$ F+F Studiengang Fotografie HF
Geschichten zwischen den Medien
Yves Sablonier
Der Rasende Reporter, Otto Umbehr, 1928
Intermedia, Mixed Media, Crossmedia, Multimedia, Transmedia oder Hypermedia: nach einer kurzen Einführung in die Theorie und Geschichte der Intermedialität und den gängigen Tools, um solche Inhalte herzustellen, dient die eigene Kamera als Ausgangslage für eine zwischenmediale Arbeit. Dabei loten wir Erzählstrukturen aus, um Inhalte sinnvoll miteinander zu vernetzen. Welche Möglichkeiten bieten sich an, um die sozialen Medien als partizipatives Netzwerk von Teilnehmer_innen zu nutzen und Arbeiten zu generieren, die über das blosse Verhältnis von Produzent_in und Rezipient_in hinausgehen können? 
 
Fotografie HF
Studiengang Fotografie HF
Im Dialog mit Expert_innen und Studierenden entwickelst du deine eigene Bildsprache. Du setzt dich sowohl mit aktuellen Fragen als auch mit der Geschichte der Fotografie auseinander und lernst dich als Fotograf_in zu positionieren
 
Wenige Medien sind derart stetig einem Wandel unterworfen, wie die Fotografie – und das seit bald zwei Jahrhunderten. Die Auseinandersetzung mit ihr verlangt deshalb ein waches Interesse und Offenheit. Im praxisorientierten Studiengang Fotografie erarbeitest du dir die Kompetenzen für die Konzeption und Umsetzung von fotografischen Projekten und Aufträgen. Du lernst, stehende und bewegte Bilder in unterschiedlichen Zusammenhängen überlegt einzusetzen. Als Studierende_r wirst du mit zahlreichen gestalterischen Möglichkeiten und Arbeitsmethoden konfrontiert. Dank der praxisorientierten Herangehensweise lernst du rasch deine individuellen Präferenzen kennen und erfährst, wo dein ganz persönliches Interesse liegt. Ziel ist es, dich gekonnt und selbstbewusst in einem Berufsfeld zu bewegen, dessen mediale Grenzen sich zusehends auflösen.

Der Studiengang Fotografie HF vermittelt nebst praktischen Fähigkeiten fachspezifische Theorie. In Studiengang übergreifenden Veranstaltungen werden kulturelle und ästhetische Fragen zur Diskussion gestellt und regelmässig werden namhafte Persönlichkeiten zu Referaten und Workshops eingeladen. 

Durch das Experimentieren mit unterschiedlichen Techniken und Materialien wird das gestalterische Instrumentarium fortlaufend erweitert. Die Arbeiten entstehen sowohl im angewandten Kontext als auch im Hinblick auf eine künstlerische Positionierung. An Ausstellungen und Projektpräsentationen zeigen die Studierenden ihre Werke. Die Bereitschaft zu selbstständigem Arbeiten ist eine entscheidende Voraussetzung für den Beruf.

Das einzige Fotografie-Vollzeit-Studium auf HF Stufe in der Schweiz dauert sechs Semester. Im ersten Studienjahr stehen analoge und digitale Produktionsverfahren sowie Lichtführung, Studiofotografie und Bildbearbeitung im Mittelpunkt. Im zweiten Studienjahr wird die Entwicklung der eigenen Bildsprache und Autorenschaft in der angewandten wie auch künstlerischen Fotografie gefördert. Medienübergreifende Projekte, experimentelle Ansätze und die Zusammenarbeit mit anderen Disziplinen wie Visuelle Gestaltung, Modedesign und bildender Kunst erweitern das Feld. Der Umgang mit Bildern, das technische Handwerk, der theoretische Diskurs sowie die Präsentation der eigenen Arbeit werden parallel dazu weiterentwickelt. Im Diplomsemester realisieren die Studierenden selbst konzipierte Abschlussprojekte.

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Fotografie HF
Studienbeginn und Dauer
Der Studiengang startet jeweils im August und umfasst 5400 Lernstunden, verteilt auf sechs Semester. Einschlägige Berufserfahrung und Vorbildungen können dem Studium angerechnet werden.

