Fachklasse Grafik EFZ/BM
Illustrator, Siebdruck
Heidi Würgler
Yves Sablonier

Illustrator ist ein wichtiges Basis-Computerprogramm in der grafischen Arbeit. Dessen Beherrschung gehört zum unverzichtbaren Instrumentarium jedes Gestalters und jeder Gestalterin.

Anhand einer vorgegebenen Aufgabe, lernst du die Werkzeuge und Grundfunktionen des vektorbasierten Grafik- und Zeichenprogramms kennen und anwenden. Wir erproben die vielfältigen Gestaltungsmöglichkeiten des Programms und loten damit auch dessen Grenzen aus. Im Projekt entwickelte Designs nehmen wir als Vorlage für das nachfolgende Siebdruckprojekt. Im zweiten Teil dieses Projekts besuchen wir die Siebdruck-Werkstatt der F+F und üben die verschiedenen Möglichkeiten des Überdruckens, sowie einzelner Farbkombinationen. Du lernst damit die technischen Eckdaten des Verfahrens kennen und erhältst Einblicke in die Geschichte des Siebdruckens.
Fachklasse Grafik EFZ/BM
Fachklasse Grafik EFZ/BM
Du hast Fantasie und Freude an Farben und Formen. Schriftgestaltung und Typografie interessieren dich. Wenn du ausserdem Mut zum Experiment hast und neugierig darauf bist, wie du deine gestalterischen Fähigkeiten in der Berufspraxis anwenden kannst, bist du in der Fachklasse Grafik richtig.

Grafik Design ist allgegenwärtig in unserer Kultur. Sie prägt einen beträchtlichen Teil unserer visuellen Eindrücke. Willst du dich vertieft mit Grafik Design auseinandersetzen und die Fachklasse Grafik besuchen, sind konzeptionelles und analytisches Denkvermögen und Experimentierlust gefragt, ebenso wie handwerkliche Fertigkeiten und sprachliche Kompetenzen. Als Grafikerin/Grafiker EFZ entwickelst du visuelle Konzepte, kommunizierst mittels Bild, Text und Farbe auf verschiedensten analogen und digitalen Medien. Du gestaltest und realisierst Broschüren, Bücher, Plakate und andere Printmedien sowie digitale Anwendungen wie Webseiten und Apps. 

Grafik Designer*innen haben einen breiten Tätigkeitshorizont: Sie entwickeln Corporate Design, Medien-, Informations- und Verpackungsgestaltungen oder gestalten Ausstellungensbeschriftungen. Diese Breite setzt voraus, dass die Lernenden an Entwicklungen des kulturellen, sozialen, politischen, wirtschaftlichen und wissenschaftlichen Lebens interessiert sind. Sie nehmen aktiv daran teil und bringen die nötige Offenheit für Neues mit.

Die abwechslungsreiche, vollschulische Ausbildung ist praxisnah gestaltet. Die Dozierenden bringen grosse Erfahrungen mit, denn sie sind ausnahmslos in grafischen Bereichen tätig. Die Ausbildung dauert acht Semester (vier Jahre) und schliesst mit dem Qualifikationsverfahren Grafikerin/Grafiker EFZ ab. Es besteht die Möglichkeit, parallel die gestalterische Berufsmaturitätsschule zu besuchen und diese als Grafikerin/Grafiker EFZ/BM abzuschliessen. 

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Fachklasse Grafik EFZ/BM
Dauer und Ferien
Die Ausbildung startet jeweils Mitte August und dauert vier Jahre (Vollzeit). 13 Wochen Ferien pro Jahr stimmen mit dem Stadtzürcher Schulferienkalender überein. 

Ausbildungsinhalte
Grundlagen und Anwendungen der visuellen Gestaltung in print- und digitalen Projekten wie Corporate Design, Plakatgestaltung, Editorial Design, Webdesign, Verpackungsgestaltung, Informationsgestaltung, Infografik, analoge und bewegte Typografie, Recht in der Gestaltung, Marketing und Kommunikation sowie Kunst-und Kulturunterricht. Ergänzend erhalten die Lernenden Sportunterricht. Lernende, die keine BMS absolvieren, besuchen zusätzlich den allgemeinbildenden Unterricht an der F+F.

Überbetriebliche Kurse 
Die drei überbetrieblichen Kurse finden extern in den Herbst- und Frühlingsferien statt: ÜK I Computer, ÜK II Produktionstechniken, ÜK III Idee & Konzept. Der Besuch der jeweils einwöchigen Kurse ist für alle Lernenden obligatorisch. Die Kosten sind in der Ausbildungsgebühr enthalten.

