Fashion Re-Evolution
Iris Delruby Ruprecht
Kommentar: Michelle Pfiffner Foto: Nicole Schmidt
Problematische Aspekte der Modeindustrie sind in aller Munde und sorgen für öffentliche Diskussionen, auch ausserhalb der Szene. Umweltprobleme, menschenunwürdige Arbeitsbedingungen und problematische Ressourcenbeschaffungen

– wie werden diese Themen deine Arbeit als Modedesigner*in beeinflussen?
Das Scheinwerferlicht auf die Rolle der Mode in der Klimakrise hat zweifellos zu Veränderungen in der Branche geführt. Doch es wird immer schwieriger, echte Veränderungen von falschen Versprechungen und leeren Behauptungen zu unterscheiden. Überkonsum ist nach wie vor ein Problem, und die Fast-Fashion-Industrie wächst weiter, trotz den Bemühungen von Klimaaktivist*innen, ökologischere Modelle zu fördern. Neue Marken entstehen unter dem Dach der Nachhaltigkeit, während bestehende Marken Schlagworte in den Wind werfen, um bewusste Verbraucher*innen anzulocken. Aber was bedeutet Nachhaltigkeit wirklich? Gemeinsam erarbeiten wir mögliche Szenarien für eine radikale Veränderung in der Art und Weise, wie Kleidung hergestellt aber auch konsumiert werden kann.

Mitbringen: Skizzen- und/oder Arbeitsbuch, Zeichenutensilien und Laptop wenn vorhanden
Modedesign HF
Studiengang
Modedesign HF
Mode ist immer eine Position! Du entwirfst und fertigst Mode im Spannungsfeld zwischen gesellschaftlichen Strömungen und kultureller Vielfalt. Der Studiengang Modedesign HF vermittelt dir die Kompetenzen zur Ausübung dieses faszinierenden Berufs.

Als Studierende*r erhältst du im Studiengang Modedesign HF eine fundierte handwerkliche, technische und gestalterische Grundlage für deine künftige Berufsausübung als Fashiondesigner*in. Die praxisorientierte Ausbildung fördert konzeptionelles Denken und kreatives Schaffen sowie deine Fähigkeit, Trends und Stiltendenzen frühzeitig auszumachen und dein Wissen in eigenständige und originelle Entwurfsarbeiten einfliessen zu lassen. Du erwirbst das nötige Fachwissen um eigene Entwürfe selbstständig zu realisieren – von der Konzeption, dem Entwurf über die Gestaltung von Schnittmustern bis hin zur Fertigung.

Der Studiengang vermittelt Kenntnisse verschiedener Gestaltungsmöglichkeiten sowie aktueller Technologien in der Textilindustrie. Neuste Entwicklungen, nicht nur in der Modewelt, sondern auch in der Wirtschaft und Gesellschaft, fliessen stets mit ein. Ebenso wird das Bewusstsein für kulturhistorische Zusammenhänge gefördert. Weiter erarbeiten sich die Studierenden Fähigkeiten, ihre Ideen reflektiert zu vertreten und professionell zu dokumentieren. Grundkenntnisse der finanziellen Geschäftsabwicklung und der gesetzlichen Rahmenbedingungen runden das Angebot ab.

Der Studiengang Modedesign dauert sechs Semester. Im ersten Studienjahr stehen die Vermittlung eines Grundverständnisses für das weite Feld des Modedesigns sowie handwerkliches Basiswissen im Zentrum. Während des Studiums entstehen mit wachsendem Komplexitätsgrad individuelle Kreationen und Projekte. Das Diplomsemester steht im Zeichen der Entwicklung einer eigenen Kollektion.

Die Dozierenden vertreten eine Vielfalt an gestalterischen Positionen. Sie bieten entsprechend wertvolle Vernetzungsmöglichkeiten.

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Modedesign HF
Studienbeginn und Dauer
Der Studiengang startet jeweils im August und umfasst 5400 Lernstunden, verteilt auf sechs Semester. Einschlägige Berufserfahrung und Vorbildungen können dem Studium angerechnet werden.

