Daniel Hauser

Daniel Hauser

Mobilitäten und internationalen Austausch

*1959, Künstler, Mitglied des Künstler:innen-Kollektivs RELAX (chiarenza & hauser & co) mit Projekten in Europa und den Amerikas. Von 2000 bis Januar 2025 Leitung HF-Studiengang Kunst der F+F. Seit 2025 F+F-Verantwortlicher für Mobilitäten und internationalen Austausch. 2014–2022 Künstler:innen-Vertretung Stadt Zürich im Vorstand Kunsthaus Zürich. Mitglied Kommission Kunst im öffentlichen Raum Kiör, Stadt Bern. Mitglied Board of Governors Skowhegan Art (Sitz in New York City, Campus in Maine).

RELAX (chiarenza & hauser & co), GO MIO (art), Fotografie 3 aus einer Reihe von drei Fotografien, Lambdaprint, glossy auf Dibond, 2008
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Öffentliche Veranstaltungen
Kunst HF
Werkjahr 2016 der Stadt Zürich
Fr. 02.12.2016
Kaufleuten Zürich
Auf Antrag der städtischen Kommissionen für Bildende Kunst, Literatur, Theater, Tanz, Jazz/Rock/Pop und E-Musik wurden für das Jahr 2016 folgende Kulturelle Auszeichnungen verliehen: Das Werkjahr für Bildende Kunst der Stadt Zürich 2016 mit dem Betrag über CHF 48 000 ging an RELAX (chiarenza & hauser & co) – Daniel Hauser ist F+F Dozent und Studiengangsleiter Kunst HF und Marie-Antoinette Chiarenza ist Dozentin an der F+F.

RELAX könnte man als eine Art künstlerisches Chamäleon bezeichnen. Wie RELAX arbeitet und sich als Gruppe definiert, erklären Marie-Antoinette Chiarenza und Daniel Hauser im Gespräch mit Barbara Basting.
'Ein Roter Teppich für die Kunst': Performance von F+F-Studierenden vor dem Bundeshaus, 2005
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Öffentliche Veranstaltungen
Internet-Forum «Kunst und Politik» zum Kulturförderungsgesetz
02.07.2008
Das Internet-Forum «Kunst und Politik» von Suisseculture begleitet die Kampagne der Kulturschaffenden betreffend das geplante Kulturförderungsgesetz des Bundes und die Neugestaltung der Schweizer Kulturstiftung Pro Helvetia.

Unter anderen wurden Marie-Antoinette Chiarenza und Daniel Hauser von RELAX von Suisseculture je dazu eingeladen, sich mit NationalrätInnen zu treffen, um mit ihnen über die Wichtigkeit dieser Vorlagen zu diskutieren. Wie es Ihnen und anderen Kulturschaffenden dabei ergangen ist, wird auf der Website www.kunst-und-politik.ch auf teils sehr amüsante Art und Weise dokumentiert.

Suisseculture, Arbeitsgemeinschaft der Urheberinnen und Urheber, Interpretinnen und Interpreten, ist der Dachverband der professionellen Kulturschaffenden der Schweiz. Die Mitglieder sind schweizerische Berufsverbände aus zahlreichen Sparten und vier ihrer Urheberrechtsgesellschaften.
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Öffentliche Veranstaltungen
Bild des Monats
03.–31.07.2012
Aargauer Kunsthaus, Aargauerpl., 5001 Aarau
1983 begannen Marie-Antoinette Chiarenza und Daniel Hauser ihre Zusammenarbeit. Bis 1997 realisierten sie ihre Werke unter dem Namen Chiarenza & Hauser, danach nannten sie sich RELAX (chiarenza & hauser & co). Durch die Erweiterung der Aufzählung mit dem Kürzel 'co' als einer Variablen für wechselnde Kooperationen und Komplizenschaften weisen Chiarenza und Hauser auf ihre multiple Autorschaft hin.

RELAX machen mit ihren Arbeiten auf latente Hierarchien im alltäglichen Leben aufmerksam, welche als gesellschaftliche Konventionen wahrgenommen werden. Seit Beginn der neunziger Jahre ist denn auch die Auseinandersetzung mit feministischen Anliegen ein wiederkehrendes Thema. Als ein Resultat dieser Beschäftigung kann die dreiteilige Fotoarbeit du bist was du siehst wir sind was du willst (1991/1994) aufgefasst werden, die zur Zeit in der Ausstellung Lichtsensibel präsentiert wird. Mittels Gestik und Kulisse wird im ersten Bild das berühmte Porträt von Gabrielle d'Estrées et de sa sœur la duchesse de Villars (um 1594) aus der zweiten Schule von Fontainebleau nachgestellt. Der Geschlechtertausch und die Kostümierung führen allerdings zur Sexualisierung der ursprünglich medizinischen Geste des Kneifens in die Brustwarze. In der zweiten Fotografie lachen die Künstler über die eigene Farce. Die dritte Darstellung legt schliesslich den Kulissenbau und damit die Konstruiertheit des Bildes offen.

