Fachklasse Grafik EFZ/BM
Typografie im Raum
Sebastian Cremers
Arbeit: Joelle Junker und Lina Aroldi

Anhand einer Fotoserie beschäftigst du dich in einem ersten Schritt mit den Möglichkeiten von Typografie im Raum.

In einem zweiten Schritt wirst du zum Kameramann und zur Kamerafrau: Du entwickelst mit Video oder Stop Motion eine Animation von Typografie im Raum. Mit verschiedenen Experimenten erfährst du die Vorzüge unterschiedlicher Materialien, den Einsatz von Beleuchtung und die Bedeutung von Lesbarkeit in Raum und Zeit.
Fachklasse Grafik EFZ/BM
Fachklasse Grafik EFZ/BM
Du hast Fantasie und Freude an Farben und Formen. Schriftgestaltung und Typografie interessieren dich. Wenn du ausserdem Mut zum Experiment hast und neugierig darauf bist, wie du deine gestalterischen Fähigkeiten in der Berufspraxis anwenden kannst, bist du in der Fachklasse Grafik richtig.

Grafik Design ist allgegenwärtig in unserer Kultur. Sie prägt einen beträchtlichen Teil unserer visuellen Eindrücke. Willst du dich vertieft mit Grafik Design auseinandersetzen und die Fachklasse Grafik besuchen, sind konzeptionelles und analytisches Denkvermögen und Experimentierlust gefragt, ebenso wie handwerkliche Fertigkeiten und sprachliche Kompetenzen. Als Grafikerin/Grafiker EFZ entwickelst du visuelle Konzepte, kommunizierst mittels Bild, Text und Farbe auf verschiedensten analogen und digitalen Medien. Du gestaltest und realisierst Broschüren, Bücher, Plakate und andere Printmedien sowie digitale Anwendungen wie Webseiten und Apps. 

Grafik Designer*innen haben einen breiten Tätigkeitshorizont: Sie entwickeln Corporate Design, Medien-, Informations- und Verpackungsgestaltungen oder gestalten Ausstellungensbeschriftungen. Diese Breite setzt voraus, dass die Lernenden an Entwicklungen des kulturellen, sozialen, politischen, wirtschaftlichen und wissenschaftlichen Lebens interessiert sind. Sie nehmen aktiv daran teil und bringen die nötige Offenheit für Neues mit.

Die abwechslungsreiche, vollschulische Ausbildung ist praxisnah gestaltet. Die Dozierenden bringen grosse Erfahrungen mit, denn sie sind ausnahmslos in grafischen Bereichen tätig. Die Ausbildung dauert acht Semester (vier Jahre) und schliesst mit dem Qualifikationsverfahren Grafikerin/Grafiker EFZ ab. Es besteht die Möglichkeit, parallel die gestalterische Berufsmaturitätsschule zu besuchen und diese als Grafikerin/Grafiker EFZ/BM abzuschliessen. 

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Fachklasse Grafik EFZ/BM
Dauer und Ferien
Die Ausbildung startet jeweils Mitte August und dauert vier Jahre (Vollzeit). 13 Wochen Ferien pro Jahr stimmen mit dem Stadtzürcher Schulferienkalender überein. 

Ausbildungsinhalte
Grundlagen und Anwendungen der visuellen Gestaltung in print- und digitalen Projekten wie Corporate Design, Plakatgestaltung, Editorial Design, Webdesign, Verpackungsgestaltung, Informationsgestaltung, Infografik, analoge und bewegte Typografie, Recht in der Gestaltung, Marketing und Kommunikation sowie Kunst-und Kulturunterricht. Ergänzend erhalten die Lernenden Sportunterricht. Lernende, die keine BMS absolvieren, besuchen zusätzlich den allgemeinbildenden Unterricht an der F+F.

Überbetriebliche Kurse 
Die drei überbetrieblichen Kurse finden extern in den Herbst- und Frühlingsferien statt: ÜK I Computer, ÜK II Produktionstechniken, ÜK III Idee & Konzept. Der Besuch der jeweils einwöchigen Kurse ist für alle Lernenden obligatorisch. Die Kosten sind in der Ausbildungsgebühr enthalten.

