Herbstsemester 2019/20
Beratung & Mentoring
Input Sprache
Julia Moritz

Oft erleben wir Kunst jenseits von Sprache. Ganz besonders, wenn wir sie selbst erschaffen. Ziel dieses Workshops ist, Wörter kreativ einzusetzen, um sie ungezwungen für die Kommunikation über Kunst zu nutzen.

Eine leere Sprechblase. So erging es mir, als ich das erste Mal ein Kunstwerk betrachtete. Sprach- los war ich damals. Heute sind wir älter, vielleicht auch etwas weiser. Doch oft stehen wir auch heute noch vor Kunstwerken, ohne Worte dafür zu finden. Ganz besonders, wenn wir sie selbst erschaffen, oder an ihrem Werden beteiligt sind. Wie können wir den Be- trachter_innen unserer Werke den Entstehungspro- zess zugänglich machen? Wie können wir uns darüber austauschen oder diesen für uns selbst beschreiben? Wir nähern uns der Sprache experimentell. Ziel ist es, für die Kommunikation über unsere Kunst Wörter kreativ und individuell zu gebrauchen, anstatt uns vor der Sprache zu scheuen – und schliesslich Sprechblasen mit Leben zu füllen.

Kunst HF
Studiengang
Kunst HF
Freie Kunst – dank offenem Kunststudium. Dieser Studiengang unterstützt dich dabei, selbstständig Projekte zu realisieren, die eine eigene künstlerische Sprache sprechen und wie du daraus resultierende, unverwechselbare Werke im Kunstsystem vermitteln kannst.
 
Die F+F Schule bietet dir in einem dreijährigen Vollzeitstudium viel Freiheit – sowohl in künstlerischer als auch in persönlicher Hinsicht. Die Studienzeit kann grösstenteils selber eingeteilt werden, die F+F-Ateliers stehen rund um die Uhr und auch am Wochenende zur Verfügung.

Eine einfache, offen gestaltete Studienstruktur ermöglicht dir während der ganzen Studienzeit müheloses Eintauchen in die Kunstpraxis. Die Entwicklung deiner eigenständigen künstlerischen Sprache und die Beteiligung an den aktuellen Kunstdiskursen stehen an erster Stelle. Der unkomplizierte Austausch mit den anderen Studierenden unterstützt das Erkennen deiner eigenen Stärken und hilft mit, ein persönliches Netzwerk aufzubauen. Praktika in der Kunstszene wie auch die Möglichkeit, an europäischen Kunsthochschulen Austauschsemester zu absolvieren, bieten dir einen zusätzlichen Blick von aussen auf dein eigenes Werk. 

Verbindlich für den Studiengang sind lediglich zwei Fixtage pro Woche für Seminare und Mentorate sowie ein Semesterprojekt, eine Arbeitspräsentation pro Semester und der Besuch von Vertiefungsseminaren. Es werden zusammen mit eingeladenen Leuten aus der Kunstwelt Projekte entwickelt. Die Seminare bieten eine Form der Zusammenarbeit, die das Nachdenken und Entwickeln einer Erzählsprache zur eigenen künstlerischen Arbeit unterstützen. Während der Beratungs- und Mentoring-Tage besprichst du mit Fachleuten aus Kunst, Theorie und Vermittlung die eigenen Arbeiten und Strategien – sei es in Einzelgesprächen oder in Gruppen.

Die Überschaubarkeit und die kurzen Wege zwischen den Studierenden und der Schulleitung stehen für eine offene Kultur, die in der F+F gelebt wird. Dazu gehören sowohl die Mitbestimmung bei der Ausgestaltung des Studienbetriebs als auch die Selbstorganisation. Der künstlerischen Selbstbestimmung steht nichts im Weg: weder eine fehlende Matur, noch eine mühsame Bürokratie und schon gar kein unnötiges Punktesammeln. 

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Kunst HF
Studienbeginn und Dauer
Der Studiengang startet jeweils im August und umfasst 5 400 Lernstunden, verteilt auf sechs Semester. Einschlägige Berufserfahrung und Vorbildungen können dem Studium angerechnet werden.

Studienbeginn im Herbst- und im Frühlingssemester
Das Studium beginnt regulär im Herbstsemester und wird nach sechs Semestern per Ende Frühlingssemester mit der Diplomarbeit abgeschlossen. Es ist möglich, das Studium im Frühlingssemester zu beginnen, der Abschluss ist jedoch nur im Frühlingssemester möglich. Dadurch verlängert sich das Studium um ein Semester, welches für ein Praktikum, ein Austauschsemester, eine Studienpause oder für Erwerbsarbeit genutzt werden kann. Eintritte während des laufenden Semesters sind in der Regel ausgeschlossen.

