More than pretty colors
Arienne Birchler
Moodboard, Randa Grob, 2019, Foto: Iris Delruby Ruprecht
Die Farbe: Neben Form und Textur, der dritte wichtige Pfeiler des Designs. Ihr Auftreten als Einzelgängerin, als Paar, als wildes Durcheinander, in komplexer Systematik oder in einem intuitiven Grüppchen, jede Wahl ist eine Entscheidung, die für die Wahrnehmung essentielle Auswirkungen hat.

Farben sind eine Sprache – und ohne Pinsel, die jenen Ausdruck verleihen, wäre man wohl wortlos. Das Seminar soll die Welt der Farben auffächern und die Wahrnehmung dafür sensibilisieren. Und es soll einen Überblick verschaffen über ihre Geschichte in der Gesellschaft, Kunst, Mode und Architektur sowie in der Recherche im Hier und Jetzt. Der Unterricht pendelt zwischen praktischen Arbeiten, einem ersten Moodboard, theoretischen Inputs, Betrachtungen und Diskussionen.

Mitbringen: Skizzenheft, Zeichenutensilien, Leim, Schere
Modedesign HF
Studiengang
Modedesign HF
Mode ist immer eine Position! Du entwirfst und fertigst Mode im Spannungsfeld zwischen gesellschaftlichen Strömungen und kultureller Vielfalt. Der Studiengang Modedesign HF vermittelt dir die Kompetenzen zur Ausübung dieses faszinierenden Berufs.

Als Studierende*r erhältst du im Studiengang Modedesign HF eine fundierte handwerkliche, technische und gestalterische Grundlage für deine künftige Berufsausübung als Fashiondesigner*in. Die praxisorientierte Ausbildung fördert konzeptionelles Denken und kreatives Schaffen sowie deine Fähigkeit, Trends und Stiltendenzen frühzeitig auszumachen und dein Wissen in eigenständige und originelle Entwurfsarbeiten einfliessen zu lassen. Du erwirbst das nötige Fachwissen um eigene Entwürfe selbstständig zu realisieren – von der Konzeption, dem Entwurf über die Gestaltung von Schnittmustern bis hin zur Fertigung.

Der Studiengang vermittelt Kenntnisse verschiedener Gestaltungsmöglichkeiten sowie aktueller Technologien in der Textilindustrie. Neuste Entwicklungen, nicht nur in der Modewelt, sondern auch in der Wirtschaft und Gesellschaft, fliessen stets mit ein. Ebenso wird das Bewusstsein für kulturhistorische Zusammenhänge gefördert. Weiter erarbeiten sich die Studierenden Fähigkeiten, ihre Ideen reflektiert zu vertreten und professionell zu dokumentieren. Grundkenntnisse der finanziellen Geschäftsabwicklung und der gesetzlichen Rahmenbedingungen runden das Angebot ab.

Der Studiengang Modedesign dauert sechs Semester. Im ersten Studienjahr stehen die Vermittlung eines Grundverständnisses für das weite Feld des Modedesigns sowie handwerkliches Basiswissen im Zentrum. Während des Studiums entstehen mit wachsendem Komplexitätsgrad individuelle Kreationen und Projekte. Das Diplomsemester steht im Zeichen der Entwicklung einer eigenen Kollektion.

Die Dozierenden vertreten eine Vielfalt an gestalterischen Positionen. Sie bieten entsprechend wertvolle Vernetzungsmöglichkeiten.

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Modedesign HF
Studienbeginn und Dauer
Der Studiengang startet jeweils im August und umfasst 5400 Lernstunden, verteilt auf sechs Semester. Einschlägige Berufserfahrung und Vorbildungen können dem Studium angerechnet werden.

