Visuelle Gestaltung HF
Typografie: Werkstatt Bleisatz
Dafi Kühne
Typografie: Werkstatt Bleisatz, 2019, Foto: Liloush von Arx
Während einer Woche beschäftigst du dich mit Blei- und Holzlettern. Indem du einen Textblock selber setzt und druckst, lernst du die Technik des Handsatzes kennen. Das harmonische Schriftbild aber auch Experimente mit Buchstabengrössen, mit Farbe und Papier stehen im Zentrum der ersten Erfahrungen in der Druckwerkstatt. Parallel dazu wird dir relevantes Wissen aus der Vergangenheit des Bleibuchstabens vermittelt.
Visuelle Gestaltung HF
Studiengang Visuelle Gestaltung HF
Grafik Design hat das Ziel, vielschichtige Inhalte in visuelle Botschaften zu übersetzen. Im Spannungsfeld zwischen Auftrag und Autorschaft lernst du kommunikative Anliegen mittels Bild und Typografie prägnant und eigenständig zu vermitteln.

Das Berufsfeld der visuellen Kommunikation und der Grafik ist durch die Digitalisierung komplexer, aber auch vielfältiger geworden. Schwerpunkte verschieben sich vom Print in den digitalen Raum und von der klassischen Werbung in die Social-Media-Kanäle. Heute bespielen Grafiker*innen nicht nur Plakatwände und Buchseiten, sondern auch Instagram, Apps und digitale Systeme.

Im Studium erwirbst du umfassende Kompetenzen, um grafische Aufträge zeitgemäss und praxisnah auszuführen – vom Entwurf über die Konzeption bis hin zur Realisation. Fundierte Entwurfstechniken und breit angelegte Fachkenntnisse bilden die Grundlagen. Die Verschränkung analoger und digitaler Medien und Werkzeuge spielt dabei eine massgebende Rolle. Das gestalterische Experiment steht im Zentrum. Du lernst, den gestalterischen Prozess zu reflektieren und tragfähige Konzepte zu entwickeln. Du erlangst Fähigkeiten in Argumentation und Präsentation, um grafische Lösungen zielorientiert zu entwerfen, zu realisieren und selbstbewusst zu vertreten.

Um Informationen und Anliegen differenziert und verantwortungsbewusst visualisieren zu können, stehst du im Dialog mit dem kulturellen und gesellschaftlichen Umfeld. Du hinterfragst visuelle Konventionen und setzt dich mit den aktuellen Technologien auseinander.

Du verwirklichst Projekte für Kund*innen und arbeitest in interdisziplinären Teams. Die Dozierenden des Studiengangs sind im Berufsfeld Grafik Design aktiv und vertreten eine Vielfalt von gestalterischen Positionen. Ausserdem bieten sie wertvolle Vernetzungsmöglichkeiten. 

Das einzige Vollzeit-Studium in Visueller Gestaltung auf Stufe Höhere Fachschule dauert sechs Semester. Im ersten Studienjahr werden die Grundlagen vermittelt, um im Hauptstudium komplexere grafische Aufgaben anzugehen. Bildgebende Verfahren wie Zeichnen, Fotografie und Animation, Fachwissen in Typografie, Layout, Screendesign und Bewegtbild, sowie Präsentation und produktionstechnisches Wissen bilden die Schwerpunkte. Im Hauptstudium werden die erlernten Fähigkeiten in konkreten Produkten, wie Corporate Designs und Editorial Designs, Plakaten und Infografiken zusammengeführt und medienübergreifend erprobt. Im Diplomsemester konzentrieren sich die Studierenden auf ein selbst konzipiertes Abschlussprojekt. 

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Visuelle Gestaltung HF
Studienbeginn und Dauer
Der Studiengang startet jeweils im August und umfasst 5400 Lernstunden, verteilt auf sechs Semester. Einschlägige Berufserfahrung und Vorbildungen können dem Studium angerechnet werden.

Ausbildungsstufe
Tertiärstufe, Höhere Berufsbildung, Höhere Fachschule
 
Diplom
Eidgenössisch anerkannter Titel dipl. Gestalterin/dipl. Gestalter HF Kommunikationsdesign mit Vertiefungsrichtung Visuelle Gestaltung
 
Kosten
Die Studiengebühren betragen für Studierende mit zivilrechtlichem Wohnsitz in der Schweiz oder Liechtenstein pro Semester: CHF 8 400.– (= CHF 1 400.– mtl.). Inbegriffen ist die individuelle Benutzung der Schulinfrastruktur auch ausserhalb der Unterrichtszeiten sowie die Nutzung der Tutorialplattform Linkedin Learning.Die Ausbildung an der F+F ist staatlich anerkannt und subventioniert. Studierende sind grundsätzlich in ihrem Wohnsitzkanton stipendienberechtigt.

