Visuelle Gestaltung HF
Kurz und bewegt
Josh Schaub
Nick Billinger, Kurz und animiert, 2015
Vermehrt müssen sich auch visuelle Gestalter_innnen mit dem bewegten Bild auseinandersetzen: Apps, Clips und Gifs, bewegte Plakate und animierte Logos sind oft Bestandteile eines Kundenauftrags. Wie aber wird eine Botschaft in wenigen Sekunden auf den Punkt gebracht?
 
Du beschäftigst dich mit Dramaturgie, Rhythmus und Bewegung, du tauchst ein in die Welt des Bewegtbildes und der animierten Typografie. Welche Gesetzmässigkeiten für Gestaltung und Konzeption gelten, wenn die Botschaft in einer Zeitabfolge und nicht auf einer Fläche vermittelt wird? Wieviel Bewegung braucht es, um eine Animation mit Spannung und Witz zu erzeugen? Mit Adobe After–Effects oder Photoshop setzt du deine eigenen Bilder, typografische und zeichenhafte Elemente in Bewegung und entwirfst eine kurze Animation für das Kino.
Visuelle Gestaltung HF
Studiengang Visuelle Gestaltung HF
Grafik Design hat das Ziel, vielschichtige Inhalte in visuelle Botschaften zu übersetzen. Im Spannungsfeld zwischen Auftrag und Autorschaft lernst du kommunikative Anliegen mittels Bild und Typografie prägnant und eigenständig zu vermitteln.

Im Studium erwirbst du umfassende Kompetenzen, um grafische Aufträge praxisnah und zeitgemäss auszuführen – vom Entwurf über die Konzeption bis hin zur Realisation.Fundierte Entwurfstechniken und breit angelegte Fachkenntnisse bilden die Grundlagen. Die Verschränkung analoger und digitaler Medien und Werkzeuge spielt dabei eine massgebende Rolle, das gestalterische Experiment steht im Zentrum. Du lernst, den gestalterischen Prozess zu reflektieren und tragfähige Konzepte zu entwickeln. Du erlangst Fähigkeiten in Argumentation und Präsentation, um grafische Lösungen zielorientiert zu entwerfen, zu realisieren und selbstbewusst zu vertreten.

Um Informationen differenziert und verantwortungsbewusst visualisieren zu können, stehen die Studierenden stets im Dialog mit dem kulturellen und gesellschaftlichen Umfeld. Sie setzen sich mit den aktuellen Technologien auseinander und eignen sich ein Repertoire an Recherchemethoden und Strategien der Bildfindung an. Die Studierenden verwirklichen Projekte für Kund_innen und arbeiten in interdisziplinären Teams. Die Dozierenden des Studiengangs vertreten eine Vielfalt von gestalterischen Positionen und bieten ausserdem wertvolle Vernetzungsmöglichkeiten.

Das Studium Visuelle Gestaltung HF dauert sechs Semester. Im ersten Studienjahr werden die Grundlagen vermittelt, um im Hauptstudium komplexere grafische Aufgaben anzugehen. Bildgebende Verfahren wie Zeichnen, Fotografie und Animation, Fachwissen in Typografie, Layout, Screendesign und über das bewegte Bild, sowie Präsentation und produktionstechnisches Wissen bilden die Schwerpunkte. Im Hauptstudium werden die erlernten Fähigkeiten in konkreten Produkten, wie Corporate Designs und Editorial Designs, Plakaten und Infografiken zusammengeführt und medienübergreifend erprobt. Im Diplomsemester konzentrieren sich die Studierenden auf ein selbst konzipiertes Abschlussprojekt.

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Visuelle Gestaltung HF
Studienbeginn und Dauer
Der Studiengang startet jeweils im August und umfasst 5400 Lernstunden, verteilt auf sechs Semester. Einschlägige Berufserfahrung und Vorbildungen können dem Studium angerechnet werden.

Ausbildungsstufe
Tertiärstufe, Höhere Berufsbildung, Höhere Fachschule
 
Diplom
Eidgenössisch anerkannter Titel dipl. Gestalterin/dipl. Gestalter HF Kommunikationsdesign mit Vertiefungsrichtung Visuelle Gestaltung
 
Kosten
Die Studiengebühren betragen für Studierende mit zivilrechtlichem Wohnsitz in der Schweiz oder Liechtenstein pro Semester: CHF 8 400.– (= CHF 1 400.– mtl.). Inbegriffen ist die individuelle Benutzung der Schulinfrastruktur auch ausserhalb der Unterrichtszeiten sowie die Nutzung der Tutorialplatform Lynda.Die Ausbildung an der F+F ist staatlich anerkannt und subventioniert. Studierende sind grundsätzlich in ihrem Wohnsitzkanton stipendienberechtigt.
 
