Das postkoloniale Unbewusste
Salome Hohl
Andreas Selg
Persistence of Memory #14, Dinh Q. Lê, 2000–2001
Kolonialismus ist integraler Teil westlicher Geschichte und Gegenwart – auch der visuellen. Viele mit der Kolonialzeit verbundene Privilegien bleiben bestehen, sie bilden aber kulturgeschichtlich einen blinden Fleck. Postkoloniale Theorie versucht diesen auszuleuchten.

Im Sinne einer postkolonialen Auseinandersetzung stellen wir im Seminar verschiedene Fragen: Welche Vorstellungen von „Eigenem" und „Fremdem" strukturieren die Wahrnehmung kultureller Phänomene? Wie sieht man – im Westen – über den eigenen Horizont hinaus? Welche Rolle spielt die Kunst in der Bewältigung von Ungleichheiten der Gegenwart und in der Aufarbeitung von Vergangenheit? Wer spricht? Wer spricht für wen? Wer hört zu? Ins Seminar starten wir mit Hito Steyerls kurzer Einleitung zu Gayatri Spivaks Buch Can the Subaltern Speak? Im weiteren Verlauf suchen wir Antworten auf diese Fragen aber nicht nur in der Theorie, sondern auch im Schaffen verschiedener Künstler*innen der Gegenwart.
Modedesign HF
Studiengang
Modedesign HF
Mode ist immer eine Position! Du entwirfst und fertigst Mode im Spannungsfeld zwischen gesellschaftlichen Strömungen und kultureller Vielfalt. Der Studiengang Modedesign HF vermittelt dir die Kompetenzen zur Ausübung dieses faszinierenden Berufs.

Als Studierende*r erhältst du im Studiengang Modedesign HF eine fundierte handwerkliche, technische und gestalterische Grundlage für deine künftige Berufsausübung als Fashiondesigner*in. Die praxisorientierte Ausbildung fördert konzeptionelles Denken und kreatives Schaffen sowie deine Fähigkeit, Trends und Stiltendenzen frühzeitig auszumachen und dein Wissen in eigenständige und originelle Entwurfsarbeiten einfliessen zu lassen. Du erwirbst das nötige Fachwissen um eigene Entwürfe selbstständig zu realisieren – von der Konzeption, dem Entwurf über die Gestaltung von Schnittmustern bis hin zur Fertigung.

Der Studiengang vermittelt Kenntnisse verschiedener Gestaltungsmöglichkeiten sowie aktueller Technologien in der Textilindustrie. Neuste Entwicklungen, nicht nur in der Modewelt, sondern auch in der Wirtschaft und Gesellschaft, fliessen stets mit ein. Ebenso wird das Bewusstsein für kulturhistorische Zusammenhänge gefördert. Weiter erarbeiten sich die Studierenden Fähigkeiten, ihre Ideen reflektiert zu vertreten und professionell zu dokumentieren. Grundkenntnisse der finanziellen Geschäftsabwicklung und der gesetzlichen Rahmenbedingungen runden das Angebot ab.

Der Studiengang Modedesign dauert sechs Semester. Im ersten Studienjahr stehen die Vermittlung eines Grundverständnisses für das weite Feld des Modedesigns sowie handwerkliches Basiswissen im Zentrum. Während des Studiums entstehen mit wachsendem Komplexitätsgrad individuelle Kreationen und Projekte. Das Diplomsemester steht im Zeichen der Entwicklung einer eigenen Kollektion.

Die Dozierenden vertreten eine Vielfalt an gestalterischen Positionen. Sie bieten entsprechend wertvolle Vernetzungsmöglichkeiten.

Folge uns
Facebook
Instagram
Modedesign HF
Studienbeginn und Dauer
Der Studiengang startet jeweils im August und umfasst 5400 Lernstunden, verteilt auf sechs Semester. Einschlägige Berufserfahrung und Vorbildungen können dem Studium angerechnet werden.

Ausbildungsstufe
Tertiärstufe, Höhere Berufsbildung, Höhere Fachschule
 
Diplom
Eidgenössisch anerkannter Titel dipl. Gestalterin/dipl.Gestalter HF Produktdesign mit Vertiefungsrichtung Modedesign

Kosten
Die Studiengebühren betragen für Studierende mit zivilrechtlichem Wohnsitz in der Schweiz oder Liechtenstein pro Semester: CHF 8 400.– (= CHF 1 400.– mtl.). Inbegriffen ist die individuelle Benutzung der Schulinfrastruktur auch ausserhalb der Unterrichtszeiten sowie die Nutzung der Tutorialplattform Linkedin Learning. Die Ausbildung an der F+F ist staatlich anerkannt und subventioniert. Studierende sind grundsätzlich in ihrem Wohnsitzkanton stipendienberechtigt.