Berufliche Perspektiven
Grafik Designer*in in Ateliers, Kommunikations- oder Werbeagenturen, in Kommunikationsabteilungen von Firmen oder Institutionen. Selbständige Tätigkeit.
Visuelle Gestaltung HF
Anmeldung, Bewerbung Studiengang Visuelle Gestaltung HF

Zulassungsbedingung
Mindestalter 18 Jahre. Abschluss auf Sekundarstufe II (drei- bis vierjährige berufliche Grundausbildung mit Eidgenössischem Fähigkeitszeugnis oder Matura). Die Vorbildung muss nicht fachspezifisch sein. Bewerber*innen können mit Nachweis herausragender gestalterischer Fähigkeiten auch ohne abgeschlossene Sekundarstufe II «sur dossier» aufgenommen werden.

Aufnahmeverfahren 
Nach Eingang der Online-Anmeldung wird den Bewerber*innen ein Thema für eine Projektaufgabe mitgeteilt. Die Lösung wird dem Sekretariat zusammen mit einer Arbeitsdokumentation, einem Motivationsschreiben und einem Lebenslauf eingereicht. Bei positiver Beurteilung der Unterlagen werden die Bewerber*innen zu einem Aufnahmegespräch eingeladen. Danach wird über die Aufnahme in den Studiengang entschieden. Eintritte während des laufenden Semesters sind in der Regel ausgeschlossen. Die Prüfungsgebühr beträgt CHF 150.–.

Wünschst du ein Abklärungsgespräch direkt mit der Studiengangsleitung? Dann richte deine Fragen per E-Mail direkt an Ilia Vasella.

Das Aufnahmeverfahren wird nach Absprache mit den Behörden, und unter Berücksichtigung der Schutzmassnahmen, regulär durchgeführt. 

Infoveranstaltungen
Sind noch Fragen offen? Dann besuche uns unverbindlich an einem der monatlichen Infoabenden oder am Open House, lerne die Schulleitung kennen und informiere dich persönlich vor Ort.

Gerne berät dich unser Sekretariat telefonisch von Mo.–Fr. von 9.00–12.00 und von 14.00–17.00 Uhr unter 044 444 18 88. Fragen und Anliegen kannst du uns auch per E-mail übermitteln oder du bestellst dir dein gewünschtes Infomaterial über diesen Link direkt nach Hause.

Online-Anmeldung:

  • Bewerbung Schuljahr 2021/22
    Ausbildungsbeginn 30. August 2021
    Prüfungsgebühr: CHF 150.00
    Anmeldung
Dada in Zürich – Wo sich Literatur, Kunst, Mode, Tanz und Grafik begegneten
Salome Hohl
Eva Kasser
Dada Zürich, Emmy Hennings mit Dada-Puppe, 1916

Das Cabaret Voltaire ist als Geburtsort der Dada-Bewegung eine weltweit bekannte Adresse der Kulturstadt Zürich. Diskussions- und Reflektionsgrundlage ist das disziplinenübergreifende Erbe der Dadaist*innen und seine Nachwirkung für zeitgenössische Praktiken.

Als Reaktion auf den 1. Weltkrieg entstand im Zürcher Niederdorf 1916 die Dada-Bewegung. Für fünf Monate bespielten Hugo Ball, Emmy Hennings, Marcel Janco, Tristan Tzara, Hans Richter, Richard Huelsenbeck, Hans Arp, Sophie Taeuber-Arp und andere das Cabaret Voltaire. Durch geschickte Vernetzung avancierte die Künstlerkneipe zum interdisziplinären Austausch- und Experimentierort von weltweiter Ausstrahlung. Das historische Erbe und die damit verbundenen kulturellen Identitäten der Dada-Akteur*innen sollen kritisch befragt und für gegenwärtige Fragestellungen und künstlerische Impulse aktiviert werden.

