Christoph Lang

Christoph Lang

Rektor

*1971, Lehrerausbildung, Studium der Theaterwissenschaften, Szenografie, Architekturgeschichte und -theorie. 1999–2011 künstlerische und kuratorische Projekte mit dem Label value. Wissenschaftlicher Mitarbeiter am IFCAR. 2009–15 Dozent am Master Kunst an der Hochschule Luzern und Forscher in der Forschungsgruppe Kunst, Design & Öffentlichkeit. Gastdozenturen in den Bereichen Kunst, Kunstvermittlung und Architektur. Seit 2015 Rektor der F+F. Von 2023 bis 2025 im Vorstand der Swiss Design Schools.

Jahresbericht 2020/21
Im Jahresbericht der F+F zum Schuljahr 2020/21 blicken der Stiftungsratspräsident Rolf Staub und Rektor Christoph Lang ein ereignisreiches Jahr zurück. Der Jahresbericht steht hier zum Download bereit.
Jahresbericht 2024/25
Backstage Reportage der Diplom Fashion Show 2025, SWEEP: BEING UNSEEN IS THE NEW BLACK von Kathy Jeilyn Matos, Studiengang Modedesign HF, Foto: Johanna Encrantz
Im Jahresbericht der F+F Schule für Kunst und Design zum Schuljahr 2024/25 blicken Stiftungsratspräsident Rolf Staub, Rektor Christoph Lang sowie die Abteilungen auf ein ereignisreiches und inspirierendes Jahr zurück. Der Bericht bietet Einblicke in die Entwicklungen, Projekte und Highlights des vergangenen Schuljahres und reflektiert das vielseitige Engagement der F+F-Community.

Der vollständige Jahresbericht steht hier zum Download bereit.
Ausstellungen
Öffentliche Veranstaltungen
Vorkurs berufsbegleitend
Abschlussausstellung Vorkurs im Modulsystem, berufsbegleitend 2017
Vernissage
Mi. 28.06.2017, 18.00–21.00 Uhr
Ausstellung
29.06–01.07.2017
Do.–Sa. 15.00–20.00 Uhr
Flurstrasse 89, 8047 Zürich, Erdgeschoss

Begrüssung, 18.30 Uhr
Christoph Lang, Rektor
Efa Mühlethaler, Leiterin Weiterbildung 
 
Abschlussarbeiten von:
Hannah Ambass 
Heidi Hofer 
Katarzyna Nowak 
Kurt Stettler
Julia Trachsel
Eva Vonesch
Evelyn Maria Vonesch 
Ausstellungen
Öffentliche Veranstaltungen
Gestalterischer Vorkurs
Abschlussausstellung Vorkurs/Propädeutikum 2023
Vernissage
Mi. 10.05.2023
Ausstellung
11.–16.05.2023
F+F, Flurstrasse 89, 8047 Zürich
Begrüssung
Christoph Lang, Rektor
Alexandra D’Incau, Leiterin Vorkurs
18.30 Uhr, Ergeschoss

Öffnungszeiten
Do.–Di. 11.–16. Mai 2023,
10.00–17.00 Uhr
Die Ausstellung und die F+F Kantine sind auch am Wochenende geöffnet

Arbeiten aus dem Schuljahr 2022/23 von:
Elisabeth Aksan, Arwen Andenmatten, Nalina Andreossi, Lisa  Bagattini, Zoë  Blackwell, Selina Boyadjiev, Lia Eggimann, Josia Ettlin, Isabel Fernandez, Veronica Fifere, Lou Fistarol, Anna Gooss, Céline Gossweiler, Noelani Graf, Nox Shoshana Grünenfelder, Alicia Gysel, Shakira Hensch, Neo Zora Heusser, Ethan Hope, Julia Hösli, Gabriele Isepponi, Flurina Keller, Ronja Kocher, Nathania Krüsi, Noelig Le Guerer, Loe Lehmann, Xiaotian Liu, Lucy Lüscher, Nicolas Lutiger, Jesica Machacka, Ilona Marggi, Giulia Mercogliano, Samira Modenese, Zoë Müdespacher, Alessia Niederberger, Luisa Oehen, Anna Reimer, Anja Rüssli, Louise Schmid, Julia Schupp, Jenny Stäubli, Rea Streule, Lilian Sturzenegger, Leony Ta, Sonja Winkler, Lily Wirth