Berufliche Perspektiven
Grafik Designer_in in Ateliers, Kommunikations- oder Werbeagenturen, in Kommunikationsabteilungen von Firmen oder Institutionen. Selbständige Tätigkeit.
Visuelle Gestaltung HF
Anmeldung, Bewerbung Studiengang Visuelle Gestaltung HF

Zulassungsbedingung
Mindestalter 18 Jahre. Abschluss auf Sekundarstufe II (drei- bis vierjährige berufliche Grundausbildung mit Eidgenössischem Fähigkeitszeugnis oder Matura). Die Vorbildung muss nicht fachspezifisch sein. Bewerber_innen können mit Nachweis herausragender gestalterischer Fähigkeiten auch ohne abgeschlossene Sekundarstufe II «sur dossier» aufgenommen werden.

Aufnahmeverfahren 
Nach Eingang der Online-Anmeldungwird den Bewerber_innen ein Thema für eine Projektaufgabe mitgeteilt. Die Lösung wird dem Sekretariat zusammen mit einer Arbeitsdokumentation, einem Motivationsschreiben und einem Lebenslauf eingereicht. Bei positiver Beurteilung der Unterlagen werden die Bewerber_innen zu einem Aufnahmegespräch eingeladen. Danach wird über die Aufnahme in den Studiengang entschieden. Eintritte während des laufenden Semesters sind in der Regel ausgeschlossen. Die Prüfungsgebühr beträgt CHF 150.–.

Infoabend
Sind noch Fragen offen? Dann besuche uns unverbindlich an einem der monatlichen Infoabenden oder am Open House, lerne die Schulleitung kennen und informiere dich persönlich vor Ort.

Online-Anmeldung zum Aufnahmegepräch:

  • Bewerbung Schuljahr 2019/20
    Ausbildungsbeginn: 26. August 2019
    Prüfungsgebühr: CHF 150.00
    Anmeldung
Visuelle Gestaltung HF
Typografisches Plakat, Luca Vincenti, 2017
Einführung Siebdruck
Yves Sablonier
Während eines Tages lernst du die Geräte und Werkzeuge der Druckwerkstatt «Zitropress» kennen und du erprobst deren Einsatz.

Nach dieser Einführung kannst du die Werkstatt und ihre Geräte und Werkzeuge selbständig für die Realisation deiner Gestaltungsprojekte benutzen.
One and three Ideas
Salome Hohl
Ole Ukena, Cher, Chair, Share (Hello Joseph), 2011
Konzeptkunst ist seit den 1960er–Jahren einer der einflussreichsten Ansätze in der Kunst. Aber schon bei Leonardo da Vinci oder Marcel Duchamp finden sich konzeptuelle Spuren davon. Was für ein Verständnis von Kunst steht dahinter? Welche Inhalte werden verfolgt?

Nicht die Form oder das künstlerische Erzeugnis definieren in der Konzeptkunst das Werk, sondern die Idee. In den meisten gegenwärtigen Werken hallt dieser Ansatz nach. Konzeptkunst zu verstehen, bedeutet, einen geschärften Blick für aktuelles Kunstschaffen und brisante Themen zu bekommen. Im Seminar versuchen wir den kunsttheoretischen Rahmen zu ergründen und eine Vielfalt an konzeptuellen Praktiken kennenzulernen. Neben den Sitzungen sind zwei Ausstellungsbesuche eingeplant.
Berufskunde, Soziale Sicherheit
Philippe Sablonier
Eva-Maria Würth
In diesem Seminar lernst du, worauf es bei der selbstständigen beruflichen Tätigkeit rechtlich und organisatorisch ankommt, damit dein Verdienst längerfristig stimmt und dein Beruf von den Sozial– und Steuerbehörden anerkannt wird.

Kreativ Tätige müssen sich besonderen beruflichen Herausforderungen stellen: Sie müssen künstlerische Prozesse managen und sie müssen den Berufsalltag bewältigen: Von den Finanzen über die Krankheits–, Unfall– und Altersvorsorge bis zum Umgang mit den Behörden. Daneben gilt es, Nebenjobs, Privatleben und Gesundheit nicht aus den Augen zu verlieren – eine Mehrfachbelastung, die viel abverlangt. Das praxisorientierte Lehrangebot zeigt, wie wirtschaftlichen, sozialen und geschlechterbedingten Risiken begegnet werden kann und worauf es bei der selbständigen Tätigkeit rechtlich und organisatorisch ankommt, damit der Verdienst längerfristig stimmt und der Beruf von den Sozial– und Steuerbehörden anerkannt wird. Erwerbs– und Organisationsformen, das Schweizer Sozialversicherungssystem, Berufsversicherungen, Steuern und Abgaben, Geschäftsführung, Selbstmanagement und Honorarberechnung sind Inhalte dieses Lehrangebots.
Einführung 3D & Ausstellungstechnik
Kurt Stegmann
Du lernst im Kurs die 3D–Werkstatt und die dort geltenden Regeln kennen. Im zweiten Teil befassen wir uns mit praktischen Aspekten der Ausstellungstechnik.

