Berufspraxis: Auftrag Selbstständigkeit
Mara Fadrina Truog
Du lernst das Berufsfeld der Auftragsfotografie kennen und setzt dich mit den gegebenen Mechanismen und Rahmenbedingungen auseinander. Der Entstehungsprozess von Bildern, die in der Auftragsfotografie entstehen, wird genauer betrachtet. Du erhältst Einblicke in die Arbeitsabläufe, begegnest Berufsleuten und wir diskutieren Fragen in Bezug auf die Selbständigkeit. Dabei lernst du Firmenmodelle kennen und du wirst auf Versicherungsfragen sensibilisiert. Du befasst dich mit der Interpretation eines Briefings und erstellst eine Offerte. Zum Schluss erproben wir unser Wissen anhand eines fiktiven Auftrages.
Fotografie HF
Studiengang Fotografie HF
Im Dialog mit Expert*innen und Studierenden entwickelst du deine eigene Bildsprache. Du setzt dich sowohl mit aktuellen Fragen als auch mit der Geschichte der Fotografie auseinander und lernst, dich als Fotograf*in zu positionieren. 

Wenige Medien sind derart stetig einem Wandel unterworfen wie die Fotografie – und das seit bald zwei Jahrhunderten. Die Auseinandersetzung mit ihr verlangt deshalb ein waches Interesse und Offenheit. Im praxisorientierten Studiengang Fotografie erarbeitest du dir die Kompetenzen für die Konzeption und Umsetzung von fotografischen Projekten und Aufträgen. Du lernst, stehende und bewegte Bilder in unterschiedlichen Zusammenhängen überlegt einzusetzen. Als Studierende*r wirst du mit zahlreichen gestalterischen Möglichkeiten und Arbeitsmethoden konfrontiert. Dank der praxisorientierten Herangehensweise lernst du rasch deine individuellen Präferenzen kennen und erfährst, wo dein ganz persönliches Interesse liegt. Ziel ist es, dich gekonnt und selbstbewusst in einem Berufsfeld zu bewegen, dessen mediale Grenzen sich zusehends auflösen.

Der Studiengang Fotografie HF vermittelt nebst praktischen Fähigkeiten fachspezifische Theorie. In Studiengang übergreifenden Veranstaltungen werden kulturelle und ästhetische Fragen zur Diskussion gestellt und regelmässig werden namhafte Persönlichkeiten zu Referaten und Workshops eingeladen. 
Durch das Experimentieren mit unterschiedlichen Techniken und Materialien wird das gestalterische Instrumentarium fortlaufend erweitert. Die Arbeiten entstehen sowohl im angewandten Kontext als auch im Hinblick auf eine künstlerische Positionierung. An Ausstellungen und Projektpräsentationen zeigen die Studierenden ihre Werke. Die Bereitschaft zu selbstständigem Arbeiten ist eine entscheidende Voraussetzung für den Beruf.

Das einzige Fotografie-Vollzeitstudium auf HF-Stufe in der Schweiz dauert sechs Semester. Im ersten Studienjahr stehen analoge und digitale Produktionsverfahren sowie Lichtführung, Studiofotografie und Bildbearbeitung im Mittelpunkt. Im zweiten Studienjahr wird die Entwicklung der eigenen Bildsprache und Autorenschaft in der angewandten wie auch künstlerischen Fotografie gefördert. Medienübergreifende Projekte, experimentelle Ansätze und die Zusammenarbeit mit anderen Disziplinen wie Visuelle Gestaltung, Modedesign, Film und bildender Kunst erweitern das Feld. Der Umgang mit Bildern, das technische Handwerk, der theoretische Diskurs sowie die Präsentation der eigenen Arbeit werden parallel dazu weiterentwickelt. Im Diplomsemester realisieren die Studierenden selbst konzipierte Abschlussprojekte.

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Fotografie HF
Studienbeginn und Dauer
Der Studiengang startet jeweils im August und umfasst 5400 Lernstunden, verteilt auf sechs Semester. Einschlägige Berufserfahrung und Vorbildungen können dem Studium angerechnet werden.

