Fachklasse Grafik EFZ/BM
Allgemeinbildender Unterricht (ABU) Lernbereiche Sprache, Kommunikation und Gesellschaft
Karin Baumann
Volker Fürst

Im Mittelpunkt der Bildungsziele des allgemeinbildenden Unterrichts stehen kommunikative Sprachkompetenzen, wie sie im persönlichen, beruflichen und gesellschaftlichen Kontext erforderlich sind. Diese Sprachkompetenzen basieren auf den neu entwickelten Grundlagen des Gemeinsamen Europäischen Referenzrahmen für Sprachen (GER).
Hinsichtlich der verschiedenen Berufe und Grundbildungen sind Schwerpunkte möglich. Der Lernbereich «Gesellschaft» umfasst acht Aspekte: Ethik, Identität und Sozialisation, Kultur, Ökologie, Politik, Recht, Technologie und Wirtschaft. Jeder Aspekt entspricht einem Blickwinkel, unter dem die persönliche, berufliche und gesellschaftliche Realität in den Themen des Schullehrplans bearbeitet wird. Bei der Behandlung eines Themas ergänzen sich die verschiedenen Aspekte und erlauben einen interdisziplinären Zugang aus verschiedenen Blickwinkeln. Zusätzliche Perspektiven wie Geschichte, Gender und Nachhaltigkeit erweitern diesen Zugang.
Fachklasse Grafik EFZ/BM
Fachklasse Grafik EFZ/BM
Du hast Fantasie und Freude an Farben und Formen. Schriftgestaltung und Typografie interessieren dich. Wenn du ausserdem Mut zum Experiment hast und neugierig darauf bist, wie du deine gestalterischen Fähigkeiten in der Berufspraxis anwenden kannst, bist du in der Fachklasse Grafik richtig.

Grafik Design ist allgegenwärtig in unserer Kultur und prägt einen beträchtlichen Teil unserer visuellen Eindrücke. Willst du dich vertieft mit Grafik Design auseinandersetzen und die Fachklasse Grafik besuchen, sind konzeptionelles und analytisches Denkvermögen und Experimentierlust gefragt, ebenso wie handwerkliche Fertigkeiten und sprachliche Kompetenzen. Als Grafikerin/Grafiker EFZ entwickelst du visuelle Konzepte, kommunizierst mittels Bild, Text und Farbe auf verschiedensten analogen und digitalen Medien. Du gestaltest und realisierst Broschüren, Bücher, Plakate und andere Printmedien sowie digitale Anwendungen wie Webseiten und Apps.

Grafik Designer:innen haben einen breiten Tätigkeitshorizont: Sie entwickeln Corporate Designs, Medien-, Informations- und Verpackungsgestaltungen, gestalten Bücher und Webseiten oder Benutzerführungen in öffentlichen Gebäuden. Diese Vielseitigkeit setzt voraus, dass die Lernenden an Entwicklungen des kulturellen, sozialen, politischen, wirtschaftlichen und wissenschaftlichen Lebens interessiert sind. Sie nehmen aktiv daran teil und bringen die nötige Offenheit für Neues mit.

Die abwechslungsreiche, vollschulische Ausbildung ist praxisnah gestaltet. Die Dozierenden bringen grosse Erfahrungen mit, denn sie sind ausnahmslos in grafischen Bereichen tätig. Die Ausbildung dauert acht Semester (vier Jahre) und schliesst mit dem Qualifikationsverfahren Grafikerin/Grafiker EFZ ab. Es besteht die Möglichkeit, parallel die gestalterische Berufsmaturitätsschule zu besuchen und diese als Grafikerin/Grafiker EFZ/BM abzuschliessen. 

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Fachklasse Grafik EFZ/BM
Dauer und Ferien
Die Ausbildung startet jeweils Mitte August und dauert vier Jahre (Vollzeit). 13 Wochen Ferien pro Jahr stimmen mit dem Schulferienkalender der Stadt Zürich überein. 

Ausbildungsinhalte
Grundlagen und Anwendungen der visuellen Gestaltung in Print- und digitalen Projekten wie Corporate Design, Plakatgestaltung, Editorial Design, Webdesign, Verpackungsgestaltung, Informationsgestaltung, Infografik, analoge und bewegte Typografie, Recht in der Gestaltung, Marketing und Kommunikation sowie Kunst- und Kulturunterricht. Ergänzend erhalten die Lernenden Sportunterricht. Lernende, die keine BMS absolvieren, besuchen zusätzlich den allgemeinbildenden Unterricht an der F+F.

