Daniel Hauser

Daniel Hauser

Mobilitäten und internationalen Austausch

*1959, Künstler, Mitglied des Künstler:innen-Kollektivs RELAX (chiarenza & hauser & co) mit Projekten in Europa und den Amerikas. Von 2000 bis Januar 2025 Leitung HF-Studiengang Kunst der F+F. Seit 2025 F+F-Verantwortlicher für Mobilitäten und internationalen Austausch. 2014–2022 Künstler:innen-Vertretung Stadt Zürich im Vorstand Kunsthaus Zürich. Mitglied Kommission Kunst im öffentlichen Raum Kiör, Stadt Bern. Mitglied Board of Governors Skowhegan Art (Sitz in New York City, Campus in Maine).

Mitteilungen
Öffentliche Veranstaltungen
DISLOCACÓN – Kulturelle Verortung in Zeiten der Globalisierung
18.03.–19.06.2011
Kunstmuseum Bern, Hodlerstrasse 8, 3011 Bern
Marie-Antoinette Chiarenza und Daniel Hauser, beide tätig für den F+F-Studiengang bildende Kunst, sind mit RELAX (chiarenza & hauser & co) mit der Videoinstallation «invest & drawwipe» an der Ausstellung DISLOCACIÓN im Kunstmuseum Bern beteiligt. Die KünstlerInnengruppe RELAX zeigt eine vierteilige Installation. RELAX verknüpfen verschiedenste Themen und spüren der Frage nach der Verortung der Gesellschaft inmitten von Ökonomisierung, Grenzziehung oder -überschreitung, Moral und Ethik nach.

Neben der Installation von RELAX sind in der Ausstellung 12 weitere, eigens für DISLOCACIÓN realisierte, Werke von Kunstschaffenden aus Chile und der Schweiz zu sehen, die die allgemeinen Lebensumstände in Zeiten der Globalisierung einer künstlerischen Analyse unterziehen. Orientiert an der Situation in Chile thematisieren die Werke in der Ausstellung Phänomene, die sich in der ganzen Welt beobachten lassen: Entwurzelung und Heimatlosigkeit als Folge globaler wirtschaftlicher und politischer Entwicklungen, die Probleme mangelnder Integration, fehlende Sprachkenntnisse, Arbeits- und Perspektivlosigkeit. Deutlich wird aber auch, wie kreativ eine betroffene Bevölkerung mit der Herausforderung dieser Umstände umzugehen weiss.

Mit Werken von Ursula Biemann, Sylvie Boisseau & Frank Westermeyer, Juan Castillo, Thomas Hirschhorn, Alfredo Jaar, Voluspa Jarpa, Mario Navarro, Bernardo Oyarzun, RELAX (chiarenza & hauser & co), 000Estudio, Lotty Rosenfeld, Ingrid Wildi Merino, Camilo Yáñez.
Kuratiert von Ingrid Wildi Merino und Kathleen Bühler.
Besichtigung der Fabrikhalle/ECAV Ausstellungsraum, Georges Pfründer, Sandi Paucic und Daniel Hauser
Mitteilungen
Hochschulübergreifende
Zusammenarbeit
Ankündigung
03.10.2001
In Form von Studienaufenhalten, Gastvorträgen, Gastdozenturen oder von Projektzusammenarbeit soll die Ausbildung der F+F-Studierenden bereichert werden.

National und international soll mit anderen Schulen in bilateralen Kontakten innerhalb der nächsten Monate systematisch Kontakt aufgenommen werden. Ins Visier genommen wurden bereits Austauschprogramme mit der ECAV Sierre, und mit der "School of the Museum of Fine Arts Boston, Massachusetts". London als eines der aktuellen Zentren zeitgenössischer Kunst steht ebenfalls im Fokus der F+F-Bestrebungen. Als unabhängige Schule strebt die F+F unbürokratische und einfach umzusetzende Austauschmöglichkeiten an.

Vergangene Woche besuchten Daniel Hauser, Fachleiter Kunststudium, und Sandi Paucic, Rektor der F+F, die Ecole Cantonale d'Art du Valais in Sierre. Die Visite an der ECAV galt dem Austausch von Informationen mit dem Schulleiter Georges Pfründer und dem Lehrerteam. Ziel war die Abklärung pragmatischer Möglichkeiten der Zusammenarbeit. Insbesondere der semesterweise Austausch von Studierenden war Thema des Gesprächs, aber auch andere Formen der Zusammenarbeit wurden erörtert.

In vorbildlicher Weise hat es die ECAV als regionale Schule geschafft, sich national und international so zu vernetzen, dass der relative Standortnachteil des Wallis von den regelmässigen Gaststudierenden und "Fellows" mehr als wettgemacht wird.

Als erste Studiernde der F+F sind dieser Tage Ingrid Käser und Katrin Hotz für das Wintersemester 2001/200 nach Sierre gereist, wo sie ein halbes Jahr an der Ecole Cantonale d' Art du Valais verbringen werden.

