Adobe Photoshop CC
Franco Bonaventura
Ein Pixel ist die kleinste Einheit einer Fotografie, ein einzelner Bildpunkt. Jedem Pixel wird ein bestimmter digitaler Wert zugewiesen, z. B. ein Farb- und Helligkeitswert. Je mehr Pixel ein Bild definieren, desto schärfer und detaillierter kann es reproduziert werden.

Wir üben die Grundfunktionen von Adobe Photoshop CC ein: den Umgang mit Dateiformaten, Farbmodi, Bildauflösungen, das Zusammensetzen von Bildfragmenten zu einem neuen Bild sowie einfachere Retuschen. Wir nehmen Fotografien auf, um diese anschliessend zu importieren und wir scannen Bilder
aus Publikationen.
Fotografie HF
Studiengang Fotografie HF
Du hast ein Auge für das Bild und willst dich als Fotograf:in positionieren? Im Studiengang Fotografie HF setzt du dich mit aktuellen Fragen sowie mit der Geschichte der Fotografie auseinander und entwickelst darüber deine persönliche Bildsprache.
 
Wenige Medien sind derart stetig einem Wandel unterworfen wie die Fotografie – und das seit bald zwei Jahrhunderten. Die Auseinandersetzung mit ihr verlangt deshalb ein waches Interesse und Offenheit. Im praxisorientierten Studiengang Fotografie erarbeitest du Kompetenzen für die Konzeption und Umsetzung von fotografischen Projekten und Aufträgen. Du lernst, stehende und bewegte Bilder in unterschiedlichen Zusammenhängen überlegt einzusetzen. Anhand angewandter Projekte vertiefst du individuelle Präferenzen und Interessen. Ziel ist es, dich gekonnt und selbstbewusst in einem Berufsfeld zu bewegen, dessen mediale Grenzen sich zusehends auflösen.

Der Studiengang Fotografie HF vermittelt nebst praktischen Fähigkeiten fachspezifische Theorie. In studiengangsübergreifenden Veranstaltungen werden kulturelle und ästhetische Fragen diskutiert und regelmässig halten namhafte Persönlichkeiten Referate und Workshops.
 
Experimente mit Techniken und Materialien erweitern das gestalterische Instrumentarium fortlaufend. Die Arbeiten entstehen sowohl im angewandten Kontext als auch im Hinblick auf eine künstlerische Positionierung. Ausstellungen und Projektpräsentationen zeigen und reflektieren die Werke der Studierenden.
 
Das einzige Fotografie-Vollzeitstudium auf HF-Stufe in der Schweiz dauert sechs Semester. Im ersten Studienjahr stehen analoge und digitale Produktionsverfahren sowie Lichtführung, Studiofotografie und Bildbearbeitung im Mittelpunkt. Das zweite Studienjahr fördert die Entwicklung der eigenen Bildsprache und Autor:innenschaft in der angewandten wie auch der künstlerischen Fotografie. Medienübergreifende Projekte, experimentelle Ansätze und die Zusammenarbeit mit anderen Disziplinen wie Visuelle Gestaltung, Modedesign, Film und bildender Kunst erweitern das Feld. Der Umgang mit Bildern, das technische Handwerk, der theoretische Diskurs sowie die Präsentation der eigenen Arbeit werden parallel dazu weiterentwickelt. Im Diplomsemester realisieren die Studierenden individuelle Abschlussprojekte.

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Fotografie HF
Studienbeginn und Dauer
Der Studiengang startet jeweils im August und umfasst 5400 Lernstunden, verteilt auf sechs Semester. Einschlägige Berufserfahrung und Vorbildungen können dem Studium angerechnet werden.

Ausbildungsstufe
Tertiärstufe, Höhere Berufsbildung, Höhere Fachschule.

Diplom
Eidgenössisch anerkannter Titel dipl. Gestalterin/dipl. Gestalter HF Kommunikationsdesign mit Vertiefungsrichtung Fotografie

Kosten
Die Studiengebühren betragen für Studierende mit zivilrechtlichem Wohnsitz in der Schweiz oder Liechtenstein pro Semester: CHF 8 400.– (= CHF 1 400.– mtl.). Inbegriffen ist die individuelle Benutzung der Schulinfrastruktur auch ausserhalb der Unterrichtszeiten. Die Ausbildung an der F+F ist staatlich anerkannt und subventioniert. Studierende sind grundsätzlich in ihrem Wohnsitzkanton stipendienberechtigt. 