Facebook-Event

Diplomausstellung
Studiengänge HF
Vernissage
Mi. 25.05.2016
18.00–21.00 Uhr
Ausstellung
26.05–05.06.2016
Di.–Fr. 12.00–20.00 Uhr
Sa.–So. 12.00–18.00 Uhr
Flurstrasse 89, Zürich
EG, im Foyer
Einladung zur Vernissage und Ausstellung der Diplomausstellung der Studiengänge HF 2016:

Begrüssung, 18.30 Uhr
Christoph Lang, Rektor
Claire Hoffmann, Kuratorin

Diplomandinnen und Diplomanden:

Studiengang Bildende Kunst HF
Christine Helena Wyss-Scheffler 

Studiengang Fotografie HF 
Olivia Bertschinger 
Damian Byland 
Valentina De Pasquale 
Marina Fischer 
Jeff Lanuza 
Lara Messmer 
David Petrig 
Begüm Ürek 

Studiengang Film HF
Nora Hunziker 

Studiengang Visuelle Gestaltung HF 
Lea Grueber 
Anna-Lena Pontet 

Die F+F freut sich auf zahlreichen Besuch!
Diplomausstellung Studiengänge HF 2023
Vernissage
Mi. 31.05.2023
Ausstellung
01.–11.06.2023
F+F, Flurstrasse 89, 8047 Zürich
Begrüssung
Christoph Lang, Rektor
Marlene Bürgi, Kuratorin
18.30 Uhr, Erdgeschoss

Performances
  • 19.00 Uhr: TIME TO PLANT von Karoline Zepter
  • 19.15 Uhr: Die Anderen sind n(ich)t von Chiara Siciliano
  • 19.30 Uhr: ARE YOU QUALIFIED? von Caroline Alexandra Stadelmann
Rundgang
Am Mi. 7. Juni, um 18.00 führt die Kuratorin Marlene Bürgi durch die Ausstellung

Öffnungszeiten
Mo.–Fr. 12.00–20.00 Uhr, Sa.–So. 12.00–18.00 Uhr

Studiengang Film
  • Sana Al Mor
  • Benjamin Brunner
  • Magnus Luca Langset
  • Elia Meierhofer
  • Jacqueline Muggli
  • Lukas Zingg
Studiengang Fotografie
  • Marvin Jumo
  • Mike Niederberger
  • David Scholl
  • Seraina Semmelroggen
  • Jeffrey Spörri
  • Sophie Zurlinden
Studiengang Kunst
  • Miro Frei
  • Christoph Hornung
  • Barbara Maria Schwarz
  • Chiara Siciliano
  • Caroline Alexandra Stadelmann
  • Karoline Zepter
Studiengang Modedesign
  • Francesco Fanelli
  • Lejla Osmani
  • Elira Sadiku
  • Natalie Sery
  • Emina Topalovic
Studiengang Visuelle Gestaltung
  • Martina Frigg
  • Marc Gertsch
  • Tim Koch
  • Lucien Meier
  • Janik Neff
  • Timo Regitz
  • Stephanie Schmidli
  • Anastasiya Vachshuk
  • Simon Zellweger
  • Mike Zobrist
Facebook-Event
 
Vortrag von André Vladimir Heiz
Mittwoch, 28. Oktober, 18:15 h
Flurstrasse 89, Raum E03 im Parterre
Mit Begeisterung dran sein heisst nicht darüber stehen:
Grundlagen der Gestaltung – Das Standardwerk in vier Bänden.
André Vladimir Heiz gibt Einblick in die Werkstatt seiner Bücher.
In Wort und Bild.

Wir freuen uns auf zahlreiche Gäste!