Für Studierende der F+F wird noch im laufenden Semester ein Merkplatt herauskommen, wo alle vorliegenden Infos für den Austausch mit anderen Schulen zusammengefasst sein werden.
RELAX (chiarenza & hauser & co), what do we want to keep?, D-Print, 2018
Mitteilungen
Öffentliche Veranstaltungen
Kunst HF
What do we want to keep
Ausstellung
29.08–28.10.2018
Vernissage
Di. 28.08.2018, ab 18.00 Uhr
Graphische Sammlung ETH, Rämistrasse 101, HG E 52, 8092 Zürich

Heutzutage machen Top Ten-Nennungen und Ratings der berühmtesten und teuersten Kunstschaffenden regelmässig die Runde. Doch wie entstehen und entstanden solche Listen und damit ein Kanon, in dem die Wichtigkeit von einzelnen Positionen definiert wird? RELAX (chiarenza & hauser & co) gehen auf Spurensuche.
In der Graphischen Sammlung ETH Zürich ergründen Marie-Antoinette Chiarenza und Daniel Hauser, F+F Leiter Kunst HF, die Werke aus den eigenen Beständen, den Ort wie auch die Entwicklung der Sammlung seit ihrer Gründung vor 151 Jahren und setzen sie in Bezug zur Kanonisierung.

Eröffnung der Einzelausstellung von RELAX (chiarenza & hauser & co) in der Graphische Sammlung ETH Zürich, kuratiert von Dr. Linda Schädler, Leiterin der Sammlung. 

NZZ Bericht zur RELAX-Ausstellung in der Graphische Samlung ETH
Mitteilungen
Kunst am Bau
Präsentation
Vernissage
14.02.2003 um 18 Uhr
Baden, Bahnhof (Perron gegenüber der Busrampe)
Unter dem Titel Infolge startete am 5. April 2000 ein neues, programmatisch Knotenpunkt des öffentlichen Verkehrs neu strukturiert wird. Für dieses städteplanerisch ambitionierte und komplexe Bauvorhaben hat die Stadt Baden nach neuen Ansätzen im Umgang mit Kunst am Bau gesucht.

Das 13. Projekt von Infolge wurde als Wettbewerb an der F+F Schule für Kunst und Mediendesign Zürich ausgeschrieben. Eine angepasste Version der ursprünglichen Wettbewerbsausschreibung (damals bekanntlich durch die Stadt Baden) bildete die Grundlage zu einer Semesterarbeit, in der sich die Studierenden mit den realen Anforderungen eines Kunst am Bau Projektes auseinandersetzen konnten.

Die Bedingungen, denen das Infolge-Projekt über die letzten zwei Jahre hinweg bis heute verpflichtet geblieben ist, wurden so noch einmal neu, in kleinerem Massstab, zur Diskussion gestellt. Von Seiten der Projektleitung wurde den Studenten die Atmosphäre einer professionellen Wettbewerbssituation vermittelt und so traten die vier KandidatInnen im letzten Dezember mit ihren Projekten vor die Jury (bestehend aus Infolge und Daniel Hauser, F+F-Fachleiter Kunststudium).

Der Bahnhof als Ort sowohl sozialer Begegnung, als auch einer ganz spezifischen Form von Kommunikation bildete für Matthias Rüegg (*1968 in Walenstadt, lebt in Chur) den Ausgangspunkt zu seiner Installation wink.

Die sechs Einzelbilder fügen sich als Arbeit harmonisch in die Umgebung des Bahnhofs ein. Die Aufteilung der Bewegung in sechs Bilder rettet einerseits das für die Geste so wichtige Moment der Bewegung (zur Einzelpose erstarrt würde die Geste sofort etwas Zeichenhaftes erhalten, vergleichbar mit Anweisungen beim Einparkieren oder auch den Gebärden der Gehörlosensprache), andererseits wird derart Bezug auf bestehende architektonische Vorbedingungen genommen (die neu gebaute Busrampe Süd). Die gekonnte Implemetierung in das Bahnhofsareal verdankt sich wohl auch dem Umstand, dass dies nicht Matthias Rüeggs erste Arbeit an einem solchen Ort ist: Bereits 2001 realisierte er im Sarganser Bahnhof eine Videoinstallation.
RELAX, a word a day to be wiped away, Installation, Kunstmuseum Bern, 2018
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Öffentliche Veranstaltungen
Kunst HF
République Géniale
Ausstellung
17.08.–11.11.2018
Eröffnung
Do. 16.08.2018, 18.30 Uhr
Kunstmuseum Bern, Hodlerstrasse 8–12, 3011 Bern
Kollektive Kunstpraxis ist nach Robert Fillious Verständnis eine Antwort auf die Frage nach den Entstehungs- und Präsentationsbedingungen von Kunst. Der Bereich Ausstellung von République Géniale versammelt fünf künstlerische Kollektive, die sich auch in Bereichen ausserhalb der Kunst bewegen. Gezeigt werden Werke und Arbeitsformen, welche die unterschiedlichen Prinzipien von kollektiver Zusammenarbeit befragen und repräsentieren.

Mit beteiligt ist Daniel Hauser, Studiengangsleiter Kunst HF, mit RELAX (chiarenza & hauser & co) mit der neuen Installation a word a day to be wiped away. 

In der RELAX-Installation wird das Publikum dazu eingeladen, täglich ein missliebiges Wort aus seinem Sprachschatz zu verbannen.

