Professional Bachelor Visuelle Gestaltung HF
Grafikdesign übersetzt vielschichtige Inhalte in visuelle Botschaften. Im Spannungsfeld zwischen Auftrag und Autor:innenschaft vermittelst du kommunikative Anliegen mittels Bild und Typografie prägnant und eigenständig.
Das Berufsfeld der visuellen Kommunikation und der Grafik ist mit der Digitalisierung komplexer, aber auch vielfältiger geworden. Schwerpunkte verschieben sich vom Print in den digitalen Raum und von der klassischen Werbung in die sozialen Medien. Heute bespielen Grafiker:innen nicht nur Plakatwände und Buchseiten, sondern auch Apps und digitale Systeme.
Im Studium erwirbst du umfassende Kompetenzen, um grafische Aufträge zeitgemäss und praxisnah auszuführen – vom Entwurf über die Konzeption bis hin zur Realisation. Fundierte Entwurfstechniken und breit angelegte Fachkenntnisse bilden die Grundlagen, dabei werden analoge und digitale Medien und Werkzeuge miteinander verknüpft. Du reflektierst den gestalterischen Prozess und entwickelst daraus tragfähige Konzepte.
Projekte entstehen eigenständig oder in interdisziplinären Teams – auch für echte Kund:innen. Die Auseinandersetzung mit dem kulturellen und gesellschaftlichen Umfeld ist Ausgangspunkt für differenzierte und verantwortungsbewusste Visualisierungen. Seminare und Workshops hinterfragen visuelle Konventionen und testen die Möglichkeiten aktueller Technologien.
Die Dozierenden des Studiengangs sind im Berufsfeld Grafikdesign aktiv und vertreten eine Vielfalt von gestalterischen Positionen, wodurch sich wertvolle Vernetzungsmöglichkeiten ergeben können.
Das einzige Vollzeit-Studium der Schweiz in Visueller Gestaltung auf Stufe Höhere Fachschule dauert sechs Semester. Im ersten Studienjahr werden dir die Grundlagen vermittelt, um im Hauptstudium komplexe grafische Aufgaben anzugehen. Bildgebende Verfahren wie Zeichnen, Fotografie und Animation, Fachwissen in Typografie, Layout, Screendesign und Bewegtbild sowie Präsentation und produktionstechnisches Wissen bilden die Schwerpunkte. Im Hauptstudium werden die erlernten Fähigkeiten in konkreten Produkten wie Corporate Designs und Editorial Designs, Plakaten und Infografiken zusammengeführt und medienübergreifend erprobt. Während des Diplomsemesters konzentrierst du dich auf ein selbst konzipiertes Abschlussprojekt.
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Anmeldung, Bewerbung Studiengang Visuelle Gestaltung HF
Fotoreportage, Véronique Hoegger, 2026
Zulassungsbedingungen
Mindestalter 18 Jahre. Abschluss auf Sekundarstufe II (drei- bis vierjährige berufliche Grundausbildung mit Eidgenössischem Fähigkeitszeugnis oder Matura). Die Vorbildung muss nicht fachspezifisch sein. Bewerber:innen können mit Nachweis herausragender gestalterischer Fähigkeiten auch ohne abgeschlossene Sekundarstufe II «sur dossier» aufgenommen werden.
Aufnahmeverfahren
Zur Online-Anmeldung reichst du ein Motivationsschreiben, einen Lebenslauf sowie Arbeits- und Ausbildungszeugnisse ein. Nach Eingang der Online-Anmeldung wird dir eine Prüfungsaufgabe mitgeteilt. Für die Bearbeitung der Aufgabe stehen dir 14 Tage zur Verfügung. Das Resultat reichst du zusammen mit deinem Portfolio ein. Bei positiver Beurteilung der Unterlagen laden wir dich zu einem Aufnahmegespräch ein. Danach wird über die Aufnahme in den Studiengang entschieden. Eintritte während des laufenden Semesters sind in der Regel nicht möglich. Die Prüfungsgebühr beträgt CHF 150.–.
Infoveranstaltungen
Sind noch Fragen offen? Dann besuche uns unverbindlich an einem der monatlichen Infoabenden oder am Open House, lerne die Schulleitung kennen und informiere dich persönlich vor Ort.