Christoph Lang, Rektor
Ilia Vasella, Leitung Studiengang Visuelle Gestaltung HF
André Vladimir Heiz

http://tatwerk.n-n.ch
http://www.n-n.ch
Wohnatelier am Kochpark, Foto: Christoph Lang
Mitteilungen
Öffentliche Veranstaltungen
Kunst HF
Atelierstipendium für Zürcher Künstler:innen an der F+F
Mitte Januar 2027 bis Mitte Dezember 2027
F+F Schule für Kunst und Design
Im Rahmen der Kunststipendien der Stadt Zürich vergeben wir gemeinsam mit dem Ressort Bildende Kunst einen einjährigen Aufenthalt in einem grosszügigen Wohnatelier im Hauptgebäude der F+F Schule für Kunst und Design. Neben Atelier und Wohnraum wird ein monatlicher Beitrag von CHF 1’000.– an die Lebenshaltungskosten ausgerichtet.

Das Stipendium richtet sich an Künstler:innen der Stadt Zürich, die in Zürich arbeiten möchten und gleichzeitig eine inspirierende, professionelle Umgebung zur Weiterentwicklung ihrer künstlerischen Praxis suchen. Es bietet eine hervorragende Möglichkeit zur kontinuierlichen, fokussierten Produktion innerhalb der Stadt, ohne den sozialen oder beruflichen Kontext verlassen zu müssen.

Hier gehts zur Ausschreibung!

Denis Savi, Vuoto a perdere und Traiettorie invisibili, Diplomarbeit 2022
F+F Förderpreis 2022
Denis Savi, Studiengang Kunst HF
Die diesjährige Diplomausstellung der fünf HF-Studiengänge Film, Fotografie, Kunst, Modedesign, und Visuelle Gestaltung der F+F Schule für Kunst und Design trägt den Titel «Kunst fürs Leben!» und macht deutlich, dass die Zeiten von pandemiebedingter Innerlichkeit sowie von «l’art pour l’art» definitiv vorbei sind.
 
Der Förderpreis der F+F wird im Rahmen der Diplomfeier verliehen. Nominiert werden die Werke von den jeweiligen Studiengangsleitungen. Zwei Projekte, die formal sehr unterschiedlich sind, haben die Jury dieses Jahr gleichermassen und besonders begeistert. Deswegen hat die Jury beschlossen, dem Vorschlag des Rektors Christoph Lang zu folgen, die Preissumme zu verdoppeln und dieses Jahr zwei Förderpreise  zu verleihen.
 
Beide Arbeiten stammen aus dem Studiengang Kunst. Ausgezeichnet mit dem Förderpreis 2022 der F+F wurden: Denis Savi und Tatjana Hartmann & Luischa Berlin. Der Förderpreis soll eine Ermutigung für die beiden Diplomand:innen sein, ihren eingeschlagenen Weg weiterzugehen und eine Bestätigung dafür, dass die Richtung stimmt.
 
Das Diplomprojekt von Denis Savi beschäftigt sich mit der «anhaltenden Krise des Erinnerns»: Vuoto a perdere (dt. «zu vernichtende Leere») besteht aus zwei Holzkisten, wie sie seit der Kolonialzeit für den Transport von Kulturgütern verwendet werden. Sie repräsentieren sowohl nicht restituierte Kunstwerke als auch nicht erzählte Geschichten der Unterdrückten. In Traiettorie invisibili (dt. «unsichtbare Bewegungen») werden die SOS-Koordinaten von Fluchtbooten auf dem Mittelmeer, die aus verschiedenen Gründen die europäischen Küsten nicht erreicht haben, in einem performativen Akt des Erinnerns in weisse Platten eingraviert. Damit möchte der Künstler auf die dramatischen Geschichten von Menschen aufmerksam machen, von denen die Öffentlichkeit gemeinhin nichts erfährt. 
 
Der Förderpreis der F+F wird seit 2017 verliehen und ist mit CHF 4 000.– Franken dotiert. Mit dem Förderpreis wird ein Diplomprojekt ausgezeichnet, das besonders überzeugend und vielversprechend ist. Der Jury gehört jeweils eine delegierte Person des Stiftungsrates an, der Rektor sowie der oder die Diplomkurator:in. Dieses Jahr bestand die Jury aus Sarah Merten, Christoph Lang und Rolf Staub.
Ausstellungen
Öffentliche Veranstaltungen
Fachklasse Grafik EFZ/BM
Abschlussausstellung Fachklasse Grafik EFZ/BM 2019
Vernissage
Mi. 03.07.2019, 18.00–21.00 Uhr
Ausstellung
04.–09.07.2019, 10.00–18.00 Uhr
Flurstrasse 89, 8047 Zürich, im Erdgeschoss
Das 1. und 2. Ausbildungsjahr der Fachklasse Grafik zeigen ausserdem ihre Semesterarbeiten.