Infos zur Ausstellung und zum Programm:
Kunstmuseum Bern
Pressetext und Pressebilder zu République Géniale
Mitteilungen
Öffentliche Veranstaltungen
Swiss Exhibition Award 2011
09.05.2012
Die Kuratorin der Abteilung Gegenwart des Kunstmuseums Bern und letztjährige F+F Dozentin Kathleen Bühler hat zusammen mit der Künstlerin und Kuratorin Ingrid Wildi Merino für die Ausstellung «Dislocación», die 2010 in Santiago de Chile und 2011 im Kunstmuseum Bern gezeigt wurde, den Swiss Exhibition Award 2011 zugesprochen erhalten. An der Ausstellung «Dislocación» beteiligt mit der raumgreifenden Installation «invest & drawwipe» war auch die KünstlerInnengruppe RELAX, die aus Daniel Hauser, Leiter F+F Studiengang Bildende Kunst und der F+F Dozentin Marie-Antoinette Chiarenza besteht. Der Swiss Exhibition Award wird vom Bundesamt für Kultur BAK und von der Stiftung Julius Bär seit 2008 jährlich vergeben.

Herzlichen Glückwunsch!
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Öffentliche Veranstaltungen
Tous les corps sont permis
10.09.2009
Die Sporthalle auf dem Gaswerkareal in Biel trägt nun eine weisse Wandschrift TOUS LES CORPS SONT PERMIS. Die Schrift transportiert inhaltlich eine Aussage, die sich sowohl auf die Sporthalle und ihre NutzerInnen als auch auf die umliegenden Baukörper, die Leute und die Dinge bezieht, die im neuen Stadtteil anzutreffen sind. Dass die Schrift aus Distanz gesehen durch den Treppenaufgang verdeckt wird, ist wichtig, da auf diese Weise eine lineare Lesbarkeit nicht stattfindet. Diese nichtlineare Leseweise der Schrift nimmt auch Bezug auf den Städtebau und das Leben der Stadt. Städte werden für Menschen gebaut. Entrée libre.

Entstehungsjahr: 2009
RELAX, reservoir news, 2010 (Video, HDV, 30'')
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Öffentliche Veranstaltungen
reservoir news
14.11.2013 um 18.00 Uhr
ZHdK, Pfingstweidstrasse 6, 8005 Zürich.
Das Video «reservoir news» von RELAX (chiarenza & hauser & co) - bestehend aus Marie-Antoinette Chiarenza, F+F-Kunstdozentin und Daniel Hauser, Leiter des Studiengangs Bildende Kunst - wird im Rahmen des internationalen ZHdK-Symposiums «the diagrammatic practice of the micropolitical», kuratiert von Dimitrina Sevova und Christoph Brunner gezeigt. «reservoir news» handelt vom Versuch eines Teams, Banken und Finanzinstitute zu retten und spielt im Finanzdistrikt von Warschau.
Foto: Portrait Stirnimann-Stojanovic © Thalles Piaget
Vorträge
Öffentliche Veranstaltungen
Kunst HF
guest_*talk-Reihe *NERGIES: STIRNIMANN-STOJANOVIC im Gespräch mit der Kuratorin BASSMA EL ADISEY
Mi. 23.04.2025, 18.00 Uhr
Cabaret Voltaire, Spiegelgasse 1, 8001 Zürich – Eintritt frei

Stirnimann-Stojanovic ist ein Künstler:innen-Duo, das seit 2015 besteht und in Zürich arbeitet. Es setzt sich aus Nathalie Stirnimann, geboren in Fribourg (CH), und Stefan Stojanovic, geboren in Vranie (Serbien), zusammen. Ihre kollektive Zusammenarbeit wird jedoch regelmässig erweitert: So werden etwa die gehäkelten Elemente ihrer Werke von Vesna Stojanovic, Stefans Mutter, realisiert.

Beim Verkauf ihrer Werke fliesst zudem ein Teil des Erlöses an die in Zürich ansässige aktivistische Gruppe SoliSoli, deren Mitglieder sie sind. Diese wiederum unterstützt zwei Non-Profit-Organisationen in Serbien und Bosnien-Herzegowina, die fragilisierten und geflüchteten Menschen rechtliche oder psychologische Unterstützung sowie Nahrung und Hygieneartikel zur Verfügung stellen.

Die künstlerische Praxis von Stirnimann-Stojanovic entfaltet so eine Wirkung, die weit über den Kunstkontext hinausreicht.

Ihre Arbeiten bewegen sich an der Schnittstelle von Kunst, Aktivismus und Sozialkritik. Sie thematisieren strukturelle Mängel sowohl in der Kunst wie in anderen gesellschaftlichen Bereichen. Dabei geht es ihnen um Gerechtigkeit, um kollektive Sorge und um Umverteilung.

Ihre künstlerische Praxis ist nicht ohne Humor – im Gegenteil: Gerade dieser macht ihre Arbeiten oft zugänglich und einzunehmend. So etwa, wenn sie von der Frage ausgehen: «Was wäre wenn die Wände flexibel wären?» und diese in Form gehäkelter Backsteinschichten umsetzen – wie kürzlich zu sehen in der Ausstellung Wirtschaft mit Armut, Kunst ist Klasse! im Helmhaus Zürich. Oder aktuell in der Ausstellung Accumulation – Über Ansammeln, Wachstum und Überfluss im Migros Museum Zürich, wo sie die Installation WIN-WIN FOR LIFE (Edition 3) zeigen: 3'269 «Win For Life» Lottoscheine formen dort das Wort «LOSERS?» – mit vielen Os und einem Fragezeichen.