Praktikum 
Das sechsmonatige Praktikum startet Ende des 5. und dauert das ganze 6. Semester. Es kann im In- oder Ausland absolviert werden (Web-, Branding-, Werbeagentur, grafisches Atelier). Ein Praktikum im europäischen Raum wird von der Stiftung Movetia unterstützt. 

Ausbildungsstufe 
Schulisch organisierte Grundbildung auf Sekundarstufe II.

Abschluss
Die Ausbildung schliesst mit dem Qualifikationsverfahren für Grafikerinnen/Grafiker ab. Nach bestandenen Prüfungen wird den Absolvent*innen das eidgenössische Fähigkeitszeugnis Grafikerin/Grafiker EFZ verliehen.

Berufsmaturität (BM)
Der Unterricht findet wöchentlich jeweils an einem Tag an der Berufsmaturitätsschule Zürich (Ausrichtung Gestaltung und Kunst) statt. Weitere Informationen, Anmelde- und Prüfungstermine hier.

Kosten
Ausbildungsgebühr ohne BMS: 12 Raten à CHF 5 800.– (= CHF 1 450.– mtl.). Ausbildungsgebühr mit BMS: 12 Raten à CHF 5 400.– (= CHF 1 350.– mtl.). Im Schulgeld inbegriffen sind Basismaterial sowie die Nutzung der Tutorialplattform Linkedin Learning. Alle persönlichen Materialien, Fachliteratur, Datenträger usw. gehen zulasten der Lernenden. (ca. Kosten von CHF 350.– bis 450.– pro Semester). Zu Beginn der Ausbildung schaffen die Lernenden ein MacBook der aktuellen Generation an und sie lizenzieren das Adobe-CC-Serviceangebot. Die F+F berät dich dabei. 

Berufliche Perspektiven
Als Grafiker*in angestellt in Kommunikations- oder Werbeagenturen, grafischen Ateliers oder in Kommunikationsabteilungen von Firmen oder Institutionen. Mit dem EFZ-Abschluss kann ein Studium an einer Höheren Fachschule, mit der Berufsmatur ein Studium an einer Fachhochschule aufgenommen werden.
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Anmeldung- und Aufnahmeprüfung
  • Für den Ausbildungsbeginn im Schuljahr 2020/21 gibt es keine freien Plätze mehr, somit findet keine Aufnahmeprüfung mehr statt.
  • Die Aufnahmeprüfung für das Schuljahr 2021/22 wird im März 2021 durchgeführt und wird im neuen Schuljahr an dieser Stelle publiziert.
  • Wir empfehlen allen Fachklasse Grafik Interessierten den gestalterischen Vorkurs an einer von swiss design schools anerkannten Schule zu absolvieren. Kandidat*innen ohne gestalterischen Vorkurs/Propädeutikum haben erfahrungsgemäss nur geringe Chancen die Aufnahmeprüfung in die Fachklasse Grafik zu bestehen.
  • Ein Einstieg ins zweite oder dritte Ausbildungsjahr ist unter Umständen möglich, wenn beispielsweise ein Lehrverhältnis in einem Betrieb aufgelöst wurde. Kontaktiere dafür bitte direkt das Sekretariat.

Infoveranstaltungen
Sind noch Fragen offen? Dann besuche uns unverbindlich an einem der monatlichen Infoabenden oder am Open House, lerne die Schulleitung kennen und informiere dich persönlich vor Ort.

Gerne berät dich unser Sekretariat telefonisch von Mo.–Fr. von 9.00–12.00 und von 14.00–17.00 Uhr unter 044 444 18 88. Fragen und Anliegen kannst du uns auch per E-mail übermitteln oder du bestellst dir dein gewünschtes Infomaterial über diesen Link direkt nach Hause.

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Einblick in den Alltag der Fachklasse Grafik
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ABU Lehrplan
Allgemeinbildender Unterricht (ABU) des Ausbildungsgangs Fachklasse Grafik EFZ.
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Publikation Bild/Text
Philipp Aebischer

Du entwirfst eine Publikation und vertiefst dabei mit einem stimmigen Bild-Text-Rhythmus die gestalterischen Grundregeln im Indesign.

