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«Christoph lang»
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Christoph Lang
Rektor
*1971, Lehrerausbildung, Studium der Theaterwissenschaften, Szenografie, Architekturgeschichte und -theorie. 1999–2011 künstlerische und kuratorische Projekte mit
value. Wissenschaftlicher Mitarbeiter am
IFCAR. 2009–15 Dozent am Master Kunst an der
Hochschule Luzern und Forscher in der Forschungsgruppe
Kunst, Design & Öffentlichkeit. Gastdozenturen in den Feldern Kunst, Kunstvermittlung und Architektur. Von 2023–25 im Vorstand der
Swiss Design Schools. Von 2015 bis September 2026 Rektor der F+F.
E-Mail
Tatjana Hartmann, fucking good art, Diplomarbeit 2022, Foto: Randy Graf
Tatjana Hartmann & Luischa Berlin, Studiengang Kunst HF
Die diesjährige Diplomausstellung der fünf HF-Studiengänge
Film,
Fotografie,
Kunst,
Modedesign, und
Visuelle Gestaltung der F+F Schule für Kunst und Design trägt den Titel «Kunst fürs Leben!» und macht deutlich, dass die Zeiten von pandemiebedingter Innerlichkeit sowie von «l’art pour l’art» definitiv vorbei sind.
Der Förderpreis der F+F wird im Rahmen der Diplomfeier verliehen. Nominiert werden die Werke von den jeweiligen Studiengangsleitungen. Zwei Projekte, die formal sehr unterschiedlich sind, haben die Jury dieses Jahr gleichermassen und besonders begeistert. Deswegen hat die Jury beschlossen, dem Vorschlag des Rektors Christoph Lang zu folgen, die Preissumme zu verdoppeln und dieses Jahr zwei Förderpreise zu verleihen.
Beide Arbeiten stammen aus dem
Studiengang Kunst. Ausgezeichnet mit dem Förderpreis 2022 der F+F wurden:
Denis Savi und
Tatjana Hartmann & Luischa Berlin. Der Förderpreis soll eine Ermutigung für die beiden Diplomand:innen sein, ihren eingeschlagenen Weg weiterzugehen und eine Bestätigung dafür, dass die Richtung stimmt.
Tatjana Hartmann & Luischa Berlin untergräbt in der Performance fucking good art (2022) jegliche Erwartungen an ihre Person und an ihre Kunst. In einem multimedialen Setting führt sie alle, die ihrer «Arbeitspräsentation» beiwohnen, auf ein Terrain der (Un-)Gewissheit. Sie spielt mit Vorurteilen und Verurteilungen, um diese Klischees im Handumdrehen als solche zu entlarven. fucking good art (2022) ist ein bissiger Kommentar gegenüber schubladisierendem Denken und Handeln sowie eine radikale Forderung nach künstlerischer und körperlicher Freiheit und Respekt und wird an der Vernissage für das Publikum öffentlich performt.
Der Förderpreis der F+F wird seit 2017 verliehen und ist mit CHF 4 000.– dotiert. Mit dem Förderpreis wird ein Diplomprojekt ausgezeichnet, das besonders überzeugend und vielversprechend ist. Der Jury gehört jeweils eine delegierte Person des Stiftungsrates an, der Rektor sowie der oder die Diplomkurator:in. Dieses Jahr bestand die Jury aus
Sarah Merten,
Christoph Lang und
Rolf Staub.
Christoph Lang
Christoph Lang, geboren 1971, hat nach einer Erstausbildung zum Primarlehrer Szenografie in Zürich und London studiert. Nach dem Masterabschluss absolvierte er den MAS in Geschichte und Theorie der Architektur an der ETH Zürich. Seine breiten Berufserfahrungen umfassen den Theater- und Kunstbereich sowie das Ausstellungswesen. Als Projektleiter war er in der Kunstforschung tätig, sowohl am Institut für Gegenwartskunst der ZHdK wie auch an der Hochschule Luzern – Design & Kunst. Als Dozent unterrichtete er bis anhin hauptamtlich im Master Kunst an der Hochschule Luzern und hatte in den letzten Jahren verschiedene Gastdozenturen an Schweizer Fachhochschulen inne.
Die Wahl des neuen Rektors erfolgte statutengemäss durch den Stiftungsrat nach einer öffentlichen Stellenausschreibung. Im Stiftungsrat der F+F haben unter anderem Vertreter der Studentenschaft, der Dozentenschaft sowie der Stadt Zürich Einsitz. Beratend nahmen auch die Schulleitungsmitglieder am Auswahlverfahren teil.
Christoph Lang wird den bisherigen Rektor Andreas Vogel auf den 1. Juni 2015 ablösen. Andreas Vogel wird sich einer neuen beruflichen Herausforderung stellen. Sandi Paucic bleibt weiterhin mit einem Teilzeitpensum als Stellvertretender Rektor tätig. Die aktuellen Rektoren beginnen ab sofort mit der Einarbeitung von Christoph Lang, so dass ein optimaler Übergang gewährleistet ist.
NEVERENDING I – Lärm machen, Kira van Eijsdens, Diplomarbeit 2021, Foto: Claudia Breitschmid
Kira van Eijsden, Studiengang Kunst HF
Der F+F Förderpreis 2021 wird an
Kira van Eijsden für ihre Arbeit
NEVERENDING I – Lärm machen verliehen. Diese künstlerische Position, zusammen mit ihrer Performance
ES BRODELT hat die Jury überzeugt und begeistert. Das Werk ist für die Jury nicht nur ausserordentlich gut durchdacht, sondern auch inhaltlich hochaktuell, brisant und ortsspezifisch, womit van Eijsden den Zuschlag erhält.