Berufliche Perspektiven
Freiberufliche*r Modedesigner*in; Assistent*in in Designerteams, in Atelier für individuelle Kund*innen; Mitarbeiter*in in einem Trendbüro, im Handel (Einkauf, Kundenberatung, Merchandising etc.), im Verlagswesen (Moderedaktion, Werbung etc.) oder beim Theater und Film (Ausstattung, Kostüme etc.)
Modedesign HF
Anmeldung, Bewerbung Studiengang Modedesign HF
Zulassungsbedingung
Mindestalter 18 Jahre. Abschluss auf Sekundarstufe II (drei- bis vierjährige berufliche Grundausbildung mit Eidgenössischem Fähigkeitszeugnis oder Matura). Die Vorbildung muss nicht fachspezifisch sein. Bewerber*innen können mit Nachweis herausragender gestalterischer Fähigkeiten auch ohne abgeschlossene Sekundarstufe II «sur dossier» aufgenommen werden.

Aufnahmeverfahren
Nach Eingang der Online-Anmeldung werden die Bewerber*innen zu einer Aufnahmeprüfung eingeladen. Zusammen mit den Ergebnissen der Hausaufgabe, die wir vorgängig gestellt haben, bringen die Eingeladenen ein Motivationsschreiben und aussagekräftige persönliche Arbeiten mit (Mappe oder Portfolio). An der Aufnahmeprüfung gilt es, eine konkrete gestalterische Aufgabe zu erarbeiten. Beurteilt werden die Freude am Experiment, Mut und die Fähigkeit zu konzeptionellem Denken sowie Kreativität, Sorgfalt und Durchhaltevermögen. Fällt die Aufnahmeprüfung positiv aus, erfolgt eine Einladung zum Aufnahmegespräch. Anschliessend wird über die definitive Aufnahme entschieden. Die Prüfungsgebühr beträgt CHF 150.–.

Das Aufnahmeverfahren wird nach Absprache mit den Behörden, und unter Berücksichtigung der Schutzmassnahmen, regulär durchgeführt.

Wünschst du ein Abklärungsgespräch direkt mit der Studiengangsleitung? Dann richte deine Fragen per E-Mail direkt an Nicole Schmidt oder Heiner Wiedemann.

Infoveranstaltungen
Sind noch Fragen offen? Dann besuche uns unverbindlich an einem der monatlichen Infoabenden oder am Open House, lerne die Schulleitung kennen und informiere dich persönlich vor Ort.

Gerne berät dich unser Sekretariat telefonisch von Mo.–Fr. von 9.00–12.00 und von 14.00–17.00 Uhr unter 044 444 18 88. Fragen und Anliegen kannst du uns auch per E-mail übermitteln oder du bestellst dir dein gewünschtes Infomaterial über diesen Link direkt nach Hause.


Online-Anmeldung zum Aufnahmeverfahren:

  • Bewerbung Schuljahr 2021/22
    Ausbildungsbeginn 23. August 2021
    Prüfungsgebühr: CHF 150.00
    Anmeldung
Modedesign HF
Jetzt anmelden!
Deine Faszination ist Mode und du willst sie du zum Beruf machen? Melde dich jetzt an für die Aufnahmeprüfung am 12. Juni 2021 zum Studiengang Modedesign
Modedesign HF
Studiengang Modedesign HF im Interview
Was heisst es, Modedesign an der F+F zu studieren? Das fragt die Ausstellung Wild Thing – Modeszene Schweiz im Museum für Gestaltung. Die Studiengangsleitung Nicole Schmidt und Heiner Wiedemann haben sich an einen Tisch gesetzt, und die Frage beantwortet. Die lange Antwort ist im Museum für Gestaltung zu sehen; die Kurzversion im Frage-Antwort-Ping-Pong hier.

Die Ausstellung Wild Thing – Modeszene Schweiz ist noch bis zum 11.04.2021 im Museum für Gestaltung an der AUsstellungsstrasse zu sehen. 
Ehre und Gewalt: Der Mafiafilm
Till Brockmann
Ob im amerikanischen oder im italienische Mafiafilm: Das Genre ist eine formidable Projektionsfläche der Macht, Politik und Wirtschaft, des Erfolgs und auch der Männlichkeit.