Überbetriebliche Kurse 
Drei mehrtägige Kurse zu den Themen Computer, Produktionstechnik und Konzeption sind integrale Bestandteile der Ausbildung. 

Praktikum 
Das sechsmonatige Praktikum startet Ende des 5. und dauert das ganze 6. Semester. Es kann im In- oder Ausland absolviert werden (Web-, Branding-, Werbeagentur, grafisches Atelier). Ein Praktikum im europäischen Raum wird von der Stiftung Movetia unterstützt. 

Ausbildungsstufe 
Schulisch organisierte Grundbildung auf Sekundarstufe II.

Abschluss
Die Ausbildung schliesst mit dem Qualifikationsverfahren für Grafikerinnen/Grafiker ab. Nach bestandenen Prüfungen wird den Absolvent:innen das eidgenössische Fähigkeitszeugnis Grafikerin/Grafiker EFZ verliehen.

Berufsmaturität (BM)
Der Unterricht findet wöchentlich jeweils an einem Tag an der Berufsmaturitätsschule Zürich (Ausrichtung Gestaltung und Kunst) statt.

Kosten
Ausbildungsgebühr ohne BMS: 12 Raten à CHF 5 800.– (= CHF 1 450.– mtl.). Ausbildungsgebühr mit BMS: 12 Raten à CHF 5 400.– (= CHF 1 350.– mtl.). Im Schulgeld inbegriffen ist das Basismaterial für den Unterricht. Alle persönlichen Materialien, Fachliteratur, Datenträger, Exkursionen, usw. gehen zulasten der Lernenden (ca. Kosten von CHF 350.– bis 450.– pro Semester). Zu Beginn der Ausbildung schaffen die Lernenden ein MacBook der aktuellen Generation an und sie lizenzieren das Adobe-CC-Serviceangebot.

Berufliche Perspektiven
Grafiker:innen sind in Kommunikations- oder Werbeagenturen, grafischen Ateliers oder in Kommunikationsabteilungen von Firmen oder Institutionen angestellt. Mit dem EFZ-Abschluss kann ein Studium an einer Höheren Fachschule, mit der Berufsmatur ein Studium an einer Fachhochschule aufgenommen werden.
Fachklasse Grafik EFZ/BM
Anmeldung- und Aufnahmeprüfung

Nach Eingang der Online-Anmeldung werden die Interessierten zu einer Aufnahmeprüfung eingeladen. Zusammen mit den Ergebnissen der Hausaufgabe, die wir vorgängig gestellt haben, bringen die Eingeladenen ein Motivationsschreiben und aussagekräftige persönliche Arbeiten als Mappe oder Portfolio mit.

An der Aufnahmeprüfung gilt es, eine konkrete gestalterische Aufgabe zu erarbeiten. Beurteilt werden die Freude am Experiment, Mut und die Fähigkeit zu konzeptionellem Denken sowie Kreativität, Sorgfalt und Durchhaltevermögen.

Fällt die Aufnahmeprüfung positiv aus, erfolgt eine Einladung zum Aufnahmegespräch. Anschliessend wird über die definitive Aufnahme entschieden. Die Prüfungsgebühr beträgt CHF 150.–.

  • Wir empfehlen allen Fachklasse Grafik Interessierten den gestalterischen Vorkurs an einer von swiss design schools anerkannten Schule zu absolvieren. Kandidat*innen ohne gestalterischen Vorkurs/Propädeutikum haben erfahrungsgemäss nur geringe Chancen die Aufnahmeprüfung in die Fachklasse Grafik zu bestehen.
  • Ein Einstieg ins zweite oder dritte Ausbildungsjahr ist unter Umständen möglich, wenn beispielsweise ein Lehrverhältnis in einem Betrieb aufgelöst wurde. Kontaktiere dafür bitte direkt das Sekretariat.
Aufnahmeprüfung Berufsmaturität
Anmeldeschluss ist Mitte Februar. Termine für die Aufnahmeprüfung der BMS sind hier zu finden.

Infoveranstaltungen
Sind noch Fragen offen? Dann besuche uns unverbindlich an einem der monatlichen Infoabenden oder am Open House, lerne die Schulleitung kennen und informiere dich persönlich vor Ort.

Gerne berät dich unser Sekretariat telefonisch Montag und Freitag von 9.00–12.00 und von 13.30–17.00 Uhr, sowie von Dienstag bis Donnerstag von 9.00–13.00 und von 14.00–17.00 Uhr unter 044 444 18 88. Fragen und Anliegen kannst du uns auch per E-mail übermitteln oder du bestellst dir dein gewünschtes Infomaterial über diesen Link direkt nach Hause.

