Honegger, Präsidentin Heimkommission, unter der Leitung von Monika Dillier, entscheidet sich schliesslich für das Projekt der beiden damaligen F+F-Kunststudenten Mischa Düblin und Fabian Hachen (Künstlerduo Thylacine), das innerhalb von ca. zwei Jahren realisiert wurde.

Die Jury begründete die Wahl des Siegerprojekts folgendermassen:
«Die Tribüne vom Künstlerduo Thylacine besticht einerseits als skulpturales Element, welches als Körper den Hof neu definiert, anderseits übernimmt sie eine integrative und kommunikative Funktion für die SchülerInnen. Die Idee der Umkehrung von den Beobachteten zu den Beobachtenden wurde als differenziertes Einfühlen in die Jugendlichen interpretiert. Die Tribüne ist 'brauchbar' als Treffpunkt sowohl für die SchülerInnen wie auch die Lehrerschaft, es können Versammlungen abgehalten werden, und sie dient auch als Aussichtsplattform. Dass durch den Einbezug der Musikanlage im hinteren Bereich der Tribüne für die Jugendlichen eine besondere Attraktivität hinzu kommt, wurde im Sinne des erläuterten Brückenschlags, der Interaktion mit der Aussenwelt als weiterer positiver Aspekt gewertet.»
RELAX (chiarenza & hauser & co), wiewieviel? (howhowmuch?), 2017, Videoinstallation
Mitteilungen
Öffentliche Veranstaltungen
Kunst HF
Mischrechnung ist immer. Was ist richtig? Was ist gerecht?
Workshop
Mi. 15.11.2017, 18.30–20.00 Uhr
Helmhaus Zürich, Limmatquai 31, 8001 Zürich
Wer bist du – und wenn ja, wieviel verdienst du? Das Helmhaus Zürich lädt ein zu einem Workshop für dich zu unbezahlter und bezahlter Arbeit, mit der feministischen Ökonomin Mascha Madörin, assistiert von von RELAX – Marie-Antoinette Chiarenza und Daniel Hauser (F+F Leitung Studiengang Kunst HF).

In knapp eineinhalb Stunden wird angesprochen, was alle wissen und doch nur selten verbalisieren: Welche Arbeit wird von wem täglich geleistet, welche Arbeit wird entschädigt oder nicht und falls ja wie gut oder wie schlecht? Inwiefern hat Arbeit und ihre Bezahlung, die Zeit für Arbeit und die verbleibende Zeit neben der Arbeit etwas mit Geschlechterverhältnissen zu tun? Und weshalb wird (politisch einkalkuliert) davon ausgegangen, dass für die meisten gilt: Mischrechnung ist immer?
Mitteilungen
Ausschreibung
Jurierung
12.03.2003
Die offizielle Schweiz hat sich für ihren UNO-Beitritt ein ziemlich ungewöhnliches Geschenk an die Vereinten Nationen ausgedacht: Sie finanziert im New Yorker UNO-Hauptsitz die Neugestaltung der so genannten G-200-Räumlichkeiten. Dort bereiten sich zum Beispiel die Staats- und Regierungschefs auf ihre Reden vor der Generalversammlung vor.

Vom Bund wurde dafür ein zweistufiger Wettbewerb ausgeschrieben, den nun das Projekt Inlay gewonnen hat. Die F+F hat allen Grund stolz zu sein. Für den künstlerischen Teil der prämierten Neugestaltung ist nämlich die Gruppe RELAX zuständig, der zwei der F+F-MitarbeiterInnen angehören: Marie-Antoinette Chiarenza, Dozentin für Video und Installation und Daniel Hauser, Fachleiter des F+F-Kunststudiums. Zusammen mit dem Bieler Architekturbüro :mlzd und den Basler Architekten Bbarc konnten sie die Jury mit ihrem interdisziplinären Gesamtkunstwerk überzeugen. Wir gratulieren ganz herzlich!
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Öffentliche Veranstaltungen
Shifting Identities - (Schweizer) Kunst heute
06.06.–31.08.2008
Kunsthaus Zürich, Heimplatz, 8001 Zürich
RELAX (Daniel Hauser, Leitung Studiengang bildende Kunst und Marie-Antoinette Chiarenza, Dozentin an der F+F) beteiligen sich an der Ausstellung «Shifting Identities - (Schweizer) Kunst heute» mit der Installation «shake the dust'»
Mitteilungen
Öffentliche Veranstaltungen
Gestalterischer Vorkurs Kunst HF
Vorkurs berufsbegleitend
Zine – to March, Clandestine Life of the BoycottGiiirls! 2017
Mi. 08.03.2017, 20.00 Uhr
Corner College, Kochstrasse 1,8004 Zürich
Vor dem Hintergrund der gegenwärtigen politischen Lage und in Solidarität mit den weltweiten Protesten von Frauen gegen Sexismus, Rassismus, Gewalt, Homophobie, religiöse Intoleranz, Klimawandel und ökologische Ungleichheit haben wir Künstlerinnen und Theoretikerinnen eingeladen, je einen A4-Druckbogen Querformat (bzw. zwei A5-Seiten Hochformat) beizutragen, Text oder Bild/Zeichnung, schwarz-weiss. 

