Bildediting
Sarah Keller
Bildediting, 2017, Foto: Sarah Keller
In diesem Seminar erarbeitest du dir Werkzeuge um funktionierende Bildabfolgen zu konzipieren.

Unter Verwendung eigener Arbeiten erprobst du in kurzen Übungen unterschiedliche Strategien, wie du eine Auswahl von Bildern zu schlüssigen Serien zusammenstellen kannst. Dabei löst du deine Bilder aus ihrem ursprünglichen Bezugsrahmen und versuchst, Gemeinsamkeiten und formale Zusammenhänge zu erkennen. Die Resultate diskutierst du im Plenum. In dem Seminar befasst du dich ausserdem mit dem Kontext, in welchem deine Bilder veröffentlicht werden. Wie beeinflusst dieser die Wirkung und Leseweise deiner Bilder?
Fotografie HF
Studiengang Fotografie HF
Im Dialog mit Expert*innen und Studierenden entwickelst du deine eigene Bildsprache. Du setzt dich sowohl mit aktuellen Fragen als auch mit der Geschichte der Fotografie auseinander und lernst, dich als Fotograf*in zu positionieren. 

Wenige Medien sind derart stetig einem Wandel unterworfen wie die Fotografie – und das seit bald zwei Jahrhunderten. Die Auseinandersetzung mit ihr verlangt deshalb ein waches Interesse und Offenheit. Im praxisorientierten Studiengang Fotografie erarbeitest du dir die Kompetenzen für die Konzeption und Umsetzung von fotografischen Projekten und Aufträgen. Du lernst, stehende und bewegte Bilder in unterschiedlichen Zusammenhängen überlegt einzusetzen. Als Studierende*r wirst du mit zahlreichen gestalterischen Möglichkeiten und Arbeitsmethoden konfrontiert. Dank der praxisorientierten Herangehensweise lernst du rasch deine individuellen Präferenzen kennen und erfährst, wo dein ganz persönliches Interesse liegt. Ziel ist es, dich gekonnt und selbstbewusst in einem Berufsfeld zu bewegen, dessen mediale Grenzen sich zusehends auflösen.

Der Studiengang Fotografie HF vermittelt nebst praktischen Fähigkeiten fachspezifische Theorie. In Studiengang übergreifenden Veranstaltungen werden kulturelle und ästhetische Fragen zur Diskussion gestellt und regelmässig werden namhafte Persönlichkeiten zu Referaten und Workshops eingeladen. 
Durch das Experimentieren mit unterschiedlichen Techniken und Materialien wird das gestalterische Instrumentarium fortlaufend erweitert. Die Arbeiten entstehen sowohl im angewandten Kontext als auch im Hinblick auf eine künstlerische Positionierung. An Ausstellungen und Projektpräsentationen zeigen die Studierenden ihre Werke. Die Bereitschaft zu selbstständigem Arbeiten ist eine entscheidende Voraussetzung für den Beruf.

Das einzige Fotografie-Vollzeitstudium auf HF-Stufe in der Schweiz dauert sechs Semester. Im ersten Studienjahr stehen analoge und digitale Produktionsverfahren sowie Lichtführung, Studiofotografie und Bildbearbeitung im Mittelpunkt. Im zweiten Studienjahr wird die Entwicklung der eigenen Bildsprache und Autorenschaft in der angewandten wie auch künstlerischen Fotografie gefördert. Medienübergreifende Projekte, experimentelle Ansätze und die Zusammenarbeit mit anderen Disziplinen wie Visuelle Gestaltung, Modedesign, Film und bildender Kunst erweitern das Feld. Der Umgang mit Bildern, das technische Handwerk, der theoretische Diskurs sowie die Präsentation der eigenen Arbeit werden parallel dazu weiterentwickelt. Im Diplomsemester realisieren die Studierenden selbst konzipierte Abschlussprojekte.

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Fotografie HF
Studienbeginn und Dauer
Der Studiengang startet jeweils im August und umfasst 5400 Lernstunden, verteilt auf sechs Semester. Einschlägige Berufserfahrung und Vorbildungen können dem Studium angerechnet werden.

Ausbildungsstufe
Tertiärstufe, Höhere Berufsbildung, Höhere Fachschule
 
Diplom
Eidgenössisch anerkannter Titel dipl. Gestalterin/dipl. GestalterHF Kommunikationsdesignmit Vertiefungsrichtung Fotografie
 
Kosten
Die Studiengebühren betragen für Studierende mit zivilrechtlichem Wohnsitz in der Schweiz oder Liechtenstein pro Semester: CHF 8 400.– (= CHF 1 400.– mtl.). Inbegriffen ist die individuelle Benutzung der Schulinfrastruktur auch ausserhalb der Unterrichtszeiten sowie die Nutzung der Tutorialplatform Linkedin Learning. Die Ausbildung an der F+F ist staatlich anerkannt und subventioniert. Studierende sind grundsätzlich in ihrem Wohnsitzkanton stipendienberechtigt.

