Bilder, Bilder, Bilder
Sarah Keller
Goran Galić
Joshua Geiger, Leben im Dorf, 2018
Ausgehend von einem bestimmten Thema entwickelst und realisierst du eigene Projektansätze. In der Gruppe besprechen wir die fortlaufend entstehenden Bilder und definieren Kriterien zu deren Beurteilung. Dabei erkennst du vermehrt Zusammenhänge und Wechselwirkungen zwischen Bildidee, Technik, Material und Präsentationsform. Ziel ist es, mittels fotografischen Prozessen Erfahrungen zu sammeln und so richtige Entscheidungen hinsichtlich der Entwicklung und Umsetzung einer eigenen Projektidee treffen zu können. Zum Abschluss werden die entstandenen Arbeiten ausgestellt und präsentiert.
 
Fotografie HF
Studiengang Fotografie HF
Im Dialog mit Expert_innen und Studierenden entwickelst du deine eigene Bildsprache. Du setzt dich sowohl mit aktuellen Fragen als auch mit der Geschichte der Fotografie auseinander und lernst dich als Fotograf_in zu positionieren
 
Wenige Medien sind derart stetig einem Wandel unterworfen, wie die Fotografie – und das seit bald zwei Jahrhunderten. Die Auseinandersetzung mit ihr verlangt deshalb ein waches Interesse und Offenheit. Im praxisorientierten Studiengang Fotografie erarbeitest du dir die Kompetenzen für die Konzeption und Umsetzung von fotografischen Projekten und Aufträgen. Du lernst, stehende und bewegte Bilder in unterschiedlichen Zusammenhängen überlegt einzusetzen. Als Studierende_r wirst du mit zahlreichen gestalterischen Möglichkeiten und Arbeitsmethoden konfrontiert. Dank der praxisorientierten Herangehensweise lernst du rasch deine individuellen Präferenzen kennen und erfährst, wo dein ganz persönliches Interesse liegt. Ziel ist es, dich gekonnt und selbstbewusst in einem Berufsfeld zu bewegen, dessen mediale Grenzen sich zusehends auflösen.

Der Studiengang Fotografie HF vermittelt nebst praktischen Fähigkeiten fachspezifische Theorie. In Studiengang übergreifenden Veranstaltungen werden kulturelle und ästhetische Fragen zur Diskussion gestellt und regelmässig werden namhafte Persönlichkeiten zu Referaten und Workshops eingeladen. 

Durch das Experimentieren mit unterschiedlichen Techniken und Materialien wird das gestalterische Instrumentarium fortlaufend erweitert. Die Arbeiten entstehen sowohl im angewandten Kontext als auch im Hinblick auf eine künstlerische Positionierung. An Ausstellungen und Projektpräsentationen zeigen die Studierenden ihre Werke. Die Bereitschaft zu selbstständigem Arbeiten ist eine entscheidende Voraussetzung für den Beruf.

Das einzige Fotografie-Vollzeit-Studium auf HF Stufe in der Schweiz dauert sechs Semester. Im ersten Studienjahr stehen analoge und digitale Produktionsverfahren sowie Lichtführung, Studiofotografie und Bildbearbeitung im Mittelpunkt. Im zweiten Studienjahr wird die Entwicklung der eigenen Bildsprache und Autorenschaft in der angewandten wie auch künstlerischen Fotografie gefördert. Medienübergreifende Projekte, experimentelle Ansätze und die Zusammenarbeit mit anderen Disziplinen wie Visuelle Gestaltung, Modedesign und bildender Kunst erweitern das Feld. Der Umgang mit Bildern, das technische Handwerk, der theoretische Diskurs sowie die Präsentation der eigenen Arbeit werden parallel dazu weiterentwickelt. Im Diplomsemester realisieren die Studierenden selbst konzipierte Abschlussprojekte.

