guest_*talks-Reihe
Daniel Hauser
guest_*talk im Helmhaus mit Silvia Federici und Mascha Madoerin

Die guest_*talks-Reihe lässt die Gäste nur das Span- nendste ansprechen. Die Gäste kommen meistens aus der Kunstwelt, doch nicht immer, denn auch sie brau- chen «Frischluft».

In der Veranstaltungsreihe geben sie Kon- zerte oder Performances zum Besten und bieten in Vor- trägen, Gesprächen oder anderen Formaten Einblicke in ihr Schaffen. In bisherigen guest_*talks-Reihen haben wir etwa die Bedeutung öffentlicher Räume, das Ende der Kunstkritik, den Klimawandel, die Res- sourcenknappheit, das Verhältnis von Kunst zur Kirche oder die Beziehung vom Geld zum Wert aufgegriffen. In den Veranstaltungen von 2016 und 2017 haben wir nachgefragt, ob künstlerische Allianzen, die das «mit» an die Stelle des «für» setzen, die wirkungsvolleren Ver- stärker sind. Seit dem Herbstsemester 2018/19 ist das «wo?» akut.

Kunst HF
Studiengang
Kunst HF
Freie Kunst – dank offenem Kunststudium. Dieser Studiengang unterstützt dich dabei, selbstständig Projekte zu realisieren, die eine eigene künstlerische Sprache sprechen und wie du daraus resultierende, unverwechselbare Werke im Kunstsystem vermitteln kannst.
 
Die F+F Schule bietet dir in einem dreijährigen Vollzeitstudium viel Freiheit – sowohl in künstlerischer als auch in persönlicher Hinsicht. Die Studienzeit kann grösstenteils selber eingeteilt werden, die F+F-Ateliers stehen rund um die Uhr und auch am Wochenende zur Verfügung.

Eine einfache, offen gestaltete Studienstruktur ermöglicht dir während der ganzen Studienzeit müheloses Eintauchen in die Kunstpraxis. Die Entwicklung deiner eigenständigen künstlerischen Sprache und die Beteiligung an den aktuellen Kunstdiskursen stehen an erster Stelle. Der unkomplizierte Austausch mit den anderen Studierenden unterstützt das Erkennen deiner eigenen Stärken und hilft mit, ein persönliches Netzwerk aufzubauen. Praktika in der Kunstszene wie auch die Möglichkeit, an europäischen Kunsthochschulen Austauschsemester zu absolvieren, bieten dir einen zusätzlichen Blick von aussen auf dein eigenes Werk. 

Verbindlich für den Studiengang sind lediglich zwei Fixtage pro Woche für Seminare und Mentorate sowie ein Semesterprojekt, eine Arbeitspräsentation pro Semester und der Besuch von Vertiefungsseminaren. Es werden zusammen mit eingeladenen Leuten aus der Kunstwelt Projekte entwickelt. Die Seminare bieten eine Form der Zusammenarbeit, die das Nachdenken und Entwickeln einer Erzählsprache zur eigenen künstlerischen Arbeit unterstützen. Während der Beratungs- und Mentoring-Tage besprichst du mit Fachleuten aus Kunst, Theorie und Vermittlung die eigenen Arbeiten und Strategien – sei es in Einzelgesprächen oder in Gruppen.

Die Überschaubarkeit und die kurzen Wege zwischen den Studierenden und der Schulleitung stehen für eine offene Kultur, die in der F+F gelebt wird. Dazu gehören sowohl die Mitbestimmung bei der Ausgestaltung des Studienbetriebs als auch die Selbstorganisation. Der künstlerischen Selbstbestimmung steht nichts im Weg: weder eine fehlende Matur, noch eine mühsame Bürokratie und schon gar kein unnötiges Punktesammeln. 

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Kunst HF
Studienbeginn und Dauer
Der Studiengang startet jeweils im August und umfasst 5 400 Lernstunden, verteilt auf sechs Semester. Einschlägige Berufserfahrung und Vorbildungen können dem Studium angerechnet werden.

