Fachklasse Grafik EFZ/BM
Fachklasse Grafik EFZ/BM
Du hast Fantasie und Freude an Farben und Formen. Schriftgestaltung und Typografie interessieren dich. Wenn Du ausserdem Mut zum Experiment hast und neugierig darauf bist, wie du deine gestalterischen Fähigkeiten in der Berufspraxis anwenden kannst, bist Du in der Fachklasse Grafik richtig.

Grafik Design ist allgegenwärtig in unserer Kultur. Sie prägt einen beträchtlichen Teil unserer visuellen Eindrücke. Willst du dich vertieft mit Grafik Design auseinandersetzen und die Fachklasse Grafik besuchen, sind konzeptionelles und analytisches Denkvermögen, Erfindergeist und Experimentierlust gefragt, ebenso wie handwerkliche Fertigkeiten und sprachliche Kompetenzen. Als Grafikerin/Grafiker EFZ entwickelst du visuelle Konzepte, gestaltest und realisierst Broschüren, Bücher, Plakate und andere Printmedien sowie elektronische Medien wie Webseiten und Apps.

Grafik Designer_innen haben einen breiten Tätigkeitshorizont: Sie entwickeln Corporate Design, Medien-, Informations- und Verpackungsgestaltungen, designen Ausstellungen, didaktische Mittel oder sie illustrieren. Diese Breite setzt voraus, dass die Lernenden an Entwicklungen des kulturellen, sozialen, politischen, wirtschaftlichen und wissenschaftlichen Lebens interessiert sind. Sie nehmen aktiv daran teil und bringen die nötige Offenheit für Neues mit.

Die abwechslungsreiche, vollschulische Ausbildung ist praxisnah gestaltet. Die Dozierenden bringen grosse Erfahrungen mit, denn sie sind ausnahmslos in grafischen Bereichen tätig. Die Ausbildung dauert acht Semester (vier Jahre) und schliesst mit dem Qualifikationsverfahren Grafikerin/Grafiker EFZ ab. Es besteht die Möglichkeit, parallel die gestalterische Berufsmaturitätsschule zu besuchen und diese als Grafikerin/Grafiker EFZ/BM abzuschliessen.

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  • Aufnahmeprüfung am Freitag, 24. Mai 2019, 9.30–17.00 Uhr
    Ausbildungsbeginn: August 2019
    Prüfungsgebühr: CHF 150.00
    Anmeldung
Fachklasse Grafik EFZ/BM
Ausbildungsinhalte
Grundlagen und Anwendungen der visuellen Gestaltung in print- und bildschirmbasierten Projekten wie Corporate Design, Plakatgestaltung, Editorial Design, Webdesign, Verpackungsgestaltung, Informationsgestaltung, Infografik, analoge und bewegte Typografie, Recht in der Gestaltung, Marketing und Kommunikation sowie Kunst-und Kulturunterricht. Ergänzend erhalten die Lernenden Sportunterricht. Lernende, die keine BMS absolvieren, besuchen zusätzlich den allgemeinbildenden Unterricht an der F+F.

Dauer und Ferien
Die Ausbildung startet jeweils Mitte August und dauert vier Jahre (Vollzeit). 13 Wochen Ferien stimmen mit dem Stadtzürcher Schulferienkalender überein.

Überbetriebliche Kurse
Die drei überbetrieblichen Kurse finden extern in den Herbst- und Frühlingsferien statt: ÜK I Computer, ÜK II Produktionstechniken, ÜK III Idee & Konzept. Der Besuch der jeweils einwöchigen Kurse ist für alle Lernenden obligatorisch. Die Kosten sind in der Ausbildungsgebühr enthalten.
 
Praktikum
Das sechsmonatige Praktikum wird gegen Ende des 5. und 6. Semesters im In- oder Ausland absolviert (Web-, Branding-, Werbeagentur, grafisches Atelier) Ein entsprechendes Stipendium kann von der F+F ausgerichtet werden.
 
Ausbildungsstufe
Schulisch organisierte Grundbildung auf Sekundarstufe II.
 
Abschluss
Die Ausbildung schliesst mit dem Qualifikationsverfahren für Grafikerinnen/Grafiker ab. Nach bestandenen Prüfungen wird den Absolvent_innen das eidgenössische Fähigkeitszeugnis Grafikerin/Grafiker EFZ verliehen.
 