Praktikum 
Das sechsmonatige Praktikum startet Ende des 5. und dauert das ganze 6. Semester. Es kann im In- oder Ausland absolviert werden (Web-, Branding-, Werbeagentur, grafisches Atelier). Ein Praktikum im europäischen Raum wird von der Stiftung Movetia unterstützt. 

Ausbildungsstufe 
Schulisch organisierte Grundbildung auf Sekundarstufe II.

Abschluss
Die Ausbildung schliesst mit dem Qualifikationsverfahren für Grafikerinnen/Grafiker ab. Nach bestandenen Prüfungen wird den Absolvent*innen das eidgenössische Fähigkeitszeugnis Grafikerin/Grafiker EFZ verliehen.

Berufsmaturität (BM)
Der Unterricht findet wöchentlich jeweils an einem Tag an der Berufsmaturitätsschule Zürich (Ausrichtung Gestaltung und Kunst) statt. Weitere Informationen, Anmelde- und Prüfungstermine hier.

Kosten
Ausbildungsgebühr ohne BMS: 12 Raten à CHF 5 800.– (= CHF 1 450.– mtl.). Ausbildungsgebühr mit BMS: 12 Raten à CHF 5 400.– (= CHF 1 350.– mtl.). Im Schulgeld inbegriffen sind Basismaterial sowie die Nutzung der Tutorialplattform Linkedin Learning. Alle persönlichen Materialien, Fachliteratur, Datenträger usw. gehen zulasten der Lernenden. (ca. Kosten von CHF 350.– bis 450.– pro Semester). Zu Beginn der Ausbildung schaffen die Lernenden ein MacBook der aktuellen Generation an und sie lizenzieren das Adobe-CC-Serviceangebot. Die F+F berät dich dabei. 

Berufliche Perspektiven
Als Grafiker*in angestellt in Kommunikations- oder Werbeagenturen, grafischen Ateliers oder in Kommunikationsabteilungen von Firmen oder Institutionen. Mit dem EFZ-Abschluss kann ein Studium an einer Höheren Fachschule, mit der Berufsmatur ein Studium an einer Fachhochschule aufgenommen werden.
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Anmeldung- und Aufnahmeprüfung
  • Für den Ausbildungsbeginn im Schuljahr 2020/21 gibt es keine freien Plätze mehr, somit findet keine Aufnahmeprüfung mehr statt.
  • Die Aufnahmeprüfung für das Schuljahr 2021/22 wird im März 2021 durchgeführt und wird im neuen Schuljahr an dieser Stelle publiziert.
  • Wir empfehlen allen Fachklasse Grafik Interessierten den gestalterischen Vorkurs an einer von swiss design schools anerkannten Schule zu absolvieren. Kandidat*innen ohne gestalterischen Vorkurs/Propädeutikum haben erfahrungsgemäss nur geringe Chancen die Aufnahmeprüfung in die Fachklasse Grafik zu bestehen.
  • Ein Einstieg ins zweite oder dritte Ausbildungsjahr ist unter Umständen möglich, wenn beispielsweise ein Lehrverhältnis in einem Betrieb aufgelöst wurde. Kontaktiere dafür bitte direkt das Sekretariat.

Infoveranstaltungen
Sind noch Fragen offen? Dann besuche uns unverbindlich an einem der monatlichen Infoabenden oder am Open House, lerne die Schulleitung kennen und informiere dich persönlich vor Ort.

Gerne berät dich unser Sekretariat telefonisch von Mo.–Fr. von 9.00–12.00 und von 14.00–17.00 Uhr unter 044 444 18 88. Fragen und Anliegen kannst du uns auch per E-mail übermitteln oder du bestellst dir dein gewünschtes Infomaterial über diesen Link direkt nach Hause.

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Einblick in den Alltag der Fachklasse Grafik
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ABU Lehrplan
Allgemeinbildender Unterricht (ABU) des Ausbildungsgangs Fachklasse Grafik EFZ.
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Fotoreportage: Véronique Hoegger
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Illustration
Nadine Spengler

Erzähle mit gezeichneten Bildern und Text. Du kannst mit verschiedenen Illustrationsstilen experimentieren und lernst dabei Arbeiten von Illustrator*innen kennen.