Anmerkung: Die Veranstaltung findet im historischen Saal des Cabaret Voltaire, Zürich statt

Visuelle Gestaltung HF, Diplomarbeit, 2019 
Visuelle Gestaltung HF
Publizieren für Volumes – Art Publishing Days
Philippe Desarzens
Volumes, Kevin Holdener, 2019, Foto: Isabel Seiffert
Ein Besuch in der Bibliothek Andreas Züst und der Titel Off the Ground bildete die Ausgangslage für die haptisch erlesenen Printprodukte im ersten Jahr. Es folgten zwei Projekte unter der Leitung von Urs Lehni Bestsellers! (possibly, maybe) und Collect, Select, Arrange. Dabei beschäftigten sich die Studierenden mit dem Geheimnis des Bestsellers, ein Jahr später mit der obsessiven Tätigkeit des Sammelns. Was 2020 im Fokus steht, ist offen. Die Studierenden werden wieder Autor*innen und Gestalter*innen in einem sein und die F+F-Printprodukte selbst produzieren. Und die Messe – hoffentlich – am Sonntagabend mit leeren Kartonkisten und einer prall gefüllten Kasse verlassen.
Vom Funktionalismus zur Postmoderne – Teil 2
Franka Grosse
Aufbauend über vier Semester beschäftigen sich die Studierenden mit angewandter visueller Gestaltung von ca. 1850 bis in die Gegenwart. Teil 2 thematisiert die Geschichte der Visuellen Kommunikation von den 1930er-Jahren bis in die Gegenwart.

Bauhaus und «Schweizer Grafik» gelten als prägende designgeschichtliche Einflüsse der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Mitte der 1960er-Jahre geriet der Funktionalismus in eine Krise. Zweckrationalismus und allgemeingültige Programmatiken wurden zunehmend in Frage gestellt. Postmoderne expressive, dekorative oder kommerzielle Entwurfsmotive machten sich in designhistorischen Phänomenen wie Pop, Psychedelic, Punk, New-Wave-Typografie, West Coast Style oder Memphis bemerkbar. Die Beschäftigung mit diesem markanten designhistorischen Wandel ist Schwerpunktthema der Lehrveranstaltung.
 
Visuelle Gestaltung HF
Grafisches Produkt
Ilia Vasella
Grafisches Produkt, 2019, Foto: Claudia Breitschmid
Du verdichtest die im ersten Semester erarbeiteten Grundlagen in einem konkreten grafischen Auftrag. Welche Bilder passen? Wie beeinflussen sie den Text und woher kommen sie? Wie entwickle ich eine Serie und wie bleibt diese zwischen Wiederholung und Variation aufregend? Wie bewältige ich den Formatwechsel vom dunklen Raum im Kino zum bedruckten Papier in der Hand? Diesen Fragen gehst du gestaltend auf den Grund. Die breit angelegte Bildrecherche ist der Motor des Arbeitsprozesses, parallel dazu stellst du konzeptionelle Überlegungen an.
Visuelle Gestaltung HF
Wirkungsursache Form
André Vladimir Heiz
Volumes, Marc Gertsch, 2019, Foto: Isabel Seiffert
Wie kommen unsere Zielsetzungen zur Darstellung, die unseren formalen Absichten wirklich entspricht? Genau so nämlich, wie wir uns das vorstellen! Beim Gestalten. Ganz bei der Sache. Fallbeispiele aus der Praxis und eigene Arbeitenbilden die Grundlage einer präzisen Analyse. Wir stellen eine vorbildliche Sammlung aus Prototypen her, die unterschiedliche Kommunikations-Ziele veranschaulichen. In einer überzeugenden Form, die wirkt. In jedem Fall. Was wir gestalten, soll ja schliesslich Eindruck machen: In den Augen der Anderen.
Visuelle Gestaltung HF, Diplomarbeit, 2019 
Visuelle Gestaltung HF
Der Buchstabe, 2016
Visuelle Gestaltung HF
Typografie: Wort und Satz
Franco Bonaventura
Rahel Arnold
Typografie: Wort und Satz, 2019, Foto: Claudia Breitschmid
Wie kann Typografie und Layout eingesetzt werden, um einem spezifischen Inhalt zu einer eigenständigen und passenden Erscheinung zu verhelfen? Wie werden Texte hierarchisiert und komponiert, um Inhalt strukturiert zu visualisieren? Welche Satzarten gibt es? Wie wirken sie und welche Eingriffe verhelfen zur gewünschten Ausdrucksform? Du experimentierst mit dem typografischen Wortbild im Mengensatz und erprobst so die theoretischen Grundlagen der Satztechnik auf ihre visuelle Wirkung. Das effiziente Arbeiten in Adobe Indesign wird vertieft.
Visuelle Gestaltung HF
Das Plakat, Marc Gertsch, 2019
Visuelle Gestaltung HF
Fabienne Iten, Symbol, Zeichen, Logotype, 2016
Adobe Indesign CC
Franco Bonaventura
Sowohl beim Layouten als auch bei der Text- und Bildgestaltung einer Seite und bei der anschliessenden Publikation interagieren Bilder und Texte mit einem definierten Format.