Die Arbeit wurde 1991 zunächst für die Juni-Ausgabe der Zeitschrift du. Zeitschrift für Kultur realisiert. Zusammen mit einem Künstlermanifest liessen RELAX die zweite und dritte Fotografie abdrucken. Ein Insert mit der Phrase du ist, was du liest, und wir sind, was du willst begleitete die Bilder, wobei sich das «du» auf den Zeitschriftentitel bezog. Zeitgleich verwendeten RELAX die erste Fotografie für Einladungskarten und Plakate der Ausstellungsserie we won't party alone (1991-1992). Als der damalige Direktor des Aargauer Kunsthauses, Beat Wismer, entdeckt hatte, dass die Trilogie auch eine eigenständige Fotoarbeit ist, bekundete er 1992 bei RELAX sein Interesse für einen Ankauf. Nach der Realisation im beabsichtigten Format ging das Werk 1994 unter neuem Namen in die Sammlung des Kunsthauses über.
Fazit zum F+F-Festival
F+F Festival, Bettina Diel, 2021
Das Festival zum 50-jährigen Bestehen der F+F Schule für Kunst und Design im Migros Museum für Gegenwartskunst war in dieser Form auch für Rektor Christoph Lang, Projektleiter ff1971, Michael Hiltbrunner und eine Arbeitsgruppe bestehend aus Geraldine Tedder, Daniel Hauser, Sabine Hagmann und Tasnim Baghdadi eine Art Novum. Die anhaltende Corona-Pandemie machte den Anlass zum Thema «Radical Education» in organisatorischer Hinsicht zwar nicht gerade zum Kinderspiel, Rektor Lang gibt sich nach zwei Festivaltagen aber dennoch sehr zufrieden: «Es war fantastisch zu sehen, wie sich die Leute vermischt haben – alte und junge Leute, Menschen, die wir noch nicht kannten. Der Austausch in einem vollen Raum war sehr toll.» Vor allem das Pecha Kucha, in dem ehemalige Dozierende wie Monika Dillier, Peter Jenny, Mélanie Moser oder Mike Hentz und Schüler:innen der F+F in 20 Bildern à 20 Sekunden einen Kurzvortrag hielten, sorgte bei Lang für Begeisterung: «Das war sehr interessant. Dass wir auch einen YouTube-Stream davon gemacht haben, finde ich grossartig. Das Video wird auch jetzt noch oft angeklickt.»

Bezüglich des Zeitpunkts gibt sich Lang selbstkritisch – auch, wenn die Festivalleitung einige Faktoren wie z.B. die Zertifikats-Pflicht nicht beeinflussen konnte. Ausserdem sei der Semesterstart an den Hochschulen in dieselbe Woche gefallen – «das war nicht optimal». Aber: «Einen Teil des Semesters als Festival zu begreifen und öffentlich zu machen, fände ich eine reizvolle Form». Die nächste Chance dazu ergibt sich mit dem «Grand Hotel F+F» bereits im Juli 2022. 

Nicht nur beim F+F-Rektor, auch beim Publikum waren die Reaktionen auf das F+F-Festival durchwegs positiv, sogar wenn viele Gäste aus unterschiedlichen Gründen nicht dabei sein konnten: «Von ihnen wurde grosses Interesse an den Themen formuliert», fasst Lang zusammen.

Ähnlich sieht es Projektleiter Hiltbrunner: «Es war grossartig, zu sehen, dass die verschiedenen Generationen dieser Schule und auch andere Interessierte zusammenkommen und die heutige Situation mit dem alten Archiv verhandeln können.» Selbst wenn der Ansturm auf das Festival am Freitag erst gegen den Abend zunahm, ist Hiltbrunner von den vielen Workshops, Vorträgen und Spaziergängen mehr als angetan: «Man möchte, dass so etwas wieder stattfindet – und das nicht unbedingt nur im Museum, sondern auch an unserer Schule oder sonst wo. Seien es extreme Beispiele wie die Klausur [von Mike Hentz] oder Diskussionen mit dem Künstlerinnen-Kollektiv Justament: Das macht Lust auf mehr!»