Ausbildungsstufe
Tertiärstufe, Höhere Berufsbildung, Höhere Fachschule
 
Diplom
Eidgenössisch anerkannter Titel dipl. Gestalterin/dipl. GestalterHF Kommunikationsdesignmit Vertiefungsrichtung Fotografie
 
Kosten
Die Studiengebühren betragen für Studierende mit zivilrechtlichem Wohnsitz in der Schweiz oder Liechtenstein pro Semester: CHF 8 400.– (= CHF 1 400.– mtl.). Inbegriffen ist die individuelle Benutzung der Schulinfrastruktur auch ausserhalb der Unterrichtszeiten sowie die Nutzung der Tutorialplatform Linkedin Learning. Die Ausbildung an der F+F ist staatlich anerkannt und subventioniert. Studierende sind grundsätzlich in ihrem Wohnsitzkanton stipendienberechtigt.

Berufliche Perspektiven
Selbständige Fotograf*in für Freelance- oder Auftragsarbeiten, Bildredakteur*in für Print- und Onlinemedien, Festanstellung bei Bild- und Werbeagenturen oder als Vermittler*in in Galerien und Museen. 
Fotografie HF
Anmeldung, Bewerbung Studiengang Fotografie HF
Zulassungsbedingung
Mindestalter 18 Jahre. Abschluss auf Sekundarstufe II (drei- bis vierjährige berufliche Grundausbildung mit Eidgenössischem Fähigkeitszeugnis oder Matura). Die Vorbildung muss nicht einschlägig, bzw. fachspezifisch sein. Bewerber*innen können beim Nachweis herausragender gestalterischer Fähigkeiten auch ohne abgeschlossene Sekundarstufe II «sur dossier» aufgenommen werden.
 
Aufnahmeverfahren
Nach Eingang der Online-Anmeldung wird den Bewerber*innen ein Thema für eine Projektaufgabe mitgeteilt. Die Lösung ist dem Sekretariat zusammen mit einer Arbeitsdokumentation und einem Motivationsschreiben einzureichen. Bei positiver Beurteilung der Unterlagen werden Bewerber*innen zu einem persönlichen Aufnahmegespräch eingeladen. Danach wird über die Aufnahme in den Studiengang entschieden. Eintritte während des laufenden Semesters sind in der Regel ausgeschlossen. Die Prüfungsgebühr beträgt CHF 150.–.

Wünschst du ein Abklärungsgespräch direkt mit der Studiengangsleitung? Dann richte deine Fragen per E-Mail direkt an Sarah Keller.

Das Aufnahmeverfahren wird nach Absprache mit den Behörden, und unter Berücksichtigung der Schutzmassnahmen, regulär durchgeführt. 

Infoveranstaltungen
Sind noch Fragen offen? Dann besuche uns unverbindlich an einem der monatlichen Infoabenden oder am Open House, lerne die Schulleitung kennen und informiere dich persönlich vor Ort.

Gerne berät dich unser Sekretariat telefonisch von Mo.–Fr. von 9.00–12.00 und von 13.30–17.00 Uhr unter 044 444 18 88. Fragen und Anliegen kannst du uns auch per E-mail übermitteln oder du bestellst dir dein gewünschtes Infomaterial über diesen Link direkt nach Hause.

Online-Anmeldung zum Aufnahmeverfahren:

  • Bewerbung Schuljahr 2022/23, Anmelden bis: 19. Juni 2022
    Ausbildungsbeginn: 29. August 2022
    Prüfungsgebühr: CHF 150.00
    Anmeldung
Softmontage
Felix Hergert
Dominik Hodel
Foto: Film still, Ana Hofmann, 2019
Wie erweckt man mit filmischen Mitteln den Eindruck von Realität? Was sind die Wesenszüge des Mediums Film und in welcher Verwandtschaft stehen diese zur Fotografie? Wie kann filmische Realität gebrochen und innerhalb einer Arbeit thematisiert werden? In diesem Projekt untersuchst du anhand von Beispielen Elemente der Montage, der Dauer, der Narration und der Inszenierung untersucht und übersetzt diese in eine filmische Arbeit.
Fotografie HF
Lidija Vuckovic, Arbeitspräsentation 1, 2018
Individuelle Mentorate
Sarah Keller
Die Studiengangsleitung sowie weitere Fachpersonen stehen dir als Mentor*innen zur Verfügung und besprechen mit dir gemäss deinen individuellen Bedürfnissen deine Arbeit und beraten dich in Fragen rund um dein Studium.
Das postkoloniale Unbewusste
Salome Hohl
Andreas Selg
Persistence of Memory #14, Dinh Q. Lê, 2000–2001
Kolonialismus ist integraler Teil westlicher Geschichte und Gegenwart – auch der visuellen. Viele mit der Kolonialzeit verbundene Privilegien bleiben bestehen, sie bilden aber kulturgeschichtlich einen blinden Fleck. Postkoloniale Theorie versucht diesen auszuleuchten.

Im Sinne einer postkolonialen Auseinandersetzung stellen wir im Seminar verschiedene Fragen: Welche Vorstellungen von „Eigenem" und „Fremdem" strukturieren die Wahrnehmung kultureller Phänomene? Wie sieht man – im Westen – über den eigenen Horizont hinaus? Welche Rolle spielt die Kunst in der Bewältigung von Ungleichheiten der Gegenwart und in der Aufarbeitung von Vergangenheit? Wer spricht? Wer spricht für wen? Wer hört zu? Ins Seminar starten wir mit Hito Steyerls kurzer Einleitung zu Gayatri Spivaks Buch Can the Subaltern Speak? Im weiteren Verlauf suchen wir Antworten auf diese Fragen aber nicht nur in der Theorie, sondern auch im Schaffen verschiedener Künstler*innen der Gegenwart.
Inszenierung, Konzeption, Verfremdung
Teresa Gruber
Julia Margaret Cameron, Study of Beatrice Cenci, 1966
Was verbindet einen Albuminazug von Julia Margaret Cameron mit einem Leuchtkasten von Jeff Wall? Beide zitierten aus der Kunstgeschichte und setzen die Fotografie in ein Verhältnis zur Malerei.

Wir streiten heute längst nicht mehr darüber, ob Fotografie Kunst sein kann. Doch das Medium musste sich seinen Platz im Museum im Verlauf seiner Geschichte erst erkämpfen. Dabei ging es immer wieder um die Beziehung, die Ähnlichkeiten und Unterschiede zwischen fotografischen und gemalten Bildern. Das Seminar widmet sich den Bewegungen, die diese Beziehung zum Ausgangspunkt nahmen, beziehungsweise beeinflussten. Beginnend um 1900 mit dem Piktorialismus über den Surrealismus und die Avantgarde der 1920er-Jahre, über die Konzeptkunst bis zum inszenierten Tableau und der abstrakten Fotografie.

Anmerkung: Die Veranstaltung findet teilweise in der Fotostiftung Schweiz, Winterthur statt
Artist Statement
Sarah Keller
Krake, Johannes-Maria Schlorke, 2019
Anhand bestehender Texte untersuchen wir verschiedene Formen des Schreibens über die eigene gestalterische Arbeit. Wie kann ein Text deine Arbeit positiv stützen und Betrachter*innen wichtige Informationen über dein Werk vermitteln? Welche Textformen bieten sich hierfür an und welche Rezipient*innen soll dein Text erreichen? Du formulierst schliesslich einen eigenen Text, den wir im Plenum reflektieren.
Diplomseminar
Sarah Keller
Für die Diplomierenden gilt es eine eigene Haltung zu entwickeln und sich innerhalb des gestalterischen Kontextes zu positionieren. Die Diplomprojekte werden von Mentor*innen betreut, die vor dem Hintergrund ihrer beruflichen Erfahrung inhaltliche und technische Unterstützung anbieten können. Das Diplomseminar bietet dir ergänzend dazu die Möglichkeit, die Arbeiten mit der Klasse, der Studiengangsleitung und verschiedenen Gästen zu diskutieren. Im Mittelpunkt stehen dabei Fragen nach der Schlüssigkeit der visuellen Umsetzung in Bezug auf das gewählte Thema sowie das Erarbeiten einer Argumentation im Hinblick auf die mündliche Präsentation.
 