Berufsmaturität (BM)
Der Unterricht findet wöchentlich jeweils an einem Tag an der Berufsmaturitätsschule Zürich (Ausrichtung Gestaltung und Kunst) statt. Weitere Informationen, Anmelde- und Prüfungstermine hier.
 
Kosten
Ausbildungsgebühr ohne BMS: 12 Raten à CHF 5 800.– (= CHF 1 450.– mtl.). Ausbildungsgebühr mit BMS: 12 Raten à CHF 5 400.– (= CHF 1 350.– mtl.). Im Schulgeld inbegriffen sind Basismaterial sowie die Nutzung der Tutorialplatform Lynda. Alle persönlichen Materialien, Fachliteratur, Datenträger usw. gehen zulasten der Lernenden. (ca. Kosten von CHF 350.– bis 450.– pro Semester). Zu Beginn der Ausbildung schaffen die Lernenden  ein MacBook der aktuellen Generation an und sie lizenzieren das Adobe-CC-Serviceangebot. Die F+F berät dich dabei.
 
Berufliche Perspektiven
Als Grafiker_in angestellt in Kommunikations- oder Werbeagenturen, grafischen Ateliers oder in Kommunikationsabteilungen von Firmen oder Institutionen. Mit der Berufsmatur kann ein Studium an einer Höheren Fachschule oder einer Fachhochschule aufgenommen werden. 
Fachklasse Grafik EFZ/BM
Anmeldung
Aufnahmeprüfung 2019
Zulassungsbedingungen
Abgeschlossene obligatorische Schulzeit, in der Regel mit Abschluss des Vorkurses/Propädeutikums. Zusätzlich allenfalls bestandene Aufnahmeprüfung für die BMS. Der Besuch der Fachklasse Grafik ist auch ohne BMS möglich.
 
Aufnahmeverfahren
Nach Eingang der Online-Anmeldung werden die Interessierten zu einer Aufnahmeprüfung eingeladen. Zusammen mit den Ergebnissen der Hausaufgabe, die wir vorgängig gestellt haben, bringen die Eingeladenen ein Motivationsschreiben und aussagekräftige persönliche Arbeiten mit (Mappe oder Portfolio). An der Aufnahmeprüfung gilt es, eine konkrete gestalterische Aufgabe zu erarbeiten. Beurteilt werden die Freude am Experiment, Mut und die Fähigkeit zu konzeptionellem Denken sowie Kreativität, Sorgfalt und Durchhaltevermögen. Fällt die Aufnahmeprüfung positiv aus, erfolgt eine Einladung zum Aufnahmegespräch. Anschliessend wird über die definitive Aufnahme entschieden. Die Prüfungsgebühr beträgt CHF 150.–.
 
Aufnahmeprüfung Berufsmaturität
Anmeldeschluss ist Mitte Februar. Termine für die Aufnahmeprüfung der BMS sind ​hier zu finden.

Infoveranstaltungen
Sind noch Fragen offen? Dann besuche uns unverbindlich an einem der monatlichen Infoabenden oder am Open House, lerne die Schulleitung kennen und informiere dich persönlich vor Ort.

Online-Anmeldung:
  • Aufnahmeprüfung am Freitag, 24. Mai 2019, 9.30–17.00 Uhr
    Ausbildungsbeginn: August 2019
    Prüfungsgebühr: CHF 150.00
    Anmeldung
Fachklasse Grafik EFZ/BM
ABU Lehrplan
Allgemeinbildender Unterricht (ABU) des Ausbildungsgangs Fachklasse Grafik EFZ.
Fachklasse Grafik, Nuff Said, Experimentelle Typografie, 2018 
Reinzeichnung, PrePress
Philipp Aebischer

Im Entstehungsprozess eines Entwurfes von der ersten Visualisierung – dem Rohlayout – sowie dessen Verfeinerung bis zum Reinlayout, wird dieser erst durch die finale Reinzeichnung zur reproduktionsreifen Vorlage. In diesem Projekt werden alle relevanten Aspekte zum Thema Reinzeichnung behandelt und vertieft.
Was früher analog geschah, wird heute beinahe ausschliesslich digital ausgeführt: Die Reinzeichnung. Sie ist die reproduktionsreife Vorlage für den Druck. Du wirst dich in diesem Projekt mit allen relevanten Aspektenauseinandersetzen: Von der Wahl des geeigneten Farbsystems über die Bestimmung der korrekten Auflösung des Bildmaterials bis hin zur Erstellung eines reproduktionsfähigen PDFs.