Begrüssung
Christoph Lang, Rektor
Franziska Widmer, Leiterin Fachklasse Grafik
18.30 Uhr, im Erdgeschoss

Absolvent_innen 2019:
Moritz Alt
Deborah Althuser
Luisa Eichelberg
Maaike Fortuijn Harreman
Fabio Furlani
Sophie Güntensperger
Juleidi Huber
Rumi Lebbi
Alexander Loretz
Leo Mathis
Sina Reinhart
Léonard Roy
Linda Salioski
Alisha Schiesser
Mathilda Schnidrig
Joëlle Strasser
Alexandra Ziegler

Facebook-Event
Kontakte
Rektorat
Christoph Lang, Rektor
Bruno Hass, Prorektor
Lara Messmer, Rektoratsmitarbeiterin

Kommunikation & Marketing
Iris Delruby Ruprecht, Leitung
Heike Hansen, Mitarbeit 
Cristiana Contu, Mitarbeit

Fundraising
Michael Hiltbrunner

Exchange & Internationales
Daniel Hauser

Poolingkoordination
Maria Manzolini

Jugendkurse
Jasmine Colombo, Leitung

Gestalterischer Vorkurs
Alexandra D'Incau, Leitung
Carolina Misztela, Assitenz

Foundation Year (Propädeutikum)
Yannick Billinger, Leitung

Fachklasse Fotografie EFZ/BM
Marc Latzel, Leitung
Judith Stadler, Berufsbildnerin
Sara Pastor, Assistenz

Fachklasse Grafik EFZ/BM
Franziska Widmer, Leitung
Jens-Peter Volk, Berufsbildner
N. N., Assistenz

Film HF, berufsbegleitend
Daniel Hertli, Leitung
Tillo Spreng, Assistenz

Fotografie HF
Sarah Widmer, Leitung
Tillo Spreng, Assistenz

Kunst HF
Gökçe Ergör, Co-Leitung
Latefa Wiersch, Co-Leitung 

Modedesign HF
Nicole Schmidt, Co-Leitung
Heiner Wiedemann,​ Co-Leitung

Visuelle Gestaltung HF
Jeannine Herrmann, Leitung
Yannick Billinger, Assistenz

Weiterbildung Modedesign für Bekleidungsgestalter:innen EFZ
Nicole Schmidt, Co-Leitung
Heiner Wiedemann,​ Co-Leitung

Weiterbildungskurse
Ivan Becerro, Leitung
NEVERENDING I – Lärm machen, Kira van Eijsdens, Diplomarbeit 2021, Foto: Claudia Breitschmid
F+F Förderpreis 2021
Kira van Eijsden, Studiengang Kunst HF
Der F+F Förderpreis 2021 wird an Kira van Eijsden für ihre Arbeit NEVERENDING I – Lärm machen verliehen. Diese künstlerische Position, zusammen mit ihrer Performance ES BRODELT hat die Jury überzeugt und begeistert. Das Werk ist für die Jury nicht nur ausserordentlich gut durchdacht, sondern auch inhaltlich hochaktuell, brisant und ortsspezifisch, womit van Eijsden den Zuschlag erhält.

NEVERENDING I – Lärm machen besteht aus acht Monitoren, die auf einem äusserlich prekären Holzgerüst angebracht sind. Dieses hat die Künstlerin aus Materialien der vorhergehenden Ausstellung in der Kunsthalle direkt vor Ort aufgebaut. So hat sie Sprache und Material der Institution angeeignet und umgenutzt, um sich buchstäblich Raum zu verschaffen. Auf jedem der Monitore ist die Künstlerin als Performerin vor einem Green Screen zu sehen. Sie verkörpert dabei verschiedene Rollen und Rollenmuster, die Frauen zugeschrieben werden, und untersucht diese körperlich, sprachlich und musikalisch. Besucher*innen können über einen Schaltkasten zwischen den unterschiedlichen Filmen umschalten.