Folge uns
Facebook
Instagram
Fotografie HF
Studienbeginn und Dauer
Der Studiengang startet jeweils im August und umfasst 5400 Lernstunden, verteilt auf sechs Semester. Einschlägige Berufserfahrung und Vorbildungen können dem Studium angerechnet werden.

Ausbildungsstufe
Tertiärstufe, Höhere Berufsbildung, Höhere Fachschule
 
Diplom
Eidgenössisch anerkannter Titel dipl. Gestalterin/dipl. GestalterHF Kommunikationsdesignmit Vertiefungsrichtung Fotografie
 
Kosten
Die Studiengebühren betragen für Studierende mit zivilrechtlichem Wohnsitz in der Schweiz oder Liechtenstein pro Semester: CHF 8 400.– (= CHF 1 400.– mtl.). Inbegriffen ist die individuelle Benutzung der Schulinfrastruktur auch ausserhalb der Unterrichtszeiten sowie die Nutzung der Tutorialplatform Lynda. Die Ausbildung an der F+F ist staatlich anerkannt und subventioniert. Studierende sind grundsätzlich in ihrem Wohnsitzkanton stipendienberechtigt.

Berufliche Perspektiven
Selbständige Fotograf_in für Freelance- oder Auftragsarbeiten, Bildredakteur_in für Print- und Onlinemedien, Festanstellung bei Bild- und Werbeagenturen oder als Vermittler_in in Galerien und Museen.
Fotografie HF
Anmeldung, Bewerbung Studiengang Fotografie HF
Zulassungsbedingung
Mindestalter 18 Jahre. Abschluss auf Sekundarstufe II (drei- bis vierjährige berufliche Grundausbildung mit Eidgenössischem Fähigkeitszeugnis oder Matura). Die Vorbildung muss nicht einschlägig, bzw. fachspezifisch sein. Bewerber_innen können beim Nachweis herausragender gestalterischer Fähigkeiten auch ohne abgeschlossene Sekundarstufe II «sur dossier» aufgenommen werden.
 
Aufnahmeverfahren
Nach Eingang der Online-Anmeldung wird den Bewerber_innen ein Thema für eine Projektaufgabe mitgeteilt. Die Lösung ist dem Sekretariat zusammen mit einer Arbeitsdokumentation und einem Motivationsschreiben einzureichen. Bei positiver Beurteilung der Unterlagen werden Bewerber_innen zu einem persönlichen Aufnahmegespräch eingeladen. Danach wird über die Aufnahme in den Studiengang entschieden. Eintritte während des laufenden Semesters sind in der Regel ausgeschlossen. Die Prüfungsgebühr beträgt CHF 150.–.

Infoabend
Sind noch Fragen offen? Dann besuche uns unverbindlich an einem der monatlichen Infoabenden oder am Open House, lerne die Schulleitung kennen und informiere dich persönlich vor Ort.

Online-Anmeldung zum Aufnahmegepräch:
  • Bewerbung Schuljahr 2020/21
    Ausbildungsbeginn: 24. August 2020
    Prüfungsgebühr: CHF 150.00
    Anmeldung
Rechercheseminar
Franz Krähenbühl
Sarah Keller, Bildediting
Die Entwicklung und Positionierung deiner eigenen Arbeit beruht auf einem Prozess der kontinuierlichen Auseinandersetzung mit spezifischen Themen, mit dem Schärfen und Erweitern von Themen und Kontexten sowie der Formulierung von Fragen in Bezug auf die eigenen Arbeitsmethoden.
Die Recherche kann in unterschiedliche Richtungen führen und aus verschiedenen Quellen genährt werden: Fotografische oder künstlerische Positionen, Literatur, Film, Anwendungsfelder der Fotografie, Prozesse. Daraus entsteht eine Materialsammlung, die du fortlaufend überprüfst und erweiterst. Aus den Erkenntnissen, die du im Seminar gewinnen konntest, formulierst du dein Diplomprojekt und schreibst deine Recherchearbeit.

