Daniel Hauser

Daniel Hauser

Mobilitäten und internationalen Austausch

*1959, Künstler, Mitglied des Künstler:innen-Kollektivs RELAX (chiarenza & hauser & co) mit Projekten in Europa und den Amerikas. Von 2000 bis Januar 2025 Leitung HF-Studiengang Kunst der F+F. Seit 2025 F+F-Verantwortlicher für Mobilitäten und internationalen Austausch. 2014–2022 Künstler:innen-Vertretung Stadt Zürich im Vorstand Kunsthaus Zürich. Mitglied Kommission Kunst im öffentlichen Raum Kiör, Stadt Bern. Mitglied Board of Governors Skowhegan Art (Sitz in New York City, Campus in Maine).

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Öffentliche Veranstaltungen
Treffpunkt Bundesplatz: Die Qual der Wahl
Live-Sendung vom Bundesplatz in Bern, DRS2
Do. 22.09.2011, 9.00–11.00 Uhr
Die Vervielfältigung der Optionen hat alles und jedes erfasst. Die Warenwelt bietet alles Erdenkliche, das Privatleben viele Lebensentwürfe, die Politik unzählige Kandidierende. Wir schwimmen in einem Meer der Möglichkeiten. Wie gehen wir damit um? Was macht diese Freiheit mit uns? Ist der Individualismus ein Beruhigungsmittel, um aufrührerisches Potential marktwirksam umzupolen? Kritik an der Marktseligkeit, Verweigerung, die Sucht nach legalen und illegalen Substanzen, die Häufigkeit etwa von Depressionen deuten auf ein Unbehagen. Die Sicherheit alter Strukturen ist zerbröckelt, das Individuum habe sich von Klassenzugehörigkeit und Normen befreit.

Die Wahl als Pflicht
Wenn aber der Einzelne die Möglichkeit, ja die Pflicht hat, seine Potentiale zu entfalten, ist er selbst für sein Glück und Unglück verantwortlich. Deshalb fürchtet er sich vor dem Scheitern und leidet daran, dass er sein Ideal nicht erreichen kann. Was dann?

Gedanken, die DRS2 in drei Gesprächen über Kunst und Kultur, über Marketing, Werbung & Design und über Politik zur Diskussion stellt.

Die Diskussionsrunden
Mit Barbara Basting, Beatrice Born, Raphael Zehnder und Roland Fleig und den Gästen Daniel Hauser (RELAX), Herbert Bolliger (Migros), Frank Bodin (Euro RSCG), Britta Pukall (Milani Design), Oswald Sigg (Ex-Bundesratssprecher), Gisela Widmer (Autorin) und Julien Fiechter (Smartvote).
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Öffentliche Veranstaltungen
Radiobeitrag zu «An die Arbeit! Kunst in der Shedhalle»
Fr. 07.12.2007
22.06–22.35 Uhr
DRS2 - Reflexe
auch online oder als Podcast
Katharina Schlieben und Soenke Gau arbeiten als Kuratoren der Shedhalle in
Zürich an thematischen Reihen: «Work to do» heisst die
aktuelle Ausstellung, die sich mit dem Thema der Selbstorganisation in
prekären Arbeitsbedingungen beschäftigt.

Reflexe spricht mit den Ausstellungsmachern und den Künstlerinnen Martin Kaltwasser & Folke Köbbeling, Andrea Knobloch und Marie-Antoinette Chiarenza und Daniel Hauser der KünstlerInnengruppe RELAX.
 
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Tous les corps sont permis
10.09.2009
Die Sporthalle auf dem Gaswerkareal in Biel trägt nun eine weisse Wandschrift TOUS LES CORPS SONT PERMIS. Die Schrift transportiert inhaltlich eine Aussage, die sich sowohl auf die Sporthalle und ihre NutzerInnen als auch auf die umliegenden Baukörper, die Leute und die Dinge bezieht, die im neuen Stadtteil anzutreffen sind. Dass die Schrift aus Distanz gesehen durch den Treppenaufgang verdeckt wird, ist wichtig, da auf diese Weise eine lineare Lesbarkeit nicht stattfindet. Diese nichtlineare Leseweise der Schrift nimmt auch Bezug auf den Städtebau und das Leben der Stadt. Städte werden für Menschen gebaut. Entrée libre.