Du entwickelst eine eigene Bildsprache und zeichnest auf dieser Grundlage Figuren und Bildwelten. Ausgehend von einem Text setzt du deine Figuren und Bildwelten dramaturgisch um. Es entsteht eine Bildabfolge oder eine Bildergeschichte. Den Text flechtest du als gestalterisch eigensinnigen Akzent ein. Mit deiner Arbeit untersuchst du die Wechselwirkung von Bild und Text.
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Farbe, 2017
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Fotografie
Stephan Rappo
Fotografie: Domingo Schneider

Basierend auf einem vorgegebenen Thema generierst du fotografische Bildwelten. Du wählst nach eigenen Kriterien Bilder aus, die du danach digital bearbeitest.

Du trainierst in diesem Projekt «aktives Sehen» und damit dein fotografische Auge. Zu diesem Zweck betrachtest und analysierst du Bilder aus verschiedenen Medien. Weiter thematisieren wir die Schnittstellen zu den Grafiker*innen, die unsere Auftraggeber*innen sind.
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Infografik
Tom Menzi

Wie können Informationen über ein bestimmtes Thema mittels einer Kombination von Schrift, Bild und/oder Zeichnung übersichtlich und verständlich vermittelt werden? Was macht eine Infografik aus? Welche Wissensarten eigenen sich dafür?

Wir sichten sowohl historische als auch aktuelle Infografiken und beschäftigen uns mit unterschiedlichen Formen der Erkenntnisvisualisierung. Wir besuchen die Infografikabteilung einer Tageszeitung, erfahren wie dort gearbeitet wird und welche Produktionsbedingungen gelten. Mit eigens recherchierten Themen entwickelst und entwirfst du eine Infografikfamilie und präsentierst sie anschliessend.
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Fotoreportage: Véronique Hoegger
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Gestaltungsmanual
Philipp Aebischer

Das Gestaltungsmanual ist eine Wegleitung für eine konsequente Gestaltung. Darin werden alle wichtigen gestalterischen Aspekte wie die Verwendung des Logos, die zur Auswahl stehenden Schriften, Raster, Bildwelten und dergleichen festgehalten.

Du erhältst Einblicke in verschiedene Manuals. Du versuchst herauszufinden, welche gestalterischen Anleitungen hilfreich sind und welche möglicherweise einschränkend wirken. Auf der Basis eines Gestaltungsmanuals entwickelst du ansprechende Inserate, Flyer, Broschüren oder andere Kommunikationsmittel. Es ist eine Herausforderung, sich an die Gestaltungsrichtlinien zu halten und dennoch eine eigenständige Gestaltung zu entwerfen.
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Corporate Design
Philipp Aebischer

Für einen fikitiven Kunden entwirfst und gestaltest du ein Logo. Du entwickelst daraus weitere passende Gestaltungselemente und definierst die Anwendungen auf einer mehrteiligen Briefschaft. Die Gestaltungselemente sind Bestandteile eines Corporate Designs, das du erarbeitest. Schrift-, Farb-, Form- und Bildkonzepte gehören dazu.

Wir suchen die «DNA», die «Identity» eines Unternehmens. Über die Gestaltungswelt kommunizieren Unternehmen ganz unterschiedliche Haltungen und Wertvorstellungen. Sie tragen massgeblich zum Image der Unternehmen bei. Es ist eine spannende Herausforderung, für ein Unternehmen ein Corporate Design zu entwickeln, das deren gewünschte Ausrichtung unterstützt. Je nach Bedürfnis und Zielvorstellung des Kunden können zusätzliche passende Werbemassnahmen umgesetzt werden.
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Testlauf: Die vertiefende praktische Arbeit des Qualifikationsverfahrens
Philipp Aebischer
Arbeit: Nathan Tomaschett

Ein Grafiker oder eine Grafikerin sollte zum Schluss der Ausbildung Gelerntes auch anwenden können. Geprüft werden im Qualifikationsverfahren (QV) deshalb die Leistungsziele der übergeordneten Bereiche wie Analyse, Planung, Idee, Konzept, Entwurf und Detailgestaltung.

Um Sicherheit für die vertiefende praktische Arbeit (VPA) zu erlangen, erarbeitest du unter möglichst identischen Rahmenbedingungen über vier Etappen ein medienübergreifendes Gestaltungsprojekt.