Die Mafia ist Schreckensbild und Faszinosum zugleich: Keine andere verbrecherische Organisation hat die Fantasie so stark beflügelt und so oft Kinoleinwände erobert, wie sie. Der Mafiafilm bietet als Genre eine Vielzahl dramaturgisch profitabler Ansatzpunkte: Aufstiegsgeschichten und Verdrängungskämpfe, Spannungsverhältnisse zwischen Freunden und Familienmitgliedern, zwischen auferlegter Pflicht und persönlichen Gefühl, zwischen einem ideellen Ehrenkodex und konkreter, blutrünstiger Gewalt. Im Unterricht werden sowohl amerikanische als auch italienische Mafiafilme vor- und gegenübergestellt.
Modedesign HF
Diplomkollektionen 2020: Sapentia Superbia von Eileen Broadhead
Eileen Broadhead (*1998, von Zürich ZH) zeigt ihre Kollektion Sapentia Superbia in einem atmosphärischen Stillleben. Darin erscheinen Symbole und Requisiten als Ausdruck einer inneren Gefühlswelt, die ihrerseits Verbindungen zu spezifischen Kunstwerken und symbolistischen Ausdruckformen anklingen lassen. In einem permanenten Hin- und Her zwischen dem Innen und Aussen, erscheint Kleidung als Schnittpunkt, wo sich innerer Ausdruck und der Blick von aussen kreuzen.
Modedesign HF
Fotoreportage, Véronique Hoegger
Netzkultur
Shusha Niederberger
Vernetzte Technologien verändern nicht nur unsere Produktionsweisen und Kommunikationsformen, sondern überhaupt die Ordnung der Welt. Was geht hier gerade ab? Ein Seminar zu den Tiefenströmungen der technologischen Gegenwart.

Im Seminar werden gemeinsam erweiterte Perspektiven entwickelt, mit denen sich aktuelle Phänomene wie Datenhandel, Filterbubbles oder Künstliche Intelligenz verorten lassen. Digitale Technologie muss als transversales Feld verstanden werden. Wir diskutieren darum politische, soziale, ästhetische und ökonomische Perspektiven auf Technologie. Neben den theoretischen Aspekten werden im Seminar ästhetische Praktiken aus Kunst und Design vorgestellt, die konkrete Möglichkeiten des gestaltenden Handelns zeigen, die inspirieren und es erlauben, gemeinsame Anliegen zu formulieren.
Zeichnen – Basis
Michael Günzburger
Was sehe ich da? Wie kommt diese Welt vor meinen Augen mit allen Bedeutungen, Tiefen, Breiten und Höhen in eine Linie auf ein flaches Papier? Ein Zeichnungskurs mit handfesten Anleitungen, Materialien, Stiften und viel Raum für alles andere.

Zeichnen ist direkt. Eine Zeichnung erzählt ebenso viel über die Person, die sie gemacht hat, wie über das, was sie darstellt. In diesem Lehrangebot verbessern wir gezielt und nach individuellen Ansprüchen unsere Fertigkeiten.  Die verschiedenen Zwecke, die Zeichnungen erfüllen können – Mittel der Beobachtung, der Erinnerung, der Verführung oder Hilfsmittel – sind für uns Leitplanken im Kurs. Du lernst Handfestes wie etwa den Umgang mit verschiedenen Papieren und Stiften aber auch Theoretisches über Zeichner*innen oder die diversen möglichen Zeichnungsformate.
Zeichnen – Basis
Claudia Kübler
Zeichnerische Grundlagen im Visier. In diesem Modul geht es darum, sich zeichnerische Kompetenzen anzueignen und diese zu erweitern, das Medium Zeichnung für sich neu, wieder oder anders zu entdecken.

Die Zeichnung ist nicht nur künstlerisches Ausdrucksmittel, es ist auch ein unmittelbares Werkzeug, um eine Idee oder einen Gedanken schnell und einfach zu visualisieren. Zugleich schärfen die Konzentration und die Zeit, die man sich beim Zeichnen nimmt, den Blick und die Sensibilisierung für die eigene visuelle Wahrnehmung nimmt zu. In diesem Modul werden zeichnerische Grundkompetenzen erweitert, Zeichentechniken erprobt und wir erkunden  die Vielfalt und das Potential des Mediums. Im Zentrum stehen Linie, Schraffur, Skizze, Studie; das Zeichnen aus der Beobachtung, verschiedene räumliche Darstellungsweisen und experimentelle Medien und Techniken.
Einführung Plotter
Felix Hergert
Dominik Zietlow
Diese Einführung vermittelt dir den Umgang mit dem grossformatigen Drucker sowie den Workflow von der digitalen Datei bis zum Print. 