Wir stellen dir die wichtigsten Geräte und Werkzeuge der 3D–Werkstatt vor und zeigen dir Produktionsmöglichkeiten auf, die du einsetzen kannst. Du lernst, wie die Geräte der 3D–Werkstatt zu reinigen und zu pflegen sind und du weisst danach, wie du Unfälle in der Werkstatt verhindern kannst. Im zweiten Teil des Kurses steht die Beantwortung von Fragen der Ausstellungstechnik im Zentrum: Wie befestige, sichere und steuere ich Arbeiten und Geräte? Für die selbstständige Nutzung der 3D–Werkstatt ist der Besuch dieser Einführung obligatorisch.
Visuelle Gestaltung HF
Visuelle Gestaltung, 2016
Zeichnen
Claudia Kübler
Das ist kein Elefant, es ist ein Staubsauger – zeichnerische Grundlagen im Visier. In diesem Zeichnungsmodul geht es darum, sich zeichnerische Kompetenzen anzueignen und zu erweitern.

Das Zeichnen ist nicht nur künstlerisches Ausdrucksmittel, es ist nach wie vor eine der unmittelbarsten Techniken, um eine Idee oder einen Gedanken schnell und mit einfachen Mitteln zu visualisieren. Es ist somit für unterschiedliche Gestaltungsbereiche ein grundlegendes Werkzeug. Gleichzeitig schärfen wir durch die Zeit, die wir uns beim Zeichnen nehmen und durch das genaue Betrachten, den Blick und sensibilisieren damit fortlaufend unsere eigene visuelle Wahrnehmung.

In diesem Modul erlernen wir zeichnerische Grundkompetenzen und erproben Techniken, um mehr Sicherheit im Zeichnen zu gewinnen. Wir beobachten verschiedene räumliche Darstellungsweisen und skizzieren sie. Und wir üben Techniken, wie das Zeichnen aus der Vorstellung und experimentieren mit unterschiedlichen Zeichnungsmedien.
Einführung Creative Cloud
Franco Bonaventura
Im Unterricht machst du dich mit den wichtigsten Software–Werkzeugen vertraut, die du für die Gestaltung von Printprodukten einsetzen kannst. Im Vordergrund steht das grundlegende technische und arbeitsmethodische Verständnis für die drei Adobe–CC–Programme Indesign, Photoshop und Illustrator.

Im Computerraum der Schule lernst und übst du die Anwendung der Adobe–CC–Programme und löst projektorientierte Aufgaben. Der Zusammenhang zwischen dem Layout– und Satzprogramm, der Bildbearbeitung und dem Herstellen von Vektorgrafiken wird zum selbstverständlichen Bestandteil des Gestaltungsprozesses.
Visuelle Gestaltung HF
Grafisches Produkt
Ilia Vasella
Grafisches Produkt, Christian Fischer, 2017
Projiziert und gedruckt, Leinwand und Hochformat, einmalig und doppelseitig: Für einen fiktiven Kunden erarbeitest du eine Werbeanzeige fürs Kino und einen Flyer zum Auflegen.
Du verdichtest die im ersten Semester erarbeiteten Grundlagen zu einem konkreten grafischen Auftrag. Welche Bilder passen? Wie beeinflussen sie den Text und woher kommen sie? Wie entwickle ich eine Serie und wie bleibt diese zwischen Wiederholung und Variation aufregend? Wie bewältige ich den Formatwechsel vom dunklen Raum im Kino zum bedruckten Papier in der Hand? Diesen Fragen gehst du gestaltend auf den Grund. Die breit angelegte Bildrecherche ist der Motor des Arbeitsprozesses, parallel dazu stellst du konzeptionelle Überlegungen an.
 
Visuelle Gestaltung HF
Die Typografie im Buch und Dgital
Rahel Arnold
Die Typografie im Buch, 2018, Jonas Wicki
Wieso sieht ein Buch über Architektur anders aus als ein Lehrmittel für Englisch oder ein Jahresbericht? Du strukturierst und gestaltetest ein Buch mit dem Ziel, dass es nicht nur Informationen vermittelt, sondern eine Identität erhält. Es soll Lust machen, in die Hand genommen und verschlungen zu werden.

