Aufnehmen, Inventarisieren, Sortieren
Teresa Gruber
W. H. F. Talbot, Articles of China, Plate III aus: The Pencil of Nature, 1844 bis 1848
Betrachtet man ihre Geschichte, so scheint die Fotografie prädestiniert als Medium der Ordnung und des Vergleichs.

Zeitgenössische Künstler wie Penelope Umbrico oder Peter Piller, die gefundene Bilder von Amateurfotografen zu typologischen Serien zusammenstellen, betreiben medienreflexive Bildforschung und führen zugleich die Tradition der fotografischen Bestandsaufnahme fort. Diese Tradition untersucht das Seminar anhand von Beispielen aus der Geschichte der Fotografie von ihren Anfängen im 19. Jahrhundert bis heute, von Dokumentationen mit wissenschaftlichem Anspruch bis hin zu künstlerischen Konzepten. Dabei wird der Einfluss von gesellschaftlichen und technischen Entwicklungen ebenso berücksichtigt wie die Bedeutung von Institutionen für die Etablierung eines fotohistorischen Kanons.

Die Veranstaltung findet in der Fotostiftung Schweiz, Winterthur statt.
Kunst HF
Studiengang
Kunst HF
Freie Kunst – dank offenem Kunststudium. Dieser Studiengang unterstützt dich dabei, selbstständig Projekte zu realisieren, die eine eigene künstlerische Sprache sprechen und wie du daraus resultierende, unverwechselbare Werke im Kunstsystem vermitteln kannst.
 
Die F+F Schule bietet dir in einem dreijährigen Vollzeitstudium viel Freiheit – sowohl in künstlerischer als auch in persönlicher Hinsicht. Die Studienzeit kann grösstenteils selber eingeteilt werden, die F+F-Ateliers stehen rund um die Uhr und auch am Wochenende zur Verfügung.

Eine einfache, offen gestaltete Studienstruktur ermöglicht dir während der ganzen Studienzeit müheloses Eintauchen in die Kunstpraxis. Die Entwicklung deiner eigenständigen künstlerischen Sprache und die Beteiligung an den aktuellen Kunstdiskursen stehen an erster Stelle. Der unkomplizierte Austausch mit den anderen Studierenden unterstützt das Erkennen deiner eigenen Stärken und hilft mit, ein persönliches Netzwerk aufzubauen. Praktika in der Kunstszene wie auch die Möglichkeit, an europäischen Kunsthochschulen Austauschsemester zu absolvieren, bieten dir einen zusätzlichen Blick von aussen auf dein eigenes Werk. 

Verbindlich für den Studiengang sind lediglich zwei Fixtage pro Woche für Seminare und Mentorate sowie ein Semesterprojekt, eine Arbeitspräsentation pro Semester und der Besuch von Vertiefungsseminaren. Es werden zusammen mit eingeladenen Leuten aus der Kunstwelt Projekte entwickelt. Die Seminare bieten eine Form der Zusammenarbeit, die das Nachdenken und Entwickeln einer Erzählsprache zur eigenen künstlerischen Arbeit unterstützen. Während der Beratungs- und Mentoring-Tage besprichst du mit Fachleuten aus Kunst, Theorie und Vermittlung die eigenen Arbeiten und Strategien – sei es in Einzelgesprächen oder in Gruppen.

Die Überschaubarkeit und die kurzen Wege zwischen den Studierenden und der Schulleitung stehen für eine offene Kultur, die in der F+F gelebt wird. Dazu gehören sowohl die Mitbestimmung bei der Ausgestaltung des Studienbetriebs als auch die Selbstorganisation. Der künstlerischen Selbstbestimmung steht nichts im Weg: weder eine fehlende Matur, noch eine mühsame Bürokratie und schon gar kein unnötiges Punktesammeln. 

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Kunst HF
Studienbeginn und Dauer
Der Studiengang startet jeweils im August und umfasst 5 400 Lernstunden, verteilt auf sechs Semester. Einschlägige Berufserfahrung und Vorbildungen können dem Studium angerechnet werden.