Ausbildungsstufe
Tertiärstufe, Höhere Berufsbildung, Höhere Fachschule
 
Diplom
Eidgenössisch anerkannter Titel dipl. Gestalterin/dipl.Gestalter HF Produktdesign mit Vertiefungsrichtung Modedesign

Kosten
Die Studiengebühren betragen für Studierende mit zivilrechtlichem Wohnsitz in der Schweiz oder Liechtenstein pro Semester: CHF 8 400.– (= CHF 1 400.– mtl.). Inbegriffen ist die individuelle Benutzung der Schulinfrastruktur auch ausserhalb der Unterrichtszeiten sowie die Nutzung der Tutorialplattform Linkedin Learning. Die Ausbildung an der F+F ist staatlich anerkannt und subventioniert. Studierende sind grundsätzlich in ihrem Wohnsitzkanton stipendienberechtigt.

Berufliche Perspektiven
Freiberufliche*r Modedesigner*in; Assistent*in in Designerteams, in Atelier für individuelle Kund*innen; Mitarbeiter*in in einem Trendbüro, im Handel (Einkauf, Kundenberatung, Merchandising etc.), im Verlagswesen (Moderedaktion, Werbung etc.) oder beim Theater und Film (Ausstattung, Kostüme etc.)
Modedesign HF
Anmeldung, Bewerbung Studiengang Modedesign HF
Zulassungsbedingung
Mindestalter 18 Jahre. Abschluss auf Sekundarstufe II (drei- bis vierjährige berufliche Grundausbildung mit Eidgenössischem Fähigkeitszeugnis oder Matura). Die Vorbildung muss nicht fachspezifisch sein. Bewerber*innen können mit Nachweis herausragender gestalterischer Fähigkeiten auch ohne abgeschlossene Sekundarstufe II «sur dossier» aufgenommen werden.

Aufnahmeverfahren
Nach Eingang der Online-Anmeldung werden die Bewerber*innen zu einer Aufnahmeprüfung eingeladen. Zusammen mit den Ergebnissen der Hausaufgabe, die wir vorgängig gestellt haben, bringen die Eingeladenen ein Motivationsschreiben und aussagekräftige persönliche Arbeiten mit (Mappe oder Portfolio). An der Aufnahmeprüfung gilt es, eine konkrete gestalterische Aufgabe zu erarbeiten. Beurteilt werden die Freude am Experiment, Mut und die Fähigkeit zu konzeptionellem Denken sowie Kreativität, Sorgfalt und Durchhaltevermögen. Fällt die Aufnahmeprüfung positiv aus, erfolgt eine Einladung zum Aufnahmegespräch. Anschliessend wird über die definitive Aufnahme entschieden. Die Prüfungsgebühr beträgt CHF 150.–.

Das Aufnahmeverfahren wird nach Absprache mit den Behörden, und unter Berücksichtigung der Schutzmassnahmen, regulär durchgeführt.

Wünschst du ein Abklärungsgespräch direkt mit der Studiengangsleitung? Dann richte deine Fragen per E-Mail direkt an Nicole Schmidt oder Heiner Wiedemann.

Infoveranstaltungen
Sind noch Fragen offen? Dann besuche uns unverbindlich an einem der monatlichen Infoabenden oder am Open House, lerne die Schulleitung kennen und informiere dich persönlich vor Ort.

Gerne berät dich unser Sekretariat telefonisch von Mo.–Fr. von 9.00–12.00 und von 14.00–17.00 Uhr unter 044 444 18 88. Fragen und Anliegen kannst du uns auch per E-mail übermitteln oder du bestellst dir dein gewünschtes Infomaterial über diesen Link direkt nach Hause.


Online-Anmeldung zum Aufnahmeverfahren:

  • Bewerbung Schuljahr 2021/22, Aufnahmeprüfung: Samstag, 12. Dezember 2020, 10.00–17.00 Uhr
    Ausbildungsbeginn: 30. August 2021
    Prüfungsgebühr: CHF 150.00
    Anmeldung
Modedesign HF
Fotoreportage Catwalk im Atelier Hermann, Véronique Hoegger, 2019
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Einführung ins Praktikum
Nicole Schmidt
Foto: Pamela Castillo
Die Modebranche bietet eine breite Palette an spannenden Berufen. Deine Praktikumszeit ist eine gute Möglichkeit, Kontakte in die nationale und internationale Modewelt zu knüpfen. In einer Einführung beantworten wir Fragen rund das Praktikum, das Ende des vierten Semesters zu absolvieren ist.