Text: Laszlo Schneider
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Öffentliche Veranstaltungen
Average
04.09–02.11.2008
Kunsthaus Langenthal, Marktgasse 13, 4900 Langenthal
RELAX (F+F Dozierende Marie-Antoinette Chiarenza und Daniel Hauser) ist im Kunsthaus Langenthal in der Ausstellung «Average» mit der Installation «die mittlere Linie der Unzufriedenheit» vertreten.

Im «Echo der Zeit» auf Radio DRS wurde am 29. September 2008 ein Gespräch über die Ausstellung mit Daniel Hauser ausgestrahlt.

«Langenthal ist gutschweizerischer Durchschnitt. Daher war die Stadt über einige Zeit bevor­zugter Ort für Marktstudien und Abstimmungsprognosen. Wer also wissen will, wie die Schweiz ist, muss nach Langenthal kommen.
Doch was bedeutet es, durchschnittlich zu sein? Ist dieser Begriff vielleicht zu Unrecht negativ konnotiert? Die internationale Gruppenausstellung präsentiert keine durchschnittliche Kunst, sondern untersucht den Alltag, die Norm, das Mittel­mass. Gerade die Kunst als Disziplin der Superlative und Shootingstars verspricht spannende Antworten jenseits profaner Statistiken. 18 Künstlerinnen und Künstler zeigen unterschiedliche Blickwinkel auf das Thema.» (aus dem Pressetext)

mit: Christian Aebi (CH), Seline Baumgartner (CH), Mathieu Bernard-Reymond (F), Diana Dodson (CH), Fischli/Weiss (CH), Valérie Mréjen (F), Gianni Motti (I), RELAX (F/CH), Jean-Frédéric Schnyder (CH), Katerina Šedá (CZ), Nedko Solakov (BG), Pascale Wiedemann und Daniel Mettler (CH), Måns Wrange (S), Simone Zaugg (CH), Artur Zmijewski (PL)

 
Bänke für die Zürcher Cityvereinigung, 2001.
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Wettbewerbsbeitrag
Kunst im öffentlichen Raum
– eine Reflektion.
26.05.2001
Anfänglich hatten wir grosse Zweifel: Weder die Kunststoffkühe noch die Löwen, welche vor einigen Jahren Zürichs Innenstadt überfluteten, konnten als temporäre Kunst für den öffenltichen Raum überzeugen. Aber ein Nichtmitmachen bei der neuerlichen Aktion, bei der nun Holzbänke zu gestalten waren, wäre der einfachere Weg gewesen.

Dem schulinternen Wettbewerb, den wir veranstalteten, wurde ein Seminar von Daniel Hauser und Corinna Rüegg über Stadtmöblierung und des Umgangs mit dem öffentlichen städtischen Raum vorgeschaltet. An den künftigen Standorten der Bänke wurde diskutiert, fotografiert und fest nachgedacht. Ziel war es, reflektiert an die Sache ranzugehen, und dem zu erwartenden folkloristischen Potpourri mit einem möglichst minimalen, visuell überzeugenden Beitrag entgegenzuwirken. Als Rahmenbedingung legten wir fest, dass möglichst nicht Einzelbänke zu produzieren seien, sondern eine serielle Gesamtlösung vorzuschlagen sei.

Die Jury setzte aus Beat Koch und Emil P. Manser (beide UBS Marketing), Kathrin Fraunefelder (Kuration der Eisenplastiksammlung Koenig), Corinna Rüegg (Künstlerin, Dozentin F+F), Niklaus Lenherr (Künstler, Dozent F+F), sowie Sandi Paucic (Rektor F+F) zusammen. Nach zweistündiger Klausur wählte die Jury das Projekt der F+F–Diplomandin Maja Tschanz aus: die halbe Bank. Einen Anerkennungspreis erhielt das Projekt der Gruppe Die Fünf, welches vorsah, 19 der 20 Bänke zu schreddern und die Späne in die zwanzigsten unter einer Plexiglasscheibe unterzubringen. Angesichts des Überangebots an Bänke, das die Zürcher Innenstadt gegenwärtig geradezu belastet, war der Gedanke verlockend.

Die Realisation der 20 Bänke fand im F+F–Atelier Rote Fabrik während der Semeseterferien im Februar–März unter der Leitung von Corinna Rüegg statt. Eine grössere Serie der Bänke steht nun den ganzen Sommer 2001 über am Utoquai, zwei Exemplare bei der Max Bill-Plastik an der Bahnhofstrase, andere Bänke finden sich vor verschiedenen UBS-Filialen.