Entstehungsjahr: 2009
RELAX (chiarenza & hauser & co), Videostill aus "Nose", Video, 2003
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Is It (Y)ours?
06.03.2014
Ausstellung mit Beiträgen von Fabian Chiquet, Clément Cogitore, Ellen Pau, Cai Fei, Christian Falsnaes, Tang Kwok Hin, Marianne Halter / Mario Marchisella, MAP Office, Cédric Maridet, Anne-Julie Raccoursier, RELAX (chiarenza & hauser & co)

Die Ausstellung wird eröffnet mit Stadtpräsidentin Corinne Mauch. Am selben Abend findet ein Vortrag von Roger M. Bürgel statt, vormaliger Leiter der documenta 12 Kassel 2007 und neuer Leiter des Johann Jacobs Museums in Zürich.
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Barbara Lee Artist Lecture Series
Mi. 19.06.2013, 20.30 Uhr
RELAX sind seit Anfang Juni und bis Mitte August Artist Faculty Residents einer New Yorker Stiftung, die in Skowhegan in Maine einen Summercampus betreibt. Der 1946 ursprünglich von und für New Yorker KünstlerInnen gegründete Sommerort hat sich ab den 60er Jahren auf die USA und seit einiger Zeit auf die ganze Welt geöffnet.

In Skowhegan halten RELAX in der Barbara Lee Lecture Series am Mittwoch 19.6. um 20.30 einen Vortrag zu ihren bisherigen Projekten und Arbeiten. Die Einführung zum Vortrag hält die New Yorker Künstlerin Sheila Pepe.
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Average
04.09–02.11.2008
Kunsthaus Langenthal, Marktgasse 13, 4900 Langenthal
RELAX (F+F Dozierende Marie-Antoinette Chiarenza und Daniel Hauser) ist im Kunsthaus Langenthal in der Ausstellung «Average» mit der Installation «die mittlere Linie der Unzufriedenheit» vertreten.

Im «Echo der Zeit» auf Radio DRS wurde am 29. September 2008 ein Gespräch über die Ausstellung mit Daniel Hauser ausgestrahlt.

«Langenthal ist gutschweizerischer Durchschnitt. Daher war die Stadt über einige Zeit bevor­zugter Ort für Marktstudien und Abstimmungsprognosen. Wer also wissen will, wie die Schweiz ist, muss nach Langenthal kommen.
Doch was bedeutet es, durchschnittlich zu sein? Ist dieser Begriff vielleicht zu Unrecht negativ konnotiert? Die internationale Gruppenausstellung präsentiert keine durchschnittliche Kunst, sondern untersucht den Alltag, die Norm, das Mittel­mass. Gerade die Kunst als Disziplin der Superlative und Shootingstars verspricht spannende Antworten jenseits profaner Statistiken. 18 Künstlerinnen und Künstler zeigen unterschiedliche Blickwinkel auf das Thema.» (aus dem Pressetext)

mit: Christian Aebi (CH), Seline Baumgartner (CH), Mathieu Bernard-Reymond (F), Diana Dodson (CH), Fischli/Weiss (CH), Valérie Mréjen (F), Gianni Motti (I), RELAX (F/CH), Jean-Frédéric Schnyder (CH), Katerina Šedá (CZ), Nedko Solakov (BG), Pascale Wiedemann und Daniel Mettler (CH), Måns Wrange (S), Simone Zaugg (CH), Artur Zmijewski (PL)

 
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Bild des Monats
03.–31.07.2012
Aargauer Kunsthaus, Aargauerpl., 5001 Aarau
1983 begannen Marie-Antoinette Chiarenza und Daniel Hauser ihre Zusammenarbeit. Bis 1997 realisierten sie ihre Werke unter dem Namen Chiarenza & Hauser, danach nannten sie sich RELAX (chiarenza & hauser & co). Durch die Erweiterung der Aufzählung mit dem Kürzel 'co' als einer Variablen für wechselnde Kooperationen und Komplizenschaften weisen Chiarenza und Hauser auf ihre multiple Autorschaft hin.