Die starke visuelle Präsenz und die zentrale Positionierung des Werks in der Ausstellung deckt sich mit der konzeptuellen und inhaltlichen Ausrichtung der Arbeit: van Eijsden will selbstbewusst und gezielt Platz einnehmen und fordert diesen ein. Der Künstlerin gelingt es somit sowohl inhaltlich wie auch räumlich ein klares Zeichen der Selbstermächtigung zu setzten.

Wut und Zorn gegen das Patriarchat und seine Auswucherungen werden in der Arbeit mal intim, mal wissenschaftlich oder musikalisch thematisiert. Mit Verve, Selbstkritik und einer Prise Selbstironie nähert sich van Eijsden der brisanten Thematik: eindringlich, kraftvoll, aber eben auch humorvoll.

Obwohl technisch aufwendig, wurden für das Holzgerüst vorhandene Mittel eingesetzt, wodurch ein weiteres hochaktuelles Thema wie die Nachhaltigkeit in der Kunstproduktion von der Künstlerin berücksichtigt wird.

Die Mehrkanal-Installation wirkt auf angenehme Art offen und skalierbar, ohne dabei beliebig zu sein. Die Jury schätzt sehr, dass gerade diese Offenheit Raum für Imagination und Reflektion lässt und damit weit über den Moment hinausweist. Den überzeugenden Einbezug des Publikums verstärkt zusätzlich diesen Aspekt. Besucher*innen wird eine Wahlmöglichkeit zugesprochen, ihre Agency wurde von der Künstlerin in der Werkkonzeption angelegt. Das heisst, das Publikum erhält die Macht, auszuwählen – aber auch Filme abzubrechen. So wird ihm Raum überantwortet, was keine kleine Geste ist, sondern zukunftsweisend.

Die Jury ist der Auffassung, dass mit der Diplomarbeit NEVERENDING I – Lärm machen eine Künstlerin ausgezeichnet wird, die eine sehr aktuelle Thematik formal zeitgemäss umgesetzt hat. Sie ist beeindruckt von der darstellerischen Präsenz, von der konzeptuellen Stringenz, vom Sinn für subversives Spiel und von der dem Werk innewohnenden Grosszügigkeit. Die Jury hofft, in naher Zukunft noch mehr von ihr als Künstlerin und Performerin zu sehen. Die Verleihung des Förderpreises soll Kira van Eijsen dabei bestärken, den eingeschlagenen künstlerischen Weg fortzuführen. Dafür wünschen wir ihr im Namen der Schule alles Gute und gratulieren.

Der F+F Förderpreis wird seit 2017 jährlich verliehen und ist mit CHF 4 000.– dotiert. Der Jury gehörten 2021 die Kuratorin der Diplomausstellung, Irene Grillo, der Direktor der Kunsthalle Zürich, Daniel Baumann und der Rektor der F+F Schule für Kunst und Design, Christoph Lang an.
Mitteilungen
3,2,1 – A performative Trilogy
Mi. 20.04.2016
Mi. 25.05.2016
Mi. 26.05.2016
jeweils um 19.00 Uhr
espace libre, visarte, Seevorstadt 73, Faubourg du Lac, Biel/Bienne
* se mouiller /sə mu.je/ (Figuré) S’impliquer en prenant des risques.

Nass werden; übertragen: sich in einer riskanten Sache engagieren, Mut zeigen. Die VIP sind zum gemeinsamen Hamambesuch geladen. Les VIP passent une soirée au hammam. And all others keep cool.
 
Gregory Hari, current artist at espace libre, Christoph Lang (F+F-Rektor), Claire Hoffmann (Kunsthistorikern), Kuratorin deuxpiece Basel, Berlin, Hudson, NY, Marynelle Debétaz, directrice des Spectacles français Bienne

…se mouillent.
Jahresbericht 2023/24
Behind the scenes, Sarai Marti, Fach Reportage, Fachklasse Fotografie EFZ, 2024
Im Jahresbericht der F+F zum Schuljahr 2023/24 blicken der Rektor Christoph Lang und die Abteilungen auf ein produktives und ausgeglichenes Jahr zurück. Die Abteilungberichte schildern die Highlights des vergangenen Schuljahres und der Geschäftsbericht zeigt, dass die Stiftung F+F in einer finanziell robusten Verfassung ist. Der Bericht gibt somit einen persönlichen Einblick in unseren Schulbetrieb.
Jahresbericht 2022/23