o.T. (Titelseminar)
Christoph Lang
Aquarell ohne Titel, Wassily Kandinsky, 1910 oder 1913
Das Titelseminar startet mit einer Titelgeschichte des langen 20. Jahrhunderts mit Haltestellen bei den Surrealisten, Marcel Duchamp und René Magritte, der amerikanischen minimal art, bei On Kawara, Martin Kippenberger, Fischli/Weiss und einigen weiteren Stationen und Nebengeleisen. Form, Inhalt und Funktion von Titeln werden dabei analysiert und kontextualisiert. Im Seminar sammelst du gute und schlechte Titel und spielst Kombinationen als Zufallsverfahren und mit Präzision durch. Deine entstehende Titelsammlung inspiriert dich darüber hinaus zu neuen Bildideen, denn ein Titel kann richtig gut irreführend sein. Oder um mit Martin Kippenberger zu sprechen: «Heute denken – morgen fertig».
Berufspraxis: Auftrag Tiere portraitieren
Linus Bill
Foto: Linus Bill, 2014
Tiere haben eine Persönlichkeit und diese versuchen wir fotografisch einzufangen: Im Zoo, zu Hause, im Wald oder auf der Strasse. Und vielleicht können wir durch das Fotografieren von Tieren auch etwas über das Fotografieren von Menschen lernen? Was ist vor und nach dem Fotografieren zu beachten? Wir besprechen verschiedene Shooting-Strategien wie die Improvisation oder die Planung und diskutieren schliesslich über die Resultate und die Erkenntnisse, die wir daraus ableiten können.
Zeichnen – Basis
Michael Günzburger
Was sehe ich da? Wie kommt diese Welt vor meinen Augen mit allen Bedeutungen, Tiefen, Breiten und Höhen in eine Linie auf ein flaches Papier? Ein Zeichnungskurs mit handfesten Anleitungen, Materialien, Stiften und viel Raum für alles andere.

Zeichnen ist direkt. Eine Zeichnung erzählt ebenso viel über die Person, die sie gemacht hat, wie über das, was sie darstellt. In diesem Lehrangebot verbessern wir gezielt und nach individuellen Ansprüchen unsere Fertigkeiten.  Die verschiedenen Zwecke, die Zeichnungen erfüllen können – Mittel der Beobachtung, der Erinnerung, der Verführung oder Hilfsmittel – sind für uns Leitplanken im Kurs. Du lernst Handfestes wie etwa den Umgang mit verschiedenen Papieren und Stiften aber auch Theoretisches über Zeichner*innen oder die diversen möglichen Zeichnungsformate.
Fotografie HF
Fotoreportage: Véronique Hoegger
Postmoderne und Digitalisierung 1960–2000
Tina Braun
Die Studierenden gewinnen Einblicke in aktuell relevante Designtheorie-Diskurse, reflektieren diese im Kontext der Geschichte der Visuellen Kommunikation und erarbeiten sich dazu eigene Standpunkte.

Die Lehrveranstaltung bietet dir die Möglichkeit zur Auseinandersetzung mit Entwicklungen der Visuellen Kommunikation in der Zeit von den 1980er-Jahren bis in die Gegenwart. Dabei geht es um aktuelle Themen und um designhistorische Kontexte.
Fotografie HF, Diplom, Joshua Geiger, Ins Herz Gemeisselt, 2021 
Konzepte für gestalterische Projekte
Elisabeth Sprenger
Das Seminar vermittelt dir Struktur und Aufbau sowie unterschiedliche Herangehensweisen, wie ein solches Konzept erarbeitet werden kann. Das Formulieren von Absichten und Zielvorstellungen für gestalterische Projekte und Aufträge bildet eine Grundlage für die Kommunikation im künstlerischen und angewandten Arbeitsalltag. Ebenso dient ein Konzept der Klärung des eigenen Vorhabens.

Anmerkung: Gemeinsame Lehrveranstaltung der HF-Studiengänge Fotografie und Visuelle Gestaltung