RELAX machen mit ihren Arbeiten auf latente Hierarchien im alltäglichen Leben aufmerksam, welche als gesellschaftliche Konventionen wahrgenommen werden. Seit Beginn der neunziger Jahre ist denn auch die Auseinandersetzung mit feministischen Anliegen ein wiederkehrendes Thema. Als ein Resultat dieser Beschäftigung kann die dreiteilige Fotoarbeit du bist was du siehst wir sind was du willst (1991/1994) aufgefasst werden, die zur Zeit in der Ausstellung Lichtsensibel präsentiert wird. Mittels Gestik und Kulisse wird im ersten Bild das berühmte Porträt von Gabrielle d'Estrées et de sa sœur la duchesse de Villars (um 1594) aus der zweiten Schule von Fontainebleau nachgestellt. Der Geschlechtertausch und die Kostümierung führen allerdings zur Sexualisierung der ursprünglich medizinischen Geste des Kneifens in die Brustwarze. In der zweiten Fotografie lachen die Künstler über die eigene Farce. Die dritte Darstellung legt schliesslich den Kulissenbau und damit die Konstruiertheit des Bildes offen.

Die Arbeit wurde 1991 zunächst für die Juni-Ausgabe der Zeitschrift du. Zeitschrift für Kultur realisiert. Zusammen mit einem Künstlermanifest liessen RELAX die zweite und dritte Fotografie abdrucken. Ein Insert mit der Phrase du ist, was du liest, und wir sind, was du willst begleitete die Bilder, wobei sich das «du» auf den Zeitschriftentitel bezog. Zeitgleich verwendeten RELAX die erste Fotografie für Einladungskarten und Plakate der Ausstellungsserie we won't party alone (1991-1992). Als der damalige Direktor des Aargauer Kunsthauses, Beat Wismer, entdeckt hatte, dass die Trilogie auch eine eigenständige Fotoarbeit ist, bekundete er 1992 bei RELAX sein Interesse für einen Ankauf. Nach der Realisation im beabsichtigten Format ging das Werk 1994 unter neuem Namen in die Sammlung des Kunsthauses über.
Bänke für die Zürcher Cityvereinigung, 2001.
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Wettbewerbsbeitrag
Kunst im öffentlichen Raum
– eine Reflektion.
26.05.2001
Anfänglich hatten wir grosse Zweifel: Weder die Kunststoffkühe noch die Löwen, welche vor einigen Jahren Zürichs Innenstadt überfluteten, konnten als temporäre Kunst für den öffenltichen Raum überzeugen. Aber ein Nichtmitmachen bei der neuerlichen Aktion, bei der nun Holzbänke zu gestalten waren, wäre der einfachere Weg gewesen.

Dem schulinternen Wettbewerb, den wir veranstalteten, wurde ein Seminar von Daniel Hauser und Corinna Rüegg über Stadtmöblierung und des Umgangs mit dem öffentlichen städtischen Raum vorgeschaltet. An den künftigen Standorten der Bänke wurde diskutiert, fotografiert und fest nachgedacht. Ziel war es, reflektiert an die Sache ranzugehen, und dem zu erwartenden folkloristischen Potpourri mit einem möglichst minimalen, visuell überzeugenden Beitrag entgegenzuwirken. Als Rahmenbedingung legten wir fest, dass möglichst nicht Einzelbänke zu produzieren seien, sondern eine serielle Gesamtlösung vorzuschlagen sei.

Die Jury setzte aus Beat Koch und Emil P. Manser (beide UBS Marketing), Kathrin Fraunefelder (Kuration der Eisenplastiksammlung Koenig), Corinna Rüegg (Künstlerin, Dozentin F+F), Niklaus Lenherr (Künstler, Dozent F+F), sowie Sandi Paucic (Rektor F+F) zusammen. Nach zweistündiger Klausur wählte die Jury das Projekt der F+F–Diplomandin Maja Tschanz aus: die halbe Bank. Einen Anerkennungspreis erhielt das Projekt der Gruppe Die Fünf, welches vorsah, 19 der 20 Bänke zu schreddern und die Späne in die zwanzigsten unter einer Plexiglasscheibe unterzubringen. Angesichts des Überangebots an Bänke, das die Zürcher Innenstadt gegenwärtig geradezu belastet, war der Gedanke verlockend.