Untitled (Plastic Dreams), Arbeitspräsentation von Anastasiia Brek, Studiengang Kunst HF, 2023, Foto: Laura Egger

Im Jahresbericht der F+F zum Schuljahr 2022/23 blicken der Rektor Christoph Lang und die Abteilungen auf ein ereignisreiches Jahr zurück. Das Vorwort schreibt der Stiftungsratspräsident Rolf Staub. Das PDF steht hier zum Download bereit.
Diplomarbeit Mond/Still/Stand von Nora Ronja im Studiengang Kunst HF, 2025, Bild: Claudia Breitschmid
F+F Förderpreis 2025
Der F+F Förderpreis 2025 geht an Jael Bohm beziehungsweise Ronja Nora für das Projekt Mond/Still/Stand. Die 1996 geborene Winterthurerin ist Absolventin im Studiengang Kunst und sie überzeugt die Jury mit einer Textarbeit, die im Ausstellungsraum als Edition präsentiert wurde und sich über ein Tauschsystem in der Welt verbreitete.

Mond/Still/Stand ist ein kleines Buch, das in einer Auflage von 50 Stück produziert wurde. In dieser Textarbeit erprobt Ronja Nora Sprache als Mittel der Selbstermächtigung. Mit Kurztexten, die Datumsangaben über mehrere Jahre hinweg folgen, legt sie uns aber nicht einfach ein Tagebuch vor, sondern vielmehr Skizzen und Selbstbeobachtungen verpackt in einer eigenständigen Sprache. Grundlage der Inhalte sind Archivmaterial der Künstlerin aus den vergangenen drei Jahren – Texte, die sich mit innerem Erleben und sprachlichen Ausdrucksformen von Trauma auseinandersetzen. Diese nutzt Ronja Nora als ihr Material, wie ein:e Bildhauer:in Ton oder Stein bearbeitet, und fügt und arrangiert diese Texte zu einer überzeugenden Form.  
 
Zentral ist die Untersuchung der eigenen Sprache. Wie kann sie Leiden und Schwierigkeiten widerspiegeln, ohne auf therapeutische Begrifflichkeiten oder explizite Gewaltdarstellungen zurückzugreifen? Und wie können wir Erfahrungen, unser Leben und unsere Gefühlswelten teilen? Hier setzt die Installation im Raum an. Am Abend nach der Vernissage waren keine der 50 Bücher mehr im Raum, sondern statt ihnen Gegenstände, welche die Besucher:innen eingeladen waren, gegen das Buch zu tauschen. Ronja Nora initiierte mit ihrer Einladung einen symbolischen Akt des sich Verbindens mit der Welt. Zurück bleibt ein Archiv von Gegenständen, von denen jeder einzelne seine eigene Geschichte erzählt. Im Besitz der Künstlerin leben diese weiter und werden - so hoffen wir – weiter bearbeitet. Die Bücher hingegen haben bei den 50 Besitzer:innen ein neues Dasein und eine neue Funktion, bleiben aber über die limitierte Auflage und dem Tausch miteinander verbunden. 
 
Die Installation von Ronja Nora transformiert Sprache in eine materielle prozesshafte Form. Dies ist nicht nur ein interessanter Beitrag zur Verwendung von Text und Sprache als Mittel und Material der bildenden Kunst, sondern auch ein gelungener Vorschlag, wie von und über Intimität, über Beziehungen und sich Verbinden als Notwendigkeit unserer Zeit gesprochen werden kann. 

Wir gratulieren Jael Bohm/Ronja Nora zu dieser Arbeit und möchten sie mit dem Förderpreis bestärken, den eingeschlagenen künstlerischen Weg weiter zu verfolgen: Wir sind gespannt darauf, mehr von ihr zu sehen und zu lesen.

Die Entscheidung fiel der Jury in diesem Jahr wieder ausserordentlich schwer. Die Jury möchte daher zwei weitere Projekte speziell erwähnen, die sie überzeugend fand: Die Diplomkollektion von Kathy Jeilyn Matos SWEEP: BEING UNSEEN IS THE NEW BLACK und insbesondere deren konzeptioneller Zugang berührte die Jury gleichermassen wie der wunderbar musikalische Film von Elena Morena Weber Encore!