 
Corporate Design
Philipp Aebischer

In diesem Projekt kreierst, entwickelst und gestaltest du ein Logo, eine Briefschaft, sowie ein kleines Design–Manual, bestehend aus einem Schrift–, Farb–, Form– und Bildkonzept – ein vollständiges Corporate Design.
Inhaltlich führt dich diese Auseinandersetzung über die gestalterische Umsetzung hinaus. Schliesslich suchen wir nichts Geringeres als die «DNA», die «Identity» eines Betriebs. Über Gestaltungswelten können ganz unterschiedliche Haltungen und Wertvorstellungen einer Firma kommuniziert werden – ein «Image» wird erzeugt. Eine wichtige Aufgabe von Grafiker_innen besteht darin, diese Wahrnehmung auf der Basis einer «Strategie» mit der Kreation einer passenden Gestaltung bewusst in die gewünschte Richtung zu steuern.
 
Publikation Bild/Text
Sebastian Cremers

Du experimentierst mit Seitenspiegeln, Randspalten und Weissraum und entwickelst dabei ein eigenes Gestaltungsraster.
Dein Layout wird anschliessend in einer dem Thema gerechten stimmigen Bild–Text–Choreografie weiterentwickelt. Dabei übst du den Umgang mit verschiedenen Texthierarchien und du richtest dein Dokument mit Absatz– und Zeichenformaten ein.
 
Fachklasse Grafik EFZ/BM
Farbe, 2017
Gestaltungsmanual
Philipp Aebischer

Das Gestaltungsmanual ist eine Wegleitung für eine konsequente Gestaltung.
Ein Gestaltungsmanual beinhaltet alle wichtigen Aspekte, die für den Einsatz von Logo, Schriftdefinition, Raster, Bildwelten und dergleichen wichtig sind. Du erhältst Einblicke in verschiedene Manuals und tauschst dich mit einem Marktverantwortlichen einer Firma über den Gebrauch der Richtlinien aus. Ausgehend von einem bestehenden Gestaltungsmanual erarbeitest du ansprechende Umsetzungen wie Inserate, Flyer, Broschüren. Die Herausforderung ist, dass du dich an die Gestaltungsrichtlinien hältst und dennoch eine eigenständige Gestaltung realisierst.
 
Fachklasse Grafik EFZ/BM
Foto: Véronique Hoegger
Fachklasse Grafik EFZ/BM
Eingang Fachklasse Grafik, Foto: Véronique Hoegger
Papier und Bindetechniken
Heidi Würgler

Wesentlich für den Charakter einer Publikation ist das Papier. Du erhältst Einblick in die Musterkollektionen der Papierlieferanten und tauschst dich mit deren Vertretern über Trends, Neuigkeiten und Bestellkonditionen aus. In diesem Projekt experimentierst du mit verschiedenen Falz– und Bindetechniken und lernst, sie gezielt als choreografisches Mittel einzusetzen.  Das vermittelte Wissen und deine neu erworbenen praktischen Erfahrungen fliessen in die Erstellung von selbst gebundenen Broschüren und Skizzenbüchern ein.
 
Recht in der visuellen Gestaltung
Noa Bacchetta

Dieser Workshop sensibilisiert dich für rechtliche Probleme in deinem zukünftigen Wirkungsfeld. Gängige Fragen in den relevanten Gebieten des Persönlichkeits–, Kennzeichen–, Urheber– und Wettbewerbsrechts werden konsequent durch reale Beispiele aus Gestaltung und Werbung veranschaulicht und die theoretischen Grundlagen an einschlägigen Fällen trainiert. Besonderes Augenmerk gilt dabei dem Konfliktmanagement und der Anleitung zum Gebrauch von Entscheidsammlungen und Schutzregistern sowie Ressourcen von Behörden und Branchenverbänden.
Farbe
Catherine Burkhard
Nora Fata

Als Ausgangslage mischen wir sorgfältig Farbtöne, in Stufen aufgehellt und verdunkelt und streichen diese grossflächig auf. Dadurch entsteht für alle ein reichhaltiger Farbfächer, der die Dimension der Farbe eröffnet und auf dem die Farbübungen und Farbexperimente aufbauen. Begleitet von Theorieinputs und Farbübungen werden daraus Farbsysteme abgeleitet und eigene Farbklänge und Farbkompositionen kreiert. Wir finden ein Vokabular für einzelne Farben und verbinden Farbe mit Sprache. In einem weiteren Schritt werden die Grundübungen nach persönlichen Schwerpunkten individuell weiterentwickelt. Der Prozess wird reflektiert und das Wissen und die Experimente über die Wirkung von Farbe inhaltlich gebündelt und festgehalten.
 