NEVERENDING I – Lärm machen besteht aus acht Monitoren, die auf einem äusserlich prekären Holzgerüst angebracht sind. Dieses hat die Künstlerin aus Materialien der vorhergehenden Ausstellung in der Kunsthalle direkt vor Ort aufgebaut. So hat sie Sprache und Material der Institution angeeignet und umgenutzt, um sich buchstäblich Raum zu verschaffen. Auf jedem der Monitore ist die Künstlerin als Performerin vor einem Green Screen zu sehen. Sie verkörpert dabei verschiedene Rollen und Rollenmuster, die Frauen zugeschrieben werden, und untersucht diese körperlich, sprachlich und musikalisch. Besucher*innen können über einen Schaltkasten zwischen den unterschiedlichen Filmen umschalten.
Die starke visuelle Präsenz und die zentrale Positionierung des Werks in der Ausstellung deckt sich mit der konzeptuellen und inhaltlichen Ausrichtung der Arbeit: van Eijsden will selbstbewusst und gezielt Platz einnehmen und fordert diesen ein. Der Künstlerin gelingt es somit sowohl inhaltlich wie auch räumlich ein klares Zeichen der Selbstermächtigung zu setzten.
Wut und Zorn gegen das Patriarchat und seine Auswucherungen werden in der Arbeit mal intim, mal wissenschaftlich oder musikalisch thematisiert. Mit Verve, Selbstkritik und einer Prise Selbstironie nähert sich van Eijsden der brisanten Thematik: eindringlich, kraftvoll, aber eben auch humorvoll.
Obwohl technisch aufwendig, wurden für das Holzgerüst vorhandene Mittel eingesetzt, wodurch ein weiteres hochaktuelles Thema wie die Nachhaltigkeit in der Kunstproduktion von der Künstlerin berücksichtigt wird.
Die Mehrkanal-Installation wirkt auf angenehme Art offen und skalierbar, ohne dabei beliebig zu sein. Die Jury schätzt sehr, dass gerade diese Offenheit Raum für Imagination und Reflektion lässt und damit weit über den Moment hinausweist. Den überzeugenden Einbezug des Publikums verstärkt zusätzlich diesen Aspekt. Besucher*innen wird eine Wahlmöglichkeit zugesprochen, ihre Agency wurde von der Künstlerin in der Werkkonzeption angelegt. Das heisst, das Publikum erhält die Macht, auszuwählen – aber auch Filme abzubrechen. So wird ihm Raum überantwortet, was keine kleine Geste ist, sondern zukunftsweisend.
Die Jury ist der Auffassung, dass mit der Diplomarbeit
NEVERENDING I – Lärm machen eine Künstlerin ausgezeichnet wird, die eine sehr aktuelle Thematik formal zeitgemäss umgesetzt hat. Sie ist beeindruckt von der darstellerischen Präsenz, von der konzeptuellen Stringenz, vom Sinn für subversives Spiel und von der dem Werk innewohnenden Grosszügigkeit. Die Jury hofft, in naher Zukunft noch mehr von ihr als Künstlerin und Performerin zu sehen. Die Verleihung des Förderpreises soll Kira van Eijsen dabei bestärken, den eingeschlagenen künstlerischen Weg fortzuführen. Dafür wünschen wir ihr im Namen der Schule alles Gute und gratulieren.
Der F+F Förderpreis wird seit 2017 jährlich verliehen und ist mit CHF 4 000.– dotiert. Der Jury gehörten 2021 die Kuratorin der Diplomausstellung, Irene Grillo, der Direktor der Kunsthalle Zürich, Daniel Baumann und der Rektor der F+F Schule für Kunst und Design, Christoph Lang an.
F+F Festival
Zum Anlass des 50-jährigen Jubiläums der F+F Schule für Kunst und Design findet im Migros Museum ein Festival zu alternativen Kunst- und Designausbildungen mit Workshops zu Radical Education in Kunst und Design statt.
In Zusammenarbeit mit dem Migros Museum für Gegenwartskunst und dem Projekt F+F 1971 der Zürcher Hochschule der Künste findet ein Festival statt, welches die pädagogischen Grundsätze um das Thema «Radical Education» aufnimmt und weiterentwickelt. Eingeladen sind Künstler:innen, die in ihrer Praxis eine experimentelle Lehre verfolgen. Sie führen Dialoge mit selbstorganisierten Gruppen von Student:innen und lancieren basisdemokratische Studienprogramme. Sie betrachten den Schulunterricht stets mit kritischen Augen. Im Mittelpunkt des Festivals steht das kollektive Verlernen oder Lernen. In Workshops, Lesegruppen und öffentlichen Brainstormings, an Filmscreenings, Spaziergängen und anderen Anlässen steht die Auseinandersetzung mit selbstorganisierten Handlungsräumen für Kulturaktivist:innen im Zentrum.
Eintritt kostenlos mit online gebuchtem Ticket!
Programm Donnerstag, 23.09.2021
10.00–11.30 Uhr
Louise Ashcroft, Workshop: How to become a performance artist in 1 hour, via Zoom
Tickets hier.
16.00–20.00 Uhr
Justament Künstlerinnen-Kollektiv: Ephemeres Intervenieren, Banner-Workshop, Rampe Löwenbräukunst
Tickets hier.
17.00–18.00 Uhr
Migros Museum: Führung durch die Ausstellungen mit Jordis Fellmann, Ausstellung Migros Museum
Tickets hier.