Studienbeginn im Herbst- und im Frühlingssemester
Das Studium beginnt regulär im Herbstsemester und wird nach sechs Semestern per Ende Frühlingssemester mit der Diplomarbeit abgeschlossen. Es ist möglich, das Studium im Frühlingssemester zu beginnen, der Abschluss ist jedoch nur im Frühlingssemester möglich. Dadurch verlängert sich das Studium um ein Semester, welches für ein Praktikum, ein Austauschsemester, eine Studienpause oder für Erwerbsarbeit genutzt werden kann. Eintritte während des laufenden Semesters sind in der Regel ausgeschlossen.

Ausbildungsstufe
Tertiärstufe, Höhere Berufsbildung, Höhere Fachschule

Diplom
Eidgenössisch anerkannter Titel dipl. Gestalterin HF Bildende Kunst/dipl. Gestalter HF Bildende Kunst

Kosten
Die Studiengebühren betragen für Studierende mit zivilrechtlichem Wohnsitz in der Schweiz oder Liechtenstein pro Semester: CHF 6 750.– (= CHF 1 125.– mtl.). Inbegriffen ist die individuelle Benutzung der Schulinfrastruktur (inklusive Atelierarbeitsplatz) auch ausserhalb der Unterrichtszeiten sowie die Nutzung der Tutorialplatform Lynda. Die Ausbildung an der F+F ist staatlich anerkannt und subventioniert. Studierende sind grundsätzlich in ihrem Wohnsitzkanton stipendienberechtigt. 
 
Berufliche Perspektiven
Künstler_innen realisieren selbstständig künstlerische Werke und Projekte. Das berufliche Umfeld ist der breitgefächerte lokale und globale Kunstbetrieb, der eine selbstbeauftragte künstlerische Tätigkeit ebenso wie Projektentwicklungen im Rahmen von privaten oder öffentlichen Aufträgen umfasst. Eine Betätigung in den Bereichen Visuelle Gestaltung, Fotografie und Video/Film, für Medienbetriebe der Information und Unterhaltung oder in der Kultur-und Vermittlungsarbeit jenseits des klassischen Kunstbetriebs sind ebenso vorstellbar wie anstrebenswert.
Kunst HF
Anmeldung, Bewerbung Studiengang Kunst HF
Zulassungsbedingung
Mindestalter 18 Jahre. Abschluss auf Sekundarstufe II (drei- bis vierjährige berufliche Grundausbildung mit Eidgenössischem Fähigkeitszeugnis oder Matur). Die Vorbildung muss nicht einschlägig, bzw. fachspezifisch sein. Bewerber_innen können beim Nachweis herausragender gestalterischer Fähigkeiten auch ohne abgeschlossene Sekundarstufe II «sur dossier» aufgenommen werden.

Aufnahmeverfahren 
Nach Eingang der Online-Anmeldung werden Bewerber_innen zu einem Aufnahmegespräch eingeladen. Mitzubringen sind Arbeiten, Projekte oder Dokumentationen eigener künstlerischer Versuche sowie ausserkünstlerischer Betätigungen. Danach wird über die Aufnahme in den Studiengang entschieden. Aufnahme, Zwischenprüfung und Diplomabschluss orientieren sich an den konkreten künstlerischen Anliegen und nicht an schriftlichen Arbeiten. Die Prüfungsgebühr beträgt CHF 150.–.

Infoabend
Sind noch Fragen offen? Dann besuche uns unverbindlich an einem der monatlichen Infoabenden oder am Open House, lerne die Schulleitung kennen und informiere dich persönlich vor Ort.