Welche Berufssparten wären als Praktikumsfeld sinnvolle Ergänzungen für dein Studium? Wo recherchierst du Praktikumsadressen? Was steht bei einer Bewerbung im Vordergrund? Welche deiner Arbeiten vermitteln den Praktikumsanbieter*innen ein klares und attraktives Bild deiner Persönlichkeit?
Schriftliche Arbeit
Anikó Risch
Foto: Nicole Schmidt
Was will ich? Was interessiert mich? Wo stehe ich? Wie kann ich mich als Modedesigner*in positionieren? Dieses Seminar befasst sich mit der Konzept- und Recherchearbeit rund um das Diplom.

Du erweiterst deine konzeptionellen und kommunikativen Kompetenzen und wendest gezielt Methoden an, um Ideen und Recherchen zu verdichten, zu strukturieren und zu bewerten. Im Seminar setzt du dich mit dem Zeitgeist und deiner eigenen Identität auseinander. Dabei spielen deine Inspirationen eine tragende Rolle und du reflektierst deine Ideen und Haltungen. Die schriftliche Arbeit dient dir als fundierte Grundlage für die Entwicklung der Diplomkollektion. Sie zeigt, dass du dich eigenständig mit dem selbst gewählten Diplom-Thema auseinandergesetzt hast.

Mitbringen: Arbeitsbuch
 
Einführung 3D & Ausstellungstechnik
Kurt Stegmann
Du lernst im Kurs die 3D-Werkstatt und die dort geltenden Regeln kennen. Im zweiten Teil befassen wir uns mit praktischen Aspekten der Ausstellungstechnik. Wir stellen dir die wichtigsten Geräte und Werkzeuge der 3D-Werkstatt vor und zeigen dir Produktionsmöglichkeiten auf, die du einsetzen kannst.

Du lernst, wie die Geräte der 3D-Werkstatt zu reinigen und zu pflegen sind und du weisst danach, wie du Unfälle in der Werkstatt verhindern kannst. Im zweiten Teil des Kurses steht die Beantwortung von Fragen der Ausstellungstechnik im Zentrum: Wie befestige, sichere und steuere ich Arbeiten und Geräte? Für die selbstständige Nutzung der 3D-Werkstatt ist der Besuch dieser Einführung obligatorisch.
Modedesign HF
Fotoreportage, Véronique Hoegger
Farb- und Materialkonzept
Arienne Birchler
Materialien: Vlad Ruegger Foto:Iris Delruby Ruprecht
Die bewusste und im Zeitgeist verankerte, eigenständige Kombination von Farbe und Material bestimmt die Aussage, den Ausdruck und die Stimmung deiner Diplom-Kollektion wesentlich mit. Du gestaltest ein aussagekräftiges Moodboard, um daraus dein persönliche Farb- und Materialthema zu entwickeln.

Das Farb- und Materialkonzept ist für die Entwicklung deiner Diplomkollektion von Relevanz. Mit dem Moodboard entwirfst du raffinierte Stimmungsbilder. Sie sind die Basis für das Farb- und Materialkonzept deiner Diplomkollektion. Inspirierendes Bildmaterial spielt dabei eine wichtige Rolle. Es hilft dir, dein individuelles Farb- und Materialkonzept für deine Diplomkollektion zu erarbeiten.

Mitbringen: Konzept, Zeichenutensilien, Arbeitsbuch
Dada weltweit – Politischer Dada-Club in Berlin und Readymades in New York
Salome Hohl
Eva Kasser
Schnitt mit dem Küchenmesser, Dada durch die letzte Weimarer Bierbauchkulturepoche Deutschlands, Hannah Höch, 1919
Der Unterricht widmet sich dem Dadaismus im Ausland: Während sich im Nachkriegseuropa eine vorwiegend politische Haltung durchsetzte, positionierten sich die Dadaist*innen in New York indes ironisch provokativ gegen kunsthistorische Traditionen.