Gemeinsame Lehrveranstaltung der HF Studiengänge Fotografie und Kunst
Fotografie HF
Olivia Dunn, Projekt, Bilder bauen, Ohne Titel, 2019
Studiofotografie
Mathias Zuppiger
Unterrichtsituation, 2018
Du erhältst einen Einblick in die Studiofotografie und lernst unterschiedliche Beleuchtungsmittel gezielt als Gestaltungsmittel einzusetzen. In praktischen Übungen werden einfache Sets aufgebaut und Requisiten gekonnt inszeniert. Anhand von Stillleben und Portraitaufgaben erarbeitest du ein bis zwei Bildserien, die du am Schluss dem Plenum präsentierst.

Das Seminar ist für Anmeldungen aus der Weiterbildung offen.
Fotografie HF, Projekt, Studio-Inszenierung, 2018  
Einführung 3D & Ausstellungstechnik
Kurt Stegmann
Du lernst im Kurs die 3D–Werkstatt und die dort geltenden Regeln kennen. Im zweiten Teil befassen wir uns mit praktischen Aspekten der Ausstellungstechnik.

Wir stellen dir die wichtigsten Geräte und Werkzeuge der 3D–Werkstatt vor und zeigen dir Produktionsmöglichkeiten auf, die du einsetzen kannst. Du lernst, wie die Geräte der 3D–Werkstatt zu reinigen und zu pflegen sind und du weisst danach, wie du Unfälle in der Werkstatt verhindern kannst. Im zweiten Teil des Kurses steht die Beantwortung von Fragen der Ausstellungstechnik im Zentrum: Wie befestige, sichere und steuere ich Arbeiten und Geräte? Für die selbstständige Nutzung der 3D–Werkstatt ist der Besuch dieser Einführung obligatorisch.
Fotografie HF, Portrait als Auftrag, 2019 
Fotografie HF
Claudia Breitschmid, Ausstellungsansicht Diplomarbeit, Cyrill Krähenbühl, Cosplay Identity, 2018
Einführung Digital Print
Felix Hergert
Dominik Zietlow
In dieser Einführung lernst du die Gerätschaften der Digitalprint–Werkstatt sowie ihre spezifische Handhabung kennen. Erste Druckergebnisse entstehen.

Der dreiteilige Druckworkflow umfasst die Aufbereitung der Daten im Photoshop, die Einstellungen am Epson–Drucker sowie die Ausführung im druckspezifischen Programm Mirage. Für die selbständige Nutzung der Digitalwerkstatt ist diese Einführung obligatorisch.

Voraussetzung: Bedienung eines Computers, Grundlagen Photoshop
 
Einführung Schriftliche Recherchearbeit
Elisabeth Sprenger
Das Seminar bietet dir die Gelegenheit, mit den Studierenden mögliche Diplomthemen zu diskutieren und diese auf Schlüssigkeit, Relevanz und Durchführbarkeit zu prüfen. Du wirst in Methoden des Recherchierens und des theoretischen Arbeitens eingeführt und lernst unterschiedliche Textformen und Herangehensweisen kennen. Im Seminar unterstützen wir dich bei der Themenfindung und begleiten dich bei der Formulierung des Diplomkonzepts sowie bei der Erarbeitung der schriftlichen Recherchearbeit. 

Gemeinsame Lehrveranstaltung der HF Studiengänge Fotografie und Visuelle Gestaltung
 
One and three Ideas
Salome Hohl
Ole Ukena, Cher, Chair, Share (Hello Joseph), 2011
Konzeptkunst ist seit den 1960er–Jahren einer der einflussreichsten Ansätze in der Kunst. Aber schon bei Leonardo da Vinci oder Marcel Duchamp finden sich konzeptuelle Spuren davon. Was für ein Verständnis von Kunst steht dahinter? Welche Inhalte werden verfolgt?