Online-Anmeldung zum Aufnahmeverfahren:
  • Bewerbung Schuljahr 2020/21
    Ausbildungsbeginn: 24. August 2020
    Prüfungsgebühr: CHF 150.00
    Anmeldung
Kunst HF
Kunst, Projekt, Der Catwalk des Schamanen oder drei Haikus für die Wahrsagerin, Sarah Burger, 2017
GZ Bachwiesen
Sarah Burger
«Bachwiesen City?» Bachwiesen liegt zwischen Albisrieden und Altstetten. Überbleibsel dörflicher Strukturen, globalisierte Unternehmen, Kleingewerbe, Schrebergärten und Neubausiedlungen prallen hier aufeinander. Dieser Flickenteppich ist Handlungsraum für den dritten Teil einer Projekt-Trilogie, die die F+F seit Herbst 2017 zusammen mit Gemeinschaftszentren der Stadt Zürich entwickelt.
Für das letztjährige Projekt verbunden verknüpft verrückt, das von Gian-Reto Gredig, Goran Galic und Silvia Popp geleitet wurde, entstanden in Zusammenabeit mit dem GZ Höngg/Rütihof künstlerische Arbeiten. Auch für das diesjährige Projekt Am Wasser, das unter der Leitung von TMaricruz Penaloza und Charlie Jeffery steht, sind in Zusammenarbeit mit dem GZ Arbeiten entstanden. Sie basieren auf Recherchen über die Stadtteile Frankental und Am Wasser. Für das GZ-Bachwiesen-Projekt werden die seit 2014 mit dem Künstler Tobias Wootton geführten Recherchen und der in Stranger to the Self unter der Leitung von Franz Krähenbühl im 2018 entwickelte Blick zu Albisrieden/Altstetten vertieft.

 
Kunst HF
Kunst, Projekt, Der Catwalk des Schamanen oder drei Haikus für die Wahrsagerin, Sarah Burger, 2017
Kunst HF
Kunst, Arbeitspräsentation, Elena Corvaglia, 2017
Kunst HF
Kunst, Projekt, Frankental / Time Will Tell, Silvia Popp, Gian-Reto Gredig, Goran Galic, 2017
Abhängigkeiten. Eine Kooperation von Vielen, Teil 3
Mirjam Bayerdörfer
Bild: Mirjam Bayerdörfer
«Die Emanzipation kann sich immer in einer lokalisierten Figur, einer Ausnahme, einer Art fast unsichtbaren Spalte in der Ordnung der Dinge ereignen», schreibt Alain Badiou. In der Ausstellung, die die F+F mit dem VKZ ausrichtet, geht es darum, anhand von Spalten die Ordnung der Dinge zu erkennen oder neue zu erzeugen.
Ein Teil der Arbeit ist schon getan. Aber noch längst nicht alle. Seit Herbst 2018 beschäftigt sich ein weit verzweigtes Team damit, die Mechanismen gesellschaftlicher Abhängigkeiten sicht- und fassbar zu machen. Es geht um Macht, Rechte und Pflichten, Rollenbilder, Ressourcen, Systemtheorie. Das Ziel ist eine Ausstellung. Der Kooperation und der Logik der nicht ausschliesslichen Kunst-Ausstellung gilt ein Teil der Aufmerksamkeit. Ein grösserer Teil des Unterrichts widmet sich der fortgesetzten künstlerischen Gruppen-Recherche.
 
Mentorat
Luc Mattenberger
We Only Got Two Lives, 2018, Photo: Christian Hartmann
A motorbike meets an aircraft fuel tank to take on the appearance of a water-borne weapon; swirling helicopter blades on a concrete base cut through the air, restricting access to an exhibition space; a generator is suspended like a chandelier, illuminating a single light bulb.
Mattenberger is just the last figure to advance a functional lexicon and aesthetic developed over generations. His conjunctions of steel, aluminium, heavy-duty fabrics and rubber express practicality, precision and effectiveness, but might also be tools for sadomasochism. Mechanical power and human desires encounter human fragilty.
During the mentoring days we will explore those collages. Dig the territory of tension and eventually always keep in mind that we should hurry to think about a shelter. What shelter? Which form? Which function? Which citation, or which re-enactment?
 