18.00 Uhr
Begrüssung zum Festival, Tasnim Baghdadi, Christoph Lang, Michael Hiltbrunner, Veranstaltungsraum Migros Museum
18.00–20.00 Uhr
Justament Künstlerinnen-Kollektiv: Ephemeres Intervenieren, Banner-Workshop, Rampe Löwenbräukunst
Tickets hier:
18.15–20.00 Uhr
Pecha Kucha mit Monika Dillier, Mike Hentz, Peter Jenny, Mélanie Moser, Ursula Palla, Walter Pfeiffer, Katrin Murbach, Kira van Eijsden und Anika Vrolijk, die F+F jetzt und damals, Veranstaltungsraum Migros Museum
Tickets hier. Youtube-Streaming.
19.00–20.00 Uhr
Stalker (Franceso Careri, Rom), Peter Lang, Patrick Düblin, Gespräch: Learning from Italy, Radical Education in Architecture since 1971, ABC-Raum
Tickets hier.
20.00 Uhr
Bar auf der Rampe Löwenbräukunst
Programm Freitag, 24.09.2021
9.00–12.00 Uhr
Franz Krähenbühl und Mirjam Bayerdörfer, Workshop: Wie sieht die Schule aus, die uns weiterträgt?, ABC Raum
Tickets hier.
10.00–14.00 Uhr
Franceso Careri (Stalker), Peter Lang, Patrick Düblin, Stalking Züri: Spaziergang ins Ungewisse, Treffpunkt Rampe Löwenbräukunst und anschliessend Walk
Tickets hier.
11.00–12.00 Uhr
Mike Hentz, Johanna Müller, Riccarda Naef, Workshop: Erfahrungsaustausch Klausur, Veranstaltungsraum Migros Museum
Tickets hier.
13.30–15.30 Uhr
Justament Künstlerinnen-Kollektiv: Ephemeres Intervenieren, Banner-Workshop, Rampe Löwenbräukunst
Tickets hier.
14.00–15.00 Uhr
Michael Birchall, Lecture: Curating, Learning and Co-creation inside the gallery, Veranstaltungsraum Migros Museum
Tickets hier. Youtube-Streaming.
14.00–17.00 Uhr
Franz Krähenbühl und Mirjam Bayerdörfer, Workshop: Wie sieht die Schule aus, die uns weiterträgt?, ABC Raum
Tickets hier.
16.00–17.00 Uhr
Daniel Hertli, Filmvorführung, F+F Filme 1971-2021, Veranstaltungsraum Migros Museum
Tickets hier. Youtube-Streaming.
16.00–18.00 Uhr
Peter Spillmann, Workshop: Co-Habitation Lab, Treffpunkt Rampe Löwenbräukunst anschliessend Walk
Tickets hier.
16.00–18.00 Uhr
Ying Que and via Zoom Annette Krauss (Casco Art Institute, Utrecht), Workshop: Unlearning Exercises, Vermittlungsraum Migros Museum
Tickets hier.
17.00–18.00 Uhr
Piero Golia (MSA^, Los Angeles), Introduction into the Mountain School of Arts MSA^, via Zoom
Tickets hier.
18.00 Uhr
Bar auf der Rampe Löwenbräukunst
Das Festival findet im Migros Museum für Gegenwartskunst, Limmatstrasse 270, 8005 Zürich statt. Die Platzzahl für die Workshops ist beschränkt, die Teilnahme kostenlos. Für die Teilnahme (und den Zutritt zum Migros Museum) ist ein gültiges Covid-Zertifikat nötig. Einzelne Programmteile werden auf Youtube gestreamt. Einzelne Veranstaltungen werden zeichnend von Karoline Schreiber begleitet.
F+F Fest
Mit 18 sei man:frau volljährig, irgendwann später erwachsen, aber mit 50 ist man:frau definitiv etabliert und bereit für die nächsten Jahrzehnte. Die F+F lädt ein zum verdienten Jubiläumsfest und feiert 50 Jahre Bestehen. Kulinarik von der F+F Kantine, Cocktailbar, Open Air-Konzerte, Tanzmusik, Gäste, Prominenz, Freund:innen und Fieles mehr – feiern wir das Fest nächstes Jahr zum Abschluss des Jubiläums am 23. Juli 2022.
Heike Munder, Foto: Gian Marco Castelberg
Heike Munder wird neue Rektorin an der F+F Schule für Kunst und Design
Heike Munder (*1969, Stuttgart) wird neue Rektorin der F+F Schule für Kunst und Design in Zürich. Die langjährige Direktorin und Kuratorin des Migros Museums für Gegenwartskunst in Zürich (2001–2023) wurde über eine öffentliche Ausschreibung ausgewählt. Eine Findungskommission begleitete das Verfahren. Im Gegensatz zur Zürcher Hochschule der Künste braucht es für die F+F, die 1971 aus einer Abspaltung von der Zürcher Kunstgewerbeschule entstand, keine Matura und es werden keine ECTS-Punkte gesammelt. Das Angebot umfasst neben gestalterischen Vorkursen und beruflichen Grundbildungen auch höhere Berufsbildungen, gestalterische Weiterbildungen und Jugendferienkurse. Heike Munder tritt ihre Stelle im Oktober 2026 an. Sie folgt auf Christoph Lang, der nach elf Jahren den Stab weitergibt.
Filmstill: augen|blick, Anita Moresi, Brigitt Sonderegger, Samuel Waltz, Diplomfilm 2024
Diplomausstellung 2024 – ME TIME
Medienmitteilung
06.05.2024
Die diesjährige Diplomausstellung der F+F Schule für Kunst und Design der vier HF-Studiengänge Film, Fotografie, Kunst, Modedesign und Visuelle Gestaltung zeigt die Arbeiten von insgesamt 27 Absolvent:innen.