Ausbildungsstufe
Tertiärstufe, Höhere Berufsbildung, Höhere Fachschule
 
Diplom
Eidgenössisch anerkannter Titel dipl. Gestalterin/dipl.Gestalter HF Produktdesign mit Vertiefungsrichtung Modedesign

Kosten
Die Studiengebühren betragen für Studierende mit zivilrechtlichem Wohnsitz in der Schweiz oder Liechtenstein pro Semester: CHF 8 400.– (= CHF 1 400.– mtl.). Inbegriffen ist die individuelle Benutzung der Schulinfrastruktur auch ausserhalb der Unterrichtszeiten sowie die Nutzung der Tutorialplattform Linkedin Learning. Die Ausbildung an der F+F ist staatlich anerkannt und subventioniert. Studierende sind grundsätzlich in ihrem Wohnsitzkanton stipendienberechtigt.

Berufliche Perspektiven
Freiberufliche*r Modedesigner*in; Assistent*in in Designerteams, in Atelier für individuelle Kund*innen; Mitarbeiter*in in einem Trendbüro, im Handel (Einkauf, Kundenberatung, Merchandising etc.), im Verlagswesen (Moderedaktion, Werbung etc.) oder beim Theater und Film (Ausstattung, Kostüme etc.)
Modedesign HF
Anmeldung, Bewerbung Studiengang Modedesign HF
Zulassungsbedingung
Mindestalter 18 Jahre. Abschluss auf Sekundarstufe II (drei- bis vierjährige berufliche Grundausbildung mit Eidgenössischem Fähigkeitszeugnis oder Matura). Die Vorbildung muss nicht fachspezifisch sein. Bewerber*innen können mit Nachweis herausragender gestalterischer Fähigkeiten auch ohne abgeschlossene Sekundarstufe II «sur dossier» aufgenommen werden.

Aufnahmeverfahren
Nach Eingang der Online-Anmeldung werden die Bewerber*innen zu einer Aufnahmeprüfung eingeladen. Zusammen mit den Ergebnissen der Hausaufgabe, die wir vorgängig gestellt haben, bringen die Eingeladenen ein Motivationsschreiben und aussagekräftige persönliche Arbeiten mit (Mappe oder Portfolio). An der Aufnahmeprüfung gilt es, eine konkrete gestalterische Aufgabe zu erarbeiten. Beurteilt werden die Freude am Experiment, Mut und die Fähigkeit zu konzeptionellem Denken sowie Kreativität, Sorgfalt und Durchhaltevermögen. Fällt die Aufnahmeprüfung positiv aus, erfolgt eine Einladung zum Aufnahmegespräch. Anschliessend wird über die definitive Aufnahme entschieden. Die Prüfungsgebühr beträgt CHF 150.–.

Das Aufnahmeverfahren wird nach Absprache mit den Behörden, und unter Berücksichtigung der Schutzmassnahmen, regulär durchgeführt.

Wünschst du ein Abklärungsgespräch direkt mit der Studiengangsleitung? Dann richte deine Fragen per E-Mail direkt an Nicole Schmidt oder Heiner Wiedemann.

Infoveranstaltungen
Sind noch Fragen offen? Dann besuche uns unverbindlich an einem der monatlichen Infoabenden oder am Open House, lerne die Schulleitung kennen und informiere dich persönlich vor Ort.

Gerne berät dich unser Sekretariat telefonisch von Mo.–Fr. von 9.00–12.00 und von 14.00–17.00 Uhr unter 044 444 18 88. Fragen und Anliegen kannst du uns auch per E-mail übermitteln oder du bestellst dir dein gewünschtes Infomaterial über diesen Link direkt nach Hause.


Online-Anmeldung zum Aufnahmeverfahren:

  • Aufnahmeprüfung Schuljahr 2022/23, Samstag, 11. Dezember 2021, 10.00–17.00 Uhr, Anmelden bis: 28. November 2021
    Ausbildungsbeginn: 29. August 2022
    Prüfungsgebühr: CHF 150.00
    Anmeldung
Modedesign HF
Studiengang Modedesign HF im Interview
Was heisst es, Modedesign an der F+F zu studieren? Das fragt die Ausstellung Wild Thing – Modeszene Schweiz im Museum für Gestaltung. Die Studiengangsleitung Nicole Schmidt und Heiner Wiedemann haben sich an einen Tisch gesetzt, und die Frage beantwortet. Die lange Antwort ist im Museum für Gestaltung zu sehen; die Kurzversion im Frage-Antwort-Ping-Pong hier.

