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Clare Goodwins künstlerische Praxis umfasst Malerei, Zeichnung und massstabsgetreue Bronzeplastiken. Auch wenn sie häufig zwischen diesen Medien wechselt, bleibt ihr Interesse immer auf die gleiche Thematik fokussiert: Ihre Inspirationsquellen liegen in den ausrangierten Bekleidungsstücken und den alten «Schöner Wohnen»- Magazinen, die sie auf ihrer leidenschaftlichen Suche in Brockenhäusern - «den Museen des Ungewollten» - entdeckt. Unter dem Titel «Still Lived» präsentiert Goodwin eine Reihe geometrischer Kompositionen - Porträts des «Still Lived».
Jenseits dieser rein materiell bezogenen Referenzen, evozieren ihre Arbeiten (ohne dabei nur "retro" zu sein) Bilder der Befindlichkeit gewisser sozialer Schichten und Persönlichkeiten der 1970er und 1980er Jahre. Goodwin bezeichnet ihre Gemälde als «Porträts» und gibt ihnen Titel wie «Kim», «Tony», «Pam» oder auch «Doug and Wendy». Sie interessiert sich besonders für das «verheiratete Paar» oder das «geschiedene Paar», in denen sie die typischen Lebensformen jener Zeit, in der sie selber aufgewachsen ist, wieder erkennt. Die vermeintliche Kälte der geometrischen Abstraktion wird emotional und mittels präziser Farbharmonien, Dissonanzen und bewusst einbezogener ornamentaler Stereotypen (...).
(...) Wie in ihrer Hommage an Magritte, aber auch ihren streng auf die Arbeitshöhe von 90 cm bezogenen, beziehungsweise entsprechend gehängten Küchenbildern interessiert sich Clare Goodwin in ihren Bildern stets für das massstäbliche Verhältnis zwischen dem Gegenstand und seiner Darstellung: so auch in der Bronzeplastik des Blumenkohls mit appetitlichen Häppchen, welche, wären sie nicht aus Bronze, die Ausstellungsvernissage wohl nicht überdauern würden. (aus dem Pressetext)