Ausbildungsstufe
Tertiärstufe, Höhere Berufsbildung, Höhere Fachschule

Diplom
Eidgenössisch anerkannter Titel dipl. Gestalterin HF Bildende Kunst/dipl. Gestalter HF Bildende Kunst

Kosten
Die Studiengebühren betragen für Studierende mit zivilrechtlichem Wohnsitz in der Schweiz oder Liechtenstein pro Semester: CHF 6 750.– (= CHF 1 125.– mtl.). Inbegriffen ist die individuelle Benutzung der Schulinfrastruktur (inklusive Atelierarbeitsplatz) auch ausserhalb der Unterrichtszeiten sowie die Nutzung der Tutorialplatform Lynda. Die Ausbildung an der F+F ist staatlich anerkannt und subventioniert. Studierende sind grundsätzlich in ihrem Wohnsitzkanton stipendienberechtigt. 
 
Berufliche Perspektiven
Künstler_innen realisieren selbstständig künstlerische Werke und Projekte. Das berufliche Umfeld ist der breitgefächerte lokale und globale Kunstbetrieb, der eine selbstbeauftragte künstlerische Tätigkeit ebenso wie Projektentwicklungen im Rahmen von privaten oder öffentlichen Aufträgen umfasst. Eine Betätigung in den Bereichen Visuelle Gestaltung, Fotografie und Video/Film, für Medienbetriebe der Information und Unterhaltung oder in der Kultur-und Vermittlungsarbeit jenseits des klassischen Kunstbetriebs sind ebenso vorstellbar wie anstrebenswert.
Kunst HF
Anmeldung, Bewerbung Studiengang Kunst HF
Zulassungsbedingung
Mindestalter 18 Jahre. Abschluss auf Sekundarstufe II (drei- bis vierjährige berufliche Grundausbildung mit Eidgenössischem Fähigkeitszeugnis oder Matur). Die Vorbildung muss nicht einschlägig, bzw. fachspezifisch sein. Bewerber_innen können beim Nachweis herausragender gestalterischer Fähigkeiten auch ohne abgeschlossene Sekundarstufe II «sur dossier» aufgenommen werden.

Aufnahmeverfahren 
Nach Eingang der Online-Anmeldung werden Bewerber_innen zu einem Aufnahmegespräch eingeladen. Mitzubringen sind Arbeiten, Projekte oder Dokumentationen eigener künstlerischer Versuche sowie ausserkünstlerischer Betätigungen. Danach wird über die Aufnahme in den Studiengang entschieden. Aufnahme, Zwischenprüfung und Diplomabschluss orientieren sich an den konkreten künstlerischen Anliegen und nicht an schriftlichen Arbeiten. Die Prüfungsgebühr beträgt CHF 150.–.

Infoabend
Sind noch Fragen offen? Dann besuche uns unverbindlich an einem der monatlichen Infoabenden oder am Open House, lerne die Schulleitung kennen und informiere dich persönlich vor Ort.

Online-Anmeldung zum Aufnahmegepräch:
  • Bewerbung Schuljahr 2020/21
    Ausbildungsbeginn: 24. August 2020
    Prüfungsgebühr: CHF 150.00
    Anmeldung
Kunst HF
Kunst, Projekt, Der Catwalk des Schamanen oder drei Haikus für die Wahrsagerin, Sarah Burger, 2017
Kunst HF
Fotoreportage: Véronique Hoegger
Herbstsemester 2019/20
Beratung & Mentoring
Mentoring
Irene Müller
Der Beweis, Irene Müller, 2018

Neugierde ist eine Tugend. Die Augen offen halten, den Blick nicht verengen; aber auch bewusst zurücktreten und reflektieren. Daraus kann sich künstlerisches und theoretisches Denken entwickeln, ein Projekt oder ein Text entstehen – das beobachtende, denkende Ich ist immer involviert, wobei die Subjektivität ebenso wert- voll wie kritisch zu hinterfragen ist.

Der Prozess, der vom Wahrnehmen oder Beobachten zum Denken, zur sprachlichen Argumentation führt, ist nie geradlinig. Er führt über Um- und Abwege oft nicht dorthin, wo man meinte hingelangen zu wollen. Trotzdem ist jeder Schritt wertvoll, auch das stolpernde Herantasten, das Schwanken und Schlen- dern. Ockhams Razor, das Prinzip der einfachsten Erklärung, ist hier nicht anwendbar – und doch entpuppt sich manchmal der erste Gedanke, die unmittelbare As- soziation als zutreffend. Sich in ein Verhältnis zur Kunst, zur Welt zu setzen bedingt Neugierde und Offenheit, Ausdauer und Beweglichkeit.