Mit einem umfangreichen vorgegebenen Text gestaltest du eine Publikation und suchst dafür ein geeignetes Endformat. Dabei experimentierst du mit verschiedenen Gestaltungsrastern, entwickelst mit verschiedenen Texthierarchien ein Seitenlayout und richtest die passenden Absatzformate ein. Du erarbeitest ein eigenes Bildkonzept und entwirfst eine dramaturgisch interessante Abfolge. Schliesslich wählst du Papier und Bindeart und stellst die Daten für den Druck bereit.
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Allgemeinbildender Unterricht (ABU) Lernbereiche Sprache, Kommunikation und Gesellschaft
Karin Baumann
Volker Fürst

Im Mittelpunkt der Bildungsziele des allgemeinbildenden Unterrichts stehen Sprachkompetenzen, wie sie im persönlichen, beruflichen und gesellschaftlichen Kontext erforderlich sind. Diese Sprachkompetenzen basieren auf den neu entwickelten Grundlagen des gemeinsamen Europäischen Referenzrahmens für Sprachen.

Hinsichtlich der verschiedenen Berufe und Grundbildungen sind Schwerpunkte möglich. Der Lernbereich Gesellschaft umfasst acht Aspekte: Ethik, Identität und Sozialisation, Kultur, Ökologie, Politik, Recht, Technologie und Wirtschaft. Die persönliche, berufliche und gesellschaftliche Realität in den Themen des Schullehrplans werden unter diesen Aspekten betrachtet. Bei der Behandlung eines Themas ergänzen sich die verschiedenen Aspekte und erlauben einen interdisziplinären Zugang aus verschiedenen Blickwinkeln. Zusätzliche Perspektiven wie Geschichte, Gender und Nachhaltigkeit erweitern diesen Zugang.
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Recht in der Gestaltung
Noa Bacchetta
Arbeit: Mathilda Schnydrig

Dieser Workshop sensibilisiert dich für rechtliche Probleme in deinem künftigen Wirkungsfeld.

Wir beantworten gängige Fragen des Persönlichkeits-, Kennzeichen-, Urheber- und Wettbewerbsrechts und bestätigen die Antworten durch reale Beispiele aus der Gestaltung und der Werbung. Besonderes Augenmerk legen wir auf das Konfliktmanagement, die Anleitung zum Gebrauch von Entscheidsammlungen und Schutzregistern sowie auf die Ressourcen von Behörden und Branchenverbänden
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Farbe
Catherine Burkhard
Nora Fata

Was für Bedeutungen haben Farben und wie können sie in der Gestaltung eingesetzt werden? Du sammelst, erweiterst und reflektierst dein Wissen über die Wirkung von Farbe.

Am Anfang mischst du sorgfältig Farbtöne, in Stufen aufgehellt und verdunkelt und streichst diese grossflächig auf. Dadurch entsteht ein reichhaltiger Farbfächer, der die Dimensionen der Farbe sichtbar macht. Auf ihm bauen wir die nachfolgenden Farbübungen und Farbexperimente auf: Davon leitest du Farbsysteme ab und kreierst Farbklänge und Farbkompositionen. Wir finden ein Vokabular für einzelne Farben und verbinden Farbe mit Sprache. In einem letzten Schritt entwickelst du daraus eine persönliche Arbeit zum Thema Farbe.
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Reinzeichnung, PrePress
Philipp Aebischer

Im Entstehungsprozess eines Entwurfes von der ersten Visualisierung – dem Rohlayout – sowie dessen Verfeinerung bis zum Reinlayout, wird dieser erst durch die finale Reinzeichnung zur reproduktionsreifen Vorlage. In diesem Projekt werden alle relevanten Aspekte zum Thema Reinzeichnung behandelt und vertieft.

Was früher analog geschah, wird heute beinahe ausschliesslich digital ausgeführt: Die Reinzeichnung. Sie ist die reproduktionsreife Vorlage für den Druck. Du wirst dich in diesem Projekt mit allen relevanten Aspektenauseinandersetzen: Von der Wahl des geeigneten Farbsystems über die Bestimmung der korrekten Auflösung des Bildmaterials bis hin zur Erstellung eines reproduktionsfähigen PDFs.
Fachklasse Grafik, Typo im Raum, 2020 
Fachklasse Grafik EFZ/BM
Computer/Arbeitsplatz
Jens-Peter Volk
Arbeit: Felix Helbling

Als zukünftige Grafiker*in wird der Computer dein wichtigstes und professionelles Arbeitsinstrument werden.