Nicht die Form oder das künstlerische Erzeugnis definieren in der Konzeptkunst das Werk, sondern die Idee. In den meisten gegenwärtigen Werken hallt dieser Ansatz nach. Konzeptkunst zu verstehen, bedeutet, einen geschärften Blick für aktuelles Kunstschaffen und brisante Themen zu bekommen. Im Seminar versuchen wir den kunsttheoretischen Rahmen zu ergründen und eine Vielfalt an konzeptuellen Praktiken kennenzulernen. Neben den Sitzungen sind zwei Ausstellungsbesuche eingeplant.
Fotografie HF, Projekt, Time out for some zine love, 2019  
Schreibwerkstatt
Johanna Lier
Gestalterisches Arbeiten ist ohne das Formulieren von Gedanken und das Abbilden mittels Sprache nicht denkbar. Wie gelingt es, eine eigene Sprache, einen «persönlichen Sound» zu finden, um eigenwillige Narrationen und Dokumentationen zu erstellen?
Ob literarisch oder theoretisch, fiktional oder dokumentarisch – das schriftliche Notat ist eine vielseitige Strategie um Material zu sammeln, Inhalte zu entwickeln und Formate entstehen zu lassen. In der Schreibwerkstatt beschäftigen wir uns damit, Inhalte in Recherchier- und Schreibaufgaben zu vertiefen und sie mittels Sprache in eine persönliche Form zu bringen.
 
Einführung Farblabor
Eliane Rutishauser
Die analoge Farbvergrösserung bietet dir die Möglichkeit, dich intensiv mit Farbe auseinanderzusetzen. Durch die kontemplative Arbeit am einzelnen Bild oder an Bildserien entwickelst du dein Verständnis zur Wirkung von Farbe und bildest dein Gespür für Farbnuancen aus.

Die Arbeit im Farblabor ist genauso einfach, wie kompliziert. Durch die Farbmaschine entfällt die Handhabung des Fotopapiers in den chemikalischen Bädern, dafür steht die Arbeit mit den Farbfiltern und ihrer Wirkung auf das Bild im Fokus. Auch im Farblabor ist es möglich, neben dem traditionellen «Vergrössern» experimentelle Techniken auszuprobieren. Du lernst die Geräte im Farblabor, die Vergrösserungsmaschine sowie die Arbeitsabläufe kennen.

Voraussetzung: Einführung Schwarzweisslabor oder gleichwertige Kenntnisse
Mitbringen: Farbnegativ, falls vorhanden
Ausstellungsbesuche
Franziska Bigger
Pamela Castillo, Ausstellungsbesuch, 2018
Ziel ist, dass du einen Überblick über die zeitgenössische Kulturproduktion gewinnst. Mit Ausstellungsbesuchen lernst du unterschiedliche Positionen und Haltungen der Künstler_innen kennen und machst dich vertraut mit den Kulturinstitutionen der Schweiz. Du entwickelst dabei eigenständige Ansätze um über Bilder diskutieren zu können.

Das Seminar ist für Anmeldungen aus dem HF Studiengang Kunst offen.
Strike a Pose
Patrizia Munforte
Robert Cornelius, The first light picture ever taken (Selbstporträt), November 1839, Daguerreotypie 11 x 8 cm, Prints and Photographs Division, Library of Congress, Washington DC.
Zentrale Aspekte der Porträtfotografie – Wie hat sich die Porträtfotografie von ihren Anfängen bis heute entwickelt?

Seit der Markteinführung der Fotografie Ende 1839 gehört das Porträt zum führenden Genre. Der Markt für die Porträtfotografie war von Beginn an profitabel, und die Anzahl der Fotostudios stieg innerhalb kurzer Zeit rapide an. Doch neben den Auftragsfotograf_innen, gab es auch Fotograf_innen, die das Porträt zum künstlerischen Genre avancieren wollten. Im Fokus des Kurses stehen die nordamerikanische Porträtfotografie, ihre Geschichte und Theorie von den Anfängen bis zur Gegenwart. Der Kurs setzt sich zum Ziel, historische, ästhetische und medientheoretische Aspekte der Porträtfotografie zu kontextualisieren und kritisch zu erarbeiten.