Die Ausstellung Wild Thing – Modeszene Schweiz ist noch bis zum 11.04.2021 im Museum für Gestaltung an der AUsstellungsstrasse zu sehen.
Modedesign HF
Diplomkollektionen 2020: Edge . less von Valentina Grajales Garcia
Valentina Grajales Garcia (*1996, von Embrach ZH) zeigt ihre Abschlusskollektion Edge . less als Videoprojektion. Identität ist hier nicht eine Frage des Ausdrucks, sondern eine der Geschichte. Aus gebrauchten Kleidern genäht, untersucht die Kollektion die Ästhetik des Eingriffs, der Spur und der Veränderung.
Schnittgestaltung
Susanne Hirt
Entwürfe: Leonardo Anic Foto: Nicole Schmidt
Zwischen weiten Hemden, die den Körper umspielen und engen Kleidern, die sich wie eine zweite Haut anfühlen, liegt ein grosser gestalterischer Spielraum. Durch Hinzufügen oder Entfernen von Nähten, Abnähern und Falten lassen sich neue Formen finden.

Ziel dieses Seminars ist es zu erkunden, wie Weite und Volumen geschaffen werden können. Die enge Form zeigt uns den Körper in bekannter Form. Lustvoll und experimentell verhelfen wir dem engen Kleid zu einer neuen Silhouette. Wie das vorhersehbare Kleid an Fülle gewinnt, erkundest du anhand von unterschiedlichen Techniken. Ein besonderer Reiz liegt darin, verschiedene Grundformen miteinander zu kombinieren. Anhand diverser Übungen gewinnst du Sicherheit und erarbeitest dir eine fundierte Basis rund um die Schnitttechnik.

Mitbringen: Massstab, Massband, Geodreieck, Papierschere
Portfolio
Esther Rieser
Foto: Esther Rieser, 2018
Im Zentrum dieses Seminars steht die Vermittlung der eigenen Arbeit. Durch die Auseinandersetzung mit den eigenen Bildern und der Frage, welche gestalterischen Mittel diese am geeignetsten und überzeugendsten in eine Form bringen, entstehen individuelle Portfolios. Dabei werden verschiedene Layout-Möglichkeiten diskutiert und mit Indesign umgesetzt. Die gedruckten oder digitalen Werkdokumentationen verleihen der Arbeit der Student*innen einen unverkennbaren Charakter für ausgewählte Kontexte.
Das Referenzmodell
Heiner Wiedemann
Comme des Garçons
Die Kopie als Teil des kreativen Prozesses. Im Fokus steht das Referenzmodel, die aussergewöhnliche Kreation einer Designer*in.

Du beobachtest, analysierst und entwickelst eine präzise Kopie dieses Werks. Dabei hinterfragst du das Warum und Wie, um zu verstehen welches Denken dem Entwurf zu Grunde liegt. «Start copying what you love. Copy copy copy copy. At the end oft he copy you will find your self.» Yohji Yamamoto Design entsteht nicht im luftleeren Raum, sondern ist ein zeitspezifischer Ausdruck einer Reise durch Ideen. Die Auseinandersetzung mit dem herausfordernden Werk einer wegweisenden Designerin, eines Designers hilft dir, dein Bewusstsein für Silhouette, Volumen, Linien und Konstruktion zu schärfen. Du begegnest unterschiedlichen Arbeitsmethoden der Formfindung. Dabei erweiterst du deine Werkzeug-Palette, um «Neues» zu schaffen und deinen persönlichen Stil weiterzuentwickeln.

Mitbringen: Schnittwerkzeug, Nähutensilien, Arbeitsbuch
Schnittentwicklung
Susanne Hirt
Foto: Pamela Castillo
Dieses Seminar weckt die Neugierde auf die Schnittentwicklung. Im Vordergrund steht das Kennenlernen von wichtigen schnitttechnischen Methoden. Es entstehen Schnittmuster, die dem Entwurf entsprechen, Details Beachtung schenken und als Grundlage für perfekt sitzende Kleidungsstücke dienen.
 
Die verschiedenen Grundschnitte von Hose, Jupe und Oberteil sind Ausgangspunkte für die Schnittentwicklung. Davon ausgehend vermittelt dir dieses Seminar die verschiedenen schnitttechnischen Möglichkeiten und fördert das dreidimensionale Vorstellungsvermögen. Die genaue Beachtung von Details ist dabei die Grundlage für ein optimales Fitting. Mithilfe von Try-Outs überprüfst du die Passform der hergeleiteten Schnitte. Ziel dieses Seminars ist es, dich mit der Schnitttechnik vertraut zu machen.

