$ F+F Studiengang Kunst HF
Einführung Schwarzweisslabor
Eliane Rutishauser
Das Arbeiten in der Dunkelkammer ist ein sehr unmittelbarer Zugang zu den fotografischen Prozessen. Die direkte, physische Arbeit mit dem Bild setzt sich von den Bildverarbeitungsmethoden am Computer deutlich ab: Sie ist vielseitig und es entstehen oft Zufallsprodukte, die umgehend in die Arbeit integriert werden können.

Am Einführungstag hast du Gelegenheit, die vielfältigen Möglichkeiten von analogen Verarbeitungstechniken in der Fotografie kennenzulernen. Du wirst in die Nutzung der Geräte und die Handhabung der Chemie eingeführt und lernst die Arbeitsabläufe im Labor kennen. Zum Abschluss der Einführung entwickelst du ein eigenes Fotogramm.
Kunst HF
Studiengang
Kunst HF
Freie Kunst – dank offenem Kunststudium. Dieser Studiengang unterstützt dich dabei, selbstständig Projekte zu realisieren, die eine eigene künstlerische Sprache sprechen und wie du daraus resultierende, unverwechselbare Werke im Kunstsystem vermitteln kannst.
 
Die F+F Schule bietet dir in einem dreijährigen Vollzeitstudium viel Freiheit – sowohl in künstlerischer als auch in persönlicher Hinsicht. Die Studienzeit kann grösstenteils selber eingeteilt werden, die F+F-Ateliers stehen rund um die Uhr und auch am Wochenende zur Verfügung.

Eine einfache, offen gestaltete Studienstruktur ermöglicht dir während der ganzen Studienzeit müheloses Eintauchen in die Kunstpraxis. Die Entwicklung deiner eigenständigen künstlerischen Sprache und die Beteiligung an den aktuellen Kunstdiskursen stehen an erster Stelle. Der unkomplizierte Austausch mit den anderen Studierenden unterstützt das Erkennen deiner eigenen Stärken und hilft mit, ein persönliches Netzwerk aufzubauen. Praktika in der Kunstszene wie auch die Möglichkeit, an europäischen Kunsthochschulen Austauschsemester zu absolvieren, bieten dir einen zusätzlichen Blick von aussen auf dein eigenes Werk. 

Verbindlich für den Studiengang sind lediglich zwei Fixtage pro Woche für Seminare und Mentorate sowie ein Semesterprojekt, eine Arbeitspräsentation pro Semester und der Besuch von Vertiefungsseminaren. Es werden zusammen mit eingeladenen Leuten aus der Kunstwelt Projekte entwickelt. Die Seminare bieten eine Form der Zusammenarbeit, die das Nachdenken und Entwickeln einer Erzählsprache zur eigenen künstlerischen Arbeit unterstützen. Während der Beratungs- und Mentoring-Tage besprichst du mit Fachleuten aus Kunst, Theorie und Vermittlung die eigenen Arbeiten und Strategien – sei es in Einzelgesprächen oder in Gruppen.

Die Überschaubarkeit und die kurzen Wege zwischen den Studierenden und der Schulleitung stehen für eine offene Kultur, die in der F+F gelebt wird. Dazu gehören sowohl die Mitbestimmung bei der Ausgestaltung des Studienbetriebs als auch die Selbstorganisation. Der künstlerischen Selbstbestimmung steht nichts im Weg: weder eine fehlende Matur, noch eine mühsame Bürokratie und schon gar kein unnötiges Punktesammeln. 

Folge uns
Facebook
Instagram
Kunst HF
Studienbeginn und Dauer
Der Studiengang startet jeweils im August und umfasst 5 400 Lernstunden, verteilt auf sechs Semester. Einschlägige Berufserfahrung und Vorbildungen können dem Studium angerechnet werden.

Studienbeginn im Herbst- und im Frühlingssemester
Das Studium beginnt regulär im Herbstsemester und wird nach sechs Semestern per Ende Frühlingssemester mit der Diplomarbeit abgeschlossen. Es ist möglich, das Studium im Frühlingssemester zu beginnen, der Abschluss ist jedoch nur im Frühlingssemester möglich. Dadurch verlängert sich das Studium um ein Semester, welches für ein Praktikum, ein Austauschsemester, eine Studienpause oder für Erwerbsarbeit genutzt werden kann. Eintritte während des laufenden Semesters sind in der Regel ausgeschlossen.