Die Möglichkeit, gigantische Prints zu produzieren, birgt besondere technische und inhaltliche Hürden, die wir gemeinsam bewältigen. Du lernst den Workflow von der digitalen Datei über die Druckaufbereitung bis hin zum Print im Weltformat praxisorientiert kennen.
Modedesign HF
Diplomkollektionen 2020: Edge . less von Valentina Grajales Garcia
Valentina Grajales Garcia (*1996, von Embrach ZH) zeigt ihre Abschlusskollektion Edge . less als Videoprojektion. Identität ist hier nicht eine Frage des Ausdrucks, sondern eine der Geschichte. Aus gebrauchten Kleidern genäht, untersucht die Kollektion die Ästhetik des Eingriffs, der Spur und der Veränderung.
Kamera- & Lichttechnik in der Fotografie
Jos Schmid
Wie belichtet man eine Fotografie? Was ist ein Weissabgleich? Wie wird Kontrast und Auflösung gesteuert? In diesem Seminar vermitteln wir dir die technischen Grundlagen der Fotografie, der Kameratechnik und der Lichtführung.

Du lernst die technischen Grundlagen der Fotografie kennen, bedienst digitale Kameras und setzt dich mit den charakteristischen Eigenheiten von Kamerasystemen und Licht auseinander. Die verschiedenen Möglichkeiten der manuellen Kameraeinstellungen werden auf unterschiedliche Lichtsituationen hin angewendet. In einfachen Übungen vertiefst du deine Kenntnisse auf praktische Weise, um mit vorhandenem, natürlichem Licht sowie mit Kunstlicht arbeiten zu können. Du verwendest in diesem Kurs das Equipment der F+F.

Mitbringen: eigene Fotokameras
Anmerkung: Die Veranstaltung findet extern im Studio 101 in Zürich statt
Trends der Gegenwart 2000–heute
Franka Grosse
Die Studierenden gewinnen Einblicke in aktuell relevante Designtheorie-Diskurse, reflektieren diese im Kontext der Geschichte der Visuellen Kommunikation und erarbeiten sich dazu eigenen Standpunkte

Die Lehrveranstaltung bietet die Möglichkeit zur Reflexion zeitgenössischer Entwicklungen des Kommunikationsdesigns. Die Studierenden setzen sich mit aktuellen Veränderungen ihres Fachs auseinander, die in Zusammenhängen mit der Globalisierung, der Entwicklung von Technologien und Gesellschaft stehen. Wir reflektieren die angewandte Visuelle Gestaltung im Kontext etwa mit Kunst, Kommerz, Gender, sozialer Gerechtigkeit und Ökologie.
Bildediting
Sarah Keller
Bildediting, 2019, Foto: Isabel Seiffert
Unter Verwendung eigener Arbeiten und denjenigen Anderer erprobst du in kurzen Übungen unterschiedliche Strategien, wie du eine Auswahl von Bildern zu schlüssigen Serien zusammenstellen kannst. Dabei löst du deine Bilder aus ihrem ursprünglichen Bezugsrahmen heraus und versuchst, Gemeinsamkeiten und formale Zusammenhänge zu erkennen. Die Resultate diskutierst du im Plenum. In dem Seminar befasst du dich ausserdem mit dem Kontext, in welchem deine Bilder veröffentlicht werden. Wie beeinflusst dieser die Wirkung und Leseweise deiner Bilder?

Anmerkung: Gemeinsame Lehrveranstaltung der HF Studiengänge Fotografie und Visuelle Gestaltung, das Seminar ist auch für Studierende der HF-Studiengänge Film und Modedesign offen
 
Portfolio
Esther Rieser
Foto: Esther Rieser, 2018
Im Zentrum dieses Seminars steht die Vermittlung der eigenen Arbeit. Durch die Auseinandersetzung mit den eigenen Bildern und der Frage, welche gestalterischen Mittel diese am geeignetsten und überzeugendsten in eine Form bringen, entstehen individuelle Portfolios. Dabei werden verschiedene Layout-Möglichkeiten diskutiert und mit Indesign umgesetzt. Die gedruckten oder digitalen Werkdokumentationen verleihen der Arbeit der Student*innen einen unverkennbaren Charakter für ausgewählte Kontexte.