Ausbildungsstufe
Tertiärstufe, Höhere Berufsbildung, Höhere Fachschule
 
Diplom
Eidgenössisch anerkannter Titel dipl. Gestalterin/dipl. GestalterHF Kommunikationsdesignmit Vertiefungsrichtung Fotografie
 
Kosten
Die Studiengebühren betragen für Studierende mit zivilrechtlichem Wohnsitz in der Schweiz oder Liechtenstein pro Semester: CHF 8 400.– (= CHF 1 400.– mtl.). Inbegriffen ist die individuelle Benutzung der Schulinfrastruktur auch ausserhalb der Unterrichtszeiten sowie die Nutzung der Tutorialplatform Lynda. Die Ausbildung an der F+F ist staatlich anerkannt und subventioniert. Studierende sind grundsätzlich in ihrem Wohnsitzkanton stipendienberechtigt.

Berufliche Perspektiven
Selbständige Fotograf_in für Freelance- oder Auftragsarbeiten, Bildredakteur_in für Print- und Onlinemedien, Festanstellung bei Bild- und Werbeagenturen oder als Vermittler_in in Galerien und Museen.
Fotografie HF
Anmeldung, Bewerbung Studiengang Fotografie HF
Zulassungsbedingung
Mindestalter 18 Jahre. Abschluss auf Sekundarstufe II (drei- bis vierjährige berufliche Grundausbildung mit Eidgenössischem Fähigkeitszeugnis oder Matura). Die Vorbildung muss nicht einschlägig, bzw. fachspezifisch sein. Bewerber_innen können beim Nachweis herausragender gestalterischer Fähigkeiten auch ohne abgeschlossene Sekundarstufe II «sur dossier» aufgenommen werden.
 
Aufnahmeverfahren
Nach Eingang der Online-Anmeldung wird den Bewerber_innen ein Thema für eine Projektaufgabe mitgeteilt. Die Lösung ist dem Sekretariat zusammen mit einer Arbeitsdokumentation und einem Motivationsschreiben einzureichen. Bei positiver Beurteilung der Unterlagen werden Bewerber_innen zu einem persönlichen Aufnahmegespräch eingeladen. Danach wird über die Aufnahme in den Studiengang entschieden. Eintritte während des laufenden Semesters sind in der Regel ausgeschlossen. Die Prüfungsgebühr beträgt CHF 150.–.

Infoabend
Sind noch Fragen offen? Dann besuche uns unverbindlich an einem der monatlichen Infoabenden oder am Open House, lerne die Schulleitung kennen und informiere dich persönlich vor Ort.

Online-Anmeldung zum Aufnahmegepräch:
  • Bewerbung Schuljahr 2019/20
    Ausbildungsbeginn: 26. August 2019
    Prüfungsgebühr: CHF 150.00
    Anmeldung
Fotografie HF
Claudia Breitschmid, Ausstellungsansicht Diplomarbeit, Cyrill Krähenbühl, Cosplay Identity, 2018
Recherche & Bibliothek
Samuel Ammann
«Der Umgang mit Büchern führt zum Wahnsinn», sagte der Gelehrte Erasmus von Rotterdam vor 500 Jahren. Im Zeitalter von Google und Wikipedia erhalten Buch und Bibliothek neue Bedeutungen: Sinnlichkeit, Ruhe, Kontemplation.

In Form einer Expedition tauchen wir ein in die Welt des Papiers und erkunden dabei die schönsten und wichtigsten Bibliotheken, Studierzimmer, Seminare und Institute Zürichs. Diese Plätze der Bücher sind tatsächlich «der Wahnsinn», denn es eröffnet uns da Zugänge zum «Touch of Soul», die uns durch das «Streicheln» von Touchscreens mehr und mehr abhanden kommt: Wir entdecken Räume mit Kontakt zum Sein. Das Umblättern von Buchseiten erweckt unsere Sinne. Diese Räume sind Reiche des Verweilens. Während die digitale Recherche in minimaler Zeit ein Maximum an Ergebnissen bringt, ermöglicht die Suche in der Bibliothek maximale Tiefe in der Zeitlosigkeit. Eine minimale Gefahr der Ablenkung.