Ich geb’s auf. Ich mag mich nicht mehr beklagen, über meinen Job oder darüber, mich in irgendein Rollenbild quetschen zu müssen. Ich hab’s satt, alten Zeiten nachzutrauern, will allgemein nicht mehr einem Leben nachweinen, zu dem unmöglich zurückgekehrt werden kann. Ich möchte meine Ängste nicht ständig verbergen müssen und es nervt, dass alle mein Verhalten deuten und einordnen wollen. Es ist Zeit für ein bisschen Me Time – Zeit nur für mich.
Die Absolvent:innen zeigen in ihrer diesjährigen Diplomschau Arbeiten, in denen sie ihren eigenen Interessen folgen konnten. Sie erzählen von der Flucht in Traumwelten, vom bewussteren Umgang mit unserer Gesundheit, unserem Selbstbild und unserer Umgebung. Manchmal auch von Problemen, zu denen es keine abschliessenden Lösungen geben muss. Die Werke verschaffen uns dadurch Raum, uns für kurze Zeit selbst zu vergessen und in der Zerstreuung vielleicht zu merken, dass Me und We im Kreativschaffen unmöglich voneinander zu trennen sind.
Diese Ausstellung ist kein Plädoyer für puren Egoismus. Auch wir wissen um unser Dasein in finsteren Zeiten. Trotzdem, oder gerade deshalb, brauchen wir Nachsichtigkeit miteinander. So kann es geschehen, dass wir in den Abschlüssen anderer unsere eigenen Neuanfänge entdecken und mit ihnen den Blick in eine heilsame Zukunft erkennen.
Die HF-Diplomausstellung wird von Bassma El Adisey kuratiert und findet vom 30. Mai bis am 9. Juni in den Räumen der F+F, Flurstrasse 89, in Zürich-Albisrieden statt.
Vernissage: Mittwoch, 29. Mai 2024, 18.00 Uhr, Begrüssung durch
Christoph Lang, Rektor und
Bassma El Adisey, Kuratorin um 18.30 Uhr
Die F+F freut sich über Anmeldungen zum Medienrundgang um 17.00 Uhr an
Iris Ruprecht und steht Ihnen gerne auch für weitere Fragen und Bildmaterial zur Verfügung.
Grand Tour of Switzerland, David-Scholl, Diplomarbeit 2023
Diplomausstellung 2023 – HAPPILY EVER AFTER
Medienmitteilung
01.05.2023
Die diesjährige Diplomausstellung der F+F Schule für Kunst und Design der fünf HF-Studiengänge Film, Fotografie, Kunst, Modedesign und Visuelle Gestaltung zeigt die Arbeiten von insgesamt 33 Absolvent:innen und markiert damit den Abschluss einer intensiven Studienzeit. Ende gut, alles gut?
In einer von unzähligen Krisen gezeichneten Welt scheint uns langsam bewusst zu sein, dass jenes Happy End, von dem wir zu träumen gelernt haben, sich vielleicht nie verwirklichen wird. Dennoch vermittelt uns die kapitalistische Weltlogik eine Vorstellung des ultimativen Glücks, für das wir allerdings selbst verantwortlich sind. Zum Greifen nah und doch so fern. Diesem Weg des «Glücks» jedoch bewusst zu entgehen, scheint sinnlos – denn wer möchte schon traurig sein?
Nicht ohne Ironie ist «Happily Ever After» ein ungewisser, doch optimistischer Blick in die Zukunft der Diplomierenden und zugleich eine Momentaufnahme ihres umfassenden Arbeitsprozesses: Sie stellen sich (selbst-)kritischen Fragen, verorten sich in ihrer eigenen Realität genauso wie in wunderbaren Wunschwelten. Es ist Zeit, gemeinsam nach neuen Wegen zu suchen, um mit den Herausforderungen der Welt zu leben, in Beziehung zu anderen zu stehen und neue gestaltlose Formen des Glücks zu erträumen.
Die HF-Diplomausstellung wird von Marlene Bürgi kuratiert und findet vom 1. bis am 11. Juni 2023 in den Räumen der F+F, Flurstrasse 89, in Zürich-Albisrieden statt.
Vernissage: Mittwoch, 31. Mai 2023
Performances:
- 19.00 Uhr: Time to Plant von Karoline Zepter
- 19.15 Uhr: Die Anderen sind n(ich)t von Chiara Siciliano
- 19.30 Uhr: ARE YOU QUALIFIED? von Caroline Alexandra Stadelmann
Die F+F freut sich über Anmeldungen an
Iris Delruby Ruprecht und steht Ihnen gerne auch für weitere Fragen und Bildmaterial zur Verfügung.
Öffentliche Veranstaltungen
Vorkurs berufsbegleitend
Abschlussausstellung Vorkurs berufsbegleitend 2020
Vernissage
Fr. 25.09.2020, 18.00–21.00 Uhr
Ausstellung
26.–28.09.2020
F+F, Flurstrasse 89, 8047 Zürich, Erdgeschoss
Auch am Samstag geöffnet, Student*innen sind durchgehend anwesend und geben gerne Auskunft.
Begrüssung
Christoph Lang, Rektor
Efa Mühlethaler, Leiterin Weiterbildung
18.30 Uhr, im Erdgeschoss
Öffnungszeiten
Sa./So. 15.00–20.00 Uhr, Mo. 15.00–19.00 Uhr
Absolvent:innen
- Nikita Evdokimov
- Laurence Favre
- Nathalie Küng
- Antoinette Mendy Mama Afrika
- Roba Musa
- Dominique Zurbriggen
Wir erfassen beim Eintritt – zwecks Contact-Tracing – die Kontaktangaben der Besucher:innen und empfehlen eine Schutzmaske zu tragen.