Wünschst du ein Abklärungsgespräch direkt mit der Studiengangsleitung? Dann richte deine Fragen per E-Mail direkt an Jeannine Herrmann oder buche eine 1:1 Beratung mit ihr.
Gerne berät dich auch unser Sekretariat telefonisch von Mo.–Fr. von 9.00–12.00 und von 14.00–17.00 Uhr unter 044 444 18 88. Fragen und Anliegen kannst du uns auch per E-Mail übermitteln oder du bestellst dir dein gewünschtes Infomaterial über diesen Link direkt nach Hause.
Online-Anmeldung:
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Schuljahr 2027/28: Anmeldung zum Aufnahmeverfahren
Anmelden bis 13. Juni 2027, Ausbildungsbeginn: 23. August 2027
Prüfungsgebühr: CHF 150.00
Anmeldung
Studienbeginn und Dauer
Der Studiengang startet jeweils im August und umfasst 5 400 Lernstunden, verteilt auf sechs Semester. Einschlägige Berufserfahrung und Vorbildungen können dem Studium angerechnet werden.
Ausbildungsstufe
Tertiärstufe, Höhere Berufsbildung, Höhere Fachschule, Professional Bachelor
Diplom
Eidgenössisch anerkannter Titel
dipl. Kommunikationsdesignerin HF, Professional Bachelor / dipl. Kommunikationsdesigner HF, Professional Bachelor. Die Englische Bezeichnung lautet:
Professional Bachelor in Visual Design.
Kosten
Die Studiengebühren betragen für Studierende mit zivilrechtlichem Wohnsitz in der Schweiz oder Liechtenstein pro Semester: CHF 9 240.– (= CHF 1 540.– mtl.). Inbegriffen ist die individuelle Benutzung der Schulinfrastruktur auch ausserhalb der Unterrichtszeiten. Die Ausbildung an der F+F ist staatlich anerkannt und subventioniert. Studierende sind grundsätzlich in ihrem Wohnsitzkanton stipendienberechtigt.
MacBook
Alle Studierende benötigen für die Ausbildung ein eigenes MacBook gemäss den Mindestanforderungen der Schule. Für Fragen zur Anschaffung des Laptops steht die Schule gerne beratend zur Seite. Aktuelle Geräte können am günstigsten über den
Shop ITZ der
ZHdKgekauft werden: Studierende der F+F erhalten den Studierendenrabatt, wenn der Schülerausweis oder eine Schulbestätigung vorgelegt wird.
Unterrichtssprachen
In den Studiengängen wird mehrheitlich in Deutscher Standardsprache unterrichtet. Einzelne Seminare, Projekte und Vorträge finden in Englisch statt. Alle Studierenden verfügen über ein ausreichendes Sprachniveau in Englisch (B1) oder erwerben sich diese Kompetenz während dem Studium.
Berufliche Perspektiven
Grafikdesigner:in in Ateliers, Kommunikations- oder Werbeagenturen, in Kommunikationsabteilungen von Firmen oder Institutionen. Selbstständige Tätigkeit.
Woher weiss ich, ob Visuelle Gestaltung zu mir passt?
Du interessierst dich für Bilder, Farben, Formen und Komposition und hast Lust, daraus eigene Ideen zu entwickeln? Du bist neugierig auf Menschen, Projekte und ganz unterschiedliche Themen und möchtest herausfinden, wie du sie visuell übersetzen kannst? Dann könnte Visuelle Gestaltung zu dir passen. Wichtig sind Offenheit, Kreativität, Durchhaltevermögen und die Lust, dich intensiv mit Gestaltung auseinanderzusetzen.
Welche Voraussetzungen brauche ich für das Studium Visuelle Gestaltung?
Du musst mindestens 18 Jahre alt sein und die Sekundarstufe II abgeschlossen haben, zum Beispiel mit einer Berufslehre oder Mittelschule. Eine Matura brauchst du nicht. Ein Gestalterischer Vorkurs oder Propädeutikum ist eine gute Vorbereitung, aber keine Voraussetzung.