Studienbeginn im Herbst- und im Frühlingssemester
Das Studium beginnt regulär im Herbstsemester und wird nach sechs Semestern per Ende Frühlingssemester mit der Diplomarbeit abgeschlossen. Es ist möglich, das Studium im Frühlingssemester zu beginnen, der Abschluss ist jedoch nur im Frühlingssemester möglich. Dadurch verlängert sich das Studium um ein Semester, welches für ein Praktikum, ein Austauschsemester, eine Studienpause oder für Erwerbsarbeit genutzt werden kann. Eintritte während des laufenden Semesters sind in der Regel ausgeschlossen.

Ausbildungsstufe
Tertiärstufe, Höhere Berufsbildung, Höhere Fachschule

Diplom
Eidgenössisch anerkannter Titel dipl. Gestalterin HF Bildende Kunst/dipl. Gestalter HF Bildende Kunst

Kosten
Die Studiengebühren betragen für Studierende mit zivilrechtlichem Wohnsitz in der Schweiz oder Liechtenstein pro Semester: CHF 6 750.– (= CHF 1 125.– mtl.). Inbegriffen ist die individuelle Benutzung der Schulinfrastruktur (inklusive Atelierarbeitsplatz) auch ausserhalb der Unterrichtszeiten sowie die Nutzung der Tutorialplatform Lynda. Die Ausbildung an der F+F ist staatlich anerkannt und subventioniert. Studierende sind grundsätzlich in ihrem Wohnsitzkanton stipendienberechtigt. 
 
Berufliche Perspektiven
Künstler_innen realisieren selbstständig künstlerische Werke und Projekte. Das berufliche Umfeld ist der breitgefächerte lokale und globale Kunstbetrieb, der eine selbstbeauftragte künstlerische Tätigkeit ebenso wie Projektentwicklungen im Rahmen von privaten oder öffentlichen Aufträgen umfasst. Eine Betätigung in den Bereichen Visuelle Gestaltung, Fotografie und Video/Film, für Medienbetriebe der Information und Unterhaltung oder in der Kultur-und Vermittlungsarbeit jenseits des klassischen Kunstbetriebs sind ebenso vorstellbar wie anstrebenswert.
Kunst HF
Anmeldung, Bewerbung Studiengang Kunst HF
Zulassungsbedingung
Mindestalter 18 Jahre. Abschluss auf Sekundarstufe II (drei- bis vierjährige berufliche Grundausbildung mit Eidgenössischem Fähigkeitszeugnis oder Matur). Die Vorbildung muss nicht einschlägig, bzw. fachspezifisch sein. Bewerber_innen können beim Nachweis herausragender gestalterischer Fähigkeiten auch ohne abgeschlossene Sekundarstufe II «sur dossier» aufgenommen werden.

Aufnahmeverfahren 
Nach Eingang der Online-Anmeldung werden Bewerber_innen zu einem Aufnahmegespräch eingeladen. Mitzubringen sind Arbeiten, Projekte oder Dokumentationen eigener künstlerischer Versuche sowie ausserkünstlerischer Betätigungen. Danach wird über die Aufnahme in den Studiengang entschieden. Aufnahme, Zwischenprüfung und Diplomabschluss orientieren sich an den konkreten künstlerischen Anliegen und nicht an schriftlichen Arbeiten. Die Prüfungsgebühr beträgt CHF 150.–.

Infoabend
Sind noch Fragen offen? Dann besuche uns unverbindlich an einem der monatlichen Infoabenden oder am Open House, lerne die Schulleitung kennen und informiere dich persönlich vor Ort.

Online-Anmeldung zum Aufnahmegepräch:
  • Bewerbung Schuljahr 2019/20
    Ausbildungsbeginn: 24. Februar 2020 (Frühlingssemester 2020)
    Prüfungsgebühr: CHF 150.00
    Anmeldung
  • Bewerbung Schuljahr 2020/21
    Ausbildungsbeginn: 24. August 2020
    Prüfungsgebühr: CHF 150.00
    Anmeldung
alumni_*talks
alumni_*talk mit Tonjaschja Adler
Wer weiss, welche F+F-Abgänger_innen heute welche Kunstszenen beeinflussen? Kunststudent_innen laden ehemalige Studierende zum Lunch-Talk ein. Die Alumni bieten Einblicke in ihr Schaffen, sei es als Künstler_in, Autor_in, Musiker_in oder in einem ganz anderen Beruf.