Facebook-Event Abschlussausstellung
Öffentliche Veranstaltungen
Gestalterischer Vorkurs
Abschlussausstellung Vorkurs/Propädeutikum 2020
Vernissage: Live-Stream
Do. 07.05.2020, 18.00 Uhr
Online-Präsentation
08.–15. Mai 2020
Vernissage: Live-Streaming
Donnerstag, 7. Mai 2020, 18.00 Uhr
Begrüssung: Christoph Lang, Rektor
vkabschlussausstellung.ffzh.ch
Online-Abschlusspräsentation
8.–15. Mai 2020
Das hat es in der Geschichte der F+F noch nie gegeben: Erstmals findet eine Abschlussausstellung virtuell statt. Der aktuellen Situation zum Trotz stellen die Vorkursschüler*innen in täglich wechselndem Programm eine Auswahl ihrer Arbeiten persönlich vor.
Parallel dazu gewähren wir Einblick in die Mappen und Portfolios, die den Entstehungs- und Entwicklungsprozess aufzeigen. Dazu gibt es auch ein «Best of» der Arbeiten, ausgewählt von den Dozierenden.
Zu sehen sind Arbeiten aus dem Schuljahr 2019/20 von: Steven Albrecht, Ornella Amrein, Sara Bilge Andreani, Leo Baer, Vera Batke, Mira Berchtold, Jade Comiskey, Nerina Corbat, Violette Deplazes, Francesca Dougan, Amira El Gabri, David Escobar, Sonam Faoro, Lina Gosteli, Tobias Grätzer, Lara Häfliger, Michèle Hochstrasser, Yannic Jeker, Joana Karavouli, Linn Küstahler, Aven Lim, Lia Looser, Benno Marti, Julian Meier, Karina Ottowitz, Ben Reusser, Ella Rocca, Dave Saint, Iliria Sala, Nilu Schaumburger, Beatriz Schenker, Vanessa Schmutz, Enya Seiler, Vera Steiner, Irina Merit Stöcker, Aylin Süer, Jael Sulger, Noëmi Tobler, Rebecca Walder, Carla Walker, Florentina Walser, Abhivir Wig, Cassandra Zehnder, Vanessa Zimmermann, Sophie Zurlinden
Facebook-Event
F+F Vorkurs/Propädeutikum
Öffentliche Veranstaltungen
Gestalterischer Vorkurs
Abschlussausstellung Vorkurs/Propädeutikum 2016
Vernissage
04.05.2016
18.00–21.00 Uhr
Ausstellung
05.05–12.05.2016
Öffnungszeiten
10.00–18.00 Uhr, auch an Auffahrt, Samstag und Sonntag
Flurstrasse 89, Zürich, EG, Foyer
Auch am Wochenende geöffnet, Schüler_innen sind durchgehend anwesend und geben gerne Auskunft.
Begrüssung
Christoph Lang, Rektor
Sabine Hagmann, Leitung Vorkurs
18.30 Uhr, im Erdgeschoss
Arbeiten aus dem Schuljahr 2015/16 von: Enrico Allia, Helen Baumann, Valentin Baumann, Raphael Benz, Marino Bircher, Louise Bozelec, Davide Bruggisser, Lia Burkhart, Cecilia Bürli, Jasmine Colombo, Helena Manuela Deck, Otto Diekgerdes, Samuel D'Urso, Deborah Emmenegger, Tonia Elena Erismann, Theodora Farmakis, Géraldine Greutert, Nicolas Hadorn, Giovanna Hasler, Runa Änea Kaja Huber, Lea Kalfus, Timon Kiefer, Lara Konrad, Deiara Kouto, Ronja Laim, Adriana Leite Rodrigues, Patrycja Makarewicz, Amina Nabi, Lucrezia Omlin, Melsa Polat, Marc Reidy, Melanie Rohner, Tiziana Rudin, Kim Schnellmann, Michael Schönenberger, Dara Stacher, Kim Stebler, Clarissa Sternbauer, Robert Szolansky, Sophia Vaccani, Aline von Dach, Jules von Däniken, Lara Wetter, Simon Wolf, Fiona Zellweger, Cheryl Lisa Zurbriggen
KOPF SACHE, Tobias Strebel, Diplomarbeit Visuelle Gestaltung HF, 2025
Diplomausstellung 2025 – WAY FINDING
Medienmitteilung
30.04.2025
Die diesjährige Diplomausstellung der F+F Schule für Kunst und Design der fünf HF-Studiengänge Film, Fotografie, Kunst, Modedesign und Visuelle Gestaltung zeigt die Arbeiten von insgesamt 21 Absolvent:innen.
Vom Weg abkommen, die Orientierung verlieren, aber auch die eine oder andere Abkürzung entdecken. Was wohl jeden kreativen Prozess nährt, finden wir auch im Leben wieder: persönliche Wege, die zwischenzeitlich schnurstracks verlaufen mögen, dann aber wieder voller Windungen, steil und steinig sind. In unserer hyperindividualisierten Gesellschaft fühlen sie sich nicht selten einsam an. Dabei gibt es kaum so viele Wege wie Menschen. Schauen wir also besser nicht nur auf den Boden vor den eigenen Füssen, sondern auch links und rechts.
Vom Wege suchen, finden und teilen erzählen viele Projekte in der Ausstellung. «Wayfinding» meint hier den Weg zum Ziel beschreiben, Verbindungen eingehen, solidarisch handeln. Mit der diesjährigen Diplomausstellung stellt der kreative Prozess von 21 Absolvent:innen kurz still, öffnet sich und hält nach neuen Dialogpartner:innen Ausschau. Danach geht es weiter – auf neuen direkten und indirekten Wegen. Filmemacher:in, Grafiker:in, Künstler:in, Fotograf:in oder Modedesigner:in zu werden bedeutet nicht, aus sicherer Distanz die Welt zu kommentieren, sondern sich mitten in sie hineinzubegeben, in ihre Probleme und Fragen und auf ihre Wege. Wie orientieren wir uns in einer von Krisen geschüttelten Welt? Wie treten wir miteinander in Beziehung? Wie schaffen wir Bilder und Formen für das Unmögliche?