Online-Anmeldung
Das Aufnahmeverfahren für den Ausbildungsbeginn im August fürs Schuljahr 2022/23 ist abgeschlossen. Die Aufnahmeprüfungen für das Schuljahr 2023/24 werden an dieser Stelle im August für die Online-Anmeldung publiziert.

Fachklasse Grafik EFZ/BM
Einblick in den Alltag der Fachklasse Grafik
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ABU Lehrplan
Allgemeinbildender Unterricht (ABU) des Ausbildungsgangs Fachklasse Grafik EFZ.
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«Auch mit einfachen Formen kann man schon viel machen.»
Grace Ongarello, Selbstportrait, Fachklasse Grafik, 2022
Grace Ongarello absolviert an der F+F die Fachklasse Grafik im zweiten Jahr.
 
Inspiration für ihre Bilder findet Grace in «allem, was ich sehe.». Manchmal sind es Formen, die ihr spontan auffallen und die sie zunächst innerlich weiterspinnt. Am liebsten jedoch zeichnet sie Personen, Charaktere und Comics. Dass sie ihre Kreationen einfacher hält, die Figuren in letzter Zeit simpler sind, hat mit der F+F zu tun. «Ich habe gelernt von der Perfektion wegzukommen, weil es etwas ist, das einen hemmen kann.» Auch mit einfachen Formen könne man schon viel machen. Für die Fachklasse Grafik hat sich Grace an einem Infoabend entschieden als die Ausbildung vorgestellt wurde: «Da wusste ich, dass ich das machen will.»
 
Grace geniesst die Momente, wenn sie bei der Arbeit die Zeit komplett vergisst. So antwortet sie auf die Frage, welche Momente an der F+F für sie die schönsten sind, mit: «Wenn ich vertieft in der Arbeit bin, schon beinahe in einer Art Trance.» Besonders erfüllend sei auch, die fertigen Produkte, ausgedruckt und in Originalgrösse in den Händen zu halten.
 
Keine Angst davor zu haben, Fragen zu stellen und sich zu öffnen, habe sie an der F+F gelernt. Ihre anfängliche Zurückhaltung lag aber auch an ihrer Selbstständigkeit: «Ich arbeite sehr selbstständig und vergesse manchmal, dass ich anderen auch eine Frage stellen könnte.» Für sie ist die F+F «offen, einladend und frei.»
 
Durch ihr Studium an der F+F nimmt Grace die visuelle Kommunikation im Allgemeinen viel stärker wahr: «Man versteht die ganzen Prozesse hinter einem einzigen Plakat. Ich kann nachvollziehen, warum welche Entscheidungen getroffen worden sind.»
 
Grace ist von den vielen Besuchen in die Berufswelt inspiriert, die sie mit der Fachklasse unternimmt und kann sich sehr gut vorstellen nach ihrer Lehre als Illustratorin oder Plakatdesignerin zu arbeiten, für Editorials zuständig zu sein oder ein eigenes Studio zu leiten und sich auf Grafik und Illustration zu spezialisieren. 

Text: Anamaria Novak
Fachklasse Grafik EFZ/BM
«Es ist sehr herzlich hier.»
Cassandra Zehnder, Selbstporrtait, Fachklasse Grafik, 2022
Cassandra Zehnder besuchte an der F+F den Vorkurs und absolviert inzwischen die Fachklasse Grafik im zweiten Jahr.

Bei Cassandra, die schon als Kind nie aufhörte zu «chribbeln», erwuchs ihr Studienwunsch aus ihrem – sowohl analogen als auch digitalen – unaufhörlichen Zeichnen. Dass die Wahl auf die F+F fiel, sei den schwärmenden und manchmal wehmütigen Worten einem ihrer früheren Lehrer, einem ehemaligen F+F’ler, zu verdanken.

Auch Cassandra findet viele lobende Worte und fühlt sich an der F+F gut aufgehoben: «Sehr viele Leute sind extrem unterstützend. Ich konnte bis jetzt auf so ziemlich jeden Dozenten zugehen und jeder hat mit Leidenschaft geholfen. Es ist sehr herzlich hier.» Zu den Dingen, die sie an der F+F schätzt, gehört die «Atelierstimmung», die Möglichkeit zu haben, sich in unterschiedlichen Medien auszuprobieren, aus Fehlern zu lernen, Fähigkeiten auszubauen und zu verbessern. Bereits im Vorkurs hätte die Klasse zum Zeichnen beispielsweise Touche, Bleistift, Kohle oder Gouache gebraucht. Sie sagt: «Man wird nicht belehrt. Man bekommt nicht gesagt, wie man einen Bleistift zu gebrauchen hat.»