Mitbringen: Massstab, Massband, Geodreieck, Papierschere
Modedesign HF
Fotoreportage: Véronique Hoegger
Flachzeichnung
Monika Amrein
Foto: Myriam Kälin
Die Darstellung von Bekleidungsstücken in Form von Flachzeichnungen ist eines der wichtigsten Werkzeuge der Modedesigner*innen. 

Grundkenntnisse der Flachzeichnung werden anhand von Entwürfen aus aktuellen Projekten vertieft und bis ins Detail verfeinert. So werden zum Beispiel bei einem Mantel sämtliche schnitttechnische Details in VT und RT proportional korrekt gezeichnet, mit Detailzeichnungen, Massen und fachlich präzisem Text versehen. Du lernst die Anwendung des Fachjargons, das Erstellen von Masstabellen, die für eine industrielle Produktionskette von äusserster Wichtigkeit sind. 

Mitbringen: Zeichenutensilien, Arbeitsbuch
Einführung ins Praktikum
Nicole Schmidt
Recherche: Vladislav Alexander Rüegger Foto: Nicole Schmidt
Die Modebranche bietet ein weites Feld spannender Berufe und Möglichkeiten. Die Praktikumszeit ist ein wichtiger Meilenstein auf deinem Weg zur Modedesignerin. Du knöpfst Kontakte in die internationale oder nationale Modeszene.

Die Einführung ist der Startschuss für dein Praktikum, welches du am Ende des vierten Semesters absolvierst. Welche Berufssparten wären sinnvolle Ergänzungen für das weitere Studium? Wo recherchierst du Praktikumsadressen? Was steht bei einer Bewerbung im Vordergrund? Welche deiner Arbeiten vermitteln den Praktikumsanbieter*innen ein klares und attraktives Bild deiner Fähigkeiten? In der Einführung erörtern wir wichtige Fragen rund um dein Praktikum.
More than pretty colors
Arienne Birchler
Unterricht: More than pretty colors
Die Farbe. Neben Form und Textur, der dritte wichtige Pfeiler im Design. Ihr Auftreten als Einzelgänger, als Paar, als wildes Durcheinander, in komplexer Systematik oder in einem intuitiven Grüppchen, jede Wahl ist eine Entscheidung, die für die Wahrnehmung essentielle Auswirkungen hat. 

Farben sind eine Sprache – und ohne Pinsel, die jenen Ausdruck verleihen, wäre man wohl wortlos. Das Seminar soll die Welt der Farben auffächern und die Wahrnehmung dafür sensibilisieren. Und es soll einen Überblick verschaffen über ihre Geschichte in der Gesellschaft, Kunst, Mode und Architektur sowie in der Recherche im Hier und Jetzt. Der Unterricht pendelt zwischen praktischen Arbeiten, einem ersten Moodboard, theoretischen Inputs, Betrachtungen und Diskussionen.
Die Seminare More than pretty colors und Mode?Mode! stehen in enger Wechselbeziehung zueinander.

Anmerkung: Das Seminar ist offen für Anmeldungen aus der Weiterbildung.
Mitbringen: Skizzenheft, Zeichenutensilien, Leim, Schere
Modedesign HF, Catwalk im Atelier Hermann Haller 2019 
Modedesign HF
Fotoreportage, Véronique Hoegger
Modedesign HF
Fotoreportage, Véronique Hoegger
Modedesign HF
Fotoreportage: Véronique Hoegger
Mode? Mode!
Anikó Risch
Facekini: Francesco Fanelli
Was ist Mode? Wie entsteht sie? Wie wird sie wahrgenommen? Wie kann zukunftsorientiertes Design generiert werden? Welche Kriterien dienen als Wegweiser für den Designprozess? Was ist schön, hässlich, tragbar, untragbar?

Du untersuchst und reflektierst Fragestellungen rund um Designkriterien anhand von Recherchen, Ausstellungsbesuchen und Diskussionen. In gestalterischen Projekten setzt du dich mit Spielmöglichkeiten, ästhetischen Fragen, deiner Persönlichkeit und deiner Haltung zur Mode auseinander.
Das Seminar vermittelt dir Einblicke in ein komplexes System, welches Ästhetik, Innovationen, Zeitgeist, Emotionen, Funktionen und Konsum miteinander verknüpft.
Die Seminare Mode? Mode! und More than pretty colors stehen in enger Wechselbeziehung zueinander.

Anmerkung: Das Seminar ist offen für Anmeldungen aus der Weiterbildung
Mitbringen: Arbeitsbuch