Berufliche Perspektiven 
Selbständige Fotograf:in für Freelance- oder Auftragsarbeiten, Bildredakteur:in für Print- und Onlinemedien, Festanstellung bei Bild- und Werbeagenturen oder als Vermittler:in in Galerien und Museen. 
Fotografie HF
Anmeldung, Bewerbung Studiengang Fotografie HF
Zulassungsbedingungen
Mindestalter 18 Jahre. Abschluss auf Sekundarstufe II (drei- bis vierjährige berufliche Grundausbildung mit Eidgenössischem Fähigkeitszeugnis oder Matura). Die Vorbildung muss nicht einschlägig, bzw. fachspezifisch sein. Bewerber:innen können beim Nachweis herausragender gestalterischer Fähigkeiten auch ohne abgeschlossene Sekundarstufe II «sur dossier» aufgenommen werden.

Aufnahmeverfahren
Nach Eingang der Online-Anmeldung wird den Bewerber:innen ein Thema für eine Prüfungsaufgabe mitgeteilt. Für die Bearbeitung der Aufgabe stehen 30 Tage zur Verfügung und das Resultat wird zusammen mit einem Motivationsschreiben, einem Lebenslauf, Arbeits- und Ausbildungszeugnissen, sowie einem Portfolio eingereicht. Bei positiver Beurteilung der Unterlagen werden die Bewerber:innen zu einem Aufnahmegespräch eingeladen. Danach wird über die Aufnahme in den Studiengang entschieden. Eintritte während des laufenden Semesters sind in der Regel ausgeschlossen. Die Prüfungsgebühr beträgt CHF 150.–.


Wünschst du ein Abklärungsgespräch direkt mit der Studiengangsleitung? Dann richte deine Fragen per E-Mail direkt an Sarah Keller.

Das Aufnahmeverfahren wird nach Absprache mit den Behörden, und unter Berücksichtigung der Schutzmassnahmen, regulär durchgeführt. 

Infoveranstaltungen
Sind noch Fragen offen? Dann besuche uns unverbindlich an einem der monatlichen Infoabenden oder am Open House, lerne die Schulleitung kennen und informiere dich persönlich vor Ort.

Gerne berät dich unser Sekretariat telefonisch Montag und Freitag von 9.00–12.00 und von 13.30–17.00 Uhr, sowie von Dienstag bis Donnerstag von 9.00–13.00 und von 14.00–17.00 Uhr unter 044 444 18 88. Fragen und Anliegen kannst du uns auch per E-mail übermitteln oder du bestellst dir dein gewünschtes Infomaterial über diesen Link direkt nach Hause.

Online-Anmeldung zum Aufnahmeverfahren:

  • Schuljahr 2022/23: Anmeldung zum Aufnahmeverfahren
    Anmelden bis 19. Juni 2022, Ausbildungsbeginn: 29. August 2022
    Prüfungsgebühr: CHF 150.00
    Anmeldung
Zeichnen – Mensch!
Claudia Kübler
Mit Stift und Pinsel, Zweig und Zufall – klassisch und experimentell auf der Jagd nach dem Bild des Menschen.

Inhaltlicher Kern dieses Angebots bildet der Mensch, genauer unser zeichnerischer Blick auf uns selbst. Der Mensch ist eines der ältesten und grundlegendsten Motive in Kunst und Design – das Modul wirft unter anderem die Frage auf, wie wir diesem akademisch konnotierten Evergreen heute noch begegnen können und wollen. In der Darstellung von Figur (Akt) und Portrait aus der Beobachtung, mit unterschiedlichsten Zeichnungsmitteln werden sowohl klassische wie auch experimentelle Zugänge erprobt. Während du einerseits versuchst, die Beobachtung zu schärfen und traditionelle Zeichnungsfertigkeiten zu vertiefen, geht es andererseits auch darum, genau diese auszuhebeln – die Mechanismen auszuschalten, die für eine naturalistische Abbildung zuständig sind – und damit im Spektrum von Experiment und Beobachtung, Figürlichkeit und Abstraktion mit frischem Blick dein Repertoire zu erweitern und neue Bildwelten zu erkunden.
Fotografie HF
«Die F+F ist skurril, familiär und nicht fassbar.»
Marvin Jumo, Foto: Anne Gabriel-Jürgens, April 2022
Marvin Jumo studiert an der F+F im vierten Semester Fotografie HF.