Für die Deutsche Bank wurden zwei Projekte realisiert unter dem Titel Norden Osten Süden Westen. Gewinner waren hier die F+F-Studierenden der Kunstklasse Reto Nothacker und Andi Zeller. Standorte der beiden Beiträge sind das Restaurant Movie am Bahnhofquai und die Centralbrücke.

Der im Auftrag der Verkehrsbetriebe Zürcher Oberland (VZO) durchgeführte Wettbewerb wurde in der Mediendesignklasse ausgetragen. Siegerinnen waren hier Alessa Brogli, Erika Züger und Odine Corallo. Die Projekteingaben und die Realisierung der Bänke fand unter der Leitung des Künstlers Niklaus Lenherr statt.

Fazit:
Die Stadt ist voller Bänke, fast 1100 sollen es sein; ein kunterbuntes Durcheinander - Geschmacklosigkeiten und Sauglattismen alle paar Meter, nur jeden Kilometer vielleicht überzeugender Ansatz von Durchdachtem und von guter Gestaltung! Gehören wir dazu? War es richtig mitzumachen? Würden wir uns wieder beteiligen? Diese Fragen bleiben offen - auch wenn wir viel gelernt, einiges verstanden und nicht wenig verdient haben bei Bankart.

Die Diskussion um Sinn und Zweck solcher populärer und doch höchst problematischer Eingriffe in den städtischen Raum bleibt hochaktuell, ja verschärft sich in unseren Köpfen noch, dadurch, dass wir unsere Hände nun nicht einfach in Unschuld waschen können, sondern Teil des Sommertheaters sind. Den Kunststudenten, welche dranbleiben wollen, sei jedenfalls die Teilnahme an der Veranstaltung Public Spheres vom Wintersemseter 2001/2002 nahegelegt!
RELAX (chiarenza & hauser & co)–Die Künstlerinnen kurz vor dem Höhepunkt ihrer Karriere, 2008, Fotografie.
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Öffentliche Veranstaltungen
The Historical Exhibition – Sites Under Construction
11.06.–18.09.2016
Löwenbräu-Kunst, Limmatstrasse 270, 8005 Zürich
Das Team von RELAX besteht aus Marie-Antoinette Chiarenza und Daniel Hauser, die seit 1983 zusammenarbeiten. Das & co verweist auf mögliche Zusammenarbeitsformen mit zahlreichen anderen Leuten in und ausserhalb des Kunstbetriebs. 

Marie-Antoinette Chiarenza hat seit 2001 regelmässig an der F+F Schule für Kunst und Design unterrichtet und ist seit 2008 an der HEAD Genève Dozentin. Daniel Hauser leitet seit 2000 den Studiengang Kunst der F+F. 
 
Link auf den M11-Ausstellungsteil Historical Exhibition Sites Under Construction
 
Link auf RELAX (chiarenza & hauser & co) und die thematische Zuordnung innerhalb der Ausstellung
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Öffentliche Veranstaltungen
Warschau under Construction
14.11.2009, 15.00–21.00 Uhr
Museum of Modern Art Warsaw, Wybrzeże Kościuszkowskie 22, 00-124 Warszawa, Polen
RELAX (Leiter des Studienganges bildende Kunst, Daniel Hauser, und F+F-Dozentin Marie-Antoinette Chiarenza & co) haben einen Auftritt im Museum of Modern Art in Warschau. Am Samstag, den 14. November wird im Rahmen der Ausstellung «Warschau under Construction» ein Projekt vorgestellt, das RELAX seit Frühjahr für Warschau entwickelt haben:

Kredit. bezahlt sein um nichts zu tun.

Können wir Freundschaften sparen so wie wir Geld sparen? Details zum Projekt können nebenstehend heruntergeladen werden.

Auf die anschliessende Intervention «zu den Werten von RELAX» von Philip Ursprung im Museum of Modern Art folgt ein gemeinsamer Gang zu benachbarten Baustellen und Wastelands mitten im Zentrum, wo RELAX zusammen mit dem kreditgebenden Publikum die Freundschaften verschwenden werden.
«best setting», RELAX (chiarenza & hauser & co), 2004
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RELAX
Neue Austtellungsserie
30.10.–19.12.2004
Shedhalle, Rote Fabrik, Zürich
Die künstlerische Praxis interessiert karnevaleske Strategien, wie sie etwa die Medien und Kommunikationsguerilla verwenden: Einerseits untersucht und kommentiert sie diese und andererseits findet sie in ihnen häufig eine Sprache, um auf brisante gesellschaftliche Themen aufmerksam zu machen und sie zur Diskussion zu stellen.