Die Realisation der 20 Bänke fand im F+F–Atelier Rote Fabrik während der Semeseterferien im Februar–März unter der Leitung von Corinna Rüegg statt. Eine grössere Serie der Bänke steht nun den ganzen Sommer 2001 über am Utoquai, zwei Exemplare bei der Max Bill-Plastik an der Bahnhofstrase, andere Bänke finden sich vor verschiedenen UBS-Filialen.

Für die Deutsche Bank wurden zwei Projekte realisiert unter dem Titel Norden Osten Süden Westen. Gewinner waren hier die F+F-Studierenden der Kunstklasse Reto Nothacker und Andi Zeller. Standorte der beiden Beiträge sind das Restaurant Movie am Bahnhofquai und die Centralbrücke.

Der im Auftrag der Verkehrsbetriebe Zürcher Oberland (VZO) durchgeführte Wettbewerb wurde in der Mediendesignklasse ausgetragen. Siegerinnen waren hier Alessa Brogli, Erika Züger und Odine Corallo. Die Projekteingaben und die Realisierung der Bänke fand unter der Leitung des Künstlers Niklaus Lenherr statt.

Fazit:
Die Stadt ist voller Bänke, fast 1100 sollen es sein; ein kunterbuntes Durcheinander - Geschmacklosigkeiten und Sauglattismen alle paar Meter, nur jeden Kilometer vielleicht überzeugender Ansatz von Durchdachtem und von guter Gestaltung! Gehören wir dazu? War es richtig mitzumachen? Würden wir uns wieder beteiligen? Diese Fragen bleiben offen - auch wenn wir viel gelernt, einiges verstanden und nicht wenig verdient haben bei Bankart.

Die Diskussion um Sinn und Zweck solcher populärer und doch höchst problematischer Eingriffe in den städtischen Raum bleibt hochaktuell, ja verschärft sich in unseren Köpfen noch, dadurch, dass wir unsere Hände nun nicht einfach in Unschuld waschen können, sondern Teil des Sommertheaters sind. Den Kunststudenten, welche dranbleiben wollen, sei jedenfalls die Teilnahme an der Veranstaltung Public Spheres vom Wintersemseter 2001/2002 nahegelegt!
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Une Comédie Institutionelle
Mi. 19.11.2009 um 18.00 Uhr
Version Bêta, Forum HEAD, Haute Ecole d'Art et de Design 15, Boulevard James Fazy, Genève
RELAX (chiarenza & hauser & co) waren auf Initiative des Kurators Gerrit Gohlke aus Berlin im Rahmen des Forschungsvorhabens «Borderline» im November 2007 und im Februar 2008 zu Gast bei PACT- Zollverein in Essen. In diesem Projekt ging es darum, Interdisziplinarität auf den Prüfstand zu stellen und zu hinterfragen, welche Funktionen Kunst heute überhaupt erfüllen kann.

Im Vortrag «Une Comédie Institutionelle» stellt Gerrit Gohlke die Grundfragen vor, die sich aktuell im Rahmen von «Borderline» stellen. Daniel Hauser präsentiert «GO MIO. Das geheime Erbe der Weltkultur», ein Projekt, das RELAX in ihrem in Essen gegründeten «Institut für das Backen von kleineren Brötchen» für Borderline entwickelt und Im Museum Folkwang in Essen 2008 ausgestellt haben.

Das Forum des Medienkunstfestivals Version Bêta bietet einen geeigneten Rahmen, um «Borderline» und «GO MIO. Das geheime Erbe der Weltkultur» und die eingenommenen Rollen, verwendeten Methoden und eingesetzten medialen Tools zur Diskussion zu stellen. RELAX-member Marie-Antoinette Chiarenza wird im Publikum sitzen und das Publikum zu scharfen Fragen anstacheln.

Der Vortrag wird in englischer (Gerrit Gohlke) und französischer Sprache (Daniel Hauser) gehalten. Dauer: ca. 60 Minuten.

 
RELAX: ich brauche ruhe, Video-Installation, 1994
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Öffentliche Veranstaltungen
Konstellation 6. Begriffe - Räume - Prozesse
15.09.2013–23.03.2014
Kunstmuseum Thurgau, Kartause Ittingen, 8532 Warth
Die Video-Installation «ich brauche ruhe» von RELAX ist in der Sammlungs-Ausstellung «Konstellation 6. Begriffe - Räume - Prozesse» im Kunstmuseum Thurgau in der Kartause Ittingen zu sehen.