Berufliche Perspektiven
Selbständige Fotograf*in für Freelance- oder Auftragsarbeiten, Bildredakteur*in für Print- und Onlinemedien, Festanstellung bei Bild- und Werbeagenturen oder als Vermittler*in in Galerien und Museen. 
Fotografie HF
Anmeldung, Bewerbung Studiengang Fotografie HF
Zulassungsbedingung
Mindestalter 18 Jahre. Abschluss auf Sekundarstufe II (drei- bis vierjährige berufliche Grundausbildung mit Eidgenössischem Fähigkeitszeugnis oder Matura). Die Vorbildung muss nicht einschlägig, bzw. fachspezifisch sein. Bewerber*innen können beim Nachweis herausragender gestalterischer Fähigkeiten auch ohne abgeschlossene Sekundarstufe II «sur dossier» aufgenommen werden.
 
Aufnahmeverfahren
Nach Eingang der Online-Anmeldung wird den Bewerber*innen ein Thema für eine Projektaufgabe mitgeteilt. Die Lösung ist dem Sekretariat zusammen mit einer Arbeitsdokumentation und einem Motivationsschreiben einzureichen. Bei positiver Beurteilung der Unterlagen werden Bewerber*innen zu einem persönlichen Aufnahmegespräch eingeladen. Danach wird über die Aufnahme in den Studiengang entschieden. Eintritte während des laufenden Semesters sind in der Regel ausgeschlossen. Die Prüfungsgebühr beträgt CHF 150.–.

Wünschst du ein Abklärungsgespräch direkt mit der Studiengangsleitung? Dann richte deine Fragen per E-Mail direkt an Sarah Keller.

Das Aufnahmeverfahren wird nach Absprache mit den Behörden, und unter Berücksichtigung der Schutzmassnahmen, regulär durchgeführt. 

Infoveranstaltungen
Sind noch Fragen offen? Dann besuche uns unverbindlich an einem der monatlichen Infoabenden oder am Open House, lerne die Schulleitung kennen und informiere dich persönlich vor Ort.

Gerne berät dich unser Sekretariat telefonisch von Mo.–Fr. von 9.00–12.00 und von 13.30–17.00 Uhr unter 044 444 18 88. Fragen und Anliegen kannst du uns auch per E-mail übermitteln oder du bestellst dir dein gewünschtes Infomaterial über diesen Link direkt nach Hause.

Online-Anmeldung zum Aufnahmeverfahren:

  • Bewerbung Schuljahr 2021/22
    Ausbildungsbeginn: 30. August 2021
    Prüfungsgebühr: CHF 150.00
    Anmeldung
Einführung Farblabor
Regula Müdespacher
Eliane Rutishauser
Die Auseinandersetzung mit Licht und Farbe im Farblabor ist eine einzigartige physische Erfahrung. Die Einführung in die Filtertechnik und den chemischen Prozess, eröffnet dir die Möglichkeit, eigenes Bildmaterial zu entwickeln und zu verarbeiten.

Mit dem Kennenlernen der Geräte und den spezifischen Eigenschaften des lichtempfindlichen Materials, ist es auch im Farblabor möglich, neben der traditionellen Vergrösserung experimentelle Techniken auszuprobieren und anzuwenden. Durch das Arbeiten in der Dunkelkammer erschliessen sich dir neue Wege der kreativen Umsetzung künstlerischer Ideen. Die Einführung ermöglicht ein selbständiges Arbeiten im Farblabor.