Die Arbeit läss sich als spekulative Strategie verstehen, die einerseits den Fortbestand ihrer künstlerischen Zusammenarbeit über das Glücksspiel ironisch absichern will – und gleichzeitig den Konkurrenzdruck im Kunstsystem pointiert kritisiert.

Mit *NERGIES bringt die guest_*talks-Reihe 2025 die Frage nach Energien ins Gespräch. Energie ist eine Ressource. Energie kann physikalisch, biologisch, menschlich oder auch sozial verstanden werden. Energie ist unverzichtbar. Energieströme ziehen uns in ihren Bann. Energie ist Antrieb. Energie ist zu billig und wird grenzenlos konsumiert. Energieverlust macht uns schwach. Energielücken verursachen Panik. Um Energie werden Kriege geführt. Energiemangel macht erfinderisch. Ohne Energie sind soziale wie individuelle Erholung und Regeneration unmöglich.

Kurz: Energie ist ein Thema, das uns alle betrifft. Mit der neuen guest*_talks-Reihe *NERGIES kommen wir mit Personen des öffentlichen Lebens ins Gespräch, die über besonders viel persönliche Energie verfügen, viel Energie in eine Arbeit stecken oder vielleicht erschöpft sind, weil ihnen eine bestimmte Aktivität, ein Ereignis oder auch ein Zustand enorm viel Energie abgezogen hat. Als öffentliche Personen bewirken sie mit ihrer Praxis zudem, dass erneuernde Energien interessierte Menschen in ihrer eigenen künstlerischen, sozialen und kritischen Herangehensweisen bestärken und weitertragen.

Die guest_*talks sind eine Veranstaltungsreihe der F+F Schule für Kunst und Design seit 2001, kuratiert von einem wechselnden Team des HF-Sudiengangs Kunst, aktuell bestehend aus Alexander Fausch, Jolanda Gerber, Daniel Hauser, Dan Haelg, Stella Inderbitzin, Kate Marten und Helene von Graffenried. Im Team am Thema mitgearbeitet haben ausserdem Oleksandra Ahapova, Noah Joel Huber, Ranuli Ratnayake und Caroline Stadelmann. Die Gäste kommen meistens aus der Kunstwelt, doch nicht immer.
Die guest_*talks leben von Konzerten, Spaziergängen, aufgetischten Essen, Vorträgen, Gesprächen und anderen Formaten.

Die guest_*talks-Reihe *NERGIES wird im Cabaret Voltaire, Spiegelgasse 1, 8001 Zürich durchgeführt – Eintritt frei!
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Öffentliche Veranstaltungen
Bild des Monats
03.–31.07.2012
Aargauer Kunsthaus, Aargauerpl., 5001 Aarau
1983 begannen Marie-Antoinette Chiarenza und Daniel Hauser ihre Zusammenarbeit. Bis 1997 realisierten sie ihre Werke unter dem Namen Chiarenza & Hauser, danach nannten sie sich RELAX (chiarenza & hauser & co). Durch die Erweiterung der Aufzählung mit dem Kürzel 'co' als einer Variablen für wechselnde Kooperationen und Komplizenschaften weisen Chiarenza und Hauser auf ihre multiple Autorschaft hin.

RELAX machen mit ihren Arbeiten auf latente Hierarchien im alltäglichen Leben aufmerksam, welche als gesellschaftliche Konventionen wahrgenommen werden. Seit Beginn der neunziger Jahre ist denn auch die Auseinandersetzung mit feministischen Anliegen ein wiederkehrendes Thema. Als ein Resultat dieser Beschäftigung kann die dreiteilige Fotoarbeit du bist was du siehst wir sind was du willst (1991/1994) aufgefasst werden, die zur Zeit in der Ausstellung Lichtsensibel präsentiert wird. Mittels Gestik und Kulisse wird im ersten Bild das berühmte Porträt von Gabrielle d'Estrées et de sa sœur la duchesse de Villars (um 1594) aus der zweiten Schule von Fontainebleau nachgestellt. Der Geschlechtertausch und die Kostümierung führen allerdings zur Sexualisierung der ursprünglich medizinischen Geste des Kneifens in die Brustwarze. In der zweiten Fotografie lachen die Künstler über die eigene Farce. Die dritte Darstellung legt schliesslich den Kulissenbau und damit die Konstruiertheit des Bildes offen.

Die Arbeit wurde 1991 zunächst für die Juni-Ausgabe der Zeitschrift du. Zeitschrift für Kultur realisiert. Zusammen mit einem Künstlermanifest liessen RELAX die zweite und dritte Fotografie abdrucken. Ein Insert mit der Phrase du ist, was du liest, und wir sind, was du willst begleitete die Bilder, wobei sich das «du» auf den Zeitschriftentitel bezog. Zeitgleich verwendeten RELAX die erste Fotografie für Einladungskarten und Plakate der Ausstellungsserie we won't party alone (1991-1992). Als der damalige Direktor des Aargauer Kunsthauses, Beat Wismer, entdeckt hatte, dass die Trilogie auch eine eigenständige Fotoarbeit ist, bekundete er 1992 bei RELAX sein Interesse für einen Ankauf. Nach der Realisation im beabsichtigten Format ging das Werk 1994 unter neuem Namen in die Sammlung des Kunsthauses über.
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Öffentliche Veranstaltungen
Une Comédie Institutionelle
Mi. 19.11.2009 um 18.00 Uhr
Version Bêta, Forum HEAD, Haute Ecole d'Art et de Design 15, Boulevard James Fazy, Genève
RELAX (chiarenza & hauser & co) waren auf Initiative des Kurators Gerrit Gohlke aus Berlin im Rahmen des Forschungsvorhabens «Borderline» im November 2007 und im Februar 2008 zu Gast bei PACT- Zollverein in Essen. In diesem Projekt ging es darum, Interdisziplinarität auf den Prüfstand zu stellen und zu hinterfragen, welche Funktionen Kunst heute überhaupt erfüllen kann.