 
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Öffentliche Veranstaltungen
DISLOCACÓN – Kulturelle Verortung in Zeiten der Globalisierung
18.03.–19.06.2011
Kunstmuseum Bern, Hodlerstrasse 8, 3011 Bern
Marie-Antoinette Chiarenza und Daniel Hauser, beide tätig für den F+F-Studiengang bildende Kunst, sind mit RELAX (chiarenza & hauser & co) mit der Videoinstallation «invest & drawwipe» an der Ausstellung DISLOCACIÓN im Kunstmuseum Bern beteiligt. Die KünstlerInnengruppe RELAX zeigt eine vierteilige Installation. RELAX verknüpfen verschiedenste Themen und spüren der Frage nach der Verortung der Gesellschaft inmitten von Ökonomisierung, Grenzziehung oder -überschreitung, Moral und Ethik nach.

Neben der Installation von RELAX sind in der Ausstellung 12 weitere, eigens für DISLOCACIÓN realisierte, Werke von Kunstschaffenden aus Chile und der Schweiz zu sehen, die die allgemeinen Lebensumstände in Zeiten der Globalisierung einer künstlerischen Analyse unterziehen. Orientiert an der Situation in Chile thematisieren die Werke in der Ausstellung Phänomene, die sich in der ganzen Welt beobachten lassen: Entwurzelung und Heimatlosigkeit als Folge globaler wirtschaftlicher und politischer Entwicklungen, die Probleme mangelnder Integration, fehlende Sprachkenntnisse, Arbeits- und Perspektivlosigkeit. Deutlich wird aber auch, wie kreativ eine betroffene Bevölkerung mit der Herausforderung dieser Umstände umzugehen weiss.

Mit Werken von Ursula Biemann, Sylvie Boisseau & Frank Westermeyer, Juan Castillo, Thomas Hirschhorn, Alfredo Jaar, Voluspa Jarpa, Mario Navarro, Bernardo Oyarzun, RELAX (chiarenza & hauser & co), 000Estudio, Lotty Rosenfeld, Ingrid Wildi Merino, Camilo Yáñez.
Kuratiert von Ingrid Wildi Merino und Kathleen Bühler.
RELAX (chiarenza & hauser & co): 'WASTE', 2007/2008
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Buchvernissage von «Work to do!»
Mi. 29.07.2009, 20.00 Uhr
Corner College, Perla-Mode, Langstrasse 84/Brauerstrasse 37, 8004 Zürich
Ein Blick hinter die Kulissen: Die Publikation «Work to do!» setzt sich mit den Dynamiken und emanzipatorischen Momenten sowie den Paradoxien und Problemen von Selbstorganisation auseinander. Ausgangspunkt der Recherchen und künstlerischen Projekte ist die Beschäftigung mit dem Wandel von Arbeitsverhältnissen und ihren Organisationsstrukturen sowie der Kontext Zürich selbst.

Im Buch ist auch ein Beitrag von RELAX (Marie-Antoinette Chiarenza & Daniel Hauser) zu finden. Gestaltet wurde es unter anderem von Urs Lehni, der schon öfters im Studiengang Grafik an der F+F tätig war.

«Work to do! Selbstorganisation in prekären Arbeitsbedingungen»
Hrsg. von Sönke Gau und Katharina Schlieben für den Verein Shedhalle Zurich.

Mit Beiträgen zu Projekten der Künstlerinnen und Künstler:
bankleer
Saskia Holmkvist
Andrea Knobloch
Folke Köbberling/Martin Kaltwasser
Andreja Kuluncic
RELAX (chiarenza & hauser & co)
Mirjam Wirz

Gestaltung von Urs Lehni und Lex Trüb
Deutsch/Englisch, 240 Seiten
Verlag für moderne Kunst Nürnberg
ISBN: 978-3-941185-76-0
48.- CHF / 29.- €
 
