Fachklasse Fotografie EFZ/BM
Fachklasse Fotografie EFZ/BM

Du bist gewieft im Umgang mit Bildern, technisch interessiert, experimentierfreudig, beharrlich und sprachlich geschickt. Deine bisherigen Erfahrungen mit Fotografie haben die Neugierde in dir geweckt, deine Fähigkeiten in einer soliden Grundbildung zu professionalisieren.

Bilder prägen unsere Welt und unsere Kultur. Die Fotografie unterliegt – nicht erst seit der Digitalisierung – einem rasanten Wandel und verlangt dem entsprechend nach intelligentem und kompetentem Umgang mit eigenen und fremden Bildern. In der Fachklasse Fotografie steht dies im Zentrum der Ausbildung. Du entwickelst deine eigenen Gestaltungs- und Medienkompetenzen und lernst die erforderlichen Methoden für die fotografischen Prozesse einzusetzen. Deine Fotos und Clips werden via Druckerzeugnisse und über Webseiten und Social-Media-Kanäle verbreitet. 

Die Lernenden inszenieren Bilder, die Botschaften vermitteln, verstehen Bilder zu lesen und sie gezielt einzusetzen. In der Ausbildung werden aktuelle Entwicklungen in der visuellen Welt mit Blick auf Mediengeschichte und Bildtheorie reflektiert. Die Ausbildung ist praxisnah und abwechslungsreich gestaltet. So lernen die Teilnehmer*innen, sich als angestellte oder selbständige Fotograf*innen in der Zusammenarbeit mit Werbe- und Grafikbüros, Bildagenturen und Redaktionen zu behaupten und sich mit Modelagenturen, Location Scouts und Stylist*innen zu arrangieren. Die Lernenden profitieren dabei von den Erfahrungen der Dozierenden, die als Fotograf*in  oder in anderen auf Bilder spezialisierten Bereichen tätig sind. 

Die Ausbildung in der Fachklasse dauert acht Semester (vier Jahre) und wird mit dem eidgenössischen Fähigkeitszeugnis Fotografin/Fotograf EFZ abgeschlossen. Parallel zur Ausbildung kann die gestalterische Berufsmaturitätsschule besucht werden.

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Fachklasse Fotografie EFZ/BM
Dauer und Ferien
Die Ausbildung startet jeweils Mitte August und dauert vier Jahre (Vollzeit). 13 Wochen Ferien pro Jahr stimmen mit dem Stadtzürcher Schulferienkalender überein.

Ausbildungsinhalte
Reportage, Architektur und Landschaft, Portraits, Sport, Konzert und Theater, Events, Mode, Still Life. Einüben aller Arbeitsprozesse von der Vorbereitung über das Shooting bis zur Post-Produktion. Ergänzend erhalten die Lernenden Sportunterricht. Lernende, die keine BMS absolvieren, besuchen zusätzlich den allgemeinbildenden Unterricht an der F+F.

Überbetriebliche Kurse 
Fünf mehrtägige Kurse zu den Themen Produktion, Integration, Konzeption und Verbreitung gehören zur Ausbildung. Die Kosten sind in der Ausbildungsgebühr enthalten. 

Praktikum
Das dritte Ausbildungsjahr wird als einjähriges Praktikum an einem oder mehreren Orten (Studio, Bildagentur, Bildredaktion, Postproduktion, etc.) absolviert. Ein Praktikum im europäischen Raum wird von der Stiftung Movetia unterstützt.

Ausbildungsstufe
Schulisch organisierte Grundbildung auf Sekundarstufe II.

Abschluss
Die Ausbildung schliesst mit dem Qualifikationsverfahren für Fotografinnen/Fotografen ab. Nach bestandener Abschlussprüfung wird den Absolvent*innen das eidgenössische Fähigkeitszeugnis Fotografin/Fotograf EFZ verliehen. 

Berufsmaturität (BM)
Der Unterricht findet wöchentlich jeweils an einem Tag an der Berufsmaturitätsschule Zürich (Ausrichtung Gestaltung und Kunst) statt. Weitere Informationen, Anmelde- und Prüfungstermine unter www.bms-zuerich.ch. 

Kosten
Ausbildungsgebühr ohne BMS: 12 Raten à CHF 6 400.– (= CHF 1 600.– mtl.). Ausbildungsgebühr mit BMS: 12 Raten à CHF 6 000.– (= CHF 1 500.– mtl.). Im Schulgeld inbegriffen sind Basismaterial sowie die Nutzung der Tutorialplattform Linkedin Learning. Alle persönlichen Materialien, Fachliteratur, Datenträger usw. gehen zulasten der Lernenden (ca. Kosten von CHF 500.– pro Semester). Zu Beginn der Ausbildung schaffen die Lernenden mit Beratung der F+F ein Mac Book der aktuellen Generation an und lizensieren das Adobe-CC-Serviceangebot. Die F+F stellt eine breite Palette von Kameras zur Verfügung. Die Anschaffung einer eigenen digitalen Fotoausrüstung ist jedoch unumgänglich.