Im Vortrag «Une Comédie Institutionelle» stellt Gerrit Gohlke die Grundfragen vor, die sich aktuell im Rahmen von «Borderline» stellen. Daniel Hauser präsentiert «GO MIO. Das geheime Erbe der Weltkultur», ein Projekt, das RELAX in ihrem in Essen gegründeten «Institut für das Backen von kleineren Brötchen» für Borderline entwickelt und Im Museum Folkwang in Essen 2008 ausgestellt haben.

Das Forum des Medienkunstfestivals Version Bêta bietet einen geeigneten Rahmen, um «Borderline» und «GO MIO. Das geheime Erbe der Weltkultur» und die eingenommenen Rollen, verwendeten Methoden und eingesetzten medialen Tools zur Diskussion zu stellen. RELAX-member Marie-Antoinette Chiarenza wird im Publikum sitzen und das Publikum zu scharfen Fragen anstacheln.

Der Vortrag wird in englischer (Gerrit Gohlke) und französischer Sprache (Daniel Hauser) gehalten. Dauer: ca. 60 Minuten.

 
RELAX (chiarenza & hauser & co)
you pay but you don't agree with the price
Paper cup, 1994/2002
Mitteilungen
Öffentliche Veranstaltungen
Forum «Kunst – SCHAFFEN?!»
Mi. 30.03.2016
um 20.00 Uhr
Kunsthaus Zofingen
General Guisan-Strasse 12
4800 Zofingen
Gäste:
Edith Krebs, Kulturjournalistin, Leiterin SIKART Lexikon, Schweizerisches Institut für Kunstwissenschaft, Zürich
Eva Maria Würth, Künstlerin, Mitglied Zentralvorstand von visarte
Daniel Hauser, Künstler und Mitglied von RELAX (chiarenza & Hauser & co), Leiter Studiengang Kunst, F+F Schule für Kunst und Design
Oliver Krähenbühl, Künstler, Vorstandsmitglied von visarte Aarau

Inhalt/Denkanstösse: Leben mit der Kunst heisst auch sich auseinandersetzen und sich herumschlagen mit mulitflexiblem Management, mit Auswahlverfahren, Jurierungen, Beurteilungskriterien, Präsentieren, Bitten und Betteln um Unterstützungsbeiträge... um nur einen kleinen Teil des nicht sichtbaren Büro- und Kommunikations-Alltag eines Kunstschaffenden zu nennen. Und am Ende - wie schaut es dann aus mit dem Überleben in der Kunstwelt? Wie sind die sozialen Sicherheiten und welche Honorare bleiben?
Mitteilungen
Öffentliche Veranstaltungen
Kunst HF
Eine Ausstellung für Dich
Vernissage
Do. 21.09.2017, ab 18.00 Uhr
Ausstellung
22.09.–19.11.2017
Helmhaus, Limmatquai 31, 8001 Zürich
Die Ausstellung ist für Dich. nicht für mich. Das Helmhaus ist für Dich. Die Performances sind für Dich. Die Gespräche sind für Dich. Du sitzt sogar auf dem Podium. Du weisst es nur noch nicht. Diese Ausstellung ist so sehr für Dich, dass Du freien Eintritt hast.
 
Du bist schon vor der Eröffnung da: wenn wir im Gespräch die Bereitschaft zu Verantwortung und Engagement einzelner VertreterInnen von Institutionen in den Fokus rücken und wissen wollen, wie sich diese in einer alltäglichen institutionellen Praxis zeigen. Ausgehend von pointierten Thesen zum persönlichen Engagement innerhalb der jeweiligen Institution, diskutieren wir mikropolitische Handlungsmöglichkeiten in einem komplexen Umfeld.

Eine Ausstellung ohne Publikum gibt es nicht, sie lebt von der Begegnung mit Dir. Und vielleicht wird es auch eine Ausstellung über Dich. Manche Fragen und Vorstellungen dürften sich klären im dichten Veranstaltungsprogramm, das die Ausstellung begleitet. Wir haben eine feministische Ökonomin, einen Kommunikationsexperten, Mitglieder einer Tanzgruppe für SeniorInnen und den Geist einer vergangenen Beziehung eingeladen. Wir sprechen über unbekannte Dealer, Bäume als Dus, über die Verantwortung, die wir Dir gegenüber haben, oder darüber, wie wir gerne berührt werden. Zu Dialogen laden die beteiligten KünstlerInnen Tonjaschja Adler (F+F Kunst Alumna), Nicole Bachmann, Stefanie Knobel, Eilit Marom, Anna Massoni, Elpida Orfanidou, Adina Secretan, Simone Truong, Sophie Nys, Andrea Oki, Ceylan Öztrük, Yeliz Palak, RELAX (chiarenza & hauser & co mit Daniel Hauser F+F Dozent), Vreni Spieser, Felix Studinka, Peter Tillessen (F+F Dozent), Gian-Andri Töndury und Alexander Tuchaček. Ist da auch für Dich jemand oder etwas dabei? Sag Du!
Mitteilungen
Öffentliche Veranstaltungen
Barbara Lee Artist Lecture Series
Mi. 19.06.2013, 20.30 Uhr
RELAX sind seit Anfang Juni und bis Mitte August Artist Faculty Residents einer New Yorker Stiftung, die in Skowhegan in Maine einen Summercampus betreibt. Der 1946 ursprünglich von und für New Yorker KünstlerInnen gegründete Sommerort hat sich ab den 60er Jahren auf die USA und seit einiger Zeit auf die ganze Welt geöffnet.