Eine Fotokamera, die er auf den Geburtstag geschenkt bekam, ist Marvin Jumos früheste Erinnerung an den ersten Kontakt mit Fotografie. Er packte die Kamera aus und knipste sofort drauf los. Sein erstes Motiv? Einer der Gäste. Ein Geburtstagsgast probierte mit ihm die Kamera aus und liess sich ablichten: Marvins erstes Portraitfoto war entstanden. Die neu-entdeckte Faszination am Medium der Fotografie liess ihn auch Jahre nach jener Geburtstagsfeier nicht los. Auch der Darstellung des Menschen – in all seinen Facetten – durch die Portraitfotografie sollte eine wichtige Rolle zukommen und sich zu einem festen Bestandteil seiner Werke entwickeln.

Nach zunächst anderen beruflichen Stationen fern der Fotografie, als Landschaftsgärtner etwa oder auf dem Bau, folgte er seinem inneren Wunsch, sich vertieft mit Fotografie auseinanderzusetzen und meldete sich in einer Nacht-und-Nebel-Aktion an der F+F an. Die Offenheit, das Familiäre und die Überschaubarkeit der Schule sprachen ihn an. 

Den besten Ratschlag, den Marvin an der F+F erhalten hat, war, «einfach mal zu machen» und «sich zu trauen, auf Leute zuzugehen, Dinge zu tun, von denen man denkt, dass sie nicht funktionieren würden und an den Erfahrungen zu wachsen». Diesen Ratschlag in die Tat umgesetzt hat er beispielsweise in seinem Projekt «Lochergut», das in Auszügen während der Jahresausstellung 2021/22 an der F+F zu sehen war. Für die «Lochergut»-Portraits hat er spät abends ihm unbekannte Menschen auf den Strassen des gleichnamigen Zürcher Quartiers angesprochen, «für die Kamera gewinnen können und gemeinsam [je] ein Bild kreiert.» Entstanden sind dabei authentische Portraits, Momentaufnahmen, die die Menschen in einem Augenblick ihres Alltags zeigen. Die Portraits widerspiegeln aber auch Marvins Empathie, seine feinfühligen Interaktionen mit den Passanten. Er erinnert sich: «Leute haben Freude, wenn man sie anspricht, [man] menschlich ist und Interesse zeigt.».

Durch das Studium an der F+F habe Marvin technisch sehr viel dazulernen und sich ein Know-how für die Berufspraxis aneignen können, «womit ich mehr Professionalität an den Tag legen kann, wenn ich an ein Fotoshooting gehe.» Er fühlt sich durch die F+F «standfester in der Materie der Fotografie.» 

Am Unterricht schätzt Marvin die gute Begleitung und das stets «offene Ohr» der Dozierenden. Als Richtlinien bevorzugende Person übt Marvin neben dem Lob auch Kritik: Er empfindet den «auf das Experimentelle ausgelegten Unterricht» manchmal als «zu offen, zu experimentell». Zusammenfassend würde er die F+F in drei (oder eher vier) Worten als «skurril, familiär und nicht fassbar» beschreiben.

Auch für die Zeit nach der F+F hegt Marvin schon Pläne. «Mein Ziel ist es, etwas mit den Bildern zu bewegen.» Im Fotojournalismus beispielsweise würde er gerne Fuss fassen. Marvin interessiert sich für Tabuthemen, fordernde Situationen und Krisengebiete. Solche Orte würde er gerne aufsuchen, um fotografisch davon zu erzählen: «Diesen Wunsch trage ich schon seit Jahren in mir.»

Text: Anamaria Novak
Individuelle Mentorate
Sarah Keller
Die Studiengangsleitung sowie weitere Fachpersonen stehen dir als Mentor:innen zur Verfügung und besprechen mit dir gemäss deinen individuellen Bedürfnissen deine Arbeit und beraten dich in Fragen rund um dein Studium.
 