Berufliche Perspektiven 
Fotograf*innen oder Assistent*innen sind in Agenturen oder Medienanbietern angestellt, Fotograf*innen sind auch als Selbstständige tätig. Profis beschäftigen sich auch mit der Herstellung und Verwendung von Bildern in Agenturen, Redaktionen, Archiven etc. Mit dem EFZ-Abschluss kann ein Studium an einer Höheren Fachschule, mit der Berufsmatur ein Studium an einer Fachhochschule aufgenommen werden.
Fachklasse Fotografie EFZ/BM
Anmeldung- und Aufnahmeprüfung
Fotoreportage, Veronique Hoegger

Nach Eingang der Online-Anmeldung werden die Interessierten zu einer Aufnahmeprüfung eingeladen. Zusammen mit den Ergebnissen der Hausaufgabe, die wir vorgängig gestellt haben, bringen die Eingeladenen ein Motivationsschreiben und aussagekräftige persönliche Arbeiten als Mappe oder Portfolio mit.

An der Aufnahmeprüfung gilt es, eine konkrete gestalterische Aufgabe zu erarbeiten. Beurteilt werden die Freude am Experiment, Mut und die Fähigkeit zu konzeptionellem Denken sowie Kreativität, Sorgfalt und Durchhaltevermögen.

Fällt die Aufnahmeprüfung positiv aus, erfolgt eine Einladung zum Aufnahmegespräch. Anschliessend wird über die definitive Aufnahme entschieden. Die Prüfungsgebühr beträgt CHF 150.–.

  • Wir empfehlen allen Interessierten für die Fachklasse Fotografie vorab den gestalterischen Vorkurs an einer von Swiss Design Schools anerkannten Schule zu absolvieren.
  • Ein Einstieg ins zweite oder dritte Ausbildungsjahr ist unter Umständen möglich, wenn beispielsweise ein Lehrverhältnis in einem Betrieb aufgelöst wurde. Kontaktiere dafür bitte direkt unser Sekretariat.

Aufnahmeprüfung Berufsmaturität
Anmeldeschluss ist Mitte Februar. Termine für die Aufnahmeprüfung der BMS sind hier zu finden.

Infoveranstaltungen
Sind noch Fragen offen? Dann besuche uns unverbindlich an einem der monatlichen Infoabenden oder am Open House, lerne die Schulleitung kennen und informiere dich persönlich vor Ort.

Gerne berät dich unser Sekretariat telefonisch von Mo.–Fr. von 9.00–12.00 und von 14.00–17.00 Uhr unter 044 444 18 88. Fragen und Anliegen kannst du uns auch per E-mail übermitteln oder du bestellst dir dein gewünschtes Infomaterial über diesen Link direkt nach Hause.

  • Schuljahr 2021/22: Anmeldung zur Aufnahmeprüfung: Samstag, 13. März 2021, 9.30–17.00 Uhr
    Ausbildungsbeginn: 23. August 2021
    Prüfungsgebühr: CHF 150.00
    Anmeldung
Fachklasse Fotografie EFZ/BM
Einblick in den Alltag der Fachklasse Fotografie
Fachklasse Fotografie EFZ/BM
ABU Lehrplan
Allgemeinbildender Unterricht (ABU) des Ausbildungsgangs Fachklasse Fotografie EFZ.
Qualifikationsverfahren: Portfolio

Die Lernenden erstellen im letzten Lehrjahr eine fotografische Arbeit in Form eines Bild-Portfolios.

Es enthält mindestens fünf Bilder, die nachinhaltlichen und formalen Vorgaben der Prüfungskommission gestaltet werden. Dabei stehen die zwei Arbeitsfelder «künstlerische Arbeit» und «angewandte Arbeit» zur Auswahl. Die Arbeiten werden jeweils mit einem frei wählbaren und persönlichen Thema umgesetzt. Im Rahmen der Prüfung wird das Portfolio in einem halbstündigen mündlichen Vortrag der Prüfungskommission präsentiert und von dieser gemäss der in der Berufsbildungsverordnung (BBV) festgelegten Notenbewertung benotet. Die Beurteilung beruht auf Selbst- und Sozialkompetenzen wie Kreativität, Selbständigkeit, Kontaktfähigkeit und Präsentationsgeschick. Die Portfolio-Teilnote macht 30% der Gesamtnote der Praktischen Prüfung aus.
Fachklasse Fotografie EFZ/BM Reportage 2020 
Fachklasse Fotografie EFZ/BM
Fotoreportage: Véronique Hoegger
Fachklasse Fotografie EFZ/BM Reportage 2020 
Fachklasse Fotografie EFZ/BM
© F+F Fotoreportage, Véronique Hoegger
Fachklasse Fotografie EFZ/BM
Fotoreportage: Véronique Hoegger
Intensivwochen Vorbereitung vorgegebene praktische Arbeit (VPA) des Qualifikationsverfahrens

Zum Schluss deiner Ausbildung musst du dein gesammeltes Wissen prüfen lassen.