Wie läuft das Aufnahmeverfahren ab?
Nach der Online-Anmeldung reichst du ein Portfolio ein und bearbeitest selbstständig eine gestalterische Prüfungsaufgabe. Dazu kommen eine kurze schriftliche Arbeit und ein Motivationsschreiben. Bei positiver Beurteilung wirst du zu einem persönlichen Gespräch eingeladen, in dem wir deine Aufgabe und dein Portfolio besprechen. Die Prüfungsgebühr beträgt CHF 150.–. Die Anmeldung ist laufend bis spätestens Mitte Juni möglich.
Was soll ich in meinem Portfolio zeigen?
Dein Portfolio kann Arbeiten aus unterschiedlichen gestalterischen Bereichen enthalten – sie müssen nicht ausschliesslich aus dem Graphic Design stammen. Wichtig ist nicht die Menge, sondern eine bewusst ausgewählte und übersichtlich aufgebaute Zusammenstellung. Die Arbeiten können aus der Freizeit, aus Kursen, dem Vorkurs, der Berufsschule, dem Gymnasium oder aus eigenen Projekten stammen. Uns interessiert vor allem, wie du denkst und arbeitest: deine Neugier, die Lust am Ausprobieren und dein Gestaltungswille. Perfekte oder bereits professionelle Arbeiten erwarten wir nicht.
Wie ist das Studium aufgebaut und was mache ich konkret?
Das dreijährige Vollzeitstudium startet Ende August und endet mit einer individuellen Diplomarbeit und Ausstellung. Du arbeitest an Projekten von Typografie, Editorial Design und Branding bis zu Web, UI/UX, Motion und Animation – für Print, digitale Medien und Social Media.
Seminare vermitteln Theorie, technische Skills und Fachwissen, die du direkt in deinen Projekten einsetzt. Du arbeitest mit digitalen Tools, KI und analogen Techniken und baust während des Studiums dein eigenes Portfolio auf. Nach dem zweiten Studienjahr absolvierst du ein dreimonatiges Praktikum; bei der Suche unterstützt dich die Studiengangsleitung.
Wie viel Zeit muss ich für das Studium einplanen?
Visuelle Gestaltung ist ein Vollzeitstudium. Du bist durchschnittlich drei bis vier Tage pro Woche an der F+F; der Unterricht findet in der Regel zwischen 9.15 und 16.15 Uhr statt. Zusätzlich solltest du täglich ein bis zwei Stunden für selbstständiges Arbeiten einplanen.
Zwischen den Semestern und teilweise während des Semesters gibt es unterrichtsfreie Zeiten.
Kann ich neben dem Studium arbeiten?
Arbeiten neben dem Studium ist grundsätzlich möglich, insbesondere in den Semesterferien und unterrichtsfreien Zeiten. Wie gut sich beides vereinbaren lässt, hängt von deinen Arbeitszeiten, der Flexibilität deiner Arbeitsstelle und deiner persönlichen Belastbarkeit ab. Die Stundenpläne werden rund drei Monate vor Semesterbeginn verschickt, sodass du Studium und Arbeit planen kannst. Kleinere Terminverschiebungen während des Semesters sind jedoch möglich.
Was unterscheidet das HF-Studium an der F+F von der Fachklasse Grafik EFZ und anderen Angeboten?
Du studierst in kleinen Gruppen mit 5 bis 10 Studierenden pro Jahr und arbeitest eng mit Dozierenden zusammen, die selbst aus der Praxis kommen. Das Studium ist projekt- und prozessorientiert und gibt dir viel Raum, unterschiedliche gestalterische Ansätze auszuprobieren und dein eigenes Profil zu entwickeln.
Du kannst ausserdem Angebote aus anderen Studiengängen wie Fotografie, Mode, Film oder Kunst besuchen. Im Unterschied zur Fachklasse Grafik machst du hier keine Berufslehre mit EFZ, sondern ein dreijähriges HF-Studium mit Abschluss «Professional Bachelor». Das Studium setzt viel Eigenverantwortung und selbstständiges Arbeiten voraus. Anders als für ein Bachelorstudium an einer Fachhochschule brauchst du keine Matura.