ABC der Cultural Studies
Michael Hiltbrunner
Wir erklären kurz und prägnant die zentralen Begriffe der Cultural Studies. Wir formulieren komplexe Ansätze für alle verständlich in Wort, Bild und mit Performances um.

Worum geht es bei Gender und Feminismus? Was bedeutet Queer und womit beschäftigen sich Disableism und Critical Whiteness Studies? Inwiefern betreffen uns Postkolonialismus und Visual Studies? Wir stellen uns politische, gesellschaftliche und kulturelle Fragen. Wir beantworten sie kurz und prägnant, visualisieren sie in einem Plakat oder einem Inserat, zeigen sie als Performance oder inszenieren sie mit Fotografie und Video. 
Kunst HF
Kunst, Projekt, Der Catwalk des Schamanen oder drei Haikus für die Wahrsagerin, Sarah Burger, 2017
Kunst HF
Kunst, Arbeitspräsentation, Deliah Keller, 2017
Familien-Modelle
Vernissage
Mi. 05.02.2020, 17.30 Uhr 
Ausstellung
06.02.–01.04.2020
Shedhalle, Seestrasse 395, 8038 Zürich
Im Mittelpunkt von Diskussionen, Workshops, Filmabenden und eines Wandfreskos steht die Frage, wie wir die Gemeinschaft «Familie» heute leben und begreifen. 
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Open House 2020
Mi. 18.03.2020, 13.00–18.00 Uhr
Flurstrasse 89, 8047 Zürich
Die F+F lädt am 18. März zum Open House ein und gibt dir die Möglichkeit dem Unterricht beizuwohnen und Lernende, Studierende, Dozierende sowie die Studiengangsleitung persönlich kennenzulernen und dabei ins Gespräch zu kommen.
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Kunst HF
Kunst, Projekt, Frankental / Time Will Tell, Silvia Popp, Gian-Reto Gredig, Goran Galic, 2017
Mentorat
Sarah Burger
Hoover Dam 1934 by Bureau of Reclamation
Ein Mentorat ist ein offenes Gespräch, ein Angebot, eine Carte Blanche. Ich stehe gerne eine Stunde zur Verfügung für einen Austausch über künstlerische Prozesse, Einsichten und Manifestierungen, über drängende Fragen und aufscheinende Hürden.
Welches sind die Dringlichkeiten, die ein Projekt anstossen? Wie gestaltet sich die Umsetzung, wo entstehen Fragen, wie können Schwierigkeiten überwunden werden? Was kann das Werk und was soll es können? Künstlerische Prozesse sind persönliche Bewegungen und immer auch in ein gegenwärtiges und historisches Netz eingebunden - nebst dem Benennen der eigenen Anliegen kann das Wissen um zeitgleiche und vergangene künstlerische Positionen sowie um geeignete Texte und Autor*innen helfen, ein Projekt zu schärfen.
 
Portfolio
Esther Rieser
Buzz Spector. All the books in my library. By or About Dieter Roth, 1999
Die Arbeitsdokumentation, auch Portfolio genannt, ist eines der wichtigsten Kommunikationsmittel deines Schaffens. Das Portfolio dient dir als Leistungsausweis, ist aber auch ein gutes Instrument, um über deine Arbeiten zu reflektieren.
Wir beschäftigen uns mit den Inhalten und dem Zweck deines Portfolios und definieren das passende Medium für das entsprechende Zielpublikum. Alle Parameter halten wir in einem ansprechenden Gestaltungskonzept fest. Im Zentrum dieses Seminars steht die Vermittlung der eigenen Arbeit. Durch die Auseinandersetzung mit den eigenen Bildern und der Frage, welche gestalterischen Mittel diese am geeignetsten und überzeugendsten in eine Form bringen, entstehen individuelle Portfolios. Dabei werden verschiedene Layoutmöglichkeiten diskutiert und mit Indesign umgesetzt. Die gedruckte oder digitale Werkdokumentation verleiht deiner Arbeit einen unverkennbaren Charakter.