Mit Beiträgen von Marianne Engel, Johanna Bruckner, Annaïk Lou Pitteloud , Nicole Bachmann, Sarah Burger, Sophie Jung, Ingrid Wildi, Anastasis Katsidis, Marianne Halter, Delphine Chapuis Schmitz, Tonjaschja Adler, Sabine Hagmann, Martina-Sofie Wildberger, Ana Roldán, Sofia Bempeza, Monica Ursina Jäger, Anne Käthi Wehrli, Caroline Palla, Quynh Dong, Margit Säde, Sophie Yerly, Isabell Reiss, Ursula Biemann, Cora Piantoni, Anne-Laure Franchette, Ipek Füsun, Teresa Chen, Lisa Schiess, Marie-Antoinette Chiarenza, Saman Anabel Sarabi, Nives Widauer, Clare Goodwin, Cathérine Hug, Rayelle Niemann, Anna Francke, Samia Henni, Federica Martini & Petra Elena Köhle, Elodie Pong, Julie Sas, Angela Marzullo, Angela Wittwer, Vreni Spieser, Bettina Diel, Maya Minder, Mo Diener, Bettina Carl, Francisca Silva, Seda Hepsev, Monika Germann, Patricia Bucher, Brigitte Dätwyler, Julia Marti, Milva Stutz, Marion Strunk, Veronika Spierenburg, Annette Sense, Co Gruendler, Ursula Palla, Mirjam Bayerdörfer, Jana Vanecek, Françoise  Caraco, Martina Baldinger, Patricia Jacomella, Ariane Andereggen, Yota Tsotra, Jasmin Glaab, and others. 

Veranstaltung im Corner College, mit einer Vorschau-Slideshow der Druckbogen des Zines, und DJ-Sets von Monica Germann und DJ Sweatproducer.

Konzept und Realisierung: Nadja Baldini, Dimitrina Sevova, Tanja Trampe 
Herausgegeben von: Corner College Press
Mitteilungen
Videobeiträge
Festivalprogramm
27.06.2004
Screeing 29.06.2004
Das Programm F+F+Mental bestreitet den Eröffnungsabend des Festivals am 29. Juni. Gezeigt werden Arbeiten aus den F+F-Videosamplern von 2000 bis 2004. Die Teilnehmer des Workshops unter der Leitung von Marie-Antoinette Chiarenza, Chantal Romani und Erik Dettwiler produzieren ausserdem laufend images toutes fraîches, also frische Bilder, die während dem ganzen Festivals präsentiert werden.
Chantal Romani zeigt zusätzlich ihr Video Le 2 or Seryoku Zenyo (CH 2003, 2'40) im internationalen Festival-Programm 'Espace'.
Vorträge
Öffentliche Veranstaltungen
Kunst HF
guest_*talks-Reihe 2018: Tomorrow? Zukunft? ein guest_*talk mit Silvia Federici und Mascha Madörin
Mi.16.05.2018, 20.00 Uhr
Barbetrieb ab 19.00 Uhr
Helmhaus, Limmatquai 31, Zürich
Die Ökonomin Mascha Madörin und die politische Philosophin Silvia Federici bilden mit ihrem Gespräch den Auftakt der guest_*talks-Reihe 2018 – Where? Wo?. Beide sind Teil jener neuen feministischen Bewegung, die seit den späten 1960er Jahren kämpft gegen die ungleiche Verteilung der Machtverhältnisse, gegen sexuelle Gewalt, die Ausbeutung der unbezahlten Arbeit und gegen die Diskriminierung im öffentlichen Raum, in Arbeit, Politik und Wissenschaft.
 