Ausbildungsstufe
Tertiärstufe, Höhere Berufsbildung, Höhere Fachschule

Diplom
Eidgenössisch anerkannter Titel dipl. Gestalterin HF Bildende Kunst/dipl. Gestalter HF Bildende Kunst

Kosten
Die Studiengebühren betragen für Studierende mit zivilrechtlichem Wohnsitz in der Schweiz oder Liechtenstein pro Semester: CHF 6 750.– (= CHF 1 125.– mtl.). Inbegriffen ist die individuelle Benutzung der Schulinfrastruktur (inklusive Atelierarbeitsplatz) auch ausserhalb der Unterrichtszeiten sowie die Nutzung der Tutorialplatform Lynda. Die Ausbildung an der F+F ist staatlich anerkannt und subventioniert. Studierende sind grundsätzlich in ihrem Wohnsitzkanton stipendienberechtigt. 
 
Berufliche Perspektiven
Künstler_innen realisieren selbstständig künstlerische Werke und Projekte. Das berufliche Umfeld ist der breitgefächerte lokale und globale Kunstbetrieb, der eine selbstbeauftragte künstlerische Tätigkeit ebenso wie Projektentwicklungen im Rahmen von privaten oder öffentlichen Aufträgen umfasst. Eine Betätigung in den Bereichen Visuelle Gestaltung, Fotografie und Video/Film, für Medienbetriebe der Information und Unterhaltung oder in der Kultur-und Vermittlungsarbeit jenseits des klassischen Kunstbetriebs sind ebenso vorstellbar wie anstrebenswert.
Kunst HF
Anmeldung, Bewerbung Studiengang Kunst HF
Zulassungsbedingung
Mindestalter 18 Jahre. Abschluss auf Sekundarstufe II (drei- bis vierjährige berufliche Grundausbildung mit Eidgenössischem Fähigkeitszeugnis oder Matur). Die Vorbildung muss nicht einschlägig, bzw. fachspezifisch sein. Bewerber_innen können beim Nachweis herausragender gestalterischer Fähigkeiten auch ohne abgeschlossene Sekundarstufe II «sur dossier» aufgenommen werden.

Aufnahmeverfahren 
Nach Eingang der Online-Anmeldung werden Bewerber_innen zu einem Aufnahmegespräch eingeladen. Mitzubringen sind Arbeiten, Projekte oder Dokumentationen eigener künstlerischer Versuche sowie ausserkünstlerischer Betätigungen. Danach wird über die Aufnahme in den Studiengang entschieden. Aufnahme, Zwischenprüfung und Diplomabschluss orientieren sich an den konkreten künstlerischen Anliegen und nicht an schriftlichen Arbeiten. Die Prüfungsgebühr beträgt CHF 150.–.

Infoabend
Sind noch Fragen offen? Dann besuche uns unverbindlich an einem der monatlichen Infoabenden oder am Open House, lerne die Schulleitung kennen und informiere dich persönlich vor Ort.

Online-Anmeldung zum Aufnahmegepräch:
  • Bewerbung Schuljahr 2019/20
    Ausbildungsbeginn: 24. Februar 2020 (Frühlingssemester 2020)
    Prüfungsgebühr: CHF 150.00
    Anmeldung
  • Bewerbung Schuljahr 2020/21
    Ausbildungsbeginn: 24. August 2020
    Prüfungsgebühr: CHF 150.00
    Anmeldung
Kunst HF
Kunst, Mentoring, Kaffee & Kuchen, Mirjam Hurschler, 2018
Kunst HF
Kunst, Arbeitspräsentation, AMina Nabi, 2018
Love and Hate
Peter Purtschert
Liebe und Hass gehören zu den wichtigsten Antriebskräften zwischenmenschlicher Beziehungen. In Filmen werden Charakteren fast immer auf ihre «grossen Gefühle» geprüft.

So prägen Liebe und Hass den «Plot», werden zum Anlass, zu handeln. Damit werden sie zu einem entscheidenden Faktor der dramaturgischen Gestaltung. Handlung soll nicht nur logisch, sondern auch «psychologisch» plausibel sein. Emotionen von Protagonist_innen bestärken das Interesse der Zuschauer_innen hinzuschauen und zuzuhören. Eigene Gefühle kommen ins Spiel.

Wir schauen Filme und Ausschnitte davon. Wir analysieren sie, vergleichen sie mit anderen, erklären und spekulieren. Alle Teilnehmer_innen verfassen ein kurzes Referat oder ein Arbeitspapier zum Thema.
Input Sprache
Julia Moritz

Oft erleben wir Kunst jenseits von Sprache. Ganz besonders, wenn wir sie selbst erschaffen. Ziel dieses Workshops ist, Wörter kreativ einzusetzen, um sie ungezwungen für die Kommunikation über Kunst zu nutzen.