Wir untersuchen die künstlerischen Haltungen der ausländischen Dada-Zentren: Von der Nachkriegszeit bestimmt war der 1918 gegründete «Club Dada» in Berlin vorwiegend politisch motiviert und angeführt von Protagonist*innen wie Hannah Höch, Georg Grosz, Raoul Hausmann, Johannes Baader oder John Heartfield. In New York allerdings verstand sich der ab 1919 entwickelte Dada-Kreis, bestehend aus Exilant*innen wie Marcel Duchamp, Francis Picabia oder Elsa von Freytag-Loringhofen im Bruch mit dem tradierten Kunstbegriff. Im Unterricht werden die unterschiedlichen Reaktionen auf die Gegenwart diskutiert und heutige Möglichkeiten der künstlerischen Ausdrucksweisen besprochen.

Anmerkung: Die Veranstaltung findet im historischen Saal des Cabaret Voltaire, Zürich statt
 
F+F Kurse für experimentelle Gestaltung Zürich – Beginn: 1. Februar 1971
Michael Hiltbrunner
Filmkurs mit Georg Radanowicz und Urs Lüthi, Screenshot, 1972
Die Gründung der F+F Schule 1971 wird an Originalschauplätzen erforscht; mit damals Beteiligten und mit Begriffen der Cultural Studies zu Kultur/Macht/Identität.

Anfang 1971 wurde mit «Kursen für experimentelle Gestaltung» die F+F Schule gegründet. Die «Förderung der kreativen Fähigkeiten und Entwicklung des künstlerischen Ausdrucks in Einzel- und Gruppenarbeit» stand im Zentrum. Aktuelle Gestaltungsmethoden, Wissensvermittlung, Zusammenhänge zwischen Mensch und Umwelt, optisch-akustische-räumliche Gruppenarbeiten waren Hauptthemen. An Originalschauplätzen und mit Unterstützung von damals Beteiligten erforschen die Studierenden Motivation, Ziele und Umsetzung der Gründung der F+F.
 
Mode?Mode!
Anikó Risch
Facekini & Foto: Maria-Teresa Bergen
Was ist Mode? Wie entsteht sie? Wie wird sie wahrgenommen? Welche Kriterien dienen als Wegweiser für den Designprozess? Wie kann zukunftsorientiertes Design generiert werden?

Du untersuchst und reflektierst Fragestellungen rund um Designkriterien anhand von Recherchen, Ausstellungsbesuchen und Diskussionen. In einem gestalterischen Projekt setzt du dich mit ästhetischen Fragen, deiner Persönlichkeit und deiner Haltung zur Mode auseinander. Das Seminar vermittelt dir einen Einblick in ein komplexes System, welches Ästhetik, Innovationen, Zeitgeist, Emotionen, Funktionen und Konsum miteinander verknüpft.

Mitbringen: Arbeitsbuch
Schnittentwicklung
Susanne Hirt
Foto: Susanne Hirt
Dieses Seminar weckt die Neugierde auf die experimentelle Schnittentwicklung. Im Vordergrund steht das Kennenlernen von wichtigen schnitttechnischen Methoden. Es entstehen Schnittmuster, die dem Entwurf entsprechen, Details Beachtung schenken und als Grundlage für perfekt sitzende Kleidungsstücke dienen.

Die verschiedenen Grundschnitte von Hose, Jupe und Oberteil sind Ausgangspunkte für die Schnittentwicklung. Davon ausgehend vermittelt dir dieses Seminar die verschiedenen schnitttechnischen Möglichkeiten und fördert das dreidimensionale Vorstellungsvermögen. Die genaue Beachtung von Details ist dabei die Grundlage für ein optimales Fitting. Mithilfe von Try-Outs überprüfst du die Passform der hergeleiteten Schnitte. Ziel dieses Seminars ist es, dich auf experimentelle Art und Weise mit der Schnitttechnik vertraut zu machen.