Kunst HF
Kunst, Projekt, Frankental / Time Will Tell, Silvia Popp, Gian-Reto Gredig, Goran Galic, 2017
Kunst HF
Kunst, Arbeitspräsentation, Elena Corvaglia, 2017
Kunst HF
Fotoreportage: Véronique Hoegger
Kunst HF
Kunst, Arbeitspräsentation, Deliah Keller, 2017
Kunst HF
Kunst, Startwoche, Atelierbesuch Bin739, 2017
Herbstsemester 2019/20
Beratung & Mentoring
Mentoring
Mirjam Bayerdörfer
© Mirjam Bayerdörfer, 2019

A andere Orte
B behaupten
C
D dokumentieren
E
F Form
G Gruppe
H Hackfleisch, Horoskope, Haltung
I
J Ja
K Kanon, Kompost
L Leerstand
M
N nochmal von vorn
O On, O
ff
P Pappmaché, Parthenogenese, Peinlichkeit
Q
R raus gehen
S Situation
T Text
U üben, umnutzen
V vor Ort
W weiter so
X
Y
Z zusammen
Meine Praxis erlaubt es mir, die Studierenden in/mit Folgendem zu unterstützen: Netzwerke erkennen und nutzen, sich Wissen aneignen, ein Kollektiv organisieren, Ideen artikulieren, eine Idee in ein Konzept ©verwandeln, feministisch denken lernen, Publikum einbeziehen, vor einer Gruppe sprechen, eine Bildsprache entwickeln, mit Text arbeiten, skulpturale Lösungen finden, Objekte im Raum arrangieren, einen Raum definieren.

Kunst HF
Fotoreportage: Véronique Hoegger
Kunst HF
Kunst, Arbeitspräsentation, AMina Nabi, 2018
Frühlingssemester 2020
Beratung & Mentoring
Mentorat
Brita Polzer
Foto: Brita Polzer
Die Studierenden sind gefordert, mir im Rahmen des Mentoratstags konkrete Fragen zu stellen sowie mein Wissen und meine Erfahrungen «anzuzapfen».
Folgende Kompetenzen kann ich offerieren: Arbeits- und Werkbesprechungen, Dokumentationskritik, Textbesprechungen und -korrekturen (gemeint sind hier die Texte der Studierenden, vor allem im Rahmen der Doku), Ausstellungs- und Atelierbesuche, Lektüre von theoretischen Texten aus Büchern, Zeitschriften und Zeitungen.
 
Frühlingssemester 2020
Beratung & Mentoring
Mentorat
Sarah Burger
Hoover Dam 1934 by Bureau of Reclamation
Ein Mentorat ist ein offenes Gespräch, ein Angebot, eine Carte Blanche. Ich stehe gerne eine Stunde zur Verfügung für einen Austausch über künstlerische Prozesse, Einsichten und Manifestierungen, über drängende Fragen und aufscheinende Hürden.
Welches sind die Dringlichkeiten, die ein Projekt anstossen? Wie gestaltet sich die Umsetzung, wo entstehen Fragen, wie können Schwierigkeiten überwunden werden? Was kann das Werk und was soll es können? Künstlerische Prozesse sind persönliche Bewegungen und immer auch in ein gegenwärtiges und historisches Netz eingebunden - nebst dem Benennen der eigenen Anliegen kann das Wissen um zeitgleiche und vergangene künstlerische Positionen sowie um geeignete Texte und Autor*innen helfen, ein Projekt zu schärfen.
 
Herbstsemester 2019/20
Beratung & Mentoring
Input Malerei
Andreas Dobler
© Andreas Dobler, 2019

Anhand von praktischen Beispielen wird der Einsatz von malerischen Mitteln (Acryl, Aquarell, Oel) gezeigt.

Vom Präparieren eines geeigneten Unter- grunds bis zum gezielten Bildaufbau tragen hand- werkliche Arbeitsschritte zum Gelingen des Werks bei. Erweiterte Anwendungsgebiete (mixed media oder etwa Collage) und die Verwendung von Hilfsmitteln wie Schablonen werden vorgestellt.

Herbstsemester 2019/20
Beratung & Mentoring
Mentoring
Brita Polzer
Atelier Kunst HF, «Arbeitsplatz auf Zeit», © Brita Polzer, 2019

Die Studierenden sind gefordert, im Rahmen des Mentoratstags mein Wissen und meine Erfahrungen «anzuzapfen».

Folgende Kompetenzen kann ich offerieren: Arbeits- und Werkbesprechungen, Dokumentations- kritik, Textbesprechungen und -korrekturen (gemeint sind hier die Texte der Studierenden, vor allem im Rahmen der Doku), Ausstellungs-und Atelierbesuche, Lektüre von theoretischen Texten aus Büchern und/oder Zeitschriften/Zeitungen.