Der Förderpreis der F+F wird seit 2017 verliehen und ist mit CHF 4 000.– dotiert. Die Auszeichnung soll die Preisträger:innen darin bestärken ihr Projekt weiterzuverfolgen und den eingeschlagenen künstlerischen Weg fortzuführen. In diesem Jahr setzt sich die Jury aus dem F+F-Rektor Christoph Lang, dem Stiftungsratspräsident Rolf Staub, und der Kuratorin der diesjährigen Diplomausstellung, Yasmine Afschar, zusammen.
Ausstellungen
Öffentliche Veranstaltungen
Gestalterischer Vorkurs
Abschlussausstellung Gestalterischer Vorkurs 2026
Vernissage
Mi. 06.05. 2025, 18.00–21.00 Uhr
Ausstellung
07.–12.05.2026
F+F, Flurstrasse 89, 8047 Zürich
Vernissage 
Mittwoch, 6. Mai 2026, 18.00–21.00 Uhr
F+F, Flurstrasse 89, 8047 Zürich, im Erdgeschoss

Begrüssung
Christoph Lang, Rektor
Alexandra D’Incau, Leiterin Vorkurs
18.30 Uhr, Ergeschoss

Öffnungszeiten Ausstellung
Donnerstag–Dienstag, 7.–12. Mai 2026, 12.00–17.00 Uhr
Die Ausstellung ist auch am Wochenende geöffnet

Arbeiten aus dem Schuljahr 2025/26 von: Alba Alampi, Fiona Auf der Mauer, Shirin Blatter, Matteo Böck, Jara Brügger, Leonie Brühlmann, Benjamin Busch, Linda Carigiet, Ella Dierbach, Anaïs Grieder, Mina Gubler, Benjamin Hagmann, Yannick Hobbins, Isa Kindlimann, Hayden Kiser, Joaquín Krebs, Elin Lefèvre, Jana Marti, Louisa Menke, June Mittelholzer, Laura Müller, Paul Müller, Nina Pavlovic, Eva-Luna Pazin, Mathieu Preuss, Vanessa Primisser, Fynn Reichlin, Elly Richei, Serena Russo, Nia Sadiq, Gabriel Schnipp, Felix Schönthier, Karina Sener, Luna Senn, Leeloo Stellrecht, Sophie Strehlau, Atlas Turner, Lea Uchtenhagen, Aidan Wyman
Tatjana Hartmann, fucking good art, Diplomarbeit 2022, Foto: Randy Graf
F+F Förderpreis 2022
Tatjana Hartmann & Luischa Berlin, Studiengang Kunst HF

Die diesjährige Diplomausstellung der fünf HF-Studiengänge Film, Fotografie, Kunst, Modedesign, und Visuelle Gestaltung der F+F Schule für Kunst und Design trägt den Titel «Kunst fürs Leben!» und macht deutlich, dass die Zeiten von pandemiebedingter Innerlichkeit sowie von «l’art pour l’art» definitiv vorbei sind.
 
Der Förderpreis der F+F wird im Rahmen der Diplomfeier verliehen. Nominiert werden die Werke von den jeweiligen Studiengangsleitungen. Zwei Projekte, die formal sehr unterschiedlich sind, haben die Jury dieses Jahr gleichermassen und besonders begeistert. Deswegen hat die Jury beschlossen, dem Vorschlag des Rektors Christoph Lang zu folgen, die Preissumme zu verdoppeln und dieses Jahr zwei Förderpreise  zu verleihen.
 
Beide Arbeiten stammen aus dem Studiengang Kunst. Ausgezeichnet mit dem Förderpreis 2022 der F+F wurden: Denis Savi und Tatjana Hartmann & Luischa Berlin. Der Förderpreis soll eine Ermutigung für die beiden Diplomand:innen sein, ihren eingeschlagenen Weg weiterzugehen und eine Bestätigung dafür, dass die Richtung stimmt.
 