Die HF-Diplomausstellung wird von Yasmin Afschar kuratiert und findet vom 29. Mai bis am 9. Juni 2025 in den Räumen der F+F, Flurstrasse 89, in Zürich-Albisrieden statt.
Vernissage: Mittwoch, 28. Mai 2025, 18.00 Uhr, Begrüssung durch
Christoph Lang, Rektor und
Yasmin Afschar, Kuratorin um 18.30 Uhr
Die F+F freut sich über Anmeldungen zum Medienrundgang um 17.00 Uhr an
Iris Ruprecht und steht Ihnen gerne auch für weitere Fragen und Bildmaterial zur Verfügung.
Diplomausstellung Studiengänge HF 2025
Vernissage
Mi. 28.05.2025, 18.00–21.00 Uhr
Ausstellung
29.05.–09.06.2025
F+F, Flurstrasse 89, 8047 Zürich
Begrüssung
Christoph Lang, Rektor
Yasmin Afschar, Kuratorin
18.30 Uhr, Erdgeschoss
Vernissage
Mittwoch, 28. Mai 2025, 18.00–21.00 Uhr
Öffnungszeiten
Mo.–Fr. 12.00–20.00, Sa./So. 12.00–18.00 Uhr
Öffentlicher Rundgang
mit der Kuratorin Yasmin Afschar
Sonntag, 1. Juni 2025, 11.00 Uhr
Fashion Show
Freitag, 6. Juni 2025,
17.30,
19.00 und
20.30 Uhr
Studiengang Film HF
- Ursula Engel
- Noah Hinder
- Elena Morena Weber
Studiengang Kunst HF
- Jolanda Gerber
- Ulyana Hukasova
- Ronja Nora
- Valentin Rupp
- Luis Schmidlin
- Raphael Sigel
Studiengang Modedesign HF
- Catherine Hügi
- Kathy Jeilyn Matos
- Xenia Mühlbauer
- Noemi Nueñz
Studiengang Visuelle Gestaltung HF
- Elias Beck
- Marc Carigiet
- Maurice Filliol
- Nina Gertsch
- Deike Staikov
- Tobias Strebel
- Jezica Anne Styger
- Emma Caroline Willimann
Öffentliche Veranstaltungen
Gestalterischer Vorkurs
Abschlussausstellung Gestalterischer Vorkurs 2026
Vernissage
Mi. 06.05. 2025, 18.00–21.00 Uhr
Ausstellung
07.–12.05.2026
F+F, Flurstrasse 89, 8047 Zürich
Vernissage
Mittwoch, 6. Mai 2026, 18.00–21.00 Uhr
F+F, Flurstrasse 89, 8047 Zürich, im Erdgeschoss
Begrüssung
Christoph Lang, Rektor
Alexandra D’Incau, Leiterin Vorkurs
18.30 Uhr, Ergeschoss
Öffnungszeiten Ausstellung
Donnerstag–Dienstag, 7.–12. Mai 2026, 12.00–17.00 Uhr
Die Ausstellung ist auch am Wochenende geöffnet
Arbeiten aus dem Schuljahr 2025/26 von: Alba Alampi, Fiona Auf der Mauer, Shirin Blatter, Matteo Böck, Jara Brügger, Leonie Brühlmann, Benjamin Busch, Linda Carigiet, Ella Dierbach, Anaïs Grieder, Mina Gubler, Benjamin Hagmann, Yannick Hobbins, Isa Kindlimann, Hayden Kiser, Joaquín Krebs, Elin Lefèvre, Jana Marti, Louisa Menke, June Mittelholzer, Laura Müller, Paul Müller, Nina Pavlovic, Eva-Luna Pazin, Mathieu Preuss, Vanessa Primisser, Fynn Reichlin, Elly Richei, Serena Russo, Nia Sadiq, Gabriel Schnipp, Felix Schönthier, Karina Sener, Luna Senn, Leeloo Stellrecht, Sophie Strehlau, Atlas Turner, Lea Uchtenhagen, Aidan Wyman
Marino Svellenti, Gesundheit, Filmstill, Studiengang Film HF, 2026
Diplomausstellung 2026: Past Futures – Future Pasts
Medienmitteilung
18.05.2026
Die diesjährige Diplomausstellung der F+F Schule für Kunst und Design der fünf HF-Studiengänge Film, Fotografie, Kunst, Modedesign und Visuelle Gestaltung zeigt die Arbeiten von insgesamt 33 Absolvent:innen.
Jeder künstlerischen Praxis ist das Potenzial eines Anfangs eingeschrieben: die Möglichkeit, etwas hervorzubringen, das sich der gegebenen Ordnung entzieht. Getragen von Neugier ermöglicht die Imagination, Strukturen kritisch zu hinterfragen und eigene Ausdrucksformen zu erproben. In krisenhaften Zeiten, in denen eine Zukunft jedoch weder denk- noch vorstellbar erscheint, gerät die Idee des Anfangens unter Druck. An ihre Stelle tritt nicht selten eine Haltung des Misstrauens, die eine vermeintlich sichere Position verspricht. Die Rückkehr zum Bekannten operiert dabei als doppelte Präsenz: Schutz und kritische Distanz zugleich.