Was kostet das Studium?
Für Studierende mit zivilrechtlichem Wohnsitz in der Schweiz oder Liechtenstein kostet das Studium CHF 9’240.– pro Semester beziehungsweise CHF 1’540.– pro Monat. Darin enthalten ist die Nutzung der Schulinfrastruktur auch ausserhalb der Unterrichtszeiten.
Du brauchst ein eigenes MacBook gemäss den Mindestanforderungen der F+F sowie eine Adobe-Lizenz. Über den Shop ITZ der ZHdK können F+F Studierende Geräte mit Studierendenrabatt beziehen; für Adobe gilt ebenfalls ein vergünstigter Studierendenpreis. Zusätzlich fallen je nach Projekt Material-, Werkzeug- und Fachliteraturkosten von rund CHF 150.– bis 400.– pro Semester an.
Gibt es Stipendien oder andere Finanzierungsmöglichkeiten?
Der Studiengang ist staatlich anerkannt und grundsätzlich stipendienberechtigt. Ob du ein Stipendium erhältst, hängt vom Einzelfall und deinem Wohnkanton ab. Informiere dich am besten frühzeitig bei der Berufsberatung oder dem Berufsinformationszentrum deines Wohnkantons. Im Kanton Zürich sind das AJB und die regionalen biz Anlaufstellen.
Welchen Abschluss erhalte ich – und wie kann es danach weitergehen?
Du schliesst mit dem eidgenössisch anerkannten Titel «dipl. Kommunikationsdesigner:in HF, Professional Bachelor» ab. Auf Englisch lautet der Titel «Professional Bachelor in Visual Design».
Danach kannst du dich im Bereich Design, Technik oder Programmierung weiterbilden oder ein weiterführendes Studium anschliessen. Mit Matura kannst du dich regulär an einer Hochschule bewerben; ohne Matura ist eine Zulassung «sur dossier» zu Bachelor- oder Masterstudiengängen an Fachhochschulen möglich. Auch Masterstudiengänge im Ausland sowie CAS- und MAS-Lehrgänge kommen infrage.
In welchen Bereichen kann ich nach dem Studium arbeiten?
Visuelle Gestaltung ist ein breites Berufsfeld: Du kannst zum Beispiel in Grafikstudios, Agenturen, Kommunikationsabteilungen, Verlagen, Redaktionen, Institutionen oder im Kulturbereich arbeiten – angestellt oder selbstständig.
Mögliche Schwerpunkte reichen von Branding, Editorial und Publishing über Motion und Animation bis zu Web, UX, Social Media und Content Creation. Die Branche verändert sich stark; besonders gefragt sind Kenntnisse in Bereichen wie Social Media, Web, App- und Digital Design.
Wie kann ich mehr über das Studium Visuelle Gestaltung erfahren?
Einen Einblick in den Studiengang kannst du jederzeit mit der Studiengangsleitung vereinbaren. Zusätzlich findet zweimal pro Jahr ein Open House statt. Dort kannst du das Studium kennenlernen und auch mit Studierenden ins Gespräch kommen.
Dozierende Visuelle Gestaltung HF
Dein berufliches Umfeld soll im Corporate oder Editorial Design sein? Oder du willst Plakate oder Infografiken gestalten? Melde dich jetzt schon zum
Aufnahmeverfahren an!
Tauche ein in die Welt des Graphic Designs!
Das Videoportrait gewährt authentische Einblicke in den Alltag des Studiengangs Visuelle Gestaltung HF: Es zeigt inspirierende Unterrichtssituationen mit engagierten Dozent:innen, die kreative Atmosphäre in den Ateliers sowie spannende Einblicke in die Arbeiten, Prozesse und Projekte unserer Studierenden
Unterrichtssituation, 2025, Foto: Claudia Kübler
Das Modul wirft unter anderem die Frage auf, wie wir diesem akademisch-staubigen Evergreen heute noch begegnen können und wollen. Mit welchem Blick schauen wir auf nackte Körper und was hat das mit Geschlechter- und Machtverhältnissen zu tun? Und welcher Blick schaut zurück? Welche Körpernormen haben uns, auch künstlerisch, geprägt? In der Darstellung von Figur (Akt) und Portrait aus der Beobachtung und mit unterschiedlichsten Zeichnungsmitteln, werden sowohl klassische wie auch experimentelle Zugänge erprobt.