RELAX (chiarenza & hauser & co), A word a day to be wiped away, Video-Installation, CCA Tbilisi/Ge, 2015
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A word a day to be wiped away
10.04.–10.05.2015
CCA Tbilisi, Center for Contemporary Art, 51 Uznadze street, Tbilisi / Georgien
Die Installation «A word a day to be wiped away» (von F+F-Dozentin Marie-Antoinette Chiarenza und Daniel Hauser, Leiter Studiengang Bildende Kunst) enthält u.a. zwei sich durch die Räume ziehende horizontal aufgemalte Streifen, die 60 aus dem Wortschatz auszulösche Wörter fassen, eine in gelb gehaltene Möblierung, um rumzusitzen, zu lesen und zu arbeiten sowie einen geräumigen Austausch-Käfig. Im Käfig steht ein News-Kebab aus alten Zeitungen und sind zwei Videos zu sehen (nose, von 2003; a discussion with Nargiza Arjevanidze, Forscherin und Dozentin an der Tbilisi state university, 2015). Ebenfalls im Käfig steht ein blauer Sockel mit Ablagefläche aus Spiegelglas. Darüber hängen 30 Putzlappen von der Decke. 11 ganz unterschiedliche Übersetzungen des 2010 von RELAX für das Cornerhouse Manchester formulierten the wealth manifesto sind ebenfalls in der Ausstellung zu sehen. Übersetzt haben das Manifest Kunststudent*innen des CCA.

Die aus dem Wortschatz auszulöschenden Wörter wurden von verschiedenen Leuten in Tbilisi angegeben. Einige der Wörter sind doppeldeutig, andere beziehen sich direkt auf lokale Geschichten oder sind mit der lokalen Kulturgeschichte verknüpft. Die Wörter werden während der Ausstellung von Besucher_innen mithilfe der vorhandenen Putzlappen ausgelöscht werden. Um einen Putzlappen aus dem Austausch-Käfig zu erhalten, deponieren die Besucher_innen als Bürgschaft ein Wertobjekt auf der Spiegelfläche des blauen Sockels.

Die Ausstellung wird unterstützt von der Schweizer Kulturstiftung Pro Helvetia, der Stiftung Erna und Curt Burgauer und der Ernst und Olga Gubler-Hablützel Stiftung.

Website: http://cca.ge/node/67
RELAX (chiarenza & hauser & co), wiewieviel? (howhowmuch?), 2017, Videoinstallation
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Kunst HF
Mischrechnung ist immer. Was ist richtig? Was ist gerecht?
Workshop
Mi. 15.11.2017, 18.30–20.00 Uhr
Helmhaus Zürich, Limmatquai 31, 8001 Zürich
Wer bist du – und wenn ja, wieviel verdienst du? Das Helmhaus Zürich lädt ein zu einem Workshop für dich zu unbezahlter und bezahlter Arbeit, mit der feministischen Ökonomin Mascha Madörin, assistiert von von RELAX – Marie-Antoinette Chiarenza und Daniel Hauser (F+F Leitung Studiengang Kunst HF).

In knapp eineinhalb Stunden wird angesprochen, was alle wissen und doch nur selten verbalisieren: Welche Arbeit wird von wem täglich geleistet, welche Arbeit wird entschädigt oder nicht und falls ja wie gut oder wie schlecht? Inwiefern hat Arbeit und ihre Bezahlung, die Zeit für Arbeit und die verbleibende Zeit neben der Arbeit etwas mit Geschlechterverhältnissen zu tun? Und weshalb wird (politisch einkalkuliert) davon ausgegangen, dass für die meisten gilt: Mischrechnung ist immer?
RELAX (chiarenza & hauser & co), GO MIO (art), Fotografie 3 aus einer Reihe von drei Fotografien, Lambdaprint, glossy auf Dibond, 2008
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Öffentliche Veranstaltungen
Kunst HF
Werkjahr 2016 der Stadt Zürich
Fr. 02.12.2016
Kaufleuten Zürich
Auf Antrag der städtischen Kommissionen für Bildende Kunst, Literatur, Theater, Tanz, Jazz/Rock/Pop und E-Musik wurden für das Jahr 2016 folgende Kulturelle Auszeichnungen verliehen: Das Werkjahr für Bildende Kunst der Stadt Zürich 2016 mit dem Betrag über CHF 48 000 ging an RELAX (chiarenza & hauser & co) – Daniel Hauser ist F+F Dozent und Studiengangsleiter Kunst HF und Marie-Antoinette Chiarenza ist Dozentin an der F+F.