An ihrem Lehrgang gefällt ihr die stabile Basis, die sie sich durch ihre Ausbildung aneignen kann: dass der Lehrgang viele Orientierungspunkte bietet, umfassend aufgebaut ist und dass sie durch die Fachklasse Grafik die Möglichkeit hat, sich auch «illustrativ auszuleben». Zu den schönsten Momenten ihres Alltags an der F+F zählt Cassandra die Zeit mit ihren Mitstudenten. So hat die Klasse beispielsweise eine ganze Wand voll mit Photoshops und Insidern aus dem Unterricht kreiert. Durch das gemeinsame Lachen wächst die Freude am Lernen: «Ich freue mich immer hier hin kommen zu können.»

Selbst ausserhalb der Schule spüre Cassandra den Unterricht: «Ich analysiere alles, auch Dinge, die ich früher nie genau betrachtet hätte, wie Strassenschilder, Farben, Schriften, die ganze Signaletik – es ist schlimm.». Sie ist überzeugt: «Ich hätte wahrscheinlich nie so viel gelernt, wäre ich an einer anderen Schule.» Aus ihrem Skizzenbuch wachsen die Bilder förmlich heraus. Sie interessiert sich für konzeptionelles Zeichnen und hat als Teilnehmerin einer «Pen-&-Paper»-Gruppe zum Spiel Dungeons and Dragons schon eigene Welten und Charaktere gebildet. Es sind vor allem die Menschen um sie herum, in denen sie die grösste Inspiration für ihre Illustrationen findet.

Als Grafikerin tätig zu sein, freiberuflich Illustrationen zu kreieren, sich vielleicht in Richtung Comiczeichnung oder sogar Gamedesign zu bewegen – das sind Cassandras Träume und Wünsche für die Zeit nach der Lehre.

Text: Anamaria Novak
Fachklasse Grafik EFZ/BM
Editorial Design
Sebastian Cremers
Arbeit: Fabio Furlani

Du machst dich mit unterschiedlichen Einsatzgebieten des Layouts und des Editorial Designs vertraut. Anhand von Beispielen lernst du den gesamten Produktionsablauf kennen sowie die vielen Kompetenzen, die es braucht, um ein Buchprojekt zu realisieren. Du lernst den Aufbau unterschiedlicher Bücher kennen, sowie die Bedeutung der Doppelseite und der inhaltlichen Dramaturgie der Seitenabfolge. Du experimentierst mit Seitenspiegeln, Randspalten und Weissraum und entwickelst dabei ein eigenes Gestaltungsraster. Du übst dich im Definieren von Texthierarchien mittels Stilvorlagen, sowie in den Grundlagen der Mikro- und Makrotypografie und entwickelst dabei ein eigenständiges Layout bis zur Druckabgabe.
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Illustration
Nadine Spengler

Ergründe das Verhältnis von Bild und Wort anhand eigenem zeichnerischem Erzählen zu einem vorgegebnen Text. Du kannst mit verschiedenen Illustrationsstilen experimentieren und lernst dabei Arbeiten von Illustrator:innen kennen.

Du entwickelst eine eigene Bildsprache und zeichnest auf dieser Grundlage Figuren und Bildwelten. Ausgehend von einem Text setzt du deine Figuren und Bildwelten dramaturgisch um. Es entsteht eine Bildabfolge oder eine Bildergeschichte. Den Text flechtest du als gestalterisch eigensinnigen Akzent ein. Mit deiner Arbeit untersuchst du die Wechselwirkung von Bild und Text.
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Webdesign, digitale Medien
Nadine Ochsner

Wie funktioniert eigentlich eine Webseite genau? Du erhältst Einblick in die theoretischen Hintergründe des Web sowie des Webdesigns. Und du erfährst, was es braucht, um eine Website zu gestalten: Von der Webseiten-Architektur über die Gestaltungsaufbereitung bis zum Umgang mit responsivem Design. Du lernst verschiedene Arbeitswerkzeuge kennen und entwickelst damit eine funktionierende Webseitenstruktur mit zeitgemässem Design. Ziel ist es, dein Wissen zu reflektieren und mit ausgewählten Methoden und Tools selbstständig eine Webseite zu gestalten und umzusetzen.
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Praktikum

Dein sechsmonatiges Praktikum führt dich in ein Grafikstudio oder eine Werbeagentur im In- oder Ausland. Dein Wissen und deine Fähigkeiten kannst du nun in der Praxis anwenden und überprüfen. Dabei sammelst du viele neue Erfahrungen.