Nebst dem Künstlerduo RELAX (Daniel Hauser und Marie-Antoinette Chiarenza, beide F+F Kunstdozierende) präsentieren acht Künstlerinnen und Künstler Arbeiten zu diesem Themenbereich.
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Öffentliche Veranstaltungen
Go Mio: der geheime Grund der Weltkultur
25.04.–15.06.2008
Ausstellungseröffnung
Do. 24.04.2008 um 19.00 Uhr in Anwesenheit der KünstlerInnen
Museum Folkwang, Museumsplatz 1, 45128 Essen, Deutschland
«Eine Installation über das Forschungsinstitut für das Backen kleinerer Brötchen»

In Zeiten, in denen Kultur gern als Heilmittel gesellschaftlicher Krisen verstanden wird, versucht RELAX (bestehend aus den KünstlerInnen Daniel Hauser, F+F-Studiengangsleiter bildende Kunst und Marie-Antoinette Chiarenza, F+F-Dozentin) den tatsächlichen Handlungsrahmen von
Kunst zu skizzieren.

Kreative, Künstlerinnen und Künstler sind häufig aufgefordert, ausserkünstlerische Problemlösungen zu entwickeln. Mit dem Projekt Go Mio gibt Relax eine doppelte Antwort auf diese Anforderung.

Die Ausstellung zeigt, wie Kunst sich darum bemüht, Kultur und ihre lokalen Nachbarn zusammenzuführen. Sie zeigt aber auch das zuweilen kritische, zuweilen komische Spannungsverhältnis, das zwischen der Kunst und dem an sie herangetragenen Anspruch besteht.

Die Recherchen wurden auf Einladung von Gerrit Gohlke (Publizist & Kurator in Berlin, F+F-Dozent für Medienkunst) im Rahmen des Projektes «Borderline» (PACT - Zollverein) realisiert und für die Präsentation im Museum Folkwang weiterentwickelt.

 
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Kunst am Bau
Präsentation
Vernissage
14.02.2003 um 18 Uhr
Baden, Bahnhof (Perron gegenüber der Busrampe)
Unter dem Titel Infolge startete am 5. April 2000 ein neues, programmatisch Knotenpunkt des öffentlichen Verkehrs neu strukturiert wird. Für dieses städteplanerisch ambitionierte und komplexe Bauvorhaben hat die Stadt Baden nach neuen Ansätzen im Umgang mit Kunst am Bau gesucht.

Das 13. Projekt von Infolge wurde als Wettbewerb an der F+F Schule für Kunst und Mediendesign Zürich ausgeschrieben. Eine angepasste Version der ursprünglichen Wettbewerbsausschreibung (damals bekanntlich durch die Stadt Baden) bildete die Grundlage zu einer Semesterarbeit, in der sich die Studierenden mit den realen Anforderungen eines Kunst am Bau Projektes auseinandersetzen konnten.

Die Bedingungen, denen das Infolge-Projekt über die letzten zwei Jahre hinweg bis heute verpflichtet geblieben ist, wurden so noch einmal neu, in kleinerem Massstab, zur Diskussion gestellt. Von Seiten der Projektleitung wurde den Studenten die Atmosphäre einer professionellen Wettbewerbssituation vermittelt und so traten die vier KandidatInnen im letzten Dezember mit ihren Projekten vor die Jury (bestehend aus Infolge und Daniel Hauser, F+F-Fachleiter Kunststudium).

Der Bahnhof als Ort sowohl sozialer Begegnung, als auch einer ganz spezifischen Form von Kommunikation bildete für Matthias Rüegg (*1968 in Walenstadt, lebt in Chur) den Ausgangspunkt zu seiner Installation wink.

Die sechs Einzelbilder fügen sich als Arbeit harmonisch in die Umgebung des Bahnhofs ein. Die Aufteilung der Bewegung in sechs Bilder rettet einerseits das für die Geste so wichtige Moment der Bewegung (zur Einzelpose erstarrt würde die Geste sofort etwas Zeichenhaftes erhalten, vergleichbar mit Anweisungen beim Einparkieren oder auch den Gebärden der Gehörlosensprache), andererseits wird derart Bezug auf bestehende architektonische Vorbedingungen genommen (die neu gebaute Busrampe Süd). Die gekonnte Implemetierung in das Bahnhofsareal verdankt sich wohl auch dem Umstand, dass dies nicht Matthias Rüeggs erste Arbeit an einem solchen Ort ist: Bereits 2001 realisierte er im Sarganser Bahnhof eine Videoinstallation.
RELAX auf SF DRS
Mitteilungen
RELAX UNO
30.06.2004,14.00 Uhr
01.07.2004,14.00 Uhr
SF1, B.Magazin
Luzia Schmid dokumentiert für RELAX Studios das Projekt «Inlay», das Beitrittsgeschenk der Schweiz an die UNO – mit Aufnahmen aus dem Relax-Studio in Zürich und dem UNO-Hauptgebäude in New York.