Font Werkstatt
Sebastian Cremers

Du lernst die analogen und digitalen Werkzeuge zur Entwickung einer Schrift kennen und sie bewusst anzuwenden. Du bestimmst die Charaktere von Schriften und lernst wichtige Schriften und ihre Gestalter_innen kennen.

Neben der Auseinandersetzung mit der Anatomie der Buchstaben des lateinischen Alphabets sowie der arabischstämmigen Ziffern näherst du dich step–by–step der analogen und digitalen Erstellung von Schriften an. Ob per Bleistift skizziert, mit der Breitfeder geschrieben, mit Lineal und Zirkel gezeichnet oder mit der Software Illustrator konstruiert – du erlebst die Welt der Schriften durch deine eigenen Experimente. Du lernst, Schriftgruppen aufgrund charakteristischer Merkmale zu unterscheiden und einzuordnen, wichtige Schriften zu erkennen und deren typische Einsatzgebiete zu benennen. Die Biografien und Werke bedeutender Schriftgestalter_innen vermitteln dir einen Eindruck sowohl vergangener Epochen als auch Trends der Schriftentwicklung.
Typowochen: Einführung Schrift
Fabio Parizzi

Du experimentierst mit bildhaften Wörtern und lernst dabei die typografischen Grundbegriffe kennen.
Warum gibt es Schrift? Wie und wann ist sie entstanden? Weshalb sehen die Buchstaben, die wir kennen, so und nicht anders aus? Du näherst dich im Projekt auf analoger und digitaler Ebene spielerisch und experimentell, vergleichend und variierend der vielfältigen Welt der Schriften an. Dabei lernst du auf die Anatomie der Buchstaben zu achten, die Unterschiede der verschiedenen Schriftkategorien zu erkennen, sie herauszuarbeiten und einzuordnen.
 
Portfolio
Heidi Würgler
Franziska Widmer

Du stellst deine eigenen Arbeiten und Texte zusammen, entwirfst und gestaltest ein digitales oder analoges Portfolio. Das Portfolio zeigt dein persönliches bisheriges Schaffen und ist die Grundlage, um dich für das kommende Praktikum zu bewerben. In der Gruppe sichten wir verschiedene Portfolios und diskutieren den Bewerbungs– und Auswahlprozess. Du stellst deine eigenen Arbeiten und Texte zusammen, entwirfst und gestaltest ein digitales oder analoges Portfolio.
 
Testlauf: Die vertiefende praktische Arbeit des Qualifikationsverfahrens
Philipp Aebischer

Ein Grafiker oder eine Grafikerin sollte zum Schluss der Ausbildung anwenden können, was er/sie gelernt hat. Geprüft werden im Qualifikationsverfahren (QV) deshalb die Leistungsziele der übergeordneten Bereiche wie Analyse, Planung, Idee, Konzept, Entwurf und Detailgestaltung.
Um Sicherheit für die vertiefende praktische Arbeit (VPA) zu erlangen, erarbeitest du unter möglichst identischen Rahmenbedingungen über vier Etappen ein medienübergreifendes Gestaltungsprojekt. Zu einem übergeordneten Thema wird eine Analyse erstellt; mit individuellen Schlussfolgerungen betreffend Positionierung, Kommunikationszielen und Massnahmenideen  wird eine Strategie entwickelt. Dies ist die Basis für die nächste Etappe: Das Gestaltungskonzept. Danach folgt die Umsetzung sowie eine abschliessende Präsentation mit kurzem Fachgespräch. Die Kombination einer systematischen mit einer experimentierfreudigen Vorgehensweise sowie einem gestalterischen Qualitätsanspruch an die Ausarbeitung, ist innerhalb der zeitlichen Vorgaben eine Herausforderung. Einen Entstehungsprozesses über alle Etappen mit gestalterischen Variationen und dem Einblick in die Entscheidungskriterien aufzuzeigen, dient der Argumentation einer stringenten Umsetzung und ist von zentraler Bedeutung für die VPA.