Was Federici und Madörin verbindet ist ihr Insistieren auf der ungelösten Frage der unbezahlten Haus-, Pflege- und Versorgungsarbeit. In ihrem Gespräch werden sie die Perspektiven aufgreifen, die aus aktivistischer, gesellschaftstheoretischer und politökonomischer Sicht von Belang sind, wenn es gilt zu sagen: nun geht es um die Zukunft!
 
Dieses Gespräch wird in den künstlerischen Diskursraum hineingetragen, da feministische und künstlerische Praxis sich bei vielen Künstler_innen und Kollektiven überschneiden und diese wie verwandte Themen in den letzten Jahren zunehmend Teil von in Kunstszenen geführten Diskursen geworden sind. 
 
Die guest_*talks-Reihe 2018 fragt nach dem Wo? Etwa: Wo ist die Kunst in der Gesellschaft? 
 
Moderation: Mirjam Bayerdörfer. Mit-Diskutant_innen: Daniel Morgenthaler, Julia Moritz, Talaya Schmid, Marie-Antoinette Chiarenza, Daniel Hauser, Aurora Corrado, Tran Hin Lanh, Hamed Rashtian und Lea Schwegler.

WoZ Interview mit der Philosophin Silvia Federici
RELAX (chiarenza & hauser & co), Reservoir News, Video, 30min, 2010
Mitteilungen
Öffentliche Veranstaltungen
act 2
27.10.–08.12.2012
SUBSTITUT, Torstrasse 159, 10115 Berlin, Deutschland
Das KünstlerInnenteam RELAX (chiarenza & hauser & co), bestehend aus der F+F Dozentin Marie-Antoinette Chiarenza und dem Leiter F+F Studiengang Bildende Kunst HF Daniel Hauser, ist zurzeit beteiligt an der Ausstellung act 2 im Offspace Substitut Berlin. RELAX zeigt das Video «reservoir news» (30 min, 2010) und die Videoinstallation «wealth complex (Berlin Version)» (2010-2012).

Ausstellung mit Heinrich Gartentor, knowbotiq, RELAX (chiarenza & hauser & co) und Bettina Vismann.
Preise für Dozierende und Alumni der F+F
Dozierende und Alumni werden immer wieder mit Preisen ausgezeichnet und gewinnen Wettbewerbe und Studienaufträge:

2022 2021
  • Förderpreis der F+F an Kira van Eijsden für ihr Diplomprojekt NEVERENDING I – Lärm machen im Studiengang Kunst HF
  • Die Dozentin Claudia Kübler gewinnt den Manor Kunstpreis Zentralschweiz 2022
2020
  • Förderpreis der F+F an Laura Heer-Vermot-Petit-Outhenin für ihre Diplomkollektion REALITY IS PERCEPTION im Studiengang Modedesign HF
  • Förderpreis der F+F an Bianca Gadola für ihren Diplomfilm Ex-Nihilo im Studiengang Film HF
2019
  • Förderpreis der F+F an Janine Stählin für ihre Diplomkollektion 2019 silent rebel im Studiengang Modedesign HF
  • Cat Noir, der Diplomfilm von O'Neil Bürgi gewann 2019 folgende Auszeichnungen am Saint-Petersburg Int. Film Festival und den Ouchy Film Award for Best Animation
2018
  • Förderpreis der F+F an Celia Längle für ihre Diplomarbeit Freiraum – Präludium und Fuge Op. 201 im Studiengang Fotografie HF
  • Cat Noir, der Diplomfilm von O'Neil Bürgi gewann 2018 folgende Auszeichnungen: RIFF Award for Best Short Animation Film am Rome Independent Film Festival, Best Animation am Lancaster Int. Short Film Festival, Best Student Film am Ridgefield Independent Film Festival, Special Mention Award am Global Shorts, 2. Platz am Ostschweizer Kurzfilmwettbewerb, Best Animation (Student) am Kolkata Shorts Int. Film Festival, Best Short Animation am San José Int. Film Awards, Best Animated Short, Best Screenplay in a Short Film, Best Music Score in a Short Film am Baja CineFest
  • Werkstipendium der Stadt Zürich an Nicole Bachmann, Dozentin Fachklasse Fotografie EFZ/BM
2017
  • Publikumspreis des Performancepreis Schweiz 2017 an Gregory Hari, Alumnus Studiengang Kunst HF
  • Literatur-Werkbeitrag des Kantons Zürich an Ilia Vasella, Studiengangsleiterin Visuelle Gestaltung und Leiterin der F+F Jugendkurse
  • Jan-Tschichold-Preis für Buchgestaltung des Bundesamtes für Kultur an das Grafikatelier Bonbon, das die Webseite und Signaletik der F+F gestaltet hat. Valeria Bonin und Diego Bontognali sind als Dozierende und Expert:innen seit langem an der F+F tätig
  • Swiss Design Award für JOHNSON/KINGSTON, Dozenten im Studiengang Visuelle Gestaltung
  • Förderpreis der F+F an Antonino Russo für seine Diplomarbeit Uguale dove mi trovo in giro im Studiengang Visuelle Gestaltung
  • Förderpreis des Schweizerischen Werkbundes an Mirja Curtius für ihre Diplomkollektion Red Sheep im Studiengang Modedesign HF
  • Lifetime Award der Swiss Photo Academy an Walter Pfeiffer, langjähriger Dozent für Fotografie und Inszenierung im gestalerischen Vorkurs und im Studiengang Fotografie HF
2016
  • Werkjahr der Stadt Zürich an Relax (Chiarenza, Hauser und & Co.). Marie-Antoinette Chiarenza ist Dozentin und Daniel Hauser Leiter des Studiengangs Kunst an der F+F.
  • Werkstipendium der Stadt Zürich an Baggenstos/Rudolf. Heidy Baggenstos und Andreas Rudolf sind beide Alumni der F+F.
  • Werkstipendium der Stadt Zürich an Clare Goodwin, Dozentin für Malerei
  • Werkbeitrag der Pro Helveita an Baggenstos/Rudolf, Heidy Baggenstos und Andreas Rudolf sind beide Alumni der F+F.
  • 1. Preis im Kunst und Bau-Wettbewerb für das Sekundarstufenzentrum Burghalde Baden für Markus Weiss, Dozent für Zeichnen
  • Prix Meret Oppenheim der Schweizerischen Eidgenossenschaft an Christian Philipp Müller, Alumnus der F+F
2015
  • Preis für allgemeine kulturelle Verdienste der Stadt Zürich an Doris Stauffer, Mitbegründerin der F+F und langjährige Dozentin
  • Swiss Art Award der Schweizerischen Eidgenossenschaft an Andreas Dobler, Dozent für Malerei
  • Helvetia-Kunstpreis an Dijan Kahrimanovic, Alumnus Studiengang Fotografie HF
  • Werkstipendium des Kantons Zürich an Maya Bringolf, Dozentin Studiengang Kunst HF
Mitteilungen
Öffentliche Veranstaltungen
Gefährliche Kreuzungen
mit Relax
Ausstellung
23.10.–30.11.2006
München
Mitteilungen
Öffentliche Veranstaltungen
Kunst HF
Getaway #11
Di. 08.12.2015
RELAX will choose this Sunday’s getaway destination. Mirjam Bayerdörfer invited RELAX for the 11th Outside Sunday.

Marie-Antoinette and Daniel work together. They have been ever since they met. They added a “&co” to both their last names because they like to expand their cooperation and to include other people in their work. When I flipped through their catalogue lately I was astonished to find a lot of things listed they had not done. The catalogue’s retrospect of works includes all sorts of unrealized projects: proposals that were dismissed, Kunst am Bau concepts that were turned down, and so forth. Thinking about ”work” and “art work” it seemed brilliant to me to include hours of work, that at first glance were wasted. Useless efforts that point to the normality of working without result, without success or merit. To stretch visibly the range of activities that make up the art game.
Rather excited I told a friend. He did not think it was brilliant. He thought it was – vain. To add things that never led anywhere to your official record, making it look even more extensive. On the catalogue’s first page it says: du bist was du liest wir sind was du willst.* –

“Outside Sundays” is an ongoing series of afternoon getaways extending the concepts behind “Theory Tuesdays” and “Practical Fridays”. On two Sundays a month, an invited person chooses a destination to visit together. It will not be published beforehand.