Fotografie HF, Projekt, Bilder bauen, 2019 
Texere, Textilie, Text: Fasern in der Kunst- und Kulturgeschichte
Salome Hohl
Xénia Lucie Laffely, self·help·sleep, 2017-2018, Foto: Charlotte Krieger
Im Unterricht werden kunsthistorische Bewegungen wie Bauhaus oder die feministische Fiber-Art beleuchtet. Zudem stehen aktuelle Tendenzen und Gespräche mit Kunstschaffenden sowie kulturtheoretische Ansätze, welche gesellschaftliche Phänomene mit Textilhandwerk erklären, auf dem Programm.

Die Herstellung von Textilien ist eine der ältesten und bedeutendsten Kulturtechniken. Durch die Hierarchisierung in der Kunstgeschichte gehörte Textilkunst jedoch lange ausschliesslich zum Kunsthandwerk. Das Denken über Textilien in der Kunstgeschichte ist vielfältig und führt von der Auseinandersetzung mit ornamentaler, aussereuropäischer Kunst über die Befragung der Materialität bis hin zu einem kritischen und humorvollen Umgang mit Stoff und Gewebe seit der Postmoderne. Textilien können aber auch kulturanalytisch von Interesse sein – so sah der Philosoph Gilles Deleuze die Logik der Kontrolle in textilen Praktiken verortet. Weben gilt als Grundlage digitaler und kommunikativer Strukturen.
Berufspraxis: Auftrag
Thomas Stöckli
Tim Brunner, 2020
Auftragsfotografie umgesetzt von A bis Z:
Das Lehrangebot beginnt mit einer Anfrage eines Kunden.
Danach recherchiert jede:r für sich und erstellt das
Konzept sowie die Offerte. Die Produkte werden anschliessend
betreut oder selbstständig im Studio oder
On-Location inszeniert. Danach folgen das Drucken
von Workprints, das Besprechen der finalen Bildauswahl,
die Bildretusche und die Präsentation vor dem
Kunden und Dozenten
Kunstmarkt
Joël Gessler
Foto: Joël Gessler
Der Kunstmarkt, obwohl so eng mit der Kunst verbunden, erscheint teilweise wie eine Parallelwelt mit eigenen Regeln. Gerade für junge Kunstschaffende kann der undurchsichtige Kunstmarkt abschreckend wirken. Diese Veranstaltung befasst sich daher mit den Mechanismen des Marktes und gibt Auskunft über die wichtigsten Akteur*innen und Begriffe. Welche Kunstformen gibt es, wer sind die Teilnehmenden am Markt und welche Faktoren bestimmen die Preisgestaltung von Kunst? Im Kurs werden die Grundlagen des Kunstmarktes besprochen, die Käufer*innenseite und ihre Interessen beleuchtet sowie Auktionen unter die Lupe genommen.
Reading Pictures
Maia Gusberti
Franz Krähenbühl
In diesem Seminar setzen wir uns mit der Entstehung, Absicht und Wirkung aktueller Medienbilder auseinander. Bilder zu aktuellen politischen Themen, Bilder der Selbstinszenierung auf Social Media, computergenerierte Bildwelten und optimierte Werbebilder verlangen nach Kompetenzen im Umgang mit deren Interpretation sowie nach einer Einordnung. Wer macht Bilder? Welche Interessen stehen hinter der Verbreitung solcher Bilder? Und was macht Bilder glaubwürdig? Wir diskutieren, wie mit Bildern Wirklichkeit konstruiert wird und stellen uns Fragen nach Gültigkeit, Deutungshoheit und Repräsentation.
Zeichnen – Vertiefung
Michael Günzburger
Jetzt aber richtig – Ein Lehrangebot zur Vertiefung zeichnerischen Könnens. Damit es für die eigene Arbeit richtig viel bringt.

Das Zeichnen ist nicht nur künstlerisches Ausdrucksmittel, es ist nach wie vor eine der unmittelbarsten Techniken, um eine Idee oder einen Gedanken schnell und mit einfachen Mitteln zu visualisieren. Es ist somit für unterschiedliche Gestaltungsbereiche ein grundlegendes Werkzeug. Gleichzeitig schärfen wir durch die Zeit, die wir uns beim Zeichnen nehmen und durch das genaue Betrachten, den Blick und sensibilisieren damit fortlaufend unsere eigene visuelle Wahrnehmung.