Wir besuchen die Zentralbibliothek, die mit einer Einführung in die Grundlagen der analogen Recherche verbunden ist. Wir besuchen das Netzwerk von Schweizer Bibliotheken (NEBIS) sowie weitere Bibliotheken, die ihren Fokus auf Kunst und Kultur legen: Etwa das Schweizerische Institut für Kunstwissenschaft, das mehr als 100 000 Bände der Schweizer Kunst gesammelt hat und auf dessen Restaurationstisch auch mal ein Ferdinand–Hodler–Gemälde liegt. Ein weiterer Höhepunkt: Der Besuch der Bibliothek des Rechtswissenschaftlichen Instituts der Universität Zürich, die vom Architekten Santiago Calatrava so genial wie imposant erbaut wurde.

Voraussetzung: Die Studierenden sollen sich ein Recherche–Thema ausdenken. Idealerweise etwas im Bereich Kunst, was für sie/ihn Sinn ergibt, aktuell oder Thema in einem Seminar/Projekt ist.
Mitbringen: Identitätskarte, um die NEBIS Biblio–Karte in der ZB zu lösen. Ticket oder Abonnement für die öffentlichen Zürcher Verkehrsmittel.
Fotografie HF
Samuel Trümpy, Projekt, Fokus Kleid im Druck, ohne Titel, 2018
Berufspraxis: Portrait als Auftrag
Linus Bill
Linus Bill, Zeit Magazin, 2011
In einer solchen Auftragssituation fotografieren wir oft Personen an Orten wie ihrem Arbeitsplatz oder ihrem privaten Umfeld, die uns vorher nicht vertraut sind. Zudem steht uns oft zu wenig Zeit zur Verfügung. Du arbeitest mit einfachen technischen Mitteln. Die Persönlichkeit des Portraitierten steht dabei im Vordergrund. Wir schauen uns Beispiele an: Was ist vor und nach dem Fotografieren zu beachten? Wir besprechen verschiedene Shooting-Strategien, etwa die Improvisation oder die Vorausplanung und diskutieren schliesslich über die Resultate und die Erkenntnisse,die wir davon ableiten können.
 
Einführung Textil
Esther Annen
Für deine Projekte stehen dir Näh–, Bügel– und Overlockmaschinen sowie eine Ledernähmaschine und eine Bügelpresse zur Verfügung. Wie du sie fachgerecht bedienst und damit zufriedenstellende Resultate erhältst, lernst du in dieser Einführung. 

Du findest heraus, mit welchen Nähmaschinen–Einstellungen dir der perfekte Stich gelingt. Und: Wie wird die Bügelmaschine am sinnvollsten bedient? Welcher Faden passt zur bestimmten Maschine? Mit welcher Maschine verarbeitest du Leder? Anhand von Stoffmustern probierst du verschiedene aus. Falls ein fehlerhaftes Stichbild entsteht, lernst du dieses zu erkennen. Ausserdem lernst du mit Pinzette, Schraubenzieher, Pinsel und Maschinenöl die Maschinen einfach und schnell zureinigenund zu warten. Ob du nun ein Kleidungsstück nähen möchtest oder einfach nur ein Stück Stoff für eine Fotografie oder ein Filmprojekt aufbügeln willst: Am Ende des Kurses kennst du die Möglichkeiten der Maschinen und weisst, wie du sie einsetzen kannst.
Fotografie HF
Samuel Trümpy, Seminar, Berufspraxis Auftrag, ohne Titel, 2018
F+F @ Berufsmesse Zürich 2019
19.–23.11.2019, Di.–Fr. 8.30–17.00 Uhr, Sa.10.00–17.00 Uhr
Messe Zürich, Wallisellenstrasse 49, 8050 Zürich, Halle 1, Stand C01
An der Zürcher Berufsmesse gibt die F+F Einblick und liefert detaillierte Informationen zu Studienaufbau, Aufnahmebedingungen, Ausbildungszielen.
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Studiofotografie
Mathias Zuppiger
Unterrichtsituation, 2018
Du erhältst einen Einblick in die Studiofotografie und lernst unterschiedliche Beleuchtungsmittel gezielt als Gestaltungsmittel einzusetzen. In praktischen Übungen werden einfache Sets aufgebaut und Requisiten gekonnt inszeniert. Anhand von Stillleben und Portraitaufgaben erarbeitest du ein bis zwei Bildserien, die du am Schluss dem Plenum präsentierst.