Daniel Hauser ist F+F Abteilungsleiter Kunst, Marie-Antoinette Chiarenza ist F+F Dozentin für Video und Installation.
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Öffentliche Veranstaltungen
Nachbilder
am Montag 27.5. um 18.30
Das Kino im Kunstmuseum Bern zeigt im Rahmen von «Nachbilder» die Videos «Reservoir news» (2010) und «wem das Bier?» (2005) von RELAX (chiarenza & hauser & co) als Nachbilder auf die Videoarbeit «Vertical Roll» (1972) der US-amerikanischen Künstlerin Joan Jonas.

Dazu findet im Anschluss ein Gespräch statt mit Annick Haldemann, Kuratorin und Verantwortliche für AC Stipendien, Daniel Suter von Marks Blond Project und Esther Maria Jungo, Kuratorin.
Mitteilungen
Öffentliche Veranstaltungen
feu sacré
20.09.2013–05.01.2014
Kunstmuseum Bern, Hodlerstrasse 8–12, 3011 Bern
Mit dem Werk «sowohl als auch, aussi bien que, as well as» ist RELAX in «feu sacré» im Kunstmuseum Bern vertreten. Die Ausstellung findet zum 200. Geburtstag der Bernischen Kunstgesellschaft und zeigt ausgewählte Werke von AC-Stipendiat*innen von 1942–2012.


 
Besichtigung der Fabrikhalle/ECAV Ausstellungsraum, Georges Pfründer, Sandi Paucic und Daniel Hauser
Mitteilungen
Hochschulübergreifende
Zusammenarbeit
Ankündigung
03.10.2001
In Form von Studienaufenhalten, Gastvorträgen, Gastdozenturen oder von Projektzusammenarbeit soll die Ausbildung der F+F-Studierenden bereichert werden.

National und international soll mit anderen Schulen in bilateralen Kontakten innerhalb der nächsten Monate systematisch Kontakt aufgenommen werden. Ins Visier genommen wurden bereits Austauschprogramme mit der ECAV Sierre, und mit der "School of the Museum of Fine Arts Boston, Massachusetts". London als eines der aktuellen Zentren zeitgenössischer Kunst steht ebenfalls im Fokus der F+F-Bestrebungen. Als unabhängige Schule strebt die F+F unbürokratische und einfach umzusetzende Austauschmöglichkeiten an.

Vergangene Woche besuchten Daniel Hauser, Fachleiter Kunststudium, und Sandi Paucic, Rektor der F+F, die Ecole Cantonale d'Art du Valais in Sierre. Die Visite an der ECAV galt dem Austausch von Informationen mit dem Schulleiter Georges Pfründer und dem Lehrerteam. Ziel war die Abklärung pragmatischer Möglichkeiten der Zusammenarbeit. Insbesondere der semesterweise Austausch von Studierenden war Thema des Gesprächs, aber auch andere Formen der Zusammenarbeit wurden erörtert.

In vorbildlicher Weise hat es die ECAV als regionale Schule geschafft, sich national und international so zu vernetzen, dass der relative Standortnachteil des Wallis von den regelmässigen Gaststudierenden und "Fellows" mehr als wettgemacht wird.

Als erste Studiernde der F+F sind dieser Tage Ingrid Käser und Katrin Hotz für das Wintersemester 2001/200 nach Sierre gereist, wo sie ein halbes Jahr an der Ecole Cantonale d' Art du Valais verbringen werden.

Für Studierende der F+F wird noch im laufenden Semester ein Merkplatt herauskommen, wo alle vorliegenden Infos für den Austausch mit anderen Schulen zusammengefasst sein werden.
Thomas Hirschhorn, What I can learn from you. What you can learn from me. (Critical Workshop), Remai Modern, Saskatoon, Canada, 2018. Courtesy of the artist and Remai Modern, Saskatoon
Presse
Öffentliche Veranstaltungen
Kunst HF
guest_*talks-Reihe 2018: Where? Wo? ein F+F guest_*talk mit Thomas Hirschhorn
Mi. 19.12.2018, 18.30 Uhr
Kosmos Klub, Lagerstrasse 104, 8004 Zürich, Eintritt frei
Mit seinem guest_*talk Was ich von Dir lernen kann. Was Du von mir lernen kannst nimmt der Künstler Thomas Hirschhorn Bezug auf seinen kritischen Workshop, den er anlässlich der Eröffnungsausstellung im Remai Modern in Saskatoon in Kanada anfangs 2018 durchgeführt hat.