Mit vorgegebenem Material konzipierst und realisierst du eine Publikation. Welche Schriften, welches Publikationsformat, welcher Satzspiegel passen? Wie unterstützen redaktionelle, grafische, typografische Entscheidungen die zu vermittelnden Informationen und Aussagen? Um diese Fragen zu klären, erarbeitest du dir die fachspezifischen Grundlagen, um den Inhalt aus Bild und Text adäquat in Szene zu setzen. Es werden typografische Kenntnisse im Bereich Satztechnik, Mikro– und Makroästhetik vertieft und in Abhängigkeit zu Satzspiegel, zu Dramaturgie, zu Format und Proportion erprobt.
Visuelle Gestaltung HF
Corporate Design für einen Club, 2016
Recherche & Bibliothek
Samuel Ammann
«Der Umgang mit Büchern führt zum Wahnsinn», sagte der Gelehrte Erasmus von Rotterdam vor 500 Jahren. Im Zeitalter von Google und Wikipedia erhalten Buch und Bibliothek neue Bedeutungen: Sinnlichkeit, Ruhe, Kontemplation.

In Form einer Expedition tauchen wir ein in die Welt des Papiers und erkunden dabei die schönsten und wichtigsten Bibliotheken, Studierzimmer, Seminare und Institute Zürichs. Diese Plätze der Bücher sind tatsächlich «der Wahnsinn», denn es eröffnet uns da Zugänge zum «Touch of Soul», die uns durch das «Streicheln» von Touchscreens mehr und mehr abhanden kommt: Wir entdecken Räume mit Kontakt zum Sein. Das Umblättern von Buchseiten erweckt unsere Sinne. Diese Räume sind Reiche des Verweilens. Während die digitale Recherche in minimaler Zeit ein Maximum an Ergebnissen bringt, ermöglicht die Suche in der Bibliothek maximale Tiefe in der Zeitlosigkeit. Eine minimale Gefahr der Ablenkung.

Wir besuchen die Zentralbibliothek, die mit einer Einführung in die Grundlagen der analogen Recherche verbunden ist. Wir besuchen das Netzwerk von Schweizer Bibliotheken (NEBIS) sowie weitere Bibliotheken, die ihren Fokus auf Kunst und Kultur legen: Etwa das Schweizerische Institut für Kunstwissenschaft, das mehr als 100 000 Bände der Schweizer Kunst gesammelt hat und auf dessen Restaurationstisch auch mal ein Ferdinand–Hodler–Gemälde liegt. Ein weiterer Höhepunkt: Der Besuch der Bibliothek des Rechtswissenschaftlichen Instituts der Universität Zürich, die vom Architekten Santiago Calatrava so genial wie imposant erbaut wurde.

Voraussetzung:Die Studierenden sollen sich ein Recherche–Thema ausdenken. Idealerweise etwas im Bereich Kunst, was für sie/ihn Sinn ergibt, aktuell oder Thema in einem Seminar/Projekt ist.
Mitbringen:Identitätskarte, um die NEBIS Biblio–Karte in der ZB zu lösen. Ticket oder Abonnement für die öffentlichen Zürcher Verkehrsmittel.
Einführung Computer, Netzwerk, Print
Thomas Hanhart
Du lernst den Umgang mit Apple–Computern und ihrem Betriebssystem Mac OS kennen. Dazu gehören die schulspezifischen Netzwerke und Dateiablagestrukturen, sowie die Nutzung von Peripheriegeräten.

Du verfügst über Anmeldedaten für die Nutzung der F+F–Adobe–Team–Cloud und für die Softwaretutorialplattform Lynda. Du lernst sowohl Sicherheitsaspekte als auch die entsprechenden Einstellungen und Prozesse (z. B. das Backup) kennen. Und du erhältst einen Überblick über die geschichtliche Entwicklung der Informationstechnik und der Informatik.
Visuelle Gestaltung HF
Portfolio
Ilia Vasella
Das Portfolio ist ein geeignetes Mittel, um die eigene gestalterische Arbeit zu reflektieren, dein bisherigen Schaffens zu überblicken und ein Resümé zu ziehen, und: einen Ausblick zu wagen.
 
Durch die kritische Auseinandersetzung mit den eigenen Arbeiten und durch Feedbacks anderer schärfst du dein persönliches Profil und formulierst
Zielsetzungen für künftige Arbeiten. Im Seminar wird geklärt, welche Auswahl an Arbeiten und welche Präsentationsform dein Profil stärken und es für Dritte
deutlich macht.
Visuelle Gestaltung HF
Fotoreportage: Véronique Hoegger