Im Kurs legen wir Dokumente an und verwalten sie. Wir importieren Bilder und Texte und ordnen sie mittels Gestaltungsraster an. Wir bestimmen Schriften und Zeilenabstände und wir arbeiten mit Farben und Formen. Wir üben den Umgang mit Formaten, Seitenformaten, Satzspiegeln, Zeilenabständen und Schriftgrössen. Wir platzieren und transformieren Objekte, Bilder und Grafiken und erstellen Musterseiten, und Druckvorlagen.
 
Kleine Geschichte des Dokumentarfilms
Till Brockmann
Nanook oft the North, USA, 1922

Mit der Erfindung des Films begann auch die Aufzeichnung des Faktischen. Kein Dokumentarfilm liefert jedoch eine «Kopie» der Realität, sondern er ist immer ein manipulatorischer Eingriff, sei es aufgrund der unausweichlichen Transformation durch die Filmtechnik, sei es durch die geistige Haltung und Zielsetzung des Filmemachers oder der Filmemacherin.

Das Seminar liefert einen kleinen Überblick über Geschichte, Stilrichtungen, theoretische Positionen und Ästhetik des Dokumentarfilms. Anhand vieler Clips und sieben Filmen sowie einigen Texten, kommen Themen wie Intervention, Beobachtung und Interaktion zur Sprache, werden Dokumentarfilmer wie Robert Flaherty, Richard Leacock, Frederick Wiseman, Jean-Stéphane Bron, Godfrey Reggio oder Errol Morris vorgestellt. Die Filme werden dabei nicht nur als künstlerisches Produkt, sondern auch in ihrer gesellschaftlichen Funktion beleuchtet.

Kamera- & Lichttechnik in der Fotografie
Jos Schmid
Wie belichtet man eine Fotografie? Was ist ein Weissabgleich? Wie wird Kontrast und Auflösung gesteuert? In diesem Seminar vermitteln wir dir die technischen Grundlagen der Fotografie, der Kameratechnik und der Lichtführung.

Du lernst die technischen Grundlagen der Fotografie kennen, bedienst digitale Kameras und setzt dich mit den charakteristischen Eigenheiten von Kamerasystemen und Licht auseinander. Die verschiedenen Möglichkeiten der manuellen Kameraeinstellungen werden auf unterschiedliche Lichtsituationen hin angewendet. In einfachen Übungen vertiefst du deine Kenntnisse auf praktische Weise, um mit vorhandenem, natürlichem Licht sowie mit Kunstlicht arbeiten zu können. Du verwendest in diesem Kurs das Equipment der F+F.

Anmerkung: Die Veranstaltung findet im Studio 101, Zürich statt
Mitbringen: eigene Fotokamera

 
Re-thinking the Fashion System
Iris Delruby Ruprecht
Vogue Cover, Rihanna wears a Fenty tulle coat and Forevermark x Jade Trau earrings, November 2019, Foto: Ethan James Green
Nach Jahren des Wandels – und des zunehmenden Chaos – in der Art und Weise, wie Kleidung entworfen, vermarktet und verkauft wird, denken Branchenführer*innen über die Zukunft der «Mode-Unmittelbarkeit» nach.

Die sozioökonomischen, technologischen und ökologischen Entwicklungen verändern nicht nur die Mode. Welche Trends gibt es noch? Kann Neues nachhaltig geschaffen werden? Spüre wichtige Indikatoren auf und denke sie weiter: Wie werden sie unser Leben und die Arbeit im Modedesign künftig beeinflussen? Spekuliere, fantasiere, experimentiere und denke über das Morgen nach. Die Zukunft kann nicht vorhergesagt werden, aber wir können sie jedoch aktiv mitgestalten. Are you ready to re-think the Fashion System?

Voraussetzung: kontinuierliche und aktive Mitarbeit
Mitbringen: Skizzen- und Arbeitsbuch, Zeichenutensilien und Laptop wenn vorhanden