Die guest_*talks-Reihe 2018 der F+F stellt(e) die Frage, wo in der Gesellschaft Kunst stattfinden kann? Und wo können grundlegende Erfahrungen gemacht, wo gute Bedingungen gefunden werden, um gemeinsam etwas anzupacken? Der Abend könnte also spannende Antworten auf diese Fragen bieten.

Der Künstler Thomas Hirschhornist bekannt für seine Monumente wie etwa das «Bataille-Monument» zur documenta 11 von 2002 in Kassel oder das «Gramsci-Monument» von 2013 in der Siedlung Forest Houses in der New Yorker Bronx. Die von ihm 2016 kuratierte Sommerakademie im Zentrum Paul Klee in Bern trug den Titel Wo stehe ich? Was will ich?. Zurzeit arbeitet er an der Robert-Walser-Sculpture, die auf Einladung der Stiftung Schweizerische Plastikausstellung SPA Biel entsteht. Diese wird als Projekt für den öffentlichen Raum von Kathleen Bühler kuratiert. Sie findet im Sommer 2019 statt.

Die guest_*talks sind eine Veranstaltungsreihe der F+F Schule für Kunst und Design seit 2001, kuratiert von Daniel Hauser, Leitung Studiengang Kunst HF und Team. Die Gäste kommen meistens aus der Kunstwelt, doch nicht immer. Die guest_*talks leben von Konzerten, Performances, Vorträgen, Gesprächen und anderen Formaten.

Kosmos Klub – Eintritt frei

Einführung: Seraina Stefania, Künstlerin; Gesprächsmoderation: Mirjam Bayerdörfer, Künstlerin/Kuratorin

Für weitere Information steht Ihnen Daniel Hauser, Leiter Studiengang Kunst HF, gerne zur Verfügung.

Presseservice
Studierende zweier Kunstschulen präsentieren ihre Arbeiten im Spannungsfeld der Kunst der Gegenwart.
Bern, Kornhausforum, 28.11.2001, 19-21 h und 7.12., 19-21
1. Teil
Mittwoch 28. November 19-21 Uhr | Kornhausforum:
Ecole Supérieure des Beaux-Arts, ESBA Genève
Mit Laurent Schmid, Dozent ESBA Genève; Aline Extermann, Nathalie Perrin, Hélène de Ribaupierre, Monika von Aarburg, Asuman Kardes, Corine Stubi, Yannick Fournier, Claude Piguet, Annelore Schneider, Swann Thommen und andere

2. Teil
Freitag 7. Dezember 19-21 Uhr | Kornhausforum:
F+F Schule für Kunst und Mediendesign Zürich
Wathiq Al-Ameri, Ali Alfatlawi, Nina Aregger, Maurin Bisaz, Natali Eberle, Benjamin Prager, Chantal Romani, Ivon Scarabello, Marco Steffen, Stefanie Stöckli, Gustav Willeit, Ruben Wyttenbach
Einführung: Daniel Hauser, Fachleitung Kunststudium F+F
RELAX (chiarenza & hauser & co)
you pay but you don't agree with the price
Paper cup, 1994/2002
Mitteilungen
Öffentliche Veranstaltungen
Forum «Kunst – SCHAFFEN?!»
Mi. 30.03.2016
um 20.00 Uhr
Kunsthaus Zofingen
General Guisan-Strasse 12
4800 Zofingen
Gäste:
Edith Krebs, Kulturjournalistin, Leiterin SIKART Lexikon, Schweizerisches Institut für Kunstwissenschaft, Zürich
Eva Maria Würth, Künstlerin, Mitglied Zentralvorstand von visarte
Daniel Hauser, Künstler und Mitglied von RELAX (chiarenza & Hauser & co), Leiter Studiengang Kunst, F+F Schule für Kunst und Design
Oliver Krähenbühl, Künstler, Vorstandsmitglied von visarte Aarau

Inhalt/Denkanstösse: Leben mit der Kunst heisst auch sich auseinandersetzen und sich herumschlagen mit mulitflexiblem Management, mit Auswahlverfahren, Jurierungen, Beurteilungskriterien, Präsentieren, Bitten und Betteln um Unterstützungsbeiträge... um nur einen kleinen Teil des nicht sichtbaren Büro- und Kommunikations-Alltag eines Kunstschaffenden zu nennen. Und am Ende - wie schaut es dann aus mit dem Überleben in der Kunstwelt? Wie sind die sozialen Sicherheiten und welche Honorare bleiben?
Vorträge
Öffentliche Veranstaltungen
Kunst HF
guest_*talks-Reihe 2016: What we do for? What we do with? ein guest_*talk Vortrag mit Christian Philipp Müller
Mi. 28.09.2016
18.30 Uhr
F+F, Flurstrasse 89, 8047 Zürich
Der Vortrag ist Teil der guest_*talk-Reihe 2016/17 der F+F Schule für Kunst und Design. Die Reihe hat bisher im Juni im Le Foyer Zürich mit einem Gespräch zwischen der feministischen Ökonomin Mascha Madörin und Chus Martínez, Kunsthistorikerin, Museumskuratorin, Autorin und Leiterin des Instituts Kunst der FHNW Basel, Bezug genommen auf die europäische Wander-Biennale MANIFESTA 11, die 2016 unter dem Titel What People Do for Money: Some Joint Ventures in Zürich stattgefunden hat.
 
Die guest_*talk-Reihe: What we do for? What we do with? lädt regelmässig zu Fragestellungen ein wie etwa: Wie kann Kunst aus der Begegnung mit Transformation und Veränderung Wissen durchproben? Wie können es experimentelle künstlerische Sprachen schaffen, sich der Instrumentalisierung zu entziehen und zugleich neue Konstellationen zu entwickeln, die überraschende Wirkungen zeigen, so auch der Macht? Inwiefern sind Kollaborationen und Allianzen, die das «mit» anstelle des «für» setzen, die dazu erforderlichen Verstärker?

Christian Philipp Müller setzt sich in seiner Arbeit mit Ort und Zeit seiner Ausstellungsorte auseinander. Seine multimedialen Installationen und Performances zeichnen sich durch eine akribische Recherche aus: So werden diese stets durch ausführliche Interviews mit den Beteiligten vor Ort vorbereitet.
 
Auf Einladung der Kuratorin Patrizia Keller am Nidwaldner Museum beschäftigte er sich nun mit der aus über 17’000 Objekten bestehenden Sammlung mit Werken aus der Zentralschweiz und Nidwaldens. Rasch fiel seine Wahl auf die grössten Objekte der Kollektion: etwa einer mobilen Schnapsbrennerei aus dem Jahre 1930, welche dem Museum 1983 als Dauerleihgabe von der Eidgenössischen Alkoholverwaltung übergeben wurde; einem Leichenwagen aus der letzten Jahrhundertwende (Ende 19./Anfang 20. Jh.) als Dauerleihgabe der Kirchgemeinde Wolfenschiessen; einer riesigem, seidenen Landesfahne von 1802, die für den sogenannten «Stecklikrieg» angefertigt wurde oder einem Bild von Arnold Odermatt aus dem Jahre 1978, das einen Mann mit einem Ballon für einen Alkoholtest im Kanton Nidwalden vor der Kantonskarte im Profil zeigt.
 
Christian Philipp Müller wurde 1957 in Biel geboren und wohnt derzeit in Berlin. Er studierte an der F+F Zürich und an der Kunst-Akademie Düsseldorf. 1993 stellte er zusammen mit Andrea Fraser und Gerwald Rockenschaub im österreichischen Pavillon der Biennale di Venezia aus. 1997 nahm er an der documenta X und 2012 an der documenta 13 teil. 2007 war seine retrospektive Ausstellung im Museum Gegenwart, Kunstmuseum Basel zu begutachten. Seine Arbeiten im öffentlichen Raum sind seit vielen Jahren zu sehen: zum Beispiel im Klostergarten Melk oder auf dem Campus des Bard College, Annandale-on-Hudson, NY. Von 2011 bis 2013 war Müller Rektor der Kunsthochschule Kassel. Seit 2016 unterrichtet er an der Akademie für bildende Künste in Nürnberg. Vom Bundesamt für Kultur BAK erhielt er 2016 den Prix Meret Oppenheim. Noch bis zum 16. Oktober 2016 ist seine Ausstellung aut vincere aut mori im Nidwaldner Museum in Stans zu sehen.

Organisation guest_*talk, Kontakt & Information: Daniel Hauser, Leiter Studiengang Kunst HF, F+F Schule für Kunst und Design. Mitglied der Künstlerinnengruppe RELAX (chiarenza & hauser & co).