Eine leere Sprechblase. So erging es mir, als ich das erste Mal ein Kunstwerk betrachtete. Sprach- los war ich damals. Heute sind wir älter, vielleicht auch etwas weiser. Doch oft stehen wir auch heute noch vor Kunstwerken, ohne Worte dafür zu finden. Ganz besonders, wenn wir sie selbst erschaffen, oder an ihrem Werden beteiligt sind. Wie können wir den Be- trachter_innen unserer Werke den Entstehungspro- zess zugänglich machen? Wie können wir uns darüber austauschen oder diesen für uns selbst beschreiben? Wir nähern uns der Sprache experimentell. Ziel ist es, für die Kommunikation über unsere Kunst Wörter kreativ und individuell zu gebrauchen, anstatt uns vor der Sprache zu scheuen – und schliesslich Sprechblasen mit Leben zu füllen.

Mentoring
Brita Polzer
Atelier Kunst HF, «Arbeitsplatz auf Zeit», © Brita Polzer, 2019

Die Studierenden sind gefordert, im Rahmen des Mentoratstags mein Wissen und meine Erfahrungen «anzuzapfen».

Folgende Kompetenzen kann ich offerieren: Arbeits- und Werkbesprechungen, Dokumentations- kritik, Textbesprechungen und -korrekturen (gemeint sind hier die Texte der Studierenden, vor allem im Rahmen der Doku), Ausstellungs-und Atelierbesuche, Lektüre von theoretischen Texten aus Büchern und/oder Zeitschriften/Zeitungen.

guest_*talks-Reihe
Daniel Hauser
guest_*talk im Helmhaus mit Silvia Federici und Mascha Madoerin

Die guest_*talks-Reihe lässt die Gäste nur das Span- nendste ansprechen. Die Gäste kommen meistens aus der Kunstwelt, doch nicht immer, denn auch sie brau- chen «Frischluft».

In der Veranstaltungsreihe geben sie Kon- zerte oder Performances zum Besten und bieten in Vor- trägen, Gesprächen oder anderen Formaten Einblicke in ihr Schaffen. In bisherigen guest_*talks-Reihen haben wir etwa die Bedeutung öffentlicher Räume, das Ende der Kunstkritik, den Klimawandel, die Res- sourcenknappheit, das Verhältnis von Kunst zur Kirche oder die Beziehung vom Geld zum Wert aufgegriffen. In den Veranstaltungen von 2016 und 2017 haben wir nachgefragt, ob künstlerische Allianzen, die das «mit» an die Stelle des «für» setzen, die wirkungsvolleren Ver- stärker sind. Seit dem Herbstsemester 2018/19 ist das «wo?» akut.

Zeichnen
Claudia Kübler
Das ist kein Elefant, es ist ein Staubsauger – zeichnerische Grundlagen im Visier. In diesem Zeichnungsmodul geht es darum, sich zeichnerische Kompetenzen anzueignen und zu erweitern.

Das Zeichnen ist nicht nur künstlerisches Ausdrucksmittel, es ist nach wie vor eine der unmittelbarsten Techniken, um eine Idee oder einen Gedanken schnell und mit einfachen Mitteln zu visualisieren. Es ist somit für unterschiedliche Gestaltungsbereiche ein grundlegendes Werkzeug. Gleichzeitig schärfen wir durch die Zeit, die wir uns beim Zeichnen nehmen und durch das genaue Betrachten, den Blick und sensibilisieren damit fortlaufend unsere eigene visuelle Wahrnehmung.

In diesem Modul erlernen wir zeichnerische Grundkompetenzen und erproben Techniken, um mehr Sicherheit im Zeichnen zu gewinnen. Wir beobachten verschiedene räumliche Darstellungsweisen und skizzieren sie. Und wir üben Techniken, wie das Zeichnen aus der Vorstellung und experimentieren mit unterschiedlichen Zeichnungsmedien.
Kunst HF
Kunst, Projekt, ACT Performance Festival, 2018
Kunst HF
Kunst, Projekt, ACT Performance Festival, 2018
Kunst HF
Fotoreportage: Véronique Hoegger
Einführung Plotter
Felix Hergert
Dominik Zietlow
Wir zeigen dir, wie mit dem Grossformatplotter umzugehen ist. Du lernst den Workflow von der digitalen Datei über die Druckaufbereitung bis zum Print im Weltformat kennen.

Die Möglichkeit, gigantisch grosse Prints zu produzieren, erfordert besondere technische Kenntnisse. Wir überliefern sie anhand von Beispielen. Nach dieser Einführung kannst du den Grossformatplotter selbständig benutzen.
Kunst – Frankental Time Will Tell 
Kunst HF
Kunst, Arbeitspräsentation, Hamed Rashtian, 2018