In diesem Projekt lernst du sowohl die Hardware – Computer, Speicher und Peripheriegeräte – als auch Software – CS-Programme, Schriftenprogramme, Druckertreiber – kennen. Wir geben dir ausserdem Inputs zur Bildschirmauflösung, zu Speicherkapazitäten, der Kompatibilität und zu professionellen Grafik-Programmen.
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Portfolio
Heidi Würgler
Franziska Widmer

Du stellst deine eigenen Arbeiten und Texte zusammen, entwirfst und gestaltest ein digitales oder analoges Portfolio. Das Portfolio zeigt dein persönliches bisheriges Schaffen und ist die Grundlage, um dich für das kommende Praktikum zu bewerben. In der Gruppe sichten wir verschiedene Portfolios und diskutieren den Bewerbungs– und Auswahlprozess. Du stellst deine eigenen Arbeiten und Texte zusammen, entwirfst und gestaltest ein digitales oder analoges Portfolio.
Fachklasse Grafik EFZ/BM
Papier und Bindetechniken
Heidi Würgler

Wesentlich für den Charakter einer Publikation ist das Papier. Du erhältst Einblicke in die Musterkollektionen der Papierlieferanten und tauschst dich mit deren Vertreter*innen über Trends, Neuigkeiten und Bestellkonditionen aus.

In diesem Projekt experimentierst du mit verschiedenen Falz- und Bindetechniken und lernst sie gezielt als choreografisches Mittel einzusetzen. Das vermittelte Wissen und deine neu erworbenen praktischen Erfahrungen fliessen in die Erstellung von selbst gebundenen Broschüren und Skizzenbüchern ein.
Fachklasse Grafik EFZ/BM
Fotoreportage: Véronique Hoegger
Fachklasse Grafik EFZ/BM
Gestaltungsmanual
Philipp Aebischer

Das Gestaltungsmanual ist eine Wegleitung für eine konsequente Gestaltung. Darin werden alle wichtigen gestalterischen Aspekte wie die Verwendung des Logos, die zur Auswahl stehenden Schriften, Raster, Bildwelten und dergleichen festgehalten.

Du erhältst Einblicke in verschiedene Manuals. Du versuchst herauszufinden, welche gestalterischen Anleitungen hilfreich sind und welche möglicherweise einschränkend wirken. Auf der Basis eines Gestaltungsmanuals entwickelst du ansprechende Inserate, Flyer, Broschüren oder andere Kommunikationsmittel. Es ist eine Herausforderung, sich an die Gestaltungsrichtlinien zu halten und dennoch eine eigenständige Gestaltung zu entwerfen.
Fachklasse Grafik EFZ/BM
Fotoreportage: Véronique Hoegger
Fachklasse Grafik EFZ/BM
Testlauf: Die vertiefende praktische Arbeit des Qualifikationsverfahrens
Philipp Aebischer
Arbeit: Nathan Tomaschett

Ein Grafiker oder eine Grafikerin sollte zum Schluss der Ausbildung Gelerntes auch anwenden können. Geprüft werden im Qualifikationsverfahren (QV) deshalb die Leistungsziele der übergeordneten Bereiche wie Analyse, Planung, Idee, Konzept, Entwurf und Detailgestaltung.

Um Sicherheit für die vertiefende praktische Arbeit (VPA) zu erlangen, erarbeitest du unter möglichst identischen Rahmenbedingungen über vier Etappen ein medienübergreifendes Gestaltungsprojekt.

Du analysierst ein vorgegebenes Thema und ziehst deine persönliche Schlussfolgerung betreffend Positionierung, Kommunikationszielen, gestalterische Strategie und Massnahmenideen des ausgewählten Themenbereichs in einer mehrseitigen Dokumentation. Diese ist die Basis für die nächste Etappe: Das Gestaltungskonzept. Aufgrund der erarbeiteten inhaltlichen und konzeptionellen Schlussfolgerung wird ein Gestaltungskonzept entwickelt. Daraus wird in einer nächsten Etappe eine Umsetzung mit verschiedenen Gestaltungsmedien erarbeitet, die abschliessend präsentiert und besprochen wird.

Die Kombination einer systematischen mit einer experimentierfreudigen Vorgehensweise sowie einem gestalterischen Qualitätsanspruch an die Ausarbeitung, ist innerhalb der zeitlichen Vorgaben eine Herausforderung. Einen Entstehungsprozesses über alle Etappen mit gestalterischen Variationen und dem Einblick in die Entscheidungskriterien aufzuzeigen, dient der Argumentation einer stringenten Umsetzung und ist von zentraler Bedeutung für die VPA am QV.