RELAX könnte man als eine Art künstlerisches Chamäleon bezeichnen. Wie RELAX arbeitet und sich als Gruppe definiert, erklären Marie-Antoinette Chiarenza und Daniel Hauser im Gespräch mit Barbara Basting.
RELAX (chiarenza & hauser & co), supplément, 2009
Aluminium box, 21 x 14.5 x 7 cm, Editon
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Kunst HF
Bye–bye la compagnie
Ausstellung
Sa. 15.10.–15.12.2016
Can, Faubourg de l'Hôpital 9, 2000 Neuchâtel
Das Projekt will den gängigen und heute dominierenden Arbeitsbegriff hinterfragen, der zum Beispiel von der 2016 in Zürich stattgefundenen Biennale Manifesta 11 vorwiegend affirmativ angegangen worden ist. Befragt werden nicht nur die künstlerischen sondern auch die kuratorischen Arbeitsweisen, die gemeinsam einen Betrieb aufrechterhalten, selbst wenn dieser häufig am Rande des Prekariats existiert. Das Gesamtbudget von Bye-bye la compagnie wird vom Künstler Bruno Botella aus Paris verwaltet. Mit ihm müssen die beteiligten Künstler_innen wie auch die Leitung des CAN verhandeln, um zu ihren Produktions- und Vermittlungsmitteln zu gelangen. 
 
Für Bye-bye la compagnie werden Künstler_innen, Theoretiker_innen, Vermittler_innen und weitere am Kunstumfeld Beteiligte während 2–3 Monaten in unterschiedlichster Form ins Geschehen eingreifen. Das Programm besteht zur Hauptsache aus Symposien, Lesungen und Performances in Räumen, die von Künstler_innen und dem kuratorischen Team eigens dafür eingerichtet worden sind. 
 
Geplant ist, dass am 9. und 10. Dezember aktuelle und ehemalige F+F-Studierende im Rahmen von Bye-bye la compagnie vorstellen und damit eigene Beiträge zu Thema beisteuern.
 
Mit dabei ist der F+F Studiengangsleiter Kunst HF, Daniel Hauser, mit seiner Künstlerinnengruppe RELAX (chiarenza & hauser & co)
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Kunst HF
Eine Ausstellung für Dich
Vernissage
Do. 21.09.2017, ab 18.00 Uhr
Ausstellung
22.09.–19.11.2017
Helmhaus, Limmatquai 31, 8001 Zürich
Die Ausstellung ist für Dich. nicht für mich. Das Helmhaus ist für Dich. Die Performances sind für Dich. Die Gespräche sind für Dich. Du sitzt sogar auf dem Podium. Du weisst es nur noch nicht. Diese Ausstellung ist so sehr für Dich, dass Du freien Eintritt hast.
 
Du bist schon vor der Eröffnung da: wenn wir im Gespräch die Bereitschaft zu Verantwortung und Engagement einzelner VertreterInnen von Institutionen in den Fokus rücken und wissen wollen, wie sich diese in einer alltäglichen institutionellen Praxis zeigen. Ausgehend von pointierten Thesen zum persönlichen Engagement innerhalb der jeweiligen Institution, diskutieren wir mikropolitische Handlungsmöglichkeiten in einem komplexen Umfeld.

Eine Ausstellung ohne Publikum gibt es nicht, sie lebt von der Begegnung mit Dir. Und vielleicht wird es auch eine Ausstellung über Dich. Manche Fragen und Vorstellungen dürften sich klären im dichten Veranstaltungsprogramm, das die Ausstellung begleitet. Wir haben eine feministische Ökonomin, einen Kommunikationsexperten, Mitglieder einer Tanzgruppe für SeniorInnen und den Geist einer vergangenen Beziehung eingeladen. Wir sprechen über unbekannte Dealer, Bäume als Dus, über die Verantwortung, die wir Dir gegenüber haben, oder darüber, wie wir gerne berührt werden. Zu Dialogen laden die beteiligten KünstlerInnen Tonjaschja Adler (F+F Kunst Alumna), Nicole Bachmann, Stefanie Knobel, Eilit Marom, Anna Massoni, Elpida Orfanidou, Adina Secretan, Simone Truong, Sophie Nys, Andrea Oki, Ceylan Öztrük, Yeliz Palak, RELAX (chiarenza & hauser & co mit Daniel Hauser F+F Dozent), Vreni Spieser, Felix Studinka, Peter Tillessen (F+F Dozent), Gian-Andri Töndury und Alexander Tuchaček. Ist da auch für Dich jemand oder etwas dabei? Sag Du!
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Kunst am Bau
Präsentation
Vernissage
14.02.2003 um 18 Uhr
Baden, Bahnhof (Perron gegenüber der Busrampe)
Unter dem Titel Infolge startete am 5. April 2000 ein neues, programmatisch Knotenpunkt des öffentlichen Verkehrs neu strukturiert wird. Für dieses städteplanerisch ambitionierte und komplexe Bauvorhaben hat die Stadt Baden nach neuen Ansätzen im Umgang mit Kunst am Bau gesucht.