Voraussetzung: Einführung Schwarzweisslabor oder gleichwertige Kenntnisse
Mitbringen: Farbnegativ, falls vorhanden
Kunstmarkt
Joël Gessler
Foto: Joël Gessler
Der Kunstmarkt, obwohl so eng mit der Kunst verbunden, erscheint teilweise wie eine Parallelwelt mit eigenen Regeln. Gerade für junge Kunstschaffende kann der undurchsichtige Kunstmarkt abschreckend wirken. Diese Veranstaltung befasst sich daher mit den Mechanismen des Marktes und gibt Auskunft über die wichtigsten Akteur*innen und Begriffe. Welche Kunstformen gibt es, wer sind die Teilnehmenden am Markt und welche Faktoren bestimmen die Preisgestaltung von Kunst? Im Kurs werden die Grundlagen des Kunstmarktes besprochen, die Käufer*innenseite und ihre Interessen beleuchtet sowie Auktionen unter die Lupe genommen.
Vorbild – Nachstellung – Paraphrase
Andrea Hadem
Regula Müdespacher
Foto: Seda Ucak, 2017
Das Erwerben von Grundkenntnissen über den Aufbau von anlogen Fotomaterialien und der Einblick in die einzelnen Arbeitsschritte der Filmentwicklung und der Positivvergrösserung dienen als Grundlage der fotografischen Ausbildung. Im Mittelpunkt steht die Analyse einer Fotografie und deren Nachstellung, die in Bildaufbau und Lichtführung so nah als möglich an die Vorlage herankommen soll. Die anschliessende Paraphrase ist eine inhaltliche oder formale Übersetzung des gewählten Bildes. Der Fokus liegt dabei auf freiem und kreativem Arbeiten und ermöglicht, eigene Zugänge zur Fotografie zu entdecken.
Einführung 3D & Ausstellungstechnik
Kurt Stegmann
Du lernst die 3D-Werkstatt kennen und nutzen. Wir befassen uns mit praktischen Aspekten der Ausstellungstechnik, stellen dir die wichtigsten Geräte und Werkzeuge vor und zeigen dir Produktionsmöglichkeiten auf, die du einsetzen kannst.

Wir zeigen dir, wie du die Geräte reinigst und pflegst.  Du lernst die Regeln, die Unfälle in der Werkstatt verhindern. Im zweiten Teil des Kurses schauen wir zusammen einen Kurzfilmklassiker an. Analog dieser Szenerie setzten wir einzeln oder in Kleingruppen unsere eigene Interpretationen um. Fragen zur Ausstellungstechnik wie die Befestigung, Sicherung und Steuerung von Arbeiten und Geräten werden während der Umsetzung beantwortet. Für die selbstständige Nutzung der 3D-Werkstatt ist der Besuch dieser Einführung obligatorisch.
 
Fotografie HF, Projekt, Arbeitspräsentation1 
Gut gerüstet auf die Eingabeexpedition
Goran Galić
Es braucht etwas Ausdauer, bis man sich durch den Ausschreibungsdschungel und das Stipendiendickicht einen Weg gebahnt hat, aber der Aufwand lohnt sich, wenn man sich damit überlegt auseinandersetzt. Der Unterricht gibt eine Übersicht, wo für welche Eingaben passende Angebote zu finden sind. Anhand von Fallbeispielen und Übungen erstellen wir eigene Eingaben und besprechen diese in der Gruppe. Im Anschluss statten wir der Photo Basel sowie den Swiss Design und Art Awards einen Besuch ab. Dies sind Plattformen für künftige Bewerbungen.

Das Seminar ist für Anmeldungen aus dem HF-Studiengang Kunst offen
Berufspraxis: Auftrag Selbstständigkeit
Mara Fadrina Truog
Du lernst das Berufsfeld der Auftragsfotografie kennen und setzt dich mit den gegebenen Mechanismen und Rahmenbedingungen auseinander. Der Entstehungsprozess von Bildern, die in der Auftragsfotografie entstehen, wird genauer betrachtet. Du erhältst Einblicke in die Arbeitsabläufe, begegnest Berufsleuten und wir diskutieren Fragen in Bezug auf die Selbständigkeit. Dabei lernst du Firmenmodelle kennen und du wirst auf Versicherungsfragen sensibilisiert. Du befasst dich mit der Interpretation eines Briefings und erstellst eine Offerte. Zum Schluss erproben wir unser Wissen anhand eines fiktiven Auftrages.
Von den digitalisierten Daten zum gedruckten Produkt
Franco Bonaventura
Das Seminar beinhaltet die Datenaufbereitung im Photoshop, das Platzieren der Bilder im Indesign, die Weitergabe von Daten mit den aktuellen Profilen inklusive Softproof und Preflightcheck, sowie die nötigen Einstellungen des Acrobat-Readers. Zudem wirst du mit den Grundlagen des Colormanagements und dessen Bedeutung in der Datenaufbereitung vertraut gemacht.
Fahrt ins Blaue
Walter Pfeiffer
Foto: Michael Meili, 2018
Unter der Leitung von Walter Pfeiffer finden vier Tagesausflüge in der Schweiz statt. Auf diesen Wanderungen sammelst du zu vorgeschlagenen Themen unterschiedlichstes Bildmaterial. Durch das Unterwegssein bist du aufgefordert, spontan und flexibel auf das zu reagieren was du an einem fremden Ort vorfindest, im Vorbeigehen Sujets zu entdecken, Einzelpersonen oder Gruppen in der Landschaft zu inszenieren und deinen Blick für Bilder zu schärfen. Zum Abschluss werden die gesammelten Werke gemeinsam ausgestellt.
Fotografie HF
Claudia Breitschmid, Ausstellungsansicht Diplomarbeit, Cyrill Krähenbühl, Cosplay Identity, 2018
Ausstellungsbesuche
Josiane Imhasly
Wir beschäftigen uns mit diversen Künstler*innen, Institutionen und Präsentationsformen.