Mit
Past Futures – Future Pasts wird der Studienabschluss nicht als linearer Endpunkt verstanden, sondern als Möglichkeitsraum. Vergangenheitserzählungen und Zukunftsentwürfe, werden befragt und neu imaginiert. Die diesjährigen Absolvent:innen setzen dem verengten Vorstellungsvermögen eine Öffnung entgegen. Im Zentrum der Diplomausstellung der F+F steht eine Hinwendung zur Welt.
Die Arbeiten der 33 Absolvent:innen aus den fünf HFStudiengängen verbindet eine Formensprache, die Prozesse des In-Bezug-Setzens offenhält. Im Spannungsfeld von kollektiver Einbindung und individuellem Ausdruck kontextualisieren die Absolvent:innen Neues oder irritieren Vertrautes, ohne die Differenz aufzulösen. So entstehen Momente geteilter Aufmerksamkeit, die den Raum des Vorstellbaren erweitern.
Die HF-Diplomausstellung wird von Céline Matter kuratiert und findet vom 28. Mai bis am 8. Juni 2026 in den Räumen der F+F, Flurstrasse 89, in Zürich-Albisrieden statt.
Vernissage: Mittwoch, 27. Mai 2026, 18.00 Uhr, Begrüssung durch
Christoph Lang, Rektor und Céline Matter, Kuratorin um 18.30 Uhr
Die F+F freut sich über Anmeldungen zum Medienrundgang um 17.00 Uhr an
Iris Ruprecht und steht Ihnen gerne auch für weitere Fragen und Bildmaterial zur Verfügung.
Behind the scenes, Sarai Marti, Fach Reportage, Fachklasse Fotografie EFZ, 2024
Im Jahresbericht der F+F zum Schuljahr 2023/24 blicken der Rektor Christoph Lang und die Abteilungen auf ein produktives und ausgeglichenes Jahr zurück. Die Abteilungberichte schildern die Highlights des vergangenen Schuljahres und der Geschäftsbericht zeigt, dass die Stiftung F+F in einer finanziell robusten Verfassung ist. Der Bericht gibt somit einen persönlichen Einblick in unseren Schulbetrieb.
F+F Festival, Bettina Diel, 2021
Das Festival zum 50-jährigen Bestehen der F+F Schule für Kunst und Design im Migros Museum für Gegenwartskunst war in dieser Form auch für Rektor Christoph Lang, Projektleiter ff1971, Michael Hiltbrunner und eine Arbeitsgruppe bestehend aus Geraldine Tedder, Daniel Hauser, Sabine Hagmann und Tasnim Baghdadi eine Art Novum. Die anhaltende Corona-Pandemie machte den Anlass zum Thema «Radical Education» in organisatorischer Hinsicht zwar nicht gerade zum Kinderspiel, Rektor Lang gibt sich nach zwei Festivaltagen aber dennoch sehr zufrieden: «Es war fantastisch zu sehen, wie sich die Leute vermischt haben – alte und junge Leute, Menschen, die wir noch nicht kannten. Der Austausch in einem vollen Raum war sehr toll.» Vor allem das Pecha Kucha, in dem ehemalige Dozierende wie Monika Dillier, Peter Jenny, Mélanie Moser oder Mike Hentz und Schüler:innen der F+F in 20 Bildern à 20 Sekunden einen Kurzvortrag hielten, sorgte bei Lang für Begeisterung: «Das war sehr interessant. Dass wir auch einen YouTube-Stream davon gemacht haben, finde ich grossartig. Das Video wird auch jetzt noch oft angeklickt.»
Bezüglich des Zeitpunkts gibt sich Lang selbstkritisch – auch, wenn die Festivalleitung einige Faktoren wie z.B. die Zertifikats-Pflicht nicht beeinflussen konnte. Ausserdem sei der Semesterstart an den Hochschulen in dieselbe Woche gefallen – «das war nicht optimal». Aber: «Einen Teil des Semesters als Festival zu begreifen und öffentlich zu machen, fände ich eine reizvolle Form». Die nächste Chance dazu ergibt sich mit dem «Grand Hotel F+F» bereits im Juli 2022.
Nicht nur beim F+F-Rektor, auch beim Publikum waren die Reaktionen auf das F+F-Festival durchwegs positiv, sogar wenn viele Gäste aus unterschiedlichen Gründen nicht dabei sein konnten: «Von ihnen wurde grosses Interesse an den Themen formuliert», fasst Lang zusammen.
Ähnlich sieht es Projektleiter Hiltbrunner: «Es war grossartig, zu sehen, dass die verschiedenen Generationen dieser Schule und auch andere Interessierte zusammenkommen und die heutige Situation mit dem alten Archiv verhandeln können.» Selbst wenn der Ansturm auf das Festival am Freitag erst gegen den Abend zunahm, ist Hiltbrunner von den vielen Workshops, Vorträgen und Spaziergängen mehr als angetan: «Man möchte, dass so etwas wieder stattfindet – und das nicht unbedingt nur im Museum, sondern auch an unserer Schule oder sonst wo. Seien es extreme Beispiele wie die Klausur [von Mike Hentz] oder Diskussionen mit dem Künstlerinnen-Kollektiv Justament: Das macht Lust auf mehr!»
Text: Laszlo Schneider
Leerer Galerieraum im Löwenbräu, Foto: Christoph Lang, 2018
Öffentliche Veranstaltungen
Kunst HF
The Art Student as Curator
Vernissage
Mi. 04.04.2018
Ausstellung
05.04.–26.04.2018
Löwenbräu, Zürich
Jetzt wird's Ernst: während eines Workshops im Studiengang Kunst HF werden Studierende zu Kurator_innen. Und zwar nicht unter Laborbedingungen, sondern in echt. Angeleitet von der Künstlerin Clare Goodwin lernen sie während mehrerer Wochen alle Etappen des Kuratierens kennen: Produktion, Auswahl, Zusammenstellung von Kunstwerken, Transport und Versicherung, Sponsoring und die Einrichtung in einem Ausstellungsraum – bis zur Begegnung mit dem Publikum.