Dieses Modul schliesst an den Grundlagenkurs Zeichnen an und wir vertiefen zeichnerische Kompetenzen. Funktionen des Zeichnens wie Beobachten, Erklären, Begreifen, Entwerfen oder Kopieren stehen im Zentrum des Interesses, genauso wie ein individuelles Erweiteren zeichnerischer Fähigkeiten für die eigene Arbeit.
Aufnehmen, Inventarisieren, Sortieren
Teresa Gruber
Articles of China, Plate III aus: The Pencil of Nature, 1844–1848, Foto: W. H. F. Talbot
Die Fotografie ist angesichts ihrer Geschichte prädestiniert für ein Medium der Ordnung und des Vergleichs.

Zeitgenössische Künstler*innen wie Penelope Umbrico oder Peter Piller betreiben medienreflexive Bildforschung und führen die Tradition der fotografischen Bestandsaufnahme fort, indem sie gefundene Bilder von Amateurfotografen zu typologischen Serien zusammenstellen. Diese Tradition untersucht das Seminar anhand von Beispielen aus der Geschichte der Fotografie, von ihren Anfängen im 19. Jahrhundert bis heute, von Dokumentationen mit wissenschaftlichem Anspruch bis hin zu künstlerischen Konzepten. Dabei wird der Einfluss von gesellschaftlichen und technischen Entwicklungen ebenso berücksichtigt wie die Bedeutung von Institutionen für die Etablierung eines fotohistorischen Kanons.
Kunst und Psychoanalyse
Salome Hohl
Meret Oppenheim, Einige der ungezählten Gesichter der Schönheit, 1941
Die Geschichte der Psychoanalyse und der Avantgarde sind eng verknüpft. Auch heute ist die Auseinandersetzung mit menschlichen Tiefenstrukturen in den Künsten präsent. Im Unterricht steht die Verschränkung mentaler Gesundheit mit den jeweiligen Zeitumständen durch die Linse der Kunst im Zentrum.

Als die Beschleunigung und Mechanisierung des Lebens und der Arbeitswelt um 1900 einsetzte, entstanden auch Diagnosen nervöser Erschöpfung. Die verborgenen Ängste und Wünsche wurden zum Thema, das Unbewusste geriet ab 1900 ins Blickfeld – auch bei der Avantgarde, z.B. bei Dada und dem nachfolgenden Surrealismus. Bis heute haben die Theorien von C.G. Jung oder Sigmund Freud einen Einfluss auf die Kunstgeschichte. Derzeit sind neosurrealistische Tendenzen zu beobachten. Im Unterricht werden Kunstwerke aus unterschiedlichen Epochen besprochen und eine Einführung in psychoanalytische Ansätze erarbeitet.
Porträt, Familie, Beziehungen
Caroline Nicod
Kodakwerbung
Seit wann spielt die Fotografie eine Rolle als Zeugin privater Glücksmomente? Welche KünstlerInnen richteten die Kamera auf ihnen nahestehende Personen? 

Wie wir uns selbst, unsere Biographie, Familie und Freunde wahrnehmen, definieren wir nicht unwesentlich über fotografische Aufnahmen. Schon mit der Verbreitung der ersten Amateurkameras wurde die Fotografie zum identitätsstiftenden Medium, das unter Ausblendung der weniger vorteilhaften Momente ein möglichst perfektes Bild des erfüllten und erfolgreichen Lebens konstruiert. Diese Konventionen der Inszenierung wurden auch von der künstlerischen Fotografie reflektiert, die sich zugleich von der kompositionellen Unbefangenheit der Amateurfotografie inspirieren lässt. Tagebuchartige Aufzeichnungen von Fotografen wie Nobuyoshi Araki und Nan Goldin werden im Seminar mit vorangehenden und nachfolgenden Positionen konfrontiert.
Fotografie HF, Diplom, Joshua Geiger, Ins Herz Gemeisselt, 2021 
Stilleben – angewandt – editorial – narrativ
Anja Wille Schori
Die Studierenden erarbeiten eine editoriale Still Life Serie ausgehend von einer vorgegebenen Materie. Das Thema um das vorgegebene Objekt wird frei gewählt und narrativ visualisiert. Kompetenzen in Objekt- und Studiofotografie, Komposition und Set Design werden vertieft. Als Endprodukt entsteht eine kleine Edition, wobei das Editieren von Bildern, Bildabfolge und inhaltlicher Rhythmus erlernt werden.