Wir laden zum Lunch und lauschen den Ausführungen von Abgänger_innen des Studiengangs Kunst. Dabei erhalten wir Einblicke in ihre künstlerische Praxis oder ihre kunstfremden Engagements. Seit ihrer Gründung 1971 ist die F+F autonom organisiert. Seit dieser Zeit haben unzählige Persönlichkeiten hier eine Ausbildung absolviert, die bereits während des Studi- ums oder kurz danach im Kunstbetrieb, in der Musik- szene, ja sogar auf der Bühne des Sports Fuss gefasst haben – und teils bekannt geworden sind.
Mentoring
Mirjam Bayerdörfer
© Mirjam Bayerdörfer, 2019

A andere Orte
B behaupten
C
D dokumentieren
E
F Form
G Gruppe
H Hackfleisch, Horoskope, Haltung
I
J Ja
K Kanon, Kompost
L Leerstand
M
N nochmal von vorn
O On, O
ff
P Pappmaché, Parthenogenese, Peinlichkeit
Q
R raus gehen
S Situation
T Text
U üben, umnutzen
V vor Ort
W weiter so
X
Y
Z zusammen
Meine Praxis erlaubt es mir, die Studierenden in/mit Folgendem zu unterstützen: Netzwerke erkennen und nutzen, sich Wissen aneignen, ein Kollektiv organisieren, Ideen artikulieren, eine Idee in ein Konzept ©verwandeln, feministisch denken lernen, Publikum einbeziehen, vor einer Gruppe sprechen, eine Bildsprache entwickeln, mit Text arbeiten, skulpturale Lösungen finden, Objekte im Raum arrangieren, einen Raum definieren.

Kunst HF
Kunst, Projekt, ACT Performance Festival, 2018
Rechercheseminar
Franz Krähenbühl
Sarah Keller, Bildediting
Die Entwicklung und Positionierung deiner eigenen Arbeit beruht auf einem Prozess der kontinuierlichen Auseinandersetzung mit spezifischen Themen, mit dem Schärfen und Erweitern von Themen und Kontexten sowie der Formulierung von Fragen in Bezug auf die eigenen Arbeitsmethoden.
Die Recherche kann in unterschiedliche Richtungen führen und aus verschiedenen Quellen genährt werden: Fotografische oder künstlerische Positionen, Literatur, Film, Anwendungsfelder der Fotografie, Prozesse. Daraus entsteht eine Materialsammlung, die du fortlaufend überprüfst und erweiterst. Aus den Erkenntnissen, die du im Seminar gewinnen konntest, formulierst du dein Diplomprojekt und schreibst deine Recherchearbeit.

Gemeinsame Lehrveranstaltung der HF Studiengänge Fotografie und Kunst
Künstlerische Positionen in Aussenräumen
Brita Polzer
Intervention auf der Dunantspitze, © Brita Polzer, 2018

Klassische Denkmäler ebenso wie zeitgenössische künstlerische Interventionen im Aussenraum sollen erziehen, belehren, informieren. Anhandausgewählter Beispiele vom 1913 errichteten Leipziger Völkerschlacht denkmal bis zu heutigen Aktivitäten etwa des Berliner Zentrums für politische Schönheit – thematisiert das Seminar Interessen, Kontexte und Öffentlichkeiten.

Kunst im White Cube spricht ein kunstafines Publikum an, Kunst jenseits spezifischer Kunsträume adressiert heterogene Öffentlichkeiten – und war und ist eher mit spezifischen Anliegen wie erzieherischen Intentionen, sozialem Engagement oder politischen Botschaften verbunden. Bei der Betrachtung und Anaysevonklassischen Denkmälern und zeitgenössischen Interventionen stellen sich Fragen: Wer sind die Auftraggeber_innen? Welche Materialien und welche Orte werden inszeniert? Wer finanziert die Projekte und mit welchen Interessen, welchen Öffentlichkeiten gehen sie einher? Das Seminar mit zweitem Titel Geschichte + Gedächtnis, Fiktionen + Fakten geht auf solche Fragen ein.