Die Studierenden erstellen dabei auch selbst Werke und können, dank großzügiger Bereitstellung der ehemaligen Räume der Galerie Eva Presenhuber im Löwenbräu, sich mit der schwierigen Aufgabe konfrontieren, sie auf fast 600 Quadratmetern zu präsentieren. Der Workshop startet Anfang März. Danach erlaubt eine erste Zusammenarbeit mit der französischen Partner-Hochschule, der École supérieure d'art de Clermont Métropole (esacm), auch die wichtigen Schritte der Postproduktion kennen zu lernen.
Unter dem Titel (frei nach dem von unserem Autor Daniel Morgenthaler veranstalteten Zyklus zur Kunstkritik) wird unser Autor J. Emil Sennewald die Studierenden in die Grundlagen der Kunstkritik einführen. Resultat wird ein von diesen in Reaktion auf die Ausstellungserfahrung verfasster Text sein, der im Juni-Heft des Kunstbulletin erscheinen soll. J. Emil Sennewald lehrt Philosophie an der esacm und wird einige französische Studierende mit nach Zürich bringen. Clare Goodwin reist im Gegenzug Anfang Mai mit einigen Studierenden der F+F nach Clermont-Ferrand, um dort an einem Ausstellungsprojekt der esacm mitzuwirken.
Diplomausstellung
Studiengänge HF 2022
Vernissage
Mi. 01.06.2022
Ausstellung
02.–12.06.2022
Flurstrasse 89, 8047 Zürich
Begrüssung
Christoph Lang, Rektor
Sarah Merten, Kuratorin
18.30 Uhr, Erdgeschoss
Öffnungszeiten
Di.–Fr. 12.00–20.00 Uhr, Sa.–Mo. 12.00–18.00 Uhr
Studiengang Film
Andreas Eberhard
Marie-Anne Hafner
Studiengang Fotografie
Randy Aswindo Graf
Nadia Serbout Stäuli
Kristina Slavska
Daniel Valance
Lukas Zingg
Studiengang Modedesign
Michelle Pfiffner
Studiengang Kunst
Julia Aschwanden
Eulalie Svetlana Blanc
Soraya Gmür
Tatjana Hartmann
Nico Ramon Kastner
Alexandra Paya
Jolan Rohlf
Denis Savi
Aurel Schulenburg
Studiengang Visuelle Gestaltung
Lisa Hirt
Noemi Müller
Karin Venosta
Caroline von Moos
Binyam Taye Tadele
Facebook-Event
Filmstill aus dem Diplomfilm Ex-Nihilo von Bianca Gadola, 2020
F+F Förderpreis 2020
Bianca Gadola, Studiengang Film HF
Alles ist relativ. Der Diplomfilm
Ex-Nihilo von Bianca Gadola ist relativ gut – sogar so gut, dass die Jury ihr dafür einen Förderpreis der F+F, dotiert mit CHF 3 000.–, verleiht. Neben Bianca erhält auch Laura Heer-Vermot-Petit-Outhenin aus dem Studiengang Modedesign für ihre Kollektion
REALITY IS PERCEPTION einen Förderpreis. Aufgrund der hohen Qualität der diesjährigen Arbeiten, zeichnet der Stiftungsrat erstmals zwei Projekte aus.
Ex-Nihilo ist ein Film über das Filmemachen und die Entstehung des Weltalls aus dem Nichts. Oder wie Bianca selbst schreibt: «Es ist ein Film, der gerne ein Science-Fiction-Film wäre, sich jedoch in den Gesetzen und Begrifflichkeiten des Universums verliert und nicht viel mehr ist, als einen absurden Versuch, das Weltall zu verstehen.»
Die Autorin und Regisseurin Bianca Gadola vier Geschichten, die parallel verlaufen, sich kreuzen und sich gegenseitig ins Gehege kommen. Die Ebenen wandern vom Kleinen ins Grosse, von der Meta-Ebene ins Explizite: Die Szene, die Schauspielprobe, das Drehbuchschreiben und die Recherche. Schreiben die Drehbuchautorinnen (im Film) ihr Script um, ändert sich auch die Filmsequenz. In diesem Chaos der Gleichzeitigkeit beschreibt
Ex-Nihilo die Relativitätstheorie und verstrickt sie mit Camus Überlegungen zum sinnsuchenden Menschen im sinnlosen Universum. Welten prallen aufeinander – auch visuell.
Die kluge Konstruktion und die stimmige Inszenierung überzeugten die Jury des Förderpreises. Bianca ist ein «unterhaltsamer und visuell überzeugender Film gelungen», schreibt sie in ihrem Bericht. Die Jury gratuliert ihr und allen Mitwirkenden.
Und wie geht es für Bianca Gadola weiter? «Es ist noch vieles offen, vieles unklar - was ich momentan aber auch gerade schätze. Klar ist: ich werde weiter machen.»
Die Preise wurden anlässlich der Diplomfeier 2020 der HF-Studiengänge
Film,
Fotografie,
Kunst,
Modedesign und
Visuelle Gestaltung von
Rolf Staub (Präsident der Stiftung F+F) den beiden Preisträgerinnen überreicht. Der diesjährigen Jury gehörte
Nadja Baldini (Co-Kuratorin der Diplomausstellung),
Zuzana Ponicanova (Vertretung des Stiftungrates) und
Christoph Lang (Rektor der F+F Schule für Kunst und Design als Delegierter der Schulleitung) an.