Das Seminar ist für Anmeldungen aus der Weiterbildung offen.
Fotografie HF, Symposium, Was wird später sein? TART Artspace, 2019  
Love and Hate
Peter Purtschert
Liebe und Hass gehören zu den wichtigsten Antriebskräften zwischenmenschlicher Beziehungen. In Filmen werden Charakteren fast immer auf ihre «grossen Gefühle» geprüft.

So prägen Liebe und Hass den «Plot», werden zum Anlass, zu handeln. Damit werden sie zu einem entscheidenden Faktor der dramaturgischen Gestaltung. Handlung soll nicht nur logisch, sondern auch «psychologisch» plausibel sein. Emotionen von Protagonist_innen bestärken das Interesse der Zuschauer_innen hinzuschauen und zuzuhören. Eigene Gefühle kommen ins Spiel.

Wir schauen Filme und Ausschnitte davon. Wir analysieren sie, vergleichen sie mit anderen, erklären und spekulieren. Alle Teilnehmer_innen verfassen ein kurzes Referat oder ein Arbeitspapier zum Thema.
Winterprojekt
Goran Galić
Leah Studinger, Sucht nach Lust, 2018
Die individuelle Entwicklung einer eigenen gestalterischen Arbeit ist ein fortlaufender Prozess. Das Winterprojekt bietet dir die Möglichkeit, dich über längere Zeit mit deinen persönlichen Interessensschwerpunkten auseinanderzusetzen und eine gestalterische Umsetzung dafür zu finden. Im Rahmen von Mentoraten werden Ideen und Zwischenschritte der Umsetzung diskutiert, bevor du dein abgeschlossenes Projekt in der Schlussbesprechung präsentierst.
Fotografie HF
Tim Brunner, Projekt, Bilder, Bilder, Bilder, Lysbüchel, 2018
Arbeitspräsentation 1
Sarah Keller
Bild: Claudia Breitschmid, Arbeitspräsentation 1, Pamela Castillo, 2018
Für die Arbeitspräsentation 1 interpretierst du ein vorgegebenes Thema nach eigenem Gutdünken. Du erläuterst in einem Text, wie du gestalterisch ans Werk gegangen bist und wie du zum Ziel gefunden hast. Zur Arbeitspräsentation gehört weiter eine Arbeitsdokumentation. Diese beinhaltet eine sorgfältige Auswahl deiner im Studium entstandenen Arbeiten. Die Arbeitspräsentation 1 stellst du bis zum Beginn des Herbstsemesters bereit. Genauere Informationen zu den Anforderungen, Bewertungskriterien und zu den Terminen erhältst du von der Studiengangsleitung.
Praktikumspräsentation
Goran Galić
Das Praktikum ist ein wichtiger Startpunkt für den Aufbau deines Netzwerks. Das Netzwerk ist eine wertvolle Ressource für deine künftige berufliche Tätigkeit. Die Erfahrungen, die du während deines dreimonatigen Praktikums gesammelt hast, präsentierst du am Praktikumstag. Damit vermittelst du den Anwesenden, ob du deine Ziele erreichen konntest.

 
Einführung Digital Print
Felix Hergert
Dominik Zietlow
In dieser Einführung lernst du die Gerätschaften der Digitalprint–Werkstatt sowie ihre spezifische Handhabung kennen. Erste Druckergebnisse entstehen.

Der dreiteilige Druckworkflow umfasst die Aufbereitung der Daten im Photoshop, die Einstellungen am Epson–Drucker sowie die Ausführung im druckspezifischen Programm Mirage. Für die selbständige Nutzung der Digitalwerkstatt ist diese Einführung obligatorisch.

Voraussetzung: Bedienung eines Computers, Grundlagen Photoshop