Mitbringen: Massstab, Massband, Geodreieck, Papierschere
Modedesign HF
Fotoreportage: Véronique Hoegger
Berufskunde, Soziale Sicherheit
Philippe Sablonier
Eva-Maria Würth
In diesem Seminar lernst du, worauf es bei der selbstständigen beruflichen Tätigkeit rechtlich und organisatorisch ankommt, damit dein Verdienst längerfristig stimmt und dein Beruf von den Sozial- und Steuerbehörden anerkannt wird.

Kreativ Tätige müssen sich besonderen beruflichen Herausforderungen stellen, künstlerische Prozesse managen und den Berufsalltag bewältigen – von den Finanzen über die Krankheits-, Unfall- und Altersvorsorge bis zum Umgang mit den Behörden. Daneben gilt es, Nebenjobs, Privatleben und Gesundheit nicht aus den Augen zu verlieren – eine Mehrfachbelastung, die viel abverlangt. Das praxisorientierte Lehrangebot zeigt, wie man wirtschaftlichen, sozialen und geschlechterbedingten Risiken begegnen kann und worauf es bei der selbständigen Tätigkeit rechtlich und organisatorisch ankommt, damit der Verdienst längerfristig stimmt und der Beruf von den Sozial- und Steuerbehörden anerkannt wird. Erwerbs- und Organisationsformen, das Schweizer Sozialversicherungssystem, Berufsversicherungen, Steuern und Abgaben, Geschäftsführung, Selbstmanagement und Honorarberechnung sind Inhalte dieses Lehrangebots.
 
Recherche & Bibliothek
Samuel Ammann
«Der Umgang mit Büchern führt zum Wahnsinn», sagte der Gelehrte Erasmus von Rotterdam vor 500 Jahren. Im Zeitalter von Google und Wikipedia erhalten Buch und Bibliothek neue Bedeutungen: Sinnlichkeit, Ruhe, Haptik und Kontemplation.

Erkundet werden die schönsten und wichtigsten Bibliotheken, Studierzimmer und Institute Zürichs. Diese Räume eröffnen Zugang zum «Touch of Soul», der durch die Glasoberflächen der Touchscreens mehr und mehr abhanden kommt – Kontakt zu Material, Sein und Verweilen. Das Medieninformationszentrum der ZHdK mit einer Einführung in das Netzwerk und den Suchkatalog von Schweizer Bibliotheken (NEBIS). Die Pestalozzi Volksbibliothek. Das Schweizerische Institut für Kunstwissenschaft. Die auf Kunst spezialisierte Bibliothek des Kunsthauses Zürich sowie die vom Stararchitekten Santiago Calatrava erbaute Bibliothek an der Universität Zürich.

Voraussetzung: Die Studierenden sollen sich ein Recherche-Thema ausdenken. Idealerweise etwas im Bereich Kunst, was für sie/ihn Sinn ergibt, aktuell oder Thema in einem Seminar/Projekt ist
Mitbringen: Identitätskarte, um die NEBIS Biblio-Karte in der ZB zu lösen. Ticket oder Abonnement für die öffentlichen Zürcher Verkehrsmittel
Portrait, Familie, Beziehungen
Teresa Gruber
Kodak-Werbung
Seit wann spielt die Fotografie eine Rolle als Zeugin privater Glücksmomente? Welche Künstler*innen richteten die Kamera auf ihnen nahestehende Personen?

Wie wir uns selbst, unsere Biographie, Familie und Freunde wahrnehmen, definieren wir oft über fotografische Aufnahmen. Schon mit der Verbreitung der ersten Amateurkameras wurde die Fotografie zum identitätsstiftenden Medium, das ein möglichst perfektes Bild des erfüllten und erfolgreichen Lebens konstruiert. Diese Konventionen der Inszenierung wurden auch von der künstlerischen Fotografie reflektiert, die sich zugleich von der kompositionellen Unbefangenheit der Amateurfotografie inspirieren lässt. Tagebuchartige Aufzeichnungen von Fotografen wie Nobuyoshi Araki und Nan Goldin werden im Seminar mit vorangehenden und nachfolgenden Positionen konfrontiert.

Anmerkung: Die Veranstaltung findet in der Fotostiftung Schweiz, Winterthur statt

 
Modedesign HF
Foto: Véronique Hoegger, 2016