Das 13. Projekt von Infolge wurde als Wettbewerb an der F+F Schule für Kunst und Mediendesign Zürich ausgeschrieben. Eine angepasste Version der ursprünglichen Wettbewerbsausschreibung (damals bekanntlich durch die Stadt Baden) bildete die Grundlage zu einer Semesterarbeit, in der sich die Studierenden mit den realen Anforderungen eines Kunst am Bau Projektes auseinandersetzen konnten.

Die Bedingungen, denen das Infolge-Projekt über die letzten zwei Jahre hinweg bis heute verpflichtet geblieben ist, wurden so noch einmal neu, in kleinerem Massstab, zur Diskussion gestellt. Von Seiten der Projektleitung wurde den Studenten die Atmosphäre einer professionellen Wettbewerbssituation vermittelt und so traten die vier KandidatInnen im letzten Dezember mit ihren Projekten vor die Jury (bestehend aus Infolge und Daniel Hauser, F+F-Fachleiter Kunststudium).

Der Bahnhof als Ort sowohl sozialer Begegnung, als auch einer ganz spezifischen Form von Kommunikation bildete für Matthias Rüegg (*1968 in Walenstadt, lebt in Chur) den Ausgangspunkt zu seiner Installation wink.

Die sechs Einzelbilder fügen sich als Arbeit harmonisch in die Umgebung des Bahnhofs ein. Die Aufteilung der Bewegung in sechs Bilder rettet einerseits das für die Geste so wichtige Moment der Bewegung (zur Einzelpose erstarrt würde die Geste sofort etwas Zeichenhaftes erhalten, vergleichbar mit Anweisungen beim Einparkieren oder auch den Gebärden der Gehörlosensprache), andererseits wird derart Bezug auf bestehende architektonische Vorbedingungen genommen (die neu gebaute Busrampe Süd). Die gekonnte Implemetierung in das Bahnhofsareal verdankt sich wohl auch dem Umstand, dass dies nicht Matthias Rüeggs erste Arbeit an einem solchen Ort ist: Bereits 2001 realisierte er im Sarganser Bahnhof eine Videoinstallation.
RELAX (chiarenza & hauser & co)
you pay but you don't agree with the price
Paper cup, 1994/2002
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Öffentliche Veranstaltungen
Forum «Kunst – SCHAFFEN?!»
Mi. 30.03.2016
um 20.00 Uhr
Kunsthaus Zofingen
General Guisan-Strasse 12
4800 Zofingen
Gäste:
Edith Krebs, Kulturjournalistin, Leiterin SIKART Lexikon, Schweizerisches Institut für Kunstwissenschaft, Zürich
Eva Maria Würth, Künstlerin, Mitglied Zentralvorstand von visarte
Daniel Hauser, Künstler und Mitglied von RELAX (chiarenza & Hauser & co), Leiter Studiengang Kunst, F+F Schule für Kunst und Design
Oliver Krähenbühl, Künstler, Vorstandsmitglied von visarte Aarau

Inhalt/Denkanstösse: Leben mit der Kunst heisst auch sich auseinandersetzen und sich herumschlagen mit mulitflexiblem Management, mit Auswahlverfahren, Jurierungen, Beurteilungskriterien, Präsentieren, Bitten und Betteln um Unterstützungsbeiträge... um nur einen kleinen Teil des nicht sichtbaren Büro- und Kommunikations-Alltag eines Kunstschaffenden zu nennen. Und am Ende - wie schaut es dann aus mit dem Überleben in der Kunstwelt? Wie sind die sozialen Sicherheiten und welche Honorare bleiben?