Tatjana Hartmann & Luischa Berlin untergräbt in der Performance fucking good art (2022) jegliche Erwartungen an ihre Person und an ihre Kunst. In einem multimedialen Setting führt sie alle, die ihrer «Arbeitspräsentation» beiwohnen, auf ein Terrain der (Un-)Gewissheit. Sie spielt mit Vorurteilen und Verurteilungen, um diese Klischees im Handumdrehen als solche zu entlarven. fucking good art (2022) ist ein bissiger Kommentar gegenüber schubladisierendem Denken und Handeln sowie eine radikale Forderung nach künstlerischer und körperlicher Freiheit und Respekt und wird an der Vernissage für das Publikum öffentlich performt. 
 
Der Förderpreis der F+F wird seit 2017 verliehen und ist mit CHF 4 000.– dotiert. Mit dem Förderpreis wird ein Diplomprojekt ausgezeichnet, das besonders überzeugend und vielversprechend ist. Der Jury gehört jeweils eine delegierte Person des Stiftungsrates an, der Rektor sowie der oder die Diplomkurator:in. Dieses Jahr bestand die Jury aus Sarah Merten, Christoph Lang und Rolf Staub
Fazit zum F+F-Festival
F+F Festival, Bettina Diel, 2021
Das Festival zum 50-jährigen Bestehen der F+F Schule für Kunst und Design im Migros Museum für Gegenwartskunst war in dieser Form auch für Rektor Christoph Lang, Projektleiter ff1971, Michael Hiltbrunner und eine Arbeitsgruppe bestehend aus Geraldine Tedder, Daniel Hauser, Sabine Hagmann und Tasnim Baghdadi eine Art Novum. Die anhaltende Corona-Pandemie machte den Anlass zum Thema «Radical Education» in organisatorischer Hinsicht zwar nicht gerade zum Kinderspiel, Rektor Lang gibt sich nach zwei Festivaltagen aber dennoch sehr zufrieden: «Es war fantastisch zu sehen, wie sich die Leute vermischt haben – alte und junge Leute, Menschen, die wir noch nicht kannten. Der Austausch in einem vollen Raum war sehr toll.» Vor allem das Pecha Kucha, in dem ehemalige Dozierende wie Monika Dillier, Peter Jenny, Mélanie Moser oder Mike Hentz und Schüler:innen der F+F in 20 Bildern à 20 Sekunden einen Kurzvortrag hielten, sorgte bei Lang für Begeisterung: «Das war sehr interessant. Dass wir auch einen YouTube-Stream davon gemacht haben, finde ich grossartig. Das Video wird auch jetzt noch oft angeklickt.»

Bezüglich des Zeitpunkts gibt sich Lang selbstkritisch – auch, wenn die Festivalleitung einige Faktoren wie z.B. die Zertifikats-Pflicht nicht beeinflussen konnte. Ausserdem sei der Semesterstart an den Hochschulen in dieselbe Woche gefallen – «das war nicht optimal». Aber: «Einen Teil des Semesters als Festival zu begreifen und öffentlich zu machen, fände ich eine reizvolle Form». Die nächste Chance dazu ergibt sich mit dem «Grand Hotel F+F» bereits im Juli 2022. 

Nicht nur beim F+F-Rektor, auch beim Publikum waren die Reaktionen auf das F+F-Festival durchwegs positiv, sogar wenn viele Gäste aus unterschiedlichen Gründen nicht dabei sein konnten: «Von ihnen wurde grosses Interesse an den Themen formuliert», fasst Lang zusammen.

Ähnlich sieht es Projektleiter Hiltbrunner: «Es war grossartig, zu sehen, dass die verschiedenen Generationen dieser Schule und auch andere Interessierte zusammenkommen und die heutige Situation mit dem alten Archiv verhandeln können.» Selbst wenn der Ansturm auf das Festival am Freitag erst gegen den Abend zunahm, ist Hiltbrunner von den vielen Workshops, Vorträgen und Spaziergängen mehr als angetan: «Man möchte, dass so etwas wieder stattfindet – und das nicht unbedingt nur im Museum, sondern auch an unserer Schule oder sonst wo. Seien es extreme Beispiele wie die Klausur [von Mike Hentz] oder Diskussionen mit dem Künstlerinnen-Kollektiv Justament: Das macht Lust auf mehr!»

Text: Laszlo Schneider