Ausstellungen sind Orte der Inspiration, Information und kritischen Reflexion. Der gemeinsame Besuch von Fotografie- und Kunst-ausstellungen – in Kunstmuseen, Kunsthallen, Galerien oder Off-spaces – bietet die Gelegenheit, diverse künstlerische Positionen und kuratorische Ansätze kennenzulernen. Die vielfältige Schweizer Ausstellungslandschaft bietet zahlreiche Anknüpfungspunkte für die eigene Arbeit. Im Zentrum des Seminars steht die Diskussion über das Gezeigte und die Entwicklung einer eigenen Haltung zum Ge-sehenen, wodurch das Sprechen über künstlerische Inhalte trainiert wird.
Fotografie HF
Lidija Vuckovic, Projekt, Disco Balls & Glitter Tits, ohne Titel, 2018
Überzeugend präsentieren und souverän auftreten
Brigitta Weber
Mandy Gnägi
Der Buchstabe, Schlusspräsentation, 2019, Foto: Julia Marti
Das Präsentieren der eigenen Entwürfe und Ergebnisse ist ein integraler Bestandteil gestalterischer Arbeit. Du lernst, wie du in eine Präsentation einsteigen kannst und wie du den Spannungsbogen hältst, wo du dich im Raum platzierst und wie du über was sprichst, damit das Publikum den optimalen Zugang zu deiner Arbeit findet.

Im ersten Studienjahr fokussiert das Seminar auf die Wirkung von Körpersprache und Stimme. Mittels praktischer Übungen bringst du mehr über deine Ausdrucksmittel wie Stimme, Atem und Körper in Erfahrung. Du schärfst deine Eigenwahrnehmung, die Wahrnehmung des Gegenübers und die des Raumes. Du vertiefst die Fähigkeit. das Publikum zu erreichen und zu bewegen.

Im zweiten Studienjahr werten wir eine bestehende Projektpräsentation aus. Folgende Fragen stehen im Mittelpunkt: Wie kann ich Präsentationen wirkungsvoll strukturieren und die vorbereiteten Erläuterungen und Argumente kompetent, sicher und souverän vortragen? Wie baue ich Auftrittsängste ab und wie setze ich meine Ausdrucksmittel gezielt ein? Wichtiger Bestandteil der Auswertung ist es, professionelles Feedback zu geben und dieses zu nutzen. Im dritten Studienjahr wirst du ganz konkret bei der Vorbereitung der Präsentation deines Diplomprojektes vor der Fachjury unterstützt.
Ausstellungsbesuche
Josiane Imhasly
Foto: Imhasly, Stoecklin
Ausstellungen sind Orte der Inspiration, Information und kritischen Reflexion. Der gemeinsame Besuch von Fotografie- und Kunstausstellungen – in Kunstmuseen, Kunsthallen, Galerien oder Offspaces – bietet die Gelegenheit, diverse künstlerische Positionen und kuratorische Ansätze kennenzulernen. Die vielfältige Schweizer Ausstellungslandschaft bietet zahlreiche Anknüpfungspunkte für die eigene Arbeit. Im Zentrum des Seminars steht die Diskussion über das Gezeigte und die Entwicklung einer eigenen Haltung zum Gesehenen, wodurch das Sprechen über künstlerische Inhalte trainiert wird.
Berufspraxis: Auftrag Tiere portraitieren
Linus Bill
Foto: Linus Bill, 2014
Tiere haben eine Persönlichkeit und diese versuchen wir fotografisch einzufangen: Im Zoo, zu Hause, im Wald oder auf der Strasse. Und vielleicht können wir durch das Fotografieren von Tieren auch etwas über das Fotografieren von Menschen lernen? Was ist vor und nach dem Fotografieren zu beachten? Wir besprechen verschiedene Shooting-Strategien wie die Improvisation oder die Planung und diskutieren schliesslich über die Resultate und die Erkenntnisse, die wir daraus ableiten können.