Kunst HF
Kunst, Projekt, Siebdruck, Deliah Keller, 2017
One and three Ideas
Salome Hohl
Ole Ukena, Cher, Chair, Share (Hello Joseph), 2011
Konzeptkunst ist seit den 1960er–Jahren einer der einflussreichsten Ansätze in der Kunst. Aber schon bei Leonardo da Vinci oder Marcel Duchamp finden sich konzeptuelle Spuren davon. Was für ein Verständnis von Kunst steht dahinter? Welche Inhalte werden verfolgt?

Nicht die Form oder das künstlerische Erzeugnis definieren in der Konzeptkunst das Werk, sondern die Idee. In den meisten gegenwärtigen Werken hallt dieser Ansatz nach. Konzeptkunst zu verstehen, bedeutet, einen geschärften Blick für aktuelles Kunstschaffen und brisante Themen zu bekommen. Im Seminar versuchen wir den kunsttheoretischen Rahmen zu ergründen und eine Vielfalt an konzeptuellen Praktiken kennenzulernen. Neben den Sitzungen sind zwei Ausstellungsbesuche eingeplant.
Kunst HF
Kunst, Projekt, ACT Performance Festival, 2018
Love and Hate
Peter Purtschert
Liebe und Hass gehören zu den wichtigsten Antriebskräften zwischenmenschlicher Beziehungen. In Filmen werden Charakteren fast immer auf ihre «grossen Gefühle» geprüft.

So prägen Liebe und Hass den «Plot», werden zum Anlass, zu handeln. Damit werden sie zu einem entscheidenden Faktor der dramaturgischen Gestaltung. Handlung soll nicht nur logisch, sondern auch «psychologisch» plausibel sein. Emotionen von Protagonist_innen bestärken das Interesse der Zuschauer_innen hinzuschauen und zuzuhören. Eigene Gefühle kommen ins Spiel.

Wir schauen Filme und Ausschnitte davon. Wir analysieren sie, vergleichen sie mit anderen, erklären und spekulieren. Alle Teilnehmer_innen verfassen ein kurzes Referat oder ein Arbeitspapier zum Thema.
Kunst HF
Fotoreportage: Véronique Hoegger
Zeichnen
Claudia Kübler
Das ist kein Elefant, es ist ein Staubsauger – zeichnerische Grundlagen im Visier. In diesem Zeichnungsmodul geht es darum, sich zeichnerische Kompetenzen anzueignen und zu erweitern.

Das Zeichnen ist nicht nur künstlerisches Ausdrucksmittel, es ist nach wie vor eine der unmittelbarsten Techniken, um eine Idee oder einen Gedanken schnell und mit einfachen Mitteln zu visualisieren. Es ist somit für unterschiedliche Gestaltungsbereiche ein grundlegendes Werkzeug. Gleichzeitig schärfen wir durch die Zeit, die wir uns beim Zeichnen nehmen und durch das genaue Betrachten, den Blick und sensibilisieren damit fortlaufend unsere eigene visuelle Wahrnehmung.

In diesem Modul erlernen wir zeichnerische Grundkompetenzen und erproben Techniken, um mehr Sicherheit im Zeichnen zu gewinnen. Wir beobachten verschiedene räumliche Darstellungsweisen und skizzieren sie. Und wir üben Techniken, wie das Zeichnen aus der Vorstellung und experimentieren mit unterschiedlichen Zeichnungsmedien.
Kunst HF
Kunst, Arbeitspräsentation, AMina Nabi, 2018
Kunst HF
Kunst, Diplomausstellung, Hin Lanh Tran, 2018
Kunst HF
Kunst, Projekt, Frankental / Time Will Tell, Silvia Popp, Gian-Reto Gredig, Goran Galic, 2017
Einführung Siebdruck
Yves Sablonier
Während eines Tages lernst du die Geräte und Werkzeuge der Druckwerkstatt «Zitropress» kennen und du erprobst deren Einsatz.

Nach dieser Einführung kannst du die Werkstatt und ihre Geräte und Werkzeuge selbständig für die Realisation deiner Gestaltungsprojekte benutzen.