Counter cloud action days, 2023
Im Seminar setzt du dich mit aktuellen technologischen Entwicklungen und ihrem Einfluss auf unser Verhältnis zur Welt auseinander: Was macht KI mit Wissen, wovon lebt die Cloud, wieviel Macht hat Infrastruktur, was bedeutet dies für dich? Du erfährst Hintergründe zu Technologien und lernst kritische Perspektiven und künstlerische/aktivistische Positionen kennen. Ziel ist es, Grundlagenwissen zu aktuellen technologischen Diskursen und ein kulturelles Verständnis von Technologie zu erarbeiten. Zum Abschluss erstellst du dein eigenes Zine mit Materialien des Seminars und eigenen Beiträgen.
Arbeit von: Leandra Hilfiker, 2025
Du beschäftigst dich mit Dramaturgie, Rhythmus und Bewegung, du tauchst ein in die Welt des Bewegtbildes und der animierten Typografie. Welche Gesetzmässigkeiten für Gestaltung und Konzeption gelten, wenn die Botschaft in einer Zeitabfolge und nicht auf einer Fläche vermittelt wird? Wieviel Bewegung braucht es, um eine Animation mit Spannung und Witz zu erzeugen? Mit Adobe After-Effects oder Photoshop setzt du deine eigenen Bilder sowie typografische und zeichenhafte Elemente in Bewegung und entwirfst kurze Animationen für unterschiedliche Formate und Medien.
Arbeit von: Jonathan Pecoraro, 2025
Du verdichtest die im ersten Semester erarbeiteten Grundlagen in einem konkreten grafischen Auftrag. Welche Bilder passen? Wie beeinflussen sie den Text und woher kommen sie? Wie bleibt mein Design zwischen Wiederholung und Variation aufregend? Wie kann ich den Formatwechsel zwischen digitalen und analogen Anwendungen erfolgreich bewältigen? Diesen Fragen gehst du gestaltend auf den Grund. Eine breit angelegte Bildrecherche bildet ein wichtiger Bestandteil für deinen Arbeitsprozess, während du gleichzeitig konzeptionelle Herausforderungen erkundest und lernst, diese zu bewältigen.
Arbeit von: Leandra Hilfiker, 2025, Foto: Claudia Breitschmid
Mit vorgegebenem Material realisierst du eine Publikation. Welche Schriften, welches Format, welcher Satzspiegel passen? Welche redaktionellen, grafischen, typografischen Entscheidungen triffst du, um die Inhalte zu unterstützen? Du erarbeitest dir spezifische Grundlagen, um Bild und Text adäquat in Szene zu setzen. Typografische Kenntnisse, Satztechnik, Mikro- und Makroästhetik werden vertieft und in Abhängigkeit zu Dramaturgie, Format und Proportion erprobt. Die Gestalt deiner Publikation soll dazu anregen, sie in die Hand zu nehmen, aufzuklappen und ihre Inhalte zu verschlingen.
Papier, Druck, Produktion
Unterrichtssituation, Foto: Anika Rosen
Du wirst mit den Einsatzmöglichkeiten und Besonderheiten des Druckstoffes Papier vertraut gemacht und lernst Begriffe wie Laufrichtung, Volumen und Gewicht kennen. Materialrecherche, die Bestellung von Mustermaterialien, eine adäquate Papierwahl und deren Wirkung auf die Kosten werden unter Berücksichtigung ökologischen Aspekten diskutiert. Verschiedene Drucktechniken wie Offset, Siebdruck oder Digitaldruck kommen ebenso zur Sprache wie Techniken der Weiterverarbeitung. Ein Besuch in einer Buchbinderei gibt dir wertvolle Einblicke in die Produktionskette.