Nach deiner Rückkehr stellst du deinen Kolleg:innen des dritten Ausbildungsjahrs in einer kurzen Präsentation deinen Praktikumsbetrieb und einzelne Arbeiten vor. Im Austausch mit dir gewinnen deine Kolleg:innen Einblicke in den Berufsalltag und haben dabei die Möglichkeit, Praktikumsbetriebe kennenzulernen.
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Abschlussarbeit
Corinne Oesch
Franziska Widmer
Heidi Würgler
Buchgestaltung: Maja Mihailova

Anhand eines vorgegebenen Begriffes wählst du ein Thema für deine Abschlussarbeit aus. In einer ersten Phase recherchierst du zum gewählten Thema im Bereich Text und Bild. Du analysierst bestehende oder ähnliche Produkte oder Medien auf dem Markt, suchst und interviewst mögliche Projektpartner:innen und positionierst dein eigenes Produkt anhand der gewählten Zielgruppe. Du fotografierst, forschst, suchst neue Gestaltungswelten und entwickelst daraus ein eigenständiges Gestaltungskonzept für das gewählte Produkt. Dieses setzt du mit geeigneten Mitteln überzeugend um. Ob du eine eigene Schrift zeichnest, eine Publikation gestaltest, ein Corporate Design entwickelst oder eine Plakatserie in Bewegung bringst, deine Arbeit präsentierst du am Schluss der Ausbildung in einer Ausstellung.
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Instant Grafik
Roman Häfliger
Arbeiten aus dem Praktikum von Tobias Gerstgrasser, Manon Klaiber und Milena Sutter

Während einer Woche lernst du dich durch verschiedene Kurzprojekte mit kurzfristigen Grafikaufträgen auseinanderzusetzen. Dabei steht der Entwurfsprozess und die Entscheidunggsfindung im Mitttelpunkt. Ein Manuskript erfassen, Skizzen erstellen, Arbeitsstrategien entwickeln um Entwürfe, in kurzer Zeit präsentationsreif umzusetzen.
 
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Illustration und Comic, Irina Lezaic, 2017
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Zeichnen im Raum
Roger Conscience
Zeichnen im Raum von Lea Scherz, 2020

Mit welchen Mitteln lässt sich auf einer zweidimensionalen Fläche eine räumliche Wirkung erzeugen?

Du erfindest und zeichnest dreidimensionale Figuren und Formen. Du erforschst ihre Wirkung, in dem du verschiedene Blickwinkel und Grössenverhältnisse ausprobierst sowie unterschiedliche Möglichkeiten der perspektivischen Darstellung übst. Die Erkenntnisse aus dem Projekt kannst du in deine gestalterische Arbeit einfliessen lassen.
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Kalligrafie
Tom Menzi

Auf der Basis des Alphabets entwerfen wir mit dem Pinsel (und weiteren Werkzeugen) einzelne Wörter oder kurze Texte (Claims, Poems, Axiome) auf kleine und grosse Formate. Direkt, körperlich, konzentriert, alla Prima.

Während des Ausprobierens mit Lettern, Zeichen und Ordnungen reflektieren wir auch die Routine der eigenen Handschrift. Wir feilen am Klang einer Mitteilung, erkunden den eigenen Duktus, suchen nach der Charakteristik von Hand und dargestellter Sprache.
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Font Werkstatt
Sebastian Cremers

Du machst dich in diesem Projekt mit der Entwicklung vom Zeichen zum Buchstaben und vom Buchstaben zu den unterschiedlichen Alphabeten und Schriftsystemen unserer Zeit vertraut.

Du tauchst ein in die Geschichte der Entstehung unterschiedlicher typografischer Formen und Charakteristika und lernst diese zu klassifizieren und für den späteren Gebrauch zu ordnen und zu verwalten. Ob per Bleistift skizziert, mit der Breitfeder geschrieben, mit Lineal und Zirkel gezeichnet oder mit der Software Illustrator konstruiert – du erlebst die Welt der Schriften durch deine eigenen Experimente. Du machst dich mit den unterschiedlichen Anwendungsgebieten, den Kriterien der Lesbarkeit und der Effizienz von Typografien vertraut. Damit lotest du das Potential von Typografie als Vermittlerin verbaler Botschaften aus. Ausserdem studieren wir Biografien und Werke bedeutender Schriftgestalter:innen. Sie vermitteln dir Eindrücke sowohl vergangener Epochen als auch Trends der Schriftentwicklung.
«Auch mit einfachen Formen kann man schon viel machen.»
Grace Ongarello absolviert an der F+F die Fachklasse Grafik im zweiten Jahr.
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