In Skowhegan halten RELAX in der Barbara Lee Lecture Series am Mittwoch 19.6. um 20.30 einen Vortrag zu ihren bisherigen Projekten und Arbeiten. Die Einführung zum Vortrag hält die New Yorker Künstlerin Sheila Pepe.
Vorträge
Öffentliche Veranstaltungen
Kunst HF
guest_*talks-Reihe 2016: What we do for? What we do with? ein guest_*talk Vortrag mit Christian Philipp Müller
Mi. 28.09.2016
18.30 Uhr
F+F, Flurstrasse 89, 8047 Zürich
Der Vortrag ist Teil der guest_*talk-Reihe 2016/17 der F+F Schule für Kunst und Design. Die Reihe hat bisher im Juni im Le Foyer Zürich mit einem Gespräch zwischen der feministischen Ökonomin Mascha Madörin und Chus Martínez, Kunsthistorikerin, Museumskuratorin, Autorin und Leiterin des Instituts Kunst der FHNW Basel, Bezug genommen auf die europäische Wander-Biennale MANIFESTA 11, die 2016 unter dem Titel What People Do for Money: Some Joint Ventures in Zürich stattgefunden hat.
 
Die guest_*talk-Reihe: What we do for? What we do with? lädt regelmässig zu Fragestellungen ein wie etwa: Wie kann Kunst aus der Begegnung mit Transformation und Veränderung Wissen durchproben? Wie können es experimentelle künstlerische Sprachen schaffen, sich der Instrumentalisierung zu entziehen und zugleich neue Konstellationen zu entwickeln, die überraschende Wirkungen zeigen, so auch der Macht? Inwiefern sind Kollaborationen und Allianzen, die das «mit» anstelle des «für» setzen, die dazu erforderlichen Verstärker?

Christian Philipp Müller setzt sich in seiner Arbeit mit Ort und Zeit seiner Ausstellungsorte auseinander. Seine multimedialen Installationen und Performances zeichnen sich durch eine akribische Recherche aus: So werden diese stets durch ausführliche Interviews mit den Beteiligten vor Ort vorbereitet.
 
Auf Einladung der Kuratorin Patrizia Keller am Nidwaldner Museum beschäftigte er sich nun mit der aus über 17’000 Objekten bestehenden Sammlung mit Werken aus der Zentralschweiz und Nidwaldens. Rasch fiel seine Wahl auf die grössten Objekte der Kollektion: etwa einer mobilen Schnapsbrennerei aus dem Jahre 1930, welche dem Museum 1983 als Dauerleihgabe von der Eidgenössischen Alkoholverwaltung übergeben wurde; einem Leichenwagen aus der letzten Jahrhundertwende (Ende 19./Anfang 20. Jh.) als Dauerleihgabe der Kirchgemeinde Wolfenschiessen; einer riesigem, seidenen Landesfahne von 1802, die für den sogenannten «Stecklikrieg» angefertigt wurde oder einem Bild von Arnold Odermatt aus dem Jahre 1978, das einen Mann mit einem Ballon für einen Alkoholtest im Kanton Nidwalden vor der Kantonskarte im Profil zeigt.
 
Christian Philipp Müller wurde 1957 in Biel geboren und wohnt derzeit in Berlin. Er studierte an der F+F Zürich und an der Kunst-Akademie Düsseldorf. 1993 stellte er zusammen mit Andrea Fraser und Gerwald Rockenschaub im österreichischen Pavillon der Biennale di Venezia aus. 1997 nahm er an der documenta X und 2012 an der documenta 13 teil. 2007 war seine retrospektive Ausstellung im Museum Gegenwart, Kunstmuseum Basel zu begutachten. Seine Arbeiten im öffentlichen Raum sind seit vielen Jahren zu sehen: zum Beispiel im Klostergarten Melk oder auf dem Campus des Bard College, Annandale-on-Hudson, NY. Von 2011 bis 2013 war Müller Rektor der Kunsthochschule Kassel. Seit 2016 unterrichtet er an der Akademie für bildende Künste in Nürnberg. Vom Bundesamt für Kultur BAK erhielt er 2016 den Prix Meret Oppenheim. Noch bis zum 16. Oktober 2016 ist seine Ausstellung aut vincere aut mori im Nidwaldner Museum in Stans zu sehen.