Latifa Echakhch, For Each Stencil a Revolution, 2007
Zahlreiche Kunstschaffende der Moderne und Gegenwart entwickelten eine Faszination für Ultramarin. Wer Tempel des alten Ägypten oder Kirchen und Moscheen aus dem Mittelalter besucht hat, kann nachvollziehen, wie sehr die Farbe in den Bann zieht. Das Lehrangebot zeigt, wie Lapislazuli früher als Symbol von Reichtum und Sakralität verwendet wurde und welche Geschichten die Farbe, die viele nur noch als Yves-Klein-Blau kennen, heute erzählt. Von Giotto di Bondone, bis Latifa Echakhch wird die Vielseitigkeit der kunsthistorischen Auseinandersetzung mit Farbe sichtbar.
Rahel Arnold
Grafikdesign, Typografie
*1976, Abschluss Visuelle Gestaltung,
ZHdK, 2002. Auslandpraktika in Buenos Aires und Barcelona. Seit 2002 selbstständige Tätigkeit als Grafikerin und Illustratorin. 2002–12 Dozentin Grafik,
Invers Schule für Gestaltung, Olten. 2010–15 Assistenz Studienvertiefung Scientific Visualization und Lehrauftrag Departement Design,
ZHdK. Seit 2017 stellvertretende Art Direction und Bildredaktion,
NZZ. Seit 2020 Lehrauftrag Studienvertiefung Trends & Identity, ZHdK.
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Aktuelle Kurse
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FS 2027 (7954)
Typografie – Editorial
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HS 2026/27 (7934)
Typografie: Wort und Satz
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Grafische Gestaltung: Basis (Info)
Unterrichtssituation, Foto: Fabienne Gantenbein
In der Plotter-Einführung wird der Umgang mit dem Grossformat-Drucker vermittelt. Der Workflow von der digitalen Datei über die Druckaufbereitung bis hin zum Print im Weltformat wird praxisorientiert erarbeitet. Die Möglichkeit, gigantische Prints zu produzieren, birgt besondere technische und inhaltliche Hürden, die beispielhaft aufgezeigt und gemeinsam abgebaut werden. Für die selbständige Nutzung des Plotters ist diese Einführung obligatorisch.
Dream Delivery von Zhen Gyuan
Anhand zeitgenössischer und historischer Beispiele lernst du Bilder kritisch zu lesen. Gemeinsam hinterfragen wir ihre Entstehung, Absicht und Wirkung: Was macht Bilder glaubwürdig? Wer produziert und verbreitet sie? In welchem Kontext, mit welchen Interessen? Wir diskutieren Herkunft, Komplizenschaft und Deutungshoheit von Bildern. Du übst, Bedeutungsebenen zu analysieren, Wahrheitsansprüche zu hinterfragen und politisch aufgeladene Bilder zu dekodieren. Dabei wirst du angeregt, über die Ränder und Rahmungen hinauszudenken, um visuelle Repräsentationen der Welt kritisch zu analysieren.
Wissensvisualisierung und Infografik
Arbeit von: Jezica Ann Styger und Mike Zobrist, 2022
Die bildhafte Vermittlung kann abstrakte Informationen verständlicher machen, im besten Fall sogar neue Erkenntnisse darüber erschliessen. Mit welchen gestalterischen Mitteln gelingt es dir, komplexe Zusammenhänge und Datensätze in erlebbare und einleuchtende Informationsgrafiken zu übersetzen? Du lernst unterschiedliche Zugänge der Datenvisualisierung kennen und machst in diesem spezifischen Feld des Grafikdesigns erste Schritte.
Film als Politik: Der Propagandafilm
Filmstill aus Triumph des Willens, 1935
Seit dem 1. Weltkrieg wird das Medium Film bewusst für Propagandazwecke genutzt. Der Film wurde seither immer wieder als politisches Werkzeug eingesetzt, manifestiert Feindbilder oder unterstreicht die moralische Richtigkeit der eigenen Position. Im Unterricht werden wir einen speziellen Fokus auf die Zeit des Nationalsozialismus richten und Filme wie Leni Riefenstahls Triumph des Willens (1935) oder Jud Süss (1940) genau analysieren. Dabei geht es darum, wie die Filme ihre politischen Botschaften übermitteln und wie sich Propaganda definieren lässt.