Im Qualifikationsverfahren werden die Leistungsziele der vier übergeordneten fachlichen Kompetenzbereiche geprüft: Beherrschen der Bildaufnahmetechniken, Vorbereiten der Aufnahme, Durchführen der Aufnahme und Nachbearbeiten. In den Intensivwochen zur VPA wirst du in jeweils ein- bis zweiwöchigen Projekten über die Anforderungen und Bewertungskriterien, sowie über den Aufbau und die Abläufe orientiert. Du löst zu den fünf Prüfungsthemen «Objekt/Sachaufnahme», «Raum/Architektur», «Mensch/Bildnis», «Aktivität/Reportage» und «Nachbearbeitung» jeweils eine fotografische Aufgabe.
Fachklasse Fotografie EFZ/BM
© F+F Fotoreportage, Véronique Hoegger
Archive und Datenbanken 1
Simon Tanner
Unterrichtssituation, Bild: Dominic Nahr

Wir entdecken die Prinzipien von Archiven, Bibliotheken und Bilddatenbanken. Zu diesem Zweck besuchen wir entsprechende Orte des Wissens, digitale und solche, die schon seit längerer Zeit bestehen. Danach stellen wir eine eigene Bilddatenbank zusammen.

Wir lernen den Aufbau und die Funktionsweise von Archiven, Bibliotheken und Bilddatenbanken zu verstehen und sie für unsere Recherchen zu nutzen. Dabei lernen wir die Prinzipien ihrer Organisation kennen und wir vertiefen uns in Softwares, die uns bei der Recherche helfen. Fachbegriffe wie Exif, IPTC oder Metadaten können uns danach nicht mehr erschrecken.
Buchhaltung und Urheberrechte

In diesem Fach erlernst – oder wiederholst – du alles nötige Wissen aus der Buchhaltung und dem Rechtswesen.

Stichwörter wie Offerte, Rechnung, Jahresrechnung, Mehrwertsteuer aber auch Begriffe wie Persönlichkeitsrecht, Urheberrecht und Panoramafreiheit sind danach keine abstrakten Begriffe mehr für dich. In praxisnahen Übungen erarbeitest du dir das Grundwissen sowohl für das QV-Verfahren als auch für deine künftige Berufspraxis.
Fachklasse Fotografie EFZ/BM
© F+F Fotoreportage, Véronique Hoegger
Testlauf: Die vorgegebene praktische Arbeit des Qualifikationsverfahrens (VPA)

Um Sicherheit für die VPA zu gewinnen, erarbeitest du unter möglichst prüfungsidentischen Bedingungen eine Serie von Fotografien.

Dabei gilt es, die formalen, inhaltlichen, gestalterischen und technischen Anforderungen zu erfüllen, die vorgängig erläutert werden. Mit der Bekanntgabe der Prüfungsthemen beginnt die Vorbereitungsphase der VPA: Du recherchierst über das vorgegebene Thema und analysierst und dokumentierst die Ergebnisse der Recherche. Daraus ziehst du dann deine Schlussfolgerungen betreffend Positionierung, Kommunikationszielen, gestalterischen Strategien und ihrer technischen Umsetzung und erstellst daraus ableitend einen konkreten Arbeitsplan. Dieser ist die Basis für die nächste Etappe: Die Umsetzung des Arbeitsplans während der Prüfung. Die Kombination einer systematischen mit einer experimentierfreudigen Vorgehensweise, sowie einem gestalterischen Qualitätsanspruch an die Ausarbeitung, ist innerhalb der zeitlichen Vorgaben eine Herausforderung, welche von zentraler Bedeutung ist für das Gelingen der VPA.
Qualifikationsverfahren: Vorgegebene praktische Arbeit (VPA) Prüfungskommission und EFZ Fotograf*in

Die VPA ist der wichtigste Prüfungsteil. Sie besteht aus mehreren Teilaufgaben.

Dazu gehören Fotografiearbeiten in den vier Kategorien «Raum/Architektur», «Objekt/Sachaufnahme», «Mensch/Bildnis» und «Aktivität/Reportage», sowie eine Prüfung in Bildnachbearbeitung. Die Vorgaben für die VPA werden von der Prüfungskommission erstellt und jedes Jahr aktualisiert. Die VPA bezieht sich auf folgende Kompetenzbereiche des Bildungsplans: Beherrschen der Bildaufnahmetechniken; Vorbereiten der Aufnahme; Durchführen der Aufnahme und Nachbearbeiten. Für die VPA stehen gesamthaft 23.5 Stunden zur Verfügung. Die VPA wird von der Prüfungskommission gemäss Notenbewertung der Berufsbildungsverordnung (BBV) in vier Unterpositionen bewertet. Die Teilnote «Praktische Arbeit» macht 70% der Gesamtnote der Praktischen Prüfung aus.