Organisation guest_*talk, Kontakt & Information: Daniel Hauser, Leiter Studiengang Kunst HF, F+F Schule für Kunst und Design. Mitglied der Künstlerinnengruppe RELAX (chiarenza & hauser & co). 
Vorträge
Öffentliche Veranstaltungen
Kunst HF
guest_*talks-Reihe 2021: Wicked Little Town. Ein guest_*talk mit Fanny Hauser und Viktor Neumann
Fr. 28.5.2021, 18.00–20.00 Uhr
Kunsthalle, Limmatstrasse 270, 8005 Zürich
Wicked Little Town bildet den Abschluss des gemeinsamen kuratorischen Stipendiums von Fanny Hauser und Viktor Neumann, das von der Gebert Stiftung für Kultur in Rapperswil-Jona vergeben wurde. Die Beiträge der über 50 Autor*innen sind eigens für diese Publikation entstanden, übersetzt oder neu kontextualisiert worden und greifen immer wieder das zentrale Themenfeld des gemeinsamen Stipendiums auf: die Bedeutung von Bündnissen und Solidarität jenseits von Zeit, Raum und Verwundbarkeiten. Die Publikation vereint eine Vielzahl von Beiträgen zu Traditionen und Imaginationen von Widerstand und Dissidenz, Zusammenhalt und Freundschaft. Die verschiedenen Beträge umfassen u.a. Essays, Konversationen, Gedichte, Theaterstücke, Transkripte von Videoarbeiten, visuelle Beiträge sowie eine Vielzahl von künstlerischen Arbeiten, die dem Medium Buch angepasst oder dafür entwickelt wurden. 

Fanny Hauser lebt und arbeitet als Kunsthistorikerin und Kuratorin in Wien. Sie ist Mitbegründerin und Co-Direktorin des 2016 gegründeten Kunstvereins Kevin Space, in Wien. Von August 2019 bis März 2021 war sie (gemeinsam mit Viktor Neumann) im Rahmen des kuratorischen Stipendiums der Gebert-Stiftung für Kultur in Rapperswil (Schweiz) als Kuratorin tätig. Sie ist Gründungsmitglied von Haus, einem gemeinsam organisierten jährlichen Ausstellungsformat, und seit 2020 Mitglied des Kuratorischen Beirats der Biennale für Freiburg. 
 
Viktor Neumann ist Kurator und Kunsthistoriker. Von August 2019 bis März 2021 war er (gemeinsam mit Fanny Hauser) im Rahmen des kuratorischen Stipendiums der Gebert-Stiftung für Kultur in Rapperswil (Schweiz) als Kuratorin tätig. Aktuell ko-kuratiert er Ausstellungen und Projekte für den Württembergischen Kunstverein, Stuttgart, Kölnischer Kunstverein und Kunstverein für die Rheinlande und Westfalen, Düsseldorf. Seit 2020 ist er Gastprofessor für Kuratorische Studien an der Staatlichen Hochschule für Gestaltung Karlsruhe.

Die guest_*talks-Reihe ist eine Veranstaltungsreihe der F+F Schule für Kunst und Design seit 2001, kuratiert von einem wechselnden Team des Studiengang Kunsts, aktuell bestehend aus Kira van Eijsden, Gökçe Ergör, Daniel Hauser, Deliah Keller, Alexandra Paya, Caroline Stadelmann und Seraina Stefania. Die Gäste kommen meistens aus der Kunstwelt, doch nicht immer. Die guest_*talks leben von Konzerten, Performances, Vorträgen, Gesprächen, Spaziergängen, Führungen und anderen Formaten.

Die guest_*talks-Reihe 2020/21 bringt mit der Frage «Who Cares?» vor dem Hintergrund von Covid-19 und weiterer anhaltender globaler und lokaler Krisen jene Ambivalenz ins Spiel, die sich im Umgang mit diesen Krisen irgendwo zwischen Empathie und Sorglosigkeit kaum nachvollziehbar hin- und her bewegt.
RELAX (chiarenza & hauser & co), a word a day to be wiped away, Sinopale 5, Sinop/TR, 2014.
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Öffentliche Veranstaltungen
a word a day to be wiped away
14.02.–14.03.2015
Corner College, Kochstrasse 1, 8004 Zürich
Im Corner College in Zürich wird die Archiv-Ausstellung «Collecting the Future. 2014-2006-2016. A Sinopale Exhibition» eröffnet, die Auszüge aus den verschiedenen Versionen der Sinopale, der Sinop Biennale in Sinop, Türkei, vorstellt und auch einen Ausblick auf 2016 gibt.

Kuratiert wird die Ausstellung vom Corner College Collective CCC, Amélie Brisson-Darveau, Christoph Brunner, Benjamin Egger, Esther Kempf, Alan Roth und Dimitrina Sevova, zusammen mit dem Künstler und Kurator T. Melih Görgün aus Istanbul, der letzten Dezember auch kurz die F+F besucht hat, auch als Vertreter der Mimar Sinar Fine Arts University Istanbul.
Mitteilungen
Öffentliche Veranstaltungen
Praktiken der künstlerischen Intervention
28.03.2013
RELAX Studios, Hermetschloostrasse 70, 8048 Zürich, 2. Stock, Raum #2.21
Daniel Hauser wird in seinem Beitrag «Geplanter Verschleiss (Amnesie)? / planned erosion (Amnesia)?» einige infiltrative Arbeiten und Handlungen präsentieren und erläutern, die RELAX in den letzten Jahren unternommen hat.