Du analysierst ein vorgegebenes Thema und ziehst deine persönliche Schlussfolgerung betreffend Positionierung, Kommunikationszielen, gestalterische Strategie und Massnahmenideen des ausgewählten Themenbereichs in einer mehrseitigen Dokumentation. Diese ist die Basis für die nächste Etappe: Das Gestaltungskonzept. Aufgrund der erarbeiteten inhaltlichen und konzeptionellen Schlussfolgerung wird ein Gestaltungskonzept entwickelt. Daraus wird in einer nächsten Etappe eine Umsetzung mit verschiedenen Gestaltungsmedien erarbeitet, die abschliessend präsentiert und besprochen wird.

Die Kombination einer systematischen mit einer experimentierfreudigen Vorgehensweise sowie einem gestalterischen Qualitätsanspruch an die Ausarbeitung, ist innerhalb der zeitlichen Vorgaben eine Herausforderung. Einen Entstehungsprozesses über alle Etappen mit gestalterischen Variationen und dem Einblick in die Entscheidungskriterien aufzuzeigen, dient der Argumentation einer stringenten Umsetzung und ist von zentraler Bedeutung für die VPA am QV.
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Editorial Design
Sebastian Cremers
Arbeit: Fabio Furlani

Du machst dich mit unterschiedlichen Kategorien und Einsatzgebieten des Layouts und des Editorial Designs vertraut. Anhand unterschiedlicher Beispiele lernst du den Produktionsablauf von der Idee, über die Gestaltung und das Konzept, bis hin zur Produktion des Buches kennen, sowie die vielen Kompetenzen, die es braucht, um ein Buchprojekt zu realisieren.

Du lernst den Aufbau unterschiedlicher Bücher kennen, sowie die Bedeutung der Doppelseite und der inhaltlichen Dramaturgie der Seitenabfolge. Du experimentierst mit Seitenspiegeln, Randspalten und Weissraum und entwickelst dabei ein eigenes Gestaltungsraster. Du übst dich im Definieren von Texthierarchien mittels Stilvorlagen, sowie in den Grundlagen der Mikro- und Makrotypografie und entwickelst dabei ein eigenständiges Layout bis zur Druckabgabe.
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Corporate Design Programm
Tom Menzi
Videostill aus 'Karl Gerstner‘, Melanie Hofmann, Zürich

Du entwickelst ein kleines Corporate Design Programm, das in seiner Gesamtheit einen Kunden merkbar visuell identifiziert. Du interpretierst Briefings und leitest wichtige Ziele ab. Im Entwurfsprozess lotest du medienspezfische Eigenschaften digitaler wie analoger Formate aus und lernst den Einzelfall hinsichtlich des Ganzen zu variieren. Abschliessend fasst du deine Gestaltungsregeln in einem Styleguide zusammen und machst sie für Andere zugänglich.
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Recht in der Gestaltung
Noa Bacchetta
Arbeit: Mathilda Schnydrig

Dieser Workshop sensibilisiert dich für rechtliche Probleme in deinem künftigen Wirkungsfeld.

Wir beantworten gängige Fragen des Persönlichkeits-, Kennzeichen-, Urheber- und Wettbewerbsrechts und bestätigen die Antworten durch reale Beispiele aus der Gestaltung und der Werbung. Besonderes Augenmerk legen wir auf das Konfliktmanagement, die Anleitung zum Gebrauch von Entscheidsammlungen und Schutzregistern sowie auf die Ressourcen von Behörden und Branchenverbänden
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ÜK 1, ÜK 2, ÜK 3

In externen überbetrieblichen Kursen (ÜK) übst du das in den verschiedenen Projekten erworbene Handwerk und erweiterst dabei dein Wissen.

Die überbetrieblichen Kurse ergänzen die Bildung in der beruflichen Praxis sowie die schulische Bildung. Der Besuch der jeweils einwöchigen Kurse ist für alle Lernenden obligatorisch.

ÜK 1    Computer: 1. Semester, 5 Tage
ÜK 2    Produktionstechniken, Print und Screen: 3. Semester, 5 Tage
ÜK 3     Idee und Konzept: 6. Semester, 5 Tage