Die Künstler*innengruppe RELAX mit Basis in Zürich nimmt seit Jahren auch nicht angekündigte Handlungen auf Plätzen, in Strassen und selbst an öffentlichen Veranstaltungen vor. Selbst öffentlich beauftragte, fix installierte Arbeiten sind nicht immer als Werke deklariert. Solche nicht angekündigte Betätigungen bieten RELAX die Möglichkeit, sich gesellschaftlichen und/oder in Personen verankerten Wertgefügen anzunähern. Die Fragen, die von den Handlungen ausgehen, zielen sowohl auf die Gewissheit, die von einem behaupteten Wertgefüge ausgehen kann, wie auf die Frage nach deren (eingeplantem?) Verfalldatum. Einige der nicht deklarierten Betätigungen haben spielerischen Charakter und rechnen mit einem Publikum, andere wiederum richten sich zwar an ein Publikum, rechnen aber nicht mit dessen unmittelbarem Interesse.

Praktiken der künstlerischen Intervention
Eine Veranstaltungsreihe des BA Medien & Kunst / Vertiefung Theorie in Zusammenarbeit mit dem Master of Fine Arts des Departements Kunst & Medien der ZHdK.

Praktiken der künstlerischen Intervention versucht auszuloten, in welchem Verhältnis die ästhetischen und die gesellschaftlichen Bedingungen emanzipatorischer Praxis im kognitiven Kapitalismus zueinander stehen.
Samir, Dschoint Venture Portraits 
Vorträge
Öffentliche Veranstaltungen
Kunst HF
guest_*talk-Reihe *NERGIES: SAMIR im Gespräch mit MARCY GOLDBERG
Mi. 09.04.2025, 17.00 Uhr
Cabaret Voltaire, Spiegelgasse 1, 8001 Zürich – Eintritt frei
Samir ist ein Schweizer Filmemacher und Filmproduzent, geboren in Baghdad, Irak, und aufgewachsen in Zürich. Der Fokus dieses guest_*talks mit Samir liegt auf seinem neuen Film DIE WUNDERSAME VERWANDLUNG DER ARBEITERKLASSE IN AUSLÄNDER (2024) und damit auch auf Themen wie Migrationspolitik, Rassismus und Klassismus. Das Gespräch leitet die Film- und Kulturwissenschaftlerin Marcy Goldberg.

Samir ist bekannt für sein einzigartiges Erzählen von Geschichten und für seine experimentelle Filmsprache. Und er macht Film politisch. Samir war Mitglied und Autor des Videoladens Zürich (1984–1991). Zusammen mit dem Dokumentarfilmer Werner Schweizer übernahm er 1994
die Filmproduktionsfirma Dschoint Ventschr. Zu seinen bekannten Dokumentarfilmen zählen u.a. BABYLON 2 (1993), FORGET BAGHDAD (2002) und der preisgekrönte IRAQI ODYSSEY (2014) sowie der Spielfilm BAGHDAD IN MY SHADOW (2019). Sein neuester Film DIE WUNDERSAME VERWANDLUNG DER ARBEITERKLASSE IN AUSLÄNDER (2024) entlarvt Fremdenfeindlichkeit als
Waffe gegen die Arbeiterklasse.

Mit *NERGIES bringt die guest_*talks-Reihe 2025 die Frage nach Energien ins Gespräch. Energie ist eine Ressource. Energie kann physikalisch, biologisch, menschlich oder auch sozial verstanden werden. Energie ist unverzichtbar. Energieströme ziehen uns in ihren Bann. Energie ist Antrieb. Energie ist zu billig und wird grenzenlos konsumiert. Energieverlust macht uns schwach. Energielücken verursachen Panik. Um Energie werden Kriege geführt. Energiemangel macht erfinderisch. Ohne Energie sind soziale wie individuelle Erholung und Regeneration unmöglich.

Kurz: Energie ist ein Thema, das uns alle betrifft. Mit der neuen guest*_talks-Reihe *NERGIES kommen wir mit Personen des öffentlichen Lebens ins Gespräch, die über besonders viel persönliche Energie verfügen, viel Energie in eine Arbeit stecken oder vielleicht erschöpft sind, weil ihnen eine bestimmte Aktivität, ein Ereignis oder auch ein Zustand enorm viel Energie abgezogen hat. Als öffentliche Personen bewirken sie mit ihrer Praxis zudem, dass erneuernde Energien interessierte Menschen in ihrer eigenen künstlerischen, sozialen und kritischen Herangehensweisen bestärken und weitertragen.

Die guest_*talks sind eine Veranstaltungsreihe der F+F Schule für Kunst und Design seit 2001, kuratiert von einem wechselnden Team des HF-Sudiengangs Kunst, aktuell bestehend aus Alexander Fausch, Jolanda Gerber, Daniel Hauser, Dan Haelg, Stella Inderbitzin, Kate Marten und Helene von Graffenried. Im Team am Thema mitgearbeitet haben ausserdem Oleksandra Ahapova, Noah Joel Huber, Ranuli Ratnayake und Caroline Stadelmann. Die Gäste kommen meistens aus der Kunstwelt, doch nicht immer.
Die guest_*talks leben von Konzerten, Spaziergängen, aufgetischten Essen, Vorträgen, Gesprächen und anderen Formaten.

Die guest_*talks-Reihe *NERGIES wird im Cabaret Voltaire, Spiegelgasse